Ihre Meinung zu: Kommentar zu Genua: Lehrstunde in Sachen Populismus

18. August 2018 - 10:41 Uhr

Zynisch, verlogen und dilettantisch - so handhabt Italiens Regierung den Brückeneinsturz von Genua, findet Jan-Christoph Kitzler. Das Krisenmanagement ist eine Lehrstunde darüber, was passiert, wenn Populisten an der Macht sind.

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Kommentare

Lehrstunde für Roms Populismus ... auch Anfänger..

können sich ihre Herausforderungen nicht aussuchen - aber vielleicht können auch diese Leute, so sie denn wollen, an ihren Aufgaben wachsen.

ein weiteres adjektiv, daß auf populistische

parteien passt und sich in der aktuellen situation zeigt:

vorgespielt volksnah ...

Ein Kommentar von

Ein Kommentar von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Rom.
Herr Kitzler hat im fernen Rom scheinbar nicht mitbekommen, welches Bild unser Politiker der Volksparteien bei dem Terroranschlag an Berliner Breitscheidplatz abgegeben haben.
Scheinbar auch vergessen wie populistisch Frau Merkel der Kernkraft den Stecker gezogen hat, obwohl noch langfristige Verträge vorhanden waren.
Aber klar, zeigt den Populisten in Italien die rote Karte liebe Journalisten.

Zynisch, verlogen und dilettantisch - ....

.... so mißbrauchen viele Journalisten ihre Macht und nutzen jede noch so unpassende Gelegenheit um alle Schuld der Welt auf "Nicht - links- Regierungen" zu wälzen.
Die neue italienische Regierung ist erst 3 Monate im Amt und soll die Fehler von 50 Jahren Links-regierung schon beseitigt haben ?

Lehrstunde? Tagesschau schein

Lehrstunde? Tagesschau schein Schwierigkeiten zu haben, demokratische gewählte Regierungen anzuerkennen

Lehrstunde für politische Meinungsmache ....

... ein Kommentar. Richtig. Der schön zeigt, dass dem Autor nicht an einer Aufarbeitung gelegen ist. Er will die ungeliebten, ja gehassten, Rechtspopulisten vernichten.
.
Wie professionell und mitfühlend, statt dilettantisch und zynisch verfahren denn die Deutschen Populisten in Fällen in denen die Seele der Menschen kocht? Da werden Gummistiefel rausgeholt und auf den Deich geklettert. Da gehen Spitzenpolitiker unter Polizeischutz vor der Kamera her wo nur Tage zuvor Menschen vom LKW überrollt wurden. Da darf auf einer Trauerfeier ein islamischer Hetzer sprechen ohne dass es einem auffällt.
.
Die Füße stillhalten. Die Menschen respektieren. Keine Stärke dieses Journalisten. Hass und Missgunst gegen ungeliebte Politiker überwiegt eben alles.

Einseitigkeit

Warum muss ein Staatssender immer einseitig kommentieren? Immer gegen die bösen Populisten!
Wäre es nicht mal mutiger, gegen das links-grüne Establishment zu schreiben?
Und man zwingt mich, die ganze Einseitigkeit des ÖR seit Jahrzehnten mitzufinanzieren.

Wer lernt denn da?

Deren Wähler wohl kaum. Trumps Wähler finden den auch immer noch toll - wenn alle Berichte dazu stimmen.
Der Karren muss wohl wie immer erst mal richtig in der Grütze stecken.

Populisten - die üblichen Verdächtigen !

Die drei Punkte in einem Satz zusammengefasst: Der Rechtsstaat bedeutet den Populiste gar nichts und wird als eher hinderlich angesehen, ein Feindbild wird benötigt und zu guter Letzt sind immer die anderen schuld, falls was in die Hose geht.
Mr. Trump ist das Paradebeispiel, jetzt Herr Salvini & co und Herr Erdogan benötigt den Feind von außen, um von seinem Wirtschaftdilettantismus abzulenken.
Die übliche Vorgehensweise der Populisten halt.

Gruß Hador

Gut gehetzt ist halb gewonnen...

... mehr fällt mir zu diesem einseitigen Kommentar nicht ein. Schlechter als Merkels "Krisenmanagement" nach den islamistischen Terroranschlag am Berliner Weihnachtsmarkt bzw. Wintermarkt ist die Herangehensweise der rechtmäßig gewählten Regierung Italiens auch nicht.

Dem Kommentar ist zuzustimmen.

Vielen Dank für den nachvollziehbaren Kommentar, der auf den Punkt kommt!

Spardiktate

gab es wohl keine. Aber Druck aus Brüssel, die Staatsausgaben zu senken, mit Sicherheit.

Der Euro verhindert, wie früher die eigene Währung abzuwerten und dadurch die Staatsschulden zu reduzieren. So bleibt nur Sparen .

Ja was denn nun?

"Besonders perfide waren die Worte Salvinis, der gleich mal Europa die Schuld gab. Die Spardiktate aus Brüssel verhindern seiner Meinung nach, dass Italien in seine Infrastruktur investieren kann."

Einerseits soll Atlantia Schuld sein, sie hätten zu wenig in die Sicherheit der Brücke investiert; und sie sollen den Wiederaufbau zahlen. Aha! Dafür gibt es doch wahrscheinlich eine Vertragsklausel, oder?
Andererseits hätte der Staat (der ja gar nicht zuständig war !?) wegen EU-Sparvorschriften die Brücke nicht instand halten können. War aber nach eigener Aussage gar nicht zuständig.

Was denn nun?

willfähriger Kommentar

"Die halbe Regierung Italiens ist in diesen Tagen in Genua aufmarschiert - nicht um den Menschen dort nahe zu sein, sondern um sich in Szene zu setzen."

Merkel hats nich nicht einmal von sich aus zum Berliner Breitscheidplatz geschafft, kam erst unter Druck, dann aber nicht den Menschen zu liebe, sondern des eigenen Machterhaltes wegen.

Auch ihre öffentlichkeitswirksamen Besuche in der DFB-Umkleide dienten sicher nicht ihrem Fusball-Interesse, sondern allein eigener PR.

Ich bin ein Gegner der aktuellen ital. Regierung. Aber auch ein Freund eines guten Journalismus. Daher frage ich traurig: Was nun will uns dieser willfährige Kommentar sagen?

@Beere Preiss

"Die neue italienische Regierung ist erst 3 Monate im Amt und soll die Fehler von 50 Jahren Links-regierung schon beseitigt haben ?"
Es geht nicht darum, ob sie nach 3 Monaten im Amt bereits die Brücke hätten renoviert haben können, sondern darum, dass sie auf den Trümmern poltern und Dinge verbreiten, die ich nicht als "Fake" bezeichne, sondern als dummdreiste Lüge (die EU ist Schuld - was für ein herrlicher Blödsinn).
Im übrigen ist der Kommentar extrem zutreffen. Wie die Foristen zeigen, fühlen sich die Rechten besonders angesprochen: Getroffene Hunde ... Den Kommentar darf man gerost auch auf andere Bereiche anwenden, nicht nur auf Rechte - aber die fallen halt besonders verwirrt auf.

unappetitlich..

Voreingenommen, unsachlich und unfair... käme diese Meinung nicht von einem Journalisten, noch dazu der Tagesschau, könnte man sie schlicht manipulativ, aber ungeschickt nennen.

Denn natürlich liegt die Verantwortung für Instandhaltung, Instandsetzung und ordendlichen, sicheren Betrieb beim Betreiber. Wer das so vehement bestreitet, ist entweder völlig unwissend - eher unwahrscheinlich - oder aber böswillig.

Und warum sind Italiens Regierende immer "Populisten", Deutschlands aber nie? Das ist doch auch Unfug. Wie oft hängt z. B. Merkel ihr Mäntelchen nach dem Wind?

Deutsche Politiker

Na ja...wesentlich besser setzen sich unsere Damen und Herren aber auch nicht in Szene, oder?! Was machen unsere den anders oder besser nach einer solchen Tragoedie?! Bei uns wird die Schuld zwar nicht auf andere geschoben aber einfach totgeschwiegen?!

RE: hara83

"Der Euro verhindert, wie früher die eigene Währung abzuwerten und dadurch die Staatsschulden zu reduzieren."

Das ist der blanke Unsinn !
Abwertung hat im eigenen Land keinen Effekt auf die Staatsverschuldung. Und der Betrag der Inlandswährung wird entprechend größer um die ausländischen Kredite in Leitwährung zu tilgen. Ein Problem, welches die Türkei zur Zeit hat.

Gruß Hador

@Beere Preiss (11:57):

>>Die neue italienische Regierung ist erst 3 Monate im Amt und soll die Fehler von 50 Jahren Links-regierung schon beseitigt haben ?<<

Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber in den letzten 25 Jahren war meines Wissens nach Silvio Berlusconi die meiste Zeit Ministerpräsident Italiens und dessen Regierungen würde ich nun wirklich nicht als "links" bezeichnen wollen.

11:57, Beere Preiss

>>Zynisch, verlogen und dilettantisch - ....
.... so mißbrauchen viele Journalisten ihre Macht und nutzen jede noch so unpassende Gelegenheit um alle Schuld der Welt auf "Nicht - links- Regierungen" zu wälzen.
Die neue italienische Regierung ist erst 3 Monate im Amt und soll die Fehler von 50 Jahren Links-regierung schon beseitigt haben ?<<

Zynisch, verlogen und dilettantisch?

Das ist schon starker Tobak. Wer solche Vorwürfe erhebt, der sollte schon peinlich genau auf die Fakten achten.

Fünf Jahrzehnte Linksregierung?

Von 1948 bis 1990 dominierte die Demokrazia Cristiana die italienische Republik, in der Zeit danach wurde das Land unter anderem mit insgesamt zehn Jahren Silvio Berlusconi beglückt.

Vielleicht wäre es klug, rhetorisch ein wenig abzurüsten?

zu wenig Geld für Brücken

Zitat aus einem bundesweiten Nachrichtenmagazin mit Sitz in Hamburg (Online Ausgabe)
'Was in der Eurozone gerade passiert, trägt historisch dramatische Züge. Eine so lange Phase, in der öffentliche Einrichtungen verfallen, hat es in keinem großen Industrieland in den vergangenen Jahrzehnten gegeben. Ein atemberaubendes Experiment, für das Deutschland auf fatale Art als Vorlage dient: Hierzulande wird praktisch seit Beginn der Nullerjahre kaum mehr dafür gesorgt, die öffentlichen Einrichtungen ordentlich instand zu halten.
Das könnte erklären, warum seit Dienstag auch bei uns so viel mehr oder weniger Erschreckendes darüber zu lesen ist, wie marode viele Brücken sind. So etwas hat es selbst in den diesbezüglich ja bekanntlich ebenfalls schwächelnden USA nicht gegeben.'

Zitatende aus dem bundesweiten Hamburger Nachrichtenmagazin.

Europa gibt hunderte Milliarden Euro für neue Themen aus. Für Brücken scheint offenbar zu wenig Geld übrig zu sein

Eine Lehrstunde, wie unsere

Eine Lehrstunde, wie unsere Zwangsgebühren von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Rom verschwendet werden.
An Polemik nicht zu überbieten, der Wink mit dem Zaunpfahl Richtung AfD. Fehlt bloß noch die Schuldzuweisung, daß die ital. Regierung an der Asylkrise schuld ist.
Darauf einen Chianti an der spanischen Treppe, Herr Kitzler?

@Veto (12:14)

Ich finde das genauso mysteriös.
Ist der Staat nicht dafür zuständig, eine Brücke zu sperren, wenn sie unsicher ist? Der Betreiber wird sich in solchem Fall schon um die Instandsetzung kümmern, um seine Einnahmen nicht zu gefährden.

Alles ganz komisch.
Deswegen war meine erste Vermutung, dass da auch Mafia im Spiel sein könnte - wie auch immer.

RE:Beere Preiss

"Die neue italienische Regierung ist erst 3 Monate im Amt und soll die Fehler von 50 Jahren Links-regierung schon beseitigt haben ?"
Schreiben sie eigendlich absichtlich Unwahrheiten oder ist es Uninformiertheit?
Es gab in früheren Zeiten die konservative Partei Democrazia Cristiana.
Später gab es die Kabinette Berlusconi I-IV, an den auch u.a. die Lega Nord beteilligt war.

Gruß Hador

Dem Kommentar ist nur vollen Herzens zuzustimmen.

Diejenigen Minister, die in der Vergangenheit nicht in der Verantwortung waren, haben heute aber die Verantwortung für Behörden und ihre Mitarbeiter, die für die Betriebsgenehmigungen verantwortlich waren. Und sie sind persönlich dafür verantwortlich, was jetzt konkret geschieht oder nicht. In Sachen Italien habe ich dazu konkrete Visionen - gerade wenn ich sehe, wie die neuen Populisten darin bemüht sind, jetzt alles und jeden zu bezichtigen.
Wie das in Italien jetzt anders werden soll bei überbordendem Sanierungsstau, mafiösen Strukturen und aufgetürmtem Schuldenberg (den sie auch noch weiter ausbauen wollen), hat noch keiner von denen gesagt. Wahrscheinlich wird zum Schluss auch noch Merkel an der italienischen Misere schuld gegeben, kennen wir schon.
Ich jedenfalls habe keinerlei Bereitschaft, italienische Misswirtschaft mit deutschem Steuergeld zu subventionieren. Lösungen müssen sie schon selber schaffen. Danach sieht's leider nicht aus.

Inakzeptabler Kommentar

Warum bitte soll diese neue Regierung für den Einsturz verantwortlich sein? Der Kommentar dient lediglich dazu die links orientierte Ausrichtung des Journalisten zu befriedigen. Zynisch und dilettantisch in der Tat werte Redaktion.

Linke Medienmacht?

Der Kommentar, wie auch so viele andere, lässt eindeutig erkennen: Es überwiegen innerhalb des dt. Journalismus linke Positionen. Dass sich diese Positionen hinsichtlich der Wortwahl auch in den Berichten & eben nicht nur in den Kommentaren wiederfinden, ist da nicht überraschend.

Wichtiger ist: Woher kommt es eigentlich, dass sich Journalisten, die eigentlich zur polit. Objektivität verpflichtet sind, sich in der Berichterstattung dennoch immer wieder dazu hinreißen lassen, einseitige Wertungen einfließen zu lassen & damit gewollt oder ungewollt die öfftl. Meinung zu beeinflussen?

Für mich sind hierbei die Medien nicht unmittelbar Schuld, denn die journalistische Ausbildung findet an den Hochschulen unseres Landes statt. & diese sind seit den Spät-60ern sämtlich links orientiert. Dort werden ausschließlich linke Gesellschaftsmodelle & -vorstellungen propagiert. Dass dies nicht ohne Auswirkungen auch auf die Persönlichkeit junger Journalistikstudenten bleiben kann ist logisch!

Jetzt nimmt tagesschau.de die

Jetzt nimmt tagesschau.de die verwahrloste Infrastruktur im Euroraum, um auf die italienische Regierung zu dreschen. Das lenkt offenbar vom Zustand der italienischen negativen Investitionsquote und vom Zustand deutscher Brücken ab.

In Deutschland ist die Investitionsquote unter nötige Erhaltungen gefallen. D.h. die Sachen werden nicht mal erhalten, sondern verfallen.

Aber das ist offenbar kein Thema für tagesschau.de

In Deutschland ist jede 8. Brücke in kritischem Zustand. Die bundesweite Tageszeitung 'Die Welt' musste ein langes Gerichtsverfahren führen, um die Statistik zum Zustand der deutschen Brücken herausgegeben zu bekommen. Warum veröffentlicht der Staat den Zustand der deutschen Brücken nicht? Ist es so schlimm?

Speichern nicht vergessen, Herr Kitzler

Ein sehr umfassender und sehr treffender Kommentar. Dank gebührt den öffentlich-rechtlichen Medien und hier besonders dem professionellen journalistischen Einsatz.
Populistische Politik ist hier sehr gut dargestellt:
a) Sich selbst möglichst gut und dominierend in Szene setzen (me first).
b) Missachtung der Grundsätze von Rechtsstaat und Gewaltenteilung, insbesondere einer unabhängigen Justiz.
c) Sozialneid schüren. Schwache gegen noch Schwächere hetzen, z.B. Geflüchtete, oder aber gegen reiche Eliten, gerne verbunden mit einer Prise Antisemitismus.
d) Schuld sind immer die anderen (whataboutism).
e) Blind und Taub sein für Fakten und Ursachen, was allein gilt ist die "gesunde Meinung des Volkes".
Das Virus des Populismus greift bereits um sich, Italien, Österreich, Ungarn, Polen, aber auch in bestimmten Bereichen bereits Deutschland.
Herr Kitzler, bitte speichern Sie Ihren gelungenen Kommentar. Sie werden die Textbausteine noch benötigen, so das drohende Szenario für Europa.

tagesschlau2012

Sie sollten den Begriff Populismus mal nachschlagen. Weder haben die Regierungsvertreter nach dem Terroranschlag in Berlin populistisch geäußert, noch hat der Ausstieg aus der Kernkraft irgendetwas mit Populismus zu tun. Für den Ausstieg gab es nämlich gute Gründe.

Gruß Hador

11:58, Klausewitz

>>Lehrstunde? Tagesschau schein Schwierigkeiten zu haben, demokratische gewählte Regierungen anzuerkennen<<

Gewählte Regierungen sind natürlich sakrosankt. Die Aufgabe der Presse ist es nicht, sie zu kritisieren, sondern ihnen zuzujubeln, nicht wahr?

Außer bei der deutschen Regierung. Da ist das selbstverständlich anders.

Langsam nervt es

Als wenn "nicht-populistische" Politiker in solchen Krisensituationen ein besseres Bild abgeben würden! Die Journalisten der TS nutzen jede Gelegenheit, ihnen unliebsame Regierungen ins schlechte Licht zu rücken.

Bitte demnächst auch Kommentare...

...dieser Art, wenn sich die Bundeskanzlerin oder andere deutsche Politiker "werbewirksam" nach einer Katastrophe in der Öffentlichkeit inszenieren und den Menschen Mut zusprechen.

Dann könnte ich wohl auch wieder ein Stück weit an die Neutralität der deutschen Berichterstattung glauben.

Nicht falsch verstehen: Natürlich ist es Herrn Kitzler belassen, in einem Kommentar seine private Meinung über populistische Tendenzen wiederzugeben, aber ich fürchte, auch er und andere seines Faches sind mittlerweile kaum noch in der Lage, die eigene politische Position auch aus einer neutralen Berichterstattung herauszuhalten, was sich häufig an der Wortwahl oder der Art der kritischen Fragen erkennen lässt.

@14:04 von ErebMacar: Berlusconi links

"Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber in den letzten 25 Jahren war meines Wissens nach Silvio Berlusconi die meiste Zeit Ministerpräsident Italiens und dessen Regierungen würde ich nun wirklich nicht als "links" bezeichnen wollen."

Aus Sicht der derzeitigen Regierung und ihrer Anhänger waren alle Vorgängerregierungen links. Ausnahme: die Zeit des Duce.

12:00, geselliger misa...

>>Lehrstunde für politische Meinungsmache ....

... ein Kommentar. Richtig. Der schön zeigt, dass dem Autor nicht an einer Aufarbeitung gelegen ist. Er will die ungeliebten, ja gehassten, Rechtspopulisten vernichten.<<

Superheld Jan Christoph Kitzler vernichtet die Rechtspopulisten.

Toll.

Dieses Bild gefällt mir.

Wenn es doch nur ein ganz klein wenig der Wirklichkeit entsprechen würde. Aber das tut es leider nicht.

Schnüff.

Infrastruktur verfällt im Euroraum

Zitat aus einem bundesweiten Nachrichtenmagazin mit Sitz in Hamburg (Online Ausgabe). Der Artikel heißt 'Kaputtgespart':

Zur Kürzung der öffentlichen Investitionen im Euroraum in den letzten ca 10 Jahren:

'Welches Drama dahintersteckt, zeigen Statistiken, die offenlegen, ob diese Investitionen im jeweiligen Land noch reichen, den Ersatzbedarf an Infrastruktur zu decken - oder niedriger liegen als das, was abgeschrieben wird. Wie aus Berechnungen des Berliner Ökonomen Achim Truger hervorgeht, deckten die öffentlichen Investitionen in der Eurozone schon 2013 nur noch knapp, was zu ersetzen war - seitdem ist die Bilanz negativ, Jahr für Jahr.'

Zitatende aus dem bundesweiten Nachrichtenmagazin.

Es reicht also nicht mal für die Erhaltung.
Die Sachen verfallen.
In Deutschland. Aber eben auch in Italien

RE:AbseitsDesMains...

"Warum muss ein Staatssender immer einseitig kommentieren?"
Staatssender - so ein Quatsch und da ist der Populismus !

"Wäre es nicht mal mutiger, gegen das links-grüne Establishment zu schreiben?"
Und schon wieder Populismus ! Die Grünen und die Linken sitzen beide im Bundestag in der Opposition. Und in der Regierung sitzt u.a. die CDU/CSU.

Gruß Hador

@ wie-

"a) Sich selbst möglichst gut und dominierend in Szene setzen (me first)."

Machen auch unsere Politiker bei etwaigen Gegebenheiten, aber da heißt es dann nur "sich ein Bild vor Ort machen" statt "sich in Szene setzen".

"b) Missachtung der Grundsätze von Rechtsstaat und Gewaltenteilung, insbesondere einer unabhängigen Justiz."

Genauso wie sich umgekehrt die Jurisdiktive über die Exekutive erhebt? Sehen Sie... die Exekutive ist bedauerlicherweise nicht nur den Gesetzen gegenüber verpflichtet, sondern auch dem Wohl und Schutz des Volkes (lat. populus). Die Justiz ist dagegen allein den Gesetzen gegenüber verpflichtet. Feine Sache! Den Schaden, den die Justiz anrichtet, muss alleine die Exekutive ausbaden. Die Jurisdiktive ist in allen Belangen raus aus dem Schneider, oder anders gesagt "unantastbar"!

Ich denke, es ist demgemäß nur gerechtfertigt, wenn auch die Exekutive und eben nicht die Jurisdiktive das letzte Wort in vielen Fragen haben sollte, wie es aber leider in D en vogue ist

Seltsam, die Welt

Seltsam, die Welt schreibt:

"Keine Buhrufe, sondern Beifall: Bei der Trauerfeier für Opfer des Brückeneinsturzes von Genua haben die versammelten Gäste Regierungspolitiker und Fußballer mit großem Applaus begrüßt.....Besonders warm wurden auch Innenminister Matteo Salvini von der rechten Lega, der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung und Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Luigi Di Maio, sowie Präsident Sergio Mattarella empfangen. Vor Beginn der Zeremonie hatte Mattarella mehrere Minuten mit den Angehörigen der Opfer gesprochen."

RE:Klausewitz

"agesschau schein Schwierigkeiten zu haben, demokratische gewählte Regierungen anzuerkennen"

Aha, sie meinen anscheinend demokratisch gewählte Regierung darf nicht kritisiert werden? Das höre ich vor allen Dingen von Anhängern rechtspolulistischen Regierungen.

Gruß Hador

Ein Kommentar zum gähnen

denn was hier so eifrig aufgezählt wird sind keine Alleinstellungsmerkmale von Populisten sondern typisches Poltikerverhalten während Krisen über alle parteigrenzen hinweg. 1000 mal gesehen, keiner nimmts mehr ernst, langweilig! Es gäbe deutlich spannendere Themen. was ist zum beispiel mit dem Bruch der Meinungsfreiheit wenn es um populisten geht? Stichwort sperrung der verschwörungstheoretischen seite "infowars" auf allen social media plattformen?

Stimmungsmache nicht im Beitrag, sondern den Kommentaren

Diese eingestreuten Versuche, Populisten scheinbar massig und möglichst schon am Anfang der Kommentarsektion in Schutz zu nehmen, den Fokus auf andere Personen und Sachverhalte zu verschieben und dabei eine Salve an Unterstellungen einzuweben, stimmen eher misstrauisch.

Herr Kitzler hat zusammengefasst, welcher Mittel Populisten sich schemaartig bedienen:

1. Selbstinszenierung als "Stimmen des Volkes", um den oberflächlichen Eindruck zu erwecken, ein Verbündeter der ihnen Macht verleihenden Bürger zu sein und vorgeblich "Menschen aus ihrer Mitte"
2. Halb- und Unwahrheiten mit vereinfachten Problem- und Situationsdarstellungen verbinden, schwarz-weiß gezeichnete Feindbilder aufbauen, Mangel an konstruktiven Lösungen kaschieren
2. Provokative Abgrenzung einer vermeintlich homogenen Menge "einfacher Leute" von ebenso vermeintlichen, seltenst aber näher bestimmten "Eliten" vorantreiben

Man gewinnt den Eindruck, dass alle Populisten der Welt sich an demselben Manual orientieren.

Nachdenken statt die Keule ...

... des Populismus schwingen, wäre auch für einen Journalisten manchmal besser.
Zurecht fordert Herr Kitzler Investitionen in Italien, doch wo sollen die herkommen, wenn Italien seit Jahren in der Rezession oder Stagnation steckt und somit die privaten Haushalte und die Unternehmen nicht investieren?
Sie können nur durch Investitionen und damit Schulden machen des Staates kommen und das verhindert die EU und insbesondere Deutschland durch das Spardiktat.
Ein bisschen volkswirtschaftliches Wissen wäre nicht schlecht!

Am 18. August 2018 um 14:14 von Hador Goldscheitel

"Sie sollten den Begriff Populismus mal nachschlagen. Weder haben die Regierungsvertreter nach dem Terroranschlag in Berlin populistisch geäußert, noch hat der Ausstieg aus der Kernkraft irgendetwas mit Populismus zu tun. Für den Ausstieg gab es nämlich gute Gründe.
Gruß Hador"
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Nachschlagen ist gut. Populistisch ist nicht nur die Sprache, sondern auch das Präsentieren der eigenen Person (Politiker). Der schnelle Ausstieg aus der Kernkraft in DE hatte keinerlei gute Gründe. Was soll dieser Alleingang nützen, wenn in Deutscher Grenznähe 5 mal mehr Kernkraftwerke unserer Nachbarn am Netz sind, die teilweise in einem erbärmlichen Zustand sind.
Eine europäische Lösung wäre besser gewesen, aber so war es wieder eine einsame populistische Entscheidung von Frau Merkel.

14:10, Mittelständler in DE

>>Inakzeptabler Kommentar
Warum bitte soll diese neue Regierung für den Einsturz verantwortlich sein? Der Kommentar dient lediglich dazu die links orientierte Ausrichtung des Journalisten zu befriedigen. Zynisch und dilettantisch in der Tat werte Redaktion.<<

Inwiefern hat Herr Kitzler die neue Regierung für den Einsturz verantwortlich gemacht?

Der Vorwurf des Zynismus und des Dilettantismus scheint heute hier beliebt zu sein. Aber dann doch bitte den Artikel sorgfältiger lesen, bevor man Kommentare abliefert, die, was das Textverständnis angeht, durchaus dilettantisch zu nennen sind.

Entschuldigung?! So ein

Entschuldigung?! So ein Krisenmanagement passiert nur wenn Populisten an der Macht sind? Was soll denn dieser Unsinn? Duisburg, Köln und Berlin schon vergessen? Nicht, dass sich in Deutschland noch einige "Nichtpopulisten" wundern werden. Bei dem Schrott, der hierzulande überall zu Gunsten der Schwarzen Null vorzufinden ist, lautet die Frage nicht wie und ob, sondern wann. Und ausser gegenseitiger Schuldzuweisungen, werden Deutschlands Nichtpopulisten auch nicht viel zustande bringen. So wie es die Vergangenheit mehrfach bewiesen hat.

Klassisch, man kritisiert Worte statt Taten.

Wenn man die "Populisten" angreift, dann geht es immer um die Wortwahl. Und die, die am lautesten Kritik üben, sind die, die den Schlamassel erst möglich gemacht haben.

Dabei ist das die erste Regierung seit dem Krieg, die ernsthaft es wagt, am Selbstverständnis einer italienischen Oligarchen-Familie zu krazten. Der Autobahn-Betreiber hat sich auf unverschämter Weise über ein Jahrzent an den ital. (und deutschen!) Autofahrern bereichert, ohne eigenes Geld zu riskieren, alles auf Pump. Hat bei der Wartung gespart, um neue Flughäfen und andere Betriebe mit den Gewinnen zu kaufen. Und wenn keiner etwas dagegen unternimmt, wird es die nächsten 30 Jahren so weiter gehen. So lange ist nämlich die Lizenz vergeben worden.

Auf die Justiz zu warten ist sinnlos, in Italien wird es mindestens 20 Jahre dauern. Lasst die "Populisten" also machen und bewertet ihre Taten erst bei den nächsten Wahl, statt das Politikgeblubber unter Beschuss zu nehmen.

da schießt aber einer übers Ziel hinaus

"Die halbe Regierung Italiens ist in diesen Tagen in Genua aufmarschiert - nicht um den Menschen dort nahe zu sein, sondern um sich in Szene zu setzen."
Wäre die Regierung nicht gekommen, dann hieße es, die haben sich nicht blicken lassen. Ich glaube egal was die I-Regierung getan hätte, sie hätte es Herrn Kitzler nicht recht machen können.

Das ist nichts Neues, dass das Krisenmanagement nicht optimal funktioniert und darf auch kritisiert werden. Dies aber als "typisch rechtspopulistische" Eigenschaft anzuprangern geht wohl zu weit. Auch etablierte
Parteien versagen regelmäßig was das Krisenmanagement betrifft, wenn ich an die laufende Merkelära denke fallen mir spontan ein: Hochwasser, Terroranschlag an Berliner Breitscheidplatz u. Opferentschädigung, bis heute weder eine D- noch eine EU-Lösung im Bereich Asyl.

Wichtig ist, dass man aus einer Krise und Fehlern lernt. Ich wünsche der I-Regierung weiterhin viel Erfolg.

14:11, RoyalTramp

>>Wichtiger ist: Woher kommt es eigentlich, dass sich Journalisten, die eigentlich zur polit. Objektivität verpflichtet sind, sich in der Berichterstattung dennoch immer wieder dazu hinreißen lassen, einseitige Wertungen einfließen zu lassen & damit gewollt oder ungewollt die öfftl. Meinung zu beeinflussen?<<

Es handelt sich hier um einen Kommentar. Ein solcher ist nicht zu politischer Objektivität, was immer dass sein soll, verpflichtet.

>>Für mich sind hierbei die Medien nicht unmittelbar Schuld, denn die journalistische Ausbildung findet an den Hochschulen unseres Landes statt. & diese sind seit den Spät-60ern sämtlich links orientiert. Dort werden ausschließlich linke Gesellschaftsmodelle & -vorstellungen propagiert. Dass dies nicht ohne Auswirkungen auch auf die Persönlichkeit junger Journalistikstudenten bleiben kann ist logisch!<<

Sie scheinen mit deutschen Hochschulen und den Kontroversen, die an ihnen ausgetragen werden, nicht wirklich vertraut zu sein.

@Tada

Warum sollte der Staat dafür zuständig sein eine private Brücke zu sperren? Woher soll er überhaupt Kenntnis von ihrem Zustand haben? Privateigentum geht den Staat nichts an.

Stimmt- aber mehr noch

Der Kommentar trifft- trotz zahlreicher, nachvollziehbarer Wertungen selbstverständlich zu. Doch sich nun zurückzulehnen und mit dem Finger auf "die Populisten" zu zeigen, ist zu bequem, finde ich! Denn das, was er als typisch populistisch bezeichnet, finden wir, in den demokratischen Ländern Europas, in D, GB und F ebenfalls. Wie war das noch mit der "Schuld sind immer die anderen?" Wie war es mit Vorverurteilungen? Wie war es mit populistischen Aussagen? Ich erinnere in Fall 1 und 2 an die jüngsten Vorfälle, Hacking und Vergiftung. Im Fall 3 denke ich an hohle Schlagworte: Bildungsrepublik D, Europäische Werte vs. Rüstung vs. "Außengrenzen schützen" etc. Ich wage die steile These, dass heutzutage die meisten Politiker populistische Anteile haben und fast alle auf Feindbilder bauen!

14:12, Norddeutscher22

>>Jetzt nimmt tagesschau.de die verwahrloste Infrastruktur im Euroraum, um auf die italienische Regierung zu dreschen. Das lenkt offenbar vom Zustand der italienischen negativen Investitionsquote und vom Zustand deutscher Brücken ab.

In Deutschland ist die Investitionsquote unter nötige Erhaltungen gefallen. D.h. die Sachen werden nicht mal erhalten, sondern verfallen.

Aber das ist offenbar kein Thema für tagesschau.de

In Deutschland ist jede 8. Brücke in kritischem Zustand. Die bundesweite Tageszeitung 'Die Welt' musste ein langes Gerichtsverfahren führen, um die Statistik zum Zustand der deutschen Brücken herausgegeben zu bekommen. Warum veröffentlicht der Staat den Zustand der deutschen Brücken nicht? Ist es so schlimm?<<

Ich weiß nicht, ob Sie gelegentlich auf dt. Autobahnen unterwegs sind. Da reiht sich Baustelle an Baustelle.

Möchten Sie gern noch mehr davon?

Dann müsste man wohl das deutsche Autobahnnetz für einige Zeit komplett stilllegen. Schon jetzt herrscht Dauerstau.

14:17 von RoyalTramp

«Bitte demnächst auch Kommentare dieser Art, wenn sich die Bundeskanzlerin oder andere deutsche Politiker "werbewirksam" nach einer Katastrophe in der Öffentlichkeit inszenieren und den Menschen Mut zusprechen.»

Das wird doch im Kommentar gar nicht thematisiert. Es geht um Aussagen:

«Die Betreibergesellschaft der Autobahn hat die Brücke vernachlässigt (Verkehrsminister).»

Untersuchungen von Experten & Justiz haben noch gar keine gesicherten Erkenntnisse ergeben.

«Nur über meine Leiche behält das Unternehmen seine Konzession (Wirtschaftsminister).»

Die läuft zwar noch für 20 Jahre, aber man kann sich ja mal à la John Wayne breitbeinig hinstellen und Stuss faseln, bis der Arzt kommt. Sollten die Untersuchungen ergeben, dass das Unglück durch Verschulden der Betreibergesellschaft entstanden ist, kann man die Konzession nach einem juristischen Verfahren evtl. entziehen.

Würde Minister Altmaier auch den John Wayne mimen, wenn in DEU eine Brücke zusammenbräche? Wohl kaum …

Kommentar zu Genua:Lehrstunde in Sachen Populi.....

Das was dort passiert ist,ist doch der Gau der Privatisierungspolitik und der Sparpolitik.Der Kommentator versucht an den Punkten vorbei zu gehen,davon weg zu kommen.

Zum Schluß mahnt er die Sanierung von Straßen,Brücken und Eisenbahnstrecken an.Er sagt aber nicht wie ein Land mit begrenzter Souveränität diese Ausgaben stemmen soll.Brüssel schreitet ein wenn die drei Prozent
Defizit-Grenze vom BIP überschritten wird.

14:23, RoyalTramp

>>Genauso wie sich umgekehrt die Jurisdiktive über die Exekutive erhebt? Sehen Sie... die Exekutive ist bedauerlicherweise nicht nur den Gesetzen gegenüber verpflichtet, sondern auch dem Wohl und Schutz des Volkes (lat. populus). Die Justiz ist dagegen allein den Gesetzen gegenüber verpflichtet. Feine Sache! Den Schaden, den die Justiz anrichtet, muss alleine die Exekutive ausbaden. Die Jurisdiktive ist in allen Belangen raus aus dem Schneider, oder anders gesagt "unantastbar"!

Ich denke, es ist demgemäß nur gerechtfertigt, wenn auch die Exekutive und eben nicht die Jurisdiktive das letzte Wort in vielen Fragen haben sollte, wie es aber leider in D en vogue ist<<

Wenn die Exekutive das letzte Wort hat, dann ist die Gewaltenteilung aufgehoben.

Die bedingt nämlich, daß in Rechtsfragen IMMER die Jurisdiktion das letzte Wort hat.

Eine Regierung (Exekutive), die Grichtsurteile (Judikative) aufheben kann, ist keine demokratische.

11:58 von Klausewitz

"Lehrstunde? Tagesschau schein Schwierigkeiten zu haben, demokratische gewählte Regierungen anzuerkennen"

Aha, Sie wollen damit sagen: 'demokratische gewählte Regierungen' machen nichts falsch und man darf sie deshalb auch nicht kritisieren - oder verstehe ich Sie da falsch?
Wie verträgt sich das dann mit Ihren üblichen post zur deutschen Regierung?
Wollen Sie vielleicht sagen, diese wäre nicht 'demokratisch gewählt'? Oder ist das was anderes, weil sie Ihnen nicht so zusagt?

@Gassi und andere

Bitte vermischt nicht dauernd Begriffe wie Rechts und Populistisch, bzw. deren Bedeutungen.

Populismus ist, wenn man tatsächlich oder vermeidlich beliebte simple Lösungen für komplexe Probleme anbietet. Dazu gehört "Ausländer raus!" genau so wie "Nieder mit den Banken!"; das hat also nichts mit den politischen Richtungen zu tun, sondern mit einer bestimmten politischen Methodik.

Die Lega Nord ist "rechtsextrem" und populistisch, die 4-Sterne-Bewegung hingegen ist zwar auch sehr populistisch, steht aber in den meisten Politikbereichen eigentlich nicht rechts sondern links.

"Rechts" und "rechtsextrem" hat eigentlich nichts miteinander zu tun. Faschistische und völkische Ideologien haben mit den eigentlich "rechten", den Konservativen so viel zu tun wie Kommunisten mit Liberalen (die man klassischerweise beide links einordnet).

RE:smirker

"Sie können nur durch Investitionen und damit Schulden machen des Staates kommen und das verhindert die EU und insbesondere Deutschland durch das Spardiktat."
Deutschland diktiert Italien gar nichts !!!
Italien hat die Maastricht-Kriterien der EU unterschrieben und ist damit auch eine Verpflichtung zu soliden Staatshaushalten eingegangen. Zudem wurde von Italien eine Schuldenbremse (unter der Regierung Berlusconi) beschlossen.
Zum anderen bringen Investitionen ohne Reformen gar nichts. Die verpuffen und erhöhen nur die Staatsschulden. Eine Rosskur muss her, ähnlich der Agenda 2010 unter Bundeskanzler Schröder. Ist zwar eine ungeheure Zumutung für die Bürger die betroffen sind, aber die Folgen eines Bankrotts Italiens mag ich mir lieber nicht ausmalen.

Gruß Hador

@14:12 von Norddeutscher22: offenbar kein Thema

"In Deutschland ist jede 8. Brücke in kritischem Zustand."

Dazu gab es direkt nach dem Einsturz der Brücke in Genua einen Bericht bei der Tagesschau, der auf der facebookseite der Tagesschau auch diskutiert werden konnte. Ist Ihnen vielleicht entgangen.

14:28 von Kenner

"Ein Kommentar zum gähnen denn was hier so eifrig aufgezählt wird sind keine Alleinstellungsmerkmale von Populisten sondern typisches Poltikerverhalten während Krisen über alle parteigrenzen hinweg. "

Sie müssen den Kommentar ja nicht lesen; ich fand ihn interssant.
Vielleicht können Sie uns hier die 'Alleinstellungsmerkmale von Populisten' mal aufzählen, das fände ich sehr spannend.

@Schwarzseher (14:27):

>>Seltsam, die Welt schreibt:

"Keine Buhrufe, sondern Beifall: Bei der Trauerfeier für Opfer des Brückeneinsturzes von Genua haben die versammelten Gäste Regierungspolitiker und Fußballer mit großem Applaus begrüßt.....Besonders warm wurden auch Innenminister Matteo Salvini von der rechten Lega, der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung und Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Luigi Di Maio, sowie Präsident Sergio Mattarella empfangen. Vor Beginn der Zeremonie hatte Mattarella mehrere Minuten mit den Angehörigen der Opfer gesprochen."<<

In der Tat seltsam, wie in diesem Forum einerseits auf die angeblich gleichgeschalteten Mainstreammedien geschimpft wird, diese aber sofort als Beweis für etwaige Falschdarstellungen zitiert werden, wenn sie sich gegenseitig widersprechen.

Eventuell ist die Medienlandschaft in Deutschland ja doch vielfältiger als von ihren Kritikern so oft und gerne behauptet?

Guter Kommentar

Die italienischen Politiker wollen nur Eines: eine "bella figura" machen.
Deshalb gehen die Schuldzuweisungen nur an andere: einerseits soll die EU -Schuld haben, andererseits bezichtigt die ital. Regierung den privaten Autobahnbetreiber.
Natürlich muss ein Staat seine Bürger beschützen und solch wichtige Kontrollmaßnahmen überwachen oder am besten selber durchführen.
Es spricht nicht für die neuen Machthaber in Rom, dass man die Fehler nur bei anderen sucht. Das ist für die Opfer eines solch tragischen Unglücks nicht angemessen.

14:28, Kenner

>> Es gäbe deutlich spannendere Themen. was ist zum beispiel mit dem Bruch der Meinungsfreiheit wenn es um populisten geht? Stichwort sperrung der verschwörungstheoretischen seite "infowars" auf allen social media plattformen?<<

Alex Jones' Website "Infowars" ist nach wie vor frei zugänglich und überall erreichbar. Ich weiß allerdings nicht, wie das in China ist.

Inwiefern sind Ihrer Ansicht nach Social Media Plattformen verpflichtet, Alex Jones eine Bühne zu geben?

Was hat das mit "Bruch der Meinungsfreiheit" zu tun?

14:31, smirker

>>Nachdenken statt die Keule ...
... des Populismus schwingen, wäre auch für einen Journalisten manchmal besser.
Zurecht fordert Herr Kitzler Investitionen in Italien, doch wo sollen die herkommen, wenn Italien seit Jahren in der Rezession oder Stagnation steckt und somit die privaten Haushalte und die Unternehmen nicht investieren?
Sie können nur durch Investitionen und damit Schulden machen des Staates kommen und das verhindert die EU und insbesondere Deutschland durch das Spardiktat.
Ein bisschen volkswirtschaftliches Wissen wäre nicht schlecht!<<

Sie sind sehr schlecht informiert.

Gerade für Infrastrukturmaßnahmen gibt es EU-Fördergelder.

Die muss man allerdings abrufen.

Was Italien nicht getan hat.

Spardiktat Hara83

Brüssel hat ein Auge auf die Einhaltung der Maastrichtkriterien, richtig. Gleichzeitig wurde Italien seit vielen Jahren angehalten in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren *und* Mittel der EU abzurufen.
Letzteres hat Italien aber über Jahre nicht gemacht.

@14:27 von Schwarzseher

Seltsam, ich lese da "Es gab auch kräftigen Applaus bei dieser Trauerfeier: zum Beispiel für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Zivilschutzes, die in den letzten Tagen rund um die Uhr versucht haben, Lebende und Tote zu bergen" - so wie die Dinge liegen dürfte das weitaus eher der Wahrheit entsprechen. Wollen Sie uns wirklich einreden, daß Italiener so unterbelichtet sind, einem Herrn Salvini zu vertrauen ?
Ihr Versuch die Fakten zu drehen ging daneben !

Tada

Dass die Mafia staatliche Strukturen kaputt macht, liegt in am Wesen der Mafia.

Insbesondere beim Straßenbau mischt die Mafia mit, zum Schaden des Staates. Auch das ist bekannt.

Interessant an dem Ganzen ist aber, dass Salvini gegen Mafiagegner vorgeht.

Warum tut er das nur?

14:31, RKoch

>>Man gewinnt den Eindruck, dass alle Populisten der Welt sich an demselben Manual orientieren.<<

Ja selbstverständlich.

Das macht sie ja zu Populisten.

Der Begriff ist ziemlich eindeutig definiert. Man kann das nachschlagen. Sie haben in Ihrem Kommentar die Merkmale, welche Populisten ausmachen, dankenswerterweise noch einmal zusammengefasst. Wie Herr Kitzler auch. Das will aber von den üblichen Verdächtigen niemand lesen. Sie können darauf nämlich nicht wechseln.

Deutsches Spardiktat

Dass Italien durch den europäischen Sparkurs weniger Geld ausgeben darf ist bewiesen. Somit habe ich Verständnis für die ital. Proteste. Einen Populismus sehe ich da nicht. Das Land ächzt unter den von außen gewollten Sparkurs.

Dies gilt es jetzt genauer zu untersuchen und dann von den Gerichten evtl. Entschädigungszahlungen aushandeln zu lassen

re kenner: Ach ja?

>>Ein Kommentar zum gähnen<<

Schon ahnt man, was kommen wird...

„denn was hier so eifrig aufgezählt wird sind keine Alleinstellungsmerkmale von Populisten sondern typisches Poltikerverhalten während Krisen über alle parteigrenzen hinweg“

Also, erstens bestätigen Sie damit die Richtigkeit der vorliegenden Analyse. Punkt Kommentator!
Zweitens behaupten Sie einfach, „alle“ machten dies so. Wieder Punkt für den Kommentator!
Und drittens scheint es Sie überhaupt nicht zu interessieren, ob die Analyse richtig oder falsch ist. 3:0 für den Kommentator!

Tipp: Sich einfach mal mit den Inhalten fragend auseinandersetzen. Vielleicht haben ja auch mal „Andere“ Recht. Und es kann sehr befriedigend sein, seine Meinung zu ändern. Dann ist zwar die Alte kaputt, aber dafür hat man eine Neue. Und die ist immer schöner als die Alte.

Danke für den Bericht. Wir

Danke für den Bericht. Wir alle sind Zeugen für den Politik Stil der Populisten. Von ahnungslos bis dreist, alles vorhanden. Hoffe, dass die Lawine der Dummheit noch zu stoppen ist. Die Befürworter dieser "Krankheit Populismus" brauchen noch eine passende Medizin, vielleicht liefert sie Trump. Nur diese Medizin wird allen bitter schmecken, uns allen schaden.

Keinen Unterschied zwischen Populisten

und seriösen Politikern
kann ich erkennen, wenn ich die Vorgänge der Dieselaffaire in Deutschland mit den Vorgängen um den Brückeneinsturz in Italien vergleiche. Beide Politikerarten sind Menschen, die Fehler machen, unabhängig davon, wie seriös ihre Politik sonst im Allgemeinen ist.

@Klausewitz 11:58

Soll ich aufzählen wie oft Sie und andere Bundeskanzlerin Merkel das Amt absprechen? Sie werfen anderen vor demokratische Wahlen zu missachten und die einzigen die immer wieder zeigen was für Undemokraten sind, sind die die Merkel das Amt als Bundeskanzlerin absprechen und damit die Bundestagswahlen nicht respektieren. Herr Kitzler hat hier einen Kommentar verfasst und ein Kommentar besteht nunmal aus Meinung, auch wenn diese Ihnen nicht genehm ist. Herr Kitzler hat journalistisch gesehen nichts falsch gemacht!

@ 14:08 von Tada

"Ich finde das genauso mysteriös.
Ist der Staat nicht dafür zuständig, eine Brücke zu sperren, wenn sie unsicher ist?"
.
Naja, der Betreiber ist eigentlich für die Sicherheit verantwortlich!
Wenn ich ein Möbelhaus baue und dann stürtz das Dach ein, weil es marode ist, ist nicht wiedermal der Staat Schuld, sondern ich als Betreiber und die Überwachungsbehörden. Die nicht immer staatlich sein müssen, sondern auch private Ingenieurbüros sein können. Siehe TÜV oder DEKRA oder KUS.
Und die können dann immer noch sagen, wir haben nach bestem Wissen und Gewissen geprüft.
Und die schieben sich dann gegenseitig den schwarzen Peter zu. Schon bestehender Baumangel, Sicherheitswarnungen außer acht gelassen, falsche Konstruktion, Wartungsmängel,....
.
Und zum Schluß kann da keiner was für, weil es eine "unglückliche Verkettung von Umständen war".
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S. auch den hier im Forum zitierten Breitscheidtplatz.

RE:tagesschlau2012

Man darf durchaus erwarten, dass nach einer großen Tragödie bei der Gedenkzermonie das Staatsoberhaupt oder Regierungsvertreter anwesend sind. Dagegen ist gar nichts einzuwenden. Wenn diese Zermonier aber in der Art und Weise wie in Italien für Populistmus der niedersten Sorte genutzt wird, ist deutliche Kritk angebracht.

Gruß Hador

14:37, tullio

>>Klassisch, man kritisiert Worte statt Taten.
Wenn man die "Populisten" angreift, dann geht es immer um die Wortwahl. Und die, die am lautesten Kritik üben, sind die, die den Schlamassel erst möglich gemacht haben.

Dabei ist das die erste Regierung seit dem Krieg, die ernsthaft es wagt, am Selbstverständnis einer italienischen Oligarchen-Familie zu krazten.<<

Indem sie erst einmal alle möglichen Instanzen verantwortlich macht, ohne das Ergebnis irgendwelcher Untersuchungen abzuwarten?

Da zittert die Familie Benetton jetzt aber gewiss ganz gewaltig...

@ 14:09 von Hador Goldscheitel

"Es gab in früheren Zeiten die konservative Partei Democrazia Cristiana.
Später gab es die Kabinette Berlusconi I-IV, an den auch u.a. die Lega Nord beteilligt war."
.
Und?
.
Haben die diese Brücke gebaut, oder waren die Betreiber?

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