Ihre Meinung zu: PanamaPapers bescheren Deutschland Millionen-Einnahmen

26. April 2018 - 18:00 Uhr

Finanzbehörden in ganz Deutschland haben mit Hilfe der Daten der PanamaPapers rund 140 Millionen Euro kassiert. Das haben Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" ergeben.

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Kommentare

Welche Einnahmen hätte Deutschland erst....

....wenn es Daleware-Papers gäbe!

Aber das ist wohl Sinn und Zweck der ganzen Geschichte gewesen. Schwarzgeld auf das US-Festland zu transferieren, um die dortigen, gewaltigen Defizite zu finanzieren.

140 Millionen... klingt viel ist es das?

Angeblich sind doch diese Briefkastengeschäfte legal. Würde von VW, Deutsche Bank etc immer so erzählt. Ich denke wenn jeder Gewinn der in Deutschland erzielt wird Auch hier versteuert werden würde dann könnten wir intakte Schulen, Straßen etc haben und den Rentnern eine faire Rente zahlen. Wann müssen Facebook, Google, Amazon etc endlich gerechte Steuern zahlen?

Ein großer "Makel" scheint es ja nicht zu sein, da genannt zu ..

...werden:
"...Tausenden Bundesbürger, unter ihnen der Privatagent Werner Mauss, Bundesverdienstkreuzträger, Adlige sowie ehemalige Siemens-Manager. Außerdem tauchen in den Daten mindestens 28 deutsche Banken auf."

Und dass der ukrainische Präsident Poroschenko, der laut FAZ in kürzester Zeit sein Vermögen versiebenfacht hat, da aufgeführt ist, hat meines Wissens auch noch zu keinen fiskalischen oder sonstigen Konsequenzen von unserer Seite geführt.

@sprachloser...Wie wären € 923 Mrd.?

Das ist der Target-2 Positiv-Saldo der Buba (Forderung der Dt. Bundesbank gegenüber anderen Europ. Zentralbanken).
Ursprünglich war angedacht, dass der Saldo am Ende jeden Valutatags auf Null steht.

Wie viele Schulen und Strassen könnte man damit bauen?

Beruhigungspille

Die 140 Millionen Euro sind kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, wie viele Milliarden dank einer von Lobbyisten geschriebenen Steuerpolitik am Staat vorbeigehen.

Darüber hinaus steht Deutschland in Sachen "Steuerparadies" weltweit auf Platz 8 und damit weit vor Panama.

5 Mio. vs. 140 Mio.

Kein schlechter Deal, möchte man meinen. Dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass damit nur die Spitze eines Eisbergs abgeschmolzen wird und die Finanzämter auch weiterhin Orte der Ahnungslosigkeit bleiben. Aufdeckung gut und schön - aber Steuergerechtigkeit ist nur dann gegeben, wenn solche Schlichen a priori vereitelt werden.

17 Millionen von den Steuerhinterziehern direkt

Davon 50% Strafzahlungen bleiben 8,5 Mio bei denen der Verdacht besteht es wäre Steuer hinterzogen worden. Bei rund der hälfte handelt es sich um Steueransprüche bei denen der Betroffene den Rechtsstreit fürchtet, sich also das Risiko eines Verfahrens, bei berechtigter Hoffnung es könne auch zu seinen Gunsten ausgehen, vermeidet.
Bleiben also noch 2 Mio hinterzogene Steuern. Das schaffen die Gewerbetreibenden einer deutschen Kleinstadt von 5 Tausend Einwohnern, mit ihren Angestellten locker in einem Jahr.
Viel Lärm um Nichts.
Seltsamerweise wurde der Milliardensteuerschaden der durch Konsignationslager die etwa die Fa Amazon unterhält bislang nur bei den schwächsten der Beteiligten aufgearbeitet.

@ sprachloser

... und den Rentnern eine faire Rente zahlen.

Was hat das mit den Panama Papers zu tun? Die Rente berechnet sich nach Beitragszahlung aus der aktiven Arbeitszeit (sog. Beitragspunkte). Wer seine Rente unfair findet, hätte eben mehr einzahlen müssen.

Nur 140 Millionen?

Das rechtfertigt kaum den Aufwand. Nach Abzug aller Gehälter und Justizkosten eventuell sogar ein Zusatzgeschäft. Steuergeldverschwendung, um den buckelnden Michel an der Steuerkandare zu halten?

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