Ihre Meinung zu: Nordkorea-Konflikt: Japan bleibt misstrauisch

2. Juni 2018 - 11:09 Uhr

Japan und Südkorea sind sich bei ihrer Einschätzung des Nordkorea-Konflikts nicht einig. Während Südkorea optimistisch auf den Annäherungsprozess blickt, mahnt Japans Verteidigungsminister zur Vorsicht.

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Kommentare

Japan bleibt misstrauisch

Ist verständlich mit einem vereinigten Korea entsteht eine neue militärisch und wirtschaftliche Mittelmacht die eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Japan werden kann. P.P.

Peter Plauert

"Japan bleibt misstrauisch
Ist verständlich mit einem vereinigten Korea entsteht eine neue militärisch und wirtschaftliche Mittelmacht die eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Japan werden kann. P.P."

Zunächst entstünde, sie haben vollkommen recht, ein starkes Gegengewicht zu Japan, das als ehemalige Kolonialmacht dies vermutlich besonders kritisch beäugt. Nord- und Südkorea wären unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kongeniale Partner, der Norden verfügt über Rohstoffe, der Süden über das technische Know-how sie abzubauen und weiter zu verarbeiten.

Gerade Japan hätte allen Grund...

...eigentlich eine Vorreiterrolle
bei den Bemühungen um eine
friedliche Lösung auf der
koreanischen Halbinsel zu
übernehmen!!
Es ist beschämend und auch
moralisch verwerflich, wie man
sich statt dessen ziemlich erbärmlich
zum Handlanger von Interessen
macht, die offenbar ausschließlich
geostrategische Überlegungen in
den Vordergrund stellen...!!
Dabei müsste gerade diesen
Herrschaften doch wohl bewusst
sein, dass es auch die vollständige
Vernichtung Japans zur Folge hätte,
wenn es in der Region zu einem
nuklearen Schlagabtausch kommen
würde, in den unvermeidlich auch
China und Russland hineingezogen
würden!!
Für mich wird immer klarer, dass
offenbar nur Nord- und Süd Korea
ernsthaft an einer friedlichen Lösung
ihrer Probleme Interesse zu haben
scheinen...!!

Wie damals mit Deutschland

Wir hatten uns über die Widervereinigung gefreut, der Rest der Welt hat und zwar auch teilweise "gratuliert", aber dass Deutschland wieder eins, und groß war, wurde auch sehr mit Misstrauen beobachtet. Eine dem Grunde nach verständliche Reaktion. Wenn Korea wieder eins wird, ist dass es eine respektable Macht in Asien und vielleicht auch in der Welt, mit vielen, vielen Menschen, die jahrzehntelang "geführt" wurden... das lässt sich nicht so leicht ablegen. Drücken wir ihnen die Daumen, dass sie eine gute Entwicklung nehmen!

1. Senator 11.44 Uhr //Japan respekt zollen!

Senator. Wohl kein anderes Land der Welt weiß so gut wie Japan was es bedeutet, in einen nuklearen Konflikt verwickelt zu sein. Und wohl kein anderes Land der Welt weiß so gut wie Japan was es bedeutet, unverzüglich und vollständig zu kapitulieren, um sei eigenes Land vor weiteren Atombomben zu schützen. In Deutschland gibt es das Sprichwort: "Gebranntes Kind scheut das Feuer." Schon mal gehört? Schämen sollten Sie sich, wie sie Japan beleidigen. Respekt zollen muss man den Japanern! Für Ihre Vorreiter-Rolle trotz eines bereits erlittenen Atombombenabwurf sich immer wieder friedlich einzubringen!

Sein wir doch mal ehrlich,

Sein wir doch mal ehrlich, wenn Nordkorea seinerseits Atomwaffen abschafft, verlangt es auch die Denuklarisierung der Nachbarstaaten, Die Japaner sollten sich dem anschließen, anstatt ständig von Bedrohung zu reden. Es sei denn, China hat ein Wörtchen mitzureden. Schauen wir auf Japan 1945, und wär dazu fähig war.

cari

"In Deutschland gibt es das Sprichwort: "Gebranntes Kind scheut das Feuer." ......"

Vergessen Sie nicht, auch Korea ist ein 'gebranntes Kind', im wahrsten Sinne des Wortes. Die japanische Kolonialherrschaft muss furchtbar gewesen sein und der Vernichtungskrieg der USA gegen Nordkorea bildet in seiner spezifischen Brutalität ein Alleinstellungsmerkmal in der Geschichte.

@Peter Plauert (11:11)

Japan bleibt misstrauisch
Ist verständlich mit einem vereinigten Korea entsteht eine neue militärisch und wirtschaftliche Mittelmacht die eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Japan werden kann. P.P.

___

Vereinigtes Korea? Dazu wird es in nächster Zeit nicht kommen. Bloß weil man nach 70 Jahren des permanenten Kriegszustands jetzt endlich einen Frieden anstrebt, als zwei Staaten nebeneinander, heißt das nicht, dass es zur Wiedervereinigung kommt. Dafür sind die Unterschiede viel zu groß. Nach Willy Brandts neuer Ostpolitik hat es auch noch mal 20 Jahre bis zur Wiedervereinigung geäußert.
Und Japans Besorgnis ist verständlich. Nordkorea hat mehrmals damit gedroht, Japan zu vernichten und ist bei seinen Raketentests immer durch japanischen Luftraum geflogen.

Skepsis gegenüber Diktatoren ist immer angebracht

Und nordkoreas Diktator Kim ist derzeit wohl der schlimmste Diktator der Welt. Sein Volk hungert und wird in Arbeitslagern gefoltert und ermordet. Zudem leben die Menschen in völliger Isolation zum Rest der Welt. Diese Tatsachen werden neuerdings konsequent ignoriert. Man ist fixiert auf die atomare Bedrohung. Und nur die USA handeln, und nur Japan weist noch eine gesunde Skepsis auf.

12:33 von nikioko

"Und Japans Besorgnis ist verständlich. Nordkorea hat mehrmals damit gedroht, Japan zu vernichten und ist bei seinen Raketentests immer durch japanischen Luftraum geflogen."

Die Realität sind anders aus . Grundsätzlich sind Japan an den Militärmanövern der Amerikaner in Nordkoreas Nähe beteiligt.

Welt , 03.11.17 :

"Die USA, Japan und Südkorea demonstrieren Stärke über der koreanischen Halbinsel: Zwei US-Bomber seien bei einer Übung von südkoreanischen und japanischen Kampfflugzeugen begleitet worden, teilte das US-Militär mit."

Koreas Raketentest fliegt durch japanischen Luftraum ???.
Japans Seegrenze ist ca. 12 km , die internationale Raumstation ISS fliegt in etwa 400 km Höhe .
Die Nordkoreanische Rakete überquerte Japan in ca. 2200 km Höhe.
Wie hoch ist Japans Luftraum ?

@G0TT - Dinge die noch nie eine Rolle spielten

nordkoreas Diktator Kim ist derzeit wohl der schlimmste Diktator der Welt. Sein Volk hungert und wird in Arbeitslagern gefoltert und ermordet.[...] Diese Tatsachen werden neuerdings konsequent ignoriert.

Es hat bisher noch nie Interessiert was ein Herrscher mit seinem eigenen Volk anstellt - allenfalls für ein wenig formelle Ermahnungen reicht es. So ist auch China nach wie vor ein Land in dem Menschen brutal mißhandelt und getötet werden, aufgrund der wirtschaftlich wichtigen Stellung will man es aber keinesfalls als Handelspartner verlieren.
Oder Ägypten, dass als Stabilitätsgarant im nahen Osten galt mit Mubarak an der Spitze, ebenfalls ein brutaler Diktator. Hauptsache wir bekommen billige Waren und haben ansonsten Ruhe.
Ich erinnere mich nicht dass es je anders war.

@cari

Japan hat die Welt mit Fukushima schon genug atomar verseucht, die brauchen gar keine Bomben.

Dort gibt es übrigens Bestrebungen in das NATO Bündnis zu kommen, weil das über Atomwaffen verfügt. Also soviel hat man wohl dann doch nicht aus der Geschichte gelernt. Japan hat jetzt schon einen immensen Vorrat an Nuklearmaterial, der jederzeit in Atombomben eingesetzt werden könnte.

Korea war japanische Kolonie

Im 2 Weltkrieg wurden die Koreaner wie Dreck behandelt und von den Japanern als deren Kolonie verheizt.
Das hat sich Nord- wie Sued ins Gedaechnis gepraegt.
Die Japaner haben heute bei weitem nicht das Geschichts-Verstaendnis der Deutschen. Kriegsverbrechen werden geleugnet und ignoriert.

Sie wissen, wie Atomverseuchung sich anfühlt

die Japaner. Denn sie haben Hiroshima, Nagasaki und Fukushima erlebt. Deshalb erzittern sie, wenn Raketen über ihr Land fliegen. Wenn Nordkorea ein Atomtest/Raketentestmoratorium anbieten würde, könnten die Japaner bedeutend ruhiger schlafen. Aber hätten die Japaner mit ihrer Koreahistorie ein solches Entgegenkommen verdient? Vielleicht könnten die Japaner vor den 12. Juni in sich gehen, um zu überlegen, was Ihnen ein solches Entgegenkommen Nordkoreas wert wäre?

Jap. Regierung geht falsche Wege

Sehr viele Menschen in JP sind nicht einverstanden mit der Politik Abes, auch NK gegenüber, nachdem das Land jahrzehntelang friedlich und neutral war. Nun werden alte Schwüre gebrochen, es wird aufgerüstet, was das Zeug hält und auch rhetorisch nimmt man kein Blatt vor den Mund. Hunderttausende Japaner wollen das nicht, viele gehen auf die Straße gegen eine Politik des Krieges. Es ist also nur folgerichtig, wenn die jp. Regierung nun versucht, Misstrauen zu säen. Eine Legitimation des eigenen Handelns.
Grund dafür gibt es zwar genug, doch wir sollten der Sache, sollten Kim eine Chance geben. Es wäre eine historische Einmaligkeit, wenn NK sich öffnen würde und eine Entwicklung Richtung Demokratie nähme. Alleine schon Gespräche sind ein gutes Zeichen!

@G0TT (13:16)

In Jemen verhungern gerade auch ganze Familien.

Interessiert kaum einen.

Daher kann ich Ihre Besessenheit ausgerechnet den einen Diktator in Nordkorea so anzugreifen nicht verstehen.

Trotz der Naturkatastrophen, der Sanktionen, keinem Zugang zu Krediten schafft Nordkorea dasselben Bevölkerungswachstum in %, wie Korea.

Nur mit Menschenhass und Folter schafft man sowas ganz sicher nicht. Daher sind Verhandlungen der absolut richtige Weg. Ich bin ganz sicher, dass eine Lösung möglich ist.

11:55 von cari

naja, cari. schon mal was davon gehört, wie sich die japaner im letzten grossen krieg in asien aufgeführt haben?

Vereinigtes Korea?

Wie soll das gehen? China wird nicht zu lassen das die Amis Truppen in NK haben. Die USA ziehen natürlich auch aus SK nicht ab. Russland darf man auch nicht vergessen

Geht nicht anders ...

"... Raketentests immer durch japanischen Luftraum geflogen. ..."

Wenn NK seine Raketen testen will, geht das nur über Japan hinweg. So sieht das auf meinem Globus aus ...

Die anderen Möglichkeiten wären in Richtung China oder Richtung Rußland.

Man sollte auch wirklich miteinander reden (Diplomatie) und Lösungen finden; dann braucht es auch keine Raketentests.

Nordkorea hat nie 'insgeheim'

Nordkorea hat nie 'insgeheim' seine atomare Aufrüstung betrieben. Vielmehr sind sie aus dem Vertrag mit den usa ausgestiegen, als diese ihre darin eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllten. Im Fall des zweiten Versuches in den Nullerjahren war es Präsident Bush Jr., der - auf Rat von John Bolton hin - plötzlich massiv intrusivere Überwachungsmassnahmen forderte, als im Vertrag verabredet haben. Wieder stieg darauf Nordkorea aus. Pacta sunt servanda. Wenn die eine Seite sich nicht dran hält, muss man sich nicht wundern, dass es die andere in der Folge auch nicht mehr tut. Aktuelles Beispiel Iran (das sich derzeit trotz Vertragsbruch seitens der usa noch an den Vertrag hält, aber wahrscheinlich nicht mehr lange).

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