Ihre Meinung zu: Kabinett beschließt Sofortprogramm für die Pflege

1. August 2018 - 11:22 Uhr

Die Pflegesituation wird verbessert: Das Kabinett hat ein Sofortprogramm beschlossen, wonach in Altenheimen 13.000 neue Stellen geschaffen werden sollen. Krankenhäuser bekommen zudem mehr Geld für die Pflege.

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Kommentare

13.000 neue Stellen in Altenheimen . .

das ist ein Tropfen auf einem ultra heissen Stein. Wir haben 2058 Städte in Deutschland. Einfach mal nachrechnen . . .
12.000 € pro Einrichtung ist zumindest ein Anfang, ändert aber and der Problematik überhaupt nichts. Der Pflegeberuf muss finanziell attraktiver werden.
Arbeitszeiten und die Bezahlung sind einfach nicht reizvoll.

Und wo kommen die Pflegekräfte her?

Ich wüsste nicht, dass es freie, ausgebildete Pflegekräft gäbe? OK, vielleicht könnte man einige Pendler aus der Schweiz zurückholen - aber dafür verdienen sie in D immer noch zu wenig. Also mehr Osteuropäer? Wie sind die ausgebildet und fehlen die dann nicht in den Heimatländern?

Super

Nur was ich nicht verstehe, man hat jährlich 25-30 Milliarden für Migranten, woher kommt das Geld, was früher nicht für uns zur Verfügung stande. Nun plötzlich die nächsten Milliarden, hat die Regierung den Esel gefunden der Gold schei....
Ich kann es mir nicht erklären.

Wird damit wirklich die Pflegesituation verbessert?

Ist ja schön, das 13000 neue Stellen geschaffen werden und Pflegekräfte auch besser bezahlt werden sollen, aber das kostet Geld und damit erhöhen sich die Kosten für einen Pflegeplatz. Kosequenz: Immer weniger und insbesondere ärmere Menschen können sich keinen Platz mehr leisten. Nur wenn der Staat diese subventioniert ist eine wirkliche Verbessserung möglich.

Ich WAR in der Altenpflege.

Ich WAR in der Altenpflege. Die Politik ist soweit entfernt von der Realität. Wo keine Arbeitskräfte interessiert sind, woher sollen diese denn kommen? Für das Geld und den Strass arbeite ich nie mehr. Ganz zu schweigen von dem Papierkram. Das ist ein Knochenjob.

Ich WAR in der Altenpflege.

Ich WAR in der Altenpflege. Die Politik ist soweit entfernt von der Realität. Wo keine Arbeitskräfte interessiert sind, woher sollen diese denn kommen? Für das Geld und den Strass arbeite ich nie mehr. Ganz zu schweigen von dem Papierkram. Das ist ein Knochenjob.

@ von KarlderKühne um 11:57

das ist so nicht ganz richtig. Die Pflegefälle werden ja real abkassiert. Nun muss das Geld aber auch Zweckgebunden zugeführt werden. Das ist das Problem.

Sofortprogramm für die Pflege...

oder besser Sofortprogramm für die Heim- und Krankenhausbetreiber???
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie die Pflegenden entlastet werden sollen. Im Gegenteil, durch noch mehr Digitalisierung wird der Arbeitsaufwand außerhalb vom Krankenzimmer noch höher.
Auch spannend ist, dass mit keinem Wort erwähnt wird, wie sich unsere Bundesregierung eine Leistungsgerechte Bezahlung und somit einen höheren Anreiz für junge Menschen die den Beruf erlernen möchten vorstellt. Das Ende vom Lied wird wieder sein, dass man sich bei den nächsten Tarifverhandlungen selbst beweihräuchert wenn ein Abschluss unterhalb der Inflationsrate hin gemurkst wird, mit dem Verweis, dass man ja sonst so viel für die Pflege getan hat...

11:57 Karl.. Wird damit wirklich---

Vielleicht hab ich es nur noch nicht gefunden.Aber ihre Frage,wer die zusätzlichen Stellen finanzieren soll ist m.E. ganz wichtig. Wird Pflege teurer für die Betroffenen,wird der Beitragssatz für die Pflegeversicherung weiter erhöht oder wird vom Staat bezuschusst?Kann man sich als ehemaliger "Normalverdiener" die Pflege dann überhaupt noch leisten? Teure und etwas luxeriösere/bessere Pflegeheime gibt es ja jetzt auch schon.Für viele aber unbezahlbar.Ich hoffe sehr, dass das Ganze keine Mogelpakung wird.

Steigerung der Zufriedenheit

Ziel muss es sein die Zufriedenheit der Pflegerinnen und Pfleger in der Altenpflege zu steigern. Und das geht nur über mehr Personal und zum anderen über einen gewaltigen Anstieg der Entlohnung. Und bei einer Gehaltssteigerung meine ich nicht eine Erhöhung von 2 - 5%, sondern von einem spürbaren Anstieg von 700 - 1200€ je Monat.

Nur beides zusammen bringt mehr Azubis in der Altenpflege und damit langfristig mehr Fachpersonal.

Und das ganze ist auch bei privaten Altenheimen so umzusetzen.

Woher kommt das Geld: Ich bin gerne bereit einen erhöhten Beitrag zur Pflegeversicherung zu bezahlen.

Spahn servierte wieder mal seine ollen Kamellen.

Als ehemaliger exam. Altenpfleger kam ich wieder mal bei der Pressekonferenz dieses Ministers aus dem Staunen nicht heraus. Finanzierung durch den Versuch als Taschendieb das Geld z. T. aus den Töpfen der Gkv zu nehmen, alles andere waren nur Seifenblasen. Den Krankenhäusern die Anzahl der Patienten durch einen Personalschlüssel zu genehmigen (im Grunde genommen längst überfällig), wird nicht klappen, solange Shareholder Value im Gesundheitssystem die 1. Geige spielt.
Die kleineren Krankenhäuser in den ländlichen Räumen könnten ihren Aufgaben dadurch nicht mehr nachkommen - wer will schon nach "Kleinkleckersdorf".
Es war hat wieder mal ein richtiger nassforscher Auftritt des ehrgeizigen Herrn Spahn.

Das ist ein Witz

Ich arbeite seit 15Jahren als Altenpfleger und komme mir von Seiten der Politik nur noch Vera*** vor.
13.000 neue Stellen ist schön und gut aber umgerechnet auf alle Pflegeheime und Mobilen Pflegedienste ist das nicht mal eine Vollzeitstelle pro Einrichtung.
Und weiter wird an der schlechten Bezahlung der Pflegekräfte überhaupt nichts verändert.
Genau so wichtig wäre auch die Wertschätzung des Berufes in der Gesellschaft. Diese ist schlichtweg nicht vorhanden.
Mal abgesehen davon dass in Deutschland nicht nur 13000 Stellen fehlen sondern alleine an Fachkräften in der Pflege mehr als 25000.
Da fragt man sich woher die 13000 Fachkräfte kommen sollen. Vermutlich aus dem Ausland, indem man zukünftig die Mehrzahl Ausländischer Ausbildungsabschlüsse in Deutschland anerkennen wird. Crashkurs in Deutscher Sprache und schon ein Problem gelöst.

Und Frau Merkel hat vor einigen Tagen ein Pflegheim besucht, was für eine Farce ! Die sollten alle mal eine komplette Schicht mitarbeiten.

Augenwischerei

Aufgrund eigener, familiärer Erfahrung im Pflegebereich ist dieses Getue mit den 13.000 neuen Stellen nur politische Augenwischerei. Pflegekräfte werden gesucht, speziell in der Altenpflege. Hier ist ohnehin schon ein grosser Anteil osteuropäischer PflegerInnen zugange - und dies teilweise mit erheblichen, sprachlichen Problemen. Das wird auch durch diese Stellen-Aufstockung nicht besser.

Der Beruf selbst in ein brutaler Knochenjob: Alte, oft demente (und teilw. auch aggressive) Menschen, sowie nicht-mobile Pflegefälle in körperlichen Kraftakten bewegen, brutal gesagt von Sch.... säubern und das immer unter Zeitdruck, weil man seine "Runde schaffen muss". Das hat man unserer Merkel bei Ihrem Besuch sicher nicht gezeigt, ebenso wie einem Herrn Spahn oder sonst wem. Dafür ist das Entgeld beileibe nicht ausreichend und an diesen Bedingungen krankt es besonders. Daran ändern auch keine 13.000 osteuröpäischen Arbeitskräfte mit Verständigungsproblemen etwas. Aber das will man nicht sehen.

Woher sollen sie kommen?

Ich arbeite selber in der Pflege, kenne die Anerkennungsprüfungen von albanischen und serbischen Pflegekräften. Der Ausbildungsstand der albanischen Pflegekräfte ist schlicht gesagt unter aller kanone, keine praktische Erfahrung in der Ausbildung, die Ausbildung wird mit einem Masterabschluß gleichgesetzt.
Außerdem benötigen diese Pflegekräfte einen B2 deutschkurs, das problem ist, dieses zertifikat kann man in Albanien kaufen, also wo sollen die Deutschkenntnisse herkommen. Ich wünsche mir viele Pflegekräfte , egal wo sie herkommen, nur mit besserer Ausbil
Desweiteren, wie schon gesagt, ist die Bezahlung ausschlaggebend, für 13,- € als Pflegefachkraft arbeiten, oder für 9,80 € als Pflegehilfskraft. Ich denke damit ist doch schon alles gesagt. Die Stundensätze sollten für diese schwere Arbeit mindestens bei 19,- € liegen, aber dann schreien die Pflegekonzerne: "wo bleibt unsere Rendite". Solange Altenpflege nur als Geschäft mit möglichst viel Gewinn gesehen wird, wird sich nichts ände

@ der Antichrist

das habe ich auch nicht verstanden. Vor 2015 war für nichts Geld da, danach wurden die Schleusen geöffnet.

12:00 von schwarzekatze

Sie bringen es auf den Punkt! Der Job ist unterbezahlt und gesundheitlich sehr belastend. Ich sehe die neue Regelung ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wird ordentlich bezahlt, gibt es auch genug Pflegepersonal, nicht sofort aber in der Zukunft. Für diese Berufsgruppe sollte auch ein früherer Renteneintritt möglich sein. Aber wetten, wenn es um Geld geht, hört der Aktionismus der Politik auf!

Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen,

ist keine Lösung, zumal man das Problem in die Herkunftländer exportiert! Das ist EU gesehen, egoistisch und keineswegs solidarisch. Man könne sagen, unterste Schublade in Sachen Nationalismus. Im IT Bereich ist es noch bekloppter, da wird Arbeit ins nicht EU Ausland verlagert. Die gier der Konzerne ist unersättlich!

Donnerwetter

// Altenheimen 13.000 neue Stellen geschaffen werden sollen. \\
Und ich dachte immer so naiv wie man manchmal ist,die sind schon da und sollten nur besetzt werden.
Vielleicht sollte man mal die Politiker darauf hinweißen.Aber ob sie das verstehn,da bestehen doch bei mir erhebliche Zweifel.

Kabinett beschließt Sofortprogramm für die Pflege....

13.000 Pflegekräfte mehr,was bedeutet daß pro Pflegeeinrichtung ? Knapp eine Vollzeitstelle.Wie verändert sich der Betreuungsschlüssel Pfleger zu Patienten ? Wird er so wie in den meisten nordwesteuropäischen Ländern 1 zu 5,5 ? Oder bleibt er weiter bei etwa 1 zu 10,5 ? Vielleicht auf 10,1 ?

„…ebenso Lohnerhöhungen, die

„…ebenso Lohnerhöhungen, die nachweislich Pflegekräften zugutekommen.“
Und wer prüft das? In der Uni-Klinik, in der ich gearbeitet hatte, hat man auf vielen Stationen die sogenannte Gruppenpflege eingeführt. Damit hat man die Stationsleitungen und deren Vertretungen, also die entsprechend höheren Gehälter abgeschafft. Auch in anderen Bereichen hat man Leitungsstellen schlicht gestrichen. Das hat leider auch zur Folge, dass, wenn Dinge nicht gut laufen, sich niemand verantwortlich fühlt. Nur sehr viel weiter ‚oben‘ gibt es für größere Bereiche natürlich noch eine(!) leitende Kraft, die sich in der Regel aber auch nicht zuständig fühlt und nur kontrolliert, ob alle schön artig sind. Selbst auf den Intensiv-Stationen konnte man im Pflegebereich Leiharbeitskräfte antreffen.
Man wird neue unanständige(!) Wege finden, um die Personalkosten zu drücken. Wofür sonst sollten die Verwaltungsdirektoren gut sein? (Früher ging es ohne die!)

Was ist...

...mit den anderen sozialen Berufen?
Kitas, Polizei, Rettungsdienst....
Zu wenig Gehalt, Schichtdienst, hohe persönliche Verantwortung, ggf. ist man auch persönlich haftbar.
Das Problem ist, wir dürfen nicht streiken!
Um Volker Pispers frei zu zitieren: " Stellen Sie sich vor, morgen fallen alle Banker, Anlage- und Vermögensberater etc. tot um. Jetzt stellen Sie sich vor, morgen fallen alle Feuerwehrleute, Polizisten, Krankenschwestern, Notfallsanitäter etc. tot um. Und jetzt sagen Sie, wen würden Sie persönlich mehr vermissen?"
Da bleibt nur zu fragen, wann wir diejenigen, die ihr Leben und ihre Gesundheit für die Allgemeinheit aufs Spiel setzen endlich zu schätzen lernen und auch verantwortungsgerecht bezahlen!
Mind. 1.000€ im Monat Netto mehr....das wäre mal ein Motivationsschub

@18:54 von MorbusBahlsen

Danke für das Zitat von Volker Pispers.
Leider gibt es (auch hier im Forum) viel zu viele Mitmenschen, die sich solche Frage nie stellen und auch von anderen nicht damit belästigt werden wollen.
Die geben aus Überzeugung dem Lift-Boy ein Trinkgeld (ist im gegönnt), aber Polizei- und Feuerwehreinsatz, Kinderbetreuung und Krankenpflege ist humane Pflicht und sollte möglichst umsonst sein.

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