Ihre Meinung zu: Kritik an Spahns erstem Gesetzentwurf zu Kassenbeiträgen

20. April 2018 - 21:42 Uhr

Der Gesundheitsminister will Krankenkassen zwingen, ihre Geldreserven abzubauen - das soll die Beiträge sinken lassen. Die SPD moniert: Spahn setze sich über den Koalitionsvertrag hinweg. Von Martin Mair.

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Kommentare

Senken ist auch

ein falsches Signal. Das wieder beide Seiten das Gleiche zahlen ist richtig und hätte nie aufgehoben werden dürfen.
Der bessere Weg wäre wie die Zuzahlungen für Sehhilfen oder Zahnersatz und viele solche Dinge wieder wegfallen zu lassen damit auch die weniger Vermögenden etwas ordentliches bekommen.
Jetzt ist das nämlich abhängig vom Geldbeutel ob man mit den Dritten essen kann oder nicht.

Die SPD macht sich lächerlich

Das ist doch eine gute Idee, die den Menschen direkt zugute kommt, also etwas, von dem Sozialdemokraten gerne behaupten nichts lieber zu tun...
Hier ist man also aus keinem anderen Grund gegen die Idee, als dem, dass sie von Jens Spahn kommt.

Sollte die Pflege in mehren Jahren die Kosten der Kassen zu sehr steigen lassen, dann kann man die Beiträge erstmal auf den jetzigen Stand zurückstellen, mit dem Effekt eines "Jo-Jos" zugunsten der Beitragszahler, das sicher niemanden stört.

Plausible Kritik

Ich finde Karl Lauterbachs Einwände plausibel.

zum Teil schon sinnvoll

vor allem die Kleinselbstständigen müssen entlastet werden - diese werden regelrecht bestraft, es lohnt sich nicht, zwischen 420 € und ~2000 € Gewinn zu machen, da Steuer und Krankenversicherung so viel auffressen. Und so einen Sprung kann man je nach Beruf nicht von heute auf morgen machen, oder gar nicht, wenn man dauerhaft nicht Vollzeit arbeitet.

Mehr Krankenschwestern und im

Mehr Krankenschwestern und im Krankenhaus bleiben bis ich mich zu Hause selbst versorgen kann ist mir lieber
Und vermutlich auch allen anderen!!!
Herr Spahn muss noch viel lernen.

Selbstverliebtes..

...Getöse in der Hoffnung: Jeder hört mich aber keiner merkt den Unfug.

Kann Frau Dr. Merkel ihren Minister Spahn

nicht mal antreten lassen und ihm 5 Minuten erklären, dass eine Regierung aus mehr als Herrn Spahn besteht und wie das so funktioniert in einer Koalition?

Ja da hat Spahn mal ausnahmsweise recht

Dass hier von Spahn:

https://www.tagesschau.de/ausland/spahn-krankenkassen-beitraege-101.html

"Das muss reichen"

In den Koalitionsvertrag schaffte es dieser Punkt auf Druck der Sozialdemokraten - die Rückkehr zur Parität war ein zentrales Versprechen im Wahlkampf. Doch Spahn kündigt noch mehr an. Er will die Kassen zwingen, ihre Finanzpolster schrittweise abzubauen. Der Gesundheitsminister rechnet vor, dass der Beitrag so um weitere 0,3 Prozentpunkte sinken könnte. Und trotzdem hätten die Kassen noch die Ausgaben eines Monats als Reserve auf der hohen Kante. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat derzeit mehr als jede zweite Kasse ein größeres Finanzpolster, das Spahn schrittweise abbauen will.

ist absolut richtig, auch wenn es ueber den Koalitionsvertrag hinaus geht. Danke!! Endlich!! Er hat in der Sache mal absolut recht.

Geldreserven abbauen = NUTZEN__ na endlich gut so !

"- der erst vor drei Jahren eingeführte Zusatzbeitrag, den die Versicherten derzeit allein bezahlen müssen, entfällt." was ist so schlecht daran?

"Der Gesundheitsminister rechnet vor, dass der Beitrag so um weitere 0,3 Prozentpunkte sinken könnte. Und trotzdem hätten die Kassen noch die Ausgaben eines Monats als Reserve auf der hohen Kante". . was ist so schlecht daran?

"Arbeitnehmer und Rentner sollen ab Beginn des nächsten Jahres weniger für ihren Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen. " . . auch noch schlecht?

Spahn...

...hat ausnahmsweise mal eine gute idee... wozu sparen die krankenkassen das geld (Milliarden) und erhöhen gleichzeitig immer wieder die beiträge und sparen an leistungen?

Es war nicht sehr klug von

Es war nicht sehr klug von der SPD der CDU das Gesundheitsministerium zu überlassen.

Wie erreicht man einen Minister?

Wenn ein Hr.Spahn als Gesundheitsminister eine sehr schwierige Aufgabe anvertraut bekommt; nämlich die Verbesserung der Versorgung von Kranken und Pflegebedürftigen; und wenn dieser Minister dann hierfür notwendiges und vor allem vorhandenes Geld nicht zur Verwendung in Krankenhäusern und Pflegeheimen einsetzen lassen will, dann bin ich wohl zu ungeeignet dies zu verstehen.
Aber ist es nicht die Aufgabe eines Ministers der Bevölkerung diesen Schritt zu erklären?
Haben die Menschen die in Krankenhäusern und Pflegeheimen Hilfe erwarten und die die dort arbeiten keinen Stellenwert?
Bitte machen sie sich ein Bild. Bewerben sie sich für ein 2 wöchiges Praktikum in einem Krankenhaus oder Pflegeheim.
Danach entscheiden sie ob hier mehr Personal gebraucht wird und ob diese Arbeit mehr als das gegenwärtig geringe Gehalt wert ist.
Aber seit Jahren machen viele Menschen auf diesen katastrophalen Zustand aufmerksam, aber alle sehen weg und nichts ändert sich.

Spahn verkennt die Sachaufgabe!

Die Sachaufgaben sind:
0. Die Solidargemeinschaft stärken. Durch die Senkung aller Beiträge wird sie geschwächt, wenn vor allem die obere Bemessungsgrenze beibehalten wird.
1. Untere Bemesseungsgrenze für freiwillig Versicherte / Unternehmer senken. Im Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, dass die freiwillige Versicherung um 70% günstiger werden soll. Mit einer Senkung aller Beiträge wirds für die untere Bemessung dann aber "enger"
2. Die Eigenkapitalbildung garantieren. Jeder gute Betrieb bildet Eigenkapital. Wenn ausgehende Rechnungen nicht bezahlt werden, können eingehende Rechnungen immer noch vom Eigenkapital bedient werden.
3. Nicht die Einnahmen entscheiden, sondern auch die Ausgaben. Das Gesundheitssystem muss insgesamt günstiger werden! Deutschland ist zu teuer! Zum Beispiel liegen Patienten viel zu lange in Krankenhausbetten, obwohl sie auch zu Hause versorgt werden könnten oder ein Tagesbesuch reichen würde, Beispiele gibts viele!

Herr Spahn! Gehirn einschalten!

@Erny

Die Millarden haben die Kassen ja nicht über einen langen Zeitraum sondern im Laufe der letzten zwei, drei Jahre angespart. Leistungskürzungen in größerem Stil liegen hingegen schon einige Jahre zurück und stammen aus Zeiten in denen die Rücklagen der Kassen knapp am unter unter dem gesetzlich geforderten Minimum lagen.
Damit das nicht wieder passiert, damit die gesetzlichen Krankenkassen nicht wieder an Leistungen knausern müssen, wenn's in der deutschen Wirtschaft mal wieder nicht ganz so gut läuft wie aktuell und damit nicht bei jeder kleinen Konjunkturdelle gleich wieder die Beitragssätze angepasst werden müssen, macht es durchaus Sinn, das die gesetzlichen Krankenkassen über ausreichend Rücklagen verfügen.
Zumindest mir ist ein stabiler Beitragssatz wesentlich lieber als quartalsweise Anpassungen an die jeweilige konjunkturelle Lage und den daus resultierenden Kassenstand meiner Krankenkasse, ich hab's ganz gerne planbar(er).

Ich habe den Eindruck

Ich habe den Eindruck gewonnen, daß ein Gesundheitsminister in seinem eigenen Ressort keinen Schritt tun kann, ohne auf irgendwelche Hühneraugen zu treten. Unser neuer Minister hat es vermutlich bereits selbst gemerkt. Wie wir in den letzten Monaten auch feststellen konnten, hat er in einigen Dingen den Unmut seiner Chefin bewirkt - und genau deshalb hat er nun einen veritablen Schleudersitz besetzen dürfen. Drücken wir ihm mal beide Daumen.

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