Ihre Meinung zu: Teurere Lebensmittel: Hohe Ansprüche, hohe Preise

24. April 2018 - 16:52 Uhr

Viele Lebensmittel in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten deutlich teurer geworden. Ein Grund: Die Verbraucher haben höhere Qualitätsansprüche. Von Marco Müller.

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Kommentare

mh

wenn aber billigstbutter sich im preis verdoppelt bei gleicher qualität, kann an dieser aussage was nicht stimmen. vielleicht sollte der faktenfinder diese meinung des herrn müller mal auf fakten untersuchen

Der Grund steht also schon fest

Aus meinen Beobachtungen haben sich die Produkte keinesfalls verändert. Vielmehr ist es so, dass sowohl Hersteller als auch Verkaufsketten ihre Margen mächtig erhöht haben.
Es wird viel mehr mit geringerem Inhalt und schlechteren Inhalt getäuscht (Palmöl ec). Es wäre besser gewesen, die TS hätte erst mal selbst recherchiert, als die Argumente der Lobbyisten zu übernehmen!
In den Erzeugerländern sind die Preise oft bei weitem nicht so stark gestiegen, wie bei uns im Handel. Deshalb ist der Direktversand beispielsweise von Orangen aus Italien/Spanien sehr lukrativ geworden. Man umgeht die riesigen Gewinne der Handelskonzerne.

höhere Qualität

wer es glaubt. Es ist nur teuerer geworden nicht besser

Deutschen geht es so gut wie

Deutschen geht es so gut wie noch nie. Das zeigt sich auch beim Lebensmitteleinkauf. Nicht der Preis ist Priorität eins, sondern die Qualität und das ist gut so.

"Hohe Ansprüche, hohe

"Hohe Ansprüche, hohe Preise"
Wenn ich einwandfrei produzierte, mit möglichst wenigen Zusatzstoffen versetzte Nahrungsmittel verlange, ist das noch lange kein hoher Anspruch, sondern selbstverständlich.
Nahrungsmittel sind über die Jahrzehnte hinweg relativ zu anderen Produkten immer günstiger geworden. Dass das eine Kehrseite hat, und vorallem, dass das nicht ewig so weitergehen kann, leuchtet immer mehr Menschen ein.

Die Auswahl ist geschrumpft

Ob man bei uns nun Brokkoli ( frisch) oder Salat( frisch) oder aber auch mal Backobst sucht...die Regale sind da leer.
Mich erinnert das immer mehr an Mangelwirtschaft.
Und ich meine Supermärkte und keine Emmalädchen.
Mit der Weile kann man nicht mehr sagen:
Heute essen wir das oder dies, sondern muss erst schauen, was es im Markt gibt.
Und das ist dann auch noch teuer als sonst.
Rind oder Schwein ist seltener da, als Geflügel.
Verheerend, wenn man dafür erst mal drei Läden der Umgebung abfahren darf.
Ist das ideologiegesteuert?`
Ich denke schon.

Da gibt es noch andere Strategien

Produkte von kleinen Herstellern werden aus dem Sortiment genommen und durch höherpreisige Ersatzprodukte mit fast identischen Eigenschaften und teurer ersetzt.
Diese kommen dann von großen Herstellerfirmen die eigentlich preiswerter als die "Kleinen" produzieren könnten.

Die Qualität ist besser geworden?
Bunter in der Verpackung, schönere Schachteln und Flaschen und eine intensivere Bewerbung - aber die Qualität hat sich nicht verbessert. Es stimmt, die Lebensmittelpreise in Deutschland sind mit die Geringsten in Europa, nur die Qualität ist den Preisen entsprechend.

Das Qualitätsbewustsein mag gestiegen sein ...

das hat aber mit der Preissteiderung nichts zu tun. Teurer wurden vor allem Billigprodukte. Oft wurde der absolute Preisunterschied zwischen No-Name und Markenprodukt beibehalten, was aber bedeutet, dass der relative Aufpreis (also die prozentuale Teuerung) beim No-Name Produkt besonders hoch ist. Ein schönes Beispiel dafür ist die Butter, wo sich No-Name Butter in den letzten Jahren im Preis fast verdreifacht hat, während Markenbutter "nur" das doppelte kostet.

Das trifft insbesonders arme Menschen hart, die zum einen schon einen relativ großen Anteil ihres Geldes in Lebensmittel investieren und zum anderen nicht einfach auf günstigere Produkte ausweichen können, da sie in der Regel sowieso schon die günstigsten Produkte kaufen.

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