Ihre Meinung zu: 80.000 Österreicher protestieren gegen 12-Stunden-Tage

30. Juni 2018 - 20:58 Uhr

Österreichs Regierung will die Arbeitszeiten flexibilisieren und damit auch 12-Stunden-Arbeitstage ermöglichen. Gegen diese Pläne gingen in Wien mindestens 80.000 Menschen auf die Straße.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.166665
Durchschnitt: 4.2 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

12 Std

Ich habe im Schichtdienst am Wochenende 12 Std gearbeitet und bei Personalmangel wg. Urlaub und Krankheit 16 Std. Am Stück.

Dafür gab's nach ein paar Tagen ein paar Tage länger frei. Wenn man Glück hatte.

Ok. Das war zu DDR Zeiten.

Und heutzutage arbeiten Mediziner und andere Unglücksraben genauso lange und länger.

Das ist nicht ungewöhnlich.

Wenn es dann hinterher genug freie Tage zum Ausgleich gibt, wo ist das Problem?

Arbeitssklaven 4.0

Angeblich geht es doch allen so gut!
Die Arbeitsbedingungen haben sich aber seit den 1970er Jahren massiv verschlechtert. Rationalisierung, Arbeitsverdichtung und Bürokratisierung der Arbeit, u. a. durch Datenschutz, Qualitätsmanagement und Controlling.
Wenn jetzt noch die 60 Stundenwoche legalisiert wird, brechen auch die letzten Dämme.

Warum beschweren sich die Österreicher?

Sie haben sich diese Regierung gewählt.

Man wollte eine rechtspopulistische Regierung, weil diese angeblich das Flüchtlingsproblem löst.

Pech, wenn man nur auf das eine Thema achtet bevor man sein Kreuz auf dem Wahlzettel macht. Das dicke Ende kommt dann manchmal unerwartet.

Die Produktivität steigt unaufhörlich...

...viele Berufe werden überflüssig, immer mehr Menschen verlieren dadurch die Arbeit. Die logische Konsequenz müsste eigentlich eine Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich sein. Stattdessen sollen die Menschen noch schneller ihren Arbeitsplatz "wegarbeiten".

Vielleicht sollte man sich überlegen, in einer weltweiten Vereinbarung mit Belohnungen beim Ex-und Import dafür zu sorgen, dass die Menschen allgemein weniger arbeiten müssen.

Wir brauchen neue (oder alte) Zukunftsmodelle! Sonst landen wir selbstverschuldet im Elend obwohl es genug Produktionskapazitäten gibt um alle Menschen "dicke" zu versorgen.

Denkt denn kein Verantwortlicher mal darüber nach?

re geme

"Warum beschweren sich die Österreicher?

Sie haben sich diese Regierung gewählt."

Gehen wir mal davon aus, dass diejenigen, die sich jetzt beschweren, diese Regierung eher nicht gewählt haben.

Im Prinzip zeigt sich aber, was man zu erwarten hat, wenn man solche Regierungen wählt.

Maschinensteuer, @Taigabaer

und Sozialversicherungspflicht für Maschinen und alle Arten von KI, die menschliche Arbeit ersetzt.
Die Idee ist uralt, aus dem 19. Jahrhundert, und wurde niemals umgesetzt, weil sowas nun mal nicht von Arbeitern entschieden wird, sondern von Profiteuren der Rationalisierung.
Es wäre die logische Konsequenz und würde alle Wegrationalisierten schadlos halten, ohne dass Unternehmen davon wirklich belastet würden, und damit die Verteilung des steigenden Wohlstands auf alle erbringen.
Nur genau das ist eben das Problem. Das ist nämlich nicht gewünscht.

In der heutigen Zeit

sind 12 Stunden z.B. im Bereitschaft Dienst die Regel und nicht die Ausnahme. Es sollen dann aber Ausgleich Freizeiten gegeben werden,auch das ist Heute schon der Regelfall,es kann aber,und das ist in vielen Großbetrieben der Fall ,auf ein Arbeitszeit Konto verbucht werden,so da sein frühzeitiges in der Ruhestand gehen ermöglicht werden kann.

21:30 von GeMe

Warum beschweren sich die Österreicher?
.
"die Österreicher" ?
80.000 treffen sich zu ner Demo
gerade mal 1 % der Bevölkerung

21:30 GeMe

Ihr Kommentar ist recht einseitig. Wer hat denn bei uns die HarzIV-Gesetze gemacht? Eine Rot-Grüne Regierung.

ist doch auch ganz lehrreich

für jene, die in puncto Sozial- und Arbeitsmarktpolitik heute in Deutschland den großen Wurf beim AfD-Parteitag gesehen haben. Auch die österreichische Rechte hat sich doch bestimmt seinerzeit als die Partei des kleinen Mannes dargestellt und wurde unter anderem dafür gewählt.
In den letzten Monaten wurde mir Österreich immer als Musterbeispiel dafür angepriesen, wie eine Regierung den Willen des Volkes ernst nimmt, seinen Nutzen mehrt und Schaden von ihm wendet. Deutschland solle sich ein Beispiel daran nehmen, hieß es. Na dann mal zu.

Wer zwingt jemand zu 60Stunden?

Niemand muss einen Arbeitsvertrag eingehen, der nicht seinen Ansprüchen genügt.

Die Regierung liberalisert einen Teil des Arbeitsmarktes. Wie kann man in der individuellen Freiheit eine Bedrohung sehen?

Auf der anderen Seite, wissen wir doch alle, dass Überstunden doch häufig vertragswidrig erwartet werden. Zumindest bei vielen Arbeitsstellen in Deutschland. Vielleicht sollte man aufhören, daraus einen politischen Propanz zu machen und seine Freiheiten nutzen. Wie wäre es mit einen Nein.

22:22 von karwandler

also ich persönlich habe nichts gegen so ne 12 Stunden Regelung
Wenn ich mir die Zustände bei uns in der Firma so anschaue
da habe ich nach 10 Stunden abgestempelt, damit es keinen Ärger gibt
und weitergearbeitet, wenn ich im Stress war.
Dafür habe ich an anderen Tagen auch mal ne Tasse Kaffee mehr getrunken
und mit nem Kollegen über andere Dinge als die Arbeit gesprochen

@Sisyphos3, 20:46

"die Österreicher" ?
80.000 treffen sich zu ner Demo
gerade mal 1 % der Bevölkerung

Ich finde solche Rechnungen immer wieder köstlich. Erinnern sie mich doch daran, dass vor zwei, drei Jahren 0,001% (in Worten: ein tausendstel von einem Prozent) der Bevölkerung in (Ost-)Deutschland auf der Straße marschierten und dabei lautstark behauptet haben, mit "der Stimme des Volks" zu sprechen.

@Prof

Sie malen ein Bild, einer Arbeitswelt, wie sie sein sollte. Mitarbeiter, die Nein sagen können.
Niemand wird mit der Peitsche zu Überstunden getrieben.
Es ist schlimmer. Die Peitsche hinterlässt Spuren und man hat Beweise.

so läuft es:

befristete Verträge für 2 Jahre. Wer keine Überstunden macht (nicht ab und an sondern systematisch, selbstverständlich), der weiss: er wird nicht übernommen.

wer nicht bereit ist, unbezahlt (ausbuchen, weiterarbeiten) Überstunden zu machen, den wird man sehr schnell loswerden.

Sie werden nicht übernommen, entlassen oder aber ihnen wird das Leben von Kollegen zur Hölle gemacht, die sie als "unkollegial" empfinden.

Ausgebucht zu arbeiten ist ganz schlecht. Aus versicherungstechnischen Gründen, (Arbeitsunfall, Wegeunfall).

Nix Popanz - sondern Arbeitnehmerschutz.

Auf einem Arbeitsmarkt, der kein echter ist. Weil die Arbeitgeber wissen: die Menschen haben Angst, abzurutschen. Weil sie wissen: die Menschen müssen den Job machen.

22:51, Prof.

>>Die Regierung liberalisert einen Teil des Arbeitsmarktes. Wie kann man in der individuellen Freiheit eine Bedrohung sehen?<<

Von wessen individueller Freiheit reden Sie?

@22:46 von Sisyphos3: 1% der Bevölkerung

"80.000 treffen sich zu ner Demo
gerade mal 1 % der Bevölkerung"

Bei der "großen" AfD Demo in Berlin waren laut AfD 8000 Teilnehmer. Das waren 0,0097% der Bevölkerung und die waren der Meinung sie wären "das Volk".

22:49, golfspieler

>>21:30 GeMe
Ihr Kommentar ist recht einseitig. Wer hat denn bei uns die HarzIV-Gesetze gemacht? Eine Rot-Grüne Regierung.<<

Und?

Macht es das besser?

22:46, Sisyphos3

>>21:30 von GeMe
Warum beschweren sich die Österreicher?
.
"die Österreicher" ?
80.000 treffen sich zu ner Demo
gerade mal 1 % der Bevölkerung.<<

Ich kann mich an Demos in Dresden erinnern. Da waren 25.000 das Volk...

Darstellung: