Ihre Meinung zu: Geflohene Venezolaner: Nachbarländer mit Migranten überfordert

19. August 2018 - 19:41 Uhr

Das wirtschaftliche Elend treibt derzeit täglich Tausende Venezolaner ins Ausland - auch nach Brasilien. Dort will die Regierung nach Ausschreitungen gegen Migranten nun Soldaten einsetzen. Von Ivo Marusczyk.

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Kommentare

Korrupter Ölstaat

Venezuela ist das Paradebeispiel, wie ein fehlgeleiteter und bis ins Mark korrupter Sozialismus ein Land zu Grunde richten kann. Mir tut es um die Flüchtlinge leid.

Menschenverachtend!

"Zuerst hatte Peru angekündigt, nur noch Venezolaner mit Pässen über die Grenze zu lassen. Daraufhin kündigte jetzt Ecuador, der Nachbarstaat im Norden, denselben Schritt an."

Einfach Menschenverachtend!

Die Linken/Sozialisten haben es mal wieder "geschafft" ...

Die Linken/Sozialisten haben es mal wieder "geschafft" ... selbst eines der ölreichsten Länder der Erde in die Armut und ins Chaos zu wirtschaften.

Unter Chavez hatte sich die Armut halbiert.

@21:14 von Bote_der_Wahrheit
Unter Chavez hatte sich die Armut - auch nach UN-Berichten - halbiert.

Um es klarzustellen: Venezuela ist kein (!) sozialistisches, sondern ein kapitalistisches Land.
Dann hätte es wahrscheinlich die jetzigen Probleme gar nicht.

Der Boykott von außen (von den USA initiiert und gefördert, die wollen offensichtlich an die Ölreserven heran)

und der Boykott von innen (venezuelische Kapitalisten horten lieber Waren, schmuggeln sie über die Grenze nach Kolumbien, und verdienen am Re-Import) hindert das Land daran, aus der gegenwärtigen Lage herauszukommen.

Wer kubanische Verhältnisse ins eigene Land..

..importiert, bekommt dann auch kubanische Verhältnisse!

Socialsmo o muerte!

@Frank von Brökel

"Am 19. August 2018 um 21:44 von Frank von Bröckel
Wer kubanische Verhältnisse ins eigene Land..
..importiert, bekommt dann auch kubanische Verhältnisse!
Socialsmo o muerte!"

.

Nun Kubanische Verhältnisse sehen so aus.

https://amerika21.de/2018/08/209951/kuba-verfassung-reform-lesung

zu 21:22 von krittkritt

Nennen Sie es wie Sie es wollen: "Sozialistische" Länder sind bisher immer so geendet wie Venezuela. Mit übelsten Folgen für die Bevölkerung.

Meines Wissens boykotieren die USA nur einzelne venezuelanische Politiker und nicht Venezuela allgemein. Daran liegt es also nicht.

Viele Beobachter glauben, dass eine (Fehl-)Entscheidung von Chavez im Jahr 2010 zur heutigen Situation geführt hat.

Demnach wäre Chavez schuld daran, dass es den Leuten heute so schlecht geht.

Und was Ihren Vorwurf angeht, "venezuelische Kapitalisten wüden Waren schmuggeln":

Was soll ein Besitzer einer Bäckerei denn machen, wenn der Preis für das benötigte Mehl höher ist als der Brotpreis in Venezuela?

Klar: Er könnte die Bäckerei auch einfach ganz schließen!

Dann würde die Bevölkerung eben gar kein Brot mehr (anstatt "nur" 10% der Produktion) bekommen und daher verhungern.

Aber egal: Hauptsache "der Kapitalist" bereichert sich nicht.

Schönreden

21:22 von krittkritt
Sie wissen doch selbst, daß der Chavez-Sozialismus die Öleinnahmen des Landes unter seiner Machtclique verteilt hat, Maduro hat nur noch weiter gemacht. Ohne die Milliarden Dollar aus den Ölverkäufen nach den USA wäre Venezuela schon längst zugrunde gegangen. Maduro stützt sich auf seine Polizei- und Militärmacht, die Bevölkerung bekommt nur noch leere Verkaufsregale in den Geschäften. Ihre Erwähnung zu den venezuelischen Kapitalisten, die Waren horten, gehört zu den Abwehrargumenten, um diesen failed-state nicht so desaströs erscheinen zu lassen. Ich gestehe ihnen zu, schönreden können sie. Wenn Hundertausende ihr Land verlassen, hat sich die Armut vervielfacht. Der venezuelische Sozialismus ist krachend gescheitert. Da helfen auch ihre Beschwichtigungen nicht mehr.

Das Ganze hat weder mit

Das Ganze hat weder mit Sozialismus noch mit Korruption zu tun. Aber sonst liegen Sie ganz richtig.

Googlen Sie mal das Wort

Googlen Sie mal das Wort 'Caracazo'. Tipp; es geht um ein Ereignis, das 1989 stattfand, vor Chavez.

@ krittritt

Der Boykott von außen (von den USA initiiert und gefördert, die wollen offensichtlich an die Ölreserven heran)

Wie ist das gemeint? Die USA sind der größte Abnehmer für venezolanische Öl (obwohl sich die USA zu 95% selbst versorgen). Und dieses Geld braucht Venezuela dringend. Das Land hat seit 2000 etwa 1.000 Milliarden Dollar mit Öl eingenommen. In welchen Kanälen ist es versickert? Wirtschaftliche Entwicklung haben Chavez und Maduro damit nicht hingekriegt. Null.

Nachbarländer mit Migranten überfordert

Wie wäre es, wenn diesmal unser Land, also Deutschland, und auch die EU die durch die hohen Flüchtlingszahlen stark belasteten Nachbarländer wie z. B. Kolumbien rechtzeitig finanziell und logistisch unterstützen würden, damit die Flüchtlinge dort menschenwürdig unterkommen können. Schließlich gehörrt ein Land wie Kolumbien im Gegensatz zu Deutschland und vielen EU-Ländern nicht zu den wirklich reichen Ländern auf dem Globus. Und auch die Flüchtlinge in Lateinamerike gehen uns an und verdienen unsere Solidarität.

@bote_der_wahrheit 21:14

Was, bitte, ist an Maduro denn Links???

@ krittkritt

Unter Chavez hatte sich die Armut - auch nach UN-Berichten - halbiert.

Der Effekt ist augenscheinlich verpufft.

@ Laurisch Karsten

Nun Kubanische Verhältnisse sehen so aus.
https://amerika21.de/20...

amerika21 ist eine beschönigende und die kubanische Diktatur verklärende Webseite. Ich vermute, Sie wissen das sogar.
Kuba ist eine tolle Insel, von der leider Millionen Menschen geflohen sind. Der Sozialismus verliert seine Kinder.

Probleme lösen, statt sie mit Gewalt zu unterdrücken!!

Soldaten werden die Probleme sicher nicht lösen.

Zu der Debatte über politische Systeme (genauer: Ideologien) hier:

Sozialismus hat tatsächlich noch nie funktioniert.

Aber das tut Kapitalismus, wie sich gerade immer deutlicher herausstellt, auch nicht.

Das Problem ist bei allen bislang bekannten, mehr oder weniger „demokratischen“ Politikmodellen das Gleiche:

Die Entscheidungsgewalt über die Geschicke der Bevölkerungen konzentriert sich de facto auf einige Wenige, von deren Kompetenz und „guten Willen“ dann alle abhängen.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit kann man jedem einzelnen Verbraucher, der in der komfortablen Lage ist eine Wahl zu haben nur empfehlen, sich bei seinen Konsum- und (eventuellen) Anlageentscheidungen daran zu orientieren, ob das Produkt (bzw. das Unternehmen) gewisse ethische Standards einhält. Und ob es etwas ist/produziert, das die Menschheit wirklich braucht. Und sich gründlich zu informieren, was natürlich freien Zugang zu Informationen voraussetzt.

@Titti von Rundstedt

"Kuba ist eine tolle Insel, von der leider Millionen Menschen geflohen sind. Der Sozialismus verliert seine Kinder.2

:

Nun so wie es scheint ist die Insel immer noch bewohnt. Warum?

@ Kantiger

Was, bitte, ist an Maduro denn Links???

Vielleicht seine Partei, die Partido Socialista Unido de Venezuela PSUV (Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas), deren Vorsitzender er ist?

Probleme lösen, statt sie mit Gewalt zu "unterdrücken"!

Soldaten werden die Probleme sicher nicht lösen.

Zu der Debatte über politische Systeme (genauer: Ideologien) hier:

Sozialismus hat tatsächlich noch nie funktioniert.

Aber das tut Kapitalismus, wie sich gerade immer deutlicher herausstellt, auch nicht.

Das Problem ist bei allen bislang bekannten, mehr oder weniger „demokratischen“ Politikmodellen das Gleiche:

Die Entscheidungsgewalt über die Geschicke der Bevölkerungen konzentriert sich de facto auf einige Wenige, von deren Kompetenz und „guten Willen“ dann alle abhängen.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit kann man jedem einzelnen Verbraucher, der in der komfortablen Lage ist eine Wahl zu haben nur empfehlen, sich bei seinen Konsum- und (eventuellen) Anlageentscheidungen daran zu orientieren, ob das Produkt (bzw. das Unternehmen) gewisse ethische Standards einhält. Und ob es etwas ist/produziert, das die Menschheit wirklich braucht. Und sich gründlich zu informieren, was natürlich freien Zugang zu Informationen voraussetzt.

Forderung: Ausbau einer starken Demokratie auch in Venezuela

Ich lebe in Brasilien und erlebe hier dasselbe wie in Venezuela: Die, die an der Macht sind, bedienen sich ungehemmt an den Ressourcen des Landes, und das seit hunderten von Jahren. Ihnen ist das Wohl der Menschen egal. Maduro bedient das Militär, so dass es dem an nichts fehlt und sie zu ihm halten. Je weniger Venezuelaner im Lande bleiben, die nicht dem Machtzirkel angehören, desto besser und desto mehr gibt es zu raffen. Die Brasilianer wollen auf keinen Fall solche Verhältnisse, beschuldigen den Sozialismus und würden am liebsten einen Rechtsradikalen zum Präsidenten machen, womit ihnen venezuelanische Verhältnisse drohen. Das einzige, was dagegen hilft, ist eine starke, konsequente Demokratie auf der Grundlage der Menschenrechtskonvention der UN. Das aber scheint in südamerikanische Köpfe nur schlecht rein zu gehen - wie in viele europäische Köpfe auch nicht.

@ Laurisch Karsten

Nun so wie es scheint ist die Insel immer noch bewohnt. Warum?

Gott sei Dank hat noch keine sozialistische oder faschistische Diktatur es bislang fertig gebracht, ein Land zu entvölkern.

Grüße
Titiana v R

Wie es wirklich war ...

Die Berichterstattung der Tagesschau entspricht nicht dem, was wirklich passiert ist. Kurz: Einige Venezuelaner haben einen Geschäftsmann überfallen, ausgeraubt und verprügelt. Der rief seine Nachbarn zur Hilfe. Es entstand eine Schlägerei zwischen den Volksgruppen, die in Gewalttätigkeiten auch gegen Unbeteiligte ausarteten. Viele Venezuelaner entzogen sich dem, indem sie zurück in ihr Land flohen. Dort wiederum wurden brasilianische Autos von Venezuelanern angezündet und Brasilianer angegriffen, die dann Schutz beim venezuelanischen Militar (auch das noch!) suchten. Es läuft wie immer: Die Mächtigen bauen Scheiße und die Ohnmächtigen werden in ihrem Leid und durch ihr Leiden aufeinander gehetzt. Rohaima, der betroffene brasilianische Bundesstaat, hat keinerlei Unterstützung durch die Zentralregierung zur Versorgung der Flüchtlinge erhalten. Statt Geld und Hilfe schickt die Zentralregierung jetzt das Militär.

Warum hat die Armut wieder zugenommen?

@23:02 von Titti von Rundstedt
">Unter Chavez hatte sich die Armut - auch nach UN-Berichten - halbiert.<

Der Effekt ist augenscheinlich verpufft."

Die Frage ist, waren es Fehler der Regierung? (sicher auch)

Hätte die Regierung sofort nach kubanischem Vorbild in die Wirtschaft eingreifen müssen?

Wie lange dauert es, bis ein Gesundheitssystem á la Kuba aufgebaut ist?

Wie lange dauert es, bis ein Bildungssystem wie in Kuba aufgebaut ist?

(Die Alphabetisierungsrate ist in Kuba höher als in den USA, die Kindersterblichkeit geringer, die Lebenserwartung höher)

Katholische Nonnen haben in Venezuela berichtet, wie Geschäftsinhaber Waren gehortet haben, um einen höheren Gewinn einzufahren. Kann man das verhindern? etc.

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