Ihre Meinung zu: Türkei: Wie Erdogan seine Macht ausbauen will

19. Juni 2018 - 8:58 Uhr

Bis zum Abend können 1,44 Millionen Türken in Deutschland noch wählen. Nach der Abstimmung wird sich in der Türkei vieles ändern - die Verfassungsreform tritt in Kraft. Katharina Willinger erklärt, was das bedeutet.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.333335
Durchschnitt: 2.3 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Das problem ist, dass dieses

Das problem ist, dass dieses System auch gut sein kann. Je nach dem, wie der Präsident drauf ist. Wie bei uns auch. Viele Hürden hindern die Politiker nicht daran, völlig zu versagen.

wie man´s sieht

Im April 2017 stimmte eine knappe Mehrheit der türkischen Wählerinnen und Wähler für eine Verfassungsänderung im Land.
.

in Essen waren es 75 % und in Stuttgart 69 %
besonders ansprechend ist unser "freiheitliches" System offensichtlich nicht, wenn man sich die Variante aussucht

Wahlbeeinflussung?

Wie wird denn gewährleistet, dass die Wahlen in der Türkei unbeeinflusst über die Bühne gehen?
Wieviele internationale Kontrolleure werden eingesetzt?
Welche europäische Institution kümmert sich darum?
Ist die EU vielmehr daran interessiert, dass Erdowahn und die AKP gewählt werden, weil nur so der Flüchtlingsdeal bestehen bleibt?
Inzwischen wird ja auch in der BRD von deutschen Journalisten gegen Gülen recherchiert um Erdowahn zu unterstützen!

Die duemmsten Kaelber...

Die duemmsten Kaelber waehlen ihren Schlachter. Es ist wohl offensichtlich wessen geistes kind Erdogan ist und dass er die Tuerkei an die Wand fahren wird. Auch wirtschaftlich wird es ein Disaster denn seine Politik fuehrt zur isolation und Rechtsunsicherheit, jeder investor wird das weite suchen. Wirtschaftlicher und politischer Bankrott plus extreme Inflation ist die Folge. Hirn einschalten dann waehlen! Aber in Deutschland leben und Erdogan waehlen ist moralisch verkommen und unterste Schublade

09:09 Einerer

"Das problem ist, dass dieses System auch gut sein kann. Je nach dem, wie der Präsident drauf ist"
Hat man in 1933 auch gedacht.

@ Sisyphos3 09:15 Uhr

"...besonders ansprechend ist unser "freiheitliches" System offensichtlich nicht, wenn man sich die Variante aussucht."
Wieso; die zustimmenden Türken in Deutschland bleiben doch hier und damit in einem "freiheitlichen" System. Was sie den Türken in der Türkei antun scheint sie nicht zu interessieren.

Naja...

die Menschen haben ja nicht dafür gestimmt das System in Deutschland zu ändern sondern das System in der Türkei. Weder kulturell noch geographisch ist die Türkei mit Deutschland zu vergleichen.

RE: um 09:36 von Oliver Stardust

Auch bei Ihnen ist es scheinbar nicht angekommen, dass die meisten Türken
hier UND in der Türkei ihre Lebensbereiche sehen.
Sei es durch familiäre Verbindungen, Investitionen oder Geschäftsbeziehungen.

Ihre herablassende Art über Menschen, die lediglich Ihr gutes Recht umsetzen wollen, spricht eher für Ihre Unwissenheit.

Wieso? @"nier wieder spd"

Internationale Kontrolleure ? Europaeische Institutionen?
Woher sollen die sich das Recht nehmen ? Bei eurpopaeischen Institutionen ist es ja noch einigermassen sinnvoll, da TR in die EU beitreten möchte. Aber anbetracht der Tatsache, dass dies nur bei der TR gemacht werden würde ist merkwürdig.
Hinzu kommt, dass Sie hier gerade Betrug unterstellen. Sie wissen wohl auch kaum, wie aufmerksam die Opposition ist. An jeder Wahlurne sind Leute aller Fraktionen vertreten die das ganze kontrollieren.
Eine internationale "Aufsicht" ist demütigend. Sowas würde doch niemand wollen.

Ihre Forderung ist typisch, westlich. Als waere der Westen die einzige Region der man beim Thema Demokratie vertrauen kann. Im Gegenteil. Hier vertuscht man halt viel besser. Den meisten Waehlern ist es ehe egal.

Ich erwarte keine Überraschung

Im neuen System wird lediglich legitimiert, was heute schon praktiziert wird.
Dass bei Abschaffung demokratischer Strukturen auch die ausländischen Direktinvestments zurückgehen werden, wird als Angriff westlicher Mächte oder gar Verschwörung gesehen und dürfte Erdogan keine Stimmen kosten?!

@Strubbi 9:56

Dem ist nichts hinzuzufügen. Für Leute, die tatsächlich glauben, ein solches System könne gut sein, fällt mir nur noch Einsteins Aussage über das Universum und die menschliche Dummheit ein.

Die Mitglieder des hohen Rats der Richter...

Die Anzahl der vom Präsidenten benannten Mitglieder ist heute schon 4 und es sollte hier auch erwähnt werden das die vom Parlament benannten Mitglieder nicht mit einfacher Mehrheit benannt werden können sondern mit einer 3/5 Mehrheit. Somit ist das ganze sehr an den Haaren herbeigezogen das die AKP jetzt angeblich mehr Einfluss auf diesen Rat haben wird. Eine 3/5 Mehrheit hatte bis jetzt keine Partei in der Türkei. Kommt man zu keiner Einigung entscheidet das Los unter den Kandidaten. Im übrigen sind hier auch nicht die Einschränkungen der Präsidialdekrete aufgeführt, das erweckt den Eindruck als ob der Präsident mit seinen Dekreten machen kann was er will...dem ist aber nicht so!

@MaWo, 09.59h

Richtig, oder wie es einer mal schrieb:
"Die freilaufenden Hühner stimmen für Käfighaltung".

Toleranz und Glaube.

Überall wo Glaube an monotoistische Figuren prägnant ist gibt es den Schrei nach einem starken Führer.
Wenn die Menschen selbstbestimmt leben, wählen sie Leute aus ihrer Mitte, die ein Amt ausüben. Selbst aber keine Institution sind.
Ich finde es traurig wenn sich Menschen freiwillig in eine solche Abhängigkeit begeben zumal wir alle wissen, JEDER Mensch ist fehlbar.

In dem neuen politischen System der Türkei...

kann der Präsident vom Parlament abgesetzt werden und er geniest keine Immunität und muss sich vor der Justiz rechtfertigen! Der Vergleich mit dem dritten Reich hinkt also vorne und hinten...aber es klingt ja so schön dramatisch...

@strubbi

Selbst unsere parlamentarische Demokratie ist nicht vor Unbill gefeit. Mit den falschen Personen an der Spitze, muß das System nicht alles von alleine regeln. Es ist mitnichten so, daß unser System ein Vollversagen zu 100% unterbinden muß.

Slechte Nachricht fuer die Tuerkei

Gute Nachricht fuer die EU. Je mehr sich die Tuerkei von den demokratischen Spielregeln entfernt, desto unwahrscheinlicher wird ein EU-Beitritt. Das Problem ist die grosse Mehrheit der Tuerken in Deutschland, die fuer das Erdogansystem votiert haben. Diese sollten ueberdenken, ob das "freie" Deutschland der richtige Aufenthaltsort fuer sie ist. Die zunehmenden Resantiments, die sie dadurch provozieren, treffen ja nicht nur sie, sondern auch ihre sehr gut integrierten Landsleute, die trozt ihrer "fremlaendischen" Namen zu 100% Deutsche geworden sind.

Gruss aus Brasilien

@ um 10:05 von EmpathieBitte

Grundsätzlich mögen Sie recht haben. Vielleicht kennen Sie aber das Video nicht, das am Wochenende in einigen angeblich seriösen Medien veröffentlicht wurde, in dem Erdowahn persönlich dabei zu hören und zu sehen ist, wie er Anweisungen zum Wahlbetrug gibt.
Tagesschau.de hat zu diesem Video leider keinen Bericht veröffentlicht.
Bestimmt aus Gründen der Staatsräson. :)
Deshalb wird es aber nicht unglaubwürdiger.

@Exilant

Wenn man sein lebensbereich in Deutschland hat und auch geschaeftlich muss man ja komplett verblendet sein um Erdogan zu waehlen. Dass er die Tuerkei an die Wand faehrt und das Verhaeltis mit Europa politisch und geschaeftlich zerstoert hat ist Ihnen wohl entgangen . DerRest der Welt haelt inzwischen auch nichts mehr von ihm. Was das fuer die Tuerkei bedeuted ist wohl klar . Wie gesagt die duemmsten Kaelber waehlen ihren Schlachter

Wir können von Glück reden,

daß wir nicht wissen wer was gewählt hat! Auch wenn die letzte Wahl der hier lebenden Türken eine deutliche Sprache spricht! Wenn wir es wissen würden, wäre es gut möglich, daß wir uns im eigenen Land noch unwohler fühlen würden!Das Miteinander ist doch so schon schwer genug.

Das Bild ist köstlich

Wird es eigentlich irgendwann eine Ausstellung mit besonderen Fotos von Politikern geben? Manche sind wirklich einmalig und es wäre schade, wenn denen nicht mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden würde.

Diese zum Beispiel:
"Erdogan mit rotem Heiligenschein. Aber halt! Leuchten da noch 2 gelbe Hörnchen links und rechts auf der Stirn?"

Solche Bilder wären eine Ausgabe in einem Fotobuch wert.

@09:09 von Einerer

"Das problem ist, dass dieses System auch gut sein kann. "

Ihr Statement erinnert mich ein wenig daran, dass einige Zeitgenossen meinen, auch eine Diktatur könne gut sein, wenn nur der Diktator auch gut ist.

Ich sage ganz klar: NEIN! Die Abschaffung oder Schleifung der Gewaltenteilung bedeutet immer, das Minderheitsmeinungen leicht unterdrückt werden können und das das System ein Stück weit der Willkür ausgesetzt ist. Ganz davon abgesehen, das so auch die Demokratie geschleift wird. Bis hin zu deren Abschaffung.

Die Deutschtürken haben die Möglichkeit der....

Briefwahl aus Deutschland.
Da aber der Wahltermin in der Türkei genau in die Urlaubszeit (Zufall?) fällt, ist ein großer Teil der Deutschtürken in der Türkei. Jetzt darf man raten, was die in der Türkei bei Gelegenheit machen werden? Richtig noch mal wählen gehen.
Lt. meinen Informationen wird die (Doppelwahl?) nicht überprüft.

@09:15 von Sisyphos3

"in Essen waren es 75 % und in Stuttgart 69 %" Anm.: Türkische Wähler für das Verfassungsreferendum in der Türkei.

Nun, Sie sollten hier aber auch bedenken, das lediglich 45% der in Deutschland lebenden Türken sich an dieser Wahl beteiligt haben. Das relativiert dieses Ergebnis gewaltig. Unter Umständen sind da viele, die nicht gewählt haben, eben doch angekommen und haben daher nicht abgestimmt? Zählt man diese Nichtwähler hinzu, kann man nicht von einer Mehrheit in der Türkischen Gemeinde in Deutschland für die neue Verfassung sprechen. Lediglich von einer Mehrheit der sich an diesem Referendum Beteiligten. Das macht dann doch einen großen Unterschied.

09:22 von nie wieder spd

"Inzwischen wird ja auch in der BRD von deutschen Journalisten gegen Gülen recherchiert um Erdowahn zu unterstützen!"

Der erste Teil Ihres Satzes stimmt. Der zweite Teil ist an den Haaren herbeigezogen und von Ihnen erfunden. Die Gülen Bewegung agiert in der Tat in weiten Bereichen wie eine Sekte. Da darf man schon mal genauer hinschauen.

@10:30 von VolkanHH

(Der Präsident)"muss sich vor der Justiz rechtfertigen! "

Nur, dass er sich selbst einen Großteil der über ihn zu richtenden Richter selbst aussuchen darf. Ganz tolle Wurst!

@Sisyphos3 - Wahlen in Deutschland

Sie weisen darauf hin, dass die Zustimmung zur Verfassungsänderung bei den türkischen Wählern in Deutschland größer war als in der Türkei.

Viele Kritiker der AKP sind nach Deutschland geflüchtet. Sie müssten ins türkische Konsulat, um zu wählen. Für sie ist es zu riskant, die Konsulate zu betreten. Die Wahlbeteiligung war in der Türkei wesentlich höher als hier.

@giggs

Diese Unverschämtheit ist ihnen tatsächlich durchgegangen? Unerhört.
Aber selbstverständlich kann ein system mit nur einem machthaber auch gut sein. Das haben etliche monarchien auf der Welt wohl bewiesen. Es ist nicht das System, es ist der machtinhaber, der zum Problem werden kann.

Erdogan Machtausbau

Schlimm ist, er wird gewählt. Von seinem Volk. Manipuliert? Gesteuert. Gegner werden niedergemacht. Er fordert dazu auf. Junge Türken in Deutschland verehren ihn, zeigen sich stolz. Verstehen nicht, daß alles auf Schulden basiert.
Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber

Er bleibt trotzdem nur türkischer Präsident!

Bei aller Machtfülle des türkischen Präsidenten, er bleibt trotzdem nur der Präsident der Türkei. Welche Macht hat er damit wirklich? Er kann seine Landsleute drangsalieren, Kurden bombardieren, Wahlen manipulieren und Merkel einschüchtern, aber weiter? Mein Fazit ist, seine angebliche Machtfülle ist absolut unbedeutend für diese Welt. Mancher Bürgermeister einer Großstadt hat mehr Macht und vor allem Bedeutung.

Ähnliches System wie in NK

Das System ähnelt immer mehr dem System der Türkei. Bald ist es wohl nicht mehr "Kim jong un" sondern "Erdogang jong un".

Das Bild dieses Artikel ist außerdem irgendwie.. unpassend fotografiert. Beim scrollen auf der Website habe ich mich erst gewundert, warum da ein Herr mit Clownsfrisur an einem Podest steht, bis ich bemerkt habe, dass das der Hintergrund ist und keine Clownsfrisur...

Was für eine Selbstüberschätzung...

Sie denken also tatsächlich das Sie die Lebenswirklichkeit der Türken besser beurteilen können als die Türken selber und dann sind Sie auch noch der Meinung das die EU+USA der Rest der Welt ist...uy uy uy

von Hugomauser

"Inzwischen wird ja auch in der BRD von deutschen Journalisten gegen Gülen recherchiert um Erdowahn zu unterstützen!"

Der erste Teil Ihres Satzes stimmt. Der zweite Teil ist an den Haaren herbeigezogen und von Ihnen erfunden. Die Gülen Bewegung agiert in der Tat in weiten Bereichen wie eine Sekte. Da darf man schon mal genauer hinschauen.
#
#
Gülen ist keinen Deut besser als Erdogan! Aber ich denke, beide haben eine große Anhängerschaft und das spricht dafür, dass die Türken für diese Einflüstere empfänglich sind.

RE: um 12:01 von Oliver Stardust

" Dass er die Tuerkei an die Wand faehrt und das Verhaeltis mit Europa politisch und geschaeftlich zerstoert hat ist Ihnen wohl entgangen . "

Ist das Ihre persönliche Erkenntnis oder doch bloß die Rezitation von Experten-Schlagzeilen a la Focus, Spiegel etc.. ?
(PS: die gleichen Experten, die den Absturz Griechenlands nie gesehen haben)

Ich aber schreibe aus persönlichen Erkenntnissen und Erlebnissen. Da sehe ich mitnichten ein wirtschaftliches Problem.

RE: um 12:27 von Hugomauser

Sie finden das eine tolle Wurst ?
Wie finden Sie dann das ?
Auszug: http://www.dw.com/de/immer-die-besten-wie-richter-ins-amt-kommen/a-39841...
"Norbert Lammert (CDU), langjähriger Bundestagspräsident, hatte sich schon 2012 gewundert, mit wie wenig "Legitimität" Richter einen Karrieresprung nach Karlsruhe schaffen. Er fand es "einigermaßen erstaunlich", dass die Anforderungen bei der Wahl der Verfassungsrichter geringer seien, als dies bei der Wahl des Datenschutzbeauftragten oder der des Wehrbeauftragten der Fall sei.
Die parteipolitische "Über-Kontrolle" bei der Besetzung der höchsten deutschen Gerichte wird dabei allerdings selten ausdrücklich moniert."

Das wird wohl daran liegen, dass man sich das hier auch passend zusammenstellt.
Soweit klar ?

@Exillant zu Oliver Stardust

Obwohl selbst entschieden gegen Erdogan stimme ich Ihrer Kritik am Beitrag von Oliver Stardust zu.
Er schrieb "in Deutschland leben und Erdogan waehlen ist moralisch verkommen und unterste Schublade".

Statt sich in so herablassender Art zu äußern, sollte er sich fragen, warum Erdogan gewählt wird.

Erdogan ist bei vielen seiner Wähler beliebt, weil es ihm in den Anfangsjahren der AKP gelungen ist, die Wirtschaft zu stabilisieren und mit zahlreichen Maßnahmen den Lebensstandard vor allem der ärmeren Schichten anzuheben. Dass das nicht unbedingt sein Verdienst war, wird gerne übersehen. Denn als die AKP 2002 zum ersten Mal an die Macht kam, erholte sich das Land gerade von eine verheerenden Wirtschaftskrise, in der die Inflation explodiert war und in den folgenden Jahren gab es auch in anderen Schwellenländern ein wirtschaftliches Wachstum von 10-15%, das war eine allgemeine Erscheinung in der Weltwirtschaft, die nichts mit Erdogan zu tun hatte.

RE: um 12:36 von cateye

"Verstehen nicht, daß alles auf Schulden basiert."

Ja, der türkische Staat Schulden.
Aber andere kapitalistische Länder haben in Vergleich zu Ihrem BIP um vielfaches mehr Schulden. Auch Deutschland.
Oder soll der Staat ohne Gegenwert selber Geld drucken ?

Dann zählen Sie mal konkret auf, was ALLES auf Schulden in der Türkei basiert. Da bin ich mal gespannt .

"Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

Dieser Satz scheint der letzte Schrei zu sein. Wenn man keine echten Argumente hat, muss Drama herhalten.

@Exillant

Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, dass jemand, der seine Heimat aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen verlassen musste, genau diejenigen Machthaber verteidigt, wieso er weggehen musste. Wenn Sie die Erdogan-Türkei so toll finden, verstehe ich beim besten Willen nicht, wieso Sie nicht in das Paradies zurückgehen. Es wird dann niemanden mehr geben, der Ihnen widersprechen wird. Alles nur noch Friede, Freude, Eierkuchen.

Nationalismus ist das Gift, mit dem die Menschen gespalten werden, die eigentlich gleiche Interessen haben.

Erdogan macht sich zunutze, dass Türken hier in Deutschland von manchen Leuten ausgegrenzt werden oder sich so fühlen. Erdogan setzt daran an und stärkt intuitiv das Selbstbewusstsein vieler Türken in Deutschland.

Die meisten Erdogan-Anhänger in Deutschland (nicht alle) beziehen ihre Informationen hauptsächlich von regierungsnahen Medien in der Türkei.
Medienschaffende, die nicht AKP-nah sind, leben mit der Angst, bald zu den vielen Inhaftierten gehören zu können und/oder ihre Arbeit zu verlieren. Der Druck auf die Medienschaffenden hat eine einseitige Berichterstattung zur Folge. Sie zeichnet nur ein positives Bild, negative Entwicklungen werden bewusst ausgeblendet, wudurch ein verzerrtes Bild der realen Verhältnisse entsteht.

Kritik in Medien außerhalb der Türkei wird als Türkei-Bashing empfunden.

Da wird wieder leer gequatscht

Wenn das Land sich für ein neues System entscheidet und das Volk dafür stimmt, dann sollten wir es einfach akzeptieren und uns um die Problematik in Deutschland kümmern.
Es muss nicht alles nach unserem Wünschen geschehen. Bin davon überzeugt das erdogan das beste für sein Land will!

Erdogans Beliebtheit wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs

Als die AKP das Ruder übernahm, war gerade eine große Krise überwunden. Die Reformen, die Erdogan nach Amtsantritt verfolgte, waren bereits vor der AKP-Zeit eingeleitet worden. In den Folgejahren profitierte die Türkei von billigen ausländischen Krediten und Investoren, die in der Türkei einen sicheren Hafen sahen.
Die wirtschaftlichen Zahlen, die in der Türkei veröffentlicht werden, können nicht darüber hinweg täuschen:
Die Zeit der billigen Kredite, mit denen maßgeblich auch das Wirtschaftswachstum befeuert wurde, ist vorbei, die Auslandsschulden verheerend, die Arbeitslosigkeit bei zehn Prozent, und die Menschen spüren beim täglichen Einkauf die Schwäche ihrer Währung. Dass Erdogan in den letzten Jahren Gewerkschaften aggressiv bekämpft hat, dürfte gerade bei vielen einfachen Arbeitern unvergessen sein.

Darstellung: