Ihre Meinung zu: Dieselaffäre: VW muss eine Milliarde Euro Bußgeld zahlen

13. Juni 2018 - 17:56 Uhr

In der Dieselaffäre hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeld über eine Milliarde Euro gegen Volkswagen verhängt. Der Konzern teilte mit, die Strafe zu akzeptieren.

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Kommentare

Das zahlt VW

aus der Portokasse. ich wette, das wird die Boni's für das Management kaum drücken.

Diesel

Um die Strafe ist gebettelt worden.

Was ist mit den Mitwissern, die dies zumindest geduldet haben. Wäre Dobrindt als Zuständiger Minister und Mitwisser nicht ebenfalls zu belangen?

Wem nützt nun die Strafe? Werden die Betrügereien nun doch legalisiert?

Eine Strafe plus die Beseitigung des technischen Betrugs wäre logisch. Strafe und weitere Nutzung der Fahrzeuge ist nicht sinnvoll.

Bußgeld? Ordnungswidrigkeit?

Eine Milliarde Bußgeld klingt erstmal beeindruckend. Aber auf den zweiten Blick wird es bitter: Plötzlich handelt es sich bei einem organisierten und gemeinschaftlich, vorsätzlich begangenen Betrug um eine Ordnungswidrigkeit. Wie niedlich! Und damit ist der Fall abschließend beendet. Wie praktisch!
In einer anderen Meldung steht, dass die Summe sich aus einer Strafe von 5 Mio. € und den ergaunerten Zusatzgewinnen von 995 Mio € zusammensetzt.
Dann war das ja damals eigentlich eine gute Entscheidung von VW, beim Abgas ein wenig zu tricksen. Wenn einer Chance auf einen Zusatzgewinn von 995 Mio € nur ein Risiko von 5 Mio € gegenübersteht, dann muss man ja geradezu wieder so handeln.

Ich würde gerne mal wissen, ob ein Bankräuber, der 100.000 € erbeutet hat, dann auch zu einer Strafe von 105.000 € verurteilt würde, in der die Beute schon enthalten ist.

Wo leben wir eigentlich inzwischen?

Am 13. Juni 2018 um 18:20 von Burkhard Werner

"Was ist mit den Mitwissern, die dies zumindest geduldet haben. Wäre Dobrindt als Zuständiger Minister und Mitwisser nicht ebenfalls zu belangen?"

Gestern wurde ich hier aufgeklärt, dass die Minister durch die Richtlinienkompetenz an die Weisungen der Kanzlerin gebunden sind, aber da ging es ja um das Innenministerium.

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Strafzahlung für das Beschei.en eines Staates und seiner Bürger über viele Jahre hinweg: 1 Mrd. Euro.

Das ist viel billiger, als zum Beispiel in den USA. Da musste VW bisher etwa 21 Mrd. Dollar bezahlen. Und das bei deutlich geringeren Anteil am Fahrzeugbestand relativ und absolut.

Und es muss auch nicht nachgebessert werden. Also so ein Softwaregemurkse ohne wirkliche Reinigung ist keine Nachbesserung, sondern Schminke. Es hat auch nicht den Anschein, dass irgendein Halter einen Ausgleich bekommt. Und schon gar nicht wie in den USA ein neues Fahrzeug.

Ja, wir schaffen das.

Als Braunschweiger muss ich fragen:

Wie niedlich ist das denn? Warum haben wir eigentlich Strafgesetzbücher, wenn eine Straftat in dieser Form nur zu einer gerichtlichen Bußorgie wird?

VW hatte im letzten Jahr 11 Milliarden Gewinn.

Diese Strafe kann der Konzern bestimmt noch von den Steuern absetzen.

Wenn der Konzern auf Rechtsmittel verzichtet war die Strafe viel zu niedrig.

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