Ihre Meinung zu: Kommentar zu EU-Plastikverbot: Mehr Mut ist nötig

28. Mai 2018 - 14:55 Uhr

Die EU wird den Planeten nicht retten, indem sie sich allein an Strohhalme klammert. Doch das Verbot von Einwegplastik ist ein erster Schritt, meint Kai Küstner. Brüssel sollte mit Ideen nicht zu schüchtern sein.

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EU-Plastikverbot: Mehr Mut ist nötig

"Die EU wird den Planeten nicht retten, indem sie sich allein an Strohhalme klammert. Doch das Verbot von Einwegplastik ist ein erster Schritt."
Ja, die EU und besonders Deutschland haben jetzt wieder die wirtschaftlichen Kapazitäten, die es erlauben, auf Plastik weitgehend zu verzichten. Und wir müssen auch nicht den ganzen Plastikmüll in die wesentlich ärmeren Entwicklungsstaaten zur Verwertung schicken. Aber was sollen die armen Länder machen, die bis jetzt diesen Müll abgenommen haben? Sie sind auf billiges Material aus Plastik angewiesen und müssen erst überzeugt werden, dass sie sich mit viel Plastik selbst schaden. Die Verschmutzung der Meere ist ein großes Problem - für ALLE.

Plastikproduktion einschränken oder Verbraucherstreik

Nur mal eine Verständnisfrage: Was ist denn Einwegplastik?

Ist die unselige Wärmedämmung, die auf Anregung der Grünen und mit Öko-Förderung an unsere Hauswände gebastelt wurde, Einwegplastik? Wird ja nicht mehrmals verwendet.

Die Öko-Folie, die im Land- und Gartenbau verwendet wird und direkt auf und in den Boden gebracht wird, die dort unter UV-Strahlung in Partikel zerfällt und als Staub durch die Gegend fliegt, ist das Einwegplastik?

Was ist mit den wunderbaren Plastikputzlappen aus Kunststoff und Mikrofaser? Die werden ausgewrungen und geben haufenweise Partikel ab.

Bis vor kurzem wurde uns von irgendwelchen Instituten noch weisgemacht, Plastiktüten seien "ökologischer" als Papiertüten, da sie bei der Herstellung nicht so viel Wasser brauchen und dafür "keine Bäume sterben müssen (heul)".

Ich fürchte, die nächste Abmahnwelle der DHU wird damit eingeläutet. Außerdem braucht die EU-Verwaltung neue Einkommensquellen. Darum geht's.

Wieder so ein Artikel der

Wieder so ein Artikel der suggeriert, dass nur alleine die westlichen Länder Plastik benutzen und deren Plastik in die Weltmeere gelangt. Aber das stimmt so nicht. Das Plastik von unseren Strohhalmen oder Verpackungen gelangt eben nicht ins Meer sondern größtenteils im Verbrennungsofen oder Recyclinghof. Wieder einmal wird ausgeblendet, wo der ganze Müll im Meer herkommt. Schon allein, dass Afrika und Teile von Asien und Südamerika nicht erwähnt werden, suggeriert, dass die dort alle naturverbunden leben und kein Plastik benutzen. Dabei benutzen selbst die Afrikaner Unmengen an Plastik, aber eine Abfallwirtschaft gibt es dort kaum. Stattdessen wird der Müll einfach in der Landschaft , im Fluss oder am Strand entsorgt. Die westlichen Länder haben zum großen Teil ein Verständnis für Mülltrennung, Recycling und anständige Müllentsorgung. Doch Afrika z.B. ist komplett verdreckt. Überall liegt der Müll rum, doch man gibt immer den Europäern die Schuld. Die kann man abkassieren.

Ich habe bereits gewettet,

Ich habe bereits gewettet, dass dieses Gesetz ebenfalls nur dazu dient den großen Anbietern (McDonalds, etc.) die lässtige Konkurrenz aus dem Weg zu räumen.

Ist doch lächerlich. Früher

Ist doch lächerlich. Früher hat man Pappteller und Pappbecher benutzt, wurde dann wegen Hygienebedenken durch Plastikzeugs ersetzt.
Früher wurden viele Produkte in alternativen Verpackungen verkauft, dann kam der Grüne Punkt und jetzt bekommt man jeden Mist nur noch in Zwei- bis Dreifachplastikschweißverpackung.
Früher wurden viele Getränke in Glas, Mehrweg-PET und Dosen verkauft, dann kam das Dosenpfand und die Inflation der Einweg-PET nahm ihren Lauf.

Findet den Fehler!

Wie kommt der ganze Mist denn überhaupt ins Meer?

Einwegartikel aus Kunststoffen einzuschränken bzw. zu verbieten, finde ich sehr sinnvoll, da es bekanntlich Alternativen gibt.

Was ich mich jedoch frage ist: Inwiefern tragen denn die EU und vor allem Deutschland überhaupt zu den schwimmenden Müllbergen bei? Wir haben eine gut funktionierende Müllsammlung, -abfuhr und -verwertung (AKA "Entsorgung").

Meines Erachtens kommt der meiste Dreck von anderswo, und daran werden die neuen Verordnungen leider nichts ändern. Das Problem ist der Müll, der achtlos oder absichtlich, zum Teil auch wegen nicht existierender oder intransparenter Müllsysteme, in der Landschaft landet und beim nächsten Starkregen oder Sturm in den Flüssen landet und damit schließlich in den Weltmeeren. Oder direkt dorthin verbracht wird - aus den Augen, aus dem Sinn und es kostet weniger, als den Müll verwerten zu lassen.

Guter Kommentar

Es freut mich, dass die EU auch mal gute Gesetze erlässt. Das macht jedes Mal wieder etwas Hoffnung, dass nicht alles von Lobbyisten der Billigindustrie bestimmt wird.

Plastikmüll, Gülle und Biomüll

Wer einmal in südlichen Ländern über Land gefahren ist, wird sich an die riesigen Gerippe von Gewächshäusern erinnern, oft nur für 2-3 Saisons gebaut. Eine wacklige Holz- oder Metallkonstruktion, Plastikplanen drüber und fertig ist die Tomatenplantage. Im folgenden Winter und Frühjahr fliegt der ganze Mist kilometerweit durch die Gegend und zersetzt sich unter UV-Einwirkung in Fetzen und kleinste Partikel. In der nächsten Saison wird es genauso gemacht.
Damit will ich mich nicht über die spanischen oder marokkanischen Gemüsebauern erheben. Das Verklappen anderer Abfälle bei uns, z.B. Gülle, ist auch nicht besser.
Und das Umherfahren von Bremer Bio-Müll nach Belm (ca 130 km entfernt bei Osnabrück) zwecks Vergasung in einer Biogasanlage macht auch viel Dreck, z.B. Dieselabgase. In der Öko-Bilanz dieses "Umweltprojektes" werden negative Begleiterscheinungen und hohe Kosten gerne ausgeklammert - ist wahrscheinlich ein EU-Projekt..

Förderung der Müllproduktion durch den "Grünen Punkt"

Durch den "grünen Punkt" sind wir praktisch gezwungen, jede Plastikverpackung mitzukaufen, ob wir sie wollen oder nicht.
Der Dank dafür gebührt den Grünen.

Nun sollen wir womöglich und auf Wunsch der EU und DUH ( Deutsche UmweltHilfe) außer der Mehrwertsteuer, die wir sowieso darauf bezahlen, weitere Abgaben darauf entrichten.

Einige der Ausdrücke, mit denen ich so etwas bezeichnen würde, sind in diesem Forum nicht erlaubt.

Mal wieder ein Schuß ohne Sinn

Aber von dieser EU ja gewohnt. Wo ist der deutsche Strand voll mit Plastik? Ich habe bis jetzt keinen gesehen. In Asien schon. Schwimmen unsere Trinkhalme jetzt alle dahin statt sich an Europas Stränden zu sülen?
Abwegig ohne Ende. Großveranstaltungen ohne Plastik?
Aber mal wieder die EU Einnahmen maximieren? Wohl der Hauptgrund. Die Knete fehlt,Zölle werden sinken(bekommt auch die EU). Da ist Kreativität gefragt von Seiten der EU. Abzocker und nichts weiter. Ein Laden in Brüssel ohne Sinn und Verstand.
Das sieht man ja jetzt an der Absage der Übertragung der Fronleichnamsprozession aus Freiburg im Netz. Die Erzdiözese hat vor EU Recht kapitulieren müssen weil sie nicht mit dem neuen Datenschutz klarkommt. Genau so ein wüstes Brüsselgeschenk ohne Sinn und Verstand.

Immer NUR der europ. Westen ?? Weltweite Länder in der Pflicht

Es gibt doch wasserlösliche Verpackungsstoffe, die wie Plastik funktionieren=> Biomüll geeignet

Warum rüsten nicht die SCHLIMMSTEN MÜLLVERPESTER zu diesem Thema auf: Staaten die kein Müllsortierungssystem anwenden; Staaten die Müll einfach auf Müllhalden höher als die Alpen stapeln, & stinkend herumliegen lassen (dann würden auch keine Kinder mehr auf Müllhalden nach verwertbaren suchen & davon erkranken); oder Staaten die den Dreck unter der Erde vegraben => damit den Grundboden verpesten ?

Zudem sollte Europa tatsächlich aufhören z. B. Elektromüll ins Ausland zu verschiffen_ hier in DE gibt es doch Elektrorecycling
I
Sodann sollte die Bundesregierung hier in DE mehr Geld für NEUE Müllverbrennungs- & Verwertungsanlagen GEBEN
I
_UND hier dementsprechend beim Trennen schon wieder ein WEITERES real aktuelles Problem: keiner versteht das Schild "kein Plastik in Biotonnen" auf gemeinschaftlichen Müllplätzen, nicht das Wort "Plastik" & auch nicht "Bio". Auch so ein Integrationsproblem ;I

EU-Plastikverbot soll erst der Anfang sein

"Nur mal eine Verständnisfrage: Was ist denn Einwegplastik?"
Einwegplastik verwendet man, wie der Name schon sagt, nur ein einziges mal. Dazu gehören eben Wattestäbchen und Plastikgeschirr, was man nur einamal benutzt. Gegen Einkaufstüten aus Plastik hat ja der Handel schon weitgehend gehandelt. Wir haben für unseren Einkauf noch nie Plastiktüten genommen, sondern immer die alten Stoffbeutel oder andere Behälter aus Plastik benutzt, die aber nicht hinterher weg geschmissen wurden.

Na, da bin ich aber beruhigt!

Klar, ich habe Plastik-Nano-Partikel im Körper. Aber nun, wo alle den ernsthaftren Willen bekunden, was gegen Plastik zu machen, schlafe ich viel besser. Denn immer schon haben Märchen beim Einschlafen geholfen!

Tja, Herr Küstner , In

Tja, Herr Küstner , In Deutschland existiert eine sehr gute - wenn auch teure - Müllabfuhr. Ihre Klage ist hier also völlig unberechtigt. Vor Jahren hatten wir dieses Thema schon einmal. Ich habe hier wahrheitsgemäß berichtet, was ich in London selbst gesehen habe : Der Müll wurde an der Themse in Schuten verladen und in der Nordsee "verklappt" . Ob das heute noch so gehandhabt wird, weiß ich nicht. Typisch für tagesschau.de war aber, daß mein Beitrag unerwünscht war und den Roten Balken erhielt.

Es MUSS mehr getan werden

Nachweisbar gibt es bereits umweltverträgliche Ersatzstoffe (auch zB für die Computertastatur). Es braucht ein Plastikverbot in den Bereichen, wo es nachweisbar durch andere Stoffe ersetzt werden kann. Und das ist ein sehr weiter Bereich. Die Ölindustrie und Chemiebranche muss leiden, anders geht es nicht. Und wem es um Arbeitsplätze geht, das ist kein Argument! Das darf kein Argument sein.

Keine Alibiveranstaltungen! Aber vielleicht sind die ein erster Schritt. Der Mensch ist träge.

@ 16:05 von Wiederda Ihr

@ 16:05 von Wiederda
Ihr Einwand, es gäbe noch andere Länder, die Plastik verbreiten, ist ja richtig. Aber ich finde die entsprechende Maxime nicht wirklich erstrebenswert, "wieso wir wenn nicht andere?"

Ich erkenne die Vision, dass einer anfängt, und viele andere nachziehen. Und so war es schon oft. Reiche Länder haben mehr Reserven um diesen ersten Schritt zu tun, warum sollte man das von denen erwarten, die ums Überleben kämpfen? Dort kann es aber folgen.

Richtig, aber schon lange überfällig

Früher konnte man unterwegs auch überall einen Kaffee bekommen. Da ging man zum Verkäufer, bekam eine Tasse oder einen Topf, ging an einen Stehtisch, Zucker im Streuer, Milch im Kännchen, und trank seinen Kaffee aus dem Porzellangefäß, das man dem Verkäufer leer wieder überreichte.

Man braucht keine Becher togo. Und wenn man in einem sogenannten Fast Food Restaurant seine Kaffee trinkt, dann muss das auch nicht aus einem Einwegbecher sein, Ebenso nicht die anderen Getränke. Und einen Burger muss man auch nicht in einer Pappschachtel bekommen, wenn man den gleich vor Ort verzerrt.

Es gibt viele solcher Beispiele.

Das Problem sind die rückgratlosen Politiker, die nicht den Mum haben, etwas durchzusetzen, was absehbar ist. Ein sinnloses Einwegpfand, das uns mehr Einweggetränkeverpackungen gebracht hat, als je zuvor, ist auch wieder nur ein Beispiel.

Ob bei der Müllvermeidung, der Breitbandversorgung oder der Krankenkasse, alles das gleiche. Immer nur Lobbyarbeit.

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