Ihre Meinung zu: Zum Tod von Kofi Annan: Unermüdlich für eine bessere Welt

18. August 2018 - 15:01 Uhr

"Die Welt ist in Unordnung", sagte einst Kofi Annan. Seine Lebensaufgabe war, dagegen etwas auszurichten. Mit Beharrlichkeit ist ihm das gelungen. Er blickte aber auch auf schmerzhafte Niederlagen. Von Antje Passenheim.

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Kommentare

Eine wirkliche...

...traurige und zugleich bedrückende
Meldung.

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Es sterben zu viele gute Menschen und viel zu viele böse bleiben zurück.

Politisch korrekt

Kofi Annan war ein beharrlicher Diplomat, ein Guter unter den Augen des Herrn, ein Mensch mit Geduld und Ausdauer, politisch korrekt und klug.

Leider ein Versager

Kofi Annan war einer der grössten Versager im Amt des UN-Gerenalsekretärs. Auf seine Kappe geht die Zerschlagung Jugoslawaiens, der völkerechtswidrige NATO Krieg gegen das Land und der gemeine Angriff auf den Irak. Wenn man seine Amtszeit zusammenfassen will bleibt nichts ausser viel heisse Luft und unendliches Menschenleid.

Ein großer Mann

Normalerweise sind es Regierungschefs und Minister, die einen solch ehrenvollen Nachruf bekommen - man erinnere sich an Genscher, Schmidt, Mitterand.

Mit Herrn Annan ging einer, der auf seine Weise nicht Geringeres leistete, als die genannten Persönlichkeiten - allerdings ohne einen Staat, einen stabilen Machstatus oder den Luxus einer etablierten Position gehabt zu haben. Stets der Neutralität verpflichtet, stand er unermüdlich für universelle Werte & Rechte ein.

Er steht eben doch für das Totalversagen der UNO

Dass er den Irak-Krieg nicht verhindern konnte und als Sondergesandter für Syrien null Erfolg hatte darf man ihm nicht ankreiden. Da hatten/haben leider mächtigere Mächte als die UNO das Sagen. In diesen Fällen hat er sich bemüht, aber konnte letztlich nur scheitern.

Anders aber Ruanda: Es waren nicht wie der Text suggeriert die ca. 3'000 in Ruanda stationierten Blauhelme die versagten. Die durften nicht eingreifen, waren zu wenige und schlecht ausgerüstet. Nein, es war Annan und die Zentrale in New York die hier komplett versagten.

Romeo Dallaire als Befehlshaber der Truppe in Ruanda hat schon sehr früh verzweifelt auf den eskalierenden Konflikt zwischen Hutu-Milizen und Tutsi hingewiesen. Er hat sowohl Verstärkung angefordert wie auch auf eine Änderung der ROE's gepocht.

Annan, der Sicherheitsrat und Belgien als ehem. Kolonialmacht haben einfach nichts getan. Mit wenigen tausend Blauhelmen mehr und Kompetenzen zum Eingreifen hätte dieser Genozid verhindert werden können. Müssen!

Was ich daran traurig finde

In den USA ist einer Präsident, der selbst für Anan noch einen Schmäh hätte, so wie man an der demokratischen Kandidatin "eine Cortez" hervorhebt, was heute zur Disqualifizierung eines Menschen ausreicht.
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Anan war zu einer Zeit wirksam, wo ich noch an eine bessere Welt glaubte. Dieser Glaube ist in neuerer Zeit absolut unter die Räder gekommen.

welch Lobhudelei

Der Artikel stellt Annan in einem positiven Licht dar, welches ihm nicht gebührt.
Annans Bestes war tatsächlich sehr gering. Er war in dem Moment vergessen, als er zum letzten Mal aus dem UN-Gebäude ging.
Kofi Annans Mangel an Fähigkeiten wurde durch seine "Interventionen" demonstriert, nachdem er sich von den Vereinten Nationen zurückgezogen hatte. Ohne die Unterstützung des UN-Sekretariats war er nichts.
Annan hat offen den wachsenden Anti-West-Block innerhalb der UNO gefördert. Er galt als außerordentlich korrupt. Gleiches wird von seinem Sohn behauptet, der durch die UN-Sanktionen gegen den Irak reich geworden sein soll.

Falsch!

Nein, liebe tagesschau-Redaktion: Kofi Annan wurde nicht "1938 in Ghana geboren". Da gab es Ghana noch nicht. Richtig ist: Kofi Annan wurde 1938 in der britischen Kolonie Goldküste geboren. Als er 19 Jahre alt war, erlebte er, wie sein Land die Unabhängigkeit erreichte. Seitdem ist es die Republik Ghana, deren höchster diplomatischer Vertreter er wurde.

Warum nur gibt es immer diese Nachlässigkeiten, wenn die Nachrichten sich auf Geschehnisse in Afrika beziehen? Bitte korrigieren!

ein wunderbarer

Mensch hat uns verlassen.
Eine tiefe Verbeugung und Danke.

Ein Bein stellen

Die Häme gehört immer dem, der über das ihm gestellte Bein stolpert. Der das Bein stellt, wird insgeheim noch bewundert.
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Was soll denn bitteschön ein UN-Generalsekretär ausrichten, wenn es im Sicherheitsrat genügt, dass einer (der Beinsteller nämlich) ein Veto einlegt? Hätte sich Anan im Irak vor die US-Truppen stellen sollen?
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In unserer "modernen" Welt werden Ursache und Wirkung stets vertauscht. Und der vergeblich versucht, das Übel aufzuhalten, wird verspottet, nicht derjenige, der die UN-Regeln bewusst bricht.

Möge er in Frieden ruhen

Kleine Anekdote:
Ich bin ihm tatsächlich einmal persönlich begegnet, dieser Mann hatte auf mich eine bemerkenswerte Ausstrahlung, dabei war es ein ganz trivialer Ort:
Es war während der WM 2006. Ich lief über die Fanmeile in Berlin, an dem Tag waren kaum Besucher dort. Auf einmal sah ich in der Ferne einen Mann auf mich zukommen, der offensichtlich von mehreren Männern in Anzügen (vermutlich Leibwächtern) umgeben war. Es war Kofi Annan, der 2006 tatsächlich über die Fanmeile schlenderte.
Begegnungen, die man nicht erwartet und die bis heute in Erinnerung geblieben sind.
Ein Mann, vor dem ich bis zuletzt Respekt hatte. Möge er in Frieden ruhen.

re tweetie

"Kofi Annan war einer der grössten Versager im Amt des UN-Gerenalsekretärs. Auf seine Kappe geht die Zerschlagung Jugoslawaiens, der völkerechtswidrige NATO Krieg gegen das Land und der gemeine Angriff auf den Irak."

Ja warum hat er als das Oberhaupt der Weltregierung das nicht einfach untersagt?

Denken Sie mal darüber nach - falls es es noch hilft. Muss man nach Ihrem Kommentar allerdings bezweifeln.

Kofi Annan: Unermüdlich für eine ...

Eine bessere Welt hatten wir schon, neulich, nicht weil Dunnemals alles Besser war, sondern wir noch nicht so vieles schlechter haben werden lassen. Nicht um eine bessere Welt muss es zur Zeit gehen, sondern um ein Aufhören damit sie laufend schlechter werden zu lassen, es sei denn wir wollen provozieren, das sie sich wehrt …

@16:37 von Tweetie - Ihre Ansicht,...

...Leider ein Versager.
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Na, wenn Sie das sagen wird es wohl stimmen.

Nur scheinen Sie eines dabei zu vernachlässigen.
Kofi Annan war kein Diktator der UN sondern
nur sein Vorsitzener.
Und in der UN sind der Großteil der Länder dieser Erde vertreten und jedes Land hat eine eigene Meinung zu den unterschiedlichen Problemen dieser Erde.

Oder wollen Sie etwa behaupten er hätte z.B. den Krieg im Irak befohlen?

Kofi Annan gestorben

Ich habe mal gelernt:Wenn man über einen Menschen(vor allen Dingen ,wenn dieser grade gestorben ist)nichts Gutes sagen kann,möge man schweigen.Vielleicht denken manche Kommentatoren mal drüber nach?Ich wünsche es mir...

Eine tolle Stimme für den Weltfrieden

ist verglungen. Mein Beileid an die Angehörigen. Und danke an diesen Menschen.

Afrika

Kofi Annan war als Afrikaner nicht besser oder schlechter als andere UN Generalsekretäre. Auch er hat es nicht vermocht, die Situation auf seinem Heimatkontinent zu verbessern.

Weder haben UN Blauhelme Gräueltaten in Ruanda verhindern können, noch haben sie völkerrechtlich unzulässige Angriffskriege oder Unterstützungen von "Rebellen" im Irak, in Libyen oder in Syrien unterbinden können.

Miteinander Reden ist sicher eine gute Sache - die Welt besser machen hat die UNO jedoch noch nicht vermocht.

RIP Kofi Annan

16:37 von Tweetie

Ein Versager?? Ich glaube eine Taube allein, macht noch keinen Weltfrieden! Kofi Annan allein konnte nichts ausrichten, denn viele andere sind seinen Worten nicht gefolgt. Nein, er war kein Versager! Ich würde eher sagen, es gab viele Idioten, die für seine Reden um Frieden viel zu taub waren! Machtstreben verhindert Frieden!

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