Ihre Meinung zu: "Lifeline"-Kapitän weist Anschuldigungen zurück

2. Juli 2018 - 12:11 Uhr

Der Kapitän des auf der Insel Malta festliegenden Rettungsschiffes "Lifeline" hat erstmals vor Gericht ausgesagt. Dabei wies er alle Anschuldigungen zurück. Zugleich übte er scharfe Kritik an der EU.

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Kommentare

Ungute Situation

Helfen ja, aber wie?
Seenotrettung wird die Menschen weiter aufs Mittelmeer treiben. Aus jeder Rettungsaktion schlagen die Populisten Kapital, bis sie an der Macht sind. Ist es dann nicht doch auch vernünftig, die Außengrenzen wenigstens für eine Zeit zu schließen, das Mittelmeer soweit wie möglich abzuriegeln?
Aber was können wir tun? Wie können wir die Fluchtursachen beseitigen? Das ist doch die entscheidende Frage.

Warum wird hier eigentlich

Warum wird hier eigentlich noch der Spendenaufruf von Böhmermann erwähnt? Ich sehe das für ein neutrales Medium in dem Zusammenhang als Nogo, schließlich reden wir hier nicht über Hilfsgelder einer Umweltkatastrophe, sondern über ein normales Gerichtsverfahren und da hat so etwas rein gar nichts hier zu suchen.

Die Retter ...

... werden bekämpft, nicht die Fluchtursachen.

Moralisch mag er vielleicht

Moralisch mag er vielleicht recht haben, aber wenn er gegen geltendes Recht verstoßen hat, muss er verurteilt werden. Der Zweck heiligt auch hier nicht die Mittel.

Null Einsicht

Null Einsicht oder Schuldbewusstsein. Bleibt zu hoffen, daß das nach der Verurteilung und Strafmaß einfließt.

Ja so ist sie halt unsere EU!

Ja so ist sie halt unsere EU! Neue Märkte nimmt man gern an, auch auf dem afrikanischen Kontinent. Wenn es aber darum geht den Menschen dort auch etwas zu geben, herrscht sehr schnell Funkstille in der EU.
Und der Kapitän hat recht. "Es ist wiederlich..."
Man ist immer sehr schnell mit dabei ein Regieme, oder eine Regierung zu stürzen, wenn es den Geschäften dienlich ist. Was aber nach so einem Sturz kommt, da ist man hilflos und skrupellos gegenüber den "Befreiten".
Wiederlich, ist da noch ein sehr flaches Wort. Mir würden da noch andere einfallen.
Und das man, wenn man Menschen rettet auch noch vor Gericht gezerrt wird, sagt mehr über die EU aus, als Brüssel zugeben würde!

nur eine Seite

Das klingt wie eine Verteidigungsrede vor Gericht. Und da darf schließlich gelogen werden, wenn es dem eigenen Wohl hilft.
Jetzt würde ich auch gern mal die Anklageschrift der ital. Behörden lesen.
Das wäre nämlich das ganze Bild - wie es so schön bei PHOENIX heisst.

Es wird nie beantwortet

oder überhaupt thematisiert, dass diese NGOs nach der Aufnahme von Flüchtlingen den längeren Weg nach EU statt an die afrikanische Küste wählen. Retten ist ja löblich, aber indem die Fahrt in Richtung Europa einfach weitergeführt wird, fördert man das Schlepperwesen doch. Rettet die Leute, fahrt sie zurück an die nächstgelegene Küste, und in kürzester Zeit spricht sich das rum. Australien macht das sehr gut anschaulich vor und es funktioniert.

Wegen Schleppertums ins Gefängnis

Alle müssen sich an geltendes Seerecht halten, den nächsten Hafen ansteuern. Fertig, für schuldig befunden.
Alles andere sind Schlepper.
Wer auf Leute wartete um sie aufzunehmen, ist für mich eindeutig ein Schlepper.

Unchristlich

"Die EU nimmt das Sterben aus politischen Gründen in Kauf. Das ist widerlich", sagte der Kapitän."
Nicht nur widerlich, auch unethisch und unchristlich - vielleicht sollte der Papst die Verantwortlichen exkommunizieren?

Wenn die Migranten nicht ganz sicher wüssten ...

... das in Sichtweite der Lybischen Küste die "ehrenamtlichen Schlepper" von Lifeline & Co auf sie warten, so würden sie nie und nimmer mit derart seeuntüchtigen Booten versuchen Lampedusa o.ä, zu erreichen.
Hoffentlich werden die Schiffe beschlagnahmt und die ehrenamtlichen Schlepper zur Kostenübernahme verurteilt.
Nur so lässt sich das Sterben im Mittelmeer stoppen.

Die Uneinsichtigkeit des Kapitäns

sollte von einem Arzt begutachtet werden:
- der Kapitän schädigt sich (Verstoß gegen bestehendes Recht)
- der Kapitän schädigt andere (z.B. mich durch erhöhtes finanzielles Aufkommen für Dinge, die ICH überhaupt nicht haben will)
- der Kapitän ist uneinsichtig ("... bin mir keiner Schuld bewußt …")
Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, um den Kapitän in die Psychiatrie einzuweisen; je schneller, desto besser, bevor er NOCH mehr Unheil anrichten kann.

Es gäbe nichts gegen private Retter einzuwenden ...

... wenn sie die Geretteten in Lybien an Land bringen würden ! So aber werden sie nur zu ehrenamtlichen Schleusern!

Lifeline.de ???

Warum fährt ein angeblich deutsches Schiff unter niederländischer Flagge? Niederländische Behörden haben aber keine
offizielle Registrierung dieses Schiffes feststellen können, wie es heißt. Also stimmt doch da irgendetwas nicht.

besser kann man's nicht ausdrücken

"Was ist das für eine Welt, in der stärker gegen das Retten als gegen das Sterben vorgegangen wird?", so der Kapitän.

Und wenn ich hier bei uns Politiker und andere wettern höre, die Seenotretter seien "Kriminelle", dann könnte mir übel werden. Man trägt den Egoismus inzwischen vor sich her wie eine Tugend. Ich hätte diese Veränderung in unserem Denken, Empfinden und vor allem in unseren Werten nie für möglich gehalten.

Die Zeit der privaten

Die Zeit der privaten Rettungsdienste scheint vorbei zu sein.

Seltsame Zeiten …

Mir scheint, gegen das Retten wird dieser Tage härter vorgegangen als gegen das Sterben. Seltsame Zeiten …

Helden

Helden des Alltags stehen vor Gericht - Menschen, die sich aufmachen um Menschenleben zu retten.
Widerlich ist genau das richtige Wort. Da sei an einen Song von BAP erinnert. Schon alt.
Es muss immer, jenseits der großen Politik, Platz sein für humanitäre Aktionen. Wer gegen diese Lebensretter aus strategisch- politischen Gründen argumentiert - dürfte mit ähnlichen Argumenten auch gegen Sanitäter auf Schlachtfeldern des Krieges sein. Kommt man selbst in eine Notlage - wird sich diese Meinung vermutlich ändern.

vor der lyrischen Küste

Es ist doch genau das Problem: Es wird vor lybischer Küste gerettet und man fährt die Schiffbrüchigen nicht zum nächsten Hafen sondern ein paar hundert Kilometer durchs Mittelmeer um quasi wie in einem Fährverkehr die Leute in die EU zu bringen. Das ist einfach nicht rechtens. Je mehr solche Schiffe es gibt, je mehr Flüchtlinge werden kommen und je mehr Schlepper weiten ihr Geschäft aus. Die Flüchtlinge sollten zurück nach Libyen gebracht werden, zum Beispiel in zu errichtende UN Flüchtlingslager und dort kann dann jeder einen Asylantrag stellen. Dann wäre der Standard für die Unterbringung gewahrt, man könnte sogar weltweit verteilen und es währe rechtens.

Es war für mich ein

Highlight die "Lifeline" im geschlossen Hafen von Valetta mit eigenen Augen zu sehen. Ganz klar am auslaufen gehindert. Und das ist gut so.

Na sicher,

sind die sich keiner Schuld bewusst. Wie hieß es im Interview mit dem Kapitän noch gleich... 'er habe alle Anweisungen befolgt bis auf jene die Migranten in einen lybischen Hafen zu fahren.'?
Kann mir gut vorstellen das die lybische Küstenwache schlecht auf die Lifeline zu sprechen ist. Haben sicher auch schon Migranten vor deren Nase eingesammelt und sich geweigert ihnen Platz zu machen, liest man ja öfter mal.

Böhmermann, zu dem braucht man nichts mehr sagen. Ist das nun ein Versuch seine aus dem Ruder gelaufene Aktion 'Reconquísta Internet' aus dem Rampenlicht zu bringen? Einfach nur peinlich dieser Mann.

Hoffe die NGOs werden endlich aus dem Verkehr gezogen, sind auch nur Schlepper unter einer Maske.

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Flughafen

Warum wird auf See das nicht wie auf jeden Internationalen Flughafen der EU gehandhabt jeder ohne gültige Papiere kommt nicht aus den Transit Bereichen heraus und wird zurück geschickt. Da kommt niemand auf die Idee diese Handhabung als Unmenschlich zu bezeichnen.

220 gegenüber 22.000

Wie verhält sich dieser eine Fall von 220 Geretteten gegenüber den mehr als 22.000 Menschen, welche durch die beiden Militärmissionen in dieser Mittelmeerregion bereits geborgen wurden? Warum die Aufregung über die mutige Aktion einer kleinen NGO und kein Wort über das, was für die staatlichen Akteure, darunter auch die Bundeswehr, anscheinend alltäglich ist? Wo sind die 22.000 geblieben? Wie viele Menschen werden gerade jetzt gerettet? Wer hat in dieser engmaschig kontrollierten Weltgegend den besten Überblick?

Lifeline-Perspektive

Schade ist, dass die Dokumentation des Handelns der Lifeline-Besatzung anscheinend dünn ist. Werden die Rettungsaktionen nicht dokumentiert, z.B. durch Fotos oder Video? Ist kein Mitschnitt des Funkverkehrs gespeichert? Wie lautet der Auszug aus dem Logbuch? Hat die italienische Rettungsleitstelle keinen Vermerk erstellt? Warum hat die NGO noch nicht die Artikel und Dokumente auf ihrer Internetpräsenz ergänzt und aktualisiert? Warum finden sich dort kein Geschäftsbericht oder transparente Finanzzahlen? Die Beantwortung dieser Fragen wäre einen Reportageeinsatz wert. Dass die NGO gute Rettungsstatistiken, Erfolgsberichte und Aufmerksamkeit mit hoher Reichweite für das Sammeln von Spenden benötigt, ist verständlich. Wer versucht das nicht?

13:47, mündig12

>>Es wird nie beantwortet
oder überhaupt thematisiert, dass diese NGOs nach der Aufnahme von Flüchtlingen den längeren Weg nach EU statt an die afrikanische Küste wählen. <<

Beschäftigen Sie sich doch bitte mal mit dem Seerecht.

Nach dem ist es nicht erlaubt, Menschen in Häfen abzusetzen, in denen ihnen Gefahr für Leib und Leben droht.

>>Rettet die Leute, fahrt sie zurück an die nächstgelegene Küste, und in kürzester Zeit spricht sich das rum. Australien macht das sehr gut anschaulich vor und es funktioniert.<<

Australien leistet sich Quasi-Kolonien, bitterarme Inseln, deren korrupte Regierungen bestochen werden um Flüchtlinge in Lagern zu kasernieren, unter menschenunwürdigen Umständen.

Was die "Seenotrettung" angeht, so wird diese von der australischen Regierung als militärisches Staatsgeheimnis betrachtet, es gibt eine strikte Nachrichtensperre.

Gelegentlich dringt mal was durch, dank Whistleblowern.

Ishihori 13:51

“...sollte von einem Arzt begutachtet werden:
- der Kapitän schädigt sich (Verstoß gegen bestehendes Recht)
- der Kapitän schädigt andere (z.B. mich durch erhöhtes finanzielles Aufkommen für Dinge, die ICH überhaupt nicht haben will)
- der Kapitän ist uneinsichtig ("... bin mir keiner Schuld bewußt …")
Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, um den Kapitän in die Psychiatrie einzuweisen...“

1. Der gute Mann hat wie jedermann ein Recht, sich selbst zu schädigen, soviel er Lust hat (Suizid ausgenommen).
2. Sie haben keine Ahnung, an wie viel Mist ich mich finanziell beteiligen muss ohne es zu wollen (z.B. Sportveranstaltungen)
3. Der Käpt'n steht zu seiner moralischen Haltung, auch das ist sein Recht.
Falls man Ihre Psychatrie-Aufnahmebedingungen anwenden würde, die Straßen wären gähnend leer...

Vorwurf? Berichterstattung?

"Die Behörden werfen dem Flüchtlingshelfer vor, sich Anweisungen widersetzt und gegen internationales Recht verstoßen zu haben."

Sehr geehrte Redaktion, zuletzt (28.06.) hieß es hier doch noch, die Anklage bezieht sich darauf, dass "Lifeline" nur im holländischen Wassersportregister verzeichnet.

Nun auf einmal ganz andere Anschuldigungen.

Woher die plötzliche Wende?

Und warum wird das in der Berichterstattung nicht beleuchtet?

14:02 von baumgart67

>>vor der lyrischen Küste
Es ist doch genau das Problem: Es wird vor lybischer Küste gerettet und man fährt die Schiffbrüchigen nicht zum nächsten Hafen sondern ein paar hundert Kilometer durchs Mittelmeer um quasi wie in einem Fährverkehr die Leute in die EU zu bringen.<<

Weder lyrisch noch lybisch, sondern libysch.

Machen Sie sich bitte einmal kundig, was der Europarat zu den Lagern in Libyen, in die Menschen, die in Libyen abgesetzt werden, kommen, zu sagen hat.

Leicht zu finden, wenn man die Begriffe Libyen, Lager, Europarat eingibt.

13:40, Görlitzer Görl

Fluchtursachen beseitigen, "Seenotrettung" bewirkt augenscheinlich das Gegenteil, sie erzeugt bei den Stärksten der Armen unrealistische Hoffnung.

Das sind die christlichen Werte des Westens!

Wann startet denn der europäische Sondergipfel zur Fluchtursachenbeseitigung?
Hat sich Frau Merkel dazu schon geäußert?
Im Herbst 2015 hat Merkel noch behauptet, die Fluchtursachenbeseitigung sei ihr dringendstes Anliegen.
Bei dieser Behauptung ist es offenbar geblieben.
Ein NATO-Gipfel zur Beendigung der Kriege und der Ausbeutung in Afrika und Vorderasien wäre dann auch mal dringend erforderlich.
Unsere wichtigsten Verbündeten, Frankreich, England und die USA sorgen mit deutscher Unterstützung täglich für neue Fluchtursachen. Daran muss sich sofort erwas ändern, denn das hat mit christlichen Werten überhaupt nichts zu tun. Aber die christlichen Werte gelten anscheinend nur bestimmte Menschen. Nicht für deren Opfer!

Eine schwierige Situation

Man kann unzweifelhaft feststellen, dass die Lifeline eine große Gruppe Menschen aus Seenot gerettet hat. Das Problem sind die Details die zu dieser Seenot und Rettung geführt haben.

Die Flüchtenden waren mit voller Absicht auf einem untauglichen Boot, weil sie wissen, dass dann Hilfsschiffe kommen, sie retten und nach Europa bringen. Die Lifeline hat nach allem was wissen an den bekannten Stellen bereits gewartet, weil sie genau wussten das sich dort demnächst wieder Leute absichtlich in Seenot bringen.

Wäre die Lifeline also nicht da gewesen hätte es jetzt vermutlich mehrere hunderte Tote gegeben. Wäre sie (und andere) nicht dagewesen hätte man in Zukunft weitere Tote ersparen können. Für mich kann die Lösung eigentlich nur sein solche Leute konsequent zurück ins Herkunftsland zu schicken. Dann stirbt keiner und keiner begibt sich absichtlich in Lebensgefahr.

Bedrohungen.

"Die Küstenwache Libyens habe seine Besatzung und ihn "noch vor kurzem mit dem Tod bedroht"."

Möglicherweise nützlicher Hinweis für alle, die immer noch regelmäßig fragen, warum Schiffe wie "Lifeline" die Geretteten nicht sofort an der libyschen Küste absetzen...

...

Mein Eindruck von dieser Organisation wird immer unprofessioneller. Entweder hilft man Menschen oder man macht Politik - beides zusammen führt eine Organisation genau dahin, wo die jetzt sind.

Man hat es sich bei allen Autoritäten, auf deren wohlwollende Zusammenarbeit man nunmal angewiesen ist, wenn man Hilfe für Menschen belastbar und nachhaltig gestalten möchte, verdorben. Da muss man sich dann die Frage gefallen lassen, ob man wirklich alles richtig macht ...

Aber, ach. Typisch an der Berichterstattung zum gesamten Themenkomplex bei der Tagesschau ist ja auch, dass es keinerlei kritischen Blick auf die Helfer gibt.

unfassbar

Es gibt wirklich Leute, die denken, dass sich die Flüchtlinge darauf verlassen, dass sie von Schiffen wie der "Lifeline" gerettet werden, und dass deswegen mehr Flüchtlinge kommen. Wie weit von der Realität entfernt kann man denn leben?

Rationalität

Bitte einmal rational begründen, warum nicht die lybische Küste als Anlegeort gewählt wurde. Dankeschön.

Kann man nur bekräftigen

"Das wäre nämlich das ganze Bild - wie es so schön bei PHOENIX heisst."
Bei jeder diesbezüglichen Meldung stellt man hier vergeblich die Frage:
1. Wo exakt wurden die Flüchtlinge aufgenommen und was sagt das Seerecht bezogen auf diese Koordinaten?
2. Treffen die wiederholten Vorwürfe zu, die Schiffe sind nirgendwo registriert und demzufolge auch nicht versichert?
Das sind doch Informationen, die von Korrespondenten vor Ort rasch recherchierbar sind!
Möchte nur an meine Warnung 2015 erinnern, als hier im Forum (ungehindert) zu "Hilfsfahrten" nach Ungarn aufgerufen wurde. Erst die Warnung der BP beendete diese Aufrufe zur illegalen Schleusung!
Rechtlich gesehen scheint es hier ähnlich zu liegen.

Naja.....

Diese ganze unglückliche Hilfe von Einzelnen Personen und Organisationen die sich berufen fühlen die Welt zu Retten wecken nur falsche Hoffnung und kostet Menschenleben, deshalb diese Rettungen nur von staatlicher Seite und alles andere verbieten und unter Strafe stellen. Mm.

Frontex Chef begrüsst Ende der Naivität

Wenn ich mir den Beitrag der TS und etliche Kommentare hier ansehe, dann ist das Zitat von Frontex Chef Leggeri für alle EU Ländern zutreffend...nur nicht für Deutschland.

Beschlüsse des EU-Gipfels. Frontex-Chef begrüßt "Ende der Naivität".
https://www.n-tv.de/politik/Frontex-Chef-begruesst-Ende-der-Naivitaet-ar...

15:50, Schneewolf

>>Fluchtursachen beseitigen, "Seenotrettung" bewirkt augenscheinlich das Gegenteil, sie erzeugt bei den Stärksten der Armen unrealistische Hoffnung.<<

Auch eine von den rechten Legenden.

Die Menschen kamen schon vorher übers Mittelmeer.

Gerettet werden die wenigsten. Die allermeisten schaffen es aus eigener Kraft an irgendwelche italienischen Strände. Viele ertrinken aber.

Seit Jahrzehnten ist das so.

Ich habe hier im Forum oft den Eindruck, meine geschätzten Mitforisten befassten sich erst seit letzter Woche mit der weltpolitischen Lage.

"Fernsehmoderator Jan

"Fernsehmoderator Jan Böhmermann hat eine Online-Spendenaktion für den Verein "Mission Lifeline" gestartet. Über die Internetplattform "Leetchi" kamen bis bislang fast 100.000 Euro zusammen. Ziel der Kampagne ist, der Besatzung der "Lifeline" die "bestmögliche Verteidigung, die man für Geld kaufen kann" zu ermöglichen."

Darf ARD überhaupt sowas veröffentlichen? Ist das nicht gegen die Regeln, welche die ARD unterliegt?

@um 16:04 von rossundreiter

"Bedrohungen.

"Die Küstenwache Libyens habe seine Besatzung und ihn "noch vor kurzem mit dem Tod bedroht"."

Möglicherweise nützlicher Hinweis für alle, die immer noch regelmäßig fragen, warum Schiffe wie "Lifeline" die Geretteten nicht sofort an der libyschen Küste absetzen..."

Ist es nicht viel interessanter zu fragen, warum die Küstenwache sich gezwungen sieht diese "Retter" zu "bedrohen"?

16:04, rossundreiter

>>Bedrohungen.
"Die Küstenwache Libyens habe seine Besatzung und ihn "noch vor kurzem mit dem Tod bedroht"."

Möglicherweise nützlicher Hinweis für alle, die immer noch regelmäßig fragen, warum Schiffe wie "Lifeline" die Geretteten nicht sofort an der libyschen Küste absetzen...<<

Jeder, der sich ein wenig mit der so genannten libyschen Küstenwache beschäftigt, erkennt, daß es sich um wenig mehr als eine kriminelle Organisation handelt.

Aber wenn es darum geht, Europa abzuschotten, ist wohl jedes Mittel recht.

Am 02. Juli 2018 um 15:40 von fathaland slim

"Nach dem ist es nicht erlaubt, Menschen in Häfen abzusetzen, in denen ihnen Gefahr für Leib und Leben droht."
#
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Warum soll den Schiffbrüchigen in Libyen Gefahr drohen? Diese Menschen sind durch das ganze Land gezogen und waren teils schon Monate in den Küstenregionen von Libyen.

nicht kriminell

Der Kapitän handelt nicht kriminell, sondern erfüllt lediglich seinen Auftrag und beachtet das geltende Recht. Die "Reederei" beauftragt ihn, mit seinem Schiff eine bestimmte Strecke zu fahren und das tut er. Dass er dabei "zufällig" auf Migranten trifft, veranlasst ihn, nach geltendem Seerecht, diese an Bord zu holen.
Die "Reederei" hingegen handelt ebenfalls nicht kriminell. Sie darf transportieren, wen und was sie will. Dass aber nicht alle Länder die "Fracht" annehmen, steht auf einem anderen Blatt.
Die NGOs werden dieser ganzen Problematik mit einem einfachen Trick entgegen wirken: Die Migranten werden nachts in einsamen Buchten ausgebootet.

Ich hätte mir gewünscht, dass

Ich hätte mir gewünscht, dass Deutschland ein Zeichen setzt und Malta die Aufnahme aller von der Liveline geretteten Menschen zusagt. Statt dessen blamieren wir uns derweil mit einem Innenminister, mit dem man den Bock zum Gärtner gemacht hat. Kann man moralisch tiefer fallen?

“Am 02. Juli 2018 um

“Am 02. Juli 2018 um 16:16
“Am 02. Juli 2018 um 16:16 von MartinBlank
unfassbar
Es gibt wirklich Leute, die denken, dass sich die Flüchtlinge darauf verlassen, dass sie von Schiffen wie der "Lifeline" gerettet werden, und dass deswegen mehr Flüchtlinge kommen. Wie weit von der Realität entfernt kann man denn leben?“

Und da Sie natürlich jeden Flüchtling und dessen Motive / Beweggründe kennen, können sie das natürlich kategorisch ausschließen...

“Am 02. Juli 2018 um 16:04

“Am 02. Juli 2018 um 16:04 von rossundreiter
Bedrohungen.
"Die Küstenwache Libyens habe seine Besatzung und ihn "noch vor kurzem mit dem Tod bedroht"."
Möglicherweise nützlicher Hinweis für alle, die immer noch regelmäßig fragen, warum Schiffe wie "Lifeline" die Geretteten nicht sofort an der libyschen Küste absetzen...“

Und wer garantiert und jetzt, dass diese Aussage der Wahrheit entspricht?

@ 16:38 von fathaland slim

"Jeder, der sich ein wenig mit der so genannten libyschen Küstenwache beschäftigt, erkennt, daß es sich um wenig mehr als eine kriminelle Organisation handelt.
Aber wenn es darum geht, Europa abzuschotten, ist wohl jedes Mittel recht."
.
Ja, das sollte so sein. Und begrüßenswert. Man kann Kriminellen nicht wie Jesus mit frommen Worten entgegen treten.
.
Die libysche Küstenwache ist wohl ähnlich kriminell wie Schleuserbanden oder Schlauchbootverkäufer in der Türkei.
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Mal ein klares Statement von Ihnen:

Sie fordern, dass jeder Mensch dem es schlecht auf dieser Welt geht, ungehindert einreisen darf.
Sie haben ja als Pensionär und Oberlehrer vermutlich ein gutes Auskommen.
.
Wer zahlt denn die Zeche? Sie vermutlich nicht. Auch nicht Sadiq. Wenn ich für meine Handlungen nicht die Rechenschaft trage, fällt es immer sehr leicht alles zu fordern.
.
Schämen Sie sich!

Demokratie Verständnis der

Demokratie Verständnis der Europäischen Union -> Schuldzuweisung an ein Hilfsschiff, dass Menschen leben rettet. Traurig aber Wahr so sieht die Realität aus.
Jetzt wird er auch noch ins Gefängnis gebracht und einer hohen Geldstrafe zugesetzt.
Da werden die Grundrechte einfach mal so vor den Augen der Welt zunichte gemacht.
Traurig aber Wahr !

Selten so einen rechten

Selten so einen rechten Quatsch gelesen. Sie sind offensichtlich weder human noch glauben Sie an irgendwelche Werte außer dem eigenen Besitz. Retten ist menschlich, und moralisch richtig.
Flüchtlingen Unterkunft zu gewähren ist Zeichen des modernen und weltoffenen superreichen Deutschlands - und Asyl sollte im 21sten Jahrhundert begriffen worden sein.
Diese Menschen retten andere vor dem Tod, Sie hingegen forden das Gegenteil, fein und feige über das Internet. Diese Art von Deutsch-Seinhatten wir gehofft los zu sein. Tun sie doch mal was um unserem Land zu helfen - gesunden Verstand anwenden wäre der erste Schritt, danach vielleicht aktiv an einer Problemlösung mitarbeiten statt egoistisch nur auf die eigene Tasche zu gucken.

Daß man das noch erwähnen muss, ist schon schade genug.

17:04, tagesschlau2012

>>Am 02. Juli 2018 um 15:40 von fathaland slim
"Nach dem ist es nicht erlaubt, Menschen in Häfen abzusetzen, in denen ihnen Gefahr für Leib und Leben droht."
#
#
Warum soll den Schiffbrüchigen in Libyen Gefahr drohen? Diese Menschen sind durch das ganze Land gezogen und waren teils schon Monate in den Küstenregionen von Libyen.<<

Diese Menschen werden in Libyen in Lager verfrachtet, wenn man sie dort den "Autoritäten", besser gesagt Banden, übergibt.

Was der Europarat von diesen Lagern hält, erkennen Sie, wenn Sie "Europarat Libyen Lager" in eine Suchmaschine Ihrer Wahl eingeben.

Wenn Sie "Europarat" durch "Auswärtiges Amt" ersetzen, dann erfahren Sie, wie das auswärtige Amt diese Lager einschätzt.

Das wissen Sie aber, weil Sie sich hier schon vor einiger Zeit mal an der Charakterisierung "konzentrationslagererähnlich" durch das auswärtige Amt gestoßen haben, was Sie als Verharmlosung des Naziregimes betrachteten. Konzetrationslager sind aber keine Erfindung der Nazis.

Ja, den Flüchtigen direkt

Ja, den Flüchtigen direkt wieder in der dritten Welt abwerfen, wo wir ja wissen, wie gut es um die Menschen dort bestellt ist. Klasse Idee - warum dann überhaupt retten, wenn wir sie danach wieder in den Dreck werfen.
Bringt uns nicht näher an irgendeine Lösung.

Ausgezeichnet geschrieben

Ausgezeichnet geschrieben Zimmermann61!
Schade, daß unser EU -Volk sich so dämlich leicht von ein paar Rechten reinreden lässt. Peinlich geradezu, wie schnell die eigenen westlichen Werte über Bord geworfen werden sollen.
Der BAP-Song sagt eigentlich alles.

Der Fisch stinkt vom Kopf.

Fahren ein Schiff ohne Zulassung. Dreist. Dieser Zerfall an Rechtsbewußtsein ist exemplarisch für unsere Zeit. Wer glaubt gutes zu tun, tut was er will und feiert sich. Diese kleinen Fischchen tun aber nur nach, was ganz oben vorgemacht wurde. Eine Gesellschaft mit dieser Einstellung und mit diesen Vorbildern hat keine Zukunft.

Wie kann man sich Halleluja

Wie kann man sich Halleluja nennen und dann froh sein, wenn Flüchtlingen nicht geholfen wird. Perverses Weltbild.

Wollen wir mal hoffen, daß sie keiner Religion angehören und daß es Ignen im Leben nie ähnlich gehen wird.

Nein Herr Kapitän

widerlich ist, dass Sie mit Ihrer Aktion noch mehr Leute bewegen, sich übers Mittelmeer schleppen zu lassen und auch in Gefahr zu bringen.
Gruß Tirolsch

Wir alle haben es so gewollt!

Wir haben genommen, wir haben nicht gefragt, wir haben genossen auf Kosten eines erheblichen Teils der "Rest"-Welt, wir haben uns gebrüstet, wir haben die anderen da drüben oder da unten ausgelacht, sie verhöhnt, wir haben sie sich töten und verhungern lassen, wir haben dabei zugesehen und sind dann seelenruhig einkaufen gegangen.

"Kommt der Wohlstand nicht zu uns, gehen wir zum Wohlstand!" sagte schon vor vielen Jahren ein somalischer Pirat, der mal Bauer war, in die Kamera. Diese Drohung wurde belächelt, wie wir alles belächeln, über dem wir zu stehen uns anmaßen.

Fluchtursachen bekämpfen? Nachdem wir die Fluchtursachen geschaffen haben? Nobel-nobel! Wann? Vor allem: Wie? Stellen wir morgen die Ausbeutung zur Disposition?

Lieber bemühen wir noch ein paar Verschwörungstheorien, als uns einzugestehen, dass jeder einzelne von uns die personifizierte Fluchtursache ist.

Möglicherweise hat der Käpt'n Recht gebrochen. Aber er hat Leben gerettet, das steht da drüber!

D.M.

@Beere Preiss, 13.53h

Libyen mag umstritten sein.

Soweit ich informiert bin, spricht das internationale Seerecht vom "nächsten sicheren Hafen".

Auch der würde nicht an der Küste Europas liegen.

Außerdem schreibt das Seerecht vor. dass angelandete Schiffbrüchige im nächsten sicheren Hafen nicht abgewiesen werden dürfen.

Es gäbe also genug Wege, rechtlich korrekt zu handeln.

@ 13:16 von Hepheistos

Nach Ihrer Auffassung wäre also die "Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" eine kriminelle Vereinigung?????

>> Beschäftigen Sie sich doch

>> Beschäftigen Sie sich doch bitte mal mit dem Seerecht. Nach dem ist es nicht erlaubt, Menschen in Häfen abzusetzen, in denen ihnen Gefahr für Leib und Leben droht.

Selbst wenn Sie Libyen als "nicht sicher" einstufen, bliebe immer noch Zarzis, Tunesien. Im Vergleich mit Europa nur einen Steinwurf entfernt vom Bergungsort.

Und gerade um Seerecht geht es ja. Der nächste sichere Hafen ist anzulaufen.

Ginge es diesen NGOs wirklich nur um Rettung, so würden sie die Schiffsbrüchigen an der afrikanischen Küste absetzen, da näher zum Bergungsort.

@Hepheistos:Man kann nur hoffen...

...dass Sie nicht irgendwann selbst mit dem Tod bedroht auf Hilfe von anderen angewiesen sind und wenn es doch eintreten sollte Ihnen hoffentlich geholfen wird. Aber vielleicht wäre es Ihnen doch lieber, wenn sozialschwache Menschen vom Krankenwagen nicht abgeholt werden, weil sie die Arztrechnung nicht bezahlen können.

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Am 02. Juli 2018 um 16:16 von MartinBlank

"Es gibt wirklich Leute, die denken, dass sich die Flüchtlinge darauf verlassen, dass sie von Schiffen wie der "Lifeline" gerettet werden, und dass deswegen mehr Flüchtlinge kommen. Wie weit von der Realität entfernt kann man denn leben?"
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Ein überladenes Schlauchboot, niemand hat ausreichend Wasser und Lebensmittel dabei, ein Ausbordmotor oder Kompass ist auch nicht am Boot.
Und so will man ohne Hilfe 300 Seemeilen durch das offene Meer fahren?

@haraldkerkhoff, 16:37

"Ist es nicht viel interessanter zu fragen, warum die Küstenwache sich gezwungen sieht diese "Retter" zu "bedrohen"?"

Sicher, auch interessant... ändert nur nicht viel an der konkreten Sachlage, als Retter nicht unbedingt direkt in eine (angedrohte) Gewehrsalve fahren zu wollen.

17:18, NeutraleWelt

>>Mal ein klares Statement von Ihnen:

Sie fordern, dass jeder Mensch dem es schlecht auf dieser Welt geht, ungehindert einreisen darf.<<

Nichts dergleichen fordere ich. Ich bin es aber gewöhnt, daß meine Versuche, differenziert und nachdenklich zu argumentieren, solcherart diffamiert werden.

>>Sie haben ja als Pensionär und Oberlehrer vermutlich ein gutes Auskommen.<<

Den Pensionär haben Sie erfunden, der Oberlehrer war eine ironische Replik auf eine Ihrer sattsam bekannten persönlichen Angriffe. Ich bin seit über vierzig Jahren Freiberufler und werde das auch bleiben, weil mein Rentenanspruch lächerlich niedrig ist.

>>Wer zahlt denn die Zeche? Sie vermutlich nicht. Auch nicht Sadiq.<<

Mein Kumpel Sadiq, den ich hier vor langer Zeit einmal erwähnt habe, ist ein hart arbeitender, steuerzahlender Mensch.

>>Wenn ich für meine Handlungen nicht die Rechenschaft trage, fällt es immer sehr leicht alles zu fordern.

Schämen Sie sich!<<

Und das von Ihnen?

Nö.
Nicht einmal ansatzweise.

17:36 von mündig12 @fathaland slim

>>>"Beschäftigen Sie sich doch bitte mal mit dem Seerecht. Nach dem ist es nicht erlaubt, Menschen in Häfen abzusetzen, in denen ihnen Gefahr für Leib und Leben droht."

Selbst wenn Sie Libyen als "nicht sicher" einstufen, bliebe immer noch Zarzis, Tunesien. Im Vergleich mit Europa nur einen Steinwurf entfernt vom Bergungsort.

Und gerade um Seerecht geht es ja. Der nächste sichere Hafen ist anzulaufen.

Ginge es diesen NGOs wirklich nur um Rettung, so würden sie die Schiffsbrüchigen an der afrikanischen Küste absetzen, da näher zum Bergungsort.<<

Erstens wird Tunesien den Hafen ebenfalls dicht machen, und zweitens würden die Leute eben wieder in See stechen. Es würde das Problem nicht ansatzweise lösen.

Es ist wiederlich ...

"Was ist das für eine Welt, in der stärker gegen das Retten als gegen das Sterben vorgegangen wird?"
So die Tatsachen zu verdrehen und mit der Moralkeule vom eigenen rechtwidrigen Verhalten ablenken zu wollen, ist einfach...

Niemals hat "die EU" etwas gegen die Rettung von Schiffbrüchigen unternommen. Im Gegenteil -die Seestreitkräfte vieler EU-Länder haben Schiffe in dieses Gebiet entsandt, um Menschen zu retten. Nur werden die von den Marineschiffen geretteten im Gegensatz zu den von den NGOs geretteten eben nicht Hunderte von Kilometern nach Europa gefahren.

Nach meinen Informationen haben die Marineschiffe schon über 20.000 Menschen gerettet.
Hört man da was davon? Gibt es da tagtäglich große Berichterstattung, Pressekonferenzen, Live-Bereichterstattung?
Nein!
Die Soldaten erfüllen ihre soldatische und seemännische Pflicht und hängen das nicht an die große Glocke, weil sie nichts beweisen müssen.

18:27, tagesschlau2012

>>Am 02. Juli 2018 um 16:16 von MartinBlank
"Es gibt wirklich Leute, die denken, dass sich die Flüchtlinge darauf verlassen, dass sie von Schiffen wie der "Lifeline" gerettet werden, und dass deswegen mehr Flüchtlinge kommen. Wie weit von der Realität entfernt kann man denn leben?"
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Ein überladenes Schlauchboot, niemand hat ausreichend Wasser und Lebensmittel dabei, ein Ausbordmotor oder Kompass ist auch nicht am Boot.
Und so will man ohne Hilfe 300 Seemeilen durch das offene Meer fahren?<<

Genau auf diese Weise kommen Menschen seit Jahrzehnten übers Mittelmeer und landen an europäischen Stränden an. Wie viele unterwegs absaufen, kann man nur schätzen.

Sie sind alt genug, um das zu wissen.

Die Versuche, die

Die Versuche, die Seenotrettung der NGO's zu diskreditieren bzw. sogar zu kriminalisieren gibt es seit Jahren; sie sind allesamt windig ideologisch motiviert und kommen aus der gleichen Ecke, aus der auch Begriffe wie "Shuttleservice" und "Asylindustrie" stammen. Nichts neues - und leider wird man diese Stimmen auch im Juli2018 nicht durch Argumente erreichen, nicht mal durch den Hinweis auf die Zahl der im Mittelmeer auf der Flucht ertrunkenen Menschen und die Zahl der durch die NGO-Schiffe geretteten Männer, Frauen und Kinder.

@ 17:04 tagesschlau2012

Sie fragen, warum "Schiffbrüchigen in Libyen Gefahr drohen" sollte? Lesen Sie keine Zeitungen oder schauen Sie keine Nachrichten oder befassen sich mit Hintergrundberichten? Selbst hier in der Tagesschau gab es genügend Berichte über die himmelschreienden Menschenrechtsverletzungen, Folter, Vergewaltigungen, Versklavungen und anderer Grausamkeiten, denen geflüchtete Menschen im von Chaos und Gewalt regierten Libyen Tag für Tag ausgesetzt sind. Sie wissen das doch - oder Sie könnten es zumindest leicht eruieren.

Am 02. Juli 2018 um 18:51 von fathaland slim

"Genau auf diese Weise kommen Menschen seit Jahrzehnten übers Mittelmeer und landen an europäischen Stränden an. Wie viele unterwegs absaufen, kann man nur schätzen.
Sie sind alt genug, um das zu wissen."
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Und Sie sind alt genug zu wissen, das es nicht stimmt.
Die Menschen haben früher in teils selbstgebauten Booten mit einem Motor und Kompass die Reise ins ungewisse angetreten. Lebensmittel und Wasser hatten diese immer für mehrere Tage dabei. Erst seit diese von den Helfern vor der Küste abgeholt werden, ist dies scheinbar nicht mehr notwendig.

Das primäre Ziel...

man sollte nicht vergessen, das primäre Ziel der Flüchtlingsboote ist schon lange nicht mehr das italienische Festland. Das Ziel ist das nächste Schiff...

@18:48 von fathaland slim

>>Erstens wird Tunesien den Hafen ebenfalls dicht machen,<<

Das ist Spekulation - und würde dann entsprechende Reaktion nach sich ziehen können. Und dürfen sie das als "nähester sicherer Hafen" überhaupt?

>>und zweitens würden die Leute eben wieder in See stechen. Es würde das Problem nicht ansatzweise lösen.<<

Aber die, die es bis aufs Wasser schaffen nach Europa zu bringen löst das Problem?

Berichterstattung

um mir ein Urteil zu bilden würde ich mir wünschen das die TS Fakten in ihren Berichten einstellt und nicht nur Anekdoten.
Der Kapitän wird vor Gericht gerufen und als Meldung kommt die Meinung vom Kapitän zu der Beschuldigung. Wenn ein Knackpunkt die Zulassung des Schiffes ist, will ich von der TS wissen, Ja es ist richtig zugelassen, oder Nein eine Sportbootzulassung reicht in dem Fall nicht aus und nicht die Meinung vom Käptn das alles ordnungsgemäß zugelassen ist. Das ist in meinen Augen kein Journalismis

ich schlussfolgere mal

wenn, wie hier mehrfach behauptet, die Fluchtursache(!) die Retter sind,

dann ist der Grund für die vielen Verkehrsunfälle in Deutschland der ständige Einsatz der Notärzte und Sanitäter. Würde man die Verletzten einfach sterben lassen, gäbe es automatisch weniger Unfälle.
Das gleiche gälte natürlich für die Feuerwehr. Würden keine Löschfahrzeuge mehr ausrücken, wären die Menschen automatisch vorsichtig mit offenem Feuer und es gäbe keine Brände mehr.

Ich weiß, das ist total absurd. Aber ich habe diese Logik nicht erfunden.

@Harald Kerkhoff

Zitat: ""Fernsehmoderator Jan Böhmermann hat eine Online-Spendenaktion für den Verein "Mission Lifeline" gestartet. Über die Internetplattform "Leetchi" kamen bis bislang fast 100.000 Euro zusammen. Ziel der Kampagne ist, der Besatzung der "Lifeline" die "bestmögliche Verteidigung, die man für Geld kaufen kann" zu ermöglichen."

Darf ARD überhaupt sowas veröffentlichen? Ist das nicht gegen die Regeln, welche die ARD unterliegt?"

Ja sie darf. Was die Tagesschau berichtet entscheiden weder Sie noch andere, sondern einzig und alleine die Tagesschau selbst. Meines Wissens gibt es auch noch keine Zensurbehörde, nicht mal ein Zensurausschuß der AfD. Noch mal zur Erinnerung: In der Bundesrepublik herrscht Pressefreiheit.

18:50, Frank_Furter

>>Niemals hat "die EU" etwas gegen die Rettung von Schiffbrüchigen unternommen. Im Gegenteil -die Seestreitkräfte vieler EU-Länder haben Schiffe in dieses Gebiet entsandt, um Menschen zu retten. Nur werden die von den Marineschiffen geretteten im Gegensatz zu den von den NGOs geretteten eben nicht Hunderte von Kilometern nach Europa gefahren.

Nach meinen Informationen haben die Marineschiffe schon über 20.000 Menschen gerettet.
Hört man da was davon? Gibt es da tagtäglich große Berichterstattung, Pressekonferenzen, Live-Bereichterstattung?
Nein!
Die Soldaten erfüllen ihre soldatische und seemännische Pflicht und hängen das nicht an die große Glocke, weil sie nichts beweisen müssen.<<

Sie spielen auf die Operation "Sophia" bzw. "Triton" an. Diese Schiffe bewegen sich, soweit das nachvollziehbar ist, da sie meist den Transponder ausgeschaltet haben, nahe der europäischen Küste und bringen die Flüchtlinge natürlich nicht nach Afrika. Sondern geräuschlos nach Europa. Bitte nachschlagen.

Nicht unfassbar

Das ist nicht unfassbar, das hat es schon einmal gegeben. Heute erinnert sich kaum noch jemand an die sogenannten Boatpeople während des Vietnamkrieges. Der deutsche Arzt Rupert Neudeck hat ein Hilfsschiff ausgerüstet, das Flüchtlinge, die versucht hatten, Vietnam zu verlassen, auf See aufnahm. Das führte genau dazu, dass sich Personen in untauglichen Booten auf das Meer wagten, weil sie davon ausgehen konnten von Neudecks Schiff gerettet zu werden.

19:11, tagesschlau2012

>>Am 02. Juli 2018 um 18:51 von fathaland slim
"Genau auf diese Weise kommen Menschen seit Jahrzehnten übers Mittelmeer und landen an europäischen Stränden an. Wie viele unterwegs absaufen, kann man nur schätzen.
Sie sind alt genug, um das zu wissen."
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Und Sie sind alt genug zu wissen, das es nicht stimmt.
Die Menschen haben früher in teils selbstgebauten Booten mit einem Motor und Kompass die Reise ins ungewisse angetreten. Lebensmittel und Wasser hatten diese immer für mehrere Tage dabei. Erst seit diese von den Helfern vor der Küste abgeholt werden, ist dies scheinbar nicht mehr notwendig.<<

Und Sie wissen wiederum genau, daß das nicht stimmt.

Die Menschen waren immer in seeuntauglichen Booten unterwegs und soffen in unbekannter Zahl ab.

Selbstgebaute Boote? Aus welchem Material?

Schlauchboote nehmen sie übrigens erst, seit es durch das Zusammenwirken von Frontex mit der libyschen "Küstenwache" so gut wie keine hölzernen Seelenverkäufer in Libyen mehr gibt.

19:12, madera8

>>"und zweitens würden die Leute eben wieder in See stechen. Es würde das Problem nicht ansatzweise lösen."

Aber die, die es bis aufs Wasser schaffen nach Europa zu bringen löst das Problem?<<

Habe ich so etwas ansatzweise behauptet?

Barmherzigkeit löst keine Probleme, sondern mildert ihre Folgen ab.

Nicht mehr und nicht weniger.

Unbarmherzigkeit macht alles noch schlimmer, als es ohnehin schon ist.

Das hier und auch in der

Das hier und auch in der Politik versucht wird das Auffangen der Menschen in Seenot als Fluchtursache darzustellen ist blanker Hohn gegenüber den Toten die im Mittelmeer ertrunken sind.

Kaltherzig und empathielos ist diese Politik, aber beim Ausbeuten Afrikas immer ganz vorn dabei

19:49, hwnw

>>Das ist nicht unfassbar, das hat es schon einmal gegeben. Heute erinnert sich kaum noch jemand an die sogenannten Boatpeople während des Vietnamkrieges. Der deutsche Arzt Rupert Neudeck hat ein Hilfsschiff ausgerüstet, das Flüchtlinge, die versucht hatten, Vietnam zu verlassen, auf See aufnahm. Das führte genau dazu, dass sich Personen in untauglichen Booten auf das Meer wagten, weil sie davon ausgehen konnten von Neudecks Schiff gerettet zu werden.<<

Der Vietnamkrieg endete 1975, die Cap Anamur begann ihre Mission 1979, da die so genannten "Boat People" im südchinesischen Meer massenhaft absoffen.

Die warfen sich nicht in die Boote, weil ein einsames Schiff draußen auf dem offenen Meer herumkreuzte, das taten sie vorher schon.

Der Vorwurf wurde aber damals von ideologisch interessierter, vorwiegend vietnamesischer, Seite erhoben.

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