Ihre Meinung zu: Asylexperte Knaus: "Konzepte, die nicht auf Fantasie beruhen"

16. Juni 2018 - 0:39 Uhr

Die von vielen Asylanträgen betroffenen Länder müssten sich zusammensetzen und reden. Das sagt der Leiter des Forschungsinstituts "Europäische Stabilitätsinitiative", Knaus, im tagesthemen-Interview. Er fordert realistische Konzepte.

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Kommentare

Genau !

Gleichzeitig müssten in den Herkunftsländern Angebote wie Kontingente oder Stipendien entstehen. "Dann hätten wir das Schleppermodell tatsächlich zerstört."

Genau so ist es ! Ich verstehe eh nicht, warum man die Grenzen einfach dicht macht und (auch für Asylsuchende) dafür / statt dessen in den jeweiligen Botschaften in diesen Ländern (oder bei Krieg von mir aus auch in den Nachbarländern) Kontingente anbietet, wo Leute Asylantrag oder Einwanderungsantrag (So ein Gesetz gibt es immer noch nicht - warum eigentlich ?) stellen können.

Dann ist klar geregelt, wieviel jedes europäische Land aufnimmt.

Und den (menschenverachtenden) Schleppern wird die Geschäftsgrundlage entzogen.

Ausgerechnet Deutschland

soll helfen ?.
" Eine mögliche bilaterale Lösung mit Italien, wie Merkel sie am kommenden Montag mit Ministerpräsident Giuseppe Conte besprechen will, hänge davon ab, "was angeboten wird". Italien brauche zum Beispiel Hilfe bei der schnelleren Bearbeitung von Asylanträgen, die Bereitschaft."

Und Deutschland hat mehr aufgenommen als alle EU Länder zusammen, irgendwie ist an der Meinung das einzige was richtig ist.
Das eine EU Lösung unrealistisch ist, die wird nicht kommen.
Und warum muss dann Deutschland die Anerkannten aufnehmen, sind wir das einzige Land ?.

Das wird so nicht funktionieren, und schon gar nicht auf die Schnelle, genau so unrealistisch geht es weiter.

Der werte Herr Knaus

ist derjenige,der Frau Merkel im Türkeiabkommen beraten hat.
Finanziert wird er unter anderem von einem Herrn Soros.
Damit hat sich für mich schon alles erledigt was er von sich zu geben hat.

Vernünftige Konzepte

Ja, ich stimme Hr. Knaus zu: was wir jetzt brauchen, sind realistische, sachbezogene Konzepte, die von der Mehrheit der EU-Staaten und der europäischen Bürger getragen werden können.
Noch weiter Emotionen schüren, bringt uns keinen Meter weiter. Diese ganze Debatte um Asyl und Migration wird schon seit Jahren viel zu emotional geführt... vor allem von rechts außen, aber auch von vielen Linken.

Wesentliche Eckpfeiler sollten sein:
- Schengen-Außengrenzen sichern durch einen gemeinsamen Grenzschutz aller EU-Länder (Italien und Griechenland nicht allein lassen) und rigoros gegen Schlepper vorgehen
- Asylanträge an den Außengrenzen stellen und dort Erstaufnahmezentren einrichten mit humanen Aufenthaltsbedingungen
- Schnelle Entscheidungen, wer in welchem EU-Mitgliedsland Asyl oder sonstigen subsidiären Schutz erhält
- Personenfreiheit innerhalb des Schengenraums erhalten, was punktuelle Kontrollen an den deutschen Grenzen ja nicht ausschließt.
Das sollte doch mehrheitsfähig sein, oder?

mitkonzipierte...<< sollte aufgrund dessen besser schweigen, denn mit "wirklicher" und "humaner" Asylpolitik hat das Abkommen mit der Türkei wahrlich nichts zu tun (und das nicht erst, seit die Türkei Grenzmauern zu Syrien errichtet hat, also die Flucht verhindert wird). Die DDR wurde weltweit dafür verurteilt, bei der Türkei berichtet man nicht darüber...

"Anreize zur Flucht nehmen" impliziert, dass es hauptsächlich "Wirtschaftsflüchtlinge" seien. Bei denen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan, Niger, Nigeria, Mali, Somalia, Süd- Sudan, Eritrea, Demokratische Republik Kongo kaum anzunehmen (und wenn ich mein Gedächtnis und die Nachrichten vergangener Monate bemühe, fallen mir noch einige Staaten mehr ein). Aus Jemen kommt niemand, weil sich die Bürger dort die Flucht nicht leisten können und diese auch zu gefährlich wäre...

"Fluchtgründe abstellen" hört man immer wieder, aber es geschieht nichts! Warum eigentlich nicht? Warum nimmt man das Kriegswaffenkontrollgesetz nicht ernst?

Illusionen, wohin man sieht

Knaus fordert "realistische" "Konzepte, die nicht auf Fantasie beruhen" und begibt sich verdächtig nah an den Rand zur Fantasie.
Wenn alle täten, was sie "müssten", bräuchten wir dieses Thema nicht zur Jahrzehnt-Aufgabe dramatisieren. Die EU hat vor und während der Welle nicht entsprechend ihres Selbstbilds und Selbstanspruchs gehandelt. Die Herkunftstaaten und Grenzländer jenseits des Mittelmeers werden ohne moralisch fragwürdiges Entgegenkommen der EU oder führender Staaten sich nicht bewegen. Die Kanzlerin packt die großen Projekte viel zu kurz an und lässt sie dann unerledigt.
Solange sich nichts tut, sollte der rechtliche Rahmen von allen Seiten ausgenutzt werden. Alles andere ist spekulativ und unterliegt offensichtlich zähen und destabilisierenden Verhandlungsprozessen.

Nicht in der Fremde

Zuruecknehmen, etwas anbieten, Kontingente, all das braucht man dann nicht wenn man auf Abschottung setzt, was fuer die waehlenden Bevoelkerungen natuerlich immer mehr an Attraktivitaet gewinnt. Immerhin sieht er, dass es auf europaeischer Ebene zu viele Unterschiede gibt als dass man auf ein gemeinsames Vorgehen warten kann. Fluechtlingslager in der unmittelbaren Nachbarschaft der Herkunftslaender waeren doch wirklich am sinnvollsten, und dann schauen dass die Zustaende im Heimatland verbessert werden sodass die Leute bald zurueck koennen anstatt auf Dauer in der Fremde zu leben.

Wir brauchen ein europäisches Modell!

Dazu muss zuerst das "Dublin- Abkommen" reformiert werden, so dass nicht mehr die südlichen EU- Grenzstaaten die Hauptlast der ankommenden Flüchtlinge zu tragen haben (worauf sich jetzt ja auch Herr Seehofer stützt - Allerdings in guter Gesellschaft, da Frau Merkel vor dem großen Flüchtlingsandrang 2014/ Frühjahr 2015 das Gleiche tat - Stichworte: Mare Nostrum, Italiens MP Renzi und Lampedusa).

Eine Reform des Dublin- Abkommens sollte alle EU- Mitgliedsstaaten zur Aufnahme von Flüchtlingen verpflichten! Da das wegen dem EU- Rat nicht durchsetzbar ist, muss es mittels Anreize und auf freiwilliger Basis geschehen (nicht diejenigen bestrafen, die keine Flüchtlinge aufnehmen, sondern die finanziell großzügig belohnen, die welche aufnehmen). Es bringt wirklich gar nichts, Ungarn, Polen, Slowakei und andere Staaten zu irgendetwas zwingen zu wollen! Nach dem "Brexit", der damit nichts zu tun hat, sollte man so etwas wie Zwang besser nicht versuchen...

Nein! Nicht die betroffenen Länder Europas müssen reden.

Die Welt muss bereden, warum in den letzten Jahrzehnten bis Jahrhunderten die Kluft zwischen Arm und Reich (Mitteleuropa <-> Zentralafrika) so extrem angestiegen ist!
Und (andererseits), warum so viele arme (afrikanische) Egoisten in Europa ihr Glück suchen, statt hart arbeitend in ihrem Heimatland zu bleiben, um für bessere (allgemeine) Lebensbedingungen in ihren Herkunftsländern zu kämpfen.
Das sind die zwei Fragen!!

" etwas anbieten"

"Außerdem sei jemand notwendig, der mit den Herkunftsstaten vereinbart, abgelehnte Bürger schnell wieder zurückzunehmen. Dazu müsse man den Ländern etwas anbieten, sagte Knaus."

Etwas anbieten?
Was denn, wenn die Flüchtlinge keinen Pass vorlegen, um nachzuweisen, dass sie aus diesem Staat kommen?
Was soll dafür angeboten werden?

Zwischen Xenophobie und zivilisatorischer Verpflichtung

In diesem Spannungsfeld wirken die Genfer Flüchtlingskonvention ea, um Kriegsfolgen zivilisatorisch angemessen begegnen zu können und das hohe Gut der Menschenwürde zu wahren.

Herr Knaus scheint das nicht zu vergessen bei den vielen Aporien, die dieses Politikfeld sui generis beinhaltet.

Ah die Politik in Europa...

verstoßt gegen die Menschenrechte von Hilfesuchenden oder auch Asylbenötigten.
Man sollte den natürlichen Ablauf da auch nicht stören, die Menschen sind frei und entscheiden selber, wo sie in Europa leben wollen, so etwas kann man niemanden Vorschreiben & meistens gehen die Menschen da hin, wo es auch die meisten Ressourcen & die größte Sicherheit gibt, was auch so richtig ist.
Zurzeit ist das alles nicht korrekt schon angefangen bei den Leuten die diesen Menschen überhaupt helfen kritische Länder zu verlassen - werden verfolgt. Dann gibt es seltsame Grenzen, dann sollen die Menschen dort bleiben wo sie Asyl beantragt haben & müssen dies auch sofort bei betreten der EU, das bedeutet arme Länder kommen schon wieder für diese Menschen auf wie Griechenland oder nicht-EU wie Jordanien u.s.w.
Dabei trägt die EU ja eine Schuld an den Nah-Ost-Krisen wie auch den Dürren und der Ausbeutung in Afrika & ist für die Hilfebedürftigen verantwortlich. Dies wird sicher noch verrückter anstatt besser.

So wie oben, so wie unten!

Dieses ganze Migrantentheater zeigt, wie sehr sich das menschliche Klima geändert hat. Aus der einstigen Solidarität und der Sozialen Gerechtigkeit ist ein einziges Gerangel um Vorteilsnahme geworden gepaart mit der Weigerung, gemeinsame Pflichten zu erfüllen.
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Gerade die Länder, die jetzt die Aufnahme von Flüchtlingen verweigern und Merkel und die EU verteufeln, haben a) enorme Summen von der EU eingestrichen und b) die Flüchtlinge nach Deutschland durchgewunken.
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Aber auch unter den Bürgern macht sich immer mehr Genörgel sowie Missgunst und Vorteilsnahme breit. Sich in einer solchen Lage 15% mehr Parteifinanzierung zu verpassen (statt 165 Mio nun 190 Mio) zeigt, dass den Politikern nichts mehr peinlich ist, wenn sie sich selbst bedienen. Kein Wunder, dass es im Volk brodelt. Aber es ist eine Schande, den Sittenverfall den Migranten anzulasten.

Unsere EU Institutionen versagen

Fakt ist, dass auch in der Flücchtlingsthematik, trotz vieler Gesetze, unsere Institutionen versagen, diese umzusetzen! Papier ist geduldig und die unsäglich kostspielige Verwaltung exekutiert nicht. Widersprüchliche Aktionen, nicht nur im BAMF , lähmen und zeigen dem Bürger die völlige Handlungsunfähigkeit des Staates. Wie ein roter Faden erkennen wir totale Paralyse bei der Verrichtung dessen, was der Kern des Handelns unserer Institutionen sein muss, damit sie Sinn machen. Man ist bestärkt, festzustellen , dass zügiges Management gänzlich fehlt und die Krake der Unfähigkeit sich längst tief verankert hat. Das kann so nicht weitergehen. Der Bürger schreit nach professioneller Führung, die aber weit und breit nirgendwo zu erkennen ist. Jedes private Unternehmen wäre längst bankrott!

Konzepte... es könnte einfach sein !!

Ich bleibe dabei: Asylanträge müssen im Herkunftsland in unseren Auslandsvertretungen gestellt werden und dort von entsprechend geschulten Mitarbeitern beschieden werden. Im Heimatland ließen sich Dokumente, wie auch die Antragsteller, viel besser überprüfen. Der ganze Abschiebezirkus bliebe erspart und noch einiges mehr.

Asylexpertise

Besagter Betreff ist scheinbar anhand der angeblich allgemeinen Meinung ausgeschrieben worden. Wenn man sogenannte "Expertise" in Asyl-Angelegenheiten hätte, würde man wissen, dass diese Leute, die einfach nur Schutz (oder im Fachjargon "Asyl" genannt) suchen, keineswegs Probleme damit hätten, zurück in ihr Land zu gehen, wenn die humanitäre Lage es erlauben würde. Das, was hierzulande als "Asyl-" oder "Flüchtlingsthema" mehr als breitgetreten wird, ist das, was der Ax*l Springer Verlag als so etwas bezeichnet. Die Menschen, die hier her kommen, kommen auf Zeit. Wenn sich die Leute, die schon seit Jahrzehnten auf Kosten von Menschen, welche hier "nur" als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnet werden, leben, und dann auch noch andere dafür verantwortlich machen, aufregen, dass es ihnen so "schlecht" geht, sollten sich vielleicht Mal überlegen, ob es ihnen nicht ohne eine solidarische Gemeinschaft, die sich durch genau so ein humanitäres Handeln auszeichnet, genau so gut gehen würde wie ohne

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