Ihre Meinung zu: Taliban wollen Feuerpause in Afghanistan nicht verlängern

17. Juni 2018 - 14:01 Uhr

Die Taliban verlängern ihre Feuerpause in Afghanistan nicht. Die Waffenruhe werde wie geplant am Abend enden, so ein Taliban-Sprecher. Präsident Ghani hatte gestern die Feuerpause um neun Tage verlängert. Von Bernd-Musch Borowska.

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Kommentare

Feier

Wenn man das list, mit Feier und Selfies fragt man sich wirklich was Amerikaner und NATO dort verloren hat. Gäbe es einen Frieden wenn sich das ausländische Militär zurückzöge?
Wenn alle so gut miteinander auskommen, mit Ausnahme des IS?

@um 14:30 von sosprach

Das könnte man mal in der Tat für einen Zeitraum ausprobieren, ob es besser werden würde, wenn es keine NATO und andere Truppen aus dem Ausland dort geben würde bzw. die sich mal für einige Jahre zurück ziehen. Schlimmer als sowieso schon könnte es eigentlich nicht werden.

Afghanistan

Die wirklichen Unruhen haben erst Russland in Afghanistan vernanstaltet mit Ihrem Einmarsch damals, dann wurde die Gegenseite massiv unterstützt von USA unter dem Namen "Operation Cyclone", vielleicht revanchiert sich heute Russland, da viele Soldaten damals verloren, quasi nicht unbedingt zu unrecht. Was genau aber andere Länder dort verloren haben, das ist irgendwann nicht mehr ganz Gewiss in dem ganzem Chaos mehr. Alles Helfer oder doch Interessenvertreter? Wenn jemand dabei seine ganze Familie verliert, dann wird der sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch radikalisieren werden? Erstmal vielleicht das Feuer komplett ausmachen, damit würde ein Grundstein gelegt sein. Die Afghanen sollten nur selber kämpfen und dann sollte man auch denen selber überlassen, mit welcher Form die regiert werden wollen/werden, nur eingreifen, wenn man selber angegriffen wird bzw. bedroht, da die meisten Länder sehr weit von Afghanistan entfernt sind, kommt das sehr unwahrscheinlich vor.

Also eher nie

Wenn das die Bedingungen der Taliban sind, dass alle fremden Truppen abziehen, dann heißt das, dass die Kämpfe wohl noch Jahrzehnte anhalten.

Denn Afghanistan grenzt an Russland, den Iran und an China: drei potenzielle Gegner der USA und an Pakistan, einen unsicheren Atomstaat, denn der Ami gerne im Blick hat.
Es ist absolut unvorstellbar, dass die USA ihre Standorte dort vollständig aufgeben, sie sind strategisch viel zu wertvoll.

Auch Frau vdL redet ja schon von einer Generationenaufgabe, soll heißen: auch die BW wird noch länger dableiben.

Mal schauen, wie frei die neue Staatsführung in Kabul wirklich ist, ob sie also die fremden Armeen als unerwünscht bezeichnen darf.
Vielleicht ist es ja so einfach.

Und mal ehrlich: ob da unten nun Mädchenschulen besucht werden dürfen, homosexuelle Autoren ihre Stücke aufführen dürfen oder irgendeine Art von Demokratie praktiziert wird: das ist Sache der Afghanen und ganz sicher nicht Angelegenheit der Bundeswehr.

Die Geschichte der Taliban

Die Geschichte der Taliban ist eine vom Krieg gegen andere Afghanen und deren Unterdrückung im Sinne des Vormachtanspruchs Pakistans.

@15:03 von Hackonya2

Sie irren. Es könnte sehr wohl schlimmer werden, wenn die Taliban wieder die Macht im ganzen Land haben. Schon mal an die Menschen gedacht?

@15:28 von Hackonya2

Sie vergessen dabei, dass auf Seiten der Taliban tausende Pakistaner und Iraner und auch Leute aus anderen Ländern kämpfen. Die müssten sich dann auch zurückziehen. Werden sie aber nicht, da dann die Taliban zurückgedrängt würden.

@15:56 von AlterSimpel

"Und mal ehrlich: ob da unten nun Mädchenschulen besucht werden dürfen, homosexuelle Autoren ihre Stücke aufführen dürfen oder irgendeine Art von Demokratie praktiziert wird: das ist Sache der Afghanen..."

Schwere Menschenrechtsverletzungen, Steinigungen, Unterdrückung, Enthauptungen, ... alles nur Sache der Afganen unter sich?

Was ist mit der hilflosen Zivilbevölkerung? Einfach im Stich lassen? Schöne Moral, die Sie hier predigen.

16:26 von Hugomauser

"die Taliban ... "
vielleicht finden die Afghanen oder ein Großteil derer,
die Politik der Taliban ganz gut
Wen haben die Ägypter gewählt, die Moslembrüder ....
versteht man das ? - muß man das verstehen ??

Sisyphos3 16:42

Das könnten Sie verstehen, wenn Sie sich die jahrhundertelange Tradition der islamischen Religion als Grundlage allen Lebens hineinversetzen könnten. Dann würden Sie nachvollziehen, warum auch die Politik immer auch religiös fundiert denkt.
Natürlich warten wir auf eine Reformation, aber erzwingen können wir sie nicht.

@ AlterSimpel

Und mal ehrlich: ob da unten nun Mädchenschulen besucht werden dürfen, homosexuelle Autoren ihre Stücke aufführen dürfen oder irgendeine Art von Demokratie praktiziert wird: das ist Sache der Afghanen und ganz sicher nicht Angelegenheit der Bundeswehr.

Es hat in diesem Forum nicht gerade Konjunktur, zur Demokratie und Toleranz zu stehen.

@Hugomauser

"Schwere Menschenrechtsverletzungen, Steinigungen, Unterdrückung, Enthauptungen, ... alles nur Sache der Afganen unter sich?
Was ist mit der hilflosen Zivilbevölkerung? Einfach im Stich lassen? Schöne Moral, die Sie hier predigen."

Ich wünsche mir nicht die Zeit der Talibanherrschaft zurück, das muss ja auch keine zwangsläufige Folge sein.

Aber bitte bedenken Sie: vor 9/11 hat die Herrschaft der Taliban niemanden im wertetriefenden Westen besonders gestört.

Ende der 90er Jahre gab es intensive Geschäftsbeziehungen nicht nur zwischen US-Firmen und der Talibanregierung, letztlich mit Duldung der US-Regierung.
Seit etwa 1997 gab es Hinweise, dass bin Laden sich dort aufhielt. Gesucht war er damals schon ...

@KowaIski, 17:05

"Es hat in diesem Forum nicht gerade Konjunktur, zur Demokratie und Toleranz zu stehen."

Vielleicht sind ausländische Armeen nicht die besten Botschafter von Demokratie und Toleranz?
Die haben es seit 16 Jahren versucht und inzwischen sind die Gegner sogar auf dem Vormarsch.
Es klappt also weder mit Waffen noch mit Kaffeehausgeschwätz.

16:52 von cbCLP

ich muß die Taliban nicht verstehen !
ich muß die nur akzeptieren
ebenso wie ich fordere dass die mich und mein Denken akzeptieren
solange ich hier und die am Hindukusch sitzen, sehe ich auch kein Problem

Sisyphos3 17:24

Sie fragten nach Verständnis, nicht nach Akzeptanz.
Sie bezogen sich nicht auf die Taliban, sondern auf das ägyptische Wahlvolk.
Oder waren Antworten gar nicht erwartet?

17:43 von cbCLP

ich muß die Handlungen in fremden, weit entfernten Kulturen nicht verstehen
ich muß sie nur als gegeben akzeptieren
sollte auch kein Problem darstellen
wenn ich hierbleibe und die dort

Sisyphos3 17:53

Willkommen in einer globalisierten Welt. Die Zeit zurückdrehen können wir leider nicht.
Aber raten Sie mal, wer genau die selben Attitüden mit allen Mitteln verfolgt wie Sie...

18:32 von cbCLP

was soll das
ich trete dafür ein, dass jeder Mensch und jede Gesellschaft das Recht haben soll, sich frei zu entfalten
jeder sollte das Recht haben zum Streben nach Glück - und zwar was er darunter versteht
Ich bin nicht für eine globalisierte Welt wo der Einzelne nur verliert
und wenn sie mich schon in eine Ecke drängen wollen,
es war doch die LINKE die gegen die Globalisierung aufstand
schon vergessen

Taliban?

War es nicht das Ziel der westlichen Allian Frieden und Freiheit nach Afghanistan zu bringen¿? Mit dem Geld was für Bomben ausgegeben wurde hätte man Afghanistan dreimal aufgebauten....was hat man erreicht ???

Warum lassen wir die Afghanen

Warum lassen wir die Afghanen und Afghaninnen nicht in Frieden?
Deutschland wird nicht am Hindukush verteidigt.
Ich zitiere Peter Struck, allerdings mit einem 'nicht'.
Die sollen das selber regeln. Was kommt schon dabei raus, wenn man sich in einen Familienstreit einmischt?
Das sehen wir doch seit 100 Jahren oder 150 am Hindukush.
Die westlichen Werte á USA passen eben nicht überall. Dafür sollte man doch demokratisches Verständnis haben.

Seit 1979

Da rückte Afghanistan in den Focus der Weltöffentlichkeit. Die damalige Sowietunion und die darauf einsetzenden Aktivitäten der Amerikaner, die die Mudschaheddin unterstützten, ohne überhaupt zu verstehen um welche Kultur es sich dort handelt. Und nun, Jahre später unsere BW-Soldaten mittendrin. Keiner weiß wie es ausgehen wird. Ich sehe keine friedliche Lösung dieses Konfliktes. Auch wenn oft genug behauptet wird, die Taliban oder der IS sind zurückgedrängt. Nein, man darf nicht glauben, dass das Krebsgeschwulst eingedämmt oder verschwunden ist. Die Metastasen tauchen irgendwann, irgrndwo wieder auf. Oft unter einem anderen Namen. Hat man dies in den letzten Jahren nicht gesehen?

Wahlen, Rechtsstaatlichkeit und Bildung

werden hier mal wieder so hingestellt, als würden sie die Afghanen ihrer Kultur berauben.

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