Ihre Meinung zu: Kurz im Interview: "Niemand soll illegal nach Europa kommen"

29. Juni 2018 - 13:55 Uhr

Österreichs Kanzler Kurz hält die Flüchtlingszahlen weiter für zu hoch. Ziel müsse es sein, dass keine illegalen Einwanderer kämen, sagt er im ARD-Interview. Angesichts des deutschen Asylstreits warnt er vor einer "Kettenreaktion".

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Kommentare

Es gibt keine illegalen Flüchtlinge

Jeder Mensch, der an die Grenze der EU kommt, hat das gleiche Recht auf faire Prüfung seines Asylantrages.

Daumen hoch

Endlich Leute mit Vernuft und Weitsicht.
Mich stört ja nicht mal eine gewisse Aufnahme von Menschen, aber die nicht zu uns passen, die muss man doch wieder los werden. Das ist doch das normalste der Welt.

Österreich hat die Situation

Richtig erkannt und handelt entsprechend. Deutschland lässt sich von Schleppern aus Lybien und Deutschland vorführen. Ich empfinde das als Schmach. Das diese Typen noch von Grünen und linken Politikern unterstützt werden... Ich werde es nie verstehen.

Populisten mögen keine Fakten

Kurz: .... Aber die Zahl derer, die jetzt noch ankommen, ist noch immer viel zu hoch.

ARD: Obwohl sie pro Monat 96 Prozent niedriger liegt als 2015?

Kurz: Es kommt immer darauf an, womit man die Dinge vergleicht.

Wenn Populisten mit Fakten konfrontiert werden, kann es schnell peinlich werden.

Wie kann man sich mit 31

Wie kann man sich mit 31 Jahren so weit entfernen von der realistischen Wahrnehmung von Menschen auf der Flucht? Für mich ist dieser österreichische Kanzler ein echter politischer Wolf im Schafspelz des smarten Mannes mit angelernten Knigge-Manieren.

Wir brauchen keine

Wir brauchen keine "Trendumkehr an der Außengrenze", wie Kurz in einer völlig inadäquaten "Mode"-Sprache formuliert - wenn dann brauchen wir eine "Trendumkehr" (um seinen Begriff zu übernehmen...) von den rechtspopulistischen Pseudoproblemlösern zurück zu einer soliden solidarischen europäischen Politik.

Opfer der eigenen Propaganda

Kurz: "Was es braucht, ist endlich die Trendumkehr an der Außengrenze."

Die ist doch seit Anfang 2016 längst eingeleitet von allen Regierungen der EU. Merkel hat
in der Koalition 2013-2017 mit CSU & SPD (zusammen mit anderen europ. Regierungen) die EU doch kontinuierlich abgeschottet. Asylverfahrensgesetze, Verordnungen verschärft, Militarisierung der Außengrenzen betrieben

Nur Rechtsradikale kolpotieren doch die alte Mär, Merkel würde "alle einladen", Deutschland "umvolken" u.ä. Fantasiegebilde. Die Rechtsnationale EU-Feinde
brauchen Merkel als Hassobjekt & Zerrbild. Ohne sie funktioniert deren Lügengebaude nicht.

Peinlich wird's, wenn rechtsoffene Konservative wie Kurz, Söder o. Dobrindt dieser Rechtsaußenerzählung noch Vorschub leisten und sie damit aus dem streng riechenden antidemokratischen Abseits holen.

Demokraten aus CDU & ÖVP sollten schlauer sein und statt künstlich Panik, Angst zu erzeugen lieber rational mit Macron u.a. Anständigen in der EU Politik machen.

Die rechte internationale Luftblase

Sehr interessant ist, daß Sebastian Kurz, der "Rockstar" der nationalistischen Rechten, das Asylrecht als solches hier infrage stellt.

Damit ist er unter Europas Rechten, deren Anführer er ja sein will, bündnisfähig. Darin sind sie sich alle einig.

Ansonsten ist es mit der Bündnisfähigkeit schlecht bestellt. Italien bzw. Herr Salvini hat ja bereits deutlich verkündet, daß er sich an die Dublinvereinbarung nicht gebunden fühlt. Da liegt er mit Herrn Kurz also schon überkreuz.

Bündnisfähigkeit und Nationalismus ist ein unauflösbarer Widerspruch. Daran wird die sich momentan formierende rechte Internationale jämmerlich krepieren.

Da hilft auch kein Trump-Putin-Treffen in Helsinki...

Kurz gesagt...

...es gibt keine illegalen menschen.
Geht es schon wieder los?

Na ja, die nächste Runde heiße Luft.

Jetzt die Außengrenzen - wie das geschehen soll: Kein Wort. Vielleicht eine Trump'sche Mauer rund um die gesamte Mittelmeerküste? Und um alle Ägäis-Inseln auch?
In diesem Interview hat sich Kurz um jede klare Aussage herum gedrückt. Selbst zur Frage seines CSU-Schulterschlusses in Sachen Grenzschließungen weiß er ganz genau, dass dies die Probleme nur zu den Nachbarn verschiebt - und hat doch nicht die Kraft, klar zu sagen: Diese von Seehofer angekündigte Entwicklung ist falsch.
Es ist an der Zeit, dass sich die Rechtsnationalen in Europa mal daran messen lassen müssen, was sie tatsächlich in der Flüchtlingsfrage erreichen. Gerichtliche Bewertungen ihrer Handlungsvorstellungen inklusive. Ich freue mich schon auf seine Bilanz in einem halben Jahr.

Wie gut

das ab Sonntag Österreich den Ratsvorsitz hat.
Das macht Hoffnung, dass das auch etwas wird.

Dieses Interview macht Hoffnung, dass es jetzt in die richtige Richtung geht.

Viel Erfolg, Herr Kurz.

"Niemand soll illegal nach Europa kommen"

Keine Mensch ist illegal

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