Ihre Meinung zu: Wasserkrise in Indien: Trinkwasser nur einmal in der Woche

19. Juni 2018 - 14:20 Uhr

Indien steckt mitten in der schlimmsten Wasserkrise in der Geschichte des Landes. Mehr als 600 Millionen Menschen leiden unter dem Mangel. Bernd Musch-Borowska war in einem Stadtteil ohne Wasserversorgung unterwegs.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.666665
Durchschnitt: 4.7 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Die Einwohner von Kusumpur Pahari ....

haben nicht mal eine Toilette
.
wer hat denn überhaupt ne Toilette in Indien
auf dem Dorf (70 % Anteil) keiner, in der Stadt nicht viele ....

Wie kann man so leben?

Keine Wasserversorgung, keine Kläranlagen. Warum baut niemand die Infrastruktur aus? Was tun die Menschen den ganzen Tag?

Na dann ist ja alles OK. Oder

Na dann ist ja alles OK. Oder was soll uns der Kommentar sagen Sisyphos3?

Ein Problem, welches ich immer wieder in Indien

gesehen habe, ist, dass viele der großen Wasserleitungen marode sind. Aus denen, die oberirdisch verlaufen, läuft an vielen Stellen das Wasser raus. Auch wenn man in Indien häufig schöne blinkende Neubauten sieht: für Instandhaltung und Reparaturen wird nur wenig Geld ausgegeben. Das sieht man an Wasserleitungen, Verkehrswegen (in dem Punkt scheint es in letzter Zeit besser zu werden), Hotels und anderen Gebäuden - und vor allem an den Fahrzeugen.

Wasserkrise in Indien

Nicht nur in Indien. Man denke an die Sahelzone in Afrika. Der "Kampf" um das Wasser existiert schon seit biblischen Zeiten und Wasser war schon immer ein Faktor, der Menschen zu Wanderungen antrieb. Als der Mensch sesshaft wurde, war es seinem "Forschungstrieb" zu verdanken Wasser zu speichern, zu verteilen, zu bewässern für die Landwirtschaft und für die Hygeiene. Aber je mehr Menschen -wie z.B. in Indien- desto problematischer wird die Versorgung mit sauberem Wasser. Nicht zu vergessen sind da auch die Klimaveränderungen, die sich auch in Dürreperioden äußern. Eigentlich ein sehr komplexes und auch kompliziertes Thema.

@Sisyphos3

Auch auf dem Dorf gibt es WCs. Nicht alle gehoeren einer niedrigen Kaste an. Man kann sie allerdings nicht immer benutzen, da ohne zugeteilten Strom kein Wasserdruck vorhanden ist.

In der Region wo ich war, war die Toilette der Dorfschule die umgebende Mauer. Da gab es nicht mal ein Plumpsklo. Wenigstens so etwas haette sich der Staat leisten koennen

Eine ganz andere Hausnummer

"Bereits im Jahr 2030 hätten demnach etwa 40 Prozent der indischen Bevölkerung keinen Zugang mehr zu Trinkwasser."

Das sind keine 12 Jahre mehr.

Wie wird wohl eine Demokratie reagieren, wenn das Nötigste zum Leben fehlt und die Menschen jedwede zivilisatorische Zurückhaltung ablegen?

Und uns erzählt man gerne, wir müssten vor Atomwaffen Angst haben oder vor zu geringer Inflation oder vor Populismus.

Indien hat im Norden ....

...sehr viel Wasser aus dem Himalaja und dem Karakorum. Leider hat es das Land versäumt, es dorthin zu bringen, wo es dringend benötigt wird. Man kann nur hoffen, dass dort bald die "Hausaufgaben" gemacht werden.

@Juri Gerasimenko

"Keine Wasserversorgung, keine Kläranlagen. Warum baut niemand die Infrastruktur aus? Was tun die Menschen den ganzen Tag?"
.
ist das ein ganz besonders zynischer, satirischer Beitrag? haben sie mal überlegt, dass die leute in Indien nicht unsere Wohlstands- und Luxusprobleme haben? die meisten am land können mit ihrer zeit gerade so viel erarbeiten, dass sie genug "zu fressen" haben. in ihrer 25. und 26. stunde können sie mit ihren kindern auch noch unbezahlbare wasserleitungen ziehen, oder wie?
.
ich fahre im juli wieder in eine "boom-town" in indien: pune. wasser aus der leitung? bin doch nicht lebensmüde! ich möchte da nicht mal begraben werden.... bitte versuchen sie sich mal in die lage dieser menschen zu versetzen. Diese art armut gibt es in Europa nicht!!!

15:48 von Fischkopp77

warum fragen sie mich das
der Artikel stammt von Bernd Musch-Borowska, NDR
ich schrieb nur darauf wie es (meine Erfahrung)
mit Toiletten allgemein aussieht in Indien

16:20 von crumble

In der Region wo ich war, war die Toilette der Dorfschule die umgebende Mauer.
.
meine Rede !

einfach mal Indien bereisen
mit dem Bus besser dem Zug
in der Morgen/Abenddämmerung sieht man die Menschen,
wenn sie in langen Reihen auf die Felder ziehen oder dort sitzen
mit ihrem Messinggefäß voll Wasser in der Hand

16:29 von Fennec

sehr viel Wasser aus dem Himalaja und dem Karakorum.
.
aber sie wissen schon wo der Himalaya liegt und Bombay oder Madras
und auch wo die West/Ostgats liegen und das Hochland von Dekan ?

16:21 von AlterSimpel

Wie wird wohl eine Demokratie reagieren,
.
hängt dass davon ab, ob ne Nation Klos mit Wasserspülung hat ?

Wassermanagement

Vor allem eine Folge der schlechten Bundes- und Landesregierungen, die das Bevölkerungswachstum und die Wasserversorgung wie vieles andere nicht in den Griff bekommen.

14:35 von Sisyphos3

« Die Einwohner von Kusumpur Pahari .... haben nicht mal eine Toilette
wer hat denn überhaupt ne Toilette in Indien
auf dem Dorf (70 % Anteil) keiner, in der Stadt nicht viele ....»

Die geringe Anzahl an Toiletten in Indien liegt weniger daran, dass der Staat unwillig oder unfähig wäre, solche zu bauen.

Mehr daran, dass sehr viele Inder aus kulturellen Gründen wenig gewillt sind, solche auch zu nutzen.

Hintergründig-informativ-ausführlicher Artikel zu diesem Thema mit dem Titel: "Mr. Toilet".

"https://www.zeit.de/2015/20/hygiene-indien-toiletten-mangel/komplettansicht"

Darstellung: