Ihre Meinung zu: Liraverfall: Erdogans gefährliche Wirtschaftspolitik

15. August 2018 - 18:51 Uhr

Vetternwirtschaft, verschuldete Haushalte, sinkende Wettbewerbsfähigkeit: Verantwortlich für den Verfall der türkischen Lira sind nicht ausländische Kräfte, sondern Erdogans Wirtschaftspolitik. Von Reinhard Baumgarten.

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Kommentare

EU - Finger weg von der Türkei!

Die EU muss umgehend den Beitritt der Türkei ausschließen, um nicht auch noch in den Abwärtstrend gezogen zu werden.

Schade

Schade, dass immer die Kleinen unter einem größenwahnsinnigen Politiger leiden muß.
Aber die meisten haben ihn ja gewählt, also selber schuld.

Keine Sorge. Merkel wird helfen.

Ein Telefonat mit Merkel und ein Besuch Erdogans in Berlin werden es richten.
.
Merkel hat "ein großes Interesse" an einer erfolgreichen Türkischen Wirtschaft. Das wird reichen um mit Milliarden zu helfen.
.
Wenn Merkel wirklich etwas kann, dann Deutsches Steuergeld verbrennen.

Her Erdogan wird die 470 Milliarden Kreditschulden

im Ausland nicht bedienen können. Auch die Weltbank wir ihm kein Geld schenken. Die Pleite scheint unabwendbar. Und wer hilft dann den Banken? Hatten wir 2008.....

Erdogan ist einfach nicht

Erdogan ist einfach nicht intelligent genug um die Grenzen seiner Macht zu erkennen.

Wie heißt es so schön bei manchen auf dem Leim gegangenen...

..."Erdogan hat so viel gebaut und geleistet die Jahre über!"

Er hat vielmehr teils eh angedachte Bauprojekte(Flughafenausbau Istanbul) mit Krediten(viel aus dem Ausland) von türkischen niederbezahlten Arbeitskräften bauen lassen.

Ja, welch Leistung. Als hätten andere Politiker dort nichts gemacht, wenn das Land teilweise und in Sachen Bildung bis Humanismus mit der AKP nicht rückwärts marschiert wäre.
Nun kommt die Rechnung.

Deutschland wird helfen. Wir

Deutschland wird helfen. Wir können ja die Welt retten.
Einmal haben wir versucht, sie zu erobern. Jetzt kaufen wir sie auf.
Beides schlechte Ideen.

Tunnelblick

"Vetternwirtschaft, verschuldete Haushalte, sinkende Wettbewerbsfähigkeit: Verantwortlich für den Verfall der türkischen Lira sind nicht ausländische Kräfte, sondern Erdogans Wirtschaftspolitik."

Ohne Frage.

Aber, ganz gleich, worum es gerade geht - fehlende UN-Milliarden, marode Schulen oder Brücken, fehlende „Kapazitäten“ auf allen Gebieten der öffentlichen Infrastruktur, wie z.B. IT- und Energieversorgung (dezentral und ortsnah wäre bei Letzterer übrigens nach Meinung der ausgewiesenen Expertin Frau Claudia Kemfert besser als zentrale "Monstertrassen"!), Lehrer, Bauplaner, Pflegekräfte, und, und, und (die kosten – na, was wohl?!) - es gibt einen gemeinsamen Nenner, um den sich ALLES dreht:

Geld, Geld, Geld.

Ist das eigentlich für die Menschen da, oder doch eher Instrument der „Mächtigen“, um sich die „Untertanen“ gefügig zu machen?

Falls eher Letzteres zutreffen sollte, gehört es dringend abgeschafft und unsere heutige „Weltordnung“ zügig auf eine komplett neue Basis gestellt.

2. Griechenland

Zum Glück ist die Türkei nicht in der EU. Das wäre jetzt ein 2. Griechenland-Desaster geworden. Die Experten sagen doch immer in Bezug auf Griechenland, die alte Währung einführen und dann abwerten. Hier hat die Türkei noch ihre alte Währung. Jetzt heißt es einfach nur abwerten, abwerten und nochmals abwerten. Irgendwann wird die Lira schon einen Boden finden. Zum Glück diesmal nicht auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei bitte in das nächste Jahrhundert verschieben, ob mit oder ohne Erdogan.

Erdogan hat sich kräftig verzockt!

Erdogan hat die Opposition im eigenen Land zurückdrängen können. Er hat Journalisten ins Gefängnis gesteckt und mundtot gemacht. Auch das Ausland konnte ihm nichts anhaben. Aber gegen die Wirtschaftsregeln kann auch ein Herr Erdogan nichts machen. Durch seine Politik hat er die jetzige Situation heraufbeschworen und meint doch immer noch gegen eine USA antreten zu können. Washington hat mit kleinen gezielten Schritten die Politik Erdogan`s durcheinandergebracht.

Die guten Anfangsjahre bei Beginn der Erdogan-Ära

Das war, als eine große Krise in der Türkei gerade überwunden war, und die Vorgängerregierung schon Reformen eingeleitet hatte, die Erdogan mit Untersstützung des IWF fortführte.
Außerdem fielen diese Jahre in eine Zeit, als auch andere Schwellenländer Zuwachsraten von 10-15% hatten, während die großen Industrienationen stagnierten. Die internationalen Investoren haben damals größere Gewinnchancen in Schwellenländern gesehen.
Die großen Zuwachsraten in diesen Ländern waren also eine allgemeine Erscheinung in der Weltwirtschaft.
Die türkischen Arbeitern haben sich damals die Verbesserungen redlich verdient. Inzwischen wird hart gegen Gewerkschaften vorgegangen.

Islamwirtschaft

Ausgangspukt dieser Entwicklung ist die Reislamisierung der Türkei, die eben auch mit einer Abwendung von rationalen Handlungsstrategien einhergeht. Erdogans Diktum, dass die Inflation sinke, wenn die Zinsen sinken nämlich, ist dort eine Kernursache der wirtschaftlichen Niedergangs und da wir hier in Deutschland im Bereich der Kinder und Jugendlichen jetzt bereits 10% Muslime haben, wird sich dieser Wahnsinn(!) im Zuge der jetzigen Asyl- und Einwanderungspolitik auch hierzulande mehr und mehr manifestieren. Der Bildungseifer und die Produktivität muslimischer Migranten sind ja statistisch hinlänglich erfasst. Kulturen sind eben auch Wirtschaftskulturen und das sollte man eben dringend bedenken, bevor man "wir schaffen das" ruft. Die Türkei schafft's jedenfalls nicht.

um 19:40 von geselliger misa...

Sie haben so was von Recht....leider :-(

Ganz so einfach ist es nicht

geht die Türkei Pleite, sind diverse Banken aus dem EU-Raum mit dran. Deutsche sollen nur mit 13 Milliarden verwickelt sein, aber die anderen EU-Staaten haben das zehnfache verliehen, wenn ich das richtig im Kopf habe.
Das könnte für die EU Bankenwirtschaft der erneute Kollaps sein - schönen Dank auch.

um 19:39 von Egleichhmalf

".... zu dem Thema aber alles gesagt (wenngleich natürlich noch nicht von jedem ;))."

Das haben Sie sehr schön geschrieben. Ich würde Sie in unserem Sekretariat einstellen ;-)

@Am 15. August 2018 um 19:51 von habilis

Von 5 Jahre Schulpflicht auf 12 (4+4+4) Jahre Schulpflicht, Schulbücher werden vom Staat gestellt, Internetverbindung in jeder Klasse, Whiteboards in jeder Klasse, Tablets für 12 Millionen Schüler und das nennt man heutzutage Rückschritt.

um 19:54 von Superschlau

"Wir können ja die Welt retten.
Einmal haben wir versucht, sie zu erobern. Jetzt kaufen wir sie auf.
Beides schlechte Ideen."

Sie machen hier ihrem Benutzernamen alle Ehre.

Ach ja

Ist nachhaltig auf Schulden bauen ?lst aber bei uns nicht anders nur wir investieren auf Pump im Ausland und wenns schiefgeht zahlt ...Merkel wird die Sache richten ,wir schaffen es die Schulden der Banken zu übernehmen da es ja ungerecht wäre wenn sie es selber machen und da spielt es keine Rolle ob von der Türkei oder ....

@Am 15. August 2018 um 20:07 von Sehr-Gescheit

Wo haben Sie das denn aufgegriffen, Recep Tayyip Erdogan hätte Frau Merkel als Nazi beschimpft? Bitte keine Unwahrheiten verbreiten.

Ach ja

Ist nachhaltig auf Schulden bauen ?lst aber bei uns nicht anders nur wir investieren auf Pump im Ausland und wenns schiefgeht zahlt ...Merkel wird die Sache richten ,wir schaffen es die Schulden der Banken zu übernehmen da es ja ungerecht wäre wenn sie es selber machen und da spielt es keine Rolle ob von der Türkei oder ....

Gestern > Heute > Morgen ...

Gestern > mochte ich die Türkei wegen der Mischung orientalischer Lebensart und gleichzeitig quasi "preussischen Tugenden"...
_
Heute > irritiert mich die Türkei, weil sie alle Modernität einfach aufgibt zugunsten eines unsympathischen Nationalismus, und dazu alte Antagonismen und Zwistigkeiten wieder belebt...
_
Morgen > wird die Türkei für mich als Europäer Vergangenheit sein (auch als Unternehmer - Rückzug läuft...) mit Sicht auf Alternativen.
_
FAZIT: Nichts ist von Bestand, wenn Egomanen das Sagen erlangen. Das gilt zwar nicht nur für die Türkei, ist aber für mich als Europäer insofern wichtig, als hier in der EU als gesellschaftlich-sozialer Sprengstoff sehr viel mehr EU-Türken als EU-/US-Amerikaner leben... Mein pers. Glück = ich bin samt Angehörigen bereits vor 2 Jahren nach NZL ausgewandert und kann mich ggfls. abseits halten...

Dass Herr Erdogan an der Krise nicht...

...ganz unschuldig ist - und damit auch die vielen Millionen seiner Wähler - auch wenn die sich das natürlich nicht eingestehen wollen:
Da sind auch viele Millionen Türken in der Türkei, die ihn nicht gewählt haben und die bereits jetzt unter dem Verfall ihrer Einkünfte teils erheblich leiden.
Daher vermag ich keine Schadenfreude zu empfinden, wie sie in etlichen Beiträgen zu erkennen ist.

@20:12 von Kleomenes - "Islamwirtschaft"

Wie Erdogan die Religion für die Absicherung seiner Herrschaft benutzt, sehe ich auch sehr kritisch.
Wie aber Ihrer Meinung nach der Islam Ursache für wirtschaftlichen Niedergang sein soll, ist mir ein Rätsel.
Und das sage ich als Ungläubiger (Atheist).

Wer hätte gedacht das ausser

Wer hätte gedacht das ausser Griechenland auch die Türkei das Potenzial hat den Stecker von diesem wunderbaren Euro zu ziehen.

Die Türkei ist sehr wettbewerbsfähig

Also das mit der "Vetternwirtschaft" müßte erstmal bewiesen werden. Ich sehe dafür nicht den geringsten Verdacht. Seine beiden Schwiegersöhne sind bei der Bevölkerung sehr beliebt, weil sehr fleißig.

Und die Wirtschaft der Türkei stützt sich vor allem auf die Industrie. Wußten Sie, dass der Automobilexport einer der großen Devisenbringer ist (mehr als 20 Mrd. €)?

Das gleiche gilt auch für die Baubranche. Die Türkei ist neben China das Land, welches weltweit die meisten Bauaufträge erhält. Sei es der neue Flughafen in Kuwait, eine U-Bahn in Nordafrika oder Hochhäuser in Moskau.

Und das wichtigste ist, dass die Industrie in der Türkei ständig wächst, was man von einigen Eurostaaten nicht sagen kann. So sagte kürzlich Prof. Sinn (Phoenix), dass seit 2008 die Industrie in Italien um 20 % und in Frankreich um 10 % geschrumpft sei.

Ein guter, sehr informativer

Ein guter, sehr informativer Artikel. Schade, dass die Türken die inkompetente Erdogan Autokratie einer Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft vorgezogen haben. Jetzt dürfen sie die Suppe auslöffeln, die sie sich selber eingebrockt haben.

um 20:13 von Viper139

"Das könnte für die EU Bankenwirtschaft der erneute Kollaps sein - schönen Dank auch"
Bedanken dürfen sie sich bei den von Ihnen gewählten Politikern, die nicht privat haften müssen und dies rechtlich ermöglicht haben.

Vergessen Sie das einfach nicht bis zur nächsten Wahl ;-)

Tja, werter S1. Si tacuisses

Tja, werter S1.
Si tacuisses philophosus mansisses.
Es ist keine gute Idee, die Welt alleine retten zu wollen.

Ja, es klingt hähmisch.... aber ist nicht so gemeint,

aber die nackten Zahlen und Daten lassen keinen anderen Schluß zu.
.
Hr Erdogan, so wie es aussieht haben SIE Ihr Land, die Türkei herrunter gewirtschaftet.
.
Mir tut es leid um die, die darunter Leiden werden, nämlich die die nix an Euro, Dollar oder Gold unter dem Kopfkissen haben .

:::

Volle Kraft voraus !

E. het einfach keine Ahnung von Wirtschaft. Halt - doch schon: von Vetternwirtschaft. Und wie kann man die fundamentale Säule des Tourismus so kaputtmachen durch dümmste Beschimpfungen. Ich würde jedem Touristen am Flughafen wünschen, dass er mit E.-Tiraden empfangen wird. Und dann das lächerliche Kräftemesden mit USA. Statt den Prediger heimzuschicken, gießt er Öl ins Feuer. Selbst ein Kind würde klüger reagieren. Es sollte ihm aber zu Denken geben, dass ihm weder argumentstiv noch finanziell jemand zu Seite springt. Die Scheckbücher bleiben tief in den Taschen verborgen.

Vernunft

Eigentlich ist zum Thema Türkei alles gesagt. Aber, man sollte der Türkei unter Bedingungen helfen. Eine Umschuldung wäre mit einem verlässlichen Partner möglich. Grundbedingung sollte ein Abdanken des Herrn E. sein, die Unterdrückung der Kurden muss aufhören, die Unterdrückung der Opposition muss aufhören, die Gleichschaltung der Presse muss aufhören, usw. Es gibt so viele Möglichkeiten und es gibt so viele Gesprächspartner ( EU, USA, usw), man muss sie nur ergreifen.

NACHTRAG zu Gestern/Heute/Morgen...

Noch zwei kleine Hinweise...
_
Erstens = Auf dem "großen" türkischen Lira-Geldschein ist Kemal Atatürk abgebildet... Das hätte Erdogan und den AKP-Nationalisten eine "bleibende" Orientierung sein können.
_
Zweitens = Ein angebliches Erdogan-Zitat lautet ansatzweise > "Die Demokratie ist der Zug, den wir besteigen...". Vielleicht haben Erdogan&Friends das falsche Ticket gelöst und sich schlicht in den Zielorten von "Demokratie" geirrt ... ein allerdings fataler Irrtum.

@20:22 von tias

"... wir schaffen es die Schulden der Banken zu übernehmen da es ja ungerecht wäre wenn sie es selber machen und da spielt es keine Rolle ob von der Türkei oder .... "

Ich meine auch, dass mit der globalen Finanzkrise (ab 2007) deutlich geworden ist, dass insgesamt etwas faul ist.
Jetzt geht es um die türkische Finanzkrise, die allerdings auch europäische Banken treffen kann und wahrscheilich treffen wird.

Wie auch immer, die Suppe auslöffeln dürfen vor allem die kleinen Leute.

Als Nazis beschimpft

@20:22 von Kalküllator
Vermutlich ist Ihnen entgangen, dass „Ihr Präsident“ uns Deutsche als Nazis bezeichnet hat, weil Sie nur die gleichgeschalteten türkischen Medien genutzt haben. Ich habe es jedenfalls mitbekommen und werde es nicht vergessen.

20:22 von Kalküllator

>Wo haben Sie das denn aufgegriffen, Recep Tayyip Erdogan hätte Frau Merkel als Nazi beschimpft?<

Och, das hat Herr Erdogan nur so nebenbei in einer Rede bemerkt die vom türkischen TV gesendet wurde. Sein Außenminister hat einige Zeit später in die gleiche Kerbe gehauen. Nur zur Erklärung; Wenn einem Politiker eines anderen Landes "Nazimethoden" unterstellt werden, dann beschimpfen sie ihn als Nazi.

Währungsspekulanten.

Fraglich ist, warum die Lira nicht schon in den letzten Jahren abgewertet hat.
Die Antwort darauf ist: Die Währungsspekulanten haben die Abwertung verhindert.
Sobald die Wirtschaft dann aufgrund der Überbewertung ins straucheln gerät, ziehen die Spekulanten ab und wetten auf eine Abwertung. Dadurch wird die Abwertung viel stärker, als sie sein müsste.
Das hat alles nichts mit der Türkei zu tun, wie der Artikel behauptet, sondern findet in den Entwicklungs- und Schwellenländern andauernd statt.
Die Finanzmärkte und der freie Kapitalverkehr erzeugen eine Krise nach der nächsten. Aber Gott bewahre, dass darüber mal gesprochen wird.

um 20:22 von Kalküllator

"Wo haben Sie das denn aufgegriffen, Recep Tayyip Erdogan hätte Frau Merkel als Nazi beschimpft?"

Jetzt vor breiter Front nicht pingelig werden, Sie sind doch kein kleines Mädchen und man muss nicht mit jedem Satz das Matura machen.

Es wurden Nazi-Vergleiche angestellt... googeln hilft, wenn die Suchmaschine nicht zum Erdogan -Imperium gehört ;-)

@Kalküllator

Erdogan hat Merkel mit den Nazis verglichen und ihr Nazi Methoden vorgeworfen.Googeln sie das Mal....also ist es auch keine Unwahrheit!Merkel sagte noch Wer mich beleidigt entscheide ich selbst.Noch Fragen !?

@Viper139

"Das könnte für die EU Bankenwirtschaft der erneute Kollaps sein - schönen Dank auch".

Eben, diese Tatsache wollen aber viele einfach nicht begreifen, ebenso den Umstand, dass Erdogan sich nicht erpressen lassen wird.

Wie realitätsblind muss man eigentlich sein, um nicht zu erkennen, dass sämtliche Länder bzw. Staatenbunde die es wagen dem US-Dollar abzuschwören bzw. ihn beginnen abzustoßen, mit drakonischen Sanktionen überzogen werden. Russland, China, Iran, Türkei und auch die EU. Alle sollen den Zorn der USA spüren, werden sie sich nicht dem Willen des siechenden Hegemon unterwerfen.

Aber glaubt denn wirklich irgendjemand die Erdogan-Türkei würde sich dem IWF (und damit den USA) unterordnen, bzw. von ihm die Regeln diktieren lassen und die USA in der Türkei das "Zepter" führen lassen ?

Auch verkürzt von einer "Lira-Krise" zu sprechen ist mehr als albern, weiß man doch längst, dass ALLE in DER finalen System- und Währungskrise der Menschheitsgeschichte angekommen sind.

@harry_up

Das sehe ich auch so!

Die Rücklagen schwinden

Die türkische Zentralbank hat einen Großteil ihrer Goldreserven verkauft, die Lira fällt jedoch immer weiter.

Klar steuert Erdogan mit

Klar steuert Erdogan mit seiner Politik seit Monaten, wenn nicht seit Jahren der Pleite entgegen. Was hier manche Foristen vorhersagen scheint mir aber sehr absurd. Deutschland (oder wie Sie sagen Merkel) wird die Schulden sicher nicht begleichen.
Das der EU Beitritt der Türkei ausgeschlossen werden muss, wie im ersten Kommentar gefordert, wird auch jedem normalem Menschen unnötig erscheinen. Glauben Sie wirklich irgend jemand in der Wirtschaft rechnet damit das die Türkei in der Erdogan-Ära EU Mitglied wird?
Ich finde es eher traurig sich über das Elend der türkischen Bevölkerung lustig zu machen, auch wenn sie vermeintlich mehrheitlich Erdogan gewählt haben. Ich gönne es der Türkei genauso wenig wie ich den Amis Trump gönne. Aber scheinbar ist Empathie nur was für Leute die "Gutmensch" als Schimpfwort auch absurd finden.
Ich vermute das sind diejenigen die sich bei kommenden Wahlen den eigenen Krawattenhund an den Hals wählen und dann enttäuscht werden.

@ GeKo69

Das wird sich sicherlich auch schon bald in der Stimmung von teilen der zugewanderten deutsch-türken bemerkbar machen.

Die Deutschtürken sind kritischer und intelligenter als Sie für möglich halten.

@ Hille-SH

Eben, diese Tatsache wollen aber viele einfach nicht begreifen, ebenso den Umstand, dass Erdogan sich nicht erpressen lassen wird.

Ich hoffe, dass er aufgibt und zur Vernunft zurückkehrt. Das wäre der einzig sinnvolle Weg für meine Landsleute.

20:23 von tias

"... lst aber bei uns nicht anders nur wir investieren auf Pump im Ausland und wenns schiefgeht zahlt ...Merkel wird die Sache richten ..."

Vermutlich haben Sie etwas nicht so ganz mitbekommen:
Deutschland hat Exportüberschüsse. Das bedeutet, dass wir dem Ausland Geld leihen, damit es bei uns einkaufgen kann.
Ganz im Gegensatz zur Türkei investiert Deutschland nicht auf Pump.
Deswegen sinkt die Lira und gäbe es noch die DM würde diese steigen.

Guter Artikel.

Dieses Mal war es eine sehr gute Analyse und ich habe fast nichts zu kritisieren,
aber es kommt halt ein "Aber".

Herr Baumgarten hat vergessen, die weltweit agierenden Investment- und Währungsfonds zu erwähnen, die nun ihren Verdienst "einfahren". Die können natürlich nur so brutal agieren, wenn vorher die von Herrn Baumgarten ausführlich beschriebenen Fehler gemacht wurden.
Er hätte m.E. beschreiben sollen, dass dieses Gewinneinsammeln (auf türkische Kosten) die ohnehin angespannte Lage der türkischen Wirtschaft und Währung deutlich verschärft.

@ pxslo

Das gleiche gilt auch für die Baubranche. Die Türkei ist neben China das Land, welches weltweit die meisten Bauaufträge erhält.

Warum schreiben Sie so etwas, das ist überhaupt nicht richtig. Die Türkei ist trotz Billiglöhnen nicht einmal unter den top ten in der Bauwirtschaft. Warum informieren Sie sich nicht?

heute wird wieder sehr genau geschaut

wer was sagen darf. aber ist der schwiegersohn nicht länger auf eine schule gegangen, und deshalb schon schlauer als der präsident erdogan. da wird er glücklich sein, daß der kleine alles finanziell richtet

@ pxslo

Danke, dass Sie in Ihren Beiträgen für uns die türkische Staatspropaganda übersetzen, der zufolge die türkische Wirtschaft sich glänzend entwickelt.
Was mit Propaganda alles möglich ist, wurde neulich in heute plus gezeigt. Am Ende des Beitrags "Die Lage ist katastrophal“ (ZDF mediathek) kommt ein Ausschnitt aus dem türkischen Fernsehen. Ein Mann aus Afrin beklagt auf kurdisch, dass Soldaten der türkischen Armee drei Mädchen vergewaltigt haben, das türkische Fernsehen übersetzt ihn so: "Wir wollen keine YPG hier, sie haben uns alles weggenommen."

@ Nny

Die Finanzmärkte und der freie Kapitalverkehr erzeugen eine Krise nach der nächsten. Aber Gott bewahre, dass darüber mal gesprochen wird.

Über Klischees lohnt es nicht zu sprechen.

Am 15. August 2018 um 20:20 von S1 um 19:54 von Superschlau

"Wir können ja die Welt retten.
Einmal haben wir versucht, sie zu erobern. Jetzt kaufen wir sie auf.
Beides schlechte Ideen."
=================================
Also mit dem Aufkaufen könnte ich mal eben gerade noch leben :-)

EU- Finger ran an die Türkei

Die EU muss, wenn sie es ehrlich meint mit ihren Werten, der Türkei augenblicklich finanziell zur Seite springen. Am Besten wäre es jetzt in der Krise die Aufnahme zu harten Bedingungen in die EU voranzutreiben. Würde die Türkei weiter finanziell schwächeln oder in den Ruin treiben, hätte das Auswirkungen auf die Türken in Deutschland.

Nach dem Staatsbesuch Erdogans in Deutschland im September wird er nicht mit leeren Taschen und einem blanken Geldsäckel in die Türkei zurückkehren. Dafür wird die als Nazi betitelte Bundeskanzler schon sorgen und ihm klarmachen: "Sowas sagt man nicht, Du, Du, Du..."

Es gibt kein Halten

Die Türkei ist überschuldet und die Notenbank kann den Verfall der Währung nicht mehr halten. Die Gold- und Devisenreserven sind nahezu verbraucht und eine Zinserhöhung verpufft wirkungslos.

Im schlimmsten Fall droht eine Staatspleite. Die europaischen Banken werden den Zusammenbruch aller Wahrscheinlichkeit nach wegstecken.

@ pxslo

Selbst mit dem Wachstum auf Pump ist es in der Türkei vorbei. Die Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr unterm Strich sinken. Die Türkei verliert auch rapide an Bonität an den Kapitalmärkten.

@ pxslo, 18:34, um 20:33

Wenn es so ist, wie Sie sagen, ist kaum verständlich, warum sich alle Welt mehr um die Türkei sorgen als Sie und Ihr Vaterland.
Die Zukunft wird zeigen, wer Recht hat; ich hoffe, dass Sie es sind...

Wieder einmal

Wieder einmal können wir froh sein den Euro zu haben, sonst würde uns der Verfall der Lira extrem treffen, denn eine noch stärkere DM würde unsere Produkte noch teurer machen.

Aber wem sage ich das. Wer den Euro kennt, weiß ihn zu schätzen. Wer grundsätzlich gegen alles ist, wird sich auch mit den besten Argumenten nicht überzeugen lassen.

@ 21:38 von Juergen

Er [Anm: Herr Baumgarten] hätte m.E. beschreiben sollen, dass dieses Gewinneinsammeln (auf türkische Kosten) die ohnehin angespannte Lage der türkischen Wirtschaft und Währung deutlich verschärft.
_
Ja, das hätte Herr Baumgarten machen können. Ebenso aber hätten das - und zwar längstens vorher - Erdogan&Mannen (nationalistische Experten) auch wissen und entsprechend gegensteuern können/müssen. Haben die aber nicht ... stattdessen auf nationalistische Demagogie = nationalistische Sprüche gesetzt ... die aber leider gegenüber internationalen Banken und Investoren keinerlei Resonanz = Vertrauen erzeugen.

@20:18 von Kalküllator

"Von 5 Jahre Schulpflicht auf 12 (4+4+4) Jahre Schulpflicht, Schulbücher werden vom Staat gestellt, Internetverbindung in jeder Klasse, Whiteboards in jeder Klasse, Tablets für 12 Millionen Schüler und das nennt man heutzutage Rückschritt."

Weit wichtiger als die Ausrüstung sind die vermittelten Inhalte.

Der Herr Erdogan...

....macht eine wohl nicht sonderlich gute Wirtschaftspolitik; machen andere auch. Zusätzlich führt und unterstützt er aber auch Kriege, teils gegen seine eigenen Leute, teils gegen oder in Syrien. Da hat er sich- Kriege sind sehr teuer- ganz einfach übernommen. Seine Bevölkerung muss es büssen. Die haben ihn aber gewählt - geliefert wie bestellt.

Frau Merkel

hat bestimmt schon zusammen mit Brüssel Hilfskredite geschnür.

@19:39 von mike2 - Ihr O-Ton,...

...Schade, dass immer die Kleinen unter einem größenwahnsinnigen Politiker leiden muß.
Aber die meisten haben ihn ja gewählt, also selber schuld.
---
Sind Sie sich da so sicher?
Also ich glaube den Zahlen des Wahlergebnisses nicht.
---
Aber nun gut ich schweife ab.
Ich bin der festen Überzeugung, daß der "böse" Westen nicht die Schuld am Zerfall
der türk. Lira hat.

Es ist so ähnlich wie der rus. Rubel.
Beide keine harten Währungen.

Und wenn ich ein Geschäft in der Türkei hätte oder Handelsbeziehungen mit der Türkei, hätte ich das sinkende Schiff schon lange verlassen.

@19:40 von geselliger misa... Keine Sorge. Merkel wird helfen.

Gääähhhnnn
---
Diese immer wiederkehrenden selben Sprüche gegen unsere Kanzlerin nerven langsam.

Pleitegeier

und die Banken haben nichts gelernt aus der Griechenlandpleite. Vergabe von Krediten an einen maroden Staat mit maroder Staatsführung. Hoffen diese Banker wiederum von den Bürgern gerettet zu werden? Europäische Bankenaufsicht? Alles nur hole Worte.
Ich verstehe nicht warum solche Staaten finanziert werden, noch verstehe ich die Touristen, außer "Geiz ist geil" Mentalität. Moral und Anstand?

@20:27 von Zwicke

"Mein pers. Glück = ich bin samt Angehörigen bereits vor 2 Jahren nach NZL ausgewandert und kann mich ggfls. abseits halten..."

Und mich lassen Sie einfach zurück?
(Ich dachte Sie mögen 'Herbstzeitlose'?)

@Am 15. August 2018 um 22:04 von Anna-Elisabeth

Finden Sie diese Inhalte für unzureichend?

@20:20 von S1 Re. @19:54 von Superschlau

"Wir können ja die Welt retten.
Einmal haben wir versucht, sie zu erobern. Jetzt kaufen wir sie auf.
Beides schlechte Ideen."

Sie machen hier ihrem Benutzernamen alle Ehre.
---

Das sehe ich vollkommen anders.

Ideologen und Wirtschaft gingen noch nie gut

Kann mir einer einen Ideologen nennen, unter dem die Wirtschaft prosperierte?

Immerhin ist Wirtschaft wir alle. Und wir sind viele aus unterschiedlichen Perspektiven und Wünschen und Zielen getriebene.

Ideologen aber, kennen nur eine Blickrichtung, haben für alle immer nur die selbe Ziele und akzeptieren nur Wünsche, die ihrer Ideologie gefallen.

Das war im Kommunismus so, das ist unter den Mullahs so, das ist unter dem islamisten Erdogan so.

Bei letztem kommt sein weit, viel zu weiter, rechts-nationalistischer Kurs dazu. Der die Türken als Übervolk sieht und Kurden Stufen unter den Türken. Und andere Völker bekämpfen kostet am Ende auch noch Geld. Also ist, rein wirtschaftlich betrachtet, auch nur Katastrophe.

Aber jedes Volk muss seine Erfahrungen machen. Bis es lernt, dass weder die Ideologie es Ultrarechten Nationalismus, noch die des Islam oder gänzlich andere, zu Wohlstand führen. Langfristig gesehen.

Die Wertegemeinschaft der Freien Völker muss nur aufpassen, dass bis die

@Biocreature 23:26

" Diese immer wiederkehrenden selben Sprüche gegen unsere Kanzlerin nerven langsam."
.
Glauben Sie mir. Ich wünschte mir sie würde mich eines Tages Lügen strafen. Aber die Frau ist in Ihrer politischen Einfalt so unglaublich berechenbar dass ich eben immer wieder recht behalte.
.

@crastro 22:04

"Seine Bevölkerung muss es büssen. Die haben ihn aber gewählt - geliefert wie bestellt."

Ganz dünnes Eis - wirklich ganz dünn. Man kann ja zu Erdogan und der Türkei seine ganz eigene Meinung haben aber "geliefert wie bestellt" daran haben sich aber viele Wähler auf der ganzen Welt den Magen verdorben. Mich interessieren nicht die Reden von Erdogan, Trump oder Putin in der Türkei, USA oder Russland - ich möchte wissen wie der "normale Mensch" von der Straße in diesen Ländern darüber denkt. Twitter Meldungen von Politiker oder deren mediale Statements interessieren mich schon lange nicht mehr. Kommentierungen von Journalisten kann man sich auch sparen - die leben meistens weit weg von den Problemen vor Ort. Erdogans Wirtschaftspolitik war angeblich Mist, Putin treibt sein Land in den Ruin und Trump hat ja nicht alle Tassen im Schrank - da frage ich mich warum diese Menschen so viel Rückhalt in der eigenen Bevölkerung haben. Irgend etwas passt da nicht zusammen.

Da passt ja endlich mal wieder...

„Hochmut vor dem Fall!“
Und mehr gibt es da eigentlich nicht mehr zu sagen.

@Tausi Melek 1

„Ungenügend
Herr Baumgarten ihre Analyse ist mangelhaft und liest sich wie irgendwo her abgeschrieben und voller Erdogan Phobie.“

Auslandsverschuldung der Türkei brutto im Jahr 2002 (bei Antritt der AKP Regierung): 130 Mrd. USD
Erstes Quartal 2018: 466,7 Mrd. USD
davon über 200 Mrd. USD im privaten Sektor.

In den nächsten 12 Monaten müssen die Auslandskredite mit 180 Mrd USD bedient werden.

Sind diese Informationen ausreichend für Sie oder wünschen Sie noch mehr dieser Art?

Im Übrigen sind dies keine Geheimnisse und das Verleugnen führt nur zu einer Verschleppung.
Besser heute oder gestern den IWF um Hilfe bitten, als dass es noch schlimmer kommt.

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