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Kalabrien

Prügeln geht natürlich nicht, ansonsten ist es wohl nicht nur Kalabrien, welcher diese billigen Arbeitskräfte ausnutzt in der Not. In Deutschland habe ich auch in längst abrissfähigen Gebäuden Flüchtlinge hausen sehen. Aus Paris gabs mal Fotos in mitten der Stadt von schäbigen Zelten, wo man welche untergebracht hat. Ich weiß nicht, ob es für diese Menschen besser wäre, für Ihre Rechte zu kämpfen oder irgendwo im Ausland dem Elend als Schicksal über lassen zu sein.

Sehr guter Bericht!!

Guten Morgen,
wenn man so diffizile Zusammenhänge mit konkreten Beispielen unterfüttert,so bringt das mehr,als das allgemein gehaltene,oft ideologische Geschreibe!!
Dieser Kommentar ist hervorragend.
Und bestaetigt alle meine (Vor)urteile gegenüber Italien.

Beschämend

Da wird der Mensch zur Ware. Das sowas mitten in Europa möglich ist. Mir fehlen die Worte. Ich bin auch völlig verwundert das Orangen für 7 Cent das Kilo abgenommen werden. Im Supermarkt kosten sie dann mehrere Euros. Was bleibt den Saisonarbeiter dann noch übrig. Was verdienen die da.

Schlimme Verhältnisse. Man

Schlimme Verhältnisse. Man fragt sich bloss, warum diese Reportage genau jetzt kommt.

Also italienisches Obst

Also italienisches Obst boykottieren. Wir haben es in der Hand.

Eine Schande!

Wo bitte soll es denn noch westliche, europaeische Werte geben? Das ist doch alles nur noch eine grosse Luege! Schaem dich, Italien, schaem dich Europa! Unfassbar was da vorgeht....und das Ganze noch EU subventioniert. Mir kommt das Fruehstueck hoch.

Geiz ist Geil

Es ist in Deutschland leider dem Kunden egal wie Preise zustande kommen. Hauptsache billig. Das gilt für Orangensaft und für eigentlich alles was es zu kaufen gibt. Ob Dienstleistungen oder Produkte. NUR der Preis zählt am Ende. Das wir inzwischen schon in Europa die ärmsten ausbeuten ist dabei leider traurige Realität geworden. Speziell Lebensmittel sind in Deutschland eh viel zu billig geworden. Das muss jedem klar sein, dass dies mit ehrlicher entlohnter Arbeit nicht mehr geht. Aber das ist auch das Problem der Lohnspirale in Deutschland. Wenn Menschen wenig verdienen, können Sie auch nicht “teurere“ Produkte kaufen. Diese Spirale wird sich weiter drehen, bis es zum Kollaps kommt und der kommt bestimmt...

Moderne Skalverei

Früher mußten die Sklaven noch mit Schiffen geholt werden, heute kommen sie freiwillig und auf eigene Kosten . Wie praktisch.

Humaner Vorschlag

Die italienische Regierung sollte diesen ausgebeuteten Migranten ein großzügiges Angebot machen. Ein Handgeld und Flug in das Heimatland. Nur so lässt sich dieser schreckliche Zustand beseitigen.

Das soll Europa sein, diese

Das soll Europa sein, diese Missstände gibt es an vielen Orten Europas. Ob in Spanien, sogar Frankreich oder jetzt auch Italien. Seien wir mal ehrlich es war schon länger bekannt und was hat man gegen diese üblen Arbeitgeber unternommen zur Abschreckung unternommen ? Ich schätze mal, rein gar nichts, außer das die landwirtschaftlichen Subventionen weiterhin aus Brüssel fließen.
Wer Menschen so ausnutzt, dem sollte man sein Hab und Gut entziehen.

Unsäglich !!!

Letztes Jahr kam ein Bericht über bulgarische Gastarbeiter in Italien in ähnlichen Zuständen. Seidem kaufe ich keine landwirtschaftlichen Produkte aus Italien.
Generell werden Erntehelfer unterbezahlt, In Deutschland bekommen sie auch keinen Mindestlohn, dank einer Ausnahmeregelung.
Aber diese Ausbeutung in Italien ist unsäglich, und sagt einiges über unsere großartigen westlichen Werte aus !

Gruß Hador

In der Landwirtschaft und im

In der Landwirtschaft und im Gartenbau wurde schon immer ausgebeutet.

Ich arbeite in einem Betrieb in Berlin und habe als hochqualifizierte Fachkraft das 'Privileg', 10% über Mindestlohn zu verdienen.

Nebenbei arbeite ich noch als Förderlehrer. Da bekomme ich gar kein Geld, weil die Direktorin der Meinung ist, ich müsse mich in meiner Freizeit um die nötigen Unterlagen der Kinder kümmern, weil das Sekretariat nicht besetzt ist.

Deutschland 2018

7 Cent für einen Kilo!!??

Dann schlagen wir mal noch ein paar Cent für die Transportkosten drauf. Also so um die 20 Cent pro Kilo kostet es den Discounter.

Und dann schauen wir bei eben diesem Discounter ins Obstregal: 2.49 EUR für einen Kilo Orangen, als Beispiel.

Die verdienen also um die 2.29 EUR pro Kilo, habe ich das richtig verstanden?

Ach so, halt, Steuern etc noch abziehen, ok, aber trotzdem... da stimmt ja wohl mit der Verteilung etwas nicht. Das stinkt zum Himmel!

Und wenn man jetzt einen Fair-blabla Aufkleber drauf macht, kriegt der Arbeitssklave theoretisch 4 Cent mehr, oder was? Ist ja fantastisch.

Gegen solche Verhältnisse kann der Konsument vermutlich nicht mehr effizient "mit dem Geldbeutel abstimmen", sprich: durch Boykott etwas Grundlegendes ändern. Da wäre es mir lieber, wenn "von oben" entsprechende Regelungen kämen, die dann auch rigoros durchgesetzt und eingehalten werden. Auch, wenn die Orangen dann für mich teurer werden.

fair - transfair

In Deutschland muss man beim O-Saft-Kauf nicht Mitschuld tragen.

Es gibt sogar beim Discounter Lebensmittel mit dem Transfair-Siegel. Die werden ohne Ausbeutung produziert und kosten nur ein wenig mehr. Für einen Liter O-Saft sind das nur einige Cent Aufpreis. Qualitativ super.

Wer das Transfair-System nicht nutzt, ist selber schuld. Und ist mit schuld an solchen Zuständen wie im Bericht.

Abstoßend

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Eigentlich sollten wir Menschen uns doch immer weiter entwickeln. Statt dessen gehen wir rückwärts.
Wo sind unsere christlichen Werte geblieben?
Ein Menschenleben ist nichts mehr wert, aber dafür kostet der frisch gepresste Orangensaft nur 1.29 € ?!?

Wann wachen wir endlich auf? Auch ein Flüchtling/ Migrant ist ein Mensch!

Ohne Menschlichkeit & Mitgefühl werden wir letzten Endes alle nicht überleben.

Was genau will dieser Beitrag erreichen?

Unbegründet befristete - tlw. miese - Jobs für hervorragend ausgebildete Menschen (Die Bundestagsverwaltung ist dabei der größte Quoten-Sünder) Lebensplanung wird ver-unmöglicht.
Wohnungen in den Gebieten wo die Jobs sind: Fehlanzeige, oder dank "SPD-Mietpreisbremse" nicht bezahlbar. (Und das ist kein speziell Münchener Problem mehr)
Leben wir nicht in einer Ausbeutergesellschaft?
Was und welche Art von Job erwarten kaum bis gar nicht Ausgebildete, tlw. ohne Schulausbildung, in Europa???
Dabei soll hier nicht einmal von Integrationsunwilligkeit gesprochen werden.

um 07:01 von zöpfchen

Solange Sie nicht verstehen (wollen oder können), was die Gründe für Flucht und Migration sind, können Sie auch keinen sinnvollen Beitrag zur Lösung beisteuern.

Sie wissen (wahrscheinlich?) selbst, dass ein mit Handgeld ausgestatteter Migrant, kaum das er in seinem Heimatland angekommen wäre, sich wieder auf den Weg machen würde. Wie oft soll sich dieser Vorgang den wiederholen, bis Ihnen etwas besseres einfällt?

06:10 von ThinarErde

Also italienisches Obst boykottieren. Wir haben es in der Hand.
.
denken sie das ist in Spanien besser ? mit den Asylanten
oder in den USA mit den Mexikanern bzw. was sonst vom Süden illegal kommt ?
am besten sie essen nur noch das Zeug das in ihrem eigenen Garten wächst
und sie natürlich selber ernten

Das haben die rechten Fremdenfeindlichkeitsfanatiker

noch gar nicht erkannt, das eröffnet die Chance Leibeigenschaft in Europa wieder zu etablieren. Ich fasse es nicht, was für einen moralisch-ethischen Verfall Europa und die USA durchlaufen. 75 Jahre Frieden in West- u. Südeuropa scheinen wohl genug zu sein. Ich hoffe nur, daß ich das bittere Ende der Entwicklung zum Hinterwald und Dritten Weltkrieg nicht mehr miterleben muß.

von Christian1980

Geiz ist Geil,da stimme ich mit Ihnen überein.Aber es gibt viele Menschen bei uns die in Armut leben und Flaschen sammeln müssen um über die Runden zu kommen.Auch habe ich es selbst mitbekommen wenn ich bei der Tafel meiner Tochter mit ausgeholfen habe.Man glaubt garnicht was es alles an Schicksalschlägen geben kann.

@lubbert

"Was und welche Art von Job erwarten kaum bis gar nicht Ausgebildete, tlw. ohne Schulausbildung, in Europa???"

Wer ganzen Tag einen körperlich schweren Job wie als Erntehelfer ausübt sollte vom Lohn zumindest eine menschenwürdige Unterkunft bezahlen können.

Es geht ja hier nicht darum, dass diese Menschen ohne Vorbildung Progammierer in der IT-Branche oder Börsenmakler werden wollen. Aber dass sie überhaupt zuverlässig und fair bezahlt werden ist doch das Mindeste.

Sie wollen arbeiten und tun das auch. Würden sie sich stattdessen weigern und Sozialhilfe beanspruchen wäre Ihnen das doch auch nicht recht. Wären sie gar nicht in Italien, wer würde dann die Erntejobs übernehmen?

@Diakon64

Der Plantagenbesitzer lebt eher von den Subventionen, als von den Gütern, die auf seinem Land wachsen. Die Löhne die er zahlt haben eh nur symbolischen Wert, wenn er überhaupt zahlt.
Gewinne machen die Lebensmittelkonzerne. Immer und reichlich.
Das ganze ist ein lang durchdachtes und lang durchgezogenes Umverteilungssystem von Normalbürger hin zu den Konzernen.

Die Not der Bürger oder Einwanderer oder Flüchtlinge auszunutzen zeigt den Charakter unserer Zeit. Widerlich. Der Schuss hat den Falschen getroffen.

@lubbert

"Unbegründet befristete - tlw. miese - Jobs für hervorragend ausgebildete Menschen (Die Bundestagsverwaltung ist dabei der größte Quoten-Sünder) Lebensplanung wird ver-unmöglicht.Leben wir nicht in einer Ausbeutergesellschaft?
Was und welche Art von Job erwarten kaum bis gar nicht Ausgebildete, tlw. ohne Schulausbildung, in Europa???"

Wollen Sie jetzt ehrlich Leute die mit befristeten Verträgen in Deutschland zu kämpfen haben (was schlimm genug ist) mit der Situation von diesen Menschen (die quasi wie Sklaven gehalten werden) vergleichen?

Selbst jemand der keine Ausbildung hat, hat wohl ein Anrecht darauf, zumindest bezahlt zu werden (nicht mal einen Hungerlohn kriegen manche), eine halbwegs anständige Unterkunft zu bekommen (nein, eine Wellblechhütte oder ein Zelt sind in Europa keine anständige Unterkunft) und nicht auch noch geschlagen oder gar ermordet zu werden.

Manchmal wird einem ganz schlecht, welche Meinungen hier vertreten werden...

Zurück gehen

Ich denke, wenn die Migranten wieder zurück in ihre Heimat gehen wollten, könnten sie dies umgehend tun.
Italien wird sie sicherlich nicht gegen ihren Willen im Lande halten.
Wenn sie dort in Kalabrien unter so unendlich erbärmlichen Bedingungen leben müssen, wäre es ohnehin das Beste, zurück in die Heimat zu gehen und dort etwas aufzubauen.
Wenn sie aber trotzdem dort in Italien bleiben, scheint es ihnen nicht wirklich schlecht zu gehen.

Kalabrien:Prügel und Hungerlöhne für Migranten..........

Eine grausame Ausnutzerei.Und weiter im Norden als Paketsklaven oder Spargelstecher.Was bringt Zuwanderung in diese wirtschaftsliberale Gesellschaften,die zu dem auch noch vielfach niederkonkurrierte Volkswirtschaften(Südeuropa) haben ?

Die Herkunftsländer sollten sich abwenden vom IWF,der Weltbank mit ihren desaströsen Auflagen.Aber auch austreten aus den Economic Partnership Agreements mit der EU,mit der heimische Produzenten verdrängt werden.

07:01, zöpfchen

>>Humaner Vorschlag
Die italienische Regierung sollte diesen ausgebeuteten Migranten ein großzügiges Angebot machen. Ein Handgeld und Flug in das Heimatland. Nur so lässt sich dieser schreckliche Zustand beseitigen.<<

Ein gewohnt zynischer Kommentar.

Wer soll dann die Arbeit machen, für diesen Hungerlohn?

Aus diesem Grund können Sie davon ausgehen, daß Salvini genau das nicht machen wird. Schließlich sind die Plantagenbesitzer seine Wähler und Gönner.

Einseitiger Bericht

Vielleicht sollte der Artikelverfasser auch mal das Umfeld dieser Slums beleuchten. Das Material für die Hütten wird "gefunden". Die Nachbarschaft zu diesen ungebetenen Gästen gestaltet sich schwierig.

Es ist unglaublich, wie immer noch gemeint wird ,die Migranten müssten mit offenen Armen empfangen werden. Due Zahl ist schlicht zu groß. Und das moralische Getue unerträglich.

Schuld sind die sich in Selbstbeweihräucherungen suhlenden NGOs, die mit spektakulären Transaktionen Spendenaufkommen generieren und dem Schleppertun zuarbeiten auf Kosten der EU.

Bei meinen Reisen auch durch

Bei meinen Reisen auch durch Andalusiens Plastikmeer (30.000ha) gibt es ähnliche Verhältnisse, billige Arbeiter aus Afrika, Osteuropa hausen in schlimmen Unterkünften, die Ausbeutung dieser Menschen ist nicht anders als in Italien, aber das passt natürlich momentan recht gut ins Meinungsbild, da wird dann noch einer medienwirksam draufgesetzt, dieses unmenschliche Italien. Jeder sollte auch einmal rational denken, sich nicht ständig von Begriffen wie "unmenschlich, egoistisch, rassistisch" beeinflussen lassen. Mit dieser ständigen Flucht von Migranten aus ihren Ländern ändert sich dort doch die Situation nicht u. nur die jungen Leute, überwiegend Männer mit Geld für die Schleuser können gehen. Wer zurück bleibt sind die schwachen, kranken u. armen Menschen. Dieser Fakt wird hier bei vielen Usern ausgeblendet, das ist nicht erwähnenswert scheint es. Es kann doch nicht sein glauben zu wollen, wenn möglichst viele jungen Menschen ihre Länder verlassen u. hier leben wollen ist alles gut

Das ist ja nicht der erste

Das ist ja nicht der erste Bericht über diese Zustände in Italien. Solche Zustände sollten natürlich auch in den Ländern publiziert werden, aus denen die Flüchtlinge kommen, damit die Flüchtlinge wissen, was auf sie zukommt.
In Europa werden auch solche Berichte nichts bewegen, denn billige Arbeiter werden ja offensichtlich gebraucht und weder die Regierungen der EU-Staaten noch die EU selbst wollen an den beschriebenen Verhältnissen etwas ändern.
Sonst gäbe es sie nämlich nicht seit Jahrzehnten!
Hat Herr Kitzler den auch die neue italienische Regierung dazu befragt?
Was machen die Recherchenetzwerke der Medien in diesem Falle?

@ThinarErde um 06:10Uhr

Denken Sie eigentlich nach, bevor Sie etwas schreiben? Was wäre denn die Folge eines Boykotts? Die Exporteure von Südfrüchten aus anderen Ländern würden sich die Hände reiben und die Asylanten in Kalabrien würden nicht einmal die sieben Cent für das Kilo bekommen!

um 05:46 von pnyx

"Man fragt sich bloss, warum diese Reportage genau jetzt kommt"

Und was vermuten Sie ?

10:25, Calenberg

>>Ich denke, wenn die Migranten wieder zurück in ihre Heimat gehen wollten, könnten sie dies umgehend tun.
Italien wird sie sicherlich nicht gegen ihren Willen im Lande halten.
Wenn sie dort in Kalabrien unter so unendlich erbärmlichen Bedingungen leben müssen, wäre es ohnehin das Beste, zurück in die Heimat zu gehen und dort etwas aufzubauen.
Wenn sie aber trotzdem dort in Italien bleiben, scheint es ihnen nicht wirklich schlecht zu gehen.<<

Sie meinen, die Mafia, die hinter diesen Strukturen steckt, würde die Leute einfach gehen lassen? Wer soll denn dann diese quasi unbezahlte Arbeit machen?

Nein, so ist die Fremdenfeindlichkeit Salvinis nun doch nicht zu verstehen, denn diese Fremden hier werden gebraucht. Was aber nicht gebraucht wird, das sind Rechte für sie. Und wenn die Stimmung in der Bevölkerung schön fremdenfeindlich aufgeheizt ist, dann solidarisiert sich auch keiner mit ihnen, und die Ausbeutung kann ungehindert weitergehen.

Selbstgewähltes Schicksal.

Selbstgewähltes Schicksal.

Fahren Sie mal nach Duisburg

Fahren Sie mal nach Duisburg Marxloh oder Rheinhausen. Dort leben nicht nur Flüchtlinge und Migranten aus dem Balkan in abruchreifen Häusern. Beschämend wie dort Menschen hausen müssen.

Das Problem der Migration aus

Das Problem der Migration aus Afrika liegt an der dortigen Bevölkerungsexplosion und der Unfähigkeit der meisten Regierungen. Fluchtursachen bekämpfen = ein Kind Politik durchsetzen. Aber es scheint ein Tabu zu sein und so wird sich die Bevölkerung in 30 Jahren nochmals verdoppeln und immer mehr Migranten in Italien ankommen.

Zurück gehen

Wenn das man bloß so einfach wäre, wie sie es sich denken. Die Menschen haben die Mittel dazu nicht. Sie leben dort nicht wie die Made in Speck! Außerdem verhindern mafioese Strukturen das, solange sie gebraucht werden.

@06:24 von BWilaschek

"Andererseits: Warum sollen sie nicht bei der Ernte helfen, wenn sie hier schon Schutz gefunden haben und voll alimentiert werden?"

A: Warum sollten einzelne gut situierte Privatpersonen finanziell davon profitieren, dass der Staat Migranten "voll alimentiert"?

B: Würden Sie bei voller Alimentierung für 7 cent pro Kilo Zitronen sammeln und schleppen? Ich nicht. Diese Leute sicherlich auch nicht.
Ich kann mir daher gut vorstellen, dass die 7 cent pro Kilo eine korrekte Angabe sind, die "volle Alimentierung" jedoch eine aus der Luft gegriffene Annahme ist.

Da diese Menschen allesamt illegal in Italien leben ...

... sollten sie eigentlich überhaupt nicht arbeiten. Dann würden sie nämlich auch nicht ausgebeutet oder geschlagen. Und alles wäre wieder in Ordnung.
.
Haben die Italiener keinen Zoll oder eine andere Polizeieinheit, die gegen Schwarzarbeit vorgeht wie bei uns?

italienisches Obst boykottieren....

Wundere mich schon seit Jahren, wievielt Obst und Gemüse aus Italien kommt.
Die ganzen Diskounter verweisen auf die Verpackung-Aufschrift und wer liest die schon... Hauptsache billig...
Gerade Kalabrien ist doch für seine Mafia-Strukturen bekannt, oder nicht? Kalabrien steht nur leider nicht auf der Verpackung.

Und das in der Eu...

Es dürfte nicht das einzige EU-Land sein, in dem solche prekären Beschäftigungsverhältnisse gibt, auch wieder so ein Punkt, welcher unbedingt EU-weit geregelt werden müsste...

Danke

Vielen Dank für Ihren Kommentar @OliverNaue. Was man hier zum Teil liest ist wirklich erschreckend asozial.
Die Zustände in Spanien wie in Italien sind seit längerem bekannt und absolut unmenschlich.
Das hier einige Leute, die sicher die ersten wären die ins Boot steigen würden, hätten sich nicht das Glück in Deutschland sondern in Afrika geboren zu sein, war leider zu befürchten.
Der furchtbare Mord an einem deutschen Mädchen ist für dieses "Pack", wie es ein Politiker mal treffend nannte, Grund genug alle Geflüchteten schnellstmöglich loswerden zu wollen. Beim Mord an einem Migranten heisst es "selber Schuld".

@11:14 von Werner40

"Das Problem der Migration aus Afrika liegt an der dortigen Bevölkerungsexplosion und der Unfähigkeit der meisten Regierungen. Fluchtursachen bekämpfen = ein Kind Politik durchsetzen. Aber es scheint ein Tabu zu sein ..."

Für die Durchsetzung einer 1-Kind-Politik brauchen sie ein recht gut durchstrukturierten autokratischen Staat. Versuchen Sie mal das irgendwo in der Pampa durchzusetzen. Bei einer zugleich sehr hohen Kindersterblichkeit ist das keine Politik die Ihnen eine Wiederwahl garantieren würde.

Zudem verdrehen Sie m.E. Ursache und Wirkung.
Da es keinen zuverlässigen Staat und keine vernünftigen Strukturen gibt bleibt nur die Familie auf die man sich verlassen kann.

Italien=Marokko=Spanien=...

Danke für den Beitrag - und es läuft nicht anders in anderen Ländern ab. Erst gestern habe ich im Marokkanischen Fernsehn das gleiche Problem gesehen: Zwiebeln werden für 0,7€/kg von den Unternehmen gekauft und im Supermarkt (Auchan, etc.) kosten sie dann 2,40€/kg. Milch kostet 1€/l, Fleisch ist genauso teuer wie in Spanien (Eigenerfahrung). Nur die Löhne dort sind viel niedriger. Dort muss man wirklich gucken, wie man sich ernährt. Und in Europa schimpfen die Leute, dass sie sich nicht das neue I-phone leisten können sondern ihr schwer verdientes Geld für Lebensmittel ausgeben müssen.
Einwanderer sind gewollt! Im Landwirtschaftlichen Bereich arbeitet fast KEIN Einheimischer, Afrikaner übernehmen diese Arbeit, weil sie für die Einheimischen zu schlecht bezahlt und zu "hart" ist. Hier in Spanien ist das Motto " Ich bekomme noch 1,5 Jahre Arbeitslosengeld, wenn das abläuft fang ich schon an zu suchen". Während Tagelöhner unter Brücken hausen oder unter Plastikplanen fast ersticken.

@bwilaschek, 06:24

Von "Stehlen" steht da nichts. Da scheint ihre Phantasie mit Ihnen durchgegangen zu sein.

"Und alle teilen das gleiche

"Und alle teilen das gleiche Schicksal, fast alle werden in der Landwirtschaft ausgebeutet, damit auch in Deutschland billiger Orangensaft auf den Tisch kommt."

Das ist Humbug.
Sie werden ausgebeutet, damit die Anbieter der Schwarzarbeit (mehr) Geld machen.
Ich lasse mir nicht die Verantwortung dafür so unterschwellig zuschieben (nicht dass ich regelmäßig O-Saft tränke, aber es geht ums Prinzip).
Als würde Deutschland 1. Landwirte in Italien dazu auffordern sowas zu machen und 2. drohen, seinen O-Saft bei anderen, schlimmeren Menschenschindern zu kaufen, wenn Erntehelfer in Italien nicht ausbeuterisch genug behandelt werden.

06:41 von Christian1980

" Wenn Menschen wenig verdienen, können Sie auch nicht “teurere“ Produkte kaufen."
In der Ursachenkette an erster Stelle steht die Höhe der Löhne. Hier liegt der Stein der Weisen. Die Gewerkschaften sind aber zu schwach nach 38 Jahren neoliberaler Hegemonie. Einen anderen Ansatz als die Stärkung der Gewerkschaften sehe ich nicht.

und wo sind sie ?

die streiter für das tierwohl in der industrie ?
für das pflanzenwohl in der landwirtschaft ?

das menschenwohl in der erzeugerindustrie, so es sich um 'rechtlose' immigranten handelt, interessiert öffentlich anscheinend niemanden !

wo der einzelhandelsriese in deutschland, der seine einkäufer anweist über die produktions- und erntebedingungen zu wachen ?

wo der einzelhandelsriese in deutschland, der seinen kunden, keinen sand in die augen streut ?

nein.
wir freuen uns, wenn wieder framstag ist und für zugreifen dürfen.

wo ...

@geselliger Misan...

Zoll und Polizei gibt es in Italien schon, aber die italienische Region Kalabrien ist halt immer noch fest in der Hand der Ndrangheta!

Und bei Geschäften wie diesen schauen die Polizisten und die Zöllner in Kalabrien nicht genau hin, da diese noch ein paar Tage länger leben wollen!

Denn wer sich mit der Ndrangheta anlegt, ob nun ausgebeuteter Migrant oder italienischer Staatsbeamter, der lebt gefährlich!

Erntehelfer

Ich würde wirklich mehr Geld, und das meine ich ehrlich, für mein Obst und Gemüse ausgeben, wenn der Mehrpreis auch bei den Erntehelfern wirklich ankommt.

unsere verantwortung

die flucht ist kein selbstgewähltes schicksal, die menschen kommen aus unbeschreiblicher armut, an der der westen mitschuldig ist. das ganze elend afrikas begann mit der sklaverei, als millionen menschen deportiert wurden und/oder starben. man geht von ca 20 - 30 millionen aus, zur damaligen zeit eine unvorstellbare vernichtung der sozialen gesellschaften auf dem kontinent. das hat die gewachsenen sozialen strukturen afrikas nachhaltig zerstört und hat auswirkungen bis heute. die entwicklung des afrikanischen kontinents ist durch sklaverei und kolonialismus zerstört worden. insofern haben wir eine verantwortung zu tragen!

05:18 von Oskar.spd

"Dieser Kommentar ist hervorragend.
Und bestaetigt alle meine (Vor)urteile gegenüber Italien."

Sie haben Vorurteile gegenüber Italien??
Sitzen aber Zuhause am Küchentisch und genießen den billigen Orangensaft für 99 Cent von Li/Al.
Hier sind die Ursachen Zuhause. Deshalb lässt man auch eine dosierte Menge Migranten über das Mittelmeer.
Die Deutsche Agrarindustrie macht die Afrikanische durch Billigprodukte kaputt.
Das was der deutsche Bauer mit seinem Riesentraktor in einer Stunde Acker umpflügen kann, dafür braucht der Afrikanische Kleinbauer einer ganze Woche.
Das hat mit dem von EU geforderten fairen Handel absolut nichts zu tun.
b.k.

11:09 von fathaland slim

Wieso schieben Sie alles auf Salvini, der gerade gewählt ins Amt gekommen ist? Der Merkel-Freund Renzi hatte doch auch nichts dagegen.

11:30, geselliger misa...

>>Da diese Menschen allesamt illegal in Italien leben ...
... sollten sie eigentlich überhaupt nicht arbeiten. Dann würden sie nämlich auch nicht ausgebeutet oder geschlagen. Und alles wäre wieder in Ordnung.
.
Haben die Italiener keinen Zoll oder eine andere Polizeieinheit, die gegen Schwarzarbeit vorgeht wie bei uns?<<

Sagen die Rechten den "Gutmenschen" nicht immer nach, sie seien weltfremd?

Einen weltfremderen Kommentar als Ihren habe ich lange nicht mehr gelesen...

11:14, Dicodes

>>Fahren Sie mal nach Duisburg Marxloh oder Rheinhausen. Dort leben nicht nur Flüchtlinge und Migranten aus dem Balkan in abruchreifen Häusern. Beschämend wie dort Menschen hausen müssen.<<

Sie waren offensichtlich noch nie in Marxloh oder Rheinhausen.

Sonst würden Sie hier nicht solche Vergleiche anstellen.

Oder aber, Sie haben den Artikel, den wir hier kommentieren, gar nicht wirklich gelesen.

@fischkopp77, 11:43

Und ich möchte den Dank gleich an Sie weiterreichen, Fischkopp. Es scheint ja auf dieser Seite doch noch mehr Vernunft zu geben, als man gelegentlich wahrnimmt. Bitte mehr davon!

Ich bekomme bei solchen Berichten immer den Eindruck, dass wir vielleicht bereits in neosklavistischen Zeiten leben und von der zukünftigen Geschichtsschreibung womöglich auch so gesehen werden könnten.

Mit dem Unterschied (zur "klassischen" Epoche der Sklaverei), dass diese Menschen nicht mehr aus Afrika entführt werden (müssen), sondern sich (wider besseres Wissen oder aus Mangel an Alternativen) selbst auf den Weg in die Ausbeutung begeben.

Was für die moralische Beurteilung der Täter aber kaum von Belang ist!

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