Ihre Meinung zu: Brexit: Briten bereiten sich auf "No Deal" vor

19. August 2018 - 16:37 Uhr

Beim Brexit ist noch vieles unklar - und die Verhandlungen stecken fest. Die britische Regierung will die Bürger und Unternehmen im Land nun auf einen möglichen EU-Austritt ohne Abkommen vorbereiten.

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Kommentare

No Deal

zumindest der Plan B scheint ja zu klappen, wird langsam Zeit das die 2 Jahre zu Ende gehen und sich neuen Dingen zugewendet werden kann.
Wenn in Euro mal wieder was neues gegründet werden soll oder wird, dann bitte bis zum Ende durchdenken und nicht wie bei der EU die Hälfte vergessen.

Da bricht der Jubel von der Schanz ....

Nun werden wieder alle EU-Gegner den Stinkefinger heben, weil die Briten es der "EU" mal so richtig gezeigt haben. Dabei ist der Hass so groß, dass man den Konkurs Englands, ja der ganzen EU herbeisehnt.
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Wie geil solche "Nationapolitik" ist, zeigt gerade der Türke Erdogan. Und auch die Onkels Kadczynski und Orban werden ähnliche Resultate erzielen, wenn die EU-Milliarden wegbleiben. Aber in dem folgenden Chaos werden unsere Jubler zu spät feststellen, dass sie sich in den eigenen Finger geschnitten haben.
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So wie nach Kriegsende jeder, der gefragt wurde, ein heimlicher Widerstandskämpfer war, so werden auch diese Gesellen nie etwas gegen die EU gesagt haben wollen.

So taumelt Großbritannien großspurig dem Abgrund

entgegen. Die Unvernunft auf der Insel ist jeden Tag greifbarer und man steht fassungslos da, wie eine Horde Ewiggestriger dem Traum des Empire zurückholen wollen, der schon seit dem Ende des 2. Weltkriegs ausgeträumt ist. Diesen Populisten, die dem englischen Volk vorzumachen versuchen, dass alles besser wird, habe man erstmal den ökonomischen Selbstmord vollzogen. Aber auch jenseits des Kanals gibt es allzuviele dieser Neonationalisten, die glauben mit Schranken runter seien die Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen. Die britische Regierung hat keine Lösungen für die Alltagsprobleme der Briten, sondern nur heiße Luft und auf Sand gebaut Zukunftsversprechen. Die Tories möchten dutzendweise Freihandelsabkommen mit Drittstaaten abschließen, die sich alle darüber im klaren sind, welche schwache Position UK ihnen gegenüber hat. Na dann, viel Spaß. Mal sehen, was die Briten darüber in einem Jahr denken.

Brexit:Briten bereiten sich auf "No Deal" vor.....

Etwas erhellender wäre es schon wenn in dem Artikel die Verhandlungspositionen der Seiten dargestellt würden.
Die EU wird wahrscheinlich mit harten Positionen in die Verhandlungen herein gegangen sein.In Erwägung der Widersprüche
innerhalb der EU und aus Angst vor weiteren zentrifugalen Tendenzen.

Nicht verständlich!

Was möchten Sie denn eigentlich sagen? Der zweite Satz erschliesst sich mir nicht, ist aber vielleicht auch nicht wichtig.

Es sind noch genau 213 Tage...

Ich bezeifele das bis dahin noch eine Einigung erzielt werden kann.
Also alle auf den großen Knall vorbereiten!

Brexit-Minister Dominic Raab ...

... bringt Dienstag auch eine Handtasche mit ?

Das wäre ein starkes Signal :)

Was war letztenz in einer ÖR Sendung zu hören?

Die Briten wollen immer noch in Mehrheit den Brexit.
Und sie schauen dem gelassen entgegen wie ein Rinderfarmer sagte. Hauptsache das Brüsseler Diktat hat fertig.
Ich beneide die Briten. Ihre Wirtschaft steht allen Unkenrufen zum Trotz bestens da und die Wirtschaft wächst.
Und in Zukunft hat man Milliarden übrig während wir den Brüsseler Moloch mit 50 000 Beamten weiter füttern.
Wie war das mit Personalabbau?

EU und (!) GB ...

... werden verlieren, wenn das so weiter geht !

'No Deal' wäre besser für GB

Ich wünschte die Briten würden keinen Deal akzeptieren und einfach austreten. Danach Zölle einführen und sich von ausländischen Produkten abschotten.

Dadurch würde die einheimische Wirtschaft gestärkt und Arbeitsplätze blieben im Land. Jedes Land sollte soviel wie möglich selber produzieren und statt Waren sollte Know-how importiert werden.

Dann hätten wir in Zukunft auch Dutzende von "Exportweltmeistern"

@ Hallelujah

Die Briten wollen immer noch in Mehrheit den Brexit.

Das glaube ich nicht, es ist aber leider schwer die Pro-EU Leute an die Urne zu kriegen.

Und sie schauen dem gelassen entgegen wie ein Rinderfarmer sagte. Hauptsache das Brüsseler Diktat hat fertig.

Was könnte Brüssel dem "Rinderfarmer" denn Ihrer Meinung nach diktiert haben? Hat er sich auch über die Brüsseler Beihilfen geäußert?

Vorurteile pflegen?

@ Bernd Kevesligeti:

Die EU wird wahrscheinlich mit harten Positionen in die Verhandlungen herein gegangen sein.

Wieso? Wie kommen Sie zu der Vermutung?

@Hallelujah: Ökonomische Weitsicht vs. Krämer-Persepktive

„Was war letztenz in einer ÖR Sendung zu hören ? Die Briten wollen immer noch in Mehrheit den Brexit“

Die Fakten basierend auf einer Umfrage von:
Yougov vom 7.08.2018
Remain: 46 %
Leave: 40 %
Undecided: 14 %

"...während wir den Brüsseler Moloch mit 50 000 Beamten weiter füttern“

„Moloch“ ist ein dramatisierender Kampfbegriff ohne Gehalt. Pro Einwohner hat Deutschland in 2016 rd. 134 € pro Einwohner und Jahr bezahlt. Ein Raucher bläst das in einem Monat in die Luft.

Hamburg und Berlin haben jeweils mehr öffentlich Bedienstete als die gesamte EU mit ihren für 507 Millionen Einwohner. In den Ländern der EU gibt es 15 Millionen Beamte. Gemessen daran liegt die Beamtenzahl in der EU im Promillebereich

„Und in Zukunft hat man Milliarden übrig …

Wenn man aus einer Krämer-Perspektive auf die Mitgliedsbeiträge schaut. Ökonomen bemessen aber den Netto-Effekt an dem gemeinsamen Markt aller 507 Millionen Konsumenten. Das ist der "Jack-Pot"

re wenigfahrer

"Wenn in Euro mal wieder was neues gegründet werden soll oder wird, dann bitte bis zum Ende durchdenken und nicht wie bei der EU die Hälfte vergessen."

Was genau ist denn mit dieser Kritik gemeint?

@ pxslo

Danach Zölle einführen und sich von ausländischen Produkten abschotten.

Auch von den Produkten, die sie brauchen? Ich weiß nicht so ganz, ob Ihnen klar ist, was Zölle sind. Letztlich fließt dabei nur Geld vom Importeur - letztlich dem Verbraucher - in die Staatskasse. Hat der Staat das Geld nötig? Für wen gibt er es dann aus?

@pxslo: Abschottung bedeutet Rückschritt und Wohlstandsverlust

"Ich wünschte die Briten würden keinen Deal akzeptieren und einfach austreten. Danach Zölle einführen und sich von ausländischen Produkten abschotten".

"Dadurch würde die einheimische Wirtschaft gestärkt und Arbeitsplätze blieben im Land. Jedes Land sollte soviel wie möglich selber produzieren und statt Waren sollte Know-how importiert werden. "

Die empirischen Daten der globalen Ökonomie sprechen eine andere Sprache:

(1) zum einen würden die Preise für die Endverbraucher steigen

(2) Zölle "schützen" unproduktive Unternehmen, veraltete Technologien und rückständige Prozesse. Nur nicht lange.

(3) ein Land, das sich durch Zölle aus dem globalen Wettbewerb nimmt, verliert an Innovationskraft und Dynamik. Die Wirtschaft wird träge und verliert mittelfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze, zuerst in der Exportindustrie und darauf in den Unternehmen der Lieferkette.

re von Titti von Rundstedt

Das ist ja eine Frage.Brüssel hat sicher Angst davor,daß aufgrund der Widersprüche in der EU,sich weitere Tendenzen zum Austritt zeigen und denen natürlich entgegenwirken.

Welches Brüsseler Diktat?

Hauptsache das Brüsseler Diktat hat fertig.

Nennen Sie bitte auch nur ein Brüsseler Diktat, das Sie im Sinne der Briten abschaffen möchten? Und zwar wenn möglich bitte konkret. Allgemeinplätze sind ja genügend ausgetauscht.

Bitte bleibt in der EU

Icvh wünsche mir von Herzen, dass die Britten zu einer neuen Abstimmung kommen und darin erkennen, dass ein WIR besser ist als ein ICH. Wir brauchen uns und die Britten als ein wunderbares Volk gehören mit all ihren Eigenarten einfach zu uns.
Von einem Austritt hat niemand etwas, deswegen sollten wir uns in Europa alle dafür stark machen, dass die Britten Teil unserer Gemeinschaft bleiben.
Auch bei Paaren, die sich trennen wollen, gibt es immer noch die Möglichkeit, sich zu besinnen und auch in Zukunft zusammen zu bleiben.
WIR sind EUROPA - Ihr Britten würdet fehlen!

Es ist müßig über ungelegte Eier zu sprechen.

Niemand weiss wirklich, ob es einen Deal gibt oder nicht.
Was auffällt ist, dass man doch evtl. eine neue Brexit-Abstimmung lancieren will.
Fakt ist, dass es GB wirtschaftlich heute gut geht, gerade weil man in der EU ist und man deshalb Geschäfte leicht abwickeln kann. Bei einem No Deal sieht das dann aber völlig anders aus. Da wird es sehr viele neue bürokratische Hindernisse geben (Zölle, Abgaben, Formulare noch und nöcher, mehr Schwankungen bei den Devisen usw.)
Ob viele Konzerne mit Hauptsitz auf dem Festland ihre Dependancen in GB schliessen werden und aufs Festland umziehen, ist mehr als wahrscheinlich. Man sieht es in den USA (Harley Davidson). Besonders die Autokonzerne und der Bankensektor werden sicherlich sehr getroffen werden.
Und die vielen Leute, die bisher von der EU Fördergelder bekamen, schauen dann in die Röhre.
Egal wie, GB wird mehr verlieren als gewinnen. Aber, wenn es denn so sein soll, bleibt GB trotzdem in Europa.

quod erat expectandum

Was zu erwarten war. Oder ist.

Auch wenn hier wieder und wieder Kommentatoren auftreten, die angeblich von so vielen Personen wissen, die sich den Brexit nur so herbeisehnen, sieht die Realität doch anders aus.

Viele Briten spüren bereits heute die Anfänge des Brexit äußerst unangenehm. Und viele würde heute gegen einen Austritt votieren.

Nur wird es kein neues Votum geben. Auch wenn diese weitreichende Entscheidung äußerst knapp war, ja sogar innerhalb der Fehlertoleranz lag, wird sich darauf gestützt.

Ich bin der Meinung, man sollte in Irland bereits mit dem Zaunbau für die Außengrenze beginnen, damit den Briten klar wird, dass es keine schnelle Unterschrift kurz vor Schluss gibt.

Ich bin auch für den harten Brexit, damit allen Nachahmer klar wird, allen voran den Italienern, was sie verlieren.

Der Brexit tut uns weh. Aber den Briten noch viel mehr. Ex ist noch nicht zu spät zum Umkehren. Nur müssten dafür einige von ihrem Ross absteigen.

Ist doch super!

Vielleicht ein warnendes Beispiel an unsere osteuropäischen Partner. Eingetreten allesamt wegen der großzügigen Subventionen, und sicher nicht wegen der humanitären Werte. Sollten sich jetzt mal darüber Gedanken machen, wie es denn in Ungarn, Polen oder Tschechien so wäre ohne den Tropf aus Brüssel.

re pxslo

" Jedes Land sollte soviel wie möglich selber produzieren"

Sollen die Briten ihren Tee selbst anbauen und womöglich Smartphones zusammenschrauben?

re bernd kevesligeti

"Brüssel hat sicher Angst davor,daß aufgrund der Widersprüche in der EU,sich weitere Tendenzen zum Austritt zeigen und denen natürlich entgegenwirken."

Wo gibt es denn Tendenzen zum Austritt?

Wirklich politisch relevante Tendenzen natürlich. Erzählen Sie jetzt nichts von irgendwelchen Schreihälsen, die irgendwo "Raus aus der EU" krakeelen.

@ 19:59 von pxslo Der größte

@ 19:59 von pxslo

Der größte Wirtschaftssektor GBs sind Finanzdienstleistungen. Mit dem harten Brexit wäre schon mal Schluss mit dem Zugang zum EU-Markt. Der Industriebereich ist kaum konkurrenzfähig. Die britische Auto-Industrie ist komplett in ausländischer Hand. In der Landwirtschaft ist GB zum größten  Teil auf Importe angewiesen. Im übrigen gibts bei Zöllen immer Gegenzölle. Wo soll der Wohlstand GBs also zukünftig herkommen, wenn man keinen Zugang mehr zu anderen Märkten bekommt, weil man den eigenen Markt abschottet???

Gut für die Briten

Etwas besseres als Unabhängigkeit von der EU kann den Briten nicht passieren. Weg von den EU-Transferzahlungen, von denen am Ende nur die neuen EU-Länder etwas haben.

Last sie endlich gehen

Bis jetzt haben sich die Briten immer schon die " Rosinen " aus der EU Mitgliedschaft gepickt. Nun sollten sie gehen auch ohne ein besonderer Abkommen oder Deal.

@ Hallelujah

Und in Zukunft hat man Milliarden übrig ...

Der weitaus größte Teil der EU Beiträge von Großbritannien sind ja bekanntlich genau wieder Großbritannien zu Gute gekommen. Da gibt es nichts zu sparen. Den kleineren Teil kann ein austrittswilliges Großbritannien wirklich einsparen. Das ist nämlich der Anteil, der auf europäische Solidarität entfällt. Auf diese Entsolidarisierung können die Nationalisten und Brexiteers wahrlich stolz sein. Tolle "Leistung".

@ Bernd Kevesligeti

Das ist ja eine Frage.Brüssel hat sicher Angst davor,daß ...

Woher wollen Sie das wissen? Wovor sollte die EU Angst haben?

@ àmonavis

Etwas besseres als Unabhängigkeit von der EU kann den Briten nicht passieren. Weg von den EU-Transferzahlungen, von denen am Ende nur die neuen EU-Länder etwas haben.

Das ist sachlich völlig verkürzt. Aber abgesehen davon, Krämermentalität und Egoismus werden Europa sicher nicht weiter bringen.

No-Deal ist das einfachste ...

... aber auch das riskanteste Vorgehen. Und so wenig sie jetzt verhabdeln, so wenig werden sie vorbereitet sein auf den Tsunami, der auf sie zurollt. Wenn UK dann nicht alles dem Trump von den Lippen abliest, dann könnten sie recht bald sogar türk. Verhältnisse bekommen. Die Staatsverschuldung ist ähnlich bei knapp 90% BIP.

@19:59 von pxslo

"Jedes Land sollte soviel wie möglich selber produzieren und statt Waren sollte Know-how importiert werden.

Dann hätten wir in Zukunft auch Dutzende von "Exportweltmeistern""

Wenn j e d e r bemüht ist, die Waren, die er benötigt, selbst zu produzieren (was in manchen Bereichen schwierig sein dürfte), dann gibt's keinen Grund, Waren zu importieren.
Wer bitte soll dann Exportweltmeister werden?

@18:33 von Hallelujah

Natürlich hat der Brexit derzeit noch keine Auswirkung auf die britische Wirtschaft - es gibt schließlich noch keinen Brexit.

Sollte es zum "harten Brexit" kommen, dann sind schon einmal Mini, Ford, Jaguar und Land Rover weg. Der komplette Bankensektor wird nach Frankfurt und Paris umziehen müssen. Übrig bleiben ein paar Landwirte, die keine Subventionen mehr bekommen. Ich wette Schottland wird sich dann von GB abspalten, weil die das so nicht hinnehmen werden.

Die meisten Britten werden sich noch wünschen ein paar Millionen nach Brüssel überweisen zu dürfen. Ich glaube sowieso, dass es danach zum Sturz der Regierung und einem neuen Referendum kommen wird - dann wird GB wieder integriert, ohne die Privilegien, die sie vorher hatten und inkl. dem Euro.

@ Anna-Elisabeth

... dann gibt's keinen Grund, Waren zu importieren.

Ehrlich gesagt gibt es keinen Grund, Waren nicht zu importieren, die andere besser herstellen. Der einzige Grund, der mir einfällt wäre eine Art nationalistische Krämermentalität.

unsere britischen Freunde ....

.... haben ja auch noch den Commonwealth, wo alle auch noch die gleiche Sprache sprechen. Das ist auch so eine Art EU, nur lockerer und weniger bürokratisch. Die Idee, das Commonwealth zu stärken, ist nicht schlecht, als Gegenpol zu China, gerade jetzt, wo China strategisch geschickt Partnerschaften in afrikanischen und asiatischen Ländern eingeht um dort Einfluss auf die Wirtschaft zu nehmen. Vielleicht werden wir den Briten für ihre Vision noch einmal gratulieren müssen.

23:50 von Sheldon Cooper ... weiser Scheldon!!

Genau wie die Türkei, wir Europa sic auch gegenüber GB nicht lumpen lassen, man wird nicht wollen (können) das die Rolle des Retters China oder den USA zufällt. Gleichviel ob GB abfällt oder nicht es wird gerettet werden notfalls als neuer Bundesstaat der USA

No Tories

is better than No Deal.

Die Briten sollten sich diese Inkompetenz der Tories nicht gefallen lassen und eine neue Abstimmung erzwingen und diesem rechtspopulistischen Wahnsinn ein Ende bereiten.

Niemand ist gezwungen, jetzt wo feststeht dass die eigenen Kniescheiben im Weg stehen, diese Waffen auch abzufeuern, die man von weggelaufenen National-Chauvinisten in die Hand gedrückt bekommen hat.

Darstellung: