Ihre Meinung zu: Sachverständigenrat legt Ideen für Notaufnahmen vor

2. Juli 2018 - 19:51 Uhr

Die Notaufnahmen in Deutschland sind überlastet. In Berlin hat der Sachverständigenrat Gesundheit in seinem Gutachten Vorschläge vorgestellt, um das zu ändern. Von Simon Köppl.

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Kommentare

Wie wäre es mit mehr

Wie wäre es mit mehr Ärzten?
Die Summe der Patienten bleibt gleich. Egal wie wir sie verwalten.
Warum können sich Ärzte nicht nach Bedarf nieder lassen?
Kein Mensch käme auf die Idee, Friseuren vorzuschreiben, wie viele an einem Ort sein dürfen. Den Rest regelt der Markt von alleine.

Es dauert halt lange bis man einen Termin bekommt

Ich habe das erst in den Medien erfahren dass es da den Trick mit der Notaufnahme gibt. Da bekommt man am gleichen Tag noch einen Termin. Mich haben die Ärzte zum Teil bis zu einem halben Jahr auf einen Termin warten lassen. Heute habe ich wieder einen Termin gemacht: In nur 6 Wochen!

Falscher Ansatz

Diese Sichtung ist Aufgabe des Hausarztes. Per Telefon oder Skype geht das nicht.

Die Leute gehen in die Notaufnahme, weil Hausärzte nicht mehr vorhanden oder zu erreichen sind. Ist aber kein Wunder, da die Hausarztausbildung seit Jahren sehenden Auges an die Wand gefahren wird.

Ein Beispiel: derzeit will meine Hausärztin in Ruhestand gehen. Obwohl sie die Praxis verschenkt, findet sich kein Nachfolger.

Egal, denn ich weiß ja, wo die nächste Notaufnahme ist.

"Notfallzentrum am

"Notfallzentrum am Krankenhaus"

Die Idee findet Zustimmung. Warum wohl?

Schon heute "speisen" die Notaufnahmen die Krankenhäuser mit Patienten aller Art. Da fällt die Bemerkung doch mal eben: "Das sollten wir vielleicht doch beobachten ..." und schon ist die Mutter mit einer Stationären Behandlung des Kindes einverstanden. Viele Beispiele kann man hier anknüpfen...

Was spricht also dagegen, so ein System auszubauen?

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Die Moderation

Wer

...hat eigentlich mal die Rettungsdienst mitarbeiter,Leistellendisponenten,Krankenschwestern und Notärute und die LNA um ihre Meinung gefragt?
Keiner...

2 Stunden

Trotz Überweisung vom Durchgangsarzt habe ich im Helios Klinikum Siegburg 2 Stunden in Designersesseln mit gebrochenem Bein auf meine Weiterbehandlung gewartet. Unser System ist auf Gewinn ausgerichtet. Danke für gar nichts Herr Lauterbach.

Da wird wieder ein Symptom verarztet

Ganz tolle Idee. Statt für mehr Hausärzte und Fachärzte zu sorgen, baut man einfach die Notfallbehandlung um. Das spart den Kassen nämlich eine Menge Geld. Krankenhäuser sind eh immer besetzt. Und dabei ist allen klar, warum die Leute in die Notaufnahme gehen. Mache ich auch, man will ja nicht ein halbes Jahr auf den Augenarzttermin warten.

Schlimm

Schlimm wie sich da das deutsche Gesundheitssystem entwickelt hat. Ich lebe seit 22 Jahren in USA (versichert), hier bekomme ich einen Hausarzttermin umgehend, interbank von 2 Tagen und bei Bedarf manchmal noch am selben Tag. Manchmal ist der Termin bei einem Assistenten, was nicht schlechter ist. Ausserdem kann ich auch direkt zum Facharzt wenn ich das will. Fuer dringende Sachen gibt es ausserdem ueberall "urgent care centers" die sehr gut sind. Die Notaufnahme sollte man nur bei wirklichen Notfaellen in Anspruch nehmen - Unfall, Infarkt, Blutverlust etc.

ich kenn beide Seiten..

Als Ehemann einer Krebspatientin (Glioblastom),der ständig hinterher sein muss,dass Termine mit dem Neurologen alle 3-4 Monate funktionieren..
Kliniktermine mit der eigenen Arbeitszeit korrelieren..
Verständnis für Alles aufbringen muss..

und als Fachkrankenpfleger,der den alltäglichen Wahnsinn dieses Gesundheitswesen seit 30 Jahren mitverfolgt und langsam daran verzweifelt..

Wir brauchen..
mehr Geld pro Termin in der Notaufnahme..

Verständnis für Patienten, die aufgrund fehlenden Fachwissens die Notaufnahmen frequentieren..

bessere Verteilung der niedergelassenen Ärzte unter Reduzierung der ärztlichen Ständevertretungen (die kosten auch viel Geld)

massive Aufklärung der Bevölkerung über Krankheiten und Symptome - nicht über Dr. Google!

Es würde schon reichen,

wenn die Patienten selbst einmal das Hirn einschalten würden.

Wieso muss man wegen Durchfall seit gestern Abend, einem Zeckenbiss oder Kreuzweh seit zwei Wochen unbedingt jetzt sofort in die Notaufnahme?

Ich habe das Gefühl, dass die letzten Jahre und Jahrzehnte das Gesundheitsbewusstsein und Gefühl der Deutschen für den eigenen Körper zurückgegangen ist - im Gegensatz dazu ist die Anspruchshaltung durch die Decke gegangen. Man zahlt ja auch, da will man auch etwas für sein Geld haben.

Schon in der Schule sollte ein Fach "Gesundheit" eingeführt werden - oder in Biologie integriert werden und dort weniger wichtige Inhalte ersetzen.

Alternativ könnte man von jedem, der in die NA kommt, von vornherein 20 € verlangen, die er nur dann wieder bekommt, wenn es sich wirklich um einen sofort behandlungsbedürftigen Notfall gehandelt hat. Oder einfach den Patienten eine Kostenaufstellung (keine Rechnung!) mitgeben - viele wissen gar nicht, was ein Besuch in der NA eigentlich kostet.

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