Kommentare

Ich bin seit 31 Jahren Gamer

Ich bin seit 31 Jahren Gamer und Ihr von der tagesschau habt vergessen zu erwähnen, dass man nicht nur auf dem Smartphone und der Konsole zocken kann, sondern auch auf dem PC. ;)

Deutschland hatte mal gute Entwicklerstudios (z.B. Pyranha Bytes), die aber dank geldgeiler Publisher dazu gedrängt wurden unfertige und mit einer Menge Bugs behaftete Spiele (wie z.B. Gothic 3) auf den Markt zu bringen, was natürlich bei der Spielerschaft, die auch mal 60 Euro für ein Spiel hinblättern muss, nicht gut ankommt. Also werden die neuen Spiele dieser Entwickler nicht mehr gekauft und die Publisher (z.B. JoWood aus Österreich, die die Pyranha Bytes-Spiele published haben), gehen dann eben Pleite und somit stehen die Entwickler allein da und kriegen nichts mehr auf die Reihe.
Die Spiel-Trilogie "Crysis", ein weltweiter Erfolg, entwickelt vom Studio Crytek aus Frankfurt, die aber auch Konkurs anmelden mussten....
Das ist nur ZWEI Beispiele, warum es um deutsche Entwickler nicht so gut steht.

In Deutschland

ist das Klima leider immer noch vergiftet, was Videospiele angeht. Vor allem die anhaltende Dämonisierung sogenannter "Killerspiele" gepaart mit einer Zensurmaschine, die ihresgleichen sucht, macht es den Entwicklern nicht gerade einfach, auch für den internationalen Markt zu produzieren. Während der Rest Europas kein Problem damit hat, PEGI-Empfehlungen zu übernehmen, haben wir mit der USK eine der schärfsten Zensurstellen für Videospiele auf der Welt.

Das Publikum will halt nicht nur kindgerechte Spiele, Strategiespiele und Zugsimulatoren. Ich erinnere nur daran, dass z.B Crysis vor einigen Jahren leer ausging, weil es ein "Tötungssimulator" war.
Die allermeisten Spieler können sehr wohl zwischen Spiel und Realität entscheiden. Wenn die Gängelung der deutschen Spieler aufhört, werden die Entwickler folgen und auch Spiele produzieren, die nicht nur ein deutsches "pädagogisch wertvoll"-Siegel auf dem Cover prangen haben.

Ausbau der Netze

Die Bundesregierung hängt mit dem Ausbau des schnellen Internets weit hinterher. Das ist wirklich eine Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft: Mittelständische Firmen oder kleinere Unternehmen, die kein schnelles Internet verfügen, werden durch lange Übertragungszeiten (hier geht es um Stunden!) massiv blockiert, gegen europäische Konkurrenz sich behaupten zu können.
Interessant, dass bei einem Nebenthema wie der Spielebranche die Bundesregierung schnell mal ein paar Milliönchen aus der Hand schüttelt.
Zudem wurde leider im Artikel nicht weiter erforscht, ob die Förderung, die in Baden-Würtemberg seit 2011 wirkt, irgendeinen Titel erfolgreicher im Wettbewerb gemacht hat. Sicherlich nicht, es würde sonst garantiert als glänzendes Beispiel erwähnt werden.
Zudem ist mir nicht klar, wieso die Gelder benötigt werden: Konkrete Ausführungen, woran es in Deutschland mangele, haben die genannten Lobbyisten nicht geliefert.

Echt jetzt?

"Wenn es neben den Länderförderprogramm bald nicht zu einem bundesweitern Förderungsprogramm kommt werden auf Dauer weniger Spiele und letztendlich auch weniger Techonologie in Deutschland entwickelt."

Kann man diese Aussage eigentlich nicht auf ALLE produzierende Bereiche ausweiten?

Ich finde, wenn eine Idee gut ist wird sie auch finanziert, ob das jetzt Kapital eines großen Publishers ist oder über Portale wie Kickstarter läuft.

Ich habe bei Kickstarter noch nie gesehen das eine gute Idee von einem engagierten Team nicht die notwendige Finanzierung erreicht hätte.

In Zeiten nicht vorhandener Zinsen sollte auch Risiko Kapital leichter aufzureiben sein.

Den gefühlt 12. Aufguss der Anno Spielidee noch als Beispiel zu nennen ist auch keine redaktionelle Glanzleistung.

Games

Es sollte eher gefördert werden, das weniger Games gezockt werden, ob nun ausländische oder inländische Spiele. Sport oder andere Spiele in den man in Gemeinschaft ist, sollten besser sein als in einer virtuellen Welt, von dem man irgendwann aufwacht und bemerkt, das man einsam ist und keine Freunde hat.

ich sehe keinen sinn in einer

ich sehe keinen sinn in einer förderung von randgruppen. spielen macht süchtig. warum sollte das der staat fördern?

man lernt aus der Spielsucht der Bevölkerung vor allem eines

Nicht allein, aber doch auch Deutschland ist ein langweiliges, sozial ödes Land. Darüber sollten vor allem Politiker nachzudenken beginnen.

Förderung einzelner Projekte ist schlecht

"Deutschland könne sich hier viel besser positionieren - mit der nötigen Förderung, ähnlich der Filmförderung."

Was heißt hier besser positionieren? Wer beim Film was drauf hat, geht immer noch ins Ausland. So ähnlich ist das auch in der IT. Man hält keine Leute in dem man spezielle Projekte fördert, die auch noch von einer subjektiven Jury ausgewählt werden.

Man muss die Randbedingungen verbessern. D.h. mehr IT-Bildung in den Schulen, die über den Schreibkurs hinausgeht. Und die IT-Infrastruktur ausbauen.

@caw67

"...spielen macht süchtig..."

Okay, dann sollte man auch Wettbüros schliessen, Alkohol verbieten, Fernsehen verbieten, Rauchen verbieten, denn das macht alles süchtig.
KANN süchtig machen, MUSS aber nicht.

Wie ich oben schon schrieb, bin ich seit 31 Jahren Gamer (seitdem ich 14 war) und ich bin NICHT süchtig, genauso wenig wie Millionen anderer Gamer süchtig sind.

@Hackonya2

"...sollten besser sein als in einer virtuellen Welt, von dem man irgendwann aufwacht und bemerkt, das man einsam ist und keine Freunde hat."

Das ist ein Vorurteil. Genauso, wie es ein Vorurteil ist, dass Gamer nicht duschen würden und sich gehen lassen (wie RTL mal behauptet hat und dann ein regelrechter Sh*tstorm auf sie niedergeprasselt ist und sie sich daraufhin entschuldigt haben.) Ich bin Gamer und ich HABE Freunde, ich habe sogar eine Frau und zwei Töchter UND ich dusche täglich.
Klar mag es solche Typen geben, aber die sind ganz bestimmt NICHT die Regel.
Es gibt sogar haufenweise weibliche Gamer, mit einigen bin ich im Real Life BEFREUNDET und die duschen übrigens auch.

@AufgeklärteWelt

"Nicht allein, aber doch auch Deutschland ist ein langweiliges, sozial ödes Land. Darüber sollten vor allem Politiker nachzudenken beginnen."

Lesen Sie gern Romane? Ja? Dann könnte man auch sagen, dass Sie das tun, weil Deutschland ein sozial ödes Land ist und sie der Realität entfliehen wollen um in eine Geschichte zu flüchten und sich in Ihrem Roman verlieren. Nichts anderes sind Spiele auch.
Es gibt Spiele, vor allem Rollenspiele in die man eintauchen kann wie in ein gutes Buch. Tolle Geschichten, gut inszeniert wie ein schöner Film. So groß sind die Unterschiede garnicht zw. Buch und Spiel.
Leider denken viele, dass es beim Spielen nur um stupide Ballereien geht. Dem ist ganz gewiss nicht so.

@ AufgeklärteWelt, um 07:49

Wenn Sie Deutschland als “langweilig“ empfinden, können Sie noch nicht viel davon kennengelernt haben.
Darüber sollten vor allem Sie nachzudenken beginnen.

Schöner positiver Artikel

Es wird einfach Zeit, dass Medien mehr und mehr umschalten, weg vom "Killerspiele sind ja so böse und Gamer sind fette einsame Nerds" zu "Spiele sind ein relevanter Faktor für Wirtschaft und technologischen Fortschritt".

Früher wurde technischer Fortschritt noch über den Militärhaushalt erreicht, wie z.B. die Entstehung des Internets. Wenn wir heutzutage Fortschritt stattdessen über Gaming erreichen können, tun wir der Menschheit einen großen Gefallen.

Eine kurze Google-Suche hat übrigens ergeben, dass es sehr wohl Hits in Deutschland abgesehen von Anno gibt:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/bekannte-deutsche-spiele-diese-games-
sind-made-in-germany-fotostrecke-148085.html

Werden denn ausländische

Werden denn ausländische Spieleentwickler auch staatlich gefördert (in den jeweiligen Ländern) oder wieso sind die erfolgreicher als die deutschen? Und wenn nein, warum soll dann hier der Staat eingreifen, wenn hiesige Entwickler nicht konkurrenzfähig sind? Es gibt wesentlich sinnvollere und -stiftendere Dinge als Computerspiele, die der Staat fördern könnte.

Mein erster Computer war ein Apple IIe

Darauf habe ich nicht nur das Programmieren gelernt, sondern auch schon Spiele gespielt. Das war 1983/84.

Wie schon Alex Faulkner im ersten Kommentar schrieb, gab/gibt es auch wirklich gute deutsche Spiele zum Beispiel von der Firma Blue Byte (Battle Isle, Die Siedler, Anno).

Da heute fast alles Online läuft, braucht man eine gute Internetverbindung, um z.B. notwendige Updates zu installieren und bei Onlinespielen keine Verzögerungen durch hohe Latenzen zu haben.
Wenn man mehrere GB herunterladen muss, dann ist das selbst bei 16 Mbit/s ziemlich nervig.

@Hackonya2: Einsam durch Spiele. Es kommt drauf an was man spielt. Bei Multiplayer Spielen spielen Sie mit anderen Menschen zusammen, wenn Sie wollen aus der ganzen Welt.

@caw67: Spielen macht süchtig? Es gibt immer Menschen die es übertreiben (Alkohol, Drogen, Spiele).
Ob es sinnvoller ist jeden Tag einige Stunden vor dem Fernseher zu sitzen, lasse ich mal offen.

Die Juri will ich sehen

die mit Bestimmtheit gute, bzw. erfolgreiche Spiele im Vorfeld erkennt. Wäre das so einfach, gäbe es nicht so viele Pleiten in der Branche. Mit reinen Informatik-Skills ist es nicht getan, es bedarf zudem einer gewissen Fantasie und Erfahrung über Machbarkeit und Käuferverhalten.

Echt jetzt?

Vor ein paar Jahren gab es mal einen Film in dem der Freund seine Freundin umgebracht hat und dann anfing sie auf zu essen. Es dauerte nicht lange und der Film wurde Realität. ich glaube es steht fest, dass durch diese Gewaltspiele die Hemmschwelle zur Realität sinkt. Die Menschen stumpfen ab, wenn jemand auf der Straße angegriffen wird gibt es nur Wenige die nicht Wegsehen und noch weniger die Helfen. Für die scheint es alles wie im Spiel abzulaufen, nur mit einem Unterschied das ist Realität. Nicht um sonst gibt es Kliniken für Spielsüchtige.

fehlende Förderung kein Grund für schlechte Performance

Alle bisherigen Kommentatoren sehen die Sache völlig falsch.
Es liegt weder an "geldgierigen" Publishern noch daran, dass die Branche von der Regierung hinsichtlich Förderung ignoriert wird.

Das wirkliche Problem ist die fehlende Kompetenz. Die Kompetenz zu erkennen, was Spieler wollen und dementsprechende Produkte zu liefern.

Es gibt so viele Spiele aus Deutschland. Die sind aber allesamt langweilig im internationalen Vergleich. Auch z.B. die genannte Anno Reihe ist nichts weiter als jedes mal eine Neuauflage des bereits bekannten Spielsystems mit modernerer Grafik. Überhaupt gibt es fast keine Originalität im deutschen Videospielemarkt. Die meisten Entwickler orientieren sich an populären Titeln und kopieren diese mehr schlecht als recht. In Hinsicht auf Videospiele ist Deutschland vergleichbar mit den Autobauern in China, nur dass es hier nicht eine Milliarde Kunden gibt und das bloße Kopieren von Inhalten nicht funktioniert.

...

Deutschland hinkt da zu weit zurück. Asien z.B. fördern den ESport während wir noch diskutieren ob gamer ein sportler ist...

07:24 von caw67

Zitat:"ich sehe keinen sinn in einer förderung von randgruppen. spielen macht süchtig. warum sollte das der staat fördern?"

Sucht ist vielseitig und das Potential dazu wurde und wird in Deutschland sehr wohl gefördert. Neben Alkohol, Drogen und Spielsucht, gibt es z.B. auch die Gier die auch eine Sucht ist. Sucht nach dauerhaften Bestätigung und Anerkennung. Das trifft auf Manager und auf Unternehmer zu.
Alles nicht zum Wohle der Allgemeinheit.

Spiele egal welche dienen der Menschheit schon immer als Evolutionstriebfeder, sind Lernprozesse, Entspannungsventile und reichern das Legen durch Erfahrung an.

Elektronische Spiele sind nur eine Erweiterung der Möglichkeiten und in zunehmenden Maße bieten Sie eben viel mehr als früher möglich war.

Deutschland ist aber allgemein immer noch eine Anti-freiheitliche Denkweise dominant, die besagt, das nur der arbeitet etwas wert ist. Beim Profifußballer redet man schon von Arbeit, warum nicht beim Profigamer?

08:09 von wirSindEins

Das liegt in Deutschland an der Mentalität. Da zählt der Weg mehr als das Ergebnis. Man will keine agile Struktur sondern eine Starre, denn die ist überschaubar.
Es ist eine Mentalität der Angst zu versagen und nicht reinzupassen. Denn immer noch herrscht in Deutschland ein hieratisches Unterwerfungs-Mentalität mit dem Blick nach oben.

Aber es hat sich aber in den letzten Jahrzehnten schon stark gewandelt, daher gibt es Hoffnung.

Videospiele und die Tagesschau

"Mehr als 30 Millionen Menschen zocken weltweit Computerspiele."

Allein GTA5 hat sich Stand Mai 95 Millionen mal verkauft. Vermutlich haben auch mehr als ein Drittel der Leute das Spiel dann auch gespielt.

@caw67 - Randgruppe?

Hallo, sind 34,3 Millionen Spieler in D eine Randgruppe?

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/712928/umfrage/anzahl-der...

"Videospieler sind Randgruppen"

Zum Thema: "Videospieler sind Randgruppen/Sonderlinge/Minderheit".

Fakt: Die Spieleindustrie macht mehr Umsatz, als die DVD/BluRay-Industrie. Es kann sich also jeder ausmalen, wie groß und vorallem wie bedeutsam diese Branche ist. Auch wenn das so Manchem hier nicht gefällt; Die Spieleindustrie und ihre Konsumenten sind eine riesige Macht inmitten unserer Gesellschaft, ob wir wollen oder nicht.

Übrigens: Der Staat wittert selbstverständlich wahnissig hohe Steuereinnahmen von den Spiele-Produzenten/-Vertreibern. Daher rührt das staatliche Interesse.

Skurille Vorstellungen in der Politik

Es erscheint doch skurill, wenn sich der Staat um die Förderung von Computerspielen kümmert. Richtig ist, dass Unternehmen/Startups ihre Geschäftsideen vorstellen und danach, wenn diese gut sind, Geld erhalten sollten. Diese Aufgabe kommt jedoch den BANKEN zu, die eine Geschäftsidee - also die Entwicklung eines Spiels - auf Rentabilität überprüfen und dann gegebenenfalls einen Kredit gewähren. Es handelt sich dabei, um freie Marktwirtschaft!

Der Staat muss sich hingegen um die notwendige Infrastuktur (Datenautobahnen) und eine entsprechende Bildungskultur (z.B. Informatikunterricht an Schulen) kümmern. Das die Poklitik eben in ihren eigentlichen Arbeitsfeldern komplett versagt hat - und auch keine Besserung in Sicht ist -, sollte nicht mit Pseudo-Engagement kaschiert werden!

@Kommerz

"Werden denn ausländische Spieleentwickler auch staatlich gefördert (in den jeweiligen Ländern) oder wieso sind die erfolgreicher als die deutschen?"

Nein, mir ist nicht bekannt, dass Entwickler aus anderen Nationen staatliche Unterstützung bekommen. Finanziert werden die meisten, vor allem die großen Entwickler durch die Publisher. Kleinere Entwicklerstudios, wie zum Beispiel "Warhorse" aus Tschechien, griffen zuletzt auf Kickstarter zurück um ihr neuestes Spiel zu entwickeln.

@Cepheiden

"Das wirkliche Problem ist die fehlende Kompetenz. Die Kompetenz zu erkennen, was Spieler wollen und dementsprechende Produkte zu liefern."

Ach ist das so? Dann erklären Sie mir doch bitte mal, warum die Gothic-Reihe und auch Crysis solche Erfolge weltweit feiern konnten, wenn deutsche Entwickler doch angeblich nicht wissen, was die Spieler wollen.
Wissen tun sie es schon. Und wenn sie es nicht wissen, dann können sie sich verschiedene Spielemagazine ansehen, in denen Spiele getestet werden die bei den Gamern gut ankommen und sich dann ein Spiel ausdenken, welches auch bei den Gamern gut ankommen würde. Problem gelöst.

@NyanWomat

"Allein GTA5 hat sich Stand Mai 95 Millionen mal verkauft. Vermutlich haben auch mehr als ein Drittel der Leute das Spiel dann auch gespielt."

30 Millionen scheint mir auch sehr tiefgegriffen.
Im Übrigen möchte ich noch hinzufügen, das ich durch's Spielen auch Menschen kennengelernt habe, die 70-80 Jahre alt waren. Wird denen auch nachgesagt, sie seien süchtig und KÖNNTEN die Spiele, die sie spielen in die Realität umsetzen und Leute auf der Strasse erschiessen, weil die Hemmschwelle weg ist? Oder gilt das nur für junge Spieler?
Nehmen wir mal an, das die Zahl 30 Millionen stimmt. Warum klinken die nicht alle aus und werden zu Mördern weil doch angeblich die Hemmschwelle sinkt? Weil es immer auf die einzelne Person ankommt. Aber wie üblich werden alle über einen Kamm geschoren. Was falsch ist.

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