Ihre Meinung zu: EU führt Schutzzölle auf Stahl ein

19. Juli 2018 - 4:34 Uhr

Die EU setzt anhand der US-Importzölle auf Stahl und Aluminium auf Selbstschutz und erhebt nun selbst höhere Zölle auf Stahl. Stimmen aus der Wirtschaft zufolge hat der europäische Markt das auch dringend nötig.

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Kommentare

Na endlich.

Vielleicht kommt jetzt der Stahl für die Kölner Reinbrücke aus D und nicht von der anderen Seite der Welt.

...und Juncker kriecht bei

...und Juncker kriecht bei Trump zu Kreuze. Genau darauf wartet Mr "America first".

Zölle auf Whiskey & Jeans & Motorräder wieder runter!

Der Gegenzoll im "selben" Markt ist der einzig richtige! Alles andere wirkt wie ein verzweifelter Akt.

Um das Selbstbewusstsein der EU international zu bestärken rate ich Claude Junker (gleich auch via Email) folgendes: Die Zölle auf Whiskey, Jeans & Motorräder sollten wieder rückgängig gemacht werden.

Whiskey: Der gute kommt sowieso aus Schottland. Momentan ist GB noch in der EU also ist der Whiskey auch zahlentechnisch noch wettbewerbsfähig.

Jeans: Die Ware kommt meist sowieso aus Bangladesch und Asien. Hier wird man nicht mehr über die USA verschiffen, sondern den direkten Weg nehmen - damit hat sichs.

Motorräder: Die baut auch BMW. In Prinzip geht man hier nur rechtsnationalen Rockergangs gegen den Strich. Das wäre schlichtweg der falsche Weg mit dem richtigen Ziel. Das kann aber für politische Verwirrung sorgen. Das wäre dann ohnehin nicht die Wurzel des Problems.

Juncker

"Juncker zeigte sich eine Woche vor dem Treffen "heiter und gelassen"
Da fliegt ja der richtige Mann zu den Amerikanern. Leider kann nicht auf das Ergebnis seiner Verhandlungen gewettet werden :-)

Plötzlich

Und plötzlich werden solche Zölle rechtens.

Na super!

Erst Trump und jetzt die EU!?
Wann wachen wir endlich auf?

@Emil66

"Vielleicht kommt jetzt der Stahl für die Kölner Reinbrücke aus D und nicht von der anderen Seite der Welt."

Dazu stand vor ein paar Wochen etwas auf tagesschau.de.
Der Stahl für die Rheinbrücke wird trotzdem größtenteils nicht aus Deutschland kommen, weil die benötigte Stahlsorte hier nicht produziert wird.

06:30 von Emil66

Irrtum, der Stahl für Ihre Brücke kommt unter Umständen aus China.
Um dessen Überkapazitäten geht es bei diesem Thema nämlich. Das wird im Artikel leider nicht herausgearbeitet.

Chinas Stahl findet in den USA eben wg der Zölle weniger Absatz, daher versuchen chin. Stahlexporteure die u.a. auf dem EU-Markt abzusetzen. Die EU will das jetzt (wie im Artiekl richtig angemerkt) nur für diese zusätzlichen Mengen mit Zöllen belegen.

Unterm Strich ein schönes, wenn auch trauriges Beispiel, wie alle (!) Beteiligten durch einen globalen Handelskrieg Schaden nehmen (ausgelöst von Nationalpopulisten im Amt in USA). Die EU hat mit China (und umgekehrt) eigentlich kein großes Problem und untereinander auch keine Extrazölle geplant gehabt. Durch die jetzt von Trump in Gang gesetzte negative Dynamik sehen sich jetzt aber EU und China als Problem an und greifen zu Zöllen, um die heimische Stahlindustrie & Arbeitsplatze zu schützen.

Nationalismus & Borniertheit schaden, egal wo auf der Welt.

EU Zölle auf Stahl

Was unterscheidet und denn noch von der USA, wenn auch wir unsere Stahlproduzenten vor Überkapazitäten durch Dritte mit Zöllen schützen? Selbst, wenn es angeblich nur die „Zusatzmengen“ sein sollen.

Die Eu bietet für Stahlimporteure

jetzt tendenziell die gleiche Lösung an, die Donald Trump auch für Stahlländer (z.B. Südkorea) angeboten hat, die eine Stahlausnahme erhalten haben, nämlich mehr oder weniger große Begrenzung der Stahlimporte auf die Importzahlen der vergangenen Jahre. Ist das eine Rückkehr zur Vernunft in der EU oder nur ein Abkupfern von Ideen der US Regierung?

Vor nur 30 Jahren sind wir

Vor nur 30 Jahren sind wir gut ohne Chinamüll zurecht gekommen. Warum streben wir nicht wieder diesen Zustand an? Nur weil uns eingeredet wird, mir wären am Weltmarkt zu teuer. Liebe Spinner, das ist völliger Unsinn. Seit Generationen sind wir Exportweltmeister. Das geht nicht, wenn man zu teuer wäre.

@10:47 von DrBeyer

"Der Stahl für die Rheinbrücke wird trotzdem größtenteils nicht aus Deutschland kommen, weil die benötigte Stahlsorte hier nicht produziert wird."

Nicht produziert wird, oder nicht produziert werden kann weil verboten / Umweltbelastung?!
Zudem war dieser bis jetzt billiger da keine 25%.
Wie sieht das aus mit der Gewährleistung?
Der Umweltverschmutzung on top durch Transport….
Und wäre ein anderer Stahl von hier nicht wesentlich besser für diese Brücke?
Wie sieht es aus? Was Berlin ihr Flughafen ist Köln demnächst die neue Brücke?!

Und wie hoch sind die Zölle die die EU erheben möchte?

Gibt es hier einen Qualitätsjournalisten, der bitte herausfinden mag in welcher Höhe die EU Zölle zu erheben gewillt ist?

@Emil66 06:30

Der Stahl kommt aus China. So kommt man genau an den Stahl welcher für die Rheinbrücke notwendig ist und gleichzeitig hilft man China gegen die USA. Die Chinesen sind unsere Freunde, die USA unter Trump ganz sicher nicht.

@10:28 von blume

"Der Gegenzoll im "selben" Markt ist der einzig richtige! Alles andere wirkt wie ein verzweifelter Akt."

Ein Gegenzoll auf dem gleichen Markt bringt meist recht wenig, da i.d.R. nicht die gleichen Güter importiert wie exportiert werden.

Kleines Beispiel: Wenn wir anfangen würden Orangen mit Zöllen zu belegen wäre ein ausländischer Gegenzoll auf deutsche Export-Orangen wohl recht wirkungslos.

@blume 10:28

Nein die Zölle auf Whiskey, Jeans und Motorräder sind wichtig und die sollte man nicht rückgängig machen.
Whiskey: Hier spielt keine Rolle ob schottischer Whiskey besser ist. Bourbon Whiskey kommt aus Kentucky und da sind Midterm-Elections wo man Trumps Wählerbasis treffen kann. Jack Daniels kommt aus Tennessee auch ein Bundestaat wo Trump seine Basis hat. Harley Davidson hat den Sitz in Wisconsin und auch hier wieder ein Bundestaat wo man Trump Wähler treffen kann. Gleiches gilt für die Zölle auf Stahl. Man muss gezielt Trumps Basis treffen damit er die Midterm Elections verliert. Man sollte auch Sojabohnen, Milchprodukte, Mais auf die Zolliste nehmen. Ziel muss sein den Rust Belt und den Corn Belt zu treffen, genau damit wird man Donald Trump zerstören, denn wenn dort die Wähler abwandern hat er ein richtiges Problem.

@Emil66

Ich finde den Kommentar von Emil66 wirkt mir erst einmal durchdacht, was einem Gefallen sollte, weil es einfach eine Schande des Internets ist, wenn andere ihr Halbwissen reinposten und andere verzweifelt nach Informationen suchen und sich dann in ihrer Verzweiflung darauf berufen. Sehr gut!

Fragen:
Die Achse USA-EU-China habe ich so auch noch nicht beleuchtet. a) Aber hieße das dann die EU tut der USA einen Gefallen oder nich? b) Und hieße das wenn wir die Zölle auf Whiskey, Jeans & Motorräder wieder rückgängig machen, die EU könnte dann nicht die wortwörtlich zu nutzende "Gelassenheit" gegenüber den USA zum Ausdruck bringen?

Meine Gegenpositionen:
Ich finde aber mit dem Begriff "Nationalismus" muss man aufpassen. Dieser Begriff ist mir in der letzten Zeit zu "inflationär" genutzt. 1. Es bringt die Schrecken des Nationalsozialismuses in ein völlig anderes Gewicht. 2. Schottland und Tschechien sind auch national. Aber mehr um sich selbst zu nützen als ihrem Ausland zu schaden!

@Georg22 11:14

Was uns unterscheidet? Wir sind durch das kriegerische Wirtschaftsverhalten der USA gezwungen dies zu tun. Dies ändert aber nichts an dem Fakt, dass Trump und die Amerikaner damit anfingen und sie werden daran untergehen. Gegen China, Indien, Japan und die EU werden die USA keinen Handelskrieg gewinnen. Es ist klar wer am Ende hier als Sieger hervorgeht.

06:30 von Emil66

Na endlich.

Vielleicht kommt jetzt der Stahl für die Kölner Reinbrücke aus D und nicht von der anderen Seite der Welt.
///
*
*
Auf welcher Rheinseite definieren Sie China?
*
(aber ruhig, damit hat sicher keiner in der EU rechnen müssen)

@Jancipo 10:46

Wir haben keine andere Wahl. Sicher würden es die ganzen EU Kritiker sehr gerne sehen, wenn die EU einfach nichts unternimmt und dann wirtschaftlich daran kaputt geht.
Ist aber nicht so und dies ist auch gut so. Gut für Europa und gut für Deutschland.

Am 19. Juli 2018 um 11:14 von Georg22

"Was unterscheidet und denn noch von der USA, wenn auch wir unsere Stahlproduzenten vor Überkapazitäten durch Dritte mit Zöllen schützen? Selbst, wenn es angeblich nur die „Zusatzmengen“ sein sollen."

Einfache Antwort - nichts! Und dies ist nicht nur bei diesem Thema so.

@Blume11:52

Ich sehe es überhaupt nicht durchdacht was Forist Emil66 sagt. Es gibt in Deutschland nicht den Stahl den man für die Kölner Rheinbrücke benötigt. Da ist es normal wenn man ihn aus anderen Ländern importiert. Zu Ihrem b habe ich schon geantwortet. Die Zölle bleiben sicher bestehen bis 2020 am Tag von den US Wahlen und bis Donald Trump weg vom Fenster ist.
Zum Begriff Nationalismus, da muss man nicht aufpassen man muss es klar benennen. Es wird doch viel zu harmlos mit diesem Begriff umgegangen. Auch Sie verharmlosen Nationalismus. Wir brauchen sowas ganz sicher nicht. Wenn Trump oder Tschechien oder sonst wer meint es wäre die Lösung, bitte, Deutschland sollte nicht auf diesen Zug aufspringen.

Verschleierung

Vielleicht sollte man sich mal die Frage stellen, wem diese Entwicklung nützt? Betrachtet man dann den Strom des Geldes, so findet man sehr schnell die Schuldigen oder zumindest Kriegsgewinnler - die das gern mitnehmen! Wobei es augenscheinlich darauf hinaus läuft, das wir (das Volk) ziemlich an der Nase herumgeführt werden - siehe verdeckte Steuererhöhungen ("So viel Abgaben wie nie" - vor kurzem hier in der Tagesschau zu lesen). Diese wurden hier tatsächlich auch noch positiv dargestellt, da so etwas ja nur möglich sei - wenn es bessere Einkommen gäbe ? Das war wirklich das dümmste, was ich seit langem gehört habe! Dennoch funktioniert derlei Meinungsmache offensichtlich recht gut - leider !

@ex_Bayerndödel 12:02

Wissen Sie von Ihnen mit Ihrer Anti EU, Anti USA, Anti Westen Sicht konnte man auch nichts anderes als so einen Kommentar erwarten. Bei dieser Eindimensionalität und Parteilichkeit können Sie dann auch nicht erwarten, dass man normal miteinander diskutiert.

@11:52 von blume

Was man alles so als "Nationalismus" verkauft, um das Volk gefügig zu halten.....

Für mich sind Zölle der SCHLÜSSEL zur Chancengleichheit.
Wenn in (nur z.B.) China unter subventionierter Industrie mit hier unzulässigen Methoden Stahl produziert wird um wenige reich zu machen und viele Krank, so DARF das hier nicht mit Zollfreiheit belohnt werden.
Zudem ist es auch unfair den hiesigen Unternehmen gegenüber, die nicht so subventioniert sind und sich an die hiesigen Umweltrichtlinien halten müssen.
Und das ist auch gut so.
Und wer glaubt das Umweltverschmutzung an Landesgrenzen haltmacht, ist ein geistig sehr armer Tropf.
Zudem sehe ich die Zollgebühr als Ausgleich zu den hier entgangenen Produktionsabhängigen Steuern.

trump beratungsresistent

da trump beratungsresistent ist, kann juncker sich die reise sparen.
die eu muss auf jeden fall auf usa-produkte zölle erheben, sollte sich trump dazu versteigen, weitere zölle auf produkte aus der eu zu erheben.
des weiteren könnte die eu hohe steuern auf produkte und dienstleistungen von google und co erheben, gleichzeitig aber fiskalische anreize geben, um google und co den zugang auf den eu markt schmackhaft zu machen, mit produkten, die in der eu produziert werden.

Die EU hat Kraft getankt,

Die EU hat Kraft getankt, deshalb ist Junckers Wort wörtlich zu glauben, denn Trump begegnet man mutig und vergnügt, das mag er nicht. Er möchte Angst und Anerkennung, die darf der Populist nicht bekommen.

super, was wird dann teurer?

Alles, wer zahlt, natürlich der kleine Mann.
Was springt für den Staat raus, natürlich mehr Steuereinnahmen.
Manchmal frage ich mich, wenn wir 54,3% Abgaben zahlen, warum ich noch auf Arbeit gehe.

///Am 19. Juli 2018 um 12:12

///Am 19. Juli 2018 um 12:12 von joyomaran
Verschleierung
Vielleicht sollte man sich mal die Frage stellen, wem diese Entwicklung nützt? Betrachtet man dann den Strom des Geldes, so findet man sehr schnell die Schuldigen oder zumindest Kriegsgewinnler - die das gern mitnehmen! Wobei es augenscheinlich darauf hinaus läuft, das wir (das Volk) ziemlich an der Nase herumgeführt werden - siehe verdeckte Steuererhöhungen ("So viel Abgaben wie nie" - vor kurzem hier in der Tagesschau zu lesen). Diese wurden hier tatsächlich auch noch positiv dargestellt, da so etwas ja nur möglich sei - wenn es bessere Einkommen gäbe ? Das war wirklich das dümmste, was ich seit langem gehört habe! Dennoch funktioniert derlei Meinungsmache offensichtlich recht gut - leider !///
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Diese Entwicklung nützt niemandem, da sie das Wachstum und weiteren Wohlstandsanstieg behindert. Tatsächlich sind die Realeinkommen und damit auch die Steuereinnahmen so hoch wie noch nie in Deutschland.

@boesermann 12.30 Uhr

Ich glaube auch nicht, dass Trump einlenken wird. Dennoch finde ich es richtig, dass die Reise gemacht wird. Zum einen muss man sich nicht vorwerfen lassen, den Dialog nicht versucht zu haben und zum anderen wird es eine Zeit nach Trump geben und es erinnern sich dann einige Amerikaner an die Gesprächsbereitschaft.

es geht nur ums Geld

Zahlen für diese Subventionen muss der kleine Mann und hat somit wieder weniger Geld im Portemonnaie.
Danke nach Brüssel.

Mit den Zöllen

... bekommt Trump seine Milliarden für die Mauer zu Mexiko zusammen -- und schon wieder hätte er ein Wahlversprechen erfüllt.

Mal sehen, ob er lange genug im Amt bleibt.

Man beachte ...

wenn die USA Zölle einführt, sind es "Strafzölle". Bei der EU "Schutzzölle".

Man achte auch bei diesem Fall von objektivem Qualitäts-Journalismus auf Framing.

Japan

vor 30-40 Jahren hatten wir jede Menge aus Japan importiert. Die Waren aus China müssen kein Schrott sein wenn man dafür anständig bezahlt. Wir können auch nicht alles selber machen, die Waren aus Deutschland werden zu großen Teilen in Asien hergestellt und nur in DE zusammengesetzt und schwupps....made in Deutschland!

Zoll

Wer zwingt uns denn? Sind wir nicht für einen offenen und freien Handel mit allen Ländern? Warum müssen andere Länder „bestraft“ werden für einen Handelskrieg zwischen USA und EU?
Wo bleibt die Vision eines freien Wettbewerbs? Zumindest gab es auch schon mal die Idee auf Zölle zwischen der EU und den USA ganz zu verzichten.

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