Ihre Meinung zu: Missbrauch vertuscht: Zwölf Monate Haft für Erzbischof Wilson

3. Juli 2018 - 8:06 Uhr

Weil er Kindesmissbrauch durch einen Geistlichen vertuscht haben soll, ist der heutige Erzbischof von Adelaide zu zwölf Monaten Haft verurteilt worden. Für sein Amt dürfte das Folgen haben.

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Kommentare

Sehr gut. Sowas darf man

Sehr gut. Sowas darf man nicht ungestraft lassen.
Wieso wird von moslems jedesmal gefordert,Sie sollten sich vom bombenterror ddistanzieren? Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen. Warum?

Haft für Erzbischof Wilson

Wie weit darf das Schweigen gehen?. Kindesmissbrauch oder jeder andere Missbrauch ist eine Verletzung der Seele. die ist unheilbar. Diese Leute sollten nicht versuchen an Hand Gottesgesetz zu
predigen. Dann noch Vergebung zu erteilen. Der Erzbischof gehört seines Amtes enthoben und sollte sich mal mit einem der Opfer unterhalten.

Ja, auch ein Mann der Kirche hat für seine

Verfehlungen einzustehen. Erst recht, wenn er auf der einen Seite die Liebe predigt, aufruft, sich für die Schwachen einzusetzen, die Bergpredigt als Wegweiser proklamiert...
Selbstverständlich hat er von seinem Hirtenamt zurück zu treten, er hat eben nicht für seine anvertrauten Menschen, gerade für die Kinder gesorgt.
Sicher ist Papst Franziskus involviert, nicht weil seinem Finanzchef ebenfalls vorwürfe gemacht werden, sondern in erster Linie, weil eben Papst Franziskus klar der Meinung ist, dass die Priester, die sich etwas zu Schulden haben kommen lassen, sich vor der weltlichen Gerichtbarkeit zu verantworten haben. Das lässt hoffen!

Gut so

Ich bin zwar erzkatholisch aber das ist ein gutes Urteil. Die heilige Kirche sollte die Strafverfolgungsbehörden ohne wenn und aber bei der Aufklärung unterstützen. Die Kirche besteht aus Menschen. Diese sind nicht ohne Schuld. Daher muss auch hier gesühnt werden.

Einsperren...

...aber alle Beteiligten... Demenz hin oder her, er gehört hinter Gitter...

Ist das alles?

Für die aktive Unterstützung (denn nichts anderes ist es, wenn man eine solche Tat vertuschen möchte) zweier Missbrauchsfälle 12 Monate Arrest? Und dann vielleicht auch noch als einfacher Hausarrest?
Wie wäre es damit: Er bleibt so lange in einem normalen Gefängnis in Haft, bis ein Sachverständiger den Missbrauchsopfern eine vollständige Genesung attestiert - zuzüglich der Zeit, die seit der Tat bis zu ihrer Aufklärung vergangen ist...

tja

Vertuschung von Kindesmissbrauch.
Veruntreuung von Geldern.
Beihilfe zur Korruption mit Hilfe der Vatikanbank
Aufruf zur Unterdrückung von Minderheiten (z.B. Homosexuelle)
Unterstützung von Extremen Gedankengut.
Zuarbeit an repressive Regime.

Die Kirche hat sich in den letzten 100 Jahren (eigentlich 1500 aber da waren die Menschen nicht so kritisch) nicht mit Ruhm bekleckert.

Gleichzeitig sind sie der Meinung sie sind die moralisch höchste Instanz und gefährden damit sogar Menschenleben (Stichwort Verbot von Kondomen in HIV-Risikogebieten)

Jetzt kommt meine Frage:

Warum wundert ihr euch eigentlich, dass die meisten Menschen der Kirche nicht über den Weg trauen, geschweige denn zu ihr gehören möchten?

Ein wichtiges und richtiges

Ein wichtiges und richtiges wegweisendes Urteil.

Der gehört in den Knast was denn sonst..

Das war Beihilfe zur Strafvereitelung. 7% Missbrauch und sicher noch eine hohe Dunkelziffer..Kann mich noch gut an eine Aussage dieser Herrschaften erinnern die sich mir als Jugendlicher eingeprägt hat, war ich damals schon empört darüber: " Küssen ist eine Sünde.. " Wenn ich mir diese Missbrauchsfälle anhöre , dann ist das sowas von unglaublicher Verlogenheit, nicht zu fassen..

@ um 09:13 von Einerer

"Sehr gut. Sowas darf man nicht ungestraft lassen.
Wieso wird von moslems jedesmal gefordert,Sie sollten sich vom bombenterror ddistanzieren? Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen. Warum?"

Ihrem ersten Absatz schließe ich mich an, der Rest ist so daneben, dass mir die Worte fehlen.

Opfer mussten zu lange warten

Wenn jetzt erst die Missbrauchsfälle der 1970'er aufgearbeitet werden, dann heißt das für mich, dass die Fälle, die genau heute passieren, erst in 40 bis 50 Jahren geahndet werden, wenn überhaupt.
Nach Aussage einer mir bekannten Erzieherin, erkennt sie sofort, welche Kinder am Vortag von ihren Eltern misshandelt oder sogar missbraucht wurden. Anzeigen bei der Polizei führten zu nichts. Was ist das nur für eine Welt? Unsere Strafgesetze reichen hinten und vorne nicht aus, aber wehe man mäht seinen Garten nach 18 Uhr. Da steht die Polizei sofort vor dem Zaun.

um 09:13 von Einerer

"Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen. Warum?"

Davon abgesehen, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern meines Wissens verboten ist (wie auch der von Erwachsenen): Man kann sich der Pädophilie nicht entsagen, wenn man davon betroffen ist. Das ist eine Neigung, die höchstens mit den Mitteln der Psychotherapie domestiziert werden kann. Die Kirche oder andere, mit jungen Menschen betrauten Einrichtungen, sollten sich jedoch von Pädophilen abgrenzen, sobald ihre Neigung bekannt ist

selbstverständlich

sollte der bestraft werden
wie jeder Schulleiter auch, der seinen Lehrer versetzt, wenn so ein Fall vorkommt, statt diese Sache zu vertuschen

09:13 von Einerer

Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen
.
erzählen sie mehr davon

Sehr gutes Urteil

Und die Haft bitte nicht als Hausarrest sondern wie es dich gehört hinter schwedischen Gardinen.

Und von solchen Urteilen möchte ich öfter lesen.

kirche im dorf lassen...

der mann hat sich nicht selbst an kindern vergangen. er hat sich, dem damaligen zeitgeist folgend, bemueht, die sache unter den teppich zu kehren, und hat sich folglich vor mehr als 40 jahren der strafvereitlung schuldig gemacht.

dies waere nach deutschem recht wahrscheinlich laengst verjaehrt, und so sollte man dieser sache auch begegnen.

die kinderschaender selbst, sind es, auf die man sich konzentrieren sollte. diesem man gegenueber sollte man sich nicht verhetzen lassen.

friedrich spee.

@Einerer

"Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen. Warum?"
.
weil mit zweierlei Maß gemessen wird.

Allein das Strafmaß ist ein Witz. Sein Amt sollte doch voraussetzen, das er besonders hohen Maßstäbe an Moral und Anstand setzt. Dann das! Genau deswegen sollte er hart bestraft werden.

12 Monate sind zu wenig!

auch wenn er alzheimer haben sollte.
Dann hoffe ich nur, dass er die Zeit auch richtig wahr nimmt und nicht meint er wäre in einem Luxushotel untergebracht oder in Urlaub!

Die Strafe

Die Strafe die jeder bekommen sollte steht im Buch jeder Relegion Christen Nacht der Bibel und die anderen nach ihrer.Fur Kinderschänder kein Pardon.

Baldige Amtsenthebung ?!?

Sobald das Urteil rechtskräftig ist, müssen kurzfristig kirchenrechtliche Konsequenzen folgen. Ein rechtskräftig verurteilter Straftäter ist als amtierender Erzbischof nicht mehr tragbar.

zwölf Monate für hundertfache

zwölf Monate für hundertfache Kindervergewaltigung?
Nicht schlecht. Da würde ein gewöhnlicher Mensch Lebenslang mit Sicherheitsverwahrung und Einzelhaft bekommen. Aber die Elite schützt sich eben gut.

Zölibat abschaffen!

Die katholische Kirche sollte endlich mal das Zölibat abschaffen, das wäre der erste richtige Ansatz. Und das sage ich als Italiener. Ich bin zwar katholisch erzogen worden, finde aber nicht alles gut was da so abgeht. Ich kann das nicht verstehen, wie ein pädophiler Priester Kinder schänden und danach vor seiner Gemeinde eine Predigt halten kann. Für mich unbegreiflich sowas!
Was der Papst Franziskus da macht finde ich gut. Er versucht nicht alles unter den Teppich zu kehren und das ist auch gut so.
Hoffentlich muss dieser Erzbischof Wilson diese 12 Monate in Haft absitzen.
Und nochwas; bitte keine Vergleiche mit anderen Religionen machen. Ich bin mir sicher, dass in jeder Religion solche Sachen auch passieren.

Richtig so!

Egal wer beteiligt ist muss bestraft werden.
Ohne Ansehen der Person.

Die Kirche im Dorf lassen ...

Ich muss immer wieder feststellen, dass verstehendes Lesen eine schwer zu erlernende Fertigkeit zu sein scheint.
Der Mann wurde NICHT wegen Kindesmissbrauch verurteilt und ist auch NICHT pädophil. Er wurde wegen Vertuschung - also einer Form von Strafvereitelung - für schuldig befunden. Ich vertraue den australischen Richtern. Die werden das angemessene Strafmaß kennen und angewendet haben.
Dass die eigentlichen Täter beschtraft werden müssen steht außer Frage. Und auch deren Strafmaß sollte der Tat angemessen sein. Mit Schaum vor dem Mund ein ewiges Wegsperren wegen Vertuschung zu fordern, ist einfach unangemessen. In einem Rechtsstaat geht es um Strafe, nicht um Rache.
Und wer den Papst mit hineinziehen möchte: Derzeit läuft ein Film von Wim Wenders über Papst Franziskus. Der (Papst) äußerst sich dort ganz unmissverständlich zum Thema: Es kann nicht geduldet werden. Es ist zur Anzeige zu bringen. Die Strafverfolgung ist von der Kirche zu unterstützen. Keine Ausnahme. Was denn noch?

12:38 von Holyshit

«zwölf Monate für hundertfache Kindervergewaltigung?
Nicht schlecht. Da würde ein gewöhnlicher Mensch Lebenslang mit Sicherheitsverwahrung und Einzelhaft bekommen. Aber die Elite schützt sich eben gut.»

Der Artikel spricht davon, dass der verurteilte Erzbischof den Missbrauch zweier Messdiener durch einen pädophilen Priester gedeckt hat.

Es ging weder um hundertfache Kindesvergewaltigung, noch wurde Herrn Wilson vorgeworfen, selbst ein Sexualstraftäter (gewesen) zu sein.

Sicherungsverwahrung für Mitwisserschaft.
Heiliges Blechle …!

@Ritchi+Einerer

"Sehr gut. Sowas darf man nicht ungestraft lassen.
Wieso wird von moslems jedesmal gefordert,Sie sollten sich vom bombenterror ddistanzieren? Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen. Warum?"

"Ihrem ersten Absatz schließe ich mich an, der Rest ist so daneben, dass mir die Worte fehlen"

Nein, das ist nicht daneben, das ist nur der Spiegel, der vorgehalten wird. Viele "besorgte Bürger" kritisieren, dass unsere muslimischen Mitbürger sich nicht lautstark genug vom Terror distanzieren. Diese Forderung ist genauso absurd, wie jetzt die Christen aufzufordern sich lautstark von Pädophilie zu distanzieren. Eigentlich sollte klar sein, dass die überwältigende Mehrheit aller Bürger in unserem Lande Terror und Kinderschändung verabscheuen, auch ohne Massenkundgebung vor dem Brandenburger Tor.

Ich denke,

die antiquierte Sozialmoral der katholischen Kirche, vor allem das Zölibat, fördert doch sexuelle Entgleisungen regelrecht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gottgewollt ist, dass Priester nicht heiraten und damit ein erfülltes Sexualleben im Rahmen einer Ehe führen dürfen.

Vielleicht ist es ja so, dass gerade die katholische Kirche damit zum Sammelbecken für Pädophile wurde, da bis vor wenigen Jahren kaum mit Konsequenzen zu rechnen war?

Kindesmissbrauch ist ein so schweres Vergehen, gegen einen anderen, viel schwächeren Menschen, dass jeder, der zum Täter wird, mit der Höchststrafe rechnen sollte. So einen Täter auch noch zu decken, ist der eigentliche Skandal und dass ein Bischof eine solche Schuld auf sich lädt, sollte unbedingt auch zum Verlust jeglicher geistlicher Würden führen.

Hier müsste die Kirche zusätzlich zur strafrechtlichen Verfolgung unbedingt handeln und Ämter entziehen.

@Der_Europäer, 12:38

Die katholische Kirche sollte endlich mal das Zölibat abschaffen, das wäre der erste richtige Ansatz.

Und das würde was bringen? Nihil, nullum, nix. Menschen werden nicht pädophil, weil sie zölibatär leben. Der Anteil der Verheirateten unter den Pädophilen ist so hoch wie in der Gesamtbevölkerung auch.

@ 12:38 Der_Europäer

Es gibt viele gute Gründe, den Pflichtzölibat abzuschaffen. Allerdings ist es ein Trugschluss zu glauben, dass dadurch Missbrauch beendet würde: Die meisten Missbrauchsfälle an Kindern geschehen innerhalb von Familien. Viel wichtiger ist es, transparente Strukturen zu schaffen, autoritäre Macht abzubauen, Kinder zu stärken in ihrer Fähigkeit, sich zu äußern bei emotionalen und körperlichen Übergriffen, und für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, Prävention und klare Verhaltensanweisungen und Strukturen bei Verdacht zu etablieren - nicht nur in der kath. Kirche, sondern weit darüber hinaus.

Da Pädophilie bzw.

Da Pädophilie bzw. Pädosexualität nicht nur eine perverse/abnorme sexuelle Neigung/Fetisch, sondern auch eine psychische Störung, eine Paraphilie ist, ist eine Therapie und Heilung unmöglich und die Wiederholgungsgefahr/Rückfallquote von straffällig gewordenen Pädophilen, also Pädokriminellen (v.a. Serientätern) enorm hoch, genauso wie bei gewöhnlichen Serienvergewaltigern und Seriennmördern auch. Diejenigen die Kindervergewaltigung und Kindesmissbrauch vertuscht haben, sollten hart bestraft werden, keine Frage, aber die Täter selbst deshalb noch viel härter bzw. länger in Gewahrsam bleiben um weitere mögliche Opfer zu vermeiden.
An die irreparabel psychisch geschädigten Opfer denkt aber keiner: Diese sollten HOCHGRADIG entschädigt werden im 5-6 stelligen Bereich für ihre seelischen Qualen und lebenslangen Traumata, egal ob es Jungen waren die Opfer durch homo-/bisexuelle pädokriminelle bigotte Geistliche wurden, oder Mädchen von heterosexuellen pädokriminellen bigotten Geistlichen.

7 % sind der katholischen Priester.........

7 % sind ja 70 von tausend ? Heftig der Verein !

@Einerer 9:17

„Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen. Warum?“

Wie kommen Sie darauf, dass sie nicht dazu aufgefordert werden? Auch innerkirchlich, genauer gesagt in Can. 1395, §2 des CIC ist das der Fall (CIC= Codex Iuris Canonici, das Gesetzbuch des katholischen Kirchenrechts).

Und im weltlichen Strafrecht sind pädophile Straftaten durch Katholiken natürlich ebenso mit Strafe bedroht wie bei allen anderen Menschen auch.

Wer hätte das gedacht?

Wer hätte das gedacht? Australien wagt es tatsächlich die unantastbaren "Hirten" der christlichen Welt für ihre Verbrechen zu bestrafen. Zwar nur dieser Eine, aber immerhin.
Doch was ist mit dem Rest der christlichen Welt, wo diese Verbrechen "Gang und Gäbe" sind und nicht geahndet werden, sondern nur vertuscht? Ist Kirche und Staat doch nicht getrennt, sowie Autoindustrie und Staat? Fragen über Fragen.

@frosthorn

Zitat von Der_Europäer
"Die katholische Kirche sollte endlich mal das Zölibat abschaffen, das wäre der erste richtige Ansatz."

Zitat von @frosthorn
"Und das würde was bringen? Nihil, nullum, nix. Menschen werden nicht pädophil, weil sie zölibatär leben. Der Anteil der Verheirateten unter den Pädophilen ist so hoch wie in der Gesamtbevölkerung auch."

Darum geht es nicht, das Zölibat verbietet allen Geistlichen Sex und unterdrückt damit zwangsweise den Sexualtrieb, denn die wenigsten Menschen sind asexuell, auch die Priester und Mönche nicht, die zwangsweise in Askese bzw. sexueller Enthaltsamkeit leben. Bekanntlich suchen sich die erwachsenen Täter die schwächsten widerstandsunfähigsten Opfer, also Kinder und Jugendliche aus und begehen Machtmissbrauch. So werden sie pädosexuell und begehen pädokriminelle Straftaten, obwohl sie vorher oft gar nicht pädophil waren - so wie Vergewaltiger die oft gar nicht pädophil waren aber durch minderjährige Zufalls-Opfer zu Pädokriminellen werden.

Am 03. Juli 2018 um 13:48 von Anonymer-User

"Darum geht es nicht, das Zölibat verbietet allen Geistlichen Sex und unterdrückt damit zwangsweise den Sexualtrieb, denn die wenigsten Menschen sind asexuell, auch die Priester und Mönche nicht, die zwangsweise in Askese bzw. sexueller Enthaltsamkeit leben."

Irgendwie sind Sie da nicht ganz richtig informiert, die katholische Kirche zahlt den Geistlichen sogar Bordellbesuche.

Am 03. Juli 2018 um 11:43 von flodian

"@Einerer
"Katholiken werden nicht aufgefordert, der pädophile zu entsagen. Warum?"
.
weil mit zweierlei Maß gemessen wird."

Es ist immer wieder erhellend, mit wie wenig Wissen man Kommentare verfassen kann. Laut katholischer Kirche ist jeder außereheliche Geschlechtsverkehr verboten, in der Ehe Pflicht, allerdings nur zum Zweck der Zeugung. Ist auch merkwürdig, gebe ich offen zu.

Rücktrittsforderung

Wenn es wirklich das ist, was Misbrauchsopfer hier, vermutlich lautstark in Schrift und Wort, fordern, dann zeugt das von beeindruckender Charakterstärke.

Nicht wider die Kirche generell, kein gleichsetzen der Taten des Erzbischofs, oder gar der ganzen Kirche, mit Kindesmissbrauch: Nein, "nur" die Rücktrittsforderung. Das heißt, die Kirche im Dorf zu lassen.

Ich kann mir nur ausmalen, wieviel Dunkelheit und Emotion hier in den Betroffenen tobt. Angesichts dessen eine vernünftige und gemäßigte Maßnahme zu fordern: Da können wir uns alle eine Scheibe abschneiden.
Meinen größten Respekt.

13:18 von LiNe

so einen Täter auch noch zu decken, ist der eigentliche Skandal
.
stimmt
aber definitiv kein ausschließliches kirchliches Problem
haben sie mal ne Schule erlebt die hinsteht und sagt wir haben ein Drogenproblem,
das wird totgeschwiegen, könnte ja dem Ruf schaden
Ein Lehrer wird auch versetzt bevor es ruchbar wird ….
und seien wir doch ehrlich … "Nestbeschmutzer" woher kommt der Begriff,
wenn die Sache "unter den Tisch kehren" nicht üblich wäre
Bei der Bundeswehr, bei der Polizei, in Vereinen …. und vorallem in der Familie !
zeigt man den eigenen Opa an oder den Onkel,
lieber läßt man das Kind/Opfer im Regen stehen,
als die Familie bloßstellen

da müsste ein Umdenken erfolgen, wo die Grenzen sind zwischen Loyalität seinen Mitarbeitern/Firma gegenüber und den Rechten der Einzelnen

Zölibat, Pädophilie und Kindesmisbrauch

Jüngere Studien deuten darauf hin, dass bei Weitem nicht aller Kindesmisbrauch auf Pädophilie zurückzuführen ist.
Pädophilie, also eine Sexualpräferenz, die sich auf Kinder bezieht, ist für sich nicht inherent gewalttätig und auch nicht illegal. Natürlich ist anzunehmen, dass Pädophilie ein deutlich gesteigertes Risiko mit sich bringt, aber dass ist eben "nur" ein Risiko - kein "Schicksal", dem nicht zu entgehen wäre.
Währenddessen bedroht Kinder offenbar nicht nur eine solche Präferenz, sondern auch ganz schlicht ihre Schwäche, bzw. ihr Ausgeliefertsein ggü. solchen, deren Sexualtrieb ansonsten keinen, oder nur mangelhaften Ausdruck findet.

Sprich: Ob das Zölibat Priester pädophil macht, also ihre Sexualpräferenz ändert, ist fragwürdig. Dass es aber Kindesmisbrauch begünstigt, auch ungeachtet der sexuellen Präferenz, erscheint nach meinem Kenntnisstand als keineswegs abwegige Vermutung.

Gefährliches Halbwissen.
Besser, man liest selbst nach, bevor man urteilt.

Immer wieder erschreckend

Ich empfinde es immer wieder als sehr erschreckend, wie Religionen mit Kindern umgehen, zumal ich religiös erzogen und als Kind verprügelt wurde. Die Katholische Kirche hat ein historisches Register unmoralischer Fehlentscheidungen, nicht nur bei Kindern. Sie stand seit dem Reichskonkordat des Vatikans vom Juli 1933 im Bündnis mit dem NS-Staat. Übrigens ohne Rücksicht auf die schon damals bestehenden ersten KZs. Papst Franziskus versucht zwar Verbesserungen, aber es bleibt an der Oberfläche.

Um bei der Sache zu bleiben ...

Ich hatte den Artikel so gelesen, dass ein Verantwortlicher in der Kath. Kirchenleitung für Fehlentscheidungen, die das Strafrecht berühren, weil sie die Würde von Minderjährigen zerstörten, zur Rechenschaft gezogen wurde.
Gut so. Ein deutliches Zeichen. Gefällt mir.
Warum das aber mit den letzten 1500 Jahren Kulturgeschichte zu tun haben soll, kann ich nicht nachvollziehen.
Pädophilie ist leider kein Alleinstellungsmerkmal pathologisch-klerikaler Subkultur. Diese Schublade ist zu einfach.
Im Übrigen gehören in meiner Stadt mit 120000 Einwohnern die "meisten" Menschen zu christlichen Gruppen/Konfessionen. Ich vermute, die haben Gründe dafür.

Das Zölibat

wurde im Mittelalter erst eingeführt. Es garantierte der Kirche, dass der (Grund)Besitz der Priester und Mönche direkt in den Besitz der katholischen Kirche übergehen konnte und keine legitimen Erben Ansprüche darauf anmelden konnten. So kam die Kirche zu ihrem Reichtum. Mit Sex oder der Bibel hatte das nichts zu tun. Bis heute ist das ein wesentliches Argument. Deshalb gibt es auch keinen Papst, der jemals daran rütteln würde. Keiner sägt an dem Ast, auf dem er sitzt.

@13:44 MGD

Wie sollten auch bei diesem belastenden und schwerwiegenden Thema bei der Wahrheit bleiben: es wird nicht "nur vertuscht", es wird auch bei uns aufgeklärt, Strafantrag gestellt, verurteilt, Prävention verstärkt. Die kath. Jugendverbände sind deutschlandweit sogar durchaus Vorreiter bei der Prävention. Das anerkennen Fachleute.

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