Ihre Meinung zu: Statistik 2017: Drogendelikte nehmen zu

23. Mai 2018 - 12:53 Uhr

In Deutschland hat der Konsum und der Handel mit Rauschgift weiter zugenommen. Laut BKA spielt Cannabis nach wie vor die größte Rolle, doch auch Kokain wird ein immer schwerwiegenderes Problem.

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Kommentare

Realitäten

Weil die Grünen zur Zeit keine Legalisierungversuche machen ist das Thema sicher generell zu vernachlässigen.
*
Wenn unser Mainstrean das eben braucht, dann erklärt sich ja vielleicht einiges.

Drogenhandel weiterhin verfolgen, nicht nachlassen

Bleiben Sie dran, Frau Mortler! Nur durch ständigen Verfolgungsdruck lassen sich Drogenhändler beeinflussen. Sobald der polizeiliche Fahndungsdruck nachlässt, kommen mehr Drogen durch und die Ware verbilligt sich. Das schadet insbesondere Gelegenheitskonsumenten und unseren Kindern und Jugendlichen.
Durch das Abfangen und Vernichten großer Drogenmengen verteuert sich die Ware, so dass über den Preis schon nur ein eingeschränkter „Kundenkreis“ angesprochen wird. Unsere Jugendlichen und Kinder werden es uns danken, wenn wir weiterhin den Drogenschmuggel und -verkauf aufs schärfste bekämpfen.

Wo ist das Problem?

Gegen den Drogenhandel gibt es nur zwei Dinge einzuwenden:
1. Drogen können sehr schädlich sein
2. Durch den Handel werden kriminelle unterstützt.
Sonst nichts. Wäre der Handel also legal, käme kein Dritter zu schaden (und es gäbe mehr Steuereinnahmen),lediglich die Konsumenten gehen ein Risiko ein, was sie wegen des Rechtes auf freie Persönlichkeitsentfaltung aber eigentlich dürfen sollten.

@Boris.1945, 13:04

Können Sie mir einen einzigen Nachteil nennen, der Ihnen durch die Legalisierung von Cannabis entstehen würde? Die einzigen, die davon einen Schaden hätten, wären die Dealer.

um 14:18 von frosthorn

>>"Können Sie mir einen einzigen Nachteil nennen, der Ihnen durch die Legalisierung von Cannabis entstehen würde? Die einzigen, die davon einen Schaden hätten, wären die Dealer."<<

Würde dann nicht die Zahl der Abhängigen rapide steigen?

Terrorismus..

Wir sollten mehr in Zahlen denken als in Floskeln und Narrativen!

80.000 Tote durch Alkohol
120.000 Tote durch Tabak
1.200 Tote durch illegale Drogen

Kann es da vielleicht sein, dass wir uns (mal wieder) über die ganz falschen Dinge aufregen?

Aber das machen wir gerne, mit freundlicher Anleitung durch die Medien. Mehr Zahlen?

80.000 Tote durch Luftverschmutzung, insbesondere Diesel
20.000 Tote durch multiresistente Keime
ca. 20 Tote durch Terrorismus

Und wofür wird das meiste Geld ausgegeben, die meisten Bürgerrechte beschnitten und am meisten berichtet?
Richtig: Terror!

Mehr Zahlen? Kosten:
Bankenrettung: ca. 400 Mrd. bis 1000 Mrd. einmalig
Ausnahmen in der Erbschaftssteuer: 30 Mrd. jährlich
Steuervermeidung/Steueroasen: ca. 120 Mrd. jährlich
Flüchtlinge: 25 Mrd. jährlich

Worüber wird am meisten gejammert/berichtet?

Eben...

Drogendelikte nehmen zu

Auch das der Staat sich damit beschäftigt Cannabis frei käuflich gestalten zu wollen ,
bringt er das Problem in immer größere Problemzonen. Wenn diese Tür erst einmal geöffnet ist , ist sie nicht mehr zu schließen.
Die verstehen das nur nicht obwohl es ja einfach ist.

Wow, ein neuer Anlauf gegen

Wow, ein neuer Anlauf gegen Drogen?
Machen sie sich ruhig weiter lächerlich, Frau Mortler.
Wettern sie weiter gegen Canabis und Kokain.
Die meisten Drogen kann man eh legal konsumieren.
Tabak und Alkohol gibt's an jeder Ecke.
Und Zigaretten und Alkohol sind absolut bekömmlich, weil sie sonst auch verboten wären?

@ 14:18 von frosthorn

"Können Sie mir einen einzigen Nachteil nennen, der Ihnen durch die Legalisierung von Cannabis entstehen würde? Die einzigen, die davon einen Schaden hätten, wären die Dealer."

Hmm... ja, das habe ich früher auch gedacht. Nur... durch legale Drogen sterben in Deutschland fast 170 mal so viele Menschen wie durch illegale.
Gut, gerade Cannabis ist toxikologisch harmloser als Alkohol oder Tabak, aber ich bin mir nicht mehr so sicher, ob nicht eine Legalisierung weiterer Drogen Konsum und Todesfälle hochtreiben würden.

marktwirtschaftlich Unsinn..

@ 14:06 von c.schroeder

"Nur durch ständigen Verfolgungsdruck lassen sich Drogenhändler beeinflussen. Sobald der polizeiliche Fahndungsdruck nachlässt, kommen mehr Drogen durch und die Ware verbilligt sich."

Ihr Argument mit den Gelegenheitskonsumenten kann ich ja noch nachvollziehen. Nicht aber die Beeinflussung der Drogenhändler. Wenn man die Versorgung erschwert, steigen die Preise und die Margen, auf Kosten des Handelsvolumens. Die Gewinne dürften in etwa gleichbleiben.

Um den Drogenhandel unattraktiv zu machen muss man beim Konsumenten ansetzen. Senkt man die Nachfrage, senkt man Volumen *und* Preise/Margen, macht also den ganzen Markt unattraktiver.

Das heißt:

1. Aufklärung

2. Leistung einfordern, und die Zahl der Komasäufer, denen alles egal ist verringern.
Kontrollieren woher gewisse Gruppen ihr Geld haben..

3. Die Welt so verbessern, dass weniger Leute Realitätsflucht betreiben wollen.

Ist "Rauschgift" ein

Ist "Rauschgift" ein anerkannter Fachbegriff für illegale Drogen?

Schon bitter, dass der Artikel nicht mal erwähnt, dass die illegale Droge, der in Deutschland die meisten Menschen zum Opfer fallen immernoch Heroin ist, entwickelt von Bayer und bis 1931 in der Apotheke erhältlich.

ich konsumiere kein Cannabis und kein Kokain

aber nicht deshalb, weil es verboten ist. Mit Illegalität bekommt man Drogenprobleme nicht in den Griff, man verschärft sie eher. Die Erfahrungen in den USA mit der Prohibition sind ja wohl jedem bekannt.

Bei einer ernsthaften wissenschaftlichen Gegenüberstellung von z.B. Cannabis und Alkohol, sowohl was die persönlichen Konsequenzen für die Konsumenten als auch was die gesamtwirtschaftlichen Schäden betrifft, ist Alkohol der klare Verlierer. Sowohl die Suchtgefahr als auch die negativen gesundheitlichen Folgen sind beim Alkohol um Längen höher. Die Legalisierung von Cannabis wäre volkswirtschaftlich gesehen sogar ein Gewinn.

Es ist wie mit allem anderen:

Was erlaubt ist, wird mehr genutzt.
Würde bspw. der Verkauf von Waffen erleichtert, wären mehr Menschen bewaffnet.
Hier sehe ich tatsächlich den Schutz des Einzelnen vor der sich fast krankhaft ausbreitenden Toleranzlawine gegenüber allem und jedem.
Insbesondere Eltern würde so - neben dem Zugang zu allen anderen modernen Drogen wie bspw. Internet, PC-Spiele, Smartphones - nun auch noch der letzte halbwegs stabile Eckpfeiler geraubt, wenn es um die immer schwieriger werdende Erziehung des Nachwuchses geht.
Den Ruf nach "Legalisierung" vermute ich hier eher aus Ecken bereits aktiver Konsumenten und der insbesondere durch die im Zusammenhang mit der Migration einhergehenden Drogenwelle überforderten Politikverantwortlichen.
Ich kann nicht verstehen, wie man seit Längerem mit aller Gewalt versucht, unsere Gesellschaft tot zu liberalisieren.
Bereits eine Gruppe ab 3 Personen braucht Regeln, um zu funktionieren.
Wie soll das bitte mit 83 Millionen mit immer weniger Regeln funktionieren?

Kann mal jemand die Zahlen

Kann mal jemand die Zahlen der Drogentoten heute mit den Zahlen von 1930 vergleichen, als es Bayers Heroin noch in der Apotheke gab?

Könnte interessant sein, wenn es um mögliche Folgen einer Legalisierung sämtlicher Drogen geht.

@ bittere Pille: Hinter jeder Zahl stehen Menschen, auch Kinder

Was denn - 1200 Tote durch Drogen sind nicht genug? Was ist mit den Familien der Drogenabhängigen? Können Sie sich vorstellen, bei Eltern aufzuwachsen, deren wichtigstes Vorhaben des Tages ist, Drogen ranzuschaffen? Die andere Drogenabhängige Tag und Nacht in ihrer Wohnung beherbergen?
Die Kinder aus diesen Familien wachsen völlig auf sich gestellt auf, sie stehen morgens alleine auf und gehen total übermüdet zur Schule. Sie sorgen sich um ihre Eltern und fühlen sich verantwortlich.
Das ist einfach fürchterlich.
Sie können sich das ganze Elend gerne ansehen: Kommen Sie bei schönem Wetter nachmittags zum Bremer Hauptbahnhof oder zu der Drogenersatzausgabe im Hochhaus gegenüber. Gehen Sie auch gerne einmal in die Innenhöfe der umliegenden Hochhäuser. Was sie da zu sehen bekommen, wird sie das kalte Grausen lehren.

Tja...

Koennten ERWACHSENE diese Stoffe pur und rein in einem staatlichen Laden in Kleinstmengen kaufen, gebe es keine Haftplatzprobleme, die Polizei koennte sich um Verbrechen kuemmern und den Dealern und Verstreckern waere das Leben schwehr. Zudem wuerden gigantische Mittel fuer Preavention
und Suchtbehandlung frei. Ham wir alles schon 1981 in Holland besprochen. Den groessten Widerstand gegen diese Plaene leistete seinerzeits der DIA(Jahresbuget im Mia. Bereich). Ein Schelm.....

Der Konsum nimmt zu, die

Der Konsum nimmt zu, die Opfer werden weniger.
Das ist doch eine gute Nachricht.
Offensichtlich steigt die Qualität der Drogen.
Die natürlich noch weiter steigen könnte, wenn der Staat den Handel übernehmen und eine strenge Qualitätskontrolle garantieren würde.

@c.schroeder

"Durch das Abfangen und Vernichten großer Drogenmengen verteuert sich die Ware, so dass über den Preis schon nur ein eingeschränkter „Kundenkreis“ angesprochen wird. "

man kann es aber auch so sehen dass die beschaffungskriminalitaet zunimmt.

dann muss man halt einen bruch mehr pro abend machen oder 2-3 extra autos knacken ;)

bei kokain geb ich ihnen recht, da sollte man hart durchgreifen, aber bei cannabis?

schaun sie doch mal nach wie portugal das handhabt - vorbildlich.

Cannabis sollte legalisiert werden. Das ersparte Geld sollte

fuer die Verfolgung von wirklich schlimmen chemischen Drogen genommen werden.

Es kann nicht sein das Menschen fuer eine Substanse vor Gericht stehen welche weniger Nebenwirkungen haben wie Alkohol und Zigaretten.

Die Menschen werden zu Kriminellen abgestempelt.

Vielleicht sollten die Politiker mal darueber nachdenken.

Ausserdem verlassen dadurch Milliarden Schwarzgeld Deutschland..

Autofahren unter dem Einfluss

Seit der Legalisierung von Cannabis in Colorado haben sich die Faelle von Autofahren unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen verdoppelt. Governor Hickenlooper, Democrat, bereut es und alle Polizei Chefs und Sheriffs die ich durch meine berufliche Taetigkeit kenne sind auch dagegen. Ich selbst musste ein Open Air Konzert in Vail verlassen weil mir vom Geruch schlecht wurde. Meine Frau, die fuer eine Reiseagentur arbeitet, bucht jetzt so manche Familien fuer einen Skiurlaub in Utah statt Colorado weil die den Gestank nicht ausstehen koennen.

Heroin gab es früher so und galt als gut

Heroin von Bayer als Universalmittel gegen viele Unpässlichkeiten konnte man vor langer Zeit weltweit in Apotheken rezeptfrei kaufen.
Sandoz, Hoffmann-La Roche, Boehringer, Gehe, Knoll und Merck kannten auch die Rezeptur. Dann wurde es als gefährliche Droge definiert.
Jetzt verkaufen es Kriminelle, niemand weiß, was da zusammengemischt wurde.
Sollte vielleicht die heilende Wirkung von Heroin und anderen "Drogen" wieder stärker ins Auge gefasst werden unter ärztlicher Kontrolle und aus sicheren Quellen?

Drogen sollten entschieden bekämpft werden

Wir müssen nicht so weit gehen wie der Iran, wo Drogendelikte die Grundlage für die meisten Todesurteile sind (noch vor Ehebruch). Aber auch hier in Deutschland sollten wir mit einem liberalen und humanen Strafrecht, aber dennoch mit aller Konsequenz gegen den Drogenhandel vorgehen. Das gilt insbesondere für Cannabis, das auf Dauer das Gehirn irreversibel schädigt.

@frosthorn

Das Dealer dadurch einen Schaden hätten ist nicht richtig. Eine Legalisierung würde einen recht Großen Markt mit Händlernetzen, Produktionen ect. pp. in die Legalität ziehen. Mehr würde nicht passieren. Dealer würden zu normalen Händlern werden inkl. Geschäft und legalen beschäftigten. Die Produktion wäre dank Legalität transparenter und Kontrollierbar. Alles zusammen würde einiges an Steuern und Sozialabgaben generieren.
Die Leute die das im illegalen Bereich betrieben sind tatsächlich fähige Kaufmänner. Man müsste ihnen nur nicht immer versuchen den Teppich unter den Füßen hinweg zu ziehen. Cannabis war hier Tausende Jahre völlig normal und auch legal. Es ist erst seit 80 Jahren in Deutschland illegal. Seitdem wurde massig viel Unsinn darüber verbreitet. Und wird es auch noch immer.

@ brigitte-barbados

Die Menschen werden zu Kriminellen abgestempelt. Vielleicht sollten die Politiker mal darueber nachdenken. Ausserdem verlassen dadurch Milliarden Schwarzgeld Deutschland.

Was mir an Ihrem Ansatz nicht gefällt ist der Fatalismus: Die Menschen halten sich nun mal nicht an die Regeln, also schaffen wir die Regeln einfach ab, Problem gelöst.

Nein, das kanns ja wohl nicht sein. Dann haben wir bald das pure Chaos, z. B. im Straßenverkehr, bei den Bauvorschriften, ...

Ich bin in der Schule immer mit den Lehrern am besten gefahren, bei denen es klare Regeln gab, die auch durchgezogen wurden.

Alkohol und Hasch

Jeder der meint, er müsse Alkohol mit Haschisch vergleichen, hat die Problematik einfach nicht verstanden. Den Kampf gegen Alkohol hat mal längst verloren... und nun machen wir eine neue Rauschgiftsucht durch legalisieren auf ?
Tote gab es außerdem auch zur Genüge, Lungenkrebs, Autounfälle etc. Soll das der neue Versuch werden seine Rauschgiftsucht zu rechtfertigen... wie arm ist so jemand...

spricht mir aus der Seele

Chapeau, "bittere Pille"! Besser kann man es kaum formulieren.

@antikiffer

"Jeder der meint, er müsse Alkohol mit Haschisch vergleichen, hat die Problematik einfach nicht verstanden. Den Kampf gegen Alkohol hat mal längst verloren... und nun machen wir eine neue Rauschgiftsucht durch legalisieren auf ?"
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Ich glaube Sie haben die "Problematik nicht verstanden. Alkohol ist das Problem, nicht Marihuana. Alkohol ist auch DIE Einstiegsdroge für Heroin, Kokain... etc, nicht Marihuana. Kann man in diversen Untersuchungen nachlesen. Außerdem konsumieren jetzt schon millionen von Menschen in Deutschland Marihuana. Auch im konservativen Österreich wird gekifft was das Zeug hält. Hier kann man sogar die Pflanzen kaufen.... aber das Problem ist auch hier der Alkohol.
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"Tote gab es außerdem auch zur Genüge, Lungenkrebs, Autounfälle etc. Soll das der neue Versuch werden seine Rauschgiftsucht zu rechtfertigen... wie arm ist so jemand.."
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Das heißt Sie sind für ein Verbot von Alkohol und für die Legalisierung von Marihuana??? Alkohol tötet, kiffen nachweislich nicht.

15:26 von c.schroeder

Selbstverständlich sind Zustände, wie Sie sie beschreiben, "schrecklich & betrüblich". Nicht nur für die betroffenen Kinder & Eltern, sondern für die gesamte Gesellschaft. Mehr noch die psychisch-sozialen Folgen als die finanziellen.

Es ist also die Frage, wie kann man dem möglichst effektiv möglichst wirksam entgegen treten. Portugal hat eine vorbildliche Lösung gefunden.

Die ø Zahl der Drogentoten in der EU beträgt ≈ 15/1 Mio. Einw./Jahr.
DEU liegt bei ≈ 16, POR bei ≈ 3 (niedrigster EU-Wert).

Das sah 2000 in POR noch anders aus, damals waren es ≈ 21.
Erreicht wurde dieser starke Rückgang durch eine Gesetzgebung, die den Konsum von jeglichen (!) Drogen straffrei stellt, und jeglichen (!) Handel verbietet. "Freimengen": s. Artikel unten.

Komb. mit kostenl. Abgabe von Methadon an Heroinsüchtige.
Landesweit, nicht "heimlich & verschämt", ohne soziale Stigmatisierung durch d. Staat.

"https://www.heise.de/tp/features/15-Jahre-entkriminalisierte-Drogenpolitik-in-Portugal-3224495.html"

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