Ihre Meinung zu: Nowitschok in Salisbury: Alle zehn Meter steht ein Polizist

4. August 2018 - 16:12 Uhr

Noch immer sind in Salisbury Sicherheitskräfte mit Spezialausrüstung unterwegs, die nach Behältnissen mit Nowitschok suchen. Es herrscht Ausnahmezustand in der südenglischen Stadt. Anne Demmer hat sich umgeschaut.

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Kommentare

brit.Nachrichten-Agentur PA

Die PA-Meldung wurde doch bereits
durch den britischen Sicherheit-Minister
Ben Wallace dementiert:
"I Think this story belongs in the Ill informed
folder and wild speculation"
Nowitschok ist inzwischen mehreren
Staaten zugänglich.
Die Nähe zu Porton Down ist doch viel
interessanter....

Wie lange dauert so ein Abgleich?

"Experten untersuchen derzeit, ob das Nervengift, mit dem das Paar in Berührung gekommen war, aus derselben Charge stammt wie das, mit dem die Skripals vergiftet wurden."

Die Briten wollen zwei Mal innerhalb von 48 Stunden Nowitschok nachgewiesen haben, schaffen es aber innerhalb eines Monats nicht, zwei vorliegende Proben miteinander abzugleichen?

Sind die genutzten Analyseverfahren derart unterschiedlich oder war man mit den ersten Ergebnissen wieder etwas vorschnell?

Angriff auf Skripal und dann Fläschchen weggeworfen

Oder die haben das Fläschchen verloren.

Wahrscheinlich hielten sich die Täter in der Nähe der Opfer auf, und sprühten dann bei einer günstigen Gelegenheit die Substanz auf.

Davor der Anschlag wurde wohl mit selber Methode ausgeführt. Vielleicht war das ein russischer Testlauf, um zu sehen was dann passiert. So meine Theorie, und dann sind die Russen wieder ausgereist.

Russland kann sich auf jeden Fall zurücklehnen, und weiter ihre Cyper- und Gift-Angriffe ausführen. Denn Konsequenzen hat das ja offensichtlich nicht. Chapeau!

Warum?

" des russischen Ex-Agenten Sergej Skripal "

Warum wird immer der vorletzte Job des Mannes genannt? Zuletzt war er doch Ex-Agent des Britischen Geheimdienstes.

Und auf den Foto die suchenden Polizisten ohne Schutzausrüstung mutet auch merkwürdig an.

Wie viele Giftflaschen sind für einen Anschlag nötig?

"Doch die Menschen sollten eines berücksichtigen: 'Wenn Du es nicht selbst fallengelassen hast, dann heb es nicht auf.'"

Dieser Rat ist allgemeingültig und daher im vorliegenden Fall überflüssig. Oder glaubt man, dass der oder die Attentäter mehr als eine Giftflasche nutzten?

Nicht zuletzt frage ich mich noch immer, ob es in Geheimdienstkreisen üblich ist, Mordanschläge derart stümperhaft durchzuführen, dass die Zielperson(en) überleben und die Tatwaffe als offensichtliche Spur zurückgelassen wird.

Übersetzung

"'I survived the Russian Nerve Agent Attack. Salisbury 2018.' Übersetzt bedeutet dies: 'Ich habe die russische Nervengift-Attacke überlebt.'"

Ich hätte es mit "Ich habe die Attacke mit dem russischen Nervengift überlebt." übersetzt, da "Russian Nerve Agent" ein Synonym für Nowitschok ist.

Meiner Meinung nach...

Kann es keine neuen Erkenntnisse geben, die Briten haben sich mit Ihren vorpreschen doch selbst in die Bredouille gebracht, mit freundlicher Unterstützung der Medien und mit Folgen die unabsehbar sind!
Ich denke dad es nie eine Aufklärung gibt weil das nicht sein darf!
Und eigentlich müssten bei der Wirkungsweise von Nowitschok alle Beteiligten bereits tot sein!
Danke TS für die gute Berichterstattung und die Reisewarnung!
Oder wie sollen wir Ihren Bericht werten?

...das ein paar

...das ein paar Drogenabhāngige beim Müll durchsuchen den NS- Behälter "finden", war eigentlich die Nadel im Heuhaufen...
Schade, ich dachte durch den Fund kommt ein wenig Licht in die dunkele Angelegenheit...schade das der Zeuge sich nicht den genauen Fundort erinnert....- die ganze Angelegenheit ist mittlerer Weile wie ein schlecht konstruierter Krimi, nur das hier leider Menschen bei umgekommen sind...

Wir haben keine Angst

Wir haben keine Angst vor Terrorismus.
Aber wir stellen alle 10 Meter einen Polizisten auf, schützen unsere Weihnachtsmärkte mit Betonpollern, usw.
Also ist doch nicht alles so einfach wie man uns erklärt.

Na ja

die Briten haben sich wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, und fummeln sie etwas herum damit es bedrohlich wirkt.
Das geht schon so viel Monate, so lange keine konkreten Beweise vorliegen sollte man vorsichtig mit der Berichterstattung sein.

@ Nachfragerin um 16:52

Zitat aus Ihrem Kommentar: "Sind die genutzten Analyseverfahren derart unterschiedlich oder war man mit den ersten Ergebnissen wieder etwas vorschnell?"

Sind Sie Chemikerin und spezialisiert auf die Analyse von Nervengiften/Chemiewaffen?

@LucyL2 - Testlauf an einem Ex-Doppelagenten?!

16:58 von LucyL2:
"Davor der Anschlag wurde wohl mit selber Methode ausgeführt. Vielleicht war das ein russischer Testlauf, um zu sehen was dann passiert. So meine Theorie [...]"
> Der Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten und dessen Tochter fand vor dem Vergiftungsfall von Amesbury statt. Ihrer Theorie zufolge wären die Skripals der "Testlauf" gewesen und das eigentliche Ziel irgendwelche drogenabhängigen Briten.

"Russland kann sich auf jeden Fall zurücklehnen, und weiter ihre Cyper- und Gift-Angriffe ausführen. Denn Konsequenzen hat das ja offensichtlich nicht."
> Die chronische Sanktionitis und die Ausweisung von Diplomaten scheint Ihnen in den letzten Jahren entgangen zu sein.

Nato

Das Gift war kein russisches, sondern, - wenn überhaupt - ein sowjetisches.

Drei ehemalige Sowjetstaaten sind Mitglieder der Nato: Estland, Litauen und Lettland.

Die Ukraine hat „gute“ Kontakte zur Nato, dito Georgien.

Wieso wird dann Russland verdächtigt und nicht die baltischen Staaten?

Ich bin kein Freund von Putin

Ich bin kein Freund von Putin und erst recht kein Freund derjenigen, die ihn und seine Geheimdienste unentwegt verteidigen.
Dennoch frage ich mich auch, ob ein vom russischen Geheimdienst beauftragter Killer so dilettantisch vorgehen würde und den Rest des Giftes einfach in einen öffentlichen Abfalleimer werfen würde.
Dass eine Strategie dahintersteckt, kann ich mir auch nicht vorstellen.

Am 04. August 2018 um 18:36 von die_reine_Wahrheit

" Angesichts der weltpolitischen Brisanz, wird man sicherlich keine vorschnellen Ergebnisse präsentieren. "
Nun beim ersten Fall hatten die meisten Menschen nicht den Eindruck das es lange gedauert hat den Schuldigen zu finden.
Auch Reaktionen gingen sehr schnell wie jeder weis.
Die Frage Brasilien oder Ural stellt sich wohl eher nicht, um das mit Ihren Worten auszudrücken.
Zwischen den beiden Orten liegen noch ein paar andere, ich stelle mir immer zuerst die Frage bei allen Dingen.
Wem nützt das und warum.

@Der Couch Kritiker - Es gab nur ein Todesopfer.

17:34 von Der Couch Kritiker:
"[...] die ganze Angelegenheit ist mittlerer Weile wie ein schlecht konstruierter Krimi, nur das hier leider Menschen bei umgekommen sind..."

Das gehört auch bei einem schlechten Krimi dazu. Zum Glück gab es aber nur ein Todesopfer, wenn man von den zwei Meerschweinchen und der euthanasierten Katze absieht.

Eine Aufklärung des Falls wird es wohl erst geben, wenn die Archieve der Geheimdienste geöffnet werden. Also in 50 Jahren.

@un instante

"Die Nähe zu Porton Down ist doch viel
interessanter...."

Blödsinn, das ist genauso (ir)relevant wie die Entfernung nach Moskau. Diese Minimengen sind so einfach zu transportieren dass keine Entfernung zu irgendwas auch nur etwas aussagt.

@Nachfragerin

"Die Briten wollen zwei Mal innerhalb von 48 Stunden Nowitschok nachgewiesen haben, schaffen es aber innerhalb eines Monats nicht, zwei vorliegende Proben miteinander abzugleichen?"

Und warum soll das seltsam sein? Ich fände es normal wenn man das NIE herausfinden kann.

Etwas zu identifizieren ist was ganz anderes als eine Chargenzuordnung ...

@die_reine_Wahrheit

18:36 von die_reine_Wahrheit:
"Ich finde es etwas pietätlos, unterschwellig an der Kompetenz der englischen Behörden zu zweifeln."
> Ich zweifel nicht an den Kompetenzen der Ermittler, sondern an deren Ermittlungsfreiheit. Die britische Regierung hat sich einfach zu schnell festgelegt.

"Angesichts der weltpolitischen Brisanz, wird man sicherlich keine vorschnellen Ergebnisse präsentieren."
> Erzählen Sie das mal der Politik und den Medien!

"... hier sucht man eher danach, ob das Erz von dem Magnesium aus dem Ural oder Brasilien stammt ..."
> Eben nicht! Man untersucht, ob die zwei vorliegenden Stoffe aus derselben Charge stammen, also identisch sind. Wo sie herkommen "wussten" Johnson & interessierte Geheimdienstler schließlich sofort.

ich würde allen Medien empfehlen, erst wieder

zum Thema zu berichten, wenn belastbare Beweise vorliegen..egal ob in die eine oder die (erwünschte) andere Richtung weisend....
was soll die Meinungsmache a la "es könnte sein, aber vlt doch nicht wirklich, aber an für sich nämlich, oder doch vlt andersrum"...
mein Info-Bedürfnis befriedigt mit solchen Beiträgen keine Anstalt (weder öff-rechtlich noch privat).....

@Knorlo 17.37

Ähm... wer hat denn gesagt, "wir" hätten "keine Angst vor Terrorismus"? Im Artikel steht nichts. Und was haben Poller an Weihnachtsmärkten mit dem Nowitschok-Fall zu tun? Und überhaupt die Verbindung zum Terrorismus? Vielleicht wurde "uns" ja auch eher zu wenig erklärt...

19:07 von meta1960

Dass in Russland mittlerweile die Rücksichtslosigkeit regiert, das konnte man schon bei MH17 feststellen. Das spricht Bände darüber, wie es dem Land wirklich geht.

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Die Moderation

Schon im Fall Skripal - kein Novitschok.

Der erste Eindruck, wie er auch von örtlichen britischen Zeitungen und der Polizei berichtet wurde, war der von einem Mittel wie Fentanyl.

Auffällig war doch, dass die OPCW zunächst keine Proben bekam.

Und auch beim neueren Fall kann ich die Ungereimtheiten nicht übersehen.

Der Queen Elizabeth Garden, in beiden Fällen der entscheidende Ort, wurde offensichtlich weder durchsucht, noch abgesperrt, noch gesäubert.

Und: GB hat das dichteste Überwachungssystem der Welt und kann trotzdem nur die unterschiedlichsten Versionen eines Tathergangs bringen.

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