Ihre Meinung zu: Anschlag in Afghanistan: Drei NATO-Soldaten getötet

5. August 2018 - 10:05 Uhr

Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan sind drei NATO-Soldaten getötet worden. Die Tschechen waren Teil einer Patrouille, die im Osten des Landes unterwegs war. Die Taliban reklamierten den Anschlag für sich.

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Kommentare

Ich kann es beim besten

Willen nicht verstehen. Entweder es wird in Afghanistan klar Schiff gemacht, oder man zieht sich komplett zurück. Sich den Launen der Taliban mehr oder weniger wehrlos auszuliefern halte ich für die denkbar ungünstigste Variante.

Ist Afghanistan

nicht eben das Land, das unser Innenminister bedenkenlos für sicher erklärt hat - in das er glaubt Flüchtlinge abschieben zu können?

Drei NATO-Soldaten getötet ... und, wer noch?

Man könnte immer wieder gern mal die Frage stellen, was haben Nato Soldaten in Afghanistan zu suchen, das man sie dort umbringen kann.
Das mit einen Krieg führen, gewinnen oder verlieren und anschließend Sieger oder besiegter sein, hat sich wohl erledigt.

Wieviel Jahre

geht das schon.
Und dann erstaunt mich die Wortwahl etwas.
"Ein Selbstmordattentäter hat im Osten Afghanistans drei NATO-Soldaten getötet. Ein US-Soldat und zwei afghanische Soldaten seien verletzt worden, teilte das US-Militär weiter mit. "

Seit wann gehört Afghanistan zur NATO ?.
Können doch eigentlich keine NATO Soldaten sein.
Aber heute ist natürlich alles möglich, wie war das mit dem verteidigen und Freiheit.

Ich denke man sollte sich mal entscheiden was es bringen soll, wenn man nach 2 Jahrzehnten immer noch den gleichen Zustand hat.

Konsequent gegen Terror

Dieser feige Anschlag zeigt wieder einmal, wie wichtig die Soldaten unseres westlichen Verteidigungsbündnisses zur Terrorbekämpfung vor Ort in Afghanistan sind.

16000 NATO-Soldaten sollen das Land befrieden ?

Selbst 200000 fremde Soldaten werden dieses Land, größer als Deutschland, wohl kaum befrieden können.
Was also tun, um die Situation zu verbessern?
War es schlechter, als noch keine westlichen Soldaten im Lande waren?
Wenn nicht, könnte man diese Situation wieder herstellen.

wenigfahrer

Die Afghanen und der US Soldat hatten eben Glück, das sie nicht zu den 3 Toten gehören, sondern zu den 3 Verletzten und deshalb unter Verletzte genannt werden, nicht unter Tote. Ziemlich einfach.

um 11:20 von Rumpelstielz

"Man könnte immer wieder gern mal die Frage stellen, was haben Nato Soldaten in Afghanistan zu suchen, das man sie dort umbringen kann."
Ohne die NATO-Soldaten in Afghanistan wäre wahrscheinlich die Unsicherheit im Land und der Terror der Taliban noch viel größer. Oder wollen Sie, dass die Taliban dort ihr altes System wieder einführen, wo Frauen und Mädchen voll verschleiert sind und die Mädchen keine Schulbildung genießen können? Das müssten Sie eigentlich auch vollständig ablehnen.

Die Nato steht immer

noch im Krieg gegen die Taliban.
Entweder sie werden im Ursprungsland eingeengt oder sie werden ihr Angriffe auf Nato-Staaten erweitern.

Wer schreit dann?

Wer denkt schon daran, dass

Wer denkt schon daran, dass wir 17 Jahre in diesem Land Krieg machen und versuchen, die Bewohnern zu missionieren. Unsere Lebensart, unsere Denkweise und unser Wirtschaftssystem soll für sie geeignet sein.

Medial und politisch müssten den "Eliten" sich allmählich die Frage aufdrängen, dass u.U. unser "Wertesystem" nicht -mit Waffengewalt- anderen Völkern aufgedrängt werden darf.

Barthelmus

Besser war es jedenfalls nicht. Das Problem ist das viele Afghanen nicht bereit sind sich mit allen Konsequenzen gegen die Taliban aufzulehnen und die afghanische Armee gleicht mehr einer Gruppe Hobbykrieger, als einer Armee. Wäre eine breite Unterstützung gegen die Taliban vorhanden, wäre man deutlich weiter, denn auch die Taliban müssen ja irgendwo Nachschub bekommen. Nicht nur Waffen, sondern auch Nahrungsmittel und die werden sie wohl bei Einheimischen kaufen müssen. Zusätzlich wissen mit Sicherheit auch Leute aus den Gebieten der Taliban, wo deren Verstecke sind, wenn sie mit den Taliban handeln.

11:30 von Kowalski --- Mensch Kowalski

"Dieser feige Anschlag zeigt wieder einmal, wie wichtig die Soldaten unseres westlichen Verteidigungsbündnisses zur Terrorbekämpfung vor Ort in Afghanistan sind."

Wenn also Soldaten in einem fremden Land weit außerhalb ihrers Bündnisgebietes von dort heimischen Kräften angegriffen werden, zeigt das genau die Notwendigkeit dieser auswärtigen Militärmission? Welchen noch so illegalen und verachtenswerten Militäreinsatz könnte man mit dieser feinen Logik nicht begründen?

Dann bleiben wir doch lieber bei den Guten - das sind wir - und den Schlechten - das sind die anderen. Ist ganz einfach, kann sich jeder merken und man kommt man nicht ins Schleudern.

Zu bedauern....

sind immer die Opfer, egal ob Soldaten oder Zivilisten. Vielleicht sollte man auch endlich der Wahrheit ins Auge sehen und sich nicht rechthaberisch in "wharaboutismen" und Ideologien ergehen. Niemand kann genau sagen, wer die "Taliban" sind, aber fast alle Medien tun so, als wüßten sie es. Vermutlich ist es eine explosive Mischung aus IS-Angehörigen, Mitarbeitern des pakistanischen und iranischen Geheimdienstes und eine unbekannte Zahl von religiös leicht beeinflussbaren Personen. Man sollte auch nicht so tun, als ob die afghanische Bevölkerung gegen die Taliban stehen würde. Ich glaube, daß besonders der patriarchalische Teil der Bevölkerung mit manchen Taliban-Ideologien durchaus übereinstimmt und daher kein Interesse hat, daß sich die Verhältnisse ändern. Manche fühlen sich eben im Mittelalter wohl, oder?

@ wenigfahrer

Afghanistan ist nicht Mitglied der NATO ist jetzt eigentlich nicht so schwer zu verstehen aber gerne hier noch mal: 3 NATO Soldaten tot + genannte verletze Soldaten der USA und Afghanistans.

Zur Frage was die NATO in Afghanistan macht wurde schon zur Genüge beantwortet und möchte ich deshalb nicht noch mal drauf eingehen.

Äh, ja!
Ist aber schon eine Weile her,
da kann man so etwas schon mal vergessen.

Afghanistan

Hätte dieses Land keine Grenze zu Russland wäre die NATO schon lange raus!

um 11:58 von Ramuthra: " Das

um 11:58 von Ramuthra:
"
Das Problem ist das viele Afghanen nicht bereit sind sich mit allen Konsequenzen gegen die Taliban aufzulehnen und die afghanische Armee gleicht mehr einer Gruppe Hobbykrieger, als einer Armee. Wäre eine breite Unterstützung gegen die Taliban vorhanden, wäre man deutlich weiter, denn auch die Taliban müssen ja irgendwo Nachschub bekommen.
"

Bei den Taliban werden gerne Fakten ausgeblendet:

1.
es sind Einheimische - die wurden dort geboren & wohnen da, im Gegensatz zu NATO-Soldaten

2.
Taliban sind fest in der Gesellschaft in Afghanistan integriert.
Aus der gleichen Familie kann ein Sohn bei der Armee sein,eine Tochter in der Politik,ein Sohn bei den Taliban & ein weiterer in der Wirtschaft tätig sein.

->
Damit hat jeder die Erklärung wieso
a)
die noch immer da sind & auch in Zukunft da sein werden

b)
wieso die Armee nicht so rigoros gegen die vorgeht

c)
es Unterstützung aus der Bevölkerung gibt

p.s.:
Taliban haben die größte IS-Zelle dort besiegt.

Warum sterben da die Soldaten?

Jedes Mal, wenn ich in den letzten Wochen Berichte über Afghanistan höre, sehe, lese - frag ich mich: wozu sind da eigentlich die Soldaten und riskieren ihr Leben.

Was machen die eigentlich da unten? Militärische Kosmetik? Und damit meine ich sicher nicht die Frauen und Männer, die dort hin befohlen wurden und womöglich sogar immer noch glauben, sie würden durch ihren Einsatz etwas in diesem Land bewegen.

Was denkt sich die Nato bei diesem Einsatz?
Entweder man macht etwas richtig, oder man lässt es bleiben.

Aber das Stümpern in Afghanistan kostet immer weiter Leben - und es wird nicht besser.

Aus dem Ziel: Bildung für Mädchen wurden Geisterschulen, die nur auf dem Papier bestehen. Die wenigen die es gibt, werden geschlossen.

Der Drogenexport ist seit 2003 angestiegen.

Das Einflussgebiet der Taliban wächst.

Den IS hat es inzwischen auch dahin verschlagen.

Jeden Tag sterben Menschen bei Anschlägen.

Also: wofür riskieren die internationalen Soldaten ihren Hals?

um 11:58 von Ramuthra

Ihren Kommentar stimme ich zu. Auch ich glaube das Hauptproblem ist es das die Bevölkerung nicht geschlossen gegen die Taliban aufsteht, denn sonst könnten die garnicht schon so lange ihr Unwesen betreiben.

Wozu sind die dort ?

Frieden stiften ? Daran glaubt wohl niemand..als auslaendische Kaempfer sind Sie nun mal zwangslaeufig Kriegskombatanden... und wenn hier von feigem Angriff die Rede ist...ich vermag den Drohnenangriffen ebenfalls nichts heroisches abzugewinnen.

3 Tote für Nichts

Wir, der Westen, sollten alle Soldaten aus Afghanistan abziehen.

Ohne Strategie und ohne Ziel das man erreichen möchte ist jeder Einsatz sinnlos.

Die einzige Lösung traut sich niemand auszusprechen. Also bleibt nur der Abzug und das Einhegen solcher Länder.

um 12:06 von Mira

"War es schlechter, als noch keine westlichen Soldaten im Lande w"
Ich denke schon, denn die damalige SU ist schon gegen die Taliban in Afghanistan gescheitert, allerdings mit westlichen Waffen. Wenn Sie schon das entsprechende Alter haben, dann haben Sie das bestimmt nicht vergessen.

Am 05. August 2018 um 11:30 von KowaIski

Das sehe ich ganz anders:

Mir zeigt dieser Anschlag, wie erfolglos der bisherige Einsatz gegen den Terror war.

Dazu kommt, dass ich nicht einmal mehr milde lächeln kann, wenn irgendwelche Bundesminister und -Behörden Afghanistan zu einem sicheren Rückführungsland erklären.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig lernfähig Politiker als auch Militärführer sind. Vor der NATO haben sich schon die UDSSR-Truppen die Finger in Afghanistan verbrannt. Es wurde daher entsprechend vor diesem Einsatz gewarnt.

Hintergrund: Geopolitische entscheidende Lage

Afghanistan liegt nicht erst seit gestern in einer geopolitisch bedeutsamen Region für europäische bzw. westliche Großmächte und in jüngerer Zeit auch für die asiatischen newcomer Indien und China.
In der Kolonialzeit war es Konfliktzentrum zwischen dem expandierenden russischen Zarenreich und dem Weltumspannenden britischen Empire. Dann wurde es zum Schauplatz eines beispiellosen Stellvertreterkrieges zwischen der Sowjetunion bzw. dem Ostblock und den USA bzw. dem Westen, welcher im übrigen einen entscheidenden Beitrag zur ursprünglich friedlichen Auflösung der Sowjetunion beitrug. Die "Taliban" wie wir sie heute kennen, mit ihren "Gotteskriegern" sind, wie die meisten islamistischen Bewegungen, das Resultat westlicher Interventionspolitik zur Eindämmung des Sozialismus (oder was man dafür gehalten hat bzw. was sich dafür hielt).
Man stelle sich mal eine Welt vor, in der die Sowjets nicht geschlagen worden wären und eine laizistische Satelitendiktatur in Afghanistan etabliert hätte.

12.21 von schiebaer45

"Auch ich glaube das Hauptproblem ist es das die Bevölkerung nicht geschlossen gegen die Taliban aufsteht, denn sonst könnten die garnicht schon so lange ihr Unwesen betreiben."

Daß die Bevölkerung nicht geschlossen gegen die Taliban aufsteht, könnte vielleicht daran liegen, daß die nicht so geschlossen die gleichen Aversionen gegen die Taliban hegen, wie es sich die fremden "NATO-Befrieder" wünschen. Zudem könnte es natürlich auch sein, daß die NATO nicht nur dort ist, um den Frauen den Schulbesuch zu ermöglichen und dergleichen "edle Absichten" verfolgt. Da hätten die an vielen Enden der Welt immens zu tun.

Nur mal so als Gedankenanregung.

Es ist sehr traurig

dass NATO Soldaten im Kampf gegen den Terrorismus ihr Leben lassen mussten. Es sind 3 Helden.

Der NATO Einsatz geht auf 911 zurueck als Angriff auf ein Mitgliedsland in diesem Fall die USA. Das macht jede zweifelhafte Argumentation auch am Einsatz der BW ueberfluessig.

Das WAHRE Problem dabei ist, das..

das die afghanische Gesellschaft heutzutage der europäischen zwar durchaus ähnlich ist, und zwar der europäischen Kultur des 8 Jahrhunderts!

Ein vergleichbaren archaischen Stammes- und Kriegerkodex, mit einem Kriegsadel an der Führungsspitze der Gesellschaft, praktizierten wir Europäer früher selbst auch, aber das ist halt schon 1300 Jahre her!

Die Moderne trifft in Afghanistan also auf das frühe Mittelalter, und aus diesen immensen kulturellen Differenzen heraus, ergeben sich diese enormen Probleme in Afghanistan bei der Befriedung des Landes!

Was zu bedenken ist!

Sicheres Einsatzland

Vor zehn Jahren waren die Anschlagsserien mit tödlicher Folge noch deutlich höher. Also kein Grund zur Sorge.

Seit Kriegsbeginn, haben sich die Taliban, trotz vieler getöteter, verfielfacht. Und es gibt heute deutlich weniger Attentate, als früher.

Die Taliban erhalten mehr Sympathie aus der eigenen Bevölkerung als der Nato lieb ist. Nachvollziehbar, wie ich finde. Wer systematisch destabilisiert und besetzt, mit dem Ziel zu demokratisieren, hat es nicht anders verdient.

Es wird auch die nächsten Jahrzehnte Krieg dort geben. Warum? Nie war die Nato der russischen Grenze näher.

11:36 Barthelmus

Die Situation vor den westlichen Soldaten werden Sie nie mehr herstellen können.
Es ist wie bei Gaddafi, Saddam und auch Assad. Westliche Regierungen wussten, daß die Menschen in diesen Ländern von ihren Diktatoren/Taliban befreit werden wollen/müssen. Auch mit Gewalt. In allen diesen Ländern sind die Menschen mit Krieg und noch mehr Leid konfrontiert. Auch die Nachbarländer sind in Mitleidenschaft gezogen. Es hört sich schlimm an, aber vorher wussten die Menschen in diesen Ländern, woran sie sind und wie sie sich zu verhalten haben. Trotz allem gab das ein gewisses Gefühl von Sicherheit.

um 12:31 von DLGPDMKR

"Wir, der Westen, sollten alle Soldaten aus Afghanistan abziehen."
In Afghanistan sind hauptsächlich amerikanische Soldaten stationiert und keine deutschen Soldaten. Das sind aber Berufssoldaten, die ihren Einsatzort nicht selbst gewählt haben. Das muss man wissen, wenn man vom "Westen" spricht.

die Nato

sollte sich komplett zurückziehen, da sie die Moral und Strukturen der Taliban offenbar sowieso nicht brechen kann.
Damit wäre das Land den Taliban wieder komplett überlassen, womit zumindest wieder eine gewisse Ruhe einkehren könnte, auch wenn sich das mit demokratischen Grundgedanken nicht vereinbaren lässt. Vielleicht ist Afghanistan für Demokratie einfach (noch) nicht bereit.

@rainer schlauberger

Afghanistan hat eine Grenze zu Rußland ?!......

@ rainer4528

Afghanistan hat keine Grenze zu Russland.

12:35 von pkeszler

Jedenfalls war es besser als sich noch keine ausländischen Soldaten - weder die der SU noch westliche - im Lande rumgetrieben haben.

Im Übrigen haben die USA und Saudi - Arabien mit ihrer vielen Milliarden schweren Unterstützung der die SU-Besatzer bekämpfenden Mudschahedin erst die Basis für die Taliban geschaffen, deren Unwesen zu bekämpfen sie jetzt vorgeben. Einmal mehr ein selbstgeschaffener Konflikt.

11:52 pkeszler

Erzählen Sie doch nichts. In großen Teilen Afghanistans haben die Taliban ihr “altes System“ bereits wieder installiert. Früher gab es die Selbstmordanschläge nicht, oder eher in Ausnahmefällen. Und heute? Die Unsicherheit ist heute deutlich größer. Früher wussten sie, daß Musik verboten ist. Heute wissen sie nicht, können wir uns trauen oder nicht.
Ich habe viele Kontakte nach Pakistan und Afghanistan. Die Menschen sagen, daß die Talibanherrschaft grausam war, aber heute ist es viel schlimmer. Sie sitzen zwischen allen Stühlen.

Wieso wird denn immer

Wieso wird denn immer Kriegspsychologisch zwischen Taliban u d Afghanen unterschieden ?
Die Afghanen die sich als Taliban bezeichnen haben jedes Recht sich gegen die imperialistischen Nato Truppen zur Wehr zur setzten.
Die Nato wird sich eines Tages eh zurück ziehen und die Taliban oder zumindest andere Islamisten die Oberhand in Afghanistan zurück erlangen.
Ist schon beachtlich die Erfolge der Taliban ......
Bzw das Unvermögen des Westens Herr über die Taliban zu werden.

12:18 von derkleineBürger

So schaut es aus. Danke!

@ proehi

Dann bleiben wir doch lieber bei den Guten - das sind wir - und den Schlechten - das sind die anderen. Ist ganz einfach, kann sich jeder merken und man kommt man nicht ins Schleudern.

Ich bin kein Freund von Nestbeschmutzung, wenn Sie das meinen. Und ich finde, man sollte nicht vor feigen Terroristen kuscheln.

Ich stehe klar und eindeutig auf der Seite des Westens und der Demokratie. Und das sage ich auch unumwunden.

12:35 pkeszler

Die Taliban gab es zu Zeiten des Kriegs SU - Afghanistan noch garnicht. Also auf neudeutsch 'Fake News', die Sie verbreiten.
Es wurden die Mudschaheddin von den “Freunden des Freiheitskampfes“ im Westen unterstützt - finanziell, mit Waffen usw. Es ging ja gegen die SU (Einflusssphäre). Hören Sie dazu Frau Clinton. Da gibt's ein Video des Interviews.
Aus diesen “Freiheitskämpfern“ entwickelten sich dann die Taliban. Man hatte die nämlich - auch nicht das erste mal - nach getaner Arbeit sich selbst überlassen. Und Macht, einmal genossen, mag man nicht einfach mehr hergeben.

@ DKAQI

Unsere Lebensart, unsere Denkweise und unser Wirtschaftssystem soll für sie geeignet sein.

Wie können wir es wagen, ein fremdes Volk mit Schulen für Jungen und Mädchen zu missionieren?

Sorry für die Ironie, aber die vorschnelle Kapitulation vor stockreaktionären Islamisten und Terroristen macht mich dann doch irgendwo fassungslos.

12:21 von schiebaer45

Ich teile ihre Meinung und glaube, dass die Taliban im Land nicht isoliert agieren. Es muss eine Unterstützung durch die Bevölkerung bestehen. Ich glaube viele Afghanen sehen die fremden Truppen als Besatzer an. Die Russen sind damals gescheitert und die NATO Truppen wrrden es nicht besser machen. Das Land sollte jetzt in Ruhe gelassen werden und Unterstützung sollte nur gewährleistet werden, wenn es sich nicht mehr gegen den Westen wendet. Ich bin sicher, dass dieser Krieg ein Stellvertreterkrieg ist, wer die Taliban jetzt unterstützt ist nicht genau zu ermitteln Parkistan ist sicher einer der Unterstützer.

Am 05. August 2018 um 12:05 von Fregel

Danke, dann hab ich das verkehrt gelesen.
Sehe ich jetzt auch.
Was die NATO dort macht hat schon einer sehr gut beantwortet.

Notwendiger Einsatz

Eine gewisse Menge Schadenfreude über Fehler des gern kritisierten Westens in Ehren. Aber jeder halbwegs aufgeklärte und an Politik interessierte Mensch kann die Notwendigkeit dieses Auslandseinsatzes doch nachvollziehen.

Es ist Aufsehen erregend, das die Verhandlungen

der USA mit den Taliban in Doha im deutschen Blätterwald keine Erwähnung gefunden haben....

Dabei ist es ein Offenbarungseid. Seit 1^7 Jahren ist der Krieg der USA und ihrer NATO-Verbündeten in Afghanistan im Gang und erreicht wurde nichts. Nun fanden erste Sondierungen der USA statt und das bedeutet im Klartext, da die Taliban immer darauf bestanden haben, das die USA sich aus Afghanistan zurückziehen, ist die USA wohl eingeknickt und bereit genau auf diesen Punkt einzugehen. Sonst hätten diese Gespräche nämlich nicht stattgefunden.

WARUM schweigt die deutsche Presse und die ARD? Eventuell weil man dann keine Erklärung mehr für die Phrase "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt" hat?

@rainer4528

"Hätte dieses Land keine Grenze zu Russland wäre die NATO schon lange raus!"

Afganistan und Russland haben keine gemeinsame Grenze.

Am 05. August 2018 um 11:30 von KowaIski

Es ist schlecht, über die jüngsten Entwicklungen nicht informiert zu sein. Die USA und die Taliban haben in Doha gerade erst miteinander verhandelt. Es ist klar, das darüber nur ein Statement der Taliban zu bekommen war, das ich hier aber nicht zitieren möchte.

Aber, und das sollten Sie mal reflektieren, es ist eine zentrale Forderung der Taliban für dieses Gespräch gewesen, das die USA sich zum Rückzug aus Afghanistan bekennen. Ich vermute, dieser Punkt hat dazu geführt, das die deutschen Medien "sich kollektiv entschieden haben" nicht über dieses Treffen zu berichten...

Wie immer

Immer wenn die USA einen Krieg angefangen haben ,hinterlassen Sie nur verbrannte Erde .
Schade um jeden getöteten Soldaten und Zivilisten.

Am 05. August 2018 um 11:14 von Barbarossa 2

Lächerlich.
Afghanistan habe ich nur 2 Mal aus der Luft gesehen und keine Illusionen darüber, das es vollkommen unmöglich ist dort einen Krieg "zu gewinnen."
Bei der Tagesschau oder in den üblichen deutschen Medien war nicht eine Zeile darüber zu finden, das es jüngst Verhandlungen zwischen den Taliban und den USA in Doha gegeben hat...

Ein Verteidigungsbündnis

Was würden wir ohne die Nato machen? Dieses Verteidigungsbündnis verteidigt uns nicht nur seit über einem Jahrzehnt in Afghanistan, sondern hatte uns auch 2011 gegen Libyen verteidigt. Es verteidigt, wo es nur geht.

@der kleine Bürger

"Bei den Taliban werden gerne Fakten ausgeblendet:

1.
es sind Einheimische - die wurden dort geboren & wohnen da, im Gegensatz zu NATO-Soldaten

2.
Taliban sind fest in der Gesellschaft in Afghanistan integriert.
Aus der gleichen Familie kann ein Sohn bei der Armee sein,eine Tochter in der Politik,ein Sohn bei den Taliban & ein weiterer in der Wirtschaft tätig sein.

->
Damit hat jeder die Erklärung wieso
a)
die noch immer da sind & auch in Zukunft da sein werden

b)
wieso die Armee nicht so rigoros gegen die vorgeht

c)
es Unterstützung aus der Bevölkerung gibt"

Korrekt. Es gibt aber auch im Talibangebiet viele Dörfer die eigene kleine Wehrtruppen haben, um sich zu schützen. Will man aber eine Terrorgruppe zerschlagen, dann muss das schon so ziemlich jeder im Land wollen. Selbst 90%reichen da eben nicht, das müssen dann schon 99% sein. Deshalb würde ich nicht generell Talibansympathisanz unterstellen. Wenn 10% des Volkes nicht dagegen ist macht das die Bemühungen von 90% zunichte.

Selbstbestimmungsrecht

Wollen die Afghanen die westliche Demokratie? Wenn ja, sollen sie selbst etwas dafür tun. Warum will der Westen seine Werte exportieren? Das Sterben muss aufhören. Ich fordere das Selbstbestimmungsrecht der Afghanen zu beachten.

Kriege haben vor 70 Jahren aufgehört

Warum müssen unschuldige Soldaten sterben. Morgen hoffe nicht werden unsere Soldaten Opfer des Terrors. Nur weil einer von drüben seine Machtspiele und Politische Spielereien nicht aufgeben will.
Es sollte einer mal aufstehen und den 5 Großmächten mal sagen, dass Menschenleben ein Wert hat. Keiner hat in der Geschichte die Welt erobert. Jeder Aufstieg hat auch ein Abstieg.

Afghanistan ist in vielen

Afghanistan ist in vielen Teilen sicher. Es handelt sich hier um Einzelfälle.

Am 05. August 2018 um 13:12 von KowaIski

"Ich stehe klar und eindeutig auf der Seite des Westens und der Demokratie. Und das sage ich auch unumwunden."

Und dafür zwingen wir der anderen Seite unsere Demokratie auf und wundern uns über Terroranschläge?

Der Fehler liegt im System.

Die Bevölkerung in Afghanistan muss mehrheitlich eine Veränderung wollen, alles andere wird nur als vom "Westen" aufoktroyiert empfunden . Unser Verständnis von Demokratie und Gleichberechtigung scheint in Afghanistan nicht gewünscht zu sein und das sollte man akzeptieren. Wie weit die Wertvorstellungen auseinander liegen, zeigt sich an Problemen, die mit afghanischen Flüchtlingen in Deutschland bestehen.
Wenn es so weitergeht, wird auch in hundert Jahren keine nennenswerte Verbesserung eintreten. Die Erfolge die man bisher erzielt hat sind doch sehr überschaubar.
Man muss hier ganz klar neue Ansätze wählen, die sich am Willen der afghanischen Bevölkerung orientieren.

Man wollte die Taliban ...

... man bekam die Taliban. Wie immer bei der US Politik: die Geister die ich rief, werd ich nicht mehr los! Und wir sollen den Dreck wegräumen - ohne mich!

Die Lehre die man daraus zog: keine!
Die Folgen von US-Einmischung: al-Qaida, 9/11, IS, der halbe Nahe-Osten im Krieg, Flüchtlingswellen uvm. Es wird Zeit, das wir Politiker bekommen, die den USA sagen, dass sie sich raus halten sollen und wir aufhören, den Hausputz für die Amerikaner zu machen!

um 12:59 von Margareta K.

"Ich habe viele Kontakte nach Pakistan und Afghanistan. Die Menschen sagen, daß die Talibanherrschaft grausam war, aber heute ist es viel schlimmer. Sie sitzen zwischen allen Stühlen."
Wenn Sie besser informiert als ich sind, dann können Sie froh darüber sein. Dann schreiben Sie das auch mal der ARD oder einem anderen öffentlichen Sender. Ich bin nämlich nur auf deren Informationen angewiesen.

@ dirkcoe Am 05. August 2018

@ dirkcoe

Am 05. August 2018 um 11:16 von dirkcoe
Ist Afghanistan

nicht eben das Land, das unser Innenminister bedenkenlos für sicher erklärt hat - in das er glaubt Flüchtlinge abschieben zu können?

Das muss man dann doch etwas Gesamtheitlicher sehen, denn wenn der ein oder andere Anschlag dazu geeignet ist, grundsätzlich als unsicheres Land zu gelten, dann sind Deutschland, Frankreich, England, etc auch komplett unsichere Länder. Damit möchte ich nicht sagen, dass Afghanistan ansatzweise sicher ist, aber ihre Sichtweise ist dann doch auch ein bißchen zu kurz. Dieser Anschlag kann auch nur ein Puzzelteil sein, um zu einer Gesamtheitlichen Einschätzung der Sicherheitslage zu kommen.

12:47 klausdxb

Wieviele der Attentäter kamen aus Afghanistan?
Wäre es tatsächlich um 9/11 gegangen, dann wäre Saudi-Arabien als Ziel angezeigt gewesen.
Insofern ist der Bundeswehreinsatz mehr als zweifelhaft.
Genau wie ich, wissen auch Sie, worum es eigentlich ging. Herr Köhler wusste das auch. Er hätte es nur nicht laut sagen dürfen.
Deshalb durfte der Krieg in dem unsere Bundeswehr jahrelang dirt schon war, auch nicht Krieg genannt werden. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Herumgeeiere unserer Politiker.

@ 12:59 von Margareta K.

"Ich habe viele Kontakte nach Pakistan und Afghanistan. Die Menschen sagen, daß die Talibanherrschaft grausam war, aber heute ist es viel schlimmer."
.
Jaja, die gute alte Zeit.......
Hände abhacken, Steinigung, Schulverbot für Mädchen......
.
Dan geben wir den Menschen doch, wa sie wollen!
Dan wird Afghanistan wieder ein sicheres Herkunftsland!

Die NATO Strategie in

Die NATO Strategie in Afghanistan ist gescheitert. Sie wird aber nicht geändert. Nicht bekämpfter Drogenexport bringt Milliarden Einnahmen. Als Konsequenz bleibt daher nur der Rückzug. Im übrigen, statt nach Deutschland zu fliehen sollten Afghanen lieber ihr eigenes Land aufbauen.

Anschlag in Afghanistan: Drei

Anschlag in Afghanistan: Drei NATO-Soldaten getötet

Karl May hat schon darüber Bücher geschrieben....

@ rainer4528 - Geographie?

Afghanistan. Hätte dieses Land keine Grenze zu Russland wäre die NATO schon lange raus!

Hat es denn eine Grenze zu Russland? Wissen Sie mehr als wir?

13:12 Kowalski

Warum bleiben Sie dann nicht in Ihrer westlichen Demokratie? Es gibt Länder, die sind (noch) nicht bereit - nur weil wir uns das einbilden und auch noch mit Waffen - UNSER Demokratiemodell zu übernehmen. Es zeugt von unserer Arroganz und Selbstherrlichkeit, dass wir das nicht akzeptieren können oder wollen.
Außerdem kann ich mich nicht erinnern, daß Terroristen aus Afghanistan unser Deutschland ins Visier genommen hatten. Noch nicht einmal bei 9/11 waren welche dabei. Das wissen Sie sicher auch. Woher die kamen? Raten Sie.
Und ich denke weiter zurück, nicht nur zwei Jahre. Unsere Bundeswehr ist dort, seit wann?
Übrigens, Herr Köhler hat gesagt, warum wir dort wirklich sind.
Und ich denke, ginge es nur um die Taliban, um Schulen und Brunnen, dann wären die Soldaten schon lange zu Hause.

Was hier so an Argumenten kommt

Der Anschlag in New York wurde in Deutschland ausgedacht. Da hätten die Amis dann eigentlich uns den Krieg erklären müssen/können.

Dort hinten hat kein Soldat außer den Einheimischen etwas verloren. Irgendwann nach vielen Milliarden wird es auch dem letzten dämmern.

um 13:02 von zomil: " Wieso

um 13:02 von zomil:
"
Wieso wird denn immer
Wieso wird denn immer Kriegspsychologisch zwischen Taliban u d Afghanen unterschieden ?
"

->
nicht kriegspsychologisch sondern kriegsprogagandistisch.

Was glauben Sie wie stark wohl der Widerstand in der eigenen Bevölkerung der NATO-Staaten wäre,wenn es ganz offiziell heißt:

Wir wissen: Afghanistan ein Vielvölkerstaat.
Um da selbst Macht auszuüben haben wir früher die einen Afghanen unterstützt,damit die andere Afghanen abmurksen & damit die so unserer Schuld stehen - & damit unter unserem Einfluss & heute murksen wir selbst Afghanen ab & fordern von der anderen Gruppe dabei Unterstützung - dafür lassen wir diese da nach unseren Bedingungen dort regieren & sie stehen deswegen in unserer Schuld & damit unter unserer Kontrolle - eben weil wir dort halt Macht ausüben wollen,weil Afghanistan geostrategisch so extrem günstig liegt.

Klingt schon anders,als
"wir sind da um der afghanischen Bevölkerung im Kampf gegen die Taliban zu helfen"

Kowalski um 13:12 Demokratie

Wenn unsere westlichen Politiker das Wort "Demokratie" in den Mund nehmen, dann ist es fast immer in der Situation, in der man sich für sie schämen könnte. Militärische Kriege, Wirtschaftskriege, undemokratisch iniziierte Umsturze. Alles unrechtmässige Handlungen aus geopolitischen Interessen. Demokratie im Inland wird zum grossen Teil gelebt. Im Ausland - Heuchelei.
Die gefallenen Soldaten tun mir sehr leid. Wenn es dabei um Ihre Angehörigen ginge? Wofür sind sie gestorben? Für Demokratie im Afghanistan?

@ dirkcoe

"Ist Afghanistan nicht eben das Land, das unser Innenminister bedenkenlos für sicher erklärt hat - in das er glaubt Flüchtlinge abschieben zu können?" Am 05. August 2018 um 11:16 von dirkcoe

Butte bei Tatsachen bleiben:
Gefährdet und Kriminelle werden derzeit abgeschoben, ALLE anderen Afghanen bleiben.

Ich denke nicht, dass es der richtige Weg wäre unsere Soldaten dort zu entlasten, indem wir ihnen die Selbstmordattentäter abnehmen und zu uns nach Hause holen.

Anschlag in Afghanistan

Es wird Zeit das sich der Westen aus diesen Land zurückzieht. In Afghanistan gab es schon immer Krieg und Stammeskriege. Dieses Volk unsere Wertevorstellungen aufzudrängen oder zu befrieden ist unmöglich. Das mußten schon die Briten, die Russen selbst die Amerikaner und nun die Nato feststellen. Militärisch und Wirtschaftlich ist dieses Land nun mal nicht zu befrieden ! Auf ewig dort präsent zu sein ist auch keine Lösung denn für die Taliban und ihre Sympatisanten spricht der Faktor Zeit ! Dieses Volk hat seine eigenen Vorstellung von einen Afghanistan. Da ist unsere Wertevorstellung völlig fehl an Platz. Darum alle Nato Soldaten raus aus den Land und Afghanistan den Afghanen.Nur so könnte es dort ein bisschen Frieden geben!

Anschlag in Afghanistan:Drei NATO-Soldaten getötet....

Wie lange befindet sich die NATO schon dort ?
Siebzehn Jahre.Was ist dort erreicht worden ? Offenbar hat die Regierung nur in Kabul die Macht.In der Fläche offenbar nicht.Was ist der Grund dafür ? Gehen Hilfsgelder nur in bestimmte Taschen ?

@tisiphone

"frag ich mich: wozu sind da eigentlich die Soldaten und riskieren ihr Leben." Am 05. August 2018 um 12:19 von tisiphone

Wenn ich mir das Ergebnis so ansehe, dann komme ich zu der Antwort auf Ihre Frage:
Seltene Erden, Lithium, Gold, Niob, Kobalt, Molybdän, Eisenerzer, Kupfer, Erdöl, Kohle und Lapislazuli.
Das eine vielleicht mehr, das andere vielleicht weniger, aber zusammen passt's schon.

unmöglich ist dort einen Krieg "zu gewinnen."

Absolut richtig. Also Rückzug. Wollte nur die Alternativen vergleichen.

Afghanistanthreads

In den Threads zu Afghanistan steht immer das gleiche. Es ist nicht unbedingt alles falsch, aber vieles fehlt.

Es wird hier oft behauptet, der Einsatz dort und anderswo würde damit begründet, daß "wir" den Menschen "unsere Demokratie" bringen wollten.

Dazu ist zu sagen, daß lediglich die Bushadministration unter dem Einfluss der Neokonsevativen so etwas behauptete. Man kann Kissinger und Co. einiges nachsagen, solcherart Lügen aber nicht. Und auch Obama hat so etwas nie behauptet.

Die Taliban, die haben "wir" Afghanistan allerdings gebracht. Bitte mal "Operation Cyclone" nachschlagen. Der Afghanistankrieg war der zum Scheitern verurteilte Versuch, die Geister, die man dort gerufen hatte, wieder loszuwerden.

Afghanistan war in den 60ern als weltoffenes, gastfreundliches Land bekannt. Ich kenne einige, die es damals gern bereist haben.

Von diesem Land ist offensichtlich nichts mehr übrig.

Eine ungeheure Tragödie, und Talibannostalgie hilft gewiss nicht weiter.

Nato/USA

es mag sein, das die USA teilweise eigene Interessen verfolgt.
Unbestritten ist, das US-Soldaten/innen in grosser Zahl verwundet und getötet werden um die Zivilisten der NATO-Staaten zu schützen.
Dies sind Söhne und Töchter von US- Bürgern/innen, dies sind Männer und Frauen, die Eltern und Kinder haben.
Wo bleibt der Respekt?

Dass überhaupt noch über den

Dass überhaupt noch über den Sinn dieser Militäraktion ernsthaft diskutiert wird, zeigt meines Erachtens doch, wie weit wir uns in unserer Demokratie von der Demokratie, die wir in Afghanistan etablieren möchten, entfernt haben.
Ich gehe eine Wette 1:100 ein, dass bei einer Volksbefragung hierzulande die Mehrheit für den schnellstmöglichen Abzug der Nato-Truppen aus diesem Land ist.

14:50 von Tada

«… wozu sind da eigentlich die Soldaten und riskieren ihr Leben.»

«Wenn ich mir das Ergebnis so ansehe,
dann komme ich zu der Antwort auf Ihre Frage:
Seltene Erden, Lithium, Gold, Niob, Kobalt, Molybdän, Eisenerzer, Kupfer, Erdöl, Kohle und Lapislazuli.
Das eine vielleicht mehr, das andere vielleicht weniger, aber zusammen passt's schon.»

2010 vermeldete der damalige US-Kommandeur (General David Petraeus), "Afghanistan besitze Bodenschätze im Wert von ca. 1 Billion US-$".

Was er nicht sagte, war (und ist) die Tatsache, dass Afghanistan:

1. über keine nennenswerte Bergbauindustrie verfügt, es

2. Jahrzehnte dauern würde, eine solche aufzubauen, sie

3. über das ganze Land verteilt in unzugänglichen Bergregionen lagern, und

4. China sich bereits weitreichende Abbaurechte vertraglich gesichert hat.

Ist halt oft vieles nicht ganz so einfach wie man es selbst gerne hätte …

14:46 Bernd Kevesligeti

Die Regierung ist korrupt. Ashraf Ghani ist ein Regent von westlichen Gnaden, der Wunschregent der USA. Ghani kam nur durch massive Wahlfälschung an die Macht. Dazu gibt es Berichte. Auf welchen Respekt, welche Unterstützung kann sich eine Regierung verlassen, wenn sie beim Volk mehrheitlich nicht gewollt war? Die meisten Afghanen wollte damals Herrn Abdullah Abdullah.

14:41 Der freundliche ...

Es gab nicht immer Krieg in Afghanistan. Wie weiter oben bereits ein User schrieb, gab es Zeiten, als man dieses kulturell schöne Land mit den gastfreundlichen Menschen wunderbar mit dem Auto bereisen konnte. Afghanistan war auch ein offenes und tolerantes Land - bevor es die Nachfolger der Mudschaheddin in die Finger bekamen.

@ Knjas Potemkin

Aber, und das sollten Sie mal reflektieren, es ist eine zentrale Forderung der Taliban für dieses Gespräch gewesen, das die USA sich zum Rückzug aus Afghanistan bekennen. Ich vermute, dieser Punkt hat dazu geführt, das die deutschen Medien "sich kollektiv entschieden haben" nicht über dieses Treffen zu berichten...

Und wo haben Sie sich dann informiert? Aber noch mehr würde mich interessieren, warum Sie hier die Interessen der Taliban heraustellen.

@ Erfahrungsträger

Karl May hat schon darüber Bücher geschrieben....

Wer ihn gelesen hat, weiß, dass das Kurdistan war.

@ Margareta K.

Afghanistan war auch ein offenes und tolerantes Land - bevor es die Nachfolger der Mudschaheddin in die Finger bekamen.

Richtig wäre:
... bevor die Sowjet-Armee einmarschiert ist.

Am 05. August 2018 um 17:30 von iog

"Unbestritten ist, das US-Soldaten/innen in grosser Zahl verwundet und getötet werden um die Zivilisten der NATO-Staaten zu schützen.
Dies sind Söhne und Töchter von US- Bürgern/innen, dies sind Männer und Frauen, die Eltern und Kinder haben.
Wo bleibt der Respekt?"

Wo bleibt der Respekt für die Interessen des afghanischen Volkes?

17:30 iog

Unbestritten ist dass US Soldaten/innen in großer Zahl verwundet und getötet werden um Zivilsten der Nato-Staaten zu schützen......

nun über den Schutz kann man streiten was aber unbestritten ist, dass viele Zivilisten weltweit und zwar ungleich mehr als US Soldaten/innen eben von US Soldaten/innen getötet wurden und werden und das obwohl keiner dieser Menschen für die USA oder ein anderes Nato-Land hätte je gefährlich werden können oder gefährlich waren.

Mudschaheddin bewaffnet von den USA

NATO ist im deutschen Sprachgebrauch , der Nordatlantikpakt . Mal im Ernst , wo grenzt Afghanistan an den Nordatlantik ( einige andere Staaten auch nicht ) ?
Raus aus Afghanistan , unsere Freiheit wird und wurde nie am Hindukusch verteidigt . Soll die USA , die einst die Mudschaheddin mit sehr viel Geld modern bewaffnete , ihren Krieg , allein führen oder auch nach Haus gehen .

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