Ihre Meinung zu: Bundesrat ermöglicht spätes Mitfiebern bei der WM

27. April 2018 - 12:39 Uhr

Es darf auch zu später Stunde wieder gemeinsam angefeuert und - hoffentlich - gejubelt werden. Der Bundesrat hat das Public Viewing für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft abgesegnet.

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Kommentare

Danke

jetzt kommen zu jeder WM und EM herausragende Autokorso, da sich jeder in seinem "gehupe" bestätigt sieht.
Feiern ist ja ok, aber dafür bestehendes Gesetz aufzuweichen ist falsch!

Denn man kann ja nicht nur Fußball bevorzugen.
Hier geht es doch nur um rein wirtschaftliche Interessen, feieren wird nur als Grund genannt!

Weinfeste wurden zu Grunde reguliert, hier bei uns (im Kuh-Kaff) darf auch nicht mehr zu jeder Zeit Fußball gespielt werden (hat auch einer geklagt!),
Kindergärten werden aus der Nachbarschaft geklagt, wegen der "nervenden" Kinder!

Entweder ganz oder gar nicht!
Nicht die Einen dürfen und die Anderen nicht!

Rücksichtnahme ist nicht mehr angesagt. Es lebe

der Kommerz.

Cool. Da werden sich einige

Cool. Da werden sich einige Misepeter wieder ärgern.
Und dann fahren sie nach Barcelona oder Venedig und freuen sich über die tolle Stimmung bis Nachts um Drei, auf La Ramblas oder am Piazza San Marco.
Lasst den Leuten doch allen Ihren Spaß. Is ja nicht so oft.

@14:32 truli...

In : "den letzten Tagen" (so vor nunmehr ca. 2000 Jahren prophezeit) werden schwere Zeiten anbrechen,
u.a. werden die Menschen auch rücksichtslos sein.

Bibelbuch "2. Timotheus" Kapitel 3

www.bibleserver.com

@ Einerer (14:42)

Oh, da hoffe ich aber sehr, das die Polizei den Leuten auch ihren Spaß lässt, wenn sie Geburtstag feiern. Is ja nicht so oft. Ist ja auch absolut undenkbar, dass Unbeteiligte am Folgetag auch irgendwie auf Arbeit ihre Leistung bringen müssten...

Herausragendes Ereignis? Nun, ich wage

doch diesem zu widersprechen,
ich würde es als null und nichtig bezeichnen,
bedenke ich zumal die ernstlichen Folgen wenn Menschen dem Geschöpf Verehrung darbringen anstelle dem Schöpfer.

U.a. Bibelbuch 'Römer', Kapitel 1, ab Vers 18 / Bibelbuch 'Johannes', Kapitel 5, Vers 44 ...

(www.bibleserver.com)

Am 27. April 2018 um 14:42 von Einerer

Ich bin auch so ein Miesepeter.
Mich wird es wohl kaum treffen, da ich in einem Kaff, mit knapp 2000 Seelen lebe.
Dennoch finde ich es nich gut!
So wird nach und nach alles aufgeweicht, nur für den Kommerz!
Selbiges gilt für diese unsinngen Öffnungszeiten von Geschäften. Toll für die, die es den ganzen Tag über nicht fertig bringen einzukaufen, aber fragen sie mal die Angestellten dort.

Und wir sind hier nunmal nicht in Barcelona, Venedig oder sonst wo! Mich interessieren andere Länder nicht, wie die mit ihrer Bevölkerung umgehen. Wir sind immer noch in Deutschland, ein Land voller Miesepeter die einem den Spass nicht gönnen wollen.
Mir geht es aber nicht um, nicht gönnen, sondern eben um diese "eine Ausnahme".

Ich rate ihnen mal nach Neu Delhi zu reisen, die lauteste Stadt der Welt. Dort findet eigentlich jeden Tag irgendein Fest, für irgendeinen Gott statt. Denn dort dürfen alle Spass haben, hier nur mal wieder die Fußballanhänger!
Eben alle oder keiner!

14:22 von Oxalis

«Danke jetzt kommen zu jeder WM und EM herausragende Autokorso, da sich jeder in seinem "gehupe" bestätigt sieht.
Feiern ist ja ok, aber dafür bestehendes Gesetz aufzuweichen ist falsch!»

Deutschland spielt max. 5x um 20:00 Uhr (bei Finaleinzug), zwei der drei Gruppenspiele sind um 16:00 bzw. 17:00 Uhr.

Mit der Türkei & Italien sind 2018 zwei Nationen nicht dabei, bei denen man potentiell eine nennenswerte Anzahl von hupenden Auto-Corsisti in D erwarten dürfte.

Sie sagen selbst, Sie leben in einem Kuh-Kaff.
Wie viele spätabends/nachts hupende Argentinier, Brasilianer, Senegalesen, Japaner oder Isländer erwarten Sie dort?

«Kindergärten werden aus der Nachbarschaft geklagt, wegen der "nervenden" Kinder! Entweder ganz oder gar nicht!
Nicht die Einen dürfen und die Anderen nicht!»

Lt. Entscheidung des BGH (2015) gilt für "Kinderlärm" ein "Toleranzgebot", so dass Kindergärten "nicht weggeklagt werden dürfen".

Aber ja, auch Kinder dürfen während der WM nach 22:00 Uhr hupen!

15:03 von PS 37 dass Nachblieb ein Mann des Friedens

«bedenke ich zumal die ernstlichen Folgen wenn Menschen dem Geschöpf Verehrung darbringen anstelle dem Schöpfer.»

Habe mich mal über Ihren vollständigen Usernamen schlau gemacht, und spreche Sie ganz bewusst damit an.

Meinen Sie mit "Geschöpf" den besten Freund des Menschen, "das runde Leder"?

Wenn Sie schon einmal die Sendung "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" gesehen haben (WDR, Sonntag, 22:15 Uhr, während der Götzen-Saison), dann könnten Sie wissen, dass es auch einen "Fußballgott" gibt.

Der meldet sich immer mal wieder zu Wort, und kommentiert streng und moralfest die Auswüchse der Götzen-Verehrung.

Aber gegen Public-Viewing und Feiern nach 22:00 Uhr hat er noch nie etwas eingewendet. Was Jesus dazu gesagt hat, weiß ich nicht …

Außergewöhnliche Umstände...

... erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Das hat mich schon mein Vater gelehrt. Oder auch: Die Ausnahme bestätigt die Regel. Ich finde das ok und solidarisiere mich mit den Fußballbegeisterten, wenngleich ich jedoch sonst ganz klar zu denen gehöre, die Lärm nicht mögen und es lieber natürlich, also ruhig, haben.

Es könnte schlimmer kommen:-)

Man kann hierzulande doch noch froh sein, denn z.B. für Russen in der Moskauer Zeitzone ist es da schon eine Stunde später (und die wiederum werden froh sein, dass Putin die Umstellung auf Sommerzeit nicht mehr mitmacht).

@ schabernack um 15:32

Sie schrieben:
"Sie sagen selbst, Sie leben in einem Kuh-Kaff.
Wie viele spätabends/nachts hupende Argentinier, Brasilianer, Senegalesen, Japaner oder Isländer erwarten Sie dort?"
Ja genau, Kritik ist nur erlaubt, wenn man unmittelbar betroffen ist. Deshalb darf ja auch nur derjenige gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen demonstrieren, der unmittelbar in der Einflugschneise wohnt. Und über das Waldsterben dürfen sich auch nur die beschweren, die direkt am Waldrand leben.

Abwägung schwierig

Lärm. Mitten in der Nacht ? Ja, natürlich! Das ist halt der Preis, wenn man sich über Veranstaltungen wie Public Viewing vor dem Einzug in seine Wohnung keine Gedanken macht. Die Entscheidung halte ich für richtig, auch wenn mich persönlich solche Veranstaltungen nicht interessieren.

Artikel verspricht mehr als beschlossen wurde

Der Artikel klingt irgendwie mehr als das was tatsächlich beschlossen wurde.
Wenn ich den Artikel in er Süddeutschen richtig verstehe wurde nur die grundsätzliche Möglichkeit geschaffen Public viewing zu ermöglichen. Die konkreten Veranstaltungen müssen dann noch mal genehmigt werden.

Es geht als nicht um die generelle Aufhebung des Lärmschutz während der Fußball-WM. Laute WM-Partys innerhalb der Wohnung deckt die Regelung nicht ab.

15:59 von Spirit of 1492

«Ja genau, Kritik ist nur erlaubt, wenn man unmittelbar betroffen ist.
Deshalb darf ja auch nur derjenige gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen demonstrieren, der unmittelbar in der Einflugschneise wohnt. Und über das Waldsterben dürfen sich auch nur die beschweren, die direkt am Waldrand leben.»

Selbstverständlich ist Kritik auch dann erlaubt, wenn man selbst nicht betroffen ist.

Dennoch sind Ihre beiden obigen Beispiele als "permanente Ereignisse" unsinnig, sie einem vorübergehend gelockerten Lärmschutz während einer ca. 4 Wochen andauernden Fußball WM alle 4 Jahre gegenüber zu stellen.

Aber eben so selbstverständlich ist es erlaubt, auf meine Beiträge mit unsinnigen Vergleichen zu antworten …

Ein Schlag ins Gesicht

all derer, die mit Fußball absolut nichts am Hut haben, und morgens früh zur Arbeit müssen.

Welches Gesetzt wird wohl diesmal durchgepeitscht wird, wenn diese Veranstaltung "von herausragender Bedutung" abläuft?

14:56 von PS 37 dass Nachblieb ein Mann des Friedens

«In : "den letzten Tagen" (so vor nunmehr ca. 2000 Jahren prophezeit) werden schwere Zeiten anbrechen, u.a. werden die Menschen auch rücksichtslos sein.
Bibelbuch "2. Timotheus" Kapitel 3»

Rücksichtslosigkeit auf dem grünen Rasen wird mit der gelben Karte bestraft.
Wiederholte oder gar zu grobe mit der roten.
Der Rotsünder darf erst einmal nicht mehr mitspielen.
Auf dass er in sich gehe, seine Sünden angemessen bereue, und er sich bessere.

FIFA-Regelbuch, welcher Vers genau weiß ich nicht …

Lärmschutz zum 100sten als "unwichtiger" deklariert.

Alles scheint in diesem Land wichtiger zu sein als Lärmschutz. Wichtiger, als Lärm zu beseitigen, der krank macht. Die Infrastruktur ist wichtiger (Autobahnen, Gleise), die Religion ist wichtiger (Glocken) und auch das Sportgucken ist wichtiger als die Gesundheit.

Es ist eine Frechheit, dass die Interessen der Schwachen (Alte, Kinder) erst mitten in der Nacht berücksichtigt werden. Dann dürfen sie schlafen. Das "internationale Ereignis" ist wichtiger als der Schlaf und die Gesundheit.

Lärmschutz ist wesentlicher Bestandteil des Umweltschutzes. Und der wird mit dieser Entscheidung mal wieder mit Füßen getreten.

@ schabernack um 16:29

Sie schrieben:
"Selbstverständlich ist Kritik auch dann erlaubt, wenn man selbst nicht betroffen ist.

Dennoch sind Ihre beiden obigen Beispiele als "permanente Ereignisse" unsinnig, sie einem vorübergehend gelockerten Lärmschutz während einer ca. 4 Wochen andauernden Fußball WM alle 4 Jahre gegenüber zu stellen.

Aber eben so selbstverständlich ist es erlaubt, auf meine Beiträge mit unsinnigen Vergleichen zu antworten …"
Sie haben aber nunmal in dem Beitrag, auf den ich mich bezog, mit der fehlenden "Betroffenheit" und nicht mit der temporären Begrenztheit argumentiert. Insofern sind meine "Vergleiche" diesbezüglich nicht "sinnlos".

Leute,

lasst doch die Kirche im Dorf oder die Moschee in der Madina. Da geht es um eine Handvoll Spiele, wenn Deutschland überhaupt ins Finale kommt und ich gehe mal davon aus, dass die Feiern nach einem gewonnen Vorrundenspiel gegen Südkorea nicht extrem überschwänglich ausfallen. Was sollen Leute sagen, die an einer Bahntrasse oder an der Straßenbahnlinie wohnen? Die haben den Lärm mehrmals täglich rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr. Aber bei den Fußballhassern, den Freudlosen und den nichts gönnenden Spießern steigt ja schon 2 Monate vor Anpfiff der Blutdruck

18:44 von Spirit of 1492

«Sie haben aber nunmal in dem Beitrag, auf den ich mich bezog, mit der fehlenden "Betroffenheit" und nicht mit der temporären Begrenztheit argumentiert. Insofern sind meine "Vergleiche" diesbezüglich nicht "sinnlos".»

Lassen Sie uns nicht streiten.
Einigen wir uns auf 50:50.

In Ordnung?

"Bundesrat ermöglicht spätes Mitfiebern bei der WM"

Ja das ermöglicht doch mit kleiner Besetzung das ein oder andere Gesetz im Parlament durch zu winken, den Fußball ist nun mal wichtiger.

Unnötige Aufregung

Schaut euch einfach mal den Spielplan an. Ganz viele Spiele sind an Nachmittag oder frühen Abend. Glück gehabt. Russland liegt zeitlich vor uns.
Ich spar‘ mir mein Adrenalin für Gelegenheiten auf, bei denen sich die Aufregung lohnt.
Viel Spaß allen Fans.

Ist Russland nicht ein paar

Ist Russland nicht ein paar Stunden in der Zeit voraus? Also wenn dort 20 Uhr ist, dann bei uns erst 18 Uhr oder 19 Uhr. Wieso also muss es "späte Spiele" geben?

Am 27. April 2018 um 20:14 von zyklop

"Ist Russland nicht ein paar Stunden in der Zeit voraus? Also wenn dort 20 Uhr ist, dann bei uns erst 18 Uhr oder 19 Uhr. Wieso also muss es "späte Spiele" geben?"

Je nachdem, wo in Russland gespielt wird. Bei Jekaterinburg sind es schon mal 3 Stunden Zeitunterschied.

20:14 von zyklop

«Wieso also muss es "späte Spiele" geben?»

Europa ist "der wichtigste Fußball-Markt"
(13 qualifizierte Nationen + Russland als Gastgeber).

Wenn immer möglich, werden die Partien von der FIFA so angesetzt, dass sie spätestens ab dem Achtel-Finale um 16:00 / 20:00 MESZ beginnen.

Einschaltquoten, Werbeeinnahmen, usw.

@20:29 von ex_Bayerndödel

„Wieso also muss es "späte Spiele" geben?“

Weil dann die Einschaltquoten und die Werbeeinnahmen höher sind.

Public viewing, ha ha

Diesen Ausdruck verwenden nur die Amerikaner, wenn ein Toter noch einmal für alle Interessierten gezeigt wird.

Am 27. April 2018 um 15:32 von schabernack

Sie missverstehen mich da irgendwie.
Mir geht es primär auch nicht um den Lärm selbst, sondern um die Art und Weise wie es "legitimiert" wird!

Lärm, gerne!
Aber dann eben für alle!
Nicht nur Fußball!

Wie sieht es mit ausländischen Mitbürgern aus, die haben auch ein Recht auf solche Sonderbehandlung. Dort gibt es auch Anlässe mit "herausragender Bedeutung"!
Wollen Sie nun diesen verwehren?
Wie sieht da die Argumentation aus?
Verbot weil Minderheit, sprich kein "finanzielles" Interesse?
Ist das nicht Diskriminierung?

20:55 von altmatzi

«Public viewing, ha ha
Diesen Ausdruck verwenden nur die Amerikaner, wenn ein Toter noch einmal für alle Interessierten gezeigt wird.»

Die Deutschen sind da immer "besonders kreativ", wenn es darum geht, englisch-sprachige Begriffe in der eigenen Sprache in einer "abseitigen Bedeutung" zu verwenden.

So wie auch bei "Handy".
Darunter versteht man in den USA ja auch etwas ganz anderes als ein "Mobile Phone" …

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