Ihre Meinung zu: Zehntausende Israelis protestieren gegen Diskriminierung

23. Juli 2018 - 8:45 Uhr

Zwar gilt Israel bei Homosexuellenrechten als Vorreiter, doch eine Gesetzesänderung brachte nun Zigtausende Israelis auf die Straße. Sie fordern eine weitergehende Änderung des Leihmutterschaftsgesetzes.

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Kommentare

Es wird Zeit.

Es wird Zeit, dass auch im benachbarten, freiheitsliebenden Palästina solche Kundgebungen stattfinden. Aber vielleicht sollte es erstmal Kundgebungen für freie Meinungsäußerung geben. Das hat zwar etwas paradoxes an sich, ich merke aber gerade beim Schreiben, dass ich das nicht wirklich sarkastisch meine.

@10:12 von 1A Polyglott: 80000 Demonstranten

Es ist völig egal ob im "freiheitsliebenden Palästina" (Sie meinen vermutlich das besetzte Westjordanland) die Palästinenser und ihre Behörden eine solche Demo organisieren würden.

Gehen Sie wirklich davon aus, dass die israelische Armee es zulassen würde, dass 80000 Palästinenser z.B. in Ramallah oder Ostjerusalem demonstrieren dürften? Wohl kaum.

Sagen wir es mal ganz vorsichtig:

Streng religiöse Ultraorthodoxe UND homosexuelle Israelis, da treffen zwei dermaßen unterschiedliche Welten aufeinander, noch mehr Unterschied zwischen zwei Bevölkerungsgruppen ein und desselben Staates geht eigentlich überhaupt nicht!

Was zu bedenken ist!

@1A Polyglott, 10:12

Es wird Zeit, dass auch im benachbarten, freiheitsliebenden Palästina solche Kundgebungen stattfinden.

Da haben sie natürlich recht. Überall, wo Homosexuelle diskriminiert werden, also praktisch auf der ganzen Welt, sollte es solche Demonstrationen geben. Aber ich werde den Verdacht nicht los, dass Sie etwas anderes gemeint haben: nach guter alter "Geht doch rüber!" - Manier die Demonstranten in Israel abzuwerten mit dem seltsamen Hinweis darauf, dass die es in Israel ja immer noch viel besser haben als in Palästina.

Ich bin dagegen.

Welcher Vater, welche Mutter wünscht sich, dass seine, ihre Tochter später einmal ihren Lebensunterhalt durch Leihmutterschaft verdient?

Ich bin gegen diese Form moderner Sklaverei - gleich, ob hetereosexuelle oder homosexuelle Paare sich einen Kinderwunsch erfüllen wollen.

@Caso-Line, 13:59

Welcher Vater, welche Mutter wünscht sich, dass seine, ihre Tochter später einmal ihren Lebensunterhalt durch Leihmutterschaft verdient?

Wie bitte? Ich verstehe die Frage nicht.

19:12 1A Polyglott

Ich verstehe Ihren Kommentar nicht ganz. Was hat er mit dem Thema des Artikels zu tun? Oder ging's Ihnen garnicht um die Demo in Israel, sondern um was anderes?
Noch eine kleine Frage an Rande: glauben Sie, dass sich 80.000 Palästinenser ungestraft (von Israel) versammeln dürfen?

13:59 Caro-Line

Abgesehen davon, dass die Leihmütter volljährig sein müssen (was geht es dann die Eltern noch an?), verstehe ich nicht ganz was Sie wollen.
Was hat das mit Sklaverei zu tun, wenn Menschen sich in dieser Sache einig sind? Egal ob homo- oder heterosexuell oder was auch immer, mit welchem Recht wollen Sie diesen Menschen verbieten, sich den Kinderwunsch zu erfüllen?
Ich glaube, Sie haben keine Ahnung, wie es diesen Menschen geht. Sie hätten gern, es klappt nicht, dann noch die nervigen Kommentare von allen Seiten.
Übrigens wir waren in ähnlicher Situation: wir hatten keine Leihmutter, wir haben adoptiert. Ein zum Teil unwürdiger Umgang mit den Menschen mit Kinderwunsch ist mir bis heute in Erinnerung. Kommentare wie "wissen sie eigentlich wie alt sie sind" (Ansage bei einem Vorabseminar zu einer 35jährigen Frau vor versammelter Runde) war noch harmlos.

@frosthorn 14:36

Es handelt sich um eine rhetorische Frage.
Aus meiner Sicht verschleiert die Diskussion um LGBT-Rechte/Ansprüche in Sachen Leihmutterschaft (in Israel) die Tatsache, dass es in der Regel Frauen sind, die sich aufgrund grosser wirtschaftlicher Not dazu bereit erklären, für andere ein Kind auszutragen, während andere darüber diskutieren, wer Anspruch hat, ihren Körper zu benutzen. Ich sehe darin eine moderne Form von Sklaverei. Die Würde der fremden Frau, die benutzt wird, einen Kinderwunsch zu erfüllen, wird fast immer verletzt.

Nicht jeder Wunsch muss mit aller Gewalt erfüllt werden. Manche Wünsche dürfen unerfüllt bleiben. Was bedeutet einem Menschen mehr, der eigene Kinderwunsch oder die Würde der Frau, die diesen gegen Bezahlung und aufgrund wirtschaftlicher Not erfüllen soll?

@Margareta K.

Ja, Leihmütter müssen volljährig sein, aber was ist Volljährigkeit wert, wenn eine Wahl aus ökonomischen Gründen nicht möglich ist? Stichwort Neokolonialismus. Menschen mit Geld = Macht werden sich "einig" mit Menschen ohne Geld = ohne Macht.

Ich habe volles Verständnis für die Sehnsucht nach einem Kind. Adoption ist eine gute Alternative. Dennoch bleibe ich dabei, dass bei allem Leid angesichts dieses für einige unerfüllten, von vielen als existentiell empfundenen Wunsches, nicht jeder Lebenswunsch erfüllt werden MUSS.

Hätte ich eine Tochter, so würde ich ihr beruflichen Erfolg und persönliches Glück wünschen, aber hoffen, dass sie niemals in eine Notlage geraten würde, durch die sie sich gezwungen sähe, einer Leihmutterschaft zuzustimmen.

@15:23 von Caro-Line - Wenn...

"[...] Aus meiner Sicht verschleiert die Diskussion um LGBT-Rechte/Ansprüche in Sachen Leihmutterschaft (in Israel) die Tatsache, dass es in der Regel Frauen sind, die sich aufgrund grosser wirtschaftlicher Not dazu bereit erklären, für andere ein Kind auszutragen, während andere darüber diskutieren, wer Anspruch hat, ihren Körper zu benutzen. Ich sehe darin eine moderne Form von Sklaverei. Die Würde der fremden Frau, die benutzt wird, einen Kinderwunsch zu erfüllen, wird fast immer verletzt. [...]"

Wenn es Ihnen wirklich um den Schutz und die Würde der Frauen ginge, die sich als Leihmutter zur Verfügung stellen - warum fordern Sie dann nicht eine soziale Absicherung?

So aber bekommen Ihre Kommentare - ausgerechnet dann, wenn es um die rechtliche Gleichstellung schwuler Paare geht - einen ganz anderen Unterton, was die Reaktionen auf Ihre Aussagen erklärt.

@ demokrateur 15:58

Ich teile hier nur meine persönliche Ansicht zu diesem Thema. Ich kann weder Leihmutterschaft verhindern noch armen Frauen eine soziale Absicherung garantieren. Ich verurteile jedoch, aus der Not von Frauen persönliche Legitimation abzuleiten in dem Sinne, dass diejenigen, die den Körper dieser Frauen benutzen, ihnen damit gar einen sozialen Dienst erweisen. Jede Rechtfertigung mag genügen, um sich zu holen, was man haben will und haben kann, weil es dem reichen Mann, der reichen Frau möglich ist.

NB Ich unterscheide in dieser Debatte nicht zwischen dem Kinderwunsch heterosexueller Paare und jener, die sich als LGBT verstehen. Ich glaube wohl, dass Männer und Frauen jeder « couleur » einem Kind alles geben können, was es braucht. Das schwache Glied in der Diskussion, für das ich spreche, sind nicht LGBTs, sondern die Frauen, die den Job für ALL jene machen sollen, die ohne sie nicht leibliche Eltern werden können.

Der Ausbeutung ein Ende setzen, nicht mitmachen.

Wäre es nicht cool, wenn gerade die LGBT-"Gemeinde" mit gutem Beispiel überlegen voranginge, um die Würde jener Frauen zu verteidigen und zu ihren Gunsten auf Elternschaft bewusst verzichtete, um dem Geschäft mit der Leihmutterschaft ein Ende zu setzen ?

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