Ihre Meinung zu: Familienentlastungsgesetz: Wem es nützt und wem nicht

27. Juni 2018 - 16:46 Uhr

Die Regierung will Familien entlasten - vom geplanten Gesetz profitieren vor allem kleinere und mittlere Einkommen. Armen Kindern kommt es vorerst aber nicht zugute. Von Sandra Stalinski.

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Kommentare

Populär(?) sinnloser Nonsens von dieser "GroKo"

Populär nur bei den Nutznießern! Dazu passt exakt der Kommentar von Axel Krämer zur Bauförderung.

Auch dieses "Kindergeld" fördert am Bedarf vorbei. Insbesondere wird von Familien so nicht in den Metropolen gebaut, weil bei den Preisen dort der Zuschuss keine Rolle spielt. Es ist offenkundig, dass das so eintreffen wird. Das ist noch unsinniger wie die Mietpreisbremse und teuer für die Allgemeinheit der Steuerzahler. Eine Gießkannenförderung ist Verschwendung. Alle Steuerbürger sollten protestieren, nicht nur der Bund der Steuerzahler.

Unabhängig davon kann es keine grenzenlose Förderung geben. Luxus darf nicht gefördert werden.
Die "Gerechtigkeit" ist nicht tangiert. €, EZB-Schuldenförderung, die Folgen dieser Politik (Preisblasen, Mieten, Enteignung..) sind ungerecht.

Das beschlossene passt zu Mütterrente, Rente mit 63, Mietpreisbremse etc... Klientelpolitik mit fremdem Geld!
Frau Nahles schließt Neuwahlen nicht aus. Gerne! Die "GroKo" löst kein einziges Problem, im Gegenteil!

Interesse

Frage aus Interesse:
Was kostet es (zusammengesetzt aus Arbeitszeitstunden und Material) in der Verwaltung/Bürokratie, diese Anträge zu bearbeiten und wie hoch ist das Budget der Auszahlbaren Gesamtsumme?

Bitte mal beide Zahlen gegenüber stellen und dann dadrüber nachdenken.

Wenn die Verwaltungskosten eines Geldtopfes den Inhalt des Geldtopfes übersteigen, stimmt etwas nicht.

Ein Hilfsprogramm für weitere Armutszuwanderung

Je höher unsere Sozialleistungen aufgebläht werden desto grösser wird zwangsläufig die Armutszuwanderung und Migration aus nicht EU-Ländern. Die Ausgaben sollten in indirekte Hilfe wie Bildung massiv ausgebaut werden. Dazu sollte man das exorbitante Kindergeld eher noch kürzen.

@18:26 gman

Meinen Sie mit Nutznießer diejenigen die auf Karriere verzichten und dafür lieber Kinder in Deutschland zur Welt bringen? Halten Sie davon so wenig wie der von Ihnen gelobten Alex Kramer der schon mal davon spricht, dass Kinder Privatsache sind? Wer lebenslang von Hartz4 lebt sollte von seinen Kindern ständig zu hören bekommen warum er/sie nichts arbeitet in einem Land in dem Vollbeschäftigung herrscht. Erhöhungen von Hartz4 bringt nur mehr Anreize dieses Grundeinkommen zu nutzen. Die Leistungsträger müssen spüren dass sie besser gestellt sind als die, die Ihnen auf der Tasche liegen. Das Gesetz ist daher nicht zu kritisieren außer dass die Entlastung nicht noch größer ist.

Nun, man kann sich hier

Nun, man kann sich hier informieren.:
https://www.tagesschau.de/inland/armutsrisiko-alleinerziehend-101.html

nennen sie mich ruhig

unsozial oder was auch immer, aber warum sollen hochverdiener, die im monat 7500€ oder mehr heimschleppen, auch noch 204€ kindergeld bekommen?

das wäre bei alleinerziehenden müttern, die eben nicht eine vollzeitstelle haben oder gar im moment in Hartz IV leben, besser aufgehoben. den einen tuts nicht weh, den anderen hilft es, auf die füsse zu kommen.

@ passdscho

Sie haben selbstverständlich Recht, dass die AN in D deutlich besser gestellt werden sollten als Hartz IV-Bezieher.

ABER die neuerliche Regelung (wie so ziemlich alles, was die GroKo in den letzten Jahren an Sozialpolitik fabriziert hat) wird nur einen Effekt haben: Systematisch die Familien von der soziale Teilhabe entkoppeln, die eh nahezu entkoppelt sind. Die Schere zwischen "arm" & "reich" wird weiter auseinanderklaffen, denn natürlich werden durch ein Mehr an Geld im Umlauf auch die Lebenshaltungskosten insgesamt steigen (die Gier der Warendistributoren wird dafür schon sorgen!), sodass sich die Menschen, die jetzt bereits nichts haben, sich noch weniger leisten werden können.

Nein! Mit dieser Maßnahme zäumt man das Pferd von der falschen Seite auf. Die AGs in D müssen endlich von der Politik in die Pflicht genommen werden, deutlich höhere Gehälter zu bezahlen! Alles andere kann der Staat dann abfedern, wie z.B. bei steigenden Lebenshaltungskosten temporär Beihilfen zu finanzie

@19:24 von suomalainen

„aber warum sollen hochverdiener, die im monat 7500€ oder mehr heimschleppen, auch noch 204€ kindergeld bekommen?“

Ich kann Sie beruhigen, das Kindergeld wird mit dem Kinderfreibetrag verrechnet. Ab einer bestimmten Einkommshöhe kann man das Kindergeld zwar beantragen und man bekommt es ausbezahlt. Man kann es aber auch lassen und einfach die Steuererklärung machen. Wo die Grenze liegt weiß ich nicht, hängt sicher auch von der Steuerklasse ab.

Die Konstruktion ist sinnvoll, weil Geringverdiener nie etwas von Steuerfreibeträge haben. Deswegen das pauschale Kindergeld

Zu 18:59 von passdscho "Unterstellungen im Kopf"

@18:26 gman
Meinen Sie mit Nutznießer diejenigen die auf Karriere verzichten und dafür lieber Kinder in Deutschland zur Welt bringen? Halten Sie davon so wenig wie der von Ihnen gelobten Alex Kramer der schon mal davon spricht, dass Kinder Privatsache sind?

@passdscho, auch wenn Sie Ihre Unterstellungen in einer Frage verstecken ist das nicht ok. Nichts davon habe ich geschrieben. Der Korrespondent der ARD heißt Alex Krämer und ich bezog mich auf seinen Kommentar hier:
http://www.tagesschau.de/kommentar/baukindergeld-111.html

Es gibt Eltern, die nicht wegen einer Karriere auf Kinder verzichten. Eltern die diese Rechnung machen sind selten glücklich. Vergleichen Sie die Förderung in D mit unseren Nachbarn in Europa. Nichts ist perfekt aber nirgends ist alles besser! Armut ist nicht an Zahlen festzumachen die Durchschnitte als Maßstab haben. Hier wird viel falsches behauptet. Das neueste Smartphone verhindert Armut nicht. Oft gehört es zu den Ursachen des Übels. Schulden ...

Die Merkwürdigkeiten der deutschen Armutsrechnung

Lasst alle Einkommensmillionäre auswandern und wir haben plötzlich weniger Arme!

So wird hier gerechnet!

Schummelei

Zwischen 2010 und 2018 wurde das Kindergeld um sagenhafte 10 Euro erhöht. Allein, um die knapp 2 % Inflation auszugleichen bedarf es einer jährlichen Erhöhung des Kindergelds um etwa 4 Euro je Kind.

Ähnliches beim Grundfreibetrag: Die Regierung Merkel feiert sich für die Erhöhung des Grundfreibetrags für Erwachsene um 132 Euro, dabei müsste dieser alleine als Inflationsausgleich jährlich um 180 Euro steigen.

Die kalte Progression, die Frau Stalinski schön erklärt hat, tut ein übriges. Und der deutsche Bürger wundert sich, warum er am Wirtschaftswachstum von nominal 3,5 - 4 % jährlich (real ca. 1,8-2,0 %) nichts spürt! Bedankt Euch bei der aktuellen Regierung Merkel, die diesen Kurs seit Jahren fährt!

...oder so..
Als arm gilt wer weniger als 60 Prozent vom Durchschnittseinkommen hat. Wenn morgen alle das Doppelte verdienen, bleibt bei dieser Rechnung die Armut gleich.

@gman

"Als arm gilt wer weniger als 60 Prozent vom Durchschnittseinkommen hat. Wenn morgen alle das Doppelte verdienen, bleibt bei dieser Rechnung die Armut gleich." Am 27. Juni 2018 um 20:13 von gman

Das ist korrekt.
Was Sie aber damit aussagen wollen ist mir verborgen geblieben, denn morgen werden nicht alle das Doppelte verdienen.

@ gman

"Die Merkwürdigkeiten der deutschen Armutsrechnung
Lasst alle Einkommensmillionäre auswandern und wir haben plötzlich weniger Arme!" Am 27. Juni 2018 um 20:02 von gman

Das mit Angebot und Nachfrage haben Sie gar nicht verstanden.

Wenn die Millionäre auswandern werden hier plötzlich einige Sachen billiger.

Deshalb kann man in verschiedenen Ländern dasselbe Produkt zu unterschiedlichen Preisen erwerben. Denn der gute Unternehmer verlangt immer den höchsten Preis, den er bekommen kann, und das ist je nach Einkommensdurchschnitt in verschiedenen Ländern unterschiedlich viel.

Danke, weiter so.

Ich freue mich, dass die Politik endlich zu begreifen scheint, wie wichtig die Familie für unsere Gesellschaft ist. Die steuerlichen Erleichterungen und Erhöhung des Kindergeldes, waren dringend notwendig.

Ich würdige die Anstrengungen sehr und möchte noch hinzufügen, besser spät als nie.

Außerdem brauchen Facharbeiter, die zum Bsp. in Arbeitnehmerüberlassungen darben, dringend eine bessere Stellung. In der Praxis we den Sie zum Teil tldeutlich niedriger bezahlt, als Festangestellte, tragen ein höheres Risiko und wenden erheblich viel Zeit für das wöchentliche Pendeln auf.

Auch hier muss nachgesteuert werden.

Darüber hinaus hoffe ich auch, dass die Politik begriffen hat, dass sie bei den Renten erheblich nachstehen muss. Kaum ein anderes Land ist im Verhältnis Einzahlung zu Auszahlung dermaßen ineffektiv für den Arbeitnehmer. D liegt deutlich unter dem OECD-Durchschnitt, unter den schlechtesten 4 Ländern.

re paladin12

"Ein Hilfsprogramm für weitere Armutszuwanderung

Je höher unsere Sozialleistungen aufgebläht werden desto grösser wird zwangsläufig die Armutszuwanderung und Migration aus nicht EU-Ländern."

Reiner Unsinn.

Absolut nichts von den hier besprochenen Maßnahmen kommt Migranten aus nicht EU-Ländern zu Gute.

Da hatte Mal wieder die

Da hatte Mal wieder die Autokorrektur zugeschlagen. Richtig sollte es natürlich heißen:

In der Praxis werden sie zum Teil deutlich niedriger bezahlt, als Festangestellte, tragen ein höheres Risiko und wenden erheblich viel Zeit für das wöchenentliche Pendeln auf.

Darüber hinaus hoffe ich auch, dass die Politik begriffen hat, dass sie bei den Renten erheblich nachsteuern muss.

19:24 von suomalainen

vielleicht sollte man mal sein Lebenskonzept überdenken
Das konservative Familienkonzept Vater Mutter Kind hat auch so seine Vorteile
wenngleich aktuell sehr unpopulär
aber ein gesamtgesellschaftliches Thema, in wie weit man die Individualität des Einzelnen unterstützt oder in die Verantwortung nimmt

Steuersenkungen kommen Besserverdienern...

überproportional zu gute. Gering- und Normalverdiener (der Medianlohn liegt bei ca €3000 das heißt 50% verdienen mehr 50% weniger) haben von Anhebung der Freibeträge so gut wie nichts. Das sind Geschenke an Besser- und Spitzenverdiener. Förderung von Familien kann nur durch direkte Zuwendungen bzw. Entlastungen bei den Sozialabgaben stattfinden. Das wäre deutlich gerechter, weil die Kinder von heute die Rentner von morgen bezahlen.

20:13, gman

>>Noch zu den Merkwürdigkeiten der deutschen Armutsrechnung
...oder so..
Als arm gilt wer weniger als 60 Prozent vom Durchschnittseinkommen hat.<<

Falsch.

Als armutsgefährdet, nicht arm, gilt in Deutschland, wer vom Median des Netto-Äquivalenzeinkommens, kurz des Medianeinkommens, weniger als 60% verdient.

Der Median ist nicht der Durchschnitt, sondern der Scheitelpunkt der gaußschen Verteilungskurve, welche durch die Einkommen in Deutschland gebildet wird. Auf der x-Achse, also der Horizontalen dieser Kurve, finden Sie die Einkommenshöhe in Euro, auf der y-Achse, der Vertikalen, die Anzahl der Bezieher dieser Einkommen.

Dieser Wert ist mit dem Durchschnittseinkommen, also der Summe aller Einkommen geteilt durch die Zahl der Einkommensbezieher, nicht identisch.

>>Wenn morgen alle das Doppelte verdienen, bleibt bei dieser Rechnung die Armut gleich.<<

Weil die Preise sich auch verdoppeln würden. Blieben sie gleich, woher sollte das Geld für die Verdopplung der Einkommen kommen?

re ai

"weil die Kinder von heute die Rentner von morgen bezahlen."

Aber nur, wenn wenn sie in einem SV-pflichtigen Arbeitsverhältnis stehen. Was man für kein Kind sicher prognostizieren kann.

@ gman

"Es gibt Eltern, die nicht wegen einer Karriere auf Kinder verzichten" Am 27. Juni 2018 um 19:52 von gman

Ja. Diejenigen, deren Neugeborene sich bereits selbst wickeln können.

Ansonsten muss ein Elternteil erstmal daheim bleiben oder, wenn das Kind in die Krippe kommt, abrufbereit sein für den Notfall. Medikamente gibt nämlich keine Erzieherin und keine Tagesmutter mehr, selbst wenn es Hustensaft ist. Pah! Die dürfen das Kind nicht mal mehr mit Sonnencreme einkremen!

Die Eltern, die angeblich alles alleine hinkriegen haben IMMER eine Oma oder Tante, die ihnen die Arbeit mit dem Kind abnimmt. Das haben aber nicht alle.

(Meine Freundin ist so eine Tante, aber wenn ihr Bruder oder Schwägerin von Beruf und Familie erzählen, dann kommen weder Tante noch die Oma im Haus nie darin vor. Alles wird "alleine" gemacht. Man, man, man...)

@Sisyphos3

"Das konservative Familienkonzept Vater Mutter Kind hat auch so seine Vorteile" Am 27. Juni 2018 um 21:21 von Sisyphos3

Dieses Konzept ist nicht konservativ und stammt erst aus den 50ern. Vorher haben Mütter gearbeitet und ältere Geschwister oder Ammen haben sich um die Kleinen gekümmert.

21:21, Sisyphos3

>>19:24 von suomalainen
vielleicht sollte man mal sein Lebenskonzept überdenken
Das konservative Familienkonzept Vater Mutter Kind hat auch so seine Vorteile
wenngleich aktuell sehr unpopulär
aber ein gesamtgesellschaftliches Thema, in wie weit man die Individualität des Einzelnen unterstützt oder in die Verantwortung nimmt<<

Zurück in die 50er Jahre, und alles wird gut?

21:21 von Al

Entlastungen bei den Sozialabgaben stattfinden.
.
wieviel wollen sie denn noch entlasten ?
ein Single zahlt denselben Krankenkassenbeitrag wie ne 20 köpfige Familie
meinen sie nicht auch das ist sozial genug ?

Kindergeld falscher Ansatz...

Kindergeld ist der falscher Ansatz, Lieber Vergünstigungen für Kitas und Schulen, damit es den Kindern auch wirklich zu gute kommt.

ZU 20:58 u.21:03 von Tada - Leider nicht verstanden-

@gman
"Als arm gilt wer weniger als 60 Prozent vom Durchschnittseinkommen hat. Wenn morgen alle das Doppelte verdienen, bleibt bei dieser Rechnung die Armut gleich."
--
Das ist korrekt.
Was Sie aber damit aussagen wollen ist mir verborgen geblieben, denn morgen werden nicht alle das Doppelte verdienen.

Tut mir leid, wenn Ihnen das verborgen bleibt, an der merkwürdigen Rechnung ändert sich deshalb nichts.

"Wenn die Millionäre auswandern werden hier plötzlich einige Sachen billiger. Deshalb kann man in verschiedenen Ländern dasselbe Produkt zu unterschiedlichen Preisen erwerben. Denn der gute Unternehmer verlangt immer den höchsten Preis, den er bekommen kann, und das ist je nach Einkommensdurchschnitt in verschiedenen Ländern unterschiedlich viel."

@Tada, Sie haben es wirklich nicht verstanden. Auch wenn die Sachen nach er Auswanderung der Einkommensmillionäre "plötzlich billiger" würden, was ich bezweifle, ändert das an der merkwürdigen Armutsrechnung nichts.

Oh nein, die Schere zwischen

Oh nein, die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander, geben wir den Reichen mehr.
Logik? Ach ne, is Groko Politik.

Zu 21:21 von Al "Steuersenkungen kommen ...

Besserverdienern überproportional zu gute. ...

Das ist richtig, vergessen sollte man dabei aber nicht, dass diese "Besserverdiener" auch überproportional Steuern zahlen.
Bürger im oberen Zehntel der Einkommen zahlen mehr als die Hälfte der Einkommensteuer. Die mit den letzten 20 Prozent zahlen so gut wie nichts.

Logisch, dass sich manche Entlastungen entsprechend auswirken. Auch das ist nur gerecht.

re ai

"Steuersenkungen kommen Besserverdienern...

überproportional zu gute. Gering- und Normalverdiener (der Medianlohn liegt bei ca €3000 das heißt 50% verdienen mehr 50% weniger) haben von Anhebung der Freibeträge so gut wie nichts. Das sind Geschenke an Besser- und Spitzenverdiener."

Sie haben das Steuersystem leider nicht verstanden.

Der erste Tarif über dem Freibetrag wird für jeden gleich besteuert. Ob am Ende 20 Tausend oder 20 Millionen versteuert werden macht gar keinen Unterschied.

@paladin12 - Kindergeld senken?!

18:54 von paladin12:
"Dazu sollte man das exorbitante Kindergeld eher noch kürzen."

Um es Familien noch schwerer zu machen? Allein die Kosten für eine größere Wohnung lassen vom Kindergeld nicht viel übrig.

21:42 von fathaland slim

Zurück in die 50er Jahre, und alles wird gut?
.
wer behauptete das ?
ich sagte lediglich dieses Konzept hatte gewisse Vorteile
passt scheinbar nicht mehr in unsere heutige Zeit
wo die Individualität und die "Selbstverwirklichung" der Maßstab des Strebens ist

@ Gman

Merkwürdig mag die Rechnung sein, aber es gibt schlicht keine bessere Berechnungsmethode derzeit, daher ist anzunehmen, dass diese einigermaßen die Realitäten wiedergibt, auch wenn ihnen das persönlich nicht gefallen mag.

Es bleibt dabei: Diese Maßnahme wird die sozialen Disparitäten in diesem Land noch weiter verschärfen, denn je mehr Geld im Umlauf ist, desto höher werden die Preise steigen. Für Hartz IVer wäre das sozusagen der Genickschlag, denn die müssten dann deutlich höhere Preise schultern, ohne dass sie dafür einen Ausgleich hätten, denn das Mehr an Kindergeld wird 1 zu 1 auf den Hartz IV-Satz angerechnet.

Es muss endlich Schluss sein in symbolisch gutgemeinten Akten, die genau das Gegenteil befördern. Wie ein voriger Kommentar zutreffend vorschlug: Besser als eine monetäre Erhöhung wäre es z.B., die Kosten für Kinderbetreuung und -bildung deutlich zu reduzieren.

22:10 von karwandler

man muss sich immer wieder bei dir bedanken, daß du jeden fehler von uns erkennst und auch gleich berichtigst. ein herzliches danke und eine gute nacht dafür

um 20:02 von gman

Lasst alle Einkommensmillionäre auswandern und wir haben plötzlich weniger Arme!
So wird hier gerechnet!
.
ob so gerechnet wird weiß ich nicht
in jedem Fall zeigt es aber, was das für ne fragwürdige Größe ist

@ gman

"Logisch, dass sich manche Entlastungen entsprechend auswirken. Auch das ist nur gerecht."

Da gebe ich Ihnen einerseits Recht, nur was kann man dann dagegen tun, dass die Schere zwischen reich und arm immer weiter aufklafft? Als gottgegeben hinnehmen? Survival of the fittest? Sozialdarwinismus at its best? Das wird uns diese Gesellschaft schon bald um die Ohren fliegen, wenn die Nichtshabenden dann ihren Anteil am Wohlstand mit Gewalt einfordern.

Vorschlag: Was hielten Sie z.B. davon, den Spitzensteuersatz wieder auf 52% anzuheben, wie er es einst unter Helmut Kohl, dem Godfather der Conversatives, gewesen war? Denn auch bei einem Spitzensteuersatz von 52% haben die Einkommensmillionäre nicht auf ein einziges Glas Schampus verzichten müssen. Wären Sie einverstanden? Und das Mehr an Einnahmen kann dann der Staat in billigere Kindergartenplätze und in eine vernünftige Bezahlung der Erzieher und Erzieherinnen investieren, denn wir unser wichtigstes Gut anvertrauen: unsere Kinder!

22:10 von karwandler

re ai

"Steuersenkungen kommen Besserverdienern...

überproportional zu gute. Gering- und Normalverdiener (der Medianlohn liegt bei ca €3000 das heißt 50% verdienen mehr 50% weniger) haben von Anhebung der Freibeträge so gut wie nichts. Das sind Geschenke an Besser- und Spitzenverdiener."

Sie haben das Steuersystem leider nicht verstanden.

Der erste Tarif über dem Freibetrag wird für jeden gleich besteuert. Ob am Ende 20 Tausend oder 20 Millionen versteuert werden macht gar keinen Unterschied.
///
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*
Schön das ich Ihnen endlich in einem Kommentar zustimmen kann.
*
Guten Abend.

21:37 tada

Früher haben die Frauen in den Familien, die sich eine Amme für die Kinder leisten konnten, nicht gearbeitet.

In den Familien, die sich keine Amme leisten konnten, mussten Frauen UND ältere Geschwister arbeiten.
Die Babys lagerten am Feldrand und bekamen mal am Ende des Rages den Hintern gesäubert.
Um die Kleinkinder hat sich niemand gekümmert, die liefen mit.

22:08 von gman

genauer gesagt, die unteren 50 % zahlen 8 % des Einkommenssteueraufkommens
und ihre angesprochenen 20 % zahlen genau 0,1 % der Einkommenssteuer
so viel zum Thema Steuerentlastung
wer keine oder kaum Steuern zahlt, wie soll man den entlasten ?

Der komplexe Sozialstaat

Einige vergessen, dass der Sozialstaat auch erwirtschaftet und verdient werden muss. Das Sozialbudget, die zu finanzierenden Sozialleistungen summieren sich ständig zu neuen Rekordsummen. Zig Milliarden kommen jetzt noch jahrzehntelang dazu (Asyl, Migration, Integration ...). Andere Ausgaben wachsen ebenfalls (Sicherheit im Innern und nach außen) etc..

Bitte die Sozialbudgets mal vergleichen - EU-weltweit. Wo wird mehr ausgegeben?

Nur wenn eine leistungsfähige Volkswirtschaft diese enormen Leistungen auf Dauer abdecken kann, kann der Sozialstaat, der Staat überhaupt, funktionieren. Das vergessen einige. Ohne die Steuern und Abgaben der Leistungsträger, ohne Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich geht es nicht. Auch die soziale Marktwirtschaft braucht die Leistungsträger. Sozialismus, DDR, hat nicht funktioniert, alles schon vergessen?

Wer den Ast absägt auf dem er sitzt muss fliegen können. Manche sägen schon kräftig ohne es zu können.

22:14 von Nachfragerin

Um es Familien noch schwerer zu machen?
.
KiGa … frei
Busse und Bahnen …. frei
Sportvereine … frei
Schulessen … frei
Schuluniformen … frei
Schullandheim … 1 mal im Jahr 3 Wochen
ach ja und das Kindergelds abschaffen

Zu 22:14 von Nachfragerin Kindergeld für höhere Miete

18:54 von paladin12:
"Dazu sollte man das exorbitante Kindergeld eher noch kürzen."
--
Um es Familien noch schwerer zu machen? Allein die Kosten für eine größere Wohnung lassen vom Kindergeld nicht viel übrig.

Das höhere Kindergeld wird hier nichts nützen, das ist auch der falsche Ansatz.
Da muss die Politik geändert werden, die zu den explodierenden Mieten führt.
Euro - billige Überschuldung- EZB- Staatsfinanzierung-Geldschwemmen in Billionenhöhe, Nullzinsen, schleichende und direkte Enteignung, Blasenbildung.

Hilfe wird unter diesen Bedingungen immer schwerer und bald unmöglich. Nur eine Änderung dieser Politik wird überhaupt helfen. Zurück zur Rechtsstaatlichkeit in der EU und der Eurogemeinschaft. Einhaltung der Kriterien, Verträge und Recht. Kein Tarnen und Täuschen mehr, keine Mogeleien.
Keine Haftung für die Schulden anderer.
Hätte man sich nicht versündigt, gäbe es diese Probleme nicht.

Nicht Sache des Staates

Der Staat kann die Steuern reduzieren. Das ist git so. Dass davon die "Armen" nicht profitieren, ist nicht die Schuld des Staates. Man sollte dem Staat keinen Vorwurf machen.
Übrigens gelten Menschen, die in Deutschland als "arm" bezeichnet werden hier in Russland bei weitem nicht als arm.

22:16 von Sisyphos3

21:42 von fathaland slim

Zurück in die 50er Jahre, und alles wird gut?
.
wer behauptete das ?
ich sagte lediglich dieses Konzept hatte gewisse Vorteile
passt scheinbar nicht mehr in unsere heutige Zeit
wo die Individualität und die "Selbstverwirklichung" der Maßstab des Strebens ist
///
*
*
Aber ursprünglich wurde und die wundersame Arbeitskraftvermehrung als Selbstverwirklichung der Frauen verkauft.
*
Aber was in der Mangelwirtschaft der DDR nötig war, das hat uns hier erst als 68er- Errungenschaft die Notwendigkeit des Doppelverdienerhaushalts bescheert.
*
Wir erleben gerade die Endsiegfeiern der Unfähigkeit und Überlastung.

@fathaland slim - Keine Gaußverteilung!

21:28 von fathaland slim:
"Der Median ist nicht der Durchschnitt, sondern der Scheitelpunkt der gaußschen Verteilungskurve [...]"

Das wäre richtig, wenn die Einkommen der gaußschen Normalverteilung entsprechend symmetrisch verteilt wären. Da die Einkommen aber bei 0 beginnen und nach oben offen sind, ist die Verteilung asymmetrisch. Der Median ist als der mittlere aller nach Größe sortierten Werte definiert.

Ansonsten möchte ich Ihren Ausführungen aber zustimmen. :)

Zu 22:25 von RoyalTramp "Falsch verstanden"

@ Gman
Merkwürdig mag die Rechnung sein, aber es gibt schlicht keine bessere Berechnungsmethode derzeit, daher ist anzunehmen, dass diese einigermaßen die Realitäten wiedergibt, auch wenn ihnen das persönlich nicht gefallen mag.

Dann muss ich das wohl deutlicher formulieren. Es geht hier nicht um "gefallen".
Ich halte diese Armutsrechnung für puren Nonsens. Diese "Berechnungsmethode" um die Armut in Deutschland aufzuzeigen ist eine Pervertierung des Armutbegriffs. Da zeigt sich keine Realität, ich dachte ich hätte das klar gemacht. Armut ist anders.

um 20:02 von gman
Lasst alle Einkommensmillionäre auswandern und wir haben plötzlich weniger Arme!
So wird hier gerechnet!
..
ob so gerechnet wird weiß ich nicht..

Weniger als 60 % des Durchschnittes = arm!

Wenn die Hochverdiener auswandern, dann sinkt der Einkommensdurchschnitt. Logisch ist dann nominell die Grenze (60% des dann geringeren Durchschnitts) kleiner. Es gibt dann nach dieser Rechnung weniger Arme!

Mathematischer Fehler

@ fathaland slim:
Der Median ist nicht der Durchschnitt, sondern der Scheitelpunkt der gaußschen Verteilungskurve, welche durch die Einkommen in Deutschland gebildet wird.

Sie machen da aber einen Fehler. Denn die Einkommen folgen nicht exakt einer Gaußverteilung. Der Median ist einfach der mittlere Wert (bei einer geraden Anzahl das arithmetische Mittel der beiden mittleren Werte).

Ein kleiner richtiger Schritt

Die meisten Foristen sollten die TS genauer durchblättern - Nachrichten haben oft auch einen Zusammenhang: Etwas weiter findet sich der Beitrag "Ein Gehalt reicht nicht" - und genau für diese Gruppe der Arbeitenden zielt das Gesetz - bis hin zur geringen Entlastung vom steuerlichen "Mittelstandsbauch".

Die großen Probleme beiben ungelöst: Die Industrie zahlt nur noch 15 % der Steuereinnahmen (früher 50 %), die übermäßige steuerliche Belastung der mittleren Einkommen, Leistungsträger und Familien kann nur durch ein grundlegende Reform unseres komplizierten Steuerrechts erfolgen - das wird durch CDU/CSU blockiert.

Sie blockieren auch die Vermögenssteuer: Jede Woche werden die 5 % reichsten Deutschen um 2 Mrd. reicher ...

Aber solange es der Wähler hinnimmt ...

@gman - Wie viel bleibt übrig?

22:08 von gman:
"Bürger im oberen Zehntel der Einkommen zahlen mehr als die Hälfte der Einkommensteuer. Die mit den letzten 20 Prozent zahlen so gut wie nichts."

Statt in Prozenten zu denken, sollten Sie die absoluten Zahlen nach den Steuern betrachten: Wie viel Geld steht den Menschen zur freien Verfügung?

Das muss der Maßstab sein und nicht die Höhe der Abgaben!

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