Ihre Meinung zu: Tempolimit in Österreich: Mit 140 auf der Autobahn

1. August 2018 - 11:23 Uhr

Seit heute gilt auf zwei Autobahnabschnitten in Österreich ein neues Tempolimit: 140 km/h statt 130 km/h sind erlaubt. Allerdings erstmal nur für ein Jahr: zu Testzwecken, heißt es. Von Srdjan Govedarica.

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Kommentare

Was für ein bürokratischer Unsinn!

Die Schilder dafür sollte der Verkehrsminister aus eigener Tasche bezahlen.

nackter Finger

Da zeigt mal wieder einer mit nacktem Finger auf angezogene Menschen:
Im Beitrag wird die Maßnahme unterschwellig kritisiert ("zu Testzwecken, heißt es"). Die Hetze der Tagesschau gegen den südlichen Nachbarn hört wahrscheinlich erst auf, wenn die FPÖ nicht mehr mitregiert.
Dabei sollte man sich erstmal die rücksichtslose Raserei in Deutschland zum Thema machen.

Tempolimit führt nur zu dickeren Autos und mehr Spritverbrauch

Wenn es kein Tempolimit gibt, dann kann man auf ein windschnittiges schnelles leichtes Auto beim Kauf wert legen. Denn diese Dinge sind für eine gute Beschleunigung und Sparsamkeit bei hohen Geschwindigkeiten wichtig.

Wenn dieses Kriterium aber wegfällt, die Reise also länger dauert, dann benötigt man ein möglichst bequemes großräumiges Auto.
Also einen Straßenpanzer, kurz auch SUV genannt.

Aus dem Grund führt ein Tempolimit zu einem steigenden CO2 Verbrauch und nicht zum gewünschten Gegenteil.

@11:41 von Wasserkocher

Von allen Argumenten, die ich bisher für oder gegen Tempolimits gehört habe, ist das bei weitem das albernste.

Ich nehme aber an, dass das nur ein Spaßbeitrag war.

Antwort an Wasserkocher

Ja das kann man ganz deutlich an deutschen Autobahnen sehen.Es sind dort überhaupt keine SUVs unterwegs. Ionie aus.

11:40 von Seacow

Warum Hetze ?

Es werden doch Pro und Kontra genau beschrieben, und nur Fakten genannt.

Es geht es Ihnen vielleicht nur um Tagesschau-Bashing?

Keine Grüne Partei mehr im

Keine Grüne Partei mehr im Parlament und schon gibt es keinen Krieg mehr gegen autofahrer...mehr davon

Völlig sinnfrei.

"Auf einer der Teststrecken betrage sie auf einer Länge von 46 Kilometern unter optimalen Bedingungen gerade mal 88 Sekunden [...]"

Und wenn man dabei noch die vorausfahrenden Fahrzeug aggressiv wegdrängelt, sind es sogar 90 Sekunden. Aber manch einer braucht es halt für sein Ego oder ähnliches.

Schade nur, dass es die gestiegene Sicherheit der Fahrzeuge der natürlichen Auslese so schwer machen bzw. meist Unschuldige in Mitleidenschaft gezogen werden...

Thema AT oder DE?

@Seacow: Die rücksichtslose Raserei in DE zum Thema zu machen, ist auch meiner Meinung nach eine gute Idee.
Allerdings: Der Begriff "Hetze" ist, auf diesen TS-Artikel angewandt, sachlich falsch: Die TS stellt das Thema dar, zitiert die Pro- und Contra-Positionen im Land, äußert in Maßen auch eigene Kritik. Die Freiheit zur eigenen Meinungsbildung hat der Leser hierbei immer noch. Damit liegt keine Hetze vor.

130 ist perfekt!

Ich bin oft in Österreich unterwegs und genieße 130km/h, obwohl mein Auto deutlich mehr könnte.
Denn ehrlicherweise fahren die meisten lt. Tacho 140, das ist knapp unter der Blitzertoleranz, und das erhöht sich dann eben auf künftig 150. Von wegen das Limit passt sich der Wirklichkeit an...

Vorteil des halbwegs niedrigen Tempolimits von 130: langsamere Autofahrer sind nicht so schnell verunsichert, weil ein schnelleres Fahrzeug von hinten "angerauscht" kommt. Es gibt weniger hektische Überholmanöver, die zu brenzligen Situationen führen, und keinen Zieharmonika-Effekt bei dichtem Verkehr. Alles fließt gleichmäßig, alle sind entspannt, bei weniger Staus.

Das Tempolimit nun anzuheben könnte bewirken, daß die ängstlicheren Verkehrsteilnehmer dann eben vorsichtiger und langsamer fahren, was sich dann entsprechend negativ auf die progressiveren auswirkt.

Kann man prima beobachten, wenn man die Deutsche Grenze passiert, weshalb ich auch hierzulande für strikte 130km/h bin.

ob 130 oder 140...

... Ich wohne in Deutschland an der A3, zwischen Köln und Limburg. Weitestgehend gibt es da kein Tempolimit. Dafür regelmäßig Sperrungen und Staus weil mal wieder jemand von der Straße gesammelt werden muss. Gefühlt mindestens einmal die Woche auf einem Abschnitt von ca. 30km Länge. Da wären 140 schon mal ein echter Anfang.

Abgesehen davon halte ich diese Erhöhung um 10 km/h für eine etwas seltsame Maßnahme. An diesen Unterschied von nur 10 km/h auf einer Autobahn hält sich doch höchstens wer mit Tempomat fährt. Eine Änderung um diese paar Stundenkilometer erfährt doch jeder wenn es mal bergauf oder bergab geht.

Tia die Österreicher, die

Tia die Österreicher, die werden nicht nur politisch immer wacher. Würde nur mal gerne sehen, wie deren Grüne, ob dieser Entscheidung herumtoben. Haben die nicht als Ausgleich sofort Überholspuren nur für Fahrräder auf österreichischen Autobahnen gefordert? Kommt bestimmt noch.

man muss eher überlegen

-> welches Mittel könnte den Anreiz abschaffen, Fahrzeuge so groß wie Panzer auf 300km/h zu beschleunigen, bei nur einem Insassen.
-> welches Mittel könnte den Anreiz erhöhen, weniger Individualverkehr auf die Straße zu bringen?
-> welches Mittel könnte ein Umweltbewusstsein für die Ressourcen die Autofahren verbraucht (und somit die Umwelt belastet) erwecken?

Alle male sehe ich die Erhöhung einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit als falsches Signal diesbezüglich.

Weniger Verkehr bringt besseren "Flow" und somit automatisch eine höhere Durchschnitts-Reisegeschwindigkeit.

Alles andere ist pure Lobbyarbeit um noch größere Autos zu verkaufen.

@Wasserkocher - Sie konstruieren willkürliche Zusammenhänge!

11:41 von Wasserkocher:
"Wenn es kein Tempolimit gibt, dann kann man auf ein windschnittiges schnelles leichtes Auto beim Kauf wert legen. [...] Aus dem Grund führt ein Tempolimit zu einem steigenden CO2 Verbrauch und nicht zum gewünschten Gegenteil."

Ich habe selten so einen Unsinn gelesen. Der Trend zum größeren Fahrzeug lässt sich mit Bequemlichkeit, Egoismus oder psychischen Problemen erklären, aber definitiv nicht mit irgendwelchen Tempolimits.

Der SUV ist der klassische Großstadtpanzer, mit dem beispielsweise Muttis ihre Kinder sicher zur Kita fahren zu können. (Dass die größeren Fahrzeuge bei Unfällen mit Kindern oder Radfahrern zu schwerwiegenderen Verletzungen führen, wird dabei natürlich ignoriert.)

Wer häufig lange Strecken (also Autobahn) fährt, wird sich für eine Limousine entscheiden, die im Vergleich zum SUV sparsam sind.

SUVs

Seit wann sind SUVs geräumig?
Wenn man Platz braucht,greift man zum Van oder gleich zum Bulli.

Bin dagegen

Bei erhöhter Geschwindigkeit in diesem Bereich steigt der Energieverbrauch überproportional an. Und da ist es egal, ob es um Benzin, Diesel oder Strom geht. Eine völlig falsche Maßnahme in unserer Zeit.

Und ja: ich würde auch ein Tempolimit von 130 auf deutschen Autobahnen begrüßen.

Europaweit 120

auf allen Autobahnen. Scheitert immer an Deutschland, wäre aber der richtige Weg. Zudem müssen die Mindesstrafen fürs drängeln und rasen drastisch erhöht werden bzw. europaweit angeglichen werden. Fällt keinem auf, das die "Raser-und Poser"-szene nur in Deutschland so groß ist? In Dänemark wird das Fahrzeug stillgelegt, enteignet, versteiegert und das Geld fließt in den öffentlichen Haushalt. Ein guter Weg, wie ich finde.

SUVs

Seit wann sind SUVs geräumig?
Wenn man Platz braucht,greift man zum Van oder gleich zum Bulli.

10 km/h mehr

Der Verkehrsminister hingegen argumentiert, dass viele Autofahrer auch jetzt schon schneller fahren

Das kann schon sein, aber dann fahren sie eben in Zukunft noch schneller. Oder glaubt der Mann, dass bisherige "Temposünder" sich plötzlich an Schilder halten?

Aber egal, ich glaube, dass 10 km/h mehr oder weniger tatsächlich wenig Unterschied machen.

Bei konstant 140 km/h spart man von Wien nach Innsbruck etwa 20 min im Vergleich zu 130 km/h. Das aber nur unter Idealbedingungen. Jeder LKW auf der linken Spur, jede Baustelle und jede weitere Geschwindigkeitsbeschränkung versauen den Schnitt.

Wie schnell ich irgendwo ankomme hängt nicht von der Spitzen-, sondern von der Durchschnittsgeschwindigkeit ab. Und die wird sich nur wenig verändern. Kann jeder mal mit seinem Bordcomputer ausprobieren.

Aber als Politiker geht es ja nicht um sinnvolle Maßnahmen, sondern um Beifall von der richtigen Seite. Damit kann man auch von anderen Dingen ablenken.

Wir müssen endlich Front

Wir müssen endlich Front gegen die Leistungsverweigerer auf der Autobahn machen. Nicht Raser und Drängler sind das Problem, es sind die Schleicher und Mittelspurblockierer.
Ein Tempolimit haben wir doch längst. Es ist durch eben diese, durch Baustellen und kaputte Straßen begründet.
Wo kann man denn noch brettern, wie man will? 150 würde völlig reichen. Und das ist schon zu viel, da die meisten über 30kmh völlig überfordert sind.

12:07 von Klausewitz

"Keine Grüne Partei mehr im Parlament und schon gibt es keinen Krieg mehr gegen autofahrer" - Krieg gegen Autofahrer? Ich weiss ja nicht auf welchem Planeten Sie leben, aber bei uns in Europa gibt es sowas nicht.

Keine braune Parteien mehr im

Keine braunen Parteien mehr im Parlament und schon gibt es keinen Krieg mehr gegen den Menschen- und Sachverstand...

re klausewitz

"Keine Grüne Partei mehr im Parlament und schon gibt es keinen Krieg mehr gegen autofahrer...mehr davon"

Waren die Grünen in der Regierung, als das Tempolimit eingeführt wurde?

Sie tun sich wieder mit primitiver Polemik hervor.

@G.Elser um 11:59

Ja das kann man ganz deutlich an deutschen Autobahnen sehen.Es sind dort überhaupt keine SUVs unterwegs. Ionie aus.

Weil man auf deutschen Autobahnen auch kaum noch zügiger fahren kann, entweder weil Tempolimit oder wegen Verkehr.

Aber wo kommt denn der Trend der SUVs her? Aus den USA, ein Land mit sehr strengen und niedrigen Tempolimits. Und die fahren seit Jahrzehnten die größten und spritschluckensten Straßenkreuzer. Die Argumention von wasserkocher passt da perfekt.

Ach, hätten wir doch so einen Herrn Hofer...

...auch in Deutschland. 140 km/h maximal - um wieviel angenehmer wäre da die Fortbewegung auf deutschen Autobahnen.
Kommst du aus Frankreich oder Spanien nach hier, hast du sofort hinter der Grenze das Gefühl, von einem Mädchenpensionat auf einen Truppenübungsplatz gelangt zu sein.

Ich fühle mich einfach nicht wichtig genug, um mit 200 oder mehr über die Autobahn brettern zu müssen.

Ob die Österreicher

mit dieser ungeheuren Steigerung des Tempolimits umgehen können? In Zeiten, in denen man sich überall Gedanken um die Einführung eines generellen Tempolimits macht, hört sich eine solche Meldung ein wenig rückwärtsgewandt an. Aber das scheint im Moment der Politikstil der österreichischen Regierung zu sein - rückwärtsgewandt und das bei einem so jungen Bundeskanzler...

Eine gute Entscheidung. Tempo

Eine gute Entscheidung. Tempo 150 wäre noch besser. Ein optimaler Kompromiss zwischen Konzentrationsniveau und Fortbewegungsgeschwindigkeit, wenn man denn schon dem Fahrer die Entscheidung nicht selbst überlassen will.

Kehren wir vor der eigenen Tür

Wir Deutschen schweigen besser zu dieser Maßnahme: Wir kriegen ja gar kein Tempolimit hin.

Ach Österreich...

... was für ein Schwachfug. Besonders erstaunlich ist ja die Erklärung, dass man sich ja nur den veränderten Gegebenheiten anpasse - sprich denjenigen, die das bestehende Tempolimit überschreiten.
Seit wann passt man denn die Gesetze an diejenigen an, die sich nicht dran halten??? Gute Güte.

@12:33 von Superschlau

Wir müssen endlich Front gegen die Leistungsverweigerer auf der Autobahn machen.

Mittlerweile teile ich die Ansicht von fathaland slim, dass Sie hier ein kleines Forschungsprojekt durchführen. Sie wollen testen, wieviel Quatsch man verzapfen kann, bevor es auffällt.

Begründungvom Verkehrs-Hofer: lächerlich

Na ja, die Teststrecke auf der A1 fahre ich regelmässig. Dann stelle ich den Tempomaten halt nicht auf 145, sondern auf 155.

Was das ganze soll ist mir schleierhaft. Ich werde jetzt Richtung Wien ein paar Sekunden rausholen.

Psychologischer Effekt: Rationalisierung von unbewussten Motiven

@Feidl: Die Argumention von wasserkocher passt da perfekt.

Die Argumentation ist kompletter Unsinn. Sie erinnert an die Behauptung, Tempo 30 erhöhe den Schadstoffausstoß, weil man dann ja im 3. Gang fahren muss. Nein, jede Erhöhung der Geschwindigkeit erhöht den Verbrauch, und zwar überproportional.

Aber nehmen wir mal kurz an, Wasserkocher hätte seinen Beitrag ernst gemeint. Dann wäre er ein hervorragendes Beispiel, wie man irrationale Entscheidungen nachträglich rationalisiert.

In Wirklichkeit gibt es keinen Grund, SUV zu fahren oder auf ein globales Tempolimit zu verzichten - außer, dass man gerne schnell und gerne große Autos fährt. Das weiß auch jeder, aber man würde sich wohler fühlen, wenn man eine rationale Begründung hätte.

Und offenbar sind der Kreativität da keine Grenzen gesetzt. Mein Kollege z. B. erzählt mir voller Ernst, er hätte ein SUV, weil er sonst im Winter nicht aus seiner Ausfahrt kommt. Als ob es keine Schneeschieber oder Streusalz gäbe.

Frechheit. Muß ich mir sowas

Frechheit. Muß ich mir sowas gefallen lassen?

Ich bin gewiss kein Tempobolzer. Dafür ist mir der Sprit zu teuer. Aber wenn Sonntagsfahrer mit 90 in der Mitte stehen, wäre ich für Fahrverbot, mit MPU. Wer auf der Autobahn keine 120 mehr hinbekommt, sollte einfach im Bett bleiben.

Das ist Demokratie!

Ja, so etwas muss man sich in einem Land mit (Gottseidank) dem Recht auf freie Meinungsäußerung gefallen lassen.

Es ist sicher nicht lustig, wenn man mal etwas schneller unterwegs sein kann, und dann ist der vor einem etwas langsamer. Ich fahre auch gerne mal flotter, aber ich gehe auch gerne rechts rüber, wenn ich es mal nicht so eilig habe. Schön wäre es nur, wenn man dann rechtzeitig auch wieder auf die mittlere (oder linke) Spur zurückkäme, wenn vor einem der LKW näher kommt. Aber: Denkste. Irgendwelche Idioten, die mit ihrer PS-Schleuder irgendwelche körperlichen oder geistigen Mängel kompensieren müssen, würden lieber sterben, als einmal jemanden rein zu lassen, wenn man dafür den Fuß vom Gas nehmen müsste. Für solche PS-Protzer wäre ein Fahrverbot und die MPU sinnvoll.

Ich hoffe sehr, dass es auch in D irgendwann mal 130 heißt. WIe schön ist es auf den Autobahnen im benachbarten Ausland. Aber kaum kommt man über die Grenze nach D kommt man in eine Art Kriegsgebiet. Furchtbar.

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