Ihre Meinung zu: Kommentar: Europa ist kein Nullsummenspiel

17. Juni 2018 - 19:10 Uhr

Im Streit um Europas Asylpolitik zeigt eine Nation auf die andere. Dabei liegt eine gemeinsame europäische Lösung längst auf dem Tisch. Dafür müssten die Länder aber den eigenen Stolz begraben, meint Samuel Jackisch.

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Kommentare

verlogenheit wohin man schaut

Als humanistisches Signal will das der neue sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez verstanden wissen.
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dann fragen sie ihn doch mal, wann er den Zaun in Ceuta und Mellila einreißen läßt,
damit die Asylanten ungehindert ins Land können

Nein, es gibt keine Lösung

Denn die Leistungen für Asylbewerber sind nun mal in jedem Land unterschiedlich.
Und wenn man eh schon unterwegs ist, dann geht man dorthin, wo es mehr gibt.
Jeder normale Mensch macht es ebenso und zieht dahin, wo er besser bezahlt wird, wenn ihn nicht etwas daran hindert (Familie zum Beispiel).

Guter Kommentar!

Sehr guter Kommentar, der Kommentator bringt es auf den Punkt!

Sehr guter Kommentar.

Sehr guter Kommentar.

Wollte Spanien tatsächlich ein humanistisches Zeichen setzen ...

... sollte Spanien erstmal 1-2 Millionen Migranten aufnehmen und in sein Sozialsystem integrieren.
.
Dann fange ich an Land und seine neue sozialistische Regierung ernst zu nehmen.
.
@ "Als humanistisches Signal will das der neue sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez verstanden wissen.
.

Das hat Merkel ja unermüdlich

Das hat Merkel ja unermüdlich versucht. Aber Polen, Ungarn etc. verweigern eine europäische Verteilungslösung ja beharrlich.

Europa?

Der Kommentator schreibt Europa und meint die EU, die inzwischen völlig zerstritten ist, auch als Verdienst unserer Kanzlerin. Es gibt Staaten, die werden sich nicht an der Umverteilung beteiligen, wenn man diese zwingen will, wird man scheitern.

Dass die allermeisten Migranten nach Norden ...

... weiterziehen wollen, zeigt wie richtig und wichtig die von Seehofer geforderten Maßnahmen sind!
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Spanien kann nicht einer PR Aktion gleich Flüchtlinge an Land holen und sie dann nach Nordeuropa weiterziehen lassen um sie dort versorgen zu lassen.
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"... Dass die allermeisten Ankommenden ohnehin nicht in Spanien Asyl beantragen, sondern nach Frankreich und Deutschland weiterziehen wollen, verschweigt er...."
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Dublin muss wieder gelten. Wer in Spanien seinen Fuß auf europäischen Boden setzt. Verliert das Recht auf Asyl und Alimentierung in Deutschland!

Hier werden Meinungen und Annahmen als Fakten verkauft!

Allem voran diese Behauptung: "Aber es gibt in der EU kein einziges Land, das von Europa unterm Strich nicht profitiert hätte"

Griechenland ist z.B. durch seine Mitgliedschaft in der EU und besonders in der Euro Zone Mittel- und Langfristig in ein großes Unglück gestürzt worden.

Aber auch für alle anderen Länder ist mehr als unklar, ob die wirtschaftliche Entwicklung nicht ohne EU und Euro besser gewesen wäre - tatsächlich gilt das sicher nicht für Deutschland - aber eben für alle Staaten, die ansonsten gern ihre Währungen abgewertet hätten und diejenigen die ein starkes Handelsdefizit beklagen.

Des Weiteren wird der EU gerne ein Verdienst angerechnet, der einzig und allein der NATO gebührt und für den die EU in keiner Weise mitverantwortlich ist, nämlich der des dauerhaften Friedens in Westeuropa.

Abschließend ist zu sagen, dass das leugnen von großen Gegensätzen diese nicht verschwinden lässt, egal wie sehr sich der Autor das wünscht.

Herr Jackisck

An sich ist es ein ein guter Kommentar des Herrn Jackisch, aber mit einigen Angelegenheiten welche man wohl vergessen hat oder einfach übersehen:
Die EU muss auch mal dringend die Länder eindämmen, welche da in Krisenregionen Waffen ohne Ende exportieren oder welche die nicht Fairtrade betreiben aber uns das als so verkaufen wollen mit einem Zertifikat auf den Gütern.

Ja - sie existiert.

Die "europäische Lösung existiert längst"?? Warum hat der Autor sich nicht die Mühe gemacht, sie klar zu formulieren?

Aber es stimmt:
Die "europäische Lösung" ist die ungarische, ist die dänische, ist die polnische, ist die italienische, ist die österreichische, ist die kosovarische, ist die maltesische, die slowakische, die tschechische, die slowenische, die zypriotische, usw. usw. usw..... , oder eben eine "bayerische".

Aber sicher nicht die Merkelsche von der universellen Einladung und generöse Umverteilung und demographischen Ummodelung in der EU.
Wenn hier jemand zurückstecken muss, dann sie und ihre Partei.

Und wenn die Bigotten in Paris und Madrid die sozialistischen Bessermenschen sein wollen, dann sollen sie auch alle, die bei ihnen aufschlagen, wirklich registrieren, aufnehmen und "integrieren" (und was man sich sonst noch einbildet)

Völlig falsch

Jeder Staat in der EU hat nationale Interessen-das ist richtig und legitim.
Und deshalb wird es keine europäische Lösung geben in dieser Frage und es liegt auch nichts auf dem Tisch.
Aber typisch pro Mainstream-alles halb so schlimm und bald ist es vorbei-schön wäre es

Vielen Dank für diesen

Vielen Dank für diesen Kommentar!

Lösung liegt längst auf dem Tisch?

Ich könnte mich kaputt lachen. Lösung heißt wahrscheinlich, dass alle aufgrund der super Unterstützung alle sich auf Deutschland freuen. Von mir aus zahlen und helfen, aber nur in den Herkunftsländern.

Das ist sehr unlogisch.

Das ist sehr unlogisch. Dublin ist geltendes Völkerrecht. Genau aus dem Grund gibt es keinen Schutzbedarf bei Einreise zB über Frankreich nach Deutschland.

Und der vom EU-Parlament beschlossene Entwurf sieht vor, dass die Flüchtlinge sich das Land in Europa frei aussuchen dürfen, wo schon deren Angehörige vorgereist sind, das ist in der Regel Deutschland. Denn Deutschland hat schon mehr Flüchtlinge aufgenommen als alle anderen ca 26 EU-Staaten zusammen. Damit sind sich quasi alle anderen ca 26 EU-Staaten einig - zulasten von Deutschland.

Das kann es nicht sein.Nachdem freiwilligen Einspringen Deutschlands im Alleingang jetzt eine Rechtspflicht faktisch nur zulasten Deutschlands zu machen.

Alle anderen EU-Staaten wären dann faktisch fein raus. Spricht sich Tagesschau.de wirklich dafür aus? Und soll das eine EU-weite Lösung sein - faktisch allein zulasten Deutschlands?

Bravo!

Ein sehr guter Kommentar, der es genau auf den Punkt bringt.

Die gemeinsame Lösung mit Frontex und EU Lagern hatte man schon

Nur ein EX Innenminister Friedrich (CSU)
und andere Länder rechtspopulistische Länder
torpedierten diese Lösung.
Friedrichs Argument :
Deutschland hat keine EU Außengrenze
und wozu Geld in die EU zahlen und dazu noch Rechte an Frontex abgeben.

... und Frankreich?

@ Werner40
>Das hat Merkel ja unermüdlich versucht. Aber Polen, Ungarn etc. verweigern eine europäische Verteilungslösung ja beharrlich.<

.
Sie meinen also wirklich das die Verteilung innerhalb Europas nur an Polen, Ungarn etc. gescheitert ist.

2017 hat z. Bsp. Frankreich, also unter dem gefeierten Humanisten Macron, ca. 85.000 Menschen an der Grenz zurückgewiesen.
Quelle: welt(de)
https://bit.ly/2MyTBcw

um 20:57 von Dr.Merkwuerdigliebe

"Die "europäische Lösung existiert längst"?? Warum hat der Autor sich nicht die Mühe gemacht, sie klar zu formulieren?"

Hat er doch: "Das hat sich bereits im vergangenen Herbst mit Zweidrittelmehrheit auf neue Asyl-Verfahrensregeln verständigt - übrigens auch mit den Stimmen von CDU und CSU. Demnach wären die Ersteinreiseländer nicht länger allein verantwortlich für die Bearbeitung der Asylanträge - ein Zugeständnis an Italien und Griechenland. Anerkannte Flüchtlinge würden nach dynamischem Schlüssel umverteilt, so wie es Deutschland wollte. Aber eben nicht allein nach Bevölkerungsgröße sondern auch nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit eines Landes – aus Rücksicht auf Polen und Ungarn."

Was verstehen Sie daran nicht? Dass Sie diese Lösung nicht mögen, okay, aber die Tatsache zu leugnen, dass es diese Lösung gibt, hilft niemanden.

um 20:52 von c4--

Sie schreiben: "Hier werden Meinungen und Annahmen als Fakten verkauft!"

Und etwas weiter unten in Ihrem "Kommentar": "Aber auch für alle anderen Länder ist mehr als unklar, ob die wirtschaftliche Entwicklung nicht ohne EU und Euro besser gewesen wäre..."

Bezieht sich Ihrer Überschrift jetzt auf den Kommentar des Herrn Jackisch oder Ihren eigenen?

um 21:02 von skydiver-sr

"Und deshalb wird es keine europäische Lösung geben in dieser Frage und es liegt auch nichts auf dem Tisch."

Blödsinn, lesen Sie den Kommentar, da steht es doch drinn!

Das hat sich bereits im vergangenen Herbst mit Zweidrittelmehrheit auf neue Asyl-Verfahrensregeln verständigt - übrigens auch mit den Stimmen von CDU und CSU. Demnach wären die Ersteinreiseländer nicht länger allein verantwortlich für die Bearbeitung der Asylanträge - ein Zugeständnis an Italien und Griechenland. Anerkannte Flüchtlinge würden nach dynamischem Schlüssel umverteilt, so wie es Deutschland wollte. Aber eben nicht allein nach Bevölkerungsgröße sondern auch nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit eines Landes – aus Rücksicht auf Polen und Ungarn.

Leugnen hilft niemandem!

man schlägt sich auf die schenkel

was in europa abgeht

@ 20:48 von geselliger misa...

"Dublin muss wieder gelten. Wer in Spanien seinen Fuß auf europäischen Boden setzt. Verliert das Recht auf Asyl und Alimentierung in Deutschland!"

weil? das europäische prinzip, dass das eu land für das asylverfahren zuständig ist, auf dem derjenige seinen fuß zuerst gesetzt hat, ist unsinn und war als längerfristige lösung von vorneherein zum scheitern verurteilt. wenn deutschland flüchtlinge aufnimmt, die unter menschenunwürdigen bedingungen in den völlig überforderten südeuropäischen ländern hocken müssten, handelt es aus humanitären gründen genau richtig. es ist ja bekannt, welche untragbaren zustände in griechenland und italien geherrscht haben und vermutlich noch herrschen. auch in anderen nicht-erst-ländern war es nicht besser, z.b. ungarn.

Kompromiss hin oder her...

Da können die Politiker Europas sich noch so anstrengen wie sie wollen und Kompromisse finden oder Abkommen untereinander schliessen.. So lange nicht mindestens
2/3 Bevölkerung hinter diesen Kompromissen und Abkommen steht, wird es ihnen und Europa wenig oder garnicht nützen.

Ignoranz und Hybris

Nahezu alle europäischen Länder (die teilweise länger und in weitaus stärkerem Maße Flüchtlinge aufgenommen haben) kommen zu teilweise fundamental anderen "Erkenntnissen", was die "Lösung" dieses Problems angeht. Wieso glaubt eigentlich fast Jeder in Deutschland, er müsse den anderen knapp 512 Mio Einwohnern der EU-Zone erklären, was Sie wann wie zu tun und wen diese Menschen zu wählen hätten?

"Europas Asyl-Regeln -Kein Nullsummenspiel-"

Welche Regeln?! Europas?

Kein Nullsummenspiel in der EU, das ist sicher so, wer will etwas anderes behauptet. Bei Nullsummenspielen gleichen sich die Gewinne und Verluste der Beteiligten in der Summe aus.

Hier wird es mit ziemlicher Sicherheit keinen Ausgleich geben. Die Gesamtsumme wird in vieler Hinsicht deutlich negativ sein.

Bei dem "Spiel" gibt es allerdings unterschiedliche Gewinner und Verlierer. Deutschland gehört in der Summe jetzt schon zu den Verlieren. Vieles entwickelt sich negativ und "Hilfen" sind keine bzw. den eigentlichen Zielen zuwiderlaufend.

Wobei es in der Bevölkerung auch zufriedene Profiteure gibt. Es wird kräftig Kasse aus dieser Flüchtlingspolitik gemacht.
Jüngst bei arte:
"Eine regelrechte Flüchtlingsindustrie ist entstanden. Wer schlägt aus der Not womit Profit?"

Es ist die unterschiedliche Perspektive der Betrachtung in den Beschreibungen, eben duale Narrationen.

Der Mensch als Ware...

...manche reden hier über Menschen als handele es sich um Ware die man irgendwie "zurückschicken" kann weil man meint sie nich bestellt zu haben. Schön bequem von zuhause aus, selbsgefällig erhaben über das elend der welt and dem "die anderen" natürlich einzig und allein selber Schuld sind.
Hauptsache der Nachschub an Südseefrüchten, Kaffee, Kakao, seltenen Erden, Fisch, Erdöl, etc. ist gesichert - und man rekordexportweltmeistert fröhlich, wahlweise kuppelprodukte aus der fleischindustrie, waffen oder elektroschrott.

@23:13 Karl Napf

Nein, ich schlage mir nicht auf die Schenkel, was in Europa abgeht, wie Sie es formulieren. "Auf die Schenkel schlagen" sich eher die, die auf dem Rücken der Schwächsten - der geflüchteten Menschen - ihr nationalistisches und nicht selten fremdenfeindliches Süppchen kochen wollen und dabei gleich demokratische Grundlagen und juristische Widerspruchs-möglichkeiten am liebsten mit abschaffen würden.

Nachplappern

Die Flüchtlingskrise ist nicht das, was uns von Politik und Journalisten gesagt wird. Jeder weiß, dass Europa unmöglich alle die, die nach Europa kommen möchten, aufnehmen kann. Selbst die 60 Millionen tatsächlichen Flüchtlinge auf dieser Erde können unter den derzeitigen Bedingungen, die für Flüchtlinge in Europa eingerichtet sind, nicht aufgenommen werden. So gesehen hat Herr Jackisch Recht, wenn er sagt, dass vieles anders ist als ausposaunt. Das war es dann aber auch. Beispielsweise hat Italien kein Problem Flüchtlinge zurückzunehmen, denn diese bekommen, anders als in Deutschland, keinen ordentlichen vierstelligen Betrag an Aufwendungen, sondern werden z.B. auf Erntefeldern ausgebeutet.
Beispielsweise ist auch die Verteilung, um die hier in Europa gerungen wird, gar nicht der Kern, der Kern aller Regierungstaten ist die Vermeidung der Zuwanderung. Hier wird hinter den Kulissen gerungen, wie diese gestoppt werden kann. Keiner in Europa wird Italien sanktionieren, im Gegenteil.

@23:52 Ritchi

Wenn Sie schon wissen oder recherchiert haben, das weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind, dann könnten Sie auch wissen, dass der allergrößte Teil in den eigenen Ländern bzw. in den Nachbarländern Zuflucht suchen. Googeln Sie mal, welche Länder in Relation zur Bevölkerungszahl und wirtschaftlichen Stärke die meisten geflüchteten Menschen versorgt - Sie werden vielleicht staunen. Nein: Die EU führt ein Trauerspiel auf, bei den Staaten wie Ungarn, Polen, Österreich und neuerdings Italien und Bayern kurzsichtig und populistisch die wirklich nachhaltigen und weitsichtigen Lösungen verweigern. Ich bin in vielen Punkten mit Merkels Politik nicht einverstanden und kritisiere auch ihr Einknicken in Asyl- und Flüchtlingsfragen in den letzten drei Jahren; aber für eine europäische Politik, die diesen Namen verdient, ist sie gerade unverzichtbar.

@Joe_66

"Bezieht sich Ihrer Überschrift jetzt auf den Kommentar des Herrn Jackisch oder Ihren eigenen?" - Natürlich auf den Kommentar des Herrn Jackisch.
Ich habe keinerlei Informationen falsch gelabelt.

Da es für eine alternative Wirtschaftsentwicklung ohne EU und Euroraum keine harten Fakten gibt, ist meine Aussage, dass eine solche Entwicklung nicht schlechter sein muss, sondern die Lage schlicht unklar ist, völlig legitim.

Am 17. Juni 2018 um 22:47 von Karl Klammer

Die gemeinsame Lösung mit Frontex und EU Lagern hatte man schon

Nur ein EX Innenminister Friedrich (CSU)
und andere Länder rechtspopulistische Länder
torpedierten diese Lösung.
Friedrichs Argument :
Deutschland hat keine EU Außengrenze
und wozu Geld in die EU zahlen und dazu noch Rechte an Frontex abgeben.

Re sie verdrehen die Tatsachen

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