Ihre Meinung zu: Euroraum: Arbeitslosigkeit auf niedrigsten Wert seit 2008

31. Mai 2018 - 11:02 Uhr

Die gute Konjunktur in der Eurozone macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Zuletzt waren 2008 so wenige Menschen im Euroraum ohne Job. Malta überholt Deutschland als Spitzenreiter.

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Die Zahlen sind geschönt

Es bleibt dabei! Solange nicht alle Arbeitnehmer, welche tatsächlich keine versicherungspflichtigen Jobs haben, nicht in dieser Statistik auftauchen, solange sind diese Zahlen nichts weiter, als ein Richtwert ohne Wahrheitsanspruch. Ein politisch gewollter Wert halt. Mehr nicht. Es ist heute guter Brauch, den Arbeitmarkt in Deutschland schöner zu Reden, als er tatsächlich ist.

Die Wirtschaft boomt in der EU und ganz besonders in Deutschland. Aber ob das so bleibt, müssen wir erst sehen, wie sich die Weltkonjunktur entwickelt und wie Trump seine Abschottungspolitik fortsetzen kann. Ein Handelskrieg zwischen der EU und den USA wäre sehr schlecht für die aufstrebende Wirtschaft der EU. Und auch die relativ hohe Arbeitslosigkeit in einigen südlichen EU-Ländern kann nur sinken, wenn die EU als Ganzes reagiert.

Reformen der Euro-Rettungsschirme sind erfolgreich!

Es war richtig im Zusammenhang mit den Hilfen der Rettungsfonds den Ländern Reformen vorzuschreiben.
Diese waren erfolgreich und deswegen geht es vor allem in Irland, Spanien und Portogal und sogar in Griechenland jetzt wieder aufwärts.
Wer heute immer noch die aufgedrückten Reformen verteufelt hat wohl die Zusammehänge immer nocht nicht verstanden.
Merkel, Steinbrück und Schäube hatten Recht und das zeigt sich jetzt immer mehr!
Leider schießen im Moment noch die Italiener quer und bringen den bisher durchgängig stabilen Euro in Gefahr!
Hoffentlich ändert sich das nach der wohl bald wieder fälligen Neuwahl.

Wäre es....

dann nicht langsam Zeit den "viel klügeren" Wählern in Frankreich und Italien usw. nicht mit dem "DEXIT" zu drohen, sondern den anzubieten? Im Franc und der Lire liegt doch angeblich die Rettung, oder?

Klingt gut, nur viele junge Menschen sind perspektivlos

Während in Deutschland die Jugendarbeitslosigkeit dank "Beschulung" statistisch sehr gering gehalten werden kann, fehlt anderen Ländern wohl das Geld, um derartige Werte wie wir zu erzielen.
Rechnete man aber die vielen jungen Menschen hinzu, die in Warteschleifen "hängen" wie Berufsfachschulen aller Art oder bei freien Trägern "qualifiziert" werden, verdunkelte sich das Bild.
Ich will unsere Maßnahmen nicht abschaffen, sie sichern ja letztlich auch etwas den sozialen Frieden in diesem Lande.
Besser in einem Klassenraum sitzen und lernen, was ein "Hammelsprung" ist, als nutzlos durch die Gegend streifen und auf "Dumme Gedanken" kommen.

Guter Trend

Aber natürlich ist die Arbeitslosigkeit in vielen Ländern noch viel zu hoch. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ist ein Problem.

Wir sollten spanische und griechische Jugendliche ermuntern, ihr Glück in Deutschland zu suchen. Denn hier fehlen immer mehr Arbeitskräfte. Ob Pflegekraft oder LKW-Fahrer oder im IT-Bereich, wer die Ausbildung fleißig durchzieht und motiviert Deutsch lernt, der hat hier eine gute Chance auf ein gutes Leben.

Gutes Leben?

Im Niedrig (Hunger) Lohn Sektor? Wo leben Sie eigentlich, um solchen Unsinn zu verbreiten?

@ H_M um 12:13

>>Solange nicht alle Arbeitnehmer, welche tatsächlich keine versicherungspflichtigen Jobs haben, nicht in dieser Statistik auftauchen, solange sind diese Zahlen nichts weiter, als ein Richtwert ohne Wahrheitsanspruch.<<

Das ist korrekt. Sie sind genau das: Ein Richtwert.
Eine Statistik kann auch nie "die Wahrheit" wiedergeben.
Es ist halt nur ein in Zahlen gemaltes Bild der Realität.
Sie dienen als Orientierung und um Tendenzen und Entwicklungen ablesen zu können, eben als Richtwert, wie Sie selbst schreiben. Auch wenn man sich streiten kann, ob nicht das eine oder andere rein müsste in die Statistik - Als Richtwert taugt sie trotzdem, solange man nicht jedes Jahr die Berechnungsgrundlagen ändert.

In diesem Fall zeigen die Zahlen einen positiven Trend.
Schade, dass Sie sich offenbar so wenig darüber freuen können.

Euroraum:Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Wert seit 2008

Aber über die Qualität der "neu entstandenen Jobs",da wird nichts gesagt.Kann jemand von den Arbeitsstellen leben ? Aber immerhin Euroraum.Er ist dafür verantwortlich,daß Industrien im Süden weggedrückt wurden.In einem einheitlichen Währungsraum können sich die Länder dagegen nicht wehren.

re h-m

" Solange nicht alle Arbeitnehmer, welche tatsächlich keine versicherungspflichtigen Jobs haben, nicht in dieser Statistik auftauchen, solange sind diese Zahlen nichts weiter, als ein Richtwert ohne Wahrheitsanspruch."

Es gibt keine EU-einheitliche Regelung über Sozialversicherungspflicht. Damit kann es auch keine Statistik darüber geben.

Der Wahrheitsanspruch ist übrigens genau definiert: die EU-Richtlinien, wie Arbeitslosigkeit gezählt wird. Unabhängig von den verschiedenen nationalen Kriterien.

@um 12:37 von klaus666

"Wir sollten spanische und griechische Jugendliche ermuntern, ihr Glück in Deutschland zu suchen."
Ich fürchte dafür sind die Löhne in Deutschland zu gering, Wenn schon Arbeiten muss man damit auch die Familie in Spanien mit durchfüttern können, und dafür reicht es leider nicht (Schon gar nicht in den aufgezählten Berufsgruppen).

Ansonsten guter Trend, hoffentlich geht es noch lange weiter so.

Seit 2008? Ist das ein Witz?

Da klopft man sich auf die Schultern, weil man sich mit Zeiten einer Weltwirtschaftskrise vergeicht?

Fake News

Wenn man den Faktor Arbeitskraft schön billig macht (Zeitarbeit usw.) , damit jede(r) Firmeneigner/-in fast jede(n) einstellt und sei sie/er noch so unqualifiziert, dann finden alle einen Job und die Statistik sieht toll aus. Leider sind die Vollbeschäftigten aufgrund der lächerlichen Gehälter dann fast immer Armutsrentner - aber welche(r) Wähler/-in denkt schon bis dahin?

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14:24 von Hanno1984: noch so unqualifiziert

1. Kein Firmeneigner wird einen Arbeiter einstellen, den er nicht benötigt. Eine Firma ist kein Sozialamt.
2. Kein Firmeneigner wird einen völlig unqualifizierten Arbeiter einstellen, auch wenn dieser ganz billig (Mindestlohn) ist.
3. Daher gibt es keine Vollbeschäftigung aufgrund lächerlicher Gehälter. Möglicherweise wird der eine oder andere Arbeiter einen Job finden, weil sein Wunschgehalt etwas niedriger ist als das des Mitbewerbers. Aber wenn es keinen Bedarf für die Arbeit gäbe, hätte keiner den Job.
4. Armutsrentner sind zur Zeit ca. 3% der Rentner in Deutschland. Bis 2030 soll diese Zahl auf ca. 5% der Rentner ansteigen. Im Vergleich zur Kinderarmut (zur Zeit ca. 18-20%) ist das lächerlich wenig.

14:24 von Hanno1984: noch so unqualifiziert

@Hanno1984

jaja... die böse Zeitarbeit. Das zieht immer...

Vor zwei Stunden habe ich (Inhaber einer Zeitarbeitsfirma) einen ehemaligen Mitarbeiter erneut eingestellt (er wurde von unserem Kunden übernommen).

Was war der Grund?

Als Festangestellter hat er erheblich weniger verdient als bei mir in der bösen Zeitarbeit.

vor Zeiten,

als Erwerbstätigkeit gleichbedeutend war mit einem Auskommen, da wäre diese Meldung eine gute Nachricht gewesen ...

Das ist doch keine Aussage,

Das ist doch keine Aussage, niedrigste Zahl. Warum und wie, das ist die Frage. Mir erscheint es 0% plausibel, dass es etwa an einer verbesserten Wirtschaftskraft liegt. Sondern die Niedriglohnausbeute hat sicher zugenommen. Oder sonstige Tricks, die vermeiden wollen, die momentane Gesellschaftsordnung (der Arbeitsgesellschaft) als nicht haltbar zu entlarven.

Toll!

Dank der Lohnsenkungen um 70% im Vergleich zu 1989 werden nun also 2 Leute beschäftigt und die UNternhemer sparen dabei.
Oh Mann......
Es ist längst überfällig, statt Arbeitslosen die Menschen statistisch zu erfassen die unter 2000€ brutto verdienen- denn die schädigen die zukünftige Generation durch zu geringe Rentenzahlungen und vor allem dadurch, daß sie nach ewn de des Erwerbslebens mit "null" da stehen. Sparen geht ja nicht mehr, ohne Zinsen- oder?
Klar- man kann besonders blöd sein und Geld "anlegen" am Besten bei Versicherungen LOOL. Ob man dann aber noch genug übrig hat zum Wohnen???

@16:29 von ophorus: Lohnsenkungen um 70%

"Dank der Lohnsenkungen um 70% im Vergleich zu 1989 werden nun also 2 Leute beschäftigt und die UNternhemer sparen dabei."

In welchen Branchen wurden die Löhne um 70% gesenkt?
Welche Gewerkschaft hat das mit welchem Arbeitgeberverband ausgehandelt?

Es reicht wenn Sie eine Belege für eine Branche nachreichen.

"Klar- man kann besonders blöd sein und Geld "anlegen""

Nur wenn man Geld "anlegt" kann man damit Gewinne machen, um später seine Rente aufzubessern. Ich spare seit 1992 jeden Monat ca. 10% von meinem Netto, damit ich später meine nicht besonders üppige Rente aufbessern kann. Das Geld wird in einem Aktienfonds angelegt, denn ein Sparbuch oder andere Geldanlagen mit Zinsen haben sich bzgl. Rendite nie richtig gelohnt.

Schon wieder so eine

Schon wieder so eine Jubelnachricht. Diese ausserordentlichen guten Nachrichten wollen nicht abreissen, es ist ja kaum zum Aushalten.
Und dann ist da noch Deutschland...

re hanno1984

"Wenn man den Faktor Arbeitskraft schön billig macht (Zeitarbeit usw.)"

Immer wieder dieses unqualifizierte Gerede von der billigen Zeitarbeit!

In dem Tarif, den der Arbeitnehmerüberlasser berechnet, steckt der Bruttoarbeitslohn des Leiharbeiters plus der AG-Anteil Lohnnebenkosten plus Betriebskosten plus Gewinn.

Attraktiv an der Leiharbeit sind überhaupt nicht die Kosten, sondern die Flexibilität.

@16:13 von AKraft: Erwerbstätigkeit = Auskommen

"vor Zeiten, als Erwerbstätigkeit gleichbedeutend war mit einem Auskommen, da wäre diese Meldung eine gute Nachricht gewesen ..."

Wer in Deutschland einer Vollzeit-Erwerbestätigkeit nachgeht und mit dem Mindestlohn bezahlt wird hat ca. 1090 Euro netto zur Verfügung.

Das ist wenig, aber davon kann man sein Leben bestreiten. Mehr als Hartz IV hat man auch jeden Fall.

Selbstverständlich sollten die eigenen Ansprüche zum eigenen Können passen. Wenn ich so schlecht ausgebildet bin, dass ich nur zum Mindestlohn beschäftigt werde, dann kann ich mir keinen Audi A6 leisten und auch nicht jedes Jahr das neue iphone. Als Single muss es dann ggf. auch eine kleine Wohnung tun.
Ich habe z.B. in den 90ern in Hamburg auf 42 qm gewohnt (5 Stock mit Dachschrägen, kein Aufzug), obwohl ich mir eine doppelt so teure Wohnung hätte leisten können.
Da ich beruflich aber ständig unterwegs war, reichte diese Wohnung völlig aus.
Meine Ansprüche passten immer zu meinem Gehalt, meist lagen sie darunter.

nicht des Dinky's Problem

""vor Zeiten, als Erwerbstätigkeit gleichbedeutend war mit einem Auskommen, da wäre diese Meldung eine gute Nachricht gewesen ..."

Wer in Deutschland einer Vollzeit-Erwerbestätigkeit nachgeht und mit dem Mindestlohn bezahlt wird hat ca. 1090 Euro netto zur Verfügung."

Ich habe drei Kinder, eines erhält Unterhalt, die anderen beiden leben bei mir, bei 2500,-€ Brutto. Wir können knapp davon leben, unser Luxus besteht in einer etwas besseren Adresse mit dem entsprechenden Umfeld. Kein Auto, keine Urlaubsreise und hoffentlich hält die Waschmaschine noch lange...

@Am 31. Mai 2018 um 16:53 von karwandler

Und wer trägt seit je her die Zeche u. muß davon leben ;mieten usw.?Je mehr Zwischenhändler in diesem Falle meiner Arbeitskraft desto teurer wird es?Sind wir denn nur noch ein Baukastensystem mit dem der Kapitalgeber zusammenstellen kann was er will u. nach ihm die Sinnflut Hauptsache der Shareholder stimmt u. die Gewinnmaximierung.
Welche Chance hat da der soziale bzw. verantwortungsvolle Arbeitgeber denn noch geschweige Arbeitnehmer?Für den gelten eben ihn fördernde Spielregeln nicht u. das ist kein Zufall.

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