Ihre Meinung zu: #kurzerklärt: Was läuft bei der Pflege in Deutschland schief?

12. Mai 2018 - 14:13 Uhr

Heute ist der "Internationale Tag der Pflegenden". Ein guter Anlass, um auf den Pflegenotstand in Deutschland zu schauen. Stephan Lenhardt erklärt, warum weiter viele Stellen in der Pflege unbesetzt bleiben.

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Kommentare

Pflege

Pflege kostet.
Ca. 80 % der Kosten in einer sozialen Institution werden vom Personal verursacht.
Der Kostendruck ist enorm, so das z.Bsp. Einlagen produziert werden, die bis zu 3-4 l Urin fassen können. Das spart Personal- und Materialkosten und entlastet das Gesundheitssystem und schafft eine Zulieferindustrie, die Arbeitsplätze schafft und Gewinne macht.
Alte oder behinderte Menschen haben kaum eine Lobby.
Sie haben ihr ganzes Leben lang gearbeitet und das ist der letzte Lebensabschnitt in den meisten Fällen.
Die Menschen, die in diesen Institutionen arbeiten versuchen zum grössten Teil ihr Bestes, aber über kurz oder lang scheitern sie.
Das ist ein Teil der Realität.
Willkommen in der schönen neuen Welt.

na und weiter?

warum bleibt ihr mit den Erklärungen auf dem halben Weg stehen? Wie kann es denn sein, daß in einem gefragten Beruf nur Hungerlöhne gezahlt werden? Das muß doch Gründe haben! Bohrt hier doch bitte mal bis zur wirklichen Ursache des Problems! Wenn ihr Zahnwurzelentzündung habt, bringt es schließlich auch nichts, den Zahn auf Hochglanz zu polieren, die Schmerzen bleiben.

Pflege

Die Menschen welche als Pfleger tätig sind verdienen den größten Respekt.
Davon abgesehen das es auch ohnehin nicht einfach ist viele Menschen für diese alles andere als einfache Arbeit zu begeistern, halte ich die Entlohnung dieser Personen im Vergleich zu anderen Berufen für absolut unterirdisch, und genau in diesem Punkt sollte dringendst einmal angesetzt werden.
In meiner Firma (Industrie) arbeiten 2 Frauen welche vorher als Pflegerinnen gearbeitet haben, und unter der vielen und nicht seltenen belastenden Arbeit bei gleichzeitig geringer Entlohnung regelrecht gelitten haben.

Nur in Deutschland werden durch eine unmenschliche

Politik gegenüber den Pflegenden und den Angehörigen bis zu 2 200 Euro im Monat abverlangt. Kein Blick unserer Politiker der GroKo, leider auch von Millionen von Wählern, geht in unsere westlichen Nachbarländern. Beispiel Österreich, siehe Beweis Quelle: "Pflege in Österreich gesetzlich geregelt." Auszug Zitat: "Die Leistungen sind für alle Versicherten gleich, unabhängig vom Einkommen und Vermögen." Jeder Pflegende im Heim zahlt nur 80% seiner Rente, ansonsten werden sämtliche Kosten vom Staat durch Steuermitteln abgedeckt. 20% steht gesetzlich jedem Heimbewohner von seiner Rente als Taschengeld zu. Menschlich und sozial gerecht im Gegensatz zu Deutschland. Ähnlich sieht es in sämtlichen westlichen Staaten, die an D, grenzen, nachweisbar aus. Die Lösung in unseren westlichen Nachbarstaaten für mehr soziale Gerechtigkeit, da die Reichensteuer Minimum 55% (Österreich, Schweiz) bis 60% (Dänemark, Norwegen) beträgt, in D. nur 45%. Die Reichen finanzieren die Armen in den Pflegeheimen .

kurz mal

Warum bezahlen wir den Menschen ,denen wir unser Geld anvertrauen (Bank)mehr Geld
als den, denen wir unsere Kinder(kita) Schulen(Lehrern)Univeritäten(Dozenten) und Älteren Familienmitgliedern (Altenpflege) anvertrauen?

Warum kann man als Investor mittlerweile mehr Rendite in privaten Pflegeeinrichtungen machen als auf dem Kapitalmarkt?

Es scheint ja genug Geld da zu sein, es bekommt bloß jemand anderes...

Krankenpfleger

Wieso ist es immer noch so schwierig durchweg von PflegeFachkräften zu sprechen?
Und wieso wird meist nur in männlicher Form von Pflegern gesprochen, obwohl es doch auch der erklärende Journalist wissen dürfte, dass in der Mehrzahl Frauen in diesem Beruf arbeiten. Davon kein Wort in dem erklärenden Artikel, obwohl dies wohl auch ein Grund ist, wieso Krankenpflege so schlecht bezahlt wird.

Arbeitsplätze von

Arbeitsplätze von Pflegekräften, die nicht besetzt sind, werden trotzdem weiterfinanziert, so dass die Arbeitgeber der Branche damit noch Profit machen können!
Sowohl die privaten Betreiber als auch die konfessionellen und kommunalen!

heuchlerisch

bin selbst DGKP. die durchschnittliche verweildauer im pflegeberuf soll ca 7 jahre sein. danach ist man desillusioniert oder schwanger. jetzt die situation zu "beheben" indem man die löhne attraktiver macht... die pflege braucht idealisten und keine karrieristen. sorry. es gibt andere wege, das problem anzugehen. klar, wer will nicht gerne mehr verdienen? aber sind wir doch mal ehrlich: ich verdiene mehr als bei aldi an der kasse. und WENN ich mehr gehalt gezahlt bekäme: wer bringt die kosten auf? zahlt das der krankenhausbetreiber? kürzen die sich ihre boni? oder geht das zu lasten der dividende im falle einer AG? NEIN! ist wie bei der bahn: alle fühlen irgendwie solidarisch, die pflegenden sollen ordentlich bezahlt werden, genau wie lokführer, nur dass die mehrkosten der ENDVERBRAUCHER berappt. und die, die meine hilfe grade brauchen, die können sie sich schon jetzt oftmals kaum noch leisten. und die haben auch kaum was zu sagen. sind ja oll, dement. muss man nicht so ernst nehmen

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