Ihre Meinung zu: Anti-Suizidnetze an Golden Gate Bridge

21. August 2018 - 9:19 Uhr

Viel zu oft nehmen sich Menschen mit einem Sprung von der Golden Gate Bridge das Leben. San Francisco installiert deshalb nun Anti-Suizidnetze unter der Brücke. Von Nicole Markwald.

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Kommentare

Ist OK, aber viel wichtiger sind:

Anti-Suizidnetze an allen Bahnstrecken- und Stationen.

g. 84 Jahre währende Faktensammlung! Könnte man das nicht eventuell auch als Versagen der Gesellschaft bzw. der Brückenbetreiber bezeichnen? Was sind eigentlich die Ursachen für diese Suizide, die es ja lt. Politik immer zu bekämpfen gilt? Was geschieht denn da? Wäre schon interessant, da mal was zu erfahren.

Was geschieht nach einem 6m-Freifall in so ein Netz? Schwerverletzt? Oder doch zum nächsten beabsichtigten Schritt bereit und fähig? Und das kostet 200 Millionen? Wäre es da nicht sehr viel sinnvoller, Personal einzusetzen?

Nur nebenbei anzusprechen,

wieviele Menschen von Deutschlands Brücken in den Tod gesprungen sind, wäre auch eine Antwort!"
Es gibt doch in Deutschland auch Brücken, welche bekannt sind für Suizid Gefährder oder gibt es sowas in Deutschland nicht ? In Deutschland gibt es keine Suizid gefährdende. Wir leben in einem friedlichen und sozialen Rechts - und Demokratiestaat.

Nichts besonderes!

Das ist m. E. nichts besonderes. Schutzgitter hat der Eiffelturm schon seit Jahrzehnten.

Autsch...

Wenn die armen Menschen 6 m tief in ein Stahl-Seil fallen, werden sie die letzten 221 m auch noch wagen.

Ich denke, hier sollte eine andere Konstruktion gewählt werden. Starke Hanf-Seil-Netze mit der Möglichkeit zurück auf die Brücke zu gelangen.

Das Schild würde ich umschreiben in:
"We know its horrible, sometime. But there is hope. Call Us."!

Wer 6m tief in ein

Wer 6m tief in ein Feuerwehr-Luftkissen springt kann sich selbst da schwer verletzen und bei einem Stahlnetz möchte ich den verletzten Menschen der da drin liegt lieber nicht sehen ,geschweige den bergen müssen.
Aber so sind sie unsere Freunde in den Staten nie um eine Idee verlegen. Wenn netze dann ja wohl an den Seiten der Brücke von unten bis oben und das ohne die kleinste Lücke durch welche einer kriechen kann um dann zu springen.

Arme Menschen

Wie schlimm muss eine persönliche Situation sein, damit man die Selbsttötung als letzten weg sieht?
Ich kann das nicht nachvollziehen und hoffe, dass mir dieser Luxus erhalten bleibt.

Was ich allerdings aufs schärfste verurteile ist die Ignoranz mit der manche Selbstmörder ihr Vorhaben umsetzen.

Ja ihr Seelischer Zustand mag schlimm sein, aber nicht und auch wieder nichts rechtfertigt es, das Seelenheil eines anderen Menschen mit in den Abgrund zu reißen.

Man mag sich alleine Vorstellen, was so ein Sprung vor eine S-Bahn bei dem Zugführer anrichtet...

Es mag Zynisch klingen, aber da finde ich von der Brücke ins Meer springen sehr viel "Rücksichtsvoller" (Das Wort ist furchtbar unpassend, aber mir fällt kein besseres Adjektiv ein).

Am aller besten ist es natürlich, wenn
es gelingt die Betroffenen auf ihrer Verzweiflung zurück ins Leben zu holen.

Schutzgitter statt Behütung

Bei solchen Aktionen kommt mir eigentlich (ich betone das Wort eigentlich) die Galle hoch. Wie wäre es mit Suizidforschung? Ich wage kaum die Aussage (wegen den bekannten Einwänden), dass die Leute nicht so sehr an persönlichen Problemen leiden, sondern an ihrer Vergangenheit, wovon der Leistungsdruck ein grosser Ballast sein kann (zudem wir in unserer Gesellschaft existentiell alles davon abhängig machen).

Die Betroffenen werden andere Wege finden

Natürlich bin ich für solche Netze - keine Frage. Ich fürchte nur, dass sich die Menschen mit Suizidabsichten dann anderweitig umsehen werden.
Viel wichtiger fände ich es, zu hinterfragen, wieso ein Mensch Suizidabsichten hat. Oft äußert er diese nämlich auch schon vor dem Suizid.
Nach meinen Beobachtungen sind es oft Gründe, die man beseitigen kann.
Ich denke, an die vielen Menschen, die lieber den Suizid wählen, bevor sie in ein dt. Altersheim kommen, wo sie nur verwahrt und nicht gepflegt werden.
Wieso sind uns unsere alten Menschen auch nicht so viel wert, als dass man sie menschenwürdig behandelt im Alter?
Seit x-Jahren wird viel geredet und passiert ist aber nichts! Es musste ein junger Auszubildender aus einem Pflegeberuf im Fernsehen die Bundeskanzlerin vor der letzten Wahl erst mal auf das Thema ansprechen!
Dass viele alte Menschen lieber freiwillig Selbstmord begehen, wundert einem angesichts dieser Situation nicht.

derartige Suizidprävention ist schlicht wirkungslos

Sie bewirkt lediglich eine Verschiebung zu anderen Plätzen. Ein gesellschaftliches Armutszeugnis.

@ kyniker85

Die Menschen klettern ja nicht auf einen der Pylone, sondern springen vom Gehweg. Also aus rund 67 Metern Höhe.

Die Netze stoppen m.M. die Selbstmörder

nicht, es sei denn, es gibt eine Vorrichtung, dass die Menschen nicht vom Netz aus dann in die Tiefe springen können. Ansonsten ist der Aufwand nutzlos.

viel sinnvoller, Personal einzusetzen?

Solche Menschen brauchen echte Hilfe und eine behütete Anlaufstation.
Ob da Netze helfen mag sein, nur die alleine reichen nicht,da müssen Anlaufstellen geschaffen werden...

Wie wollen Sie fast 34000 Km Schienennetz

der Bundesbahn mit Netzen versehen? Wie hoch müssen diese Netze sein? Muss obendrauf Stacheldraht sein?
Ich glaube, darüber haben Sie nicht nachgedacht.

Bessere Lösung: Tunnel!

Einen Tunnel graben. Unter dem Meer durch. Da springt garantiert keiner runter ;)
.
Aber mal im Ernst: Jemand der sich umbringen will, findet einen Weg. Im Zweifel eine der zig tausenden Brücken die nur unwesentlich höher dafür aber völlig ungesichert sind.
.
Wer tatsächlich Menschen vom Suizid abhalten will muss die Leute lange vorher wieder "einfangen".

12:03 von Deeskulator

Ob man sich in einer solchen Situation darüber Gedanken macht ?

Auffangnetz aus Stahlseilen?...

...Klingt nach eine Eierschneidemaschine... ob das nun die Menschen vor einem Suizid schütz oder das Stahlnetz sich tief in das Fleisch der Selbstmörder schneidet und sie damit tötet oder schwer verletzt? Hat man diese Netze überhaupt getestet? Und wer sagt das ein überlebender nicht an die Kante des Netzes klettert und noch mal die Reststrecke mit einem zweiten Sprung nimmt? Man nimmt natürlich ein Stahlnetz, das muss man nicht so oft warten oder austauschen. Wahrscheinlich wäre die effektivere Lösung ein Zirkusnetz, das ist viel feiner und elastischer und fängt die Springenden sanft auf, aber so ein Netz hält wahrscheinlich nicht so lange an der salzigen und feuchten Luft. Irgendwas stimmt da noch nicht, denke ich.

Hmmm @AufgeklärteWelt

Suicidprävention ist keineswegs sinnlos und auch kein Allheilmittel für a l l e Lebensmüden ( einer schrieb hier " Suicid-"G e f ä h r d e r ", gräßlich ), ja will es nicht einmal sein.
Machen Sie einen wirklichen, realisierbaren Vorschlag der suicidgefährdete Menschen "normal" macht.
Das "Umfeld" ist nur die eine Hälfte der Plakette, da ist auch noch die phychische Disposition & die dispositionelle Eigenschaft der Gefährdeten.
Ich denke die Gesellschaft - Alle, ausser den Medizinern vielleicht - wollen das nicht sehen, gleichwohl die Meisten wirklich krank sind.
Bis Sie das Mittel gefunden haben werden wir weiterhin Suicidprävention gut heißen.
Ach wenn's doch so einfach wäre........

Amerikaschau

Und schon wieder. Wieso wird ständig über Nichtigkeiten in den USA berichtet? Ob das die maroden abwassersysteme in Washington, irgendeinen kleine Demo in New York oder dieses Netz. Die Welt ist größer als die USA.

Berichtet über deutsche Probleme oder europäische oder internationale
Nicht über dem Alltag der Amerikaner

@vaihingerxx

Ich glaube nicht, denn das würde ja im Folgeschluss bedeuten, dass die suizidale Person vollkommen Empathie befreit wäre.

Und die suizidale Tendenz hat, denke ich, eher etwas mit einem Überfluss an Emotionen zu tun als mit deren Abwesenheit.

Es ist klar das ein Mensch der so einen extremen Schritt unternimmt unter großem Druck irgendeiner Art steht und wahrscheinlich daher wenig an seine Umgebung denkt.

Aber für mich ist dass immer noch keine Rechtfertigung Einem anderem Menschen das Leben zu versauen.
Bleiben wir beim Zugführer, wenn der kein kaputter abgebrühter Knochen ist, wird bei ihm mit Sicherheit psychisch einiges zu Bruch gehen und es wird lange dauern, diese Schäden zu beheben, sofern dies überhaupt möglich ist.

Darum ist es ja für alle Beteiligten besser, wenn der Suizid gar nicht erst statt findet.

Diese 200 Millionen werden aus purem Eitel ausgegeben

Aus Eitel weil man nicht möchte dass sein schönes Wahrzeichen mit Suiziden in Verbindung gebracht wird.

Durch diese Netze verlagert sich nur der Ort an dem der Suizid stattfindet. Das Geld wäre an anderer Stelle sicherlich besser investiert gewesen.

@12:06 von Margitt.

"Ich denke, an die vielen Menschen, die lieber den Suizid wählen, bevor sie in ein dt. Altersheim kommen, wo sie nur verwahrt und nicht gepflegt werden" - ich weiß nicht, ob es nur die Qualität der Pflege ist, die den Suizid dem Altersheim "vorziehen" läßt. Meine Erfahrung in Krankenhäusern sagt mir, daß die Einordnung in das fremde System und der damit einher gehende Verlust der Selbstbestimmtheit einen in tiefste Verzweiflung stürzen kann.

@12:03 von Deeskalator

"Ich kann das (Selbsttötung als letzten Weg) nicht nachvollziehen und hoffe, dass mir dieser Luxus erhalten bleibt" - ich sehe die fehlende Nachvollziehbarkeit in dem Fall auch als Privileg an.

Anti-Suizidnetze

In Kalifornien sind 3 Millionen Menschen drogensüchtig.
Jedes Jahr werden um die 19.000 Kilogramm Marihuana, 2300 Kilogramm Meth, 300.000 Ecstasy Pillen, jede Menge Kokain und Heroin beschlagnahmt.
Jeden Tag sterben im Schnitt 11 Menschen durch Drogen. 3 davon begehen Selbstmord, wenn nicht auf der Golden Gate Brigde, dann eben woanders.
Kalifornien braucht keine Anti-Suizidnetze, sondern eine Mauer.

Vielleicht sollen die Stahlnetze

den Aufprall "mindern", dass die Person sich den weiteren Weg auf das Wasser mit dessen Widerstand zu rechnen ist, noch einmal überlegt.
Denn bei einem Aufprall aus 10 Meter Höhe auf den Rücken hat man auch eine aufgerissenen Hautstruktur, was mir selbst einmal aufgetreten ist. Bei einem Stahlnetz wird der Aufprall auch nicht gemütlich ausklingen, wie auf eine Schaumgummiunterlage, wie beim Stabhochsprung.

Warum begehen denn so viele

Warum begehen denn so viele Menschen Selbstmord dort ? Die Börse steigt weiter unaufhörlich jeden Tag seit wir diesen tollen Wirtschaftaufschwung, der schon mit Herrn Obama begann, erleben durften der nun von dem populären Herrn Trump konsequent fortgeführt wird.
Klar kommt es schon mal vor das der eine oder andere Investmentbänker aus dem Fenster springt, die Gründe sind meist unbekannt, aber dort in Manhatten installiert man desswegen keine Netze. Naja vielleicht schrecken diese Netze zu viele Touristen ab, wer weiss.

84 Jahre...

Zitat: "Am 21. August 2018 um 10:01 von Gerhardxxx
1937 bis 2021 - Das nenne ich ja mal eine gründliche Entscheidung. 84 Jahre währende Faktensammlung!
[...]
Was geschieht nach einem 6m-Freifall in so ein Netz? Schwerverletzt?"

Diese 84 Jahre, die die Amis dafür gebraucht haben, sind der Witz schlechthin. Oder einfach nur peinlich. Wir haben schon vor 40 Jahren solche Netze z.B. an der Okertalsperre angebracht. Der Grund mit diesen mind. 6 m ist tatsächlich, das sich derjenige schwer verletzt, also Arme oder Beine bricht, um dann nicht mehr einfach zum Rand des Netzes klettern zu können, und sich von dort in den Tod zu stürzen. Funktioniert.

@ Deeskalator

Sie haben keine Ahnung von Depressionen und depressiven Menschen sonst würden Sie sich nicht soweit aus dem Fesnter lehnen und so einen Blödsinn schreiben...

@ Deeskalator

Seien Sie froh, dass Sie nicht betroffen sind.
Jedoch wäre es schön, wenn Sie über Themen sprechen (schreiben)
würden bei denen Sie sich auskennen.
Bei diesem kann ich Ihnen Bescheinigen,
dass Sie völlig im Dunklen tappen
und zu allem Überfluss auch noch
Betroffenen vor den Kopf stoßen.

Eine Betroffene.

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