Ihre Meinung zu: Antisemitismus-Beauftragter: "Es fängt mit Kleinigkeiten an"

25. April 2018 - 15:38 Uhr

Bei Übergriffen auf Juden müsse schnell gehandelt werden, fordert der Antisemitismus-Beauftragte der Jüdischen Gemeinde, Königsberg, im tagesschau24-Interview.

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Kommentare

Antisemetismus

Angriffe auf Juden oder auf die jüdische Kultur im Allgemeinen sind absolut nicht zu tolerieren.
Einen Fehler machen allerdings die meisten deutschen (Leit-)Medien:
Kritik am verhalten der israelischen Regierung ist kein Antisemetismus und muss erlaubt sein und ertragen werden.
Sonst wären die israelischen Kritiker der eigenen Regierung ja Antisemiten - was nicht sein kann!

Ach,...

... und ich dachte immer, bei Übergriffen auf Menschen müsste generell schnell gehandelt werden. Schließlich sind wir doch alle gleich, oder?

Parallelen

ich möchte mal einen Gedanken von Prof. Krone-Schmalz aufnehmen, passt in die gegenwärtige Situation:
Die Deutschen stehen aufgrund der 8 Millionen im zweiten Weltkrieg durch Deutsche ermordeten Juden gegenüber in tiefer Schuld. Deshalb sollten wir ihnen gegenüber eine tiefste Zurückhaltung üben.

Im gleichen Krieg wurden durch deutsche auch 20 Millionen Russen umgebracht. Sollten wir Russland gegenüber nicht die gleiche Zurückhaltung an den Tag legen?

Schaumschläger

nicht nur bei Übergriffen auf Juden muss schnell gehandelt werden. Auch wenn der Islamische Mob Jagd auf Schweinefresser macht. Oder müssen wir damit leben? Jeder muss sich in diesem Land ohne Angst bewegen können. Warum wird nicht hart gegen Gewalt an Schulen vorgegangen? Bitte nicht nur bei Juden als Opfer. Null Toleranz ist angesagt. Eigentlich ist dies die Aufgabe der Polizei.

Ich bin nur mal gespannt, wie

Ich bin nur mal gespannt, wie weit man denn nun wirklich ernsthaft, gegen den Antisemitismus in Deutschland angeht, oder ob das nicht ein vorgeschobener Schattenkampfargument gegen sich immer mehr aufbauende rechte Parteien wird. Viele die aber immer mehr die bisherige Gesellschaftordnung gerne diskreditieren müssen nun sehen, dass aus den Folgen unserer Alleseinlader und Bedenkenweglügner ein geordnetes Leben als Semit hier schon fast nicht mehr Leben kann. Unerträglich für diese ist zu hören, dass ausgerechnet diese bisherige und gut ausbalansierte Gesellschaftsordnung, oft als, Achtung für die Ohren, liebe Besserrevoluzzer, weiterhin Teil der Leitkultur sein muss, die hier vorherrschend zu unserer aller Vorteil helfend und steuernd allen anderen Kulturen, Religionen,Parteiprogrammen, Freitags-, Samstags-, und Sonntagspredigern vorsteht, um genau solche Auswüchse wie wir sie zunehmend erleben, hier nach UNSEREN Artikeln gemäß, diese Gesellschaft garantieren zu können.

Antiislamismus

Es wäre vielleicht nicht verkehrt, wenn man in den Medien auch mal das Thema "Antiislamismus" ansprechen würde. Schließlich werden in Deutschland seit Jahren Moscheen in Brand gesteckt und Frauen mit Kopftüchern tätlich angegriffen.

Kleinigkeiten? Wenn Parteien gegen freie Meinungsäußerung klagen

Letztens hatte erst das OLG Gießen bestätigen müssen,
das es eine freie Meinungsäu?erung ist,
wenn ein Bürger die AFD als rechtsextremistisch einstuft.
Wo kommen wir da hin, wenn Parteien unliebsame Kritiker so mundtod machen wollen ?

Aufruf

Ich hoffe, die Moderation toleriert das:

Ich gehe gleich zur Demo "Berlin trägt Kippa", um 18 Uhr vor dem jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstraße. Liebe Leute, so ihr in Berlin lebt, bitte schließt euch an! Und auch in anderen deutschen Städten finden ja solche Kundgebungen statt.

Es ist wichtig!

Und lasst euch bitte nicht davon abschrecken, daß die AfD dort ebenfalls präsent sein wird. Eine richtige Sache wird nicht dadurch falsch, daß sie von den falschen Leuten vertreten wird. Selbst wenn es geschehen sollte, daß aufrichtige Linke mit AfD-Transparenten auf derselben Demo abgelichtet werden. Dieses Risiko muss man eingehen, im Dienst der Sache.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Rannenberg

Warum diese Einschränkung?

„Bei Übergriffen auf Juden müsse schnell gehandelt werden, fordert der Antisemitismus-Beauftragte der Jüdischen Gemeinde, Königsberg“

Warum nur bei Juden? Bei jedem Übergriff, egal von wem, egal auf wen, muss schnell gehandelt werden und darf nicht weggeschaut werden. Dieser Andpruch auf Sonderbehandlung, den ich oft bei Aussagen aus dem jüdischen Umfeld finde, halte ich für kritisch und der Sache nicht hilfreich!

Nicht die AFD hat auf den

Nicht die AFD hat auf den Mann eingeprügelt sondern ein Syrer
Ich bin kein Freund der AFD, aber die AFD für den heutigen Antisemitismus verantwortlich zu machen ist nicht nur populistisch sondern auch falsch.
Die Frage sollte lauten:
Was ist der gemeinsame Nenner zwischen dem Echo Gewinner und dem schlagenden Syrer.

Die Idee mit der Kippa hatte ich auch schon, aber ehrlich gesagt würde ich es mich Samstag Abend in meiner Stadt auch nicht trauen, der Grund hat weder mit deutschen Glatzköpfen noch mit der AFD zu tun, höchstens mit Ihrem Direktmandat bei der Landtagswahl.

Vielleicht sollte der Antisemitismus Beautragte mit Kippa mal zu Besuch kommen um selbst zu beurteilen was so los ist außerhalb der Blase

Da jegliche Kritik am politischen Israel ...

gleich Antisemitismus ist, darf man zu diesem Thema besser garnichts mehr sagen.

Das Problem ist aber das sowohl die Schwinger der Antisemitismus-Keule, als auch die Menschen welche antisemitisch auftreten nicht zwischen Israel und dem Judentum unterscheiden können.

Vielleicht sollten wir erstmal lernen zwischen Israel und dem Judentum unterscheiden zukönnen.
Denn das Judentum an sich verdient keine Kritik, warum auch? Man möchte doch selber für sein eigenes Leben auch nicht kritisiert werden.
Wenn aber ein Staat Unrecht tut, dann muss dies auch entsprechend angesprochen und geahndet werden unabhängig seiner religösen Ausrichtung.

Täter nach ein paar Tagen wieder frei

Was hilft das alles, wenn die Täter nach ein paar Tagen schon wieder frei herum laufen? Wer einen Menschen angreift, nur weil er eine Kippa trägt, sollte für mindestens 5 Jahre ins Gefängnis, ohne Bewährung, egal ob Flüchtling oder Einheimischer.

@fathalandslim, 16:12

"Eine richtige Sache wird nicht dadurch falsch, daß sie von den falschen Leuten vertreten wird."

Diese anscheinend so simple Wahrheit haben unsere Parlamentarier im Bundestag immer noch nicht verstanden. Stichwort Ablehnung von Anträgen nach Parteibuch.

Einen schönen und erfolgreichen Abend wünsche ich!

um 16:05 von justice1

Es ware viel sinnvoller über Inhalte zu sprechen.
Was ist das Ziel des Islams und wie tolerant ist eine muslische Mehrheitsgesellschaft?

Das Verhalten der

Das Verhalten der israelischen Regierung vergiftet die Stimmung überall und das "dürfen" über die "antisemitische Schiene" Menschen jüdischen Glaubens ausbaden.

@Denkerist

Andersherum ist es aber sehr wohl antisemitisch, wenn Leute Israel für Dinge kritisieren, die anderen Staaten fraglos zugestanden werden.

@Denkerist

"Sonst wären die israelischen Kritiker der eigenen Regierung ja Antisemiten - was nicht sein kann!"

Was aber durchaus auch Realität ist.
Es gibt israelische Publizisten welche auf Grund ihrer politischen Ausrichtung in Deutschland mit der Antisemitismus-Keule gejagd werden z.B. Abraham Melzer.

Für weitere Details: https://www.nachdenkseiten.de/?p=40439

um 16.12 Uhr von fathaland slim, Danke für Ihren Beitrag

Sehr geehrter Herr Rannenberg, volle Zustimmung, vielen Dank für Ihren Beitrag.

15:53, Denkerist

>>Parallelen
ich möchte mal einen Gedanken von Prof. Krone-Schmalz aufnehmen, passt in die gegenwärtige Situation:
Die Deutschen stehen aufgrund der 8 Millionen im zweiten Weltkrieg durch Deutsche ermordeten Juden gegenüber in tiefer Schuld. Deshalb sollten wir ihnen gegenüber eine tiefste Zurückhaltung üben.

Im gleichen Krieg wurden durch deutsche auch 20 Millionen Russen umgebracht. Sollten wir Russland gegenüber nicht die gleiche Zurückhaltung an den Tag legen?<<

Russen wurden nicht aus "rassischen" Gründen mit dem Ziel der Ausrottung des Russen als solchem in Massenvernichtungslagern umgebracht.

Das ist wirklich eine andere Nummer als das "normale" Sterben in einem Krieg, so schlimm und grausam es auch ist.

Bitte relativieren Sie hier nicht den industriell organisierten Völkermord an den Juden, der weltweit geschichtlich ohne Beispiel ist.

Abgesehen davon kritisiere ich die Politik Netanjahus genau wie die Putins. Bitte vermischen Sie nicht "Jude" und "Israel".

Meine Sicht auf den

Meine Sicht auf den Antisemitismus der Rapper mit Echo-Preis:

Wenn sich ein deutscher Normalbürger in dieser widerwärtigen Weise antisemitisch äußert, dann landet er zu Recht vor dem Haftrichter wegen Volksverhetzung.

Warum geschieht dies hier nicht ?

Gelten für Rapper die deutschen Gesetze nicht ?

Die Beweislage ist erdrückend und die öffentliche Wirkung ist durch die Zahl der Tonträger belegt.

I

um 16:12 von Klaus Neuber

"Warum nur bei Juden? "
Na, weil dies der Antisemitismus-Beauftragte der Jüdischen Gemeinde, Königsberg fordert und es in der Sache um die Kippa ging.

Bei Übergriffen auf Muslime melden sich deren Beauftragte.
Eigentlich total logisch.

@ Spirit of 1492 um 15.52 Zynismus ist nicht angebracht

Was soll der Zynismus - Sie wissen doch genau, dass leider nicht immer sofort gehandelt wird. Oftmals wird aus vorauseilendem Gehorsam, aus "politischer Korrektheit" eben nicht sofort gehandelt, sondern erst einmal alles unter den Teppich gekehrt, ich erinnere an Silvester 2015 in Köln.
In Bremen war es möglich, das libanesische Kurden auf unserem Marktplatz "Israel - Hurensohn!" skandierten, ich glaube kaum, dass einer der Täter jemals angeklagt wurde, z.B. wegen Volksverhetzung.
Normalerweise bin ich für Toleranz in der Erziehung und auch im täglichen Miteinander, aber es gibt Menschen, die legen Toleranz als Schwäche aus. Diesen muss verdeutlicht werden, wie die Regeln hier sind und das die Übertretung Folgen hat.

15:58, Schaefer

>>Schaumschläger
nicht nur bei Übergriffen auf Juden muss schnell gehandelt werden. Auch wenn der Islamische Mob Jagd auf Schweinefresser macht. Oder müssen wir damit leben? Jeder muss sich in diesem Land ohne Angst bewegen können. Warum wird nicht hart gegen Gewalt an Schulen vorgegangen? Bitte nicht nur bei Juden als Opfer. Null Toleranz ist angesagt. Eigentlich ist dies die Aufgabe der Polizei.<<

Wo, bitte, macht denn der islamische Mob Jagd auf Schweinefresser?

Sie versuchen, den Antisemitismus in unserem Lande zu einem Problem wie jedes andere kleinzureden.

Ich finde das unerträglich und gleichzeitig entlarvend. Die Juden benutzt man, wenn man sie gegen die Moslems in Stellung bringen kann, ansonsten sind sie eher lästig und sollen sich doch bitte nicht so haben. Die wahren Opfer sind schließlich die Deutschen.

Die Deutschen werden den Juden den Holocaust nie verzeihen.

@Am 25. April 2018 um 15:58

@Am 25. April 2018 um 15:58 von Schaefer
"Oder müssen wir damit leben?"

Naja wenn man so Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble seine Reden so hört, dann weiss man jetzt auch, -das der Rest der Bevölkerung sich jetzt daran gewöhnen soll.-

Einschränkungen??? Darum geht es hier nicht....

Gut, dass der Echo nun abgeschafft wird. Und:
Ja, alle Menschen sind gleich. Die Geschichte aller Menschen ist nicht gleich. Auschwitz ist nicht normal, und Treblinka nicht und die Vernichtung von über 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens nicht.
Die Geschichte Deutschlands mit den Juden ist eine schreckliche. Jeder Versuch mit dieser Geschichte "Kasse" oder Publikum zu machen ist einfach nur geschmacklos; und weil es genügend Leute gibt, die nicht nachdenken wollen, auch gefährlich. Egal ob da etwas ernst gemeint war oder nicht. Es gilt: "Wehret den Anfängen..."
Dass man in unseren Städten, Muslimas mit Kopftuch sieht, ist normal. Warum aber muss der Vorsitzende des Zentralrats der Juden seine Glaubensgenossen vor dem Tragen der Kippa warnen? Das ist vor dem Hintergrund unserer Geschichte ein schlimmes Zeichen.

Alle Menschen sind gleich

Ja, alle Menschen sind gleich. Und alle haben die selben Spielregeln in Deutschland einzuhalten. Und daher ist es richtig, das es in Deutschland eine humanistische und christliche Leitkultur gibt und diese auch durchgesetzt wird. Wenn jetzt wieder jeder meint, er könne hier alles tun, weil er diesem oder jenem Kulturkreis oder Glauben angehört, so muss dem mit den vorhandenen Gesetzen in diesem Land klar entgegengetreten werden. Das Grundgesetz ist dafür eine gute Basis. Und Antisemitismus und Rassismus etc. gehören nicht hier her! Ob es nun wirklich gut und notwendig war für ein Volk (laut altem Testament) einen extra Beauftragten einzusetzen, oder ob man nicht besser generell einen Beauftragten gegen alle Verstöße gegen die Menschlichkeit und gegen unsere Normen hätte einsetzen sollen, sei dahingestellt.

@ 16:12 von Klaus Neuber

"Warum nur bei Juden? Bei jedem Übergriff, egal von wem, egal auf wen, muss schnell gehandelt werden..."
Das empfinde ich ganz genau so und es macht mich schon fast wütend, wenn dauernd Sonderbehandlungen - nicht nur von Juden, sondern auch Muslimen - gefordert werden.
Zum Beispiel ein Sonderbeauftragter für Anti-Semitismus, oder einer für Anti-Islamismus (wegen all der Übergriffe)!
Ich fordere mit gleichem Recht auch einen Sonderbeauftragten für Anti-Christianismus!
Oder gibt es keine Übergriffe auf Christen? Auf Schulhöfen, Bahnhöfen, auf den Strassen. Gibt es keine Todesfälle durch Messerstechereien durch meist muslimische Täter?
Gewalt bleibt Gewalt und diese muss geahndet werden. Welcher Religion das Opfer angehört, ist doch wohl zweitrangig...

16:04, Hepheistos

>>Viele die aber immer mehr die bisherige Gesellschaftordnung gerne diskreditieren müssen nun sehen, dass aus den Folgen unserer Alleseinlader und Bedenkenweglügner ein geordnetes Leben als Semit hier schon fast nicht mehr Leben kann. <<

War ja klar, daß man bestrebt ist, das Thema ins Fremdenfeindliche zu drehen.

Dazu folgendes:

Ich bin 62 Jahre alt. Nie habe ich früher auf deutschen Straßen Juden, die als solche erkennbar waren, gesehen. Das fängt bei der Kippa an. In Belgien, Frankreich oder England war ich vor vierzig Jahren, als ich meine europaweite Reisetätigkeit aus beruflichen Gründen aufnahm, überrascht, wie sichtbar dort Juden im öffentlichen Leben waren.

Aus Deutschland kannte ich das nicht.

Was ich aus Deutschland kannte, war die polizeiliche Bewachung von Synagogen. Rund um die Uhr.

Immer wieder.....

fordere ich die Medien auf,nicht pauschale Bewertungen zu übernehmen. "Antisemitismus" beinhaltet schon wieder einen "Rassenbegriff", der grundsätzlich und hinsichtlich der Kippa im Besonderen falsch und unangebracht ist! Die Kippa ist ein Zeichen einer Religionszugehörigkeit und es gibt auch dunkelhäutige oder blonde Angehörige jüdischen Glaubens! Also, kommt doch auf den Sinn der Begriffe und Wörter zurück und benützt sie nicht durch Verdrehen oder bewußtes Falschauslegen als "Waffen" gegen kritikwürdiges Handeln und Verhalten von Regierungen. Aber zugegeben, es ist furchtbar leicht, jede Form von sachlicher Kritik mit dem Vorwurf des "Antisemitismus" niederzuprügeln. Es erspart eine Rechtfertigung. Allerdings will z.B. die israelische Regierung auch nicht, daß zwischen Religion und Politik unterschieden wird, und das macht es schwierig oder auch einfach, nicht wahr?

Ja, Solidarität gleichermassen

Erfreulich, dass sich viele Verbände sowie andere Religionen gegen antisemitische Übergriffe solidarisieren. Leider gibt es in Deutschland auch gegen Minderheiten
Übergriffe und verbale Beleidigungen wegen deren Hautfarbe, sexueller Orientierung,
religiös motivierter Bekleidung u. s. w.
Auch in solchen Fällen wäre es wünschenswert, wenn die Politik sowie Verbände und Religionsgemeinschaften bei Vorfällen Solidarität bekunden würden. Die Würde aller Menschen ist schliesslich unantastbar und Religionsfreiheit Gesetz.

Bei allem Verständnis

Aber warum wird hier immer (nur) bei Antisemitismus so ein Wirbel gemacht?
Alle anderen Übergriffe sind dann egal?
Wie sieht es bei Amtsträgern aus, die sich auf´s übelste (rassistisch) beschimpfen lassen müssen, nur weil sie ihren Job machen wollen?
Oder eben andere ethnische Gruppen, die warum auch immer angegriffen werden?

Warum wurde diese Definition überhaupt erst erschaffen?
Muss Hass auch noch bestimmten Gruppen zugeordnet werden?
Feindselige Übergriffe müssen alle geächtet werden, nicht nur Antisemitismus!

Was macht es denn genau für einen Unterschied wenn der Hass z.b. einen Chinesen, Inder, Türken, Deutschen, Christen, Buddhisten usw. trifft?
Es ist dann zwar kein Antisemitismus, nur wo liegt dann der genaue Unterschied?
Das würde mich wirklich mal interessieren.

@Denkerist um 15:49Uhr

Ich teile Ihre Meinung absolut! Stelle aber immer wieder auch in diesem Forum fest, daß oft genug der Begriff "Antisemitismus" absichtlich für pauschale Verurteilungen verwendet wird. Aber wer will schon wissen, daß im Wort "Antisemitismus" das Wort "Sem" enthalten ist und schon über Wikipedia leicht zu ermitteln ist, was es bedeutet.

16:12 von Klaus Neuber

Man fragt sich, was alles passieren muss, damit eine Sonderbehandlung angemessen ist. Sechs Millionen Mordopfer scheint nicht zu reichen.

@15:53 von Denkerist Parallelen.

Siehe meinen Kommentar zu "@15:52 von Spirit of 1492 Ach,..."!

Die Mitte der Gesellschaft

ist durchsetzt von Antisemitismus. Die Kinder in der Schule setzen doch nur um, was die Eltern am Küchentisch verbal verbraten. Logischerweise trifft dies auf Biologie-Deutsche genauso zu wie auf moslimische Einwanderfamilien. Ich habe mit deutschen Rechtsanwälten, Ärzten und höheren Beamten Sport getrieben. Was dort an Rassismus und Antisemitismus verbreitet wurde, spottet jeder Beschreibung. Die Einengung auf Rechtsextremismus und Islam bei Antisemitismus wiederholt die Fehler in Bezug auf die Mitte der Gesellschaft und der Verbreitung von Rassismus. Auch für viele Medien ist es natürlich einfacher, die beiden genannten Gruppen zu benennen, da sie dadurch keine Angst haben müssen als Nestbeschmutzer denunziert zu werden.

Antisemitismus-Beauftragter

Ich würde mir wünschen, wenn es so einen "Beauftragten" auch für andere Religionen geben würde. Schließlich sind die meisten Opfer von deutschen Rechtsradikalen schon seit Jahren die Muslime hierzulande (Mord- u. Brandanschläge). Oder gelten bei denen etwa andere Gesetze?

sind wir nicht mehr gleich?

wenn es einen Antisemitismus-Beauftragten gibt ,
gibt es dann auch einen Semitismus-Beauftragten ?

Diese Erfahrung machen nicht nur Juden

Zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/inland/kippa-antisemitismus-interview-101.html

Sigmount Königsberg: Antisemitismus ist eine alltägliche Erfahrung, die wir jüdischen Bürger dieses Landes machen. Ganz oft findet man es in der Schule, es fängt mit Kleinigkeiten an. So wird bestritten, dass Juden zu Deutschland gehören. Einige werden auf Schulhöfen als "du Jude" beschimpft. Tägliche Angriffe sind noch die Ausnahme, aber sie werden häufiger. Aber die Erfahrung ist, Antisemitismus gehört zum Alltag. Meistens ist es sogar so, dass wir es schon fast überhören.

sage ich mal:
nicht nur juedische Buerger machen diese Erfahrung jeden Tag, sondern auch Tuerken, Muslime, Fluechtlinge, sonstige andere machen diese Erfahrung ebenfalls jeden Tag und daran ist auch unsere Bundesregierung mitschuld, weil sie selbst gegen solche Menschen hetzt (CSU, große Teile der CDU, Teile von der FDP und die werte AfD).

16:05, justice1

>>Es wäre vielleicht nicht verkehrt, wenn man in den Medien auch mal das Thema "Antiislamismus" ansprechen würde. Schließlich werden in Deutschland seit Jahren Moscheen in Brand gesteckt und Frauen mit Kopftüchern tätlich angegriffen.<<

Antiislamismus, Homophobie, Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit wachsen auf demselben Holz.

Das wird Ihnen so gut wie jeder jüdische Verbandsvertreter bestätigen. Weshalb die jüdischen Verbände sich nicht vor den Karren der AfD spannen lassen und auf Versuche der Vereinnahmung durch diese Partei sehr ablehnend reagieren.

Selbst der höchst unterhaltsame Giftzwerg Henryk M. Broder macht dieses Spiel zum Glück nicht mit.

benjamin freedman

man fragt sich, ob die preisverleihung an die proleten stattfand, um im anschluss das thema in den fokus zu lenken.
antisemitismus ist zu verachten. genauso wie eine diskriminierung von christen, moslems oder atheisten zu verachten ist. zu verachten ist jedoch auch, wenn sich menschenhasser hinter einer religion verstecken um politisch, zumindest in deutschland, unantastbar zu sein. wenn man einen menschenhasser, herrn soros, nicht kritisieren darf, ohne als antisemit beschimpft zu werden, stimmt etwas nicht in unserer diskussionskultur. denn egal welche hautfarbe, religion, nationalität: es gibt in allen gruppierungen verbrecher, menschenhasser etc. einige sind atheisten, beispielsweise herr biden, und nennen sich zionisten. die aussage des herrn biden ist öffentlich abrufbar. wenn also ein zionist einer kranken ideologie folgt und nicht jüdischen glaubens ist/sein muss, darf und muss man die inhalte der ideologie kritisieren, wenn sie mit unseren grundwerten kollidiert.

Doch mit dieser Erbschuld muss mal Schluss sein!

Allerdings sage ich mal zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/inland/kippa-antisemitismus-interview-101.html

Königsberg: Unsere Erfahrung ist, dass Antisemitismus in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen zugenommen hat. Es hat zum Beispiel damit zu tun, dass jetzt eine Partei in den Bundestag eingezogen ist, die sich nicht scheut, vom Ende des Schuldkults zu reden.

Doch, ueber ein Ende der Schuld darf man sehr wohl reden. Denn die heutigen Generationen und auch die zukuenftigen Generationen haben an dem, was die Nationalsozialisten angerichtet haben, keine persönliche Schuld mehr! Deswegen muss mal mit dieser Erbschuld Schluss sein!! Auch ich und meine Familie ziehen sich diesen Schuh nicht mehr an! Denn wir heutigen und die zukuenftigen Generationen haben diese damaligen Verbrechen ja nicht begangen!

Es ist schon absurd...

... wenn hier das Nichteingreifen bei Gewalthandlungen als Zeichen von Antisemitismus verklärt wird. Zivilcourage zu zeigen ist in diesem unseren Lande bereits eine Seltenheit, egal ob es sich beim Opfer um einen Deutschen oder einen Juden handelt. Das letzte Mal, als ich half, war letztlich ich derjenige, der letztlich am Boden liegend von einer Gruppe Jugendlicher getreten wurde. Hinzu kommt, dass im Fall der Fälle wegen "unangemessener" Gewalt der Helfer juristisch belangt werden kann.

Alles in allem tut der Antisemitismus-Beauftragte mit solchen Äußerungen niemandem einen Gefallen!

Darstellung: