Ihre Meinung zu: Streit ums Kruzifix: CSU nennt Kritiker Religionsfeinde

26. April 2018 - 15:41 Uhr

Im Streit um die Kreuz-Pläne der bayerischen Regierung holt die CSU zum Gegenschlag aus. Generalsekretär Blume warf den Kritikern vor, Religionsfeinde zu sein. Doch die Kritik hält an.

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Kommentare

Wadenbeißer halt

CSU-Generalsekretär sein heißt immer schön unter die Gürtellinie zielen, das ist da Einstellungsvoraussetzung. Da passt natürlich auch so ein unterschwelliger Antisemitismus-Vorwurf ganz prima ins Konzept.

Und sich mit der Kritik inhaltlich auseinanderzusetzen wäre ja auch kontraproduktiv. Immerhin kam ein Großteil davon aus den christlichen Kirchen. Das sind also alles Religionsfeinde. Damit wäre dann das Erdogan-Niveau deutlich unterschritten.

Dass hier von der werten CSU ist einfach nur völlig gaga!!

Dass hier von der werten CSU in der Sache:

https://www.tagesschau.de/inland/bayern-kreuz-101.html

Im Streit um die Kreuz-Pläne der bayerischen Regierung holt die CSU zum Gegenschlag aus. Generalsekretär Blume warf den Kritikern vor, Religionsfeinde zu sein. Doch die Kritik hält an.

ist einfach nur völlig gaga!! Denn die werte CSU verstößt gegen das Grundgesetz Artikel 140!! Dieses Kreuz ist ein religiöses Symbol und damit verstößt die werte CSU gegen das Neutralitätsgebot im Grundgesetz!! Und ich bin nun wahrlichst keine Religionsfeindin, wenn ich sage dass diese Kreuze in Behörden, in Gerichtssälen und in Schulklassenzimmern nichts zu suchen haben sondern nur in

a) Kirchen
b) Räumen des Religionsunterrichts in Schulen
c) sonstigen religiösen Räumen wie Kapellen in Krankenhäusern oder andere Kapellen
d) zu Hause in privaten Herrgottsecken wenn man sowas unbedingt haben muss!

Sogar der oberste bayerische Heimatpfleger hat schon auf TZ gegen Söder geschossen heute.

"Religionsfeinde"

Die Kritiker der neuen Regelung bezeichnete er als "unheilige Allianz von Religionsfeinden und Selbstverleugnern".

In anderen "Kulturkreisen" wird dafür glaube ich das Wort Ungläubige verwendet.

Gehts noch?!

Mit der gleichen kranken Verbohrtheit ...

könnte man je ein Buch von Descartes, Hegel und Darwin an die Wand nageln, das käme zwar den Sinn eines Buches nicht entgegen, aber dem Sinn der europäischen Kultur, die nämlich der Aufklärung in viel höherem Maße verpflichtet ist, als irgend einem Götzen Kult.

Was uns in der BRD noch fehlt

Was uns in der BRD noch fehlt ist ein Religionsstreit.
Das Grundgesetz regelt unmissverständlich die Trennung von Staat und Kirche!
Und die Religionsfreiheit.
Die erste Maßnahmen dazu sollte heutzutage sein, dass Kinder und Jugendliche unter 18 vor dem Einfluss jeglicher Religion geschützt werden müssen!
Auch vor dem religiösen Einfluss ihrer Eltern oder sonstiger Erziehungsberechtigten.
Freiwillige Besuche von religiösen Veranstaltungen jeglicher Art dürfen erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres erlaubt sein!
Das wäre ein sinnvoller Beitrag zum Jugendschutz.
Und selbstverständlich muss jeder Einfluss religiöser Organisationen auf den Staat verboten werden.
Nur so gelingt die Trennung von Staat und Kirche!

Das könnte eine

interessante emotionale Diskussion werden.

Als Agnostiker bin ich gespannt, die Argumente "neutral" bewerten zu können.

Trennung von Staat und Religion

Dieses Gebot bedeutet nicht die Einhaltng eines Gesetzes nach Schema F sondern sollte eine Leitlinie bei allem politischen Wirken sein. Ein Amt ist für alle Bürger da. Und jeder Bürger hat das Recht, sich gleichermaßen willkommen zu fühlen. Dabei ist es schnuppe, ob man nur am Kreuz in der Lobby vorbeigeht oder im Büro des Sachbearbeiters 1/2 h darunter sitzen muß.
Wer kein Christ ist, wird durch die CSU ausgegrenzt: "Ihr" gehört nicht dazu. Und das geht nicht.
Kleiner Literaturtip zum Thema: mal wieder Lessings Nathan lesen, insb. die Ringparabel.

Gehts noch?

In den letzten Jahren haben sich CSU-Politiker das Provozieren von der AfD abgeschaut - aber, diese Art, jegliche Kritiker zu diffamieren ist ein Trick, den man eigentlich eher von Erdogan und Co kennt. Selbst wenn ich gläubiger Christ wäre, würde mir bei einer solchen Aussage der Kragen platzen - denn so geht man nicht mit anderen Menschen um.

Religiöse Symbole allgemein

Religiöse Symbole allgemein gehören nicht in staatliche Einrichtungen, wenn sie nicht grad irgendwelche Gebetsräume oder etwas ähnliches zur Verfügung stellen.
In den Büros, wenn die dort arbeitenden so etwas für sich aufhängen ist vollkommen ok (aus meiner Sicht), immerhin müssen die dort den ganzen Tag sitzen und sollten sich daher auch den Raum etwas persönlicher gestallten können, wenn sie es denn wollen.
Die CSU sollte sich lieber mal fragen was für Christliche Wertvorstellungen sie den überhaupt noch hat und warum man lieber Religion und Politik nicht vermischen sollte.

Gutes draus machen

Ich kann all die unterschiedlichen Ansichten verstehen. Vielleicht koennte man das Aufhaengen mit einem feierlichen Akt verbinden? Es waere ja nur dann sinnentleert wenn man sich den Sinn nicht bewusst macht. Und nein, um entsprechenden Argumenten zuvorzukommen, man braucht nicht immer dann wenn man Gutes aus der Geschichte feiert und ehrt auch an das Schlechte zu erinnern.

Religionsfeinde

Kirchen und Obrigkeitsfeinde .. ja dazu zähle ich mich! .. Religion ist etwas ganz anderes .. nicht dort wo C dran steht ist auch Christ drinnen.

Mit etwas Gelassenheit und Toleranz

kommt man ohne Aufregung aus.

Kritik

Verbietet die Religionen, dann hätten wir ein großes Problem weniger. Es geht, in welcher auch immer, um Macht.

Es wird immer unerträglicher,

Es wird immer unerträglicher, wie Blume, Söder und Co das Kreuz politisch instrumentalisieren. Das verletzt meine religiösen Gefühle als Christ massiv. Es geht diesen Herren um Stimmungsmache vor den Landtagswahlen aus Angst vor der afd, und es scheint Ihnen egal, ob dafür das Kreuz missbraucht wird: Der Mann aus Nazareth stand zeitlebens für das Einreißen der falschen Grenzen zwischen Juden und Samaritern, zwischen arm-gehaltenen und ausbeutenden, zwischen Männern und Frauen, zwischen Guten und Bösen (weil das bis heute eine Strategie des Machterhaltes und der Diskriminierung ist); er steht dafür, im Gesicht des geringsten Nächsten Christus zu sehen. Und jetzt verhöhnen Leute, die das "c" im Namen führen, dass christliche Symbol für eine engstirnige wie engherzige "Leitkulturpolitik". Man möchte Ihnen sagen: Dann nagelt konsequenterweise meinetwegen eine Lederhose an die Wand, aber instrumentalisiert nicht das Kreuz.

wenn die Politik nicht mehr

wenn die Politik nicht mehr gewünscht wird, wird einfach mal wieder das C betont, eine Irrsinnige Forderung in den Raum gestellt und Kritiker als Religionsfeinde beschimpft
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vielleicht klappt das in Bayern aber ich denke selbst die fallen mittlerweile nicht mehr auf so einen plumpen versuch herein
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wie sieht eigentlich die CSU position zu Flüchtlingen aus? was machen Sie zu abfedern des Atomausstiegs? wo in Bayern soll eigentlich der auch für Ihre industrie nötige Atommüll endgelagert werden und wird dort überhaupt nach einem Ort gesucht? wie wird gegen mietpreisexplosion vorgegangen, was ist mit Pflegekräftemangel, ist man für die einführung der Wehrpflicht um auch wieder Zivildienstleistende zu haben
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und so weiter und so weiter, jedem fällt bestimmt noch was ein was diskutiert werden könnte und Wir reden hier über mit Zwang aufzuhängende Glaubenssymbole ohhh man

Religionsfeinde

Wen soll das denn beleidigen: Religionsfeind? Ist doch mein gutes Recht ein Feind jeder Religion zu sein, oder? Im Namen von Religion wurden und werden Kriege geführt und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Ich will damit nichts zu tun haben. Ich finde es auch eine Zumutung, daß ich Sonntags von Kirchengebimmel geweckt werde. Ein Muezzin wäre mir auch nicht lieber.

Und noch etwas anderes: "Wer ein Kreuz aufhängt, legt ein Bekenntnis ab." Wenn aber der Staat seine Angestellten anweist ein Kreuz aufzuhängen, legt der Staat ein Bekenntnis ab. Das Widerspricht ja wohl doch dem Grundgesetz.

Streit ums Kruzifix

Da wird Religion, Kirche, Staat und Glauben so heftig verwurschtelt, dass einem schwindelig werden muß.
Anstatt Kruzifixe zu verordnen, sollte sich die CSU mal mit dem 1. Buchstaben in Ihrem Namen beschäftigen.
Der Mißbrauch von Religion und Glauben ist einfach entwürdigend.
Und dasglobal und konfessionsunabhängig!

ja ich bin ein religionsfeind!

denn ich bin 'freidenker' also ohne glaubens-bekenntniss in irgend eine richtung.
es war eigntlich eine gute entwicklung, das sich auch in bayern langsam aber sicher kirche und staat weiter trennte, aber es scheint derzeit einen grossen schnellen rückschritt richtung 18. jahrhundert zu geben, auch mit blick auf die anstehenden wahlen. was man da auch immer so toll dran finden will und glaubt damit stimmen ergattern zu können.....

Ist es wirklich so, …

… dass Generalsekretär Blume den Kritikern der „Kreuz-Pläne“ vorwirft, Religionsfeinde zu sein? Wieso erinnert mich das an Regierende in verschiedenen Teilen der Welt, die jeden, der etwas an ihrer Politik kritisiert, als Feind bezeichnen – und zwar gleich des ganzen Landes, des Volks, der Nation o. ä.? Steht nicht aktuell eine Sendung namens „Die sieben größten Tricks der Populisten“ in der ZDFmediathek, in der genau diese Art, mit Kritik umzugehen, als einer dieser Tricks aufgeführt wurde? Fragen über Fragen …

Mit dem Begriff "Religionsfeinde" aus staatlichem Munde

sollte man hochvorsichtig sein! Das ist dann schon fast Taliban-Diktion und gehört nicht in einen Staat, in dem die Trennung von Staat und Kirche Priorität hat.
Wenn Herr Söder gern in seinem Amtszimmer das Kreuz aufhängt, kann er das gerne tun, selbst in einer Schulklasse mag das gehen, wenn alle Eltern einverstanden sind.... Ansonsten hat ein Religionssymbol in öffentlichen nicht-kirchlichen Gebäuden nichts verloren.

Ja, alle die den Missbrauch Jesu

als Wahlhelfer kritisieren, sind Antichristen. Denn in der bayerischen Bibel steht schon seit langem geschrieben: Was der CSU nutzt, nutzt dem Volk und ist vor Gott wohlgetan.

Vorgeschriebenes Bekenntnis?

"Die CSU hat Kritik an den Kruzifix-Plänen der bayerischen Landesregierung zurückgewiesen. "Wer ein Kreuz aufhängt, legt damit ein Bekenntnis ab und muss sich nicht rechtfertigen", sagte Generalsekretär Markus Blume dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland"."

Momentchen.
Ich las, dass den bayrischen Schulen und Behörden vorgeschrieben werden sollte, ein Kreuz aufzuhängen.

Nun, die Durchführung einer von oben vorgeschriebenen Handlung mag alles sein, aber kein "Bekenntnis"! Dieses können ja nur Einzelne ablegen, und zwar komplett freiwillig.

Sollen also vorschriftsgemäß Kreuze aufgehängt werden müssen, dann handelt es sich eher um die Behauptung des christlich geprägten Raumes und der Tradition, um neuen, anderen Einflüssen etwas entgegenzusetzen. Hier könnte man durchaus Rechtfertigungsbedarf sehen (ich selbst finde allerdings den Versuch, das Geliebte und Gewohnte der Heimat beizubehalten, schon allein durch die Wahrung der Interessen der "schon länger hier Lebenden" gerechtfertigt.).

Erdoganesk

Was für ein absurdes Theater. Da erklärt die CSU zum Einen, das Kreuz sein kein christliches, sondern ein kulturelles Symbol.

Dann erklärt sie jeden, der das Aufhängen des Kreuzes in staatlichen Gebäuden kritisch sieht, zum Religionsfeind (komisch, dass die härteste Kritik aus christlichen Kreisen kommt).

Auch die Behauptung "Aus der Multikulti-Ecke kommt kein hartes Wort gegen den neuen Antisemitismus" ist das Gegenteil der Realität und ein Versuch, die Wahrheit ins Gegenteil zu verkehren.

Warum erinnert mich dieses Vorgehensweise an Trump und Erdogan? Wer nicht ohne Einschränkung für mich ist, ist mein Feind? Was interessiert mich die Wahrheit, wenn die fake news mir nützen?

Sehr entsetzlich.

Wer sich mit christlicher Prägung schmückt

Die CSU schmückt sich ja gerne mit christlicher Prägung, aber mir war so, als müsste man dann auch dementsprechend christlichen Werten folgen. Davon sehe ich aber gerade bei dieser Partei herzlich wenig.

Ja mei, man ist halt eben so ein bisschen von sich aus christlich, ohne was dazu zu tun. Ja, die CSU pocht vor allem auf Werte für die man selbst gar nichts zu tun braucht, in die man sozusagen entweder hinein geboren wird, oder eben nicht und wenn man nicht hineingeboren wurde, dann lassen sich diese Werte auch "auf gar keinen fall" vermitteln.

Freilich sind unvermittelbare Werte irgendwie traurig. Denn was ist die bayrische "Hochkultur" schon wert, wenn niemand sie versteht.

Wenn sie (die CSU) nun alles mit Kreuzen zukleistern will, weil sie sich (vermutlich) aus guten Gründen vor den eigenen Abgründen fürchtet, ist das letztendlich nur ein weiterer Beweis dafür das dieser Partei Polemik wichtiger ist, als echte Lösungen.

Sorry,

liebes Bayernvölkchen das wenn es Hunger hat in die Täler kommt ,hier in der BRD haben wir Religionsfreiheit d.h. Religion ist Privatsache u. hat als Symbol oder sonst wie sichtbar nichts an öffentl. Einrichtungen auszuhängen auch wenn es jahrzehntelang so üblich war!
Darum sind sie auch erst universell verheiratet wenn sie universell beim Standesamt heiraten.Das andere ist eben nicht universell!!
Mit Symbolen oder Uni-formen-itäten ist das so eine Sache? Man kann dich sofort zuordnen oder zur Ordnung rufen bzw. vorschreiben das zu tun oder zu denken was der üblicherweise entsprechende Vordenker dir vorgibt? Genau das wollen wir hier mit unserer freiheitlichen Grundordnung;Demokratie;Gewaltenteilung;Gewaltmonopol des Staates garantieren ! Das geht nicht wen sich Religionen oder rote Nasen darüber hinwegsetzen u. das auch nur potenziell!!
Das gillt übrigens auch für unsere Vorturner vom Staat bzw. aller dieser Vertreter u. sogar auch die in volkstümlicher Tracht!

Feind ?

Man kann Religion (ebenso wie Ausländer) skeptisch betrachten, ohne eine feindliche Gesinnung zu haben. Der absurde Vorwurf der Feindschaft ist lediglich ein Hinwegtäuschen über die argumentative Dürftigkeit des eigenen Standpunktes.

Nicht nur der Islam gehört nicht zu Deutschland. Keine Religion gehört zu irgendeinem Land sondern hat ausschließlich Privatsache zu sein, mit der man andere nicht zu behelligen hat.

Mit Söder erst mal abstimmen...

Wieso jetzt Religionsfeinde ? Es ist doch gar kein religiöses Symbol.... sondern ein kulturelles.

Welch Ironie

Gerade die Partei, die christliche Werte immer wieder mit den Füßen tritt, spielt sich nun als "Retter" der christlichen Glaubensgemeinschaft auf. Anstatt Religion auf einem Symbol zu reduzieren, sollte sich die CSU lieber für Toleranz und soziale Werte einsetzen. Denn Glauben trägt man im Herzen und hängt ihn nicht an die Wand.

Falls der CSU tatsächlich

Falls der CSU tatsächlich etwas am Christentum liegt, dann wäre ihr gut beraten sich dementsprechend zu verhalten, statt mit Symbolen und leeren Sprüchen das Christentum für ihre eigene Politik zu missbrauchen.
Mir scheint, dass man sich innerhalb der CSU gerne mit dem Christentum schmückt ohne diesen zu kennen oder zu begreifen.
Die Arroganz der CSU reicht sogar soweit, Kritiker innerhalb der Kirche als "Allianz der Unheiligen" zu beschimpfen

"Aus der Multikulti-Ecke kommt kein hartes Wort gegen den neuen Antisemitismus,..."

Hier liegt der Hund begraben. Es geht nicht um Kreuze, christliche Werte sondern schlicht um Anti Multi Kulti und Anti Islam

KREUZPLÄNE

Missbräuchlich Vereinnahmung des christlichen Symbols für durchschaubare politische Zwecke, dazu die Anmaßung eines Herrn Blume, anders-"denkende" als Religionsfeinde zu bezeichnen !

Krizifix versus Kopftuch, Turban oder Kippa

Mir scheint dass alle die, die sich hier gegen das Kruzifix aussprechen sich aber mit gleicher Vehemenz dafür aussprechen, dass andere Religionen ihre Symbole tragen dürfen, z. B. ein Kopftuch, ein Turban oder eine Kippa. Warum sollen wir Christen das nicht dürfen? Warum muss ausgerechnet die (noch) Mehrheit in diesem Land sich verleugnen und verstecken? Das erkläre mir mal jemand.
Wenn die Bayern sich mehrheitlich (und demokratisch) für christlich geprägt erklären und outen wollen, warum sollen sie das nicht dürfen? Ich würde das auch gerne tun dürfen...

Streit-warum?

Ich bin Atheist.
Wenn ich auf eine Behörde gehe und dort eine Beamtin muslimischen Glaubens sitzt-trägt sie doch auch ihr Kopftuch als sichtbares Glaubensbekenntnis.
Da wir ja tollerant sind,sollte man auch tollerieren,das auf Behörden das Kruzifix als Glaubensbekenntnis zu sehen ist.
So viel Tolleranz sollte sein.

Wir haben eine Trennung von Staat und Kirche

Daher sind die zwangsverordneten Kruzifixe eine Zumutung.
Rund ein Drittel aller Menschen in Deutschland sind konfessionslos oder Atheisten. Für diese stellen Kruzifixe in staatlichen Gebäuden eine Zumutung da.
Kruzifixe gehören in Kirchen und nirgendswoanders hin!

Söder will provozieren

Es ist doch klar, was Sache ist:

Die CSU sucht die Kontoverse im Vorfeld der Landtagswahl.

Deswegen wird bis zur Landtagswahl mit allen Mitteln versucht werden, die Politiker der anderen Parteien in Bayern zu Reaktionen herauszufordern und auf's Glatteis zu führen.

Das Aufhängen von Kreuzen ist Söder vollkommen wurscht, es geht nur um's Provozieren.

Generalsekretär Blume

>> Kritikern aus den Reihen der Grünen hatte er zuvor bereits eine verkehrte Weltsicht vorgeworfen. Er schrieb bei Facebook: "Aus der Multikulti-Ecke kommt kein hartes Wort gegen den neuen Antisemitismus, aber gegen christliche Symbole im Alltag wollen sie mit Vehemenz vorgehen."<<

Der Herr Generalsekretär war gestern wohl nicht bei "Berlin trägt Kippa" in der Fasanenstraße.

Na ja, man kann nicht überall sein, und für einen echten CSU-Bayern ist der Rest der Republik wohl sowieso uninteressant. Und Berlin, dieses rotgrüne Multikultinest, ganz besonders.

Tolles Comeback von der CSU...

Mann, da fühle ich mich jetzt aber eines besseren belehrt, danke CSU! Ich bin selbst in einer "christlich"-westlichen Familie aufgewachsen, sehe mich wie viele meiner Familienmitglieder aber als Atheist.

Ich fände es befremdlich, auf der Behörde gezwungenermaßen mit religiösen Symbolen jeglicher Art und jeglichen Glaubens konfrontiert zu werden. Damit meine ich: Kreuze in jedem Zimmer weil von der Regierung vorgegeben (ich schließe hiermit aber Kippas und Kopftücher sowie private Glaubensbekenntnisse von Beamten und Mitarbeitern grundsätzlich von meinem Statement aus, das soll man denen schon selbst überlassen).

Überhaupt soll Deutschland doch eigentlich eine säkulare Gesellschaft sein. Kreuze haben in Klassenzimmern und staatlichen Behörden nix zu suchen. Da kann man mich ruhig zu den "Religionsfeinden und Selbstverleugnern" zählen. So ein Kommentar ist von Politikern unseres Landes überhaupt völlig unangebracht.

Streit ums Kruzifix: CSU nennt Kritiker Religionsfeinde

Und nach der Landtagswahl in Bayern kommen dann die kirchlichen Symbole wieder weg? Oder? So ein Kommentar ist von Politikern unseres Landes überhaupt völlig unangebracht. Sogar der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Bayern und die Evangelische Jugend Bayern haben in einem gemeinsamen offenen Brief an die bayerische Staatsregierung geschrieben, dass das Ursymbol des Christentums instrumentalisiert und als Ausgrenzungssymbol missbraucht werde. Kirche und Politik sind sogar mit unserem GG nicht vereinbar. Da kann Ministerpräsident Söder (CSU) trotzdem weiter sagen, dass das “Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns” ist. Wer wählt deshalb den Söder und die CSU?

Religionskritik unerwünscht?

@spd

Volle Zustimmung. Leider fehlt die vollkommen freie Diskussion um die Religion in Deutschland, und wird vermutlich auch weiterhin fehlen, solange es z.B. den Blasphemiepararaph immer noch gibt.

Auf der einen Seite wird immer hochgehalten wie säkular Deutschland sei. Wer dann aber Probleme anspricht wird als "Religionsfeind" bezeichnet, oder das andere Modewort, Islamophob. Einfach nur säkular zu sein, das ist etwas geworden, was anscheinend viele nicht (mehr?) verstehen.

Ich sehe mich wieder und wieder in eine Ecke gestellt, in die ich nicht hineinpasse, einfach nur deshalb weil ich (jede Form von) Religion kritisch sehe. Dabei halte ich mich schon sehr zurück.

Die "unchristliche" CSU. Das Kreuz ist kein religiöses Symbol

(Söder).
Vermutlich hat er da in größerem Maße Recht, als ihm das bewusst ist.
Für die Christen war das Kreuz ein Symbol der Schande. (Unehrenhafter Tod bei dem Römern).

Sie bevorzugten bekanntlich (?) den Fisch, nach den griechischen Anfangsbuchstaben.

Das Kreuz wurde von Konstantin als einheitliches Zeichen seiner Macht benützt.
Im Mittelalter ("Kreuzzüge") war es für nicht freiwillig sich Unterordnende durchaus auch ein Symbol der Gewalt.

Aber wie schon erwähnt: Erfahrungen mit der CSU zeigen: Keine der anderen Parteien verhält sich in der Praxis so offenkundig "unchristlich".

Saudi-Bavarien ???

Zitat: "Generalsekretär Blume warf den Kritikern vor, Religionsfeinde zu sein."

Ich bin entsetzt.

Das ist eine schier unfassbare Äußerung für einen dt. Politiker.

Was hat die CSU als nächstes vor ?

Wird der Freistaat Bayern bald umbenannt in "Gottesstaat Bayern" ?

Wie wird man mit den sogenannten "Religionsfeinden" umgehen ?

Wird eine Religionspolizei etabliert, die diesen Menschen nachstellt ?

Wie werden denn dann die Strafen aussehen ?
Historische Vorbilder gibt es ja zu Genüge, an die man anknüpfen könnte.

Kann man Politiker, die sich zu solchen Äußerungen versteigen noch als auf dem Boden des Grundgesetzes stehend bezeichnen oder sind das radikale Christianisten, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollten ?

Von den Werten der Aufklärung scheinen sie sich ja verabschiedet zu haben.

Gruß, zopf.

verkehrt gewickelt

Der Mann ist noch neu im Amt und hat da wohl was verwechselt.

Im Zeichen des Kreuzes wolle es sich CSU nochmals mit den Ankerzentren überlegen. Dass in alle bayrischen Behörden ein Anker gehängt werde sei allerdings beschlossene Sache.

Ja ok, wers mag. Sehen wir dem Amtsneuling seine groben Ausrutscher nach und gönnen ihm seine Anker.

@Cari

Zitat: Mir scheint dass alle die, die sich hier gegen das Kruzifix aussprechen sich aber mit gleicher Vehemenz dafür aussprechen, dass andere Religionen ihre Symbole tragen dürfen, z. B. ein Kopftuch, ein Turban oder eine Kippa. Warum sollen wir Christen das nicht dürfen? Warum muss ausgerechnet die (noch) Mehrheit in diesem Land sich verleugnen und verstecken? Das erkläre mir mal jemand.

Das ist sehr einfach erklärt. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Es ist nicht das Gleiche, wenn eine Person ein Kopftuch trägt und in Behörden Kreuze hängen. Das gleiche ist, wenn jemand Kopftuch trägt und jemand anders eine Halskette mit einem Kreuz. Und dagegen hat absolut niemand was. Kapiert?

@15:53 von nie wieder spd

"Die erste Maßnahmen dazu sollte heutzutage sein, dass Kinder und Jugendliche unter 18 vor dem Einfluss jeglicher Religion geschützt werden müssen!"

Das ist nicht machbar und in einer funktionierenden Demokratie auch Unsinn. Oder wollen sie den vielen Pfarrern in diesem Land die Kinder wegnehmen um sie vor den religiösen Eltern zu schützen?
Auch ich bin in ätzend frommer Umgebung aufgewachsen. Trotzdem (oder gerade deswegen) habe ich sehr früh den Glauben an einen Gott verloren. An meinem guten Verhältnis zu meinen Eltern hat das nichts geändert.

Religion ist Macht

Die CSU hat eines verstanden: mit Religion kann man Macht ausüben, wenn man sie als Waffe verwendet.
Alle rationalen Argumente werden über den Haufen geworfen und jeder Stuss ohne zu hinterfragen hin genommen, wenn man den Leuten nur einredet, "gute Christen" würden das so wollen.
Ich kenne das von meiner Großmutter. Die hat die CSU schon immer gewählt, "weil die doch christlich sind". Inhalte waren ihr und vielen anderen Wählern schon immer egal.

Wann immer Politik und Religion vermischt werden leidet vor allem die Religion darunter. Es hat schon einen Grund, warum die christlichen Kirchenverbände der CSU so oft widersprechen.

Die Kreuze in öffentlichen Gebäuden setzen vor allem ein Zeichen: "Wir" guten Christen sind willkommen, aber "die" un- und andersgläubigen höchstens geduldet.
Genau das ist im Kern religionsfeindlich - selbst gegenüber dem eigentlichen Christentum, das als Waffe missbraucht wird, anstatt (wie Jesus es wollte) Liebe zu verbreiten.

Richtig!

Nur über die Trennung von Staat und Kirche ,steht so im Grundgesetz,wird in Deutschland nur geredet aber nicht danach gehandelt.Und warum wird bei der Vereitigung eines Minsters "der Gott um Hilfe gebeten"?(So war mir Gott helfe??????
Als politisch denkender Mensch aus den "Neuen Bundesländern" ,der fern jeglicher Konfession aufgewachsen ist ,und das ist gut so ,halte ich mich an eine Zeile aus dem Karat-Song "Der Blaue Planet" -"Uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten"!

Religionsfeind?

Moment bitte.

Es hiess: .... das Kreuz solle „sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland .....

weiterhin:

Aussage Herr Söder: „Das Kreuz ist nicht ein Zeichen einer Religion.

Wenn ich das Kreuz in Behörden jetzt ablehne, wieso bin ich dann auf einmal ein Religionsfeind, wo es doch NICHT das Zeichen der Religion ist? Ich müsste dann doch der Feind der Grundwerte der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Dtl. sein, oder sehe ich da etwas falsch?

@16:07 von SGB

Verbietet die Religionen, dann hätten wir ein großes Problem weniger.
Das ist Unsinn. Selbst wenn man religiöse Gemeinschaften verbieten könnte, hätten wir eben andere Probleme. Wie wollen Sie Menschen überhaupt irgendeinen Glauben bzw. eine spezielle Denkweise verbieten, aufgrund derer die Anhänger dieser Denkweise eine Gemeinschaft bilden? Wollen Sie zurück ins Mittelalter mit umgekehrtem Vorzeichen.
Auch Verbote sind Ausdruck von Macht oder auch Machtmissbrauch.

Mahnzeichen

Ich denke, in Bayern waren tatsächlich Kreuze in öffentlichen Gebäuden Tradition, anders als im übrigen Deutschland. Söder frischt somit die Tradition auf und erinnert an das, was die Menschen in Bayern mit Heimat verbinden. Na und? Für mich als "Zugereiste" kann das Kreuz - nicht das Kruzifix, das den Leib Christi zeigt - auch als Mahnmal für den gesunden Menschenverstand gesehen werden: Nicht dem enthirnten Massengebrüll sollst Du folgen, sondern dem selbstlosen vernünftigen eigenen Gedanken, damit so etwas, wie damals in Jerusalem durch die Pharisäer oder später in Deutschland durch die Nazis nie wieder passiert. So gesehen ist das Kreuz auch ein politischer Weckruf.

@16:07 von andererseits

Dann nagelt konsequenterweise meinetwegen eine Lederhose an die Wand...
Galaktisch gute Idee.

@16:07 von MarkSchakal

.. nicht dort wo C dran steht ist auch Christ drinnen.

Erinnert mich an einen Spruch von dem alten Pastor Bodelschwingh: "Nicht unter jeder Haube sitzt 'ne Taube,
mitunter sitzt auch 'ne Krähe drunter."

Feinde der Vertreter des Aberglaubens

das ist wohl eher ein Kompliment

Auf dem Kreuz Jesu Christi

Auf dem Kreuz Jesu Christi steht "INRI" und nicht "MIA SAN MIA". Vielleicht sollte das mal jemand den csu-Herren bei ihren Klausuren in einem bayrischen Kloster vermitteln.

Ich glaube, es hakt langsam

bei den Herrschaften! Wir sind ein SÄKULARER Staat. Religion hat Privatsache zu bleiben. Die Herrschaften sollte man mal vom Verfassungsschutz beobachten lassen.

@16:12 von geist4711

//ja ich bin ein religionsfeind!
denn ich bin 'freidenker'//

Feind sein u n d frei sein schließt sich gegenseitig aus.

16:23, cari

>>Krizifix versus Kopftuch, Turban oder Kippa
Mir scheint dass alle die, die sich hier gegen das Kruzifix aussprechen sich aber mit gleicher Vehemenz dafür aussprechen, dass andere Religionen ihre Symbole tragen dürfen, z. B. ein Kopftuch, ein Turban oder eine Kippa. Warum sollen wir Christen das nicht dürfen? Warum muss ausgerechnet die (noch) Mehrheit in diesem Land sich verleugnen und verstecken? Das erkläre mir mal jemand.<<

Sie dürfen als Christ jederzeit überall ein Kreuz tragen. Oder an Ihrem Haus ein Kruzifix befestigen.

>>Wenn die Bayern sich mehrheitlich (und demokratisch) für christlich geprägt erklären und outen wollen, warum sollen sie das nicht dürfen? Ich würde das auch gerne tun dürfen...<<

Wann haben die Bayern das denn?

Das Anbringen eines Kruzifixes an einem staatlichen Gebäude ist ein hoheitlicher Akt und kein persönliches Bekenntnis, so wie Kopftuch, Turban oder Kippa. Die werden nämlich nicht an öffentlichen Gebäuden angebracht.

Scheinheilig

Bedford-Strohm und Marx haben die christliche Einstellung und die haarsträubenden Aussagen der CSU-Spitze zur Flüchtingsverunglimpfung 2015 der CSU-Granden schon gewürdigt, daß sich diese Anti-Christen als Retter für das Christentum aufspielen ist scheinheilig.
Herr Hose und die beiden christl. Jugendvereinigungen der Kirchen haben völlig Recht, die CSU benutzt das Kruzifix zur Ausgrenzung. Das C in CSU/CDU ist eine einzige Verhöhnung christl. Glaubens. Wer sich so fremdenfeindlich, spalterisch und unfair gegenüber Andersgläubigen und Fremden gebärdet, hat nichts von der Bergpredigt und dem Leben und Streben Christi verstanden. Christ ist man nicht nur am Sonntag, Feiertagen und Gedenktagen.

@cari, 16:23

Mir scheint dass alle die, die sich hier gegen das Kruzifix aussprechen sich aber mit gleicher Vehemenz dafür aussprechen, dass andere Religionen ihre Symbole tragen dürfen, z. B. ein Kopftuch, ein Turban oder eine Kippa.

Da haben Sie aber was gewaltig missverstanden. Auch Christen dürfen natürlich ihre Symbole tragen bzw. an die Wand hängen. Es geht aber ums Müssen. So, als würde angeordnet, dass in allen bayrischen Amtszimmern ein Halbmond hängen muss und die Beschäftigten Kopftücher zu tragen haben. Hätten Sie doch sicher auch was dagegen, oder?

Wie verblödet muss man sein,

Wie verblödet muss man sein, Herr Söder, dass man Kritiker Ihres nationalistischen Ausgrenzungskurses dermaßen diffamiert? Das Christentum ist eine Religion der Toleranz. Wenn die CSU jetzt alle Kritiker mit so einem Argument mundtot machen will, zeugt das von geistiger Armut und dem billigen Versuch, sich dem drohenden Machtverlust bei den nächsten Wahlen, durch ultrarechtes Gehabe entgegenzustemmen. Die CSU begreift schlicht und ergreifend nicht, warum die Menschen politikverdrossen sind. Kurz gesagt: große Klappe und Kraftmeierei und ansonsten nichts. Die Wählerinnen und Wähler werden es hoffentlich nicht goutieren.

Warten auf die Kreuzbestimmung

Dem Kreuz - Ukas müssen ja Ausführungsbestimmungen folgen (Deutsche Kultur: Genau, im Detail, für den Normalbürger nicht verständlich). Und da wir in Bayern sind auch perfekt! Besser als in CDU regierten Regionen denkbar. Zur Anwendung dürfen dann (in öffentlichen Gebäuden in Bayern) nur Kreuze mit dem "Bayernkreuzzertifikat" kommen. Das Kreuz muss Vorgaben entsprechen bezüglich: Material, Dimension, Gewicht, Oberflächenbeschaffenheit, Kantenausfertigung, Farbe, Verzierungen, Inschriften, Aufhängevorrichtungen, christlicher Anmutung, Strahlkraft (gemessen in MikroSöd) und Heimatlichkeit.
Die Kreuze dürfen nur in Bayernoder Ungarn hergestellt sein. Zur Sicherstellung bedarf es der Bestätigung durch das Bayernkreuerzeugerinstitut. Nein, ich bin weder betrunken noch einer Droge verfallen - sehe nur der politischen Realität in ihre Fratze. Leseempfehlung: "Tumult im Narrenhaus" von Lope de Vega!

Das Kreuz ist historisches Kulturgut

so würde ich es benennen. Und ohne Christentum auch kein Atheismus. So widersprüchlich das klingen mag. Nur unser Weg zu dem das Christentum als Wurzel unabdingbar über tausend Jahre dazu gehört und gehörte kam es zur Reformation, Aufklärung usw.
.
Alle anderen Kulturen sind davon weit entfernt. Was ich nicht wertend verstanden wissen möchte. Fakt aber ist,- wir alle sollten uns unsere Kultur und Geschichte nicht schämen oder sie verstecken wollen - wir sollten sie annehmen. Wenn wir uns selbst schon nicht ernst nehmen, oder unsere Geschichte verballhornen, wie können wir eigentlich ernsthaft dann von Migranten erwarten, sich zu integrieren. In was denn überhaupt. Die Diskussion ist albern. Das Kreuz gehört zu uns, wie die Dorfkirchen auf dem Lande, von Nord bis Süd, von West bis Ost. Diese Symbole sind mir jedenfalls lieber, als so mancher Karl-Marx-Gedächtniskopf auf Marktplätzen es je waren

Keine religiösen Symbole in staatlichen Behörden!

@ ChristineL, 26. April 2018 um 19:49:

In staatliche, also religionsfreie Bereiche gehören KEINE religiösen Symbole!

Niemand darf gezwungen werden, ohne sein Einverständnis an religiösen Symbolen vorbeigehen zu müssen, nur um auf einer Behörde öffentlich-rechliche Angelegenheiten zu erledigen, z.B. seinen Ausweis zu beantragen oder abzuholen.

Ungläubig?

Im Islam wäre ich ein Ungläubiger. Hier bin ich also ein Religionsfeind. Zum Glück ist die Inquisition und Hexenverbrennung in Deutschland abgeschafft. Das wird auch die CSU nicht mehr ändern können.

Religionsfeinde?

"Streit ums Kruzifix: CSU nennt Kritiker Religionsfeinde "

Ha, allein schon die Überschrift... Erstens hat Söder selbst noch das Kreuz in diesem Zusammenhang als "nicht-religiös" bezeichnet, weshalb es auch nicht gegen das Neutralitätsgebot verstoße und zweitens kam Kritik an der Aktion auch von der evangelischen und der katholischen Kirche. Bischöfe, Diakone, Pfarrer.... Klar, alles Religionsfeinde!

Man kann sich das eigene Weltbild auch immer so stricken, wie es einem passt. Mit der Realität hat das dann halt nichts mehr zu tun.

Bin mal gespannt, ob die CSU selbst noch merkt, dass sie einen Bock geschossen haben, oder ob wieder das BVerfG eingreifen muss. Obwohl, wir sprechen von der CSU... Na dann, liebe Richter in Karlsruhe: Kopiert schonmal eure Begründung von eurer letzten Kruzifix-Entscheidung. Sieht so aus, als würde sie mal wieder gebraucht.

Und bitte: Es ist 99,9% der Kritiker egal, ob Söder sich ein Kreuz irgendwo im privaten Raum aufhängt. Aber nicht in einer Behörde!

Und was soll aus allem entstehen?

Ich gewinne den Eindruck, daß sich hier zwar langsam, aber dennoch stetig ein Dämon aus seiner Verpuppung schält, der die Gunst der Stunde nutzen möchte, religiöse Verbohrtheit erneut so zu installieren, daß daraus am Ende eine Neuauflage von Inquisition und Hexenverfolgung entstehen kann.

Das ist bedauerlich, denn vor allem wäre die Rückkehr der Vernunft erforderlich und das Rückerinnern daran, daß Glaubensismen, egal in welcher Variante und unter welchem Deckmantel nicht in die Politik gehören.

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