Ihre Meinung zu: Bachelet wird UN-Menschenrechtskommissarin

10. August 2018 - 21:02 Uhr

Einst kämpfte sie gegen Pinochets Diktatur - nun wurde Chiles Ex-Präsidentin Bachelet zur UN-Menschenrechtskommissarin gewählt. Die US-Vertretung bei der UN zeigte sich zurückhaltend über die Wahl. Von Antje Passenheim.

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Kommentare

Die USA werden an ihre Verbindung mit dem Folterregime Pinochet

erinnert.
Das könnte ein zusätzlicher Grund für ihre zurückhaltende Reaktion auf eine vermutlich doch sehr geeignete Person für diesen Posten sein.

Vor vielen Jahren war die UN

Vor vielen Jahren war die UN für mich so etwas, wie die zukünftige Instanz zur Lösung weltweiter Probleme.

Heute? Da macht es nicht mal Sinn, die Tastatur weiter zu bedienen. :(

Sehr gute Wahl!

Ich bin erfreut und ich hoffe, dass sie auch die heimlichen, unheimlichen Menschenrechtsverletzer anprangert. Wer die Geschichte der letzten 70 Jahre mitverfolgt hat, kennt diese. Und wer aus Chile stammt, ganz genau und aus eigenem, schrecklichem Erleben.

Ich hoffe und bin eigentlich zuversichtlich,

daß Frau Bachelet die wohlmeinenden Ermahnungen Frau Haleys am Allerwertesten vorbeigehen werden.

Warum Internatinalismus..?

Sorry ... aber was prädestiniert eine "chilenische" Ex-Politikerin dazu, nun EU-Menschenrechtskommissarin zu werden...? Haben wir in der EU keine eigenen, politisch und menschlich standfesten Menschenrechtler/innen..?!

Flucht in die DDR?

Michelle Bachelet ist in die DDR geflüchtet, obwohl die Menschen sonst scharenweise aus der DDR geflüchtet sind.

@ krittkritt

Die USA werden an ihre Verbindung mit dem Folterregime Pinochet erinnert.

Keine Supermacht wird gern an ihre Unterstützung von Militärdiktaturen erinnert. Siehe Syrien.

Menschenrechte in Lateinamerika

Ich hoffe, dass Michelle Bachelet sich traut, auch die Menschenrechtsverletzungen in sozialistischen Regimen wie Venezuela oder Nicaragua einzufordern.

MEA CULPA...

Nochmal SORRY ... hatte mich vertean und die EU mit der UN verwechselt... aber dennoch (und auch eingedenk des Postings von @fathaland slim bzgl. Frau Haleys Ermahnungen...) finde ich nicht, daß die nun Frau Barchelet am Allerwertesten vorbeigehen sollten. Weil gerade die UN (wie etliche andere Organisationen auch inklusive der EU) längst und dringend eine wirklich grundlegende, organisatorische Revison nötig hätten, um sich weltweit veränderten Bedingungen sinnvoll anzupassen. Das in Berliner Kiezen oder sogar weltweit zu ignorieren, ist nur dümmlich.

Ob Sie eine Gute Wahl ist

""Zurückhaltend äußerten sich die USA. Eine Sprecherin von Botschafterin Nikki Haley mahnte: Bachelet solle die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Sie müsse sich für Reformen im Menschenrechtsrat einsetzen.""
#
Ich denke das Frau Bachelet gute Arbeit im Sinne der UN macht,denn sie ist geprägt von den eigenen schrecklichen Erfahrungen unter der Pinochet Regierung.

"Zurückhaltung der USA"

"Zurückhaltend äußerten sich die USA. Eine Sprecherin von Botschafterin Nikki Haley mahnte: Bachelet solle die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Sie müsse sich für Reformen im Menschenrechtsrat einsetzen."

.

Für welche Reformen sollte sie sich laut Nikki Haley einsetzen? Für die Reform dass Folter und Mord in Zukunft anerkannt ist?
https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%ADctor_Jara

Bin etwas zwiegespalten bei der Wahl.

Klar hat Bachelet unter der US-gestützten Pinochet-Diktatur gelitten und ich rechne ihr auch hoch an, dass sie sich in dem (immer noch) machistisch geprägten Chile hat durchsetzen können und es bis zur Präsidentin geschafft hat.

Dennoch: Chile wurde mehrfach von dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte für seinen Umgang mit den Mapuche-Ureinwohnern bezüglich dem Vorenthalt von Menschenrechten verurteilt. Auch kommt es regelmäßig zu Unregelmäßigkeiten bei Gerichtsverhandlungen und gefälschten Beweisen (montajes) seitens der Polizei in Chile. Ein noch aus Pinochet-Zeiten stammendes (und kaum modifiziertes) Anti-Terror-Gesetz wird heute noch auf die Ureinwohner angewandt.

Bachelet hat während ihrer Regierungszeiten (obwohl man ihr auch nicht vollständig dafür die Verantwortung geben kann) nichts für die Ureinwohner und kaum etwas gegen die Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land getan, das stößt mir etwas bitter bei der jetzt erfolgten Wahl auf.

@gestört aber geil

"
Am 10. August 2018 um 22:47 von gestört aber geil
Flucht in die DDR?

Michelle Bachelet ist in die DDR geflüchtet, obwohl die Menschen sonst scharenweise aus der DDR geflüchtet sind."

.

Warum hat sie das wohl gemacht? Vielleicht weil die DDR Menschenrechtlich gesehen "harmloser" war als das Diktatorische Chiele untertützt von der USA.

Michelle Bachelet ist unter den "fortschrittlichen" …

… politischen Kräften in ganz Südamerika eine überaus angesehene Politikerin.

"Fortschrittlich" in dem Sinne, dass diese Politiker versuchen, die Menschenrechtsverletzungen früherer Regierungen deutlich zu benennen, zu sanktionieren (falls noch möglich).

"Fortschrittlich" auch darin, der indigene Bevölkerung mehr Rechte zuzugestehen, sie stärker in die politischen Prozesse einzubinden.

Zusammen mit den Ex-Präsidenten von Kolumbien (Juan M. Santos, Friedensnobelpreisträger 2016, vor wenigen Tagen von Iván Duque abgelöst), von Ecuador (Rafael Correa, 2017 Nachfolger Lenin Moreno, gleiche Partei) und dem amtierenden Präsident von Bolivien (Evo Morales) war Michelle Bachelet "die Vordenkerin" größerer politischer Stabilität, mehr sozialer Sicherheit für die weniger begüterten Gesellschaftsschichten, mehr individueller Freiheiten für "Randgruppen".

Ich halte Sie (auch aufgrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte) für eine ausgezeichnete Wahl für den Posten, den sie nun atreten wird.

@gestört aber geil - Supermacht

22:50 von gestört aber geil:
"Keine Supermacht wird gern an ihre Unterstützung von Militärdiktaturen erinnert. Siehe Syrien."

Die Bezeichnung "Supermacht" war wohl ein Eigentor. :)

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