Ihre Meinung zu: WHO erkennt Computerspielsucht offiziell als Krankheit an

18. Juni 2018 - 12:54 Uhr

Die "Gaming Disorder", also die Sucht nach Computerspielen, ist nun von der WHO als eigenständige Diagnose anerkannt. Sie bezieht sich auf Internet- und Videospiele. Von Dietrich Karl Mäurer.

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Für alle die, die nicht wissen wovon sie reden:

Online Spiele sind für Außenstehende schwer nachzuvollziehen. Beispielsweise World of Warcraft.
Da "trifft" man sich oft mehrmals in der Woche mit anderen Kellerkindern (sowas trugen wir als Titel, nicht als Beleidigung) und versucht wieder und wieder einen besonders schweren computergesteuerten Gegner als Gruppe zu erledigen. Dies erfordert Vorbereitung. Übung. Koordination. Nicht selten enstehen dabei echte Freundschaften.

Und egal, was ich in meinem Leben erreicht habe. Schulabschluss. Masterabschluss. Das "Ja!" auf meinen Heiratsantrag. Das "Glückwunsch, Herr Dr. Roggenkornbrot, das war dann alles" in meiner Verteidigung...
Vermutlich wird nichts jemals wieder dieses Gefühl erreichen als wir nach 3 Monaten endlich diesen einen "Boss gelegt hatten" ("Fach"jargon). Als 2. Gruppe der EU.
Vielleicht schafft es die Geburt eines Kindes.

Während dies sicher ein Extrem war, sind es Gefühle wie dieses, die einen Spieler halten und süchtig machen. Und das ist nicht zu unterschätzen.

Reißerische Überschrift

"Die Post ist ein Bombenkurier!"
"Rohrzangen sind Mordinstrumente!"
"Computerspiele machen süchtig!"
Liebe Tagesschau-Redaktion. Bitte befassen Sie sich doch mal mit der Begrifflichkeit des sogenannten "Konjunktivs".
Ein Beispiel: "Rohrzangen >>können<< Mordinstrumente sein!" Sind sie es deshalb zwangsläufig?!

Nichts neues

Computerspiele können süchtig machen. Wie auch Glückspiele oder andere Tätigkeiten, z.B. Einkaufen...

An sich ist an dieser Meldung das beste, dass eine anerkannte Sucht wohl eher dazu führt, dass eine Therapie angeboten wird.

Im übrigen kam gerade noch die Melung, das über 50 Jährige die größste Gruppe unter den Spielern ist, demnach reden wir hier nicht nur über die jugendlichen Spieler.

Ich selbst spiele gerne und oft online, fast täglich. Zumindest, solange Frau und Kinder das zulassen. Für mich ist das ein entspannendes Hobby, nicht mehr.

@Roggenvollkornbrot: Die Geburt eines Kindes toppt jeden Boss. 9 Monate Vorbereitung und der Endkampf zieht sich über Stunden. Allerdings sind dann wohl eher der Supporter, aber Sie dürfen sich auf ein außergewöhnliches Erlebnis freuen...

@Roggenkornbrot

Nun ja, Sie sagen ja selbst, dass es ein extremes Beispiel ist.
99% der Spieler spielen nicht in dieser Liga und haben auch nicht entsprechende Erfolgserlebnisse.

Für die Masse derjenigen, die unter dieser Sucht leiden, gestaltet sich das eher, wie die "traditionelle" Spielautomatensucht in Kneipen und Spielhallen: lustloses, aber zwanghaftes zocken, ohne nennenswerte Höhepunkte und Tiefen.

Bei MMOs ist das natürlich auch wieder ein spezieller Fall, ich kenne Menschen deren soziales Leben größtenteils im Spiel und auf Teamspeak o.Ä. abläuft, die also eigentlich nicht nur des Spieles wegen kommen und auch oft Jahre später, nachdem sie aufgehört haben zu spielen, immer noch in die selbe Teamspeak Gruppe kommen, zum "abhängen".

Allerdings sollte man nicht gleich von Online-Spiel auf MMO schließen.
Handyspiele haben den Markt geflutet und ich würde fast vermuten in diesem Marktsegment befindet sich auch das Gros der Problemspieler.
Dazu dann Online-Pokerspiele etc.

@ Toni B.

Reißerische Überschrift

Beruhigen Sie sich, die Überschrift geht völlig in Ordnung.

Die Einschätzung von

Die Einschätzung von PC-Spielen als Sucht ist gewiss in vielen Fällen zutreffend.

Was sind aber die rechtlichen Folgen ?

Dass man sich jetzt auch krank schreiben lassen kann - und dann Zeit hat fürs Spielen rund um die Uhr ?

I

Gut, dass das mal angesprochen wird:

Übermäßige Präsenz in der virtuellen Welt (nicht nur Spiele) kann süchtig machen. Das allerdings gleich zu einer Krankheit hoch zu stilisieren ist vielleicht doch etwas übertrieben.
Die wahren Faszinationen des Lebens finden im realen Leben statt. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder irgendwann zu dieser Erkenntnis kommen wird.

Bin ich süchtig nach

Bin ich süchtig nach Computerspielen??
Ich stellte diese Frage meiner langjährigen Psychiaterin...
..darauf sie -> solange sie sich das noch fragen ist alles im "grünen Bereich"
(Selbstreflexion!)

Sucht hat z.B. rein gar nix mit der Länge der Spielzeit pro Tag zu tun - ebenso wenig wie die täglich genossene Menge an Alkohol...
..sondern damit ob man den Tag ohne dies übersteht ohne "durchzudrehen"!
Wenn man aber z.B. sein letztes Geld statt für Körperpflege für einen aktuellen AAA-Titel ausgibt....

und ja - auch ich gehöre zur stärksten Gruppe der Spieler -> auch ich bin Ü50
und
habe mehr als 25 Jahre Erfahrung.

Endgegner

Ich finde auch man kann von fast allem süchtig werden und es ist fast immer mehr ein Symptom als eine eigene Krankheit. Verlustängste, Bindungsstörung, Mobbing, Depressionen. Das sind die Diagnosen die es zu behandeln gilt. Das im Artikel beschriebene Phänomen, dass man sich zurück lehnt und sagt ob es ist eine Krankheit dann muss ich ja nicht daran arbeiten kenne ich leider von kranken wie Eltern.

Und das sag ich als Psychiatrieschwester und leidenschaftliche MMORPG Spielerin.

@Jadawin1974, RoggenVollkornbrot:

Herrlich beschrieben, danke dafür!

@Roggenkornbrot

Geburt ist toll - aber auch wenn ich "nur" server first kills hatte muss ich sagen das ist schon was besonderes :) - kann das nachvollziehen.
Ich werde mich wohl Lebenslang an die Geburt meines 1. Sohnes erinnern. Aber auch an viele Bosskills oder meine 1. 5er Instanz - das waren noch Zeiten :).

Ich habe jetzt Legion auch wieder gespielt, aber es ist halt nicht mehr so wie früher. Ob ich den boss nun im HC oder Mythic lege ist mir relativ egal - aber seinem Kind beim wachsen zusehen ist jeden Tag spannend & neu.

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Glückwunsch an die Pharmalobby

Eine weitere Einnahmequelle für sinn- und wirkungslose Medikamente, die die Menschen und den Planeten zerstören.
Das bedeutet nicht, dass ich die Computersucht an sich kleinzureden versuche, nur deren Wertschöpfung.

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