Ihre Meinung zu: USA: Fed erhöht Leitzins um 0,25 Punkte

13. Juni 2018 - 20:25 Uhr

Die US-Notenbank hat den Leitzins leicht um 0,25 Punkte angehoben. Er steigt damit auf das Niveau zwischen 1,75 und 2,0 Prozent - das höchste seit zehn Jahren. Es ist die zweite Anhebung in diesem Jahr.

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Kommentare

Die angeblich brummende

Die angeblich brummende Konjunktur in den usa verhindert allerdings nicht, dass die Lebenserwartung fällt, die Selbstmordrate steigt, die Beschäftigungsquote auf einem rekordtiefen Niveau stagniert. Die massive Steuersenkung führt hauptsächlich zu einem Boom bei den Aktienrückkäufen. Apple z. B. repatriiert zwar zweistellige Milliardenbeträge, nutzt die dann aber nicht für Investionen, sondern zum Rückkauf eigner Aktien. Dies nützt den Aktionären, während die Lohnsteigerungen bei den Millionen in den letzten Jahren geschaffenen Niedriglohnjobs von der Inflation überkompensiert werden.
Ausserdem steigt für die hochverschuldeten Durchschnittsamerikaner der Schuldendienst.
Die höheren Zinsen in den usa führen schliesslich auch zu Umschichtungen von Geldern aus Drittwelt- und Schwellenländern - Argentinien, Brasilien, Türkei, Südafrika, Nigeria, Indonesien etc. - was deren Währungen ins Trudeln bringt, was zu massiven Zinserhöhungen zwingt, was die Wirtschaften ausbremst.

Der kleine US-Bürger & Rentner ist jetzt richtig am Kotzen

Die überschuldeten US-Kreditbürger dürfen jetzt noch tiefer in die Taschen greifen.
Die einzigen welche sich daran erfreuen sind Trumps Golf - Freunde , vom angeblichen verhassten Etablissement :-)

Die Fed macht das was die EZB tun sollte.

Denn auch in den Euro Ländern hat das Gratisgeld zu Fehlentwicklungen geführt. Der Bauboom, die völlig überteuerte Grundstücke und Häuser die demnächst für vielen nicht mehr finanzierbar sind auf Grund der steigende Zinsen, die steigende Mietkosten, die negative Geldanlage und die Minizinsen oder Negativzinsen bei den Banken und Versicherungen, der Auswuchs des Spekulantentums wo mit geliehenem Gratisgeld viel mehr zu verdienen ist als mit einem ordentlichen Unternehmen oder wo Staaten durch die Spekulation ins Bankrott getrieben werden. Gerade das Gratisgeld hat zur fragwürdige Firmenübernahmen und Investitionen geführt nicht nur in den Entwicklungsländern aber auch in spekulativen Firmenbereichen, die normalerweise nie getätigt worden wären. Auch ist das Gratisgeld vielfach nicht für Firmeninvestitionen benutzt worden wo es nötig und vorgesehen war .Viel zu lange ist gewartet worden mit einer notwendigen Zinsanpassung. Auch die EZB wird sich anpassen müssen.

Aha

"Sie reagieren damit auf den anhaltenden Wirtschaftsaufschwung in den USA, der durch die radikale Steuerreform von Präsident Donald Trump zusätzlich verstärkt werden könnte. "

America First scheint zu wirken entgegen aller Unkenrufe. Vielleicht bleibt Trump uns ja dann doch 8 Jahre erhalten.

Die Welt rettet den Dollar

Der Herr Trump hat so eindringlich das Ungleichgewicht in der Handelsbilanz beklagt. Die steuerfreien in der Welt gemachten Milliarden von fb, Apple, McDonalds, Starbucks etc. aber zu erwähnen vergessen. Außerdem haben Japan, China und Deutschland Billionen von Dollars aus dem "Handelsüberschuss" (=wertloser Schrott) auf Lager, zudem angereichert durch die enormen Stützkäufe, die diese Länder getätigt haben, wenn der Dollar ins Trudeln geriet. Unsere Goldvorräte in Fort Knox durften zuletzt vor 40 Jahren besichtigt werden. - Bin sicher, dass es dies Mal mit der Vernichtung des Euro klappt. Lehman (Derivate) hat´s ja nur fast geschafft, aber weltweit immerhin einen Schaden von 6 Billionen angerichtet.

Na geht doch

wie ich schon geschrieben habe wird die Situation der Schwellenländer keine Rolle spielen bei den Überlegungen.

Wäre interessant wie viel Druck das auf die FED aufbaut, damit der Wahnsinn der Druckerpresse mal ein Ende hat.

Ich hoffe doch dass unsere

Ich hoffe doch dass unsere Guthaben Zinsen hier auch mal wieder eingeführt werden. So 2 bis 3% wäre doch nett. Dann bräuchte ich nicht arbeiten zu gehen. Es ist unglaublich wie viel Geld diese Nullzinspolitik gekostet hat!

@21:34 von Karl Klammer

„Die überschuldeten US-Kreditbürger dürfen jetzt noch tiefer in die Taschen greifen.“

Das weiß man doch vorher, wenn man einen Kredit aufnimmt, dass man den a) zurückzahlen muss und dass b) irgendwann wieder die Zinsen steigen werden. Das gilt für alle Länder. Man kann das Problem ganz einfach vermeiden, indem man sich die Dinge, die man gern haben möchte, erst dann kauft, wenn man das Geld beisammen hat. Hat bei mir immer prima funktioniert, selbst beim Hausbau.

Die Zeit der gekauften Zeit

Die Zeit der gekauften Zeit läuft ab und trifft die Schläfer umso härter.

Das wird den Druck auf Draghi

Das wird den Druck auf Draghi verstärken das Anleihenkaufprogramm endlich einzustellen und den Leitzinssatz zu erhöhen und damit endlich auch mehr Druck auf reformunwillige Länder auszuüben, Wettbewerbsfähigkeit durch Reformen herzustellen.

@Labernicht: So schnell wirkt sich nichts "richtig" aus...

Die Weichen für einen Wirtschaftsboom, den wir heute sehen, wurden in der Regel vor einigen Jahren gestellt. Industrie und Handel (und um die geht es, wenn wir von Arbeitsplätzen reden) reagieren eben bei weitem nicht so schnell wie die Märkte, bis da Arbeitsplätze tatsächlich geschaffen werden vergehen Jahre (nachdem die Voraussetzungen dafür geschaffen wurden).

Außerdem wird es immer "Wellenbewegungen", also Hochs und Tiefs geben, auf welche die Politik überraschend wenig Einfluss hat...

Und wenn wir uns die Zahlen zu den USA mal im Detail anschauen, sehen wir auch, dass es keinesfalls so rosig ist, wie manche aufgehübschte Zusammenfassungen uns glauben machen wollen - gerade die Lebenshaltungskosten steigen in den letzten zwei Jahren im Vergleich zu den Löhnen unverhältnismäßig stark...

Und zur Arbeitslosigkeit kann man nur sagen, dass weniger Arbeitslosigkeit i.d.R. durch mehr Teilzeit-Stellen geschaffen wird, was die Statistiken deutlich verzerrt...

Es geht bergauf

... mit den Zinsen und mit der Wirtschaft in den USA. Der Dollar ist bärenstark.

@Am 13. Juni 2018 um 22:26

@Am 13. Juni 2018 um 22:26 von BWilaschek

100%tige Zustimmung zu dem was Sie geschrieben haben!
Es hilft ungemein wenn man nur sein eigenes Geld ausgibt und nicht auf geliehenem großen Fuß lebt.
Die Methode durch Zocken Geld zu verdienen ist zutiefst unmoralisch und kann auch zur Pleite führen. Auch kann die Methode süchtig machen. Nicht umsonst ist die Selbstmordrate bei Investmentbankern wesentlich höher als bei Normalsterblichen. Sie ist also höchst gefährlich und daher per se abzulehnen.
Wir leben in einem kapitalistischen System und das funktioniert nur richtig mit anständigen Zinsen. Alle anderen Behauptungen sind schlichtweg gelogen.

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