Ihre Meinung zu: Feststellung der WHO: Transsexualität keine psychische Störung

19. Juni 2018 - 20:08 Uhr

Für viele Transsexuelle ist ein Ende der Diskriminierung in Sicht: Die Weltgesundheitsorganisation stellte fest, dass es sich bei Transsexualität nicht um eine psychische Störung handelt.

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Kommentare

Wie lange manche medizinische

Wie lange manche medizinische und menschliche Selbstverständlichkeit doch dauern kann. Gut, dass es jetzt soweit ist!

Soso.

Dann wissen also andere auch endlich das, was ich seit 57 Jahren weiß.

Ja - die Erde ist tatsächlich rund.
Jedenfalls so lange sie noch existiert ...

problematische Formulierung

Ich vermute, dass die Formulierung im Foto: "[falscher Vorname] Jenner zeigt sich als Frau im weißen Korsett" als beleidigend empfunden werden kann.
Man vergleiche Übermedien-Artikel "Warum man tote Namen nicht verwenden sollte".
https://uebermedien.de/27412/wieso-man-tote-namen-nicht-verwenden-sollte/

Transsexualität ....

...ist keine psychische Krankheit.

Aber sie zieht oft welche nach sich.
Noch nicht mal primär wegen des Mobbings des Umfelds.

das Streben des Betroffenen nach Vollkommenheit in seinem/ihrem Wunschgeschlecht treibt bisweilen auch extreme Blüten.
Die manch einer hier als pathologisch sehen würde.

Für den Betroffenen ist es daher auch eine Bürde.
Aber eine, die wohl unvermeidlich ist.

Die Weltgesundheitsorganisation stellte fest,

dass es sich bei Transsexualität nicht um eine psychische Störung handelt.

In weiteren Meldungen: +++ Physik-Nobelpreis für die Erkenntnis, dass Wasser bergab fließt +++ Meteorologen: Tage im Sommer länger als im Winter +++ Notiz im Nachlass von Stephen Hawking entdeckt: 4 ist keine Primzahl +++ Untersuchungen zeigen: Geburt kommt meist vor dem Tod +++ BLEND-A-MED-Forschung: Karies betrifft fast nur Zähne +++

Ich liebe es, wenn mein Wissensdurst immer wieder durch neue Enthüllungen gestillt wird.

@andererseits

Es gibt in der Wissenschaft keine Selbstverständlichkeiten. Dinge müssen bewiesen oder widerlegt werden.

Ansonsten kann man aus Selbstverständlichkeit glauben, das Globuli Krankheiten heilen...

Aber gut, sie glauben ja nach eigener Aussage auch das es mehr als 2 Geschlechter gibt, aus der menschlichen Selbstverständlichkeit heraus, das die Behauptung sich selbst beweist, wenn sie nur von dem ausgesprochen wird, der sich jetzt schnell mal ein neues Geschlecht kreiert hat.

Erinnert mich an eine größere Bewegung von Feministen in den USA, die jetzt behaupten Heterosexualität wäre eine eigene Entscheidung und Homosexualität ist der Normalzustand...

angesichts der Kommentare

die ich so oft in diesem Forum lesen muss, würde ich mir wünschen, die WHO würde feststellen, dass Empathie, Hilfsbereitschaft und der Glaube an Solidarität ebenfalls keine psychischen Störungen sind.

Nun mal dumm gefragt

Homosexualität, Heterosexualität - das sind Neigungen.

Jetzt wissen wir, was Transsexualität nicht ist - aber was ist es?

Es ist keine Neigung - denn es liegt ja ein empfundener Fehler vor und die Betroffenen wollen diesen durch eine schmerzhafte Tortur (und die OPs dürften nicht halb so schmerzhaft sein, wie der Weg da hin) beheben.

Ist Transsexualität ein Geburtsfehler?
Ein Gendefekt?

Ich glaube nicht, dass die Tatsache, dass man sagt: Transsexualität ist keine psychische Störung irgendwie dafür sorgt, dass den Betroffenen mehr Verständnis entgegen gebracht wird.

Eine klare Definition (Geburtsfehler, Gendefekt, Entwicklungsfehler im embryonalen Stadium oder ähnliches) wäre glaube ich viel hilfreicher.
Eine Definition, die ganz klar stellt: diese Menschen wählen nicht. Es sind Betroffene.

Behandlung

Behandlung
"Dank der Neueinordnung dürfen Transsexuelle auf ein Ende von Diskriminierung und bessere Behandlung hoffen."

Die Behandlung durch das soziale Umfeld wird sich - leider - so schnell nicht ändern. Dieser Prozess dauert viele Jahre und wird nie vollständig abgeschlossen sein, wie man am Beispiel der Homosexualität sieht.

Warum hat das so lange gedauert?

Vielleicht hat der liebe Papst darauf eine Antwort.

Endlich wurde das Theam Transsexualität

auch nicht mehr als fehlgeleitet behandelt.
So wie seinerseits auch Homosexualität lange Zeit als fehlgeleitet und mit dem Paragrafen 175 im Strafgesetzbuch geahndet wurde.

@22:03 von frosthorn

"...würde ich mir wünschen, die WHO würde feststellen, dass Empathie, Hilfsbereitschaft und der Glaube an Solidarität ebenfalls keine psychischen Störungen sind."

Solange Psychiater und Psychologen in den entscheidenden Gremien mitwirken (was ich nicht weiß),
wird daraus nichts.
Das macht aber nichts, mit 'Störungen' dieser Art kann ich gut leben. Die Schwierigkeit ist nur, dass man keine objektiven Vergleiche hat mit Menschen, die von dieser Art Störungen offensichtlich schmerzbefreit leben.

@ frosthorn

Ich dachte wirklich, dass Transsexualität eine psychische Störung ist und wir es nur nicht aus political correctness nicht so nennen damit sich jene Menschen nicht dikriminiert fühlen.... jetzt muss bei mir erstmal ein Umdenken statt finden, denn mein erster Gedanke war leider....das glaube ich nicht.

"Ich glaube nicht, dass die

"Ich glaube nicht, dass die Tatsache, dass man sagt: Transsexualität ist keine psychische Störung irgendwie dafür sorgt, dass den Betroffenen mehr Verständnis entgegen gebracht wird. "
.
Es geht ja erstmal darum daß die Betroffenen von der WHO nicht mehr als "gestört" in eine Schublade gesteckt werden.

weltweite Kriminalisierung

"Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Ländern, in denen sexuelle Minderheiten kriminalisiert werden."

In jedem Land dieser Welt werden sexuelle Minderheiten kriminalisiert. Die Gesellschaft fragt nicht, ob beispielsweise ein Pädophiler jemals straffällig wurde. Stattdessen wird ein Pauschalurteil gefällt, das sich an den Taten der kriminellen Vertreter dieser Minderheit orientiert.

22:19 tisiphone Es ist z.B.

22:19 tisiphone

Es ist z.B. Sexuelle Identität

Es ist kein Geburtsfehler und kein Gendefekt sondern ein Selbstempfinden. Das was man sich selbst als Bild von sich selbst zuschreibt.

Mit leichten Abweichungen kann man leben.
Mit starken wenig bis nicht.
Ob und wie stark ich Abweichungen von meinem Selbstkonzept empfinde kann nur ich selbst beurteilen und KEIN ANDERER.

Und wenn ich mit etwas nicht zurecht komme, dann darg ich mir Hilfe holen. Denn jedem, dem es mit etwas nicht gut geht, steht Hilfe zu.

@tisiphone - Warum "Fehler"?

22:19 von tisiphone:
"Ist Transsexualität ein Geburtsfehler? Ein Gendefekt?"

Warum so negativ? Transsexualität ist kein Fehler, sondern eine Ausprägung der natürlichen Vielfalt. Nicht mehr, nicht weniger.

@21:02 Ramuthra

So wie Sie schreiben, ist das weder eine Antwort auf meinen Kommentar noch zeugt es davon, dass Sie sich mit Transsexualität auseinandergesetzt haben, geschweige denn mit betreffenden Menschen schon mal ausführlicher gesprochen haben: "... sich schnell mal ein neues Geschlecht kreiert" ist eine so hanebüchene Unterstellung fernab jeder Wirklichkeit, dass mir nichts mehr einfällt außer Kopfschütteln.

Die WHO kann

viel feststellen. Wo ist der klare Beweis?

Wenn die WHO-Feststellung Diskriminierung beenden würde...

....dann wäre das ein Wunder.

Sie trägt aus meiner Sicht aber sicher zu einer besseren Selbstwahrnehmung von Transsexuellen bei (i.S.v. "Ich bin nicht gestört!"), wird aber zunächst wenig helfen, abfällige Bemerkungen etc. zu verhindern. Das wird eher ein Prozess über mind. eine Generation (und auch nur in einer Staatsform, die Vielfalt ok findet). Es ist immerhin ein Beginn eines langen Weges.

@ 22:19 von tisiphone

Zitat: "... diese Menschen wählen nicht. Es sind Betroffene."

Diese Menschen sind Menschen und die sollen leben dürfen, so wie sie es wollen, so wie Sie und ich.

Das reicht doch oder ?

Ich verlange doch von Ihnen auch keine Definition Ihrer selbst oder eine Erklärung/Entschuldigung dafür, warum Sie sind, wie Sie sind.

Ich bin einfach nur ein zopf.

Die Leute die damit nicht klar kommen haben ein Problem, nicht ich.

Gruß, zopf.

22:19 von tisiphone

«Jetzt wissen wir, was Transsexualität nicht ist - aber was ist es? […]
Eine klare Definition (Geburtsfehler, Gendefekt, Entwicklungsfehler im embryonalen Stadium oder ähnliches) wäre glaube ich viel hilfreicher.»

Es gibt so manche Dinge in der Psyche von Menschen, bei denen es sehr viel einfacher ist, zu sagen, was sie nicht sind, als eindeutig zu definieren, was sie tatsächlich sind.

Ihr Definitionswunsch reduziert Transsexualität auf rein biologische Faktoren, was es definitiv nicht trifft.

Viel mehr "als Definitionen ihres Wesens" benötigen die betroffenen Menschen "Akzeptanz in ihrem Anderssein", und unvoreingenommes Gegenübertreten in ihren Gefühlen, Wünschen, Nöten, …, durch ihre Mitmenschen.

Das reicht schon aus, und man kann sich viele, viele Debatten sparen, um das Phänomen Transsexualität für Nicht-Betroffene "aufzudröseln" …

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