Ihre Meinung zu: Fall Skripal: Verdächtige identifiziert - oder nicht?

19. Juli 2018 - 15:16 Uhr

Erst hieß es in Großbritannien, man habe im Fall Skripal Verdächtige des Giftanschlags identifiziert. Nun erklärte der Staatssekretär für Sicherheit, Wallace, dies seien nur "wilde Spekulationen".

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Kommentare

So war das

von ersten Tag an.
" Nun erklärte der Staatssekretär für Sicherheit, Wallace, dies seien nur "wilde Spekulationen".

Wilde Spekulationen mit sehr widersprüchlichen Fakten und Vermutungen, und das alles neben einem Giftlabor.
Aber es spielt auch keine Rolle mehr, entweder Trump oder Putin und vielleicht noch Orban sind immer Schuld.
So haben wir immer was zu lesen.

Es ist schon sehr übel, dass

Russland Beweise fordert, nachdem GB ja auch nicht Proben des Gifts übergeben hat, wozu die Briten verpflichtet gewesen wären. Vielleicht hätten die Russen dann ja den Täter ausfindig machen können?!?

In Großbrittanien

scheint es ja ziemlich drunter und drüber zu gehen in der Novitschok-Geschichte wie auch überhaupt. Sind mit dem Brexit wohl ein bischen überfordert.
Hoffentlich bleiben die Russen immer besonnen. Sind scheinbar derzeit eine der wenigen, bei denen noch Vernunft zu finden ist trotz allseitigem Druck, dem sie ausgesetzt sind.

Wallace bringt es auf den Punkt!

"Ich denke, diese Geschichte gehört in den 'schlecht informiert und wilde Spekulationen'-Ordner." (Wallace)

Treffender kann man den Fall Skripal kaum beschreiben.

(Wobei ich ehrlich damit gerechnet hätte, dass diese Spekulationen wieder von Politik und Medien aufgegriffen und instrumentalisiert werden.)

Was für ein

Was für ein Affentheater.
Russland sollte GB verklagen wegen Verleumdung und übler Nachrede.

nunja...

Der Fall zeigt das es bei den "Ermittlungen" vorwiegend darum geht Beweise zu finden um die auf angeblich so festen Beweisen gründende Behauptungen der britischen Regierung zu stützen das es die Russen waren.

Und da hat man dann tatsächlich 2 Russen gefunden die vor dem Anschlag eingereist sind und danach wieder ausgereist sind? Ausserdem haben die beiden das Städtchen besucht.

Und das reicht schon?
Auf Zehntausende Nichtrussen trifft das sicher auch zu.

Es wird immer abstruser. Kurz

Es wird immer abstruser. Kurz danach verließen zwei Russen das land? Wie viele Russen halten sich denn normal in gb auf? Da kann es schon mal vorkommen, das zwei ausreisen.

Warum muss man das in den Medien breittreten?

Erstens hat das wenig Nachrichtenwert, denn das sind ja nur Verdächtige, denn kurz vor diesem Vorfall ein- und nach einem Aufenthalt in der Gegend des Anschlags anschließend wieder auszureisen, mag ein Verdachtsmoment sein, aber kein Indiz oder Beweis dafür, dass das wirklich die Täter waren. Und das ruft natürlich wieder nur die auf den Plan, die dann sagen "Haha, die Russen sollen es gewesen sein. Hat jemand Beweise? Nein? Typisch!".

Also besser einfach in Ruhe ermitteln lassen, bis man etwas mehr in der Hand hat als nur Spekulationen. Nachdem der Giftbehälter gefunden worden ist und es damit immerhin die erste wirkliche Spur gibt, würde ich nicht ausschließen, dass man da wirklich weiter kommt.

Spekulation

Heute morgen sprang TS aber noch auf den Zug auf und verkündetet lauthals, dass die Verdächtigen (natürlich Russen) identifiziert wurden.
Eine ziemlich spekulative Arbeit, die dort verrichtet wird, ohne wirkliche Tatsachenkenntnisse!

Ist es eigentlich völlig weltfremd von den Medien

angesichts dieses auch medialen Disasters ein ungetürktes Live-Interview mit den Skripals wenigstens zu fordern? Dazu wird es natürlich nicht kommen, aber eine solche öffentliche Forderung wäre angesichts der Lage wohl das Mindeste.
Ein paar reale unabhängige Beweise wären mittlerweile ganz hilfreich. Anderenfalls, das sollte eigentlich jedem klar sein, ist mal wieder Putin, der Überpräsident, der Gewinner im Spiel.

Hab ich was verpasst?

Diese Meldung ging doch schon vor Wochen durch die englische Presse! Hat da jemand in Deutschland geschlafen?

Auf jeden Fall gibt es seit dem nichts Neues!

was war denn eigentlich

die Meldung heute Morgen, Russen sind eingereist & wieder ausgereist, & wahrscheinlich waren auch Russen in Salisbury.....das ist alles sehr verdächtig.......

@ uhuznaa (17:07)

>> Also besser einfach in Ruhe ermitteln lassen, bis man etwas mehr in der Hand hat als nur Spekulationen.<<

Das habe ich mir schon gewünscht, als die Briten ohne jeden Beweis die Russen als Täter beschuldigten und die Medien - deren Job es wäre, zu recherchieren - sowie Politiker aus anderen Ländern (insb. die Überheblichen in Berlin) uns lauthals das von britischen politischen Kreisen Erdachte vor die Füße warfen. Nach dem Motto 'Friß oder stirb - hauptsache du glaubst uns, daß die Russen es waren'.

Man braucht zu dem Thema ...

besser nichts mehr sagen.

Oder wie Herr Utthoff sagt: "Wer immer wieder das Gleiche sagt hat Recht."
Mit etwas Doppeldenk durchdacht und man weiß wohin der Hase läuft.

Das man dies als vermeintlich seriöse Medienanstalt noch mitmacht ist ein Trauerspiel. Man verletzt damit die Pflicht die man sich selber als 4. Gewalt der Demokratie auferlegt. Da braucht man sich nicht wundern, warum die Demokratie in Europa gefährdet ist.

@Gerhardxxx - Wen interessieren unabhängige Beweise?

20:17 von Gerhardxxx:
"Ist es eigentlich völlig weltfremd von den Medien angesichts dieses auch medialen Disasters ein ungetürktes Live-Interview mit den Skripals wenigstens zu fordern?"
> Es gab vor einigen Wochen eine kurze Videobotschaft von Skripals Tochter, in dem Sie von ihren Leiden berichtete und ankündigte, später wieder nach Russland zurückzukehren. Vielleicht wurde deshalb nicht davon berichtet?

"Ein paar reale unabhängige Beweise wären mittlerweile ganz hilfreich."
> Warum sollte sich jemand die Mühe machen und die kritischen Bürger zu überzeugen versuchen? Die meisten Menschen glauben das, was die Medien vorsetzen. Und die politischen Ziele wurden bereits erreicht.

Selbst wenn herauskäme, dass der Anschlag eine Inszenierung à la Babtschenko war, würde nicht viel passieren. Denn weder auf der Seite der Politik, noch auf der der Medien, ist ein Interesse zu erkennen, Russland zu entlasten.

@ex_Bayerndödel 16:33

Nochmal für Sie zum mitschreiben. Die Briten sind zu gar nichts verpflichtet. Dies sind 2 britische Kriminalfälle und dass ausgerechnet die Russen, die selber am stärksten verdächtigt werden sind Ihrer Meinung in der Lage den Täter ausfindig zu machen? Die russische Seite würde irgendein Bauernopfer raussuchen um von der eigenen Schuld abzulenken.
Im Übrigen ist es absurd dass ein Verdächtiger diesen Fall lösen soll, sowas geht nicht. Wenn es darum geht die russische Regierung oder Putin zu entlasten kommen einige hier auf die abstrusesten Ideen.
Als ob die russische Justiz es akzeptieren würde wenn sich ein fremdes Land in einen Mordfall einmischt der auf russischem Staatsgebiet passiert ist.

Russische Seite hat es immer noch nicht begriffen

Für wen hält sich der Russische Botschafter eigentlich? Seit wann kann ein Verdächtiger in einem Mordfall und drei versuchten Mordfällen Beweise verlangen? Sowas gibt es nirgendswo. Es ist an der russischen Seite ganz klar und deutlich zu belegen, dass man mit der Sache nichts zu tun hat und zwar schwarz auf weiß. Zudem befinden wir uns in laufenden Ermittlungen. Da ist es logisch, dass die Kriminalpolizei Großbritanniens nicht mit Internas an die Öffentlichkeit geht.
Ich verstehe auch nicht wie britische Agenturen und CNN solche Dinge da raushauen können anstatt Ermittlungen vollständig abzuwarten.

@Magfrad

"Russische Seite hat es immer noch nicht begriffen..........
Für wen hält sich der Russische Botschafter eigentlich?"

ich würde eher sagen sie möchten nicht begreifen,
bis heute ist nicht geklärt obes überhaupt einen "Anschlag" gegeben hat..........
niemand der merkt das er vegiftet wurde, stetzt sich auf eine Parkbank zum sterben, zwei sich mögende Menschen erst recht nicht.....
der russische Botschafter hat deshalb schon die Verpflichtung Aufklärung zu fordern nachdem sein Land so massiv beschuldigt wurde & wird.............

> 21:15 von Magfrad Russische

> 21:15 von Magfrad Russische Seite hat es immer noch nicht begriffen Für wen hält sich der Russische Botschafter eigentlich? Seit wann kann ein Verdächtiger in einem Mordfall und drei versuchten Mordfällen Beweise verlangen? Sowas gibt es nirgendswo. Es ist an der russischen Seite ganz klar und deutlich zu belegen, dass man mit der Sache nichts zu tun hat und zwar schwarz auf weiß. <

Ich glaube an unsere Wertegemeinschaft in welcher die Beschuldigung und dessen Sachverhalt -Parameter/Motive Verbindungen
und vor allem die
eindeutige Verbindung des Beschuldigten zum Erhebungs (Anfangs)Verdacht des Mordes wie Sie es sagen "schwarz auf weiß" -so wie es der brit.Staatsanwalt feststellte-nachgewiesen sein muß, der Beschuldigungsträger-Polizei, Medien zu belegen haben nicht umgekehrt wie Sie es hier vorstellen.

Wie fühlten Sie sich wenn Sie ohne Urteil/Beweise als Gift-Mörder in ner Zeitung vorgestellt werden?

@Magfrad um 21:15

In normalen Verfahren hat der (Anwalt des) Beschuldigte das Recht auf Einsicht in alle Unterlagen.
Und niemand muß seine Unschuld beweisen. Die Beweislast liegt beim Beschuldiger.

Warum..

werden folgende drei Aspekte IMMER ausser Acht gelassen:
1.Warum gibt es bis heute keine Pressekonferenz.Weder mit Sergej Skripal noch mit seiner Tochter Julia.
2. Warum verweigert die Bundesregierung die Einsicht in den vollständigen OPCW-Bericht. Die Begründung der Regierung;" Es geschieht auf Ersuchen der britischen Regierung.
3. Und warum wird das Video, welches die Verstorbene , kurz vor der Vergiftung beim Einkauf im Supermarkt zeigt, wo sie sich reichlich mit alkoholischen Getränken versorgt weder erwähnt noch gezeigt.
Mit absoluter Sicherheit wird den Medien auch keine Befragung von Charlie Rowley gestattet.

Als Verdächtiger kommt GB in Frage.

@21:15 von Magfrad
Immerhin handelt es sich um russische Staatsbürger - eindeutig im Fall von Julia Skripal.

GB verweigerte, wie vorgeschrieben, eine Probe an Russland zu schicken.
Es weigerte sich zunächst auch, eine Probe an das OPCW zu schicken.

Auch die später zur Verfügung gestellte Probe wurde nicht vom OPCW genommen.

Dann der Widerspruch zu den ersten Berichten des Salisbury Journal, nach dem die Polizei von einem Fentanylfall ausging - ein Polizist war ebenfalls betroffen. Aber die Erste-Hilfe-Kraft hatte keinerlei Symptome.

Der behandelnde Klinikarzt stellte klar, dass - entgegen Th. Mays Angaben - keiner der über 100 Personen, die in die Klinik geschickt wurden, irgendwelche Vergiftungsersheinungen aufwies.

Und dann noch das gewundene Dementi von Porton Down. Sinngemäß: Aus unseren 4 Wänden kommt doch das Novitschok nicht heraus.

@Magfrad - eigenwilliges Rechtsverständnis

21:02 von Magfrad:
"Im Übrigen ist es absurd dass ein Verdächtiger diesen Fall lösen soll, sowas geht nicht."
> Jeder Zeuge kann verdächtigt werden und trotzdem zur Lösung des Falls beitragen. Einzig der Täter wird nicht dazu beitragen wollen. Vor diesem Hintergrund sollte Ihnen bekannt sein, dass die Briten die OPCW erst nach zwei Wochen überhaupt und dann auch nur indirekt einbezogen und Russland bis heute jegliche Einsicht in den Fall verweigern. (Es würde sonst wohl öffentlich werden, dass es nichts Vorzeigbares gibt.)

"Wenn es darum geht die russische Regierung oder Putin zu entlasten kommen einige hier auf die abstrusesten Ideen."
> Es gab außer durchaus fantastischen Anschuldigungen nichts, das eine Schuld Russlands wahrscheinlicher machte als eine Schuld anderer (z.B. westlicher) Akteure. Davon abgesehen begeben Sie sich wieder einmal auf das Niveau der mittelalterlichen Rechtsprechung, in der nicht die Schuld, sondern die Unschuld bewiesen werden musste.

@Magfrad

Was für ein sonderbares Rechtsveständnis sie haben. Da wird jemand angeklagt und soll seine Unschuld beweisen? Nei der Ankläger muß die Schuld des Beschuldigten belegen, so ist es.

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