Ihre Meinung zu: Mehrheit fordert Schutz vor Globalisierung

19. April 2018 - 7:12 Uhr

Eine knappe Mehrheit der Deutschen fühlt sich von der Politik nicht ausreichend gegen negative Effekte der Globalisierung geschützt. Dennoch bewerten mehr als zwei Drittel den wachsenden Welthandel als positiv.

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Kommentare

Unser Problem

Vor der Globalisierung kann uns niemand schützen, sie ist unser Problem. Wir müssen besser, fitter und ehrgeiziger werden. Und wir müssen solidarischer werden, statt uns immer nur zu beschweren und auf Politiker zu schimpfen.

Die Demokratie nicht aufzuheben, ist dabei die Aufgabe!

Und genau das wurde bisher versäumt. Und es besteht der Verdacht, dass die Täter noch nicht aufgegeben haben.
Schiedsgerichte, die über Vorgänge beschließen, die es ganzen Staaten unmöglich macht, noch Gesetze z.B. zum Schutz der Verbraucher, zum Schutz der Umwelt, zum Schutz der Rechte der Arbeitnehmer zu erlassen, sind der Grabstein der Demokratie.

Unsere Abgeordneten (!) bekamen bei den TTIP-Verhandlungen nicht mal den Vertragstext.
Unter entwürdigenden Umständen musste der Souverän, das sind sie in unserem Auftrag, ohne Handy, ohne Fachleute in einem separaten Raum in einer begrenzten Zeit einen ca. 1000seitigen Vertrag in juristischem Englisch (!) einsehen...

Der Welthandel ist nicht schlecht,

nur die Abschaffung von Zöllen ist es.

Wer Zölle abschafft oder zu gering ansetzt, gefährdet die Arbeitsplätze der eigenen Bevölkerung.
Es geht doch nicht um den Handel, es geht um die Ausbeutung der Menschen seitens des Kapitals.
Die Politiker / Regierungen der EU (und auch andere) werden vom Volk gewählt, handeln aber überwiegend im Interesse des Kapitals und das geht auf Dauer nicht gut.

Wer Billigklamotten haben will....

Wer BIlligklamotten kaufen will, aber gleichzeitig einen Schutz deutscher Textilfabriken gegen ausländische Konkurrenz, hat das Thema Wirtschaft noch nicht ganz verstanden.

Globalisierung?

Es war im Jahre 1996 wo ich davon aus wirtschaftlichen Kreisen in BS hörte und ernsthaft daran glaubte, es geht, rein zu Gunsten, um die globale Menschheit, ich nehme an, ich irrte damals!

Wasch mich,...

...aber mach mich nicht nass.

So ähnlich klingt das Ergebnis der Umfrage. Viele lieben es, billiges Zeug aus aller Welt kaufen zu können. Das geht nur mit Globalisierung. Viele Jobs in D hängen davon ab, dass Menschen in anderen Ländern deutsche Produkte kaufen. Deswegen haben wir ja unseren Handelsbilanzüberschuss.

Aber natürlich hat das alles auch Nachteile. Wer kauft denn noch Textilien oder Elektronik, die in D produziert wurde? Also gingen und gehen in solchen Branchen Arbeitsplätze verloren.

"Zugleich fürchten 55 Prozent eine steigende soziale Ungleichheit."

Das fürchte ich auch. Ich fürchte allerdings, das würde unsere Regierung auch ohne Globalisierung hinbekommen. Das ist ja z.B. eine Frage der Besteuerung unterschiedlicher Einkommen und diverser Gestaltungsmöglichkeiten.

Nachvollziehbar?

Bertelsmann, Onlineumfrage, repräsentativ?
Und kein Link auf die Umfrage, nichts davon auf den Seiten der Bertelsmann Stiftung oder yougov zu finden.

Gekaufte Stimmung für Freihandel und ungehemmte Unternehmerinteressen.

Fehlende Referenzen sind wohl zum Alltag geworden

Man beruft sich im Artikel auf eine Studie, hat aber keinen Link darauf parat. Das kann ich auch. Niemand den ich kenne würde dieser Umfrage zustimmen, somit würde auch niemand den ich kenne der Meinung die in diesem Artikel vertreten wird, zustimmen. Hat die ARD endgültig den Kontakt zum Bürger verloren?

Schutz vor Globalisierung ....

Einerseits, andererseits - wir mit unserer Verknüpfung wären besonders anfällig - andererseits, wir sind besonders produktiv, wer also schützt die Anderen vor uns?
Vielleicht müssten wir lernen, weniger mit Angst zu reagieren und mehr mit Optimismus.
Nicht der böse Roboter ist schlecht, der ist nur ein Investitionsgut - wenn etwas problematisch ist, sind es die Besitzverhältnisse.

Globalisierung vernichtet Arbeitsplätze

Firmen wandern den billigen Arbeitskräften hinterher. Billigwaren aus China vernichtet Arbeitsplätze weltweit, genau wie billige Produkte die afrikanischen Arbeitsplätze vernichte. In der westlichen Welt fast ausgestorbene Krankheiten verteilen sich wieder. Billigarbeiter strömen ins Land, Lohndumping ist die Folge. Firmen und deren Besitzer werden immer reicher, Arme ärmer.

Wir produzieren Schweinefleisch für China und bleiben auf der Gülle sitzen. Die Erde erstickt im Plastikmüll und wird mit Chemikalien vergiftet.

Ich sehe in der Globalisierung nur negative Auswirkungen für den größten Teil der Bevölkerung.

Mehrheit fordert Schutz vor Globalisierung

"Eine Mehrheit von 57 Prozent der Befragten wünscht sich zudem mehr Schutz für die deutsche Wirtschaft vor ausländischen Wettbewerbern. "
Aber viele der Deutschen kaufen Produkte in Billigläden, die hauptsächlich Waren aus Asien anbieten. Und viele bestellen lieber im Internet, um die Produkte möglichst billig zu bekommen.

Die weltweite Globalisierung ist unaufhaltbar,

wenn man darunter versteht, dass alle Länder den Wunsch haben, eine moderne breitaufgestellte Wirtschaft zu entwickeln. Wenn man darunter versteht, dass alle Länder immer mehr sich ergänzen wollen, indem sie Handel treiben mit den Gütern, die sie herstellen können, scheint es sich so zu entwickeln, dass diese internationale Handelsausweitung eher langsamer verläuft als der Wunsch nach eigener Wirtschaftsentwicklung, weil die Länder sich von der Entwicklung eigener Wirtschaftsstrukturen größere Vorteile für ihre Bevölkerung erhoffen als durch grenzüberschreitenden Handel

Umfrage unter Schwerhörigen und Halbblinden

Ich unterstelle den 57% Bevölkerungsanteil in Deutschland, dass er entweder keine Ahnung vom seit über 3000 Jahren funktionierenden Welthandel hat oder das sein protektionistisches Bauchgefühl ihm signalisiert "da ist noch mehr rauszuholen als der bereits vorhandene Exportüberschuss".
Ähnliches gilt für F, GB u. USA.

Wie sollen denn auch Arbeiter, Angestellte Beamte u. Arbeitslose - also die Mehrheit der Bevölkerung wirtschaftswissenschaftliche Grundkenntnisse besitzen, wofür andere jahrelang studieren müssen?

Ja wie jetzt?

....Mehrheit fordert Schutz vor Globalisierung...dennoch bewerten zwei drittel den wachsenden Welthandel als positiv?
Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass.

Eine Globalisierung kombiniert mit Freihandel

führt dazu, dass die großen Unternehmen (global Player) dort produzieren, wo sie die geringsten Lohnkosten und Arbeitnehmerrechte vorfinden und ihre Gewinne dort versteuern, wo sie kaum etwas zahlen.
Das führt in Summe weltweit in eine Abwärtsspirale mit sinkenden Löhnen und steigenden Staatsverschuldungen, was sich derzeit auch weltweit gut beobachten lässt.
Nur verblendete Neoliberale stellen das heutzutage noch in Abrede.

Vor der Globalisierung hätte erst eine Übereinkunft über soziale Standards erfolgen müssen mit bspw. Besteuerung von Waren, die von Unternehmen oder aus Ländern kommen die Lohndumping oder Steuervermeidung benutzen.

Kein Schutz vor negativen Folgen, nein

Es müssen Vorteile und Nachteile gerecht verteilt werden. Nur dann ist die Globalisierung ein Gewinn für jeden.
Übervorteilung und Benachteiligung in der Globalisierung kommt nicht vom Ausland, nein es liegt am Inland.
Und es ist nicht die Globalisierung die Nachteile erzeugt, nein es ist die Gier. Globalisierung lässt nur die Gier beträchtlich wachsen.

Klar ist es immer sehr einfach zu sagen, "die anderen sind schuld ", als zu sagen "hey WIR haben ein Problem, das WIR lösen müssen"

Praktisches altes Beispiel?
Ein Kaufmann als Handelsvermittler wird nur reich, wenn eine Partei dem er dient , den wahren Wert der Tauschware nicht kennt. Wenn beide Parteien diesen nicht kennen, wird er extrem reich.

Gegen Globalisierung

Das einzige Mittel gegen Globalisierung ist die nationale Abschottung. Grenzen zu und den eigenen Markt gegen äußere Einflüsse abschotten. Dies wird dann militärisch abgesichert.
Nur, wollen wir, das das oben beschriebene eintritt? Das muss genau überlegt und abgewogen werden. Ich möchte behaupten, das die Nachteile den Vorteilen den Rang ablaufen. Und ob das noch so funktioniert, glaube ich auch nicht.

@um 07:46 von Xabbu

"Niemand den ich kenne würde dieser Umfrage zustimmen, somit würde auch niemand den ich kenne der Meinung die in diesem Artikel vertreten wird, zustimmen. Hat die ARD endgültig den Kontakt zum Bürger verloren?"

Sie kennen tatsächlich keinen, der Welthandel befürwortet. Wo wohnen Sie bzw. wieviel Leute kennen Sie ???

Umfrage-Link

Die Umfrage kann man hier begutachten:

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2018/ap...

Man kann sich nicht gegen Veränderungen wehren

Früher, selbst nach dem 2. Weltkrieg hieß es noch, der Mensch entwickele sich bis etwa zum 25. Lebensjahr, und hinterher verwaltete er nur noch dieses Leben. Er habe seinen Beruf, seine Frau, seine Kinder, und alles ginge bis zum Tode so weiter. Aber selbst zu dieser Zeit war dies schon ein Trugschluss.

Es geht immer, immer weiter, aber mit der Entwicklung, sowohl der eigenen als auch der der ganzen Welt. Schon damit auch Dritte Welt-Länder die Möglichkeit haben, gleichzuziehen.

Vor allem haben wir alle immense Vorteile von der Globalisierung, und wer verzichtet schon auf ein Smartphone, nur weil er als Denkkonservativer Angst vor Unbekanntem hat?

Nein, ich denke, die Globalisierungsgegner werden sich auch irgendwann nicht mehr wehren. Spätestens wenn sie sich an die Situation gewöhnt haben. Denn schließlich sind Gewohnheitsfanatiker.

Die Arbeitsplatzsicherheit ist branchenabhängig.

"Beim Thema Arbeitsplatzsicherheit zeigen sich die Deutschen gespalten: 42 Prozent der Befragten fürchten, dass der internationale Handel darauf negativ wirken wird."

Das hängt wohl davon ab, wen man fragt. Wer Dienstleister ist, kann relativ unbesorgt sein. Anders sieht es im Baugewerbe oder der Industrie aus. Auf Baustellen ist Deutsch längst zur Fremdsprache geworden und praktisch jedes deutsche Produkte lässt sich durch ein günstigeren Import aus Asien ersetzen.

@Marcus2

Sehe ich auch so, Manipulation der Menschen zugunsten der Konzerne, sonst nichts!

@pkeszler , Richtig

So ist es. der Konsum von Wegwerfartikeln führt zu unbeherrschbaren Mengen von Müll, die dann auch wieder nach Asien geschickt werden. Dort werden sie "recycelt", wieder zu Billigkram verarbeitet und wieder in Europa verkauft.
Im Zuge dessen wird die heimische Produktion kaputtgemacht. Zu jedem Produkt müssten dem Produzenten bzw Lieferanten gleich die Entsorgungskosten aufgedrückt werden.Das würde die Produkte verteuern und die unsinnige Massenproduktion einschränken.

Globalisierung = Ausbeutung in noch größerem Stil

Solange die Bedingungen und Voraussetzungen nicht überall auf der Welt gleich sind, heißt Globalisierung, dass die einen Hungerleider gegen die anderen Hungerleider ausgespielt werden und führt im Extremfall dazu, dass es allen gleich Schlecht geht.
Zum Nutzen derer, die sowieso schon mehr als genug haben, aber den Hals trotzdem nicht voll bekommen!
Die Reichen werden reicher weil die Armen ärmer werden.
Globalisierung ist nur ein anderes Wort für die rücksichtlose Ausbeutung der Welt und der Menschen.
Oder gibt es noch ein anderes Ziel der Globalisierung?

Preis der Globalisierung zahlt Umwelt

Die Globalisierung funktioniert nur, weil die Umwelt - welche wir dabei zerstören- keine Rechnung schickt.
Die Gewinne fließen in die Taschen weniger Reicher, die Kosten zahlen die abhängig Beschäftigten und vor allem die Natur.
Oder glauben wir, all der zunehmende Verkehr hat keine Auswirkungen?

Globalisierung bedeutet Chaos

Globalisierung nützt nur den Großkonzernen und den Banken.
Die Großkonzerne können ihre Filiaele verlegen, steuerllich günstiger arbeiten und produzieren. Die Banken können sich ausweiten und mehr vernetzen.

Was nützt es schließlich einen normalen Arbeiter, Lehrer, Arzt, Anwalt oder den Menschen, die in ihrer Heimat den Job ausüben? Gar nichts.
Für diese Menschen bedeutet Globalisierung die Verschiebung der Interessen von nationalen zu globalen Entwicklungen. Damit auch der Fluß von Finanzen bzw. Steuergelder von nationalen zu globalen Interessen.
Es bedeutet auch Abgabe der Souveränität. National --> Global.
Von der Globalisierung profitieren nur gewisse Gruppen und für die Meisten ist es ein großer Verlust. Es ist aufjedenfall keine gute Entwicklung für unser Land und Gesellschaft.

Dumm,dümmer, deutsch

Zeigt Mal wieder wie egoistisch der Mensch an sich ist. Juhu billiger Ramsch, kurze product life cycles, nur hoffentlich bekomm ich am Ende mehr Knete. Die ständig wachsende Wirtschaft sowie die Handelsglobalisierung sind ein riesen Problem und eine große Gefahr! Durch immer mehr Konsum zerstören wir Wirtschaft und vorallem Umwelt.
Was wir brauchen sind vernünftige Zölle auf im- und Exporte. Vor allem auf Lebensmittel. Dazu gibt es absolut keine vernünftige Alternative

@ Barthelmus "Wer Billigklamotten ..."

Nicht jeder will Billigklamotten haben, aber haben wir überhaupt eine Wahl? Es gibt kleine Fair-Labels, die einen anderen Weg versuchen, aber die haben meistens nur Nischenprodukte. Zudem stammen auch viele teure Markenprodukte aus asiatischer Ausbeutungsproduktion, außerdem gibt es inzwischen chinesische Labels, u.a. "Made in Italy", die sich öko geben, aber knallhart von chinesischen Arbeiterinnen in Italien fertigen lassen.

"... hat das Thema Wirtschaft nicht ganz verstanden" ... Ihre Aussage finde ich ziemlich überheblich. Selbst wenn man die Prinzipien der Wirtschaft versteht, ist es dem einzelnen Konsumenten kaum möglich, sich im "normalen" Leben den Zwängen des Marktes zu entziehen.

Das gilt übrigens nicht nur für Textilien, sondern ebenso z.B. für Lebensmittel.

Differenziertere Berichtersgtattung gewünscht

Globalisierung wird in den großen Medien gerne so dargestellt, als gäbe es nur ein für oder wider.
Dabei ist der Handel und die einzelnen Regeln ein sehr vielfältiges und komplexes Thema. Die Folgen der Regeln sind mit Vor- und Nachteilen verbunden für die Bevölkerung, aber auch mit ganz anderen Vorteilen und Nachteilen für einzelne Unternehmer.
Gerne wird von einer Seite immer vorgebracht, dass "Globalisierung" uns in der Vergangenheit nur Vorteile gebracht hat, meist mit ein paar Beispielen ohne die negativen Seiten auch zu beleuchten - wie den Verlust von Wissen, oder die Ausbeutung von Menschen und der Umwelt, oder das Ausspielen der Staaten gegeneinander durch große Unternehmer und deren Lobbyisten.
Wobei die ethische Wertungen scheuende Wirtschaftswissenschaft auch ihren Beitrag zu dem Problem liefert.
Es wäre Aufgabe auch der ARD diese komplexe Zusammenhänge im einzelnen neutral und verständlich darzustellen.

Globalisierung lässt sich auch ganz unterschiedlich gestalten.

Standardmäßig ohne Standards

Ein Beispiel für Globalisierung: Ich kaufe in China 5 t Schrauben. In China wird produziert, verpackt und verschifft. Dann tuckert der Schwerölkahn um die halbe Welt um hier ausgeladen zu werden. Den Transport zu mir übernimmt dann eine Spedition. Ich lasse den LKW gar nicht erst abladen , buche ein , buche aus und erteile zur Freude der Spedition einen Folgeauftrag. Denn gerade ist der Preis für Altmetall so hoch dass er den Erlös aus einem Verkauf um 3 € übertrifft. So wird aus den Schrauben Altmetall. Ich bestelle noch mal 10 t.

Globalisierung sorgt für Arbeit. Ohne Arbeitssicherheits - oder Umweltstandards hergestellt. Transportiert, durch die unsauberste Methode bis hierher, sichert das überall Arbeitsplätze und bringt Gewinn.
Nicht nur in diesem Beispiel bleibt die Umwelt (inklusive Menschen :-) auf der Strecke.

Vergleiche ?

Kann man diese Aussage mit früheren Daten vergleichen, also ohne die aktuelle "neo-liberale Globalisierung" , als man in DE noch gut und gerne leben wollte ? Und apropos "Sicherheitsgurte", dann aber auch gleich mit Airbag, ABS, .... und Hardwarelösung.

Globalisierung ist gut und

Globalisierung ist gut und sowieso nicht mehr „ abstellbar ”. Es muss jedoch Chancengleichheit und Rechtssicherheit bestehen. Beides ist im Verhältnis zu China nicht vorhanden. Hier muss international Druck ausgeübt werden. Trumps Initiative verdient prinzipiell Unterstützung.

ungehinderte Warenströme

sind doch toll. Haben wir uns doch schon immer gewünscht. Ich lege Geld auf den Tisch und bekomme dafür das, was ich will, ohne nachzudenken, wie es zu mir gelangt. Das funktioniert auch einigermaßen.
Dann kamen welche auf die Idee mit ungehinderten Kapitalströmen, und das war dann nicht mehr so einfach. Es stellte sich nämlich heraus, dass Kapital - so wie ein Fluss - letzten Endes nur in eine Richtung strömt. Natürlich behaupten die, zu denen es fließt, dass wir alle davon profitieren, sind aber schon längst der Lüge überführt.
Jetzt kommt noch was dazu: ungehinderte Menschenströme (auch wenn wir alles versuchen, die doch zu verhindern). Und auf einmal sind alle überrascht.
Globalisierung wäre toll, wenn damit eine gerechte Verteilung des Wohlstands gemeint wäre. Globalisiert werden sollen aber nur die Wege, auf denen der Mehrwert, den alle erwirtschaften, zu den wenigen gelangt, die ihn anhäufen. Global schlecht.

Verschiebungen im Kleinen

Beispiel 2: Ein Anbieter von Milchprodukten verlegt , Eu gefördert, seinen Firmensitz ins Ausland , lässt aber weiterhin die Grundstoffe am ehemaligen Vertragsort einsammeln, verkauft die Produkte aber am neuen Standort.
Ein anderer Anbieter übernimmt durch Großhandelsverträge den Verkauf vor Ort.
Dieser sammelt seine Grundstoffe zwar an seinem Firmensitz, muss sie aber quer durch die Republik karren um sie zum Verkauf anbieten zu können.
Dieses innereuropäische Beispiel zeigt auf wie kompliziert sich Transport - und Vertriebswege gestalten können. Die Basis dafür ist der extrem billige Transport , basierend auf dem Kraftstoffpreis.
Nur dieser wiederum , ist sehr anfällig für Erhöhungen und damit das ganze System.

Ich wünschte mir eher mehr Schutz vor der Bertelsmannstiftung...

Die Bertelsmann-Stiftung ist ein Instrument zur politischen Einflussnahme der Familie Mohn, der u.a. auch VOX, RTL und Gruner & Jahr gehören

Diese geballte Medienmacht nutzen sie seit Jahrzehnten, um einen neoliberalen Umbau Deutschlands voranzutreiben. Die Agenda 2010 ist zum Teil auf deren Mist gewachsen.
Im Marketingsprech heißt das dann: "Förderung von Bildung, Demokratie, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur und Wissenschaft "

Klar, Förderung von Privatisierung, Steuersenkungen für Reiche und Sozialabbau klängen ja nun nicht ganz so gemeinnützig. Dieser Lobbyverein ist nämlich gemeinnützig, und im Gegensatz zu Attac ist bisher noch niemand auf die Idee gekommen, das mal gerichtlich überprüfen zu lassen. Oder zumindest noch keiner mit genug Macht dazu, sondern nur ein Haufen Journalisten und Bürger.

Leider vergisst selbst die Tagesschau als gebührenfinanziertes Gegengewicht zu den Privaten Medien der Superreichen immer wieder, das zu erwähnen wenn Bertelsmann mal wieder zitiert wird

Die Gobalisierung hat die Demokratie zu respektieren

Begrüßenswert die Studie der Bertelsmann-Stiftung und die Erläuterungen von Herrn de Geus. Im Grunde bestätigt er die jahrzehntelange Versäumnisse von Wirtschaft und Politik. Globalisierung, Internationalisierung, Egalisierung , Profitisierung um jeden Preis. Nun in vielen Ländern steht man vor großen Problemen, insbesondere in den demokratischen Länder aber nicht nur. Man nehme nur mal die neueste Entwicklungen in China oder auch Amerika. Die Globalisierung hat die Normen der Demokratie zu respektieren. Das tut sie zu wenig.

Deutschland ist einer der großen Gewinner der Globalisierung!

Die Kombination aus einer hochentwickelten Industrie, einer guten Infrastruktur, hochwertiger Ausbildung mit seit 20 Jahren stagnierenden Gehältern und einem stetig wachsenden Niedriglohnsektor machen Deutschland zu einem ziemlich wettbewerbsstarkem Land.

Gut, auf Kosten eben derer in Niedriglohnsektoren und mit stagnierenden Löhnen, aber immerhin profitieren ja die Reichen und die großen Unternehmer davon.

Dazu kommt der Euro, der letztlich den Durchschnitt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eurozone abbildet, und damit für D erheblich unterbewertet ist. Das fördert die Wirtschaft so masiv, dass wir gewaltige Aussenhandelsüberschüsse produzieren, und Arbeitsplätze aus den wirtschaftlich schwächeren EU-Staaten abziehen.

Kurzfristig positiv, weil wir damit die stetig steigende Arbeitslosigkeit überdecken.

Langfristig verheerend, weil wir dadurch erst dann von ihr betroffen werden, wenn wir nicht mehr gegensteuern können.

Und für Spanien und Griechenland ja schon jetzt...

Man könnte ja mal anfangen,

Man könnte ja mal anfangen, zB die Arbeitsschutzgesetze zu globalisieren. Oder die Löhne und Gehälter und die Arbeitsbedingungen.
Oder auch den Reichtum dieser Welt globalisieren, um alle Menschen daran teilhaben zu lassen.
Oder den Frieden.
Oder die Lebensbedingungen.
Aber daran sind Globalisierungsprediger gar nicht interessiert.

@08:59 von Orfee: Was nützt es einem normalen Arbeiter?

"Was nützt es schließlich einen normalen Arbeiter, Lehrer, Arzt, Anwalt oder den Menschen, die in ihrer Heimat den Job ausüben? Gar nichts."

Dann gehen Sie doch mal zu VW, Audi, BMW oder Porsche und fragen Sie dort nach. Ich vermute, dass die Arbeiter dort ihre Ansicht nicht teilen werden.

VW verkaufte 2016 9,63 Mio Fahrzeuge davon 1,13 Mio in Deutschland.
BMW verkaufte 2017 2,42 Mio Fahrzeuge davon 0,31 Mio in Deutschland.

Statt des billigen T-Shirts oder Polo-Shirts bei KiK für max. 5 Euro oder H&M für max. 10 Euro, kann man auch beim deutschen Hersteller TRIGEMA kaufen. Da kostet das T-Shirt dann min. 20 Euro und das Polo-Shirt 49 Euro.

Ob das für viele Niedriglöhner oder Hartz IV Empfänger eine Option ist? Ich denke eher nicht.

Deutschland lebt vom globalen Handel, die Wirtschaft und damit wir alle sind vom Export abhägig.

Es gibt hier unverschämte Kommentatoren

Die Sprüche, die den Sinn wieder geben "alles billig haben wollen aber die Globalisierung verteufeln .." zeugen von Unfähigkeit Ursachen und Wirkung zu verstehen. Mathematik dürfte bei diesen gänzlich unbekannt sein.

Das Problem ist, dass durch die Globalisierung immer mehr Arbeitnehmer für Löhne arbeiten müssen, welche die Arbeitnehmer zu Billigware aus dem Ausland zwingen, um wenigstens eine gewisse Palette von Waren zu besitzen. Wer die Spirale nicht begreift, dem kann man nimmer mit 1000 Zeichen helfen.

Es gibt mehr Bürger, die gerne heimische Waren kaufen würden aber würden sie sich nur auf diese beschränken ist vielfach nicht mal mehr gewährleistet, dass diese sich noch gesund ernähren können, geschweige von sonstigen Artikeln, die das Leben schöner machen.

Diese Art der Unterstellung kann nur auf Troll-Handeln zurückgeführt werden. Ich kenne keine Bürger, die so beschränkt argumentieren.

@09:41 von nie wieder spd: Man könnte ja mal anfangen,

Sie haben gute Vorschläge in Ihrer Auflistung. Diese würden für viele Menschen das Leben besser machen.

Wenn es nicht gleich weltweit klappt, könnte man ja erstmal in Europa anfangen, aber dafür brauchen wir viel mehr EU statt der von den Europagegnern geforderten Abschaffung der EU.

@ um 09:07 von Jonas Bürger

"Es wäre Aufgabe auch der ARD diese komplexe Zusammenhänge im einzelnen neutral und verständlich darzustellen. "

Abgesehen davon, daß ein Großteil der Leser damit wohl nicht klarkommen würde bzw. ein hunderte Seiten umfassenden Artikel wohl kaum lesen würde. Es gibt es etliche Publikationen von Organisationen und Autoren, die sich schon jahre- bis jahrzehntelang mit dem Thema beschäftigen.
Neutral - neutral kann man Vor- und Nachteile auch nicht benennen und erklären, denn im Moment der Einteilung in Vor- und Nach ist die Neutralität dahin.

Suchmaschine ihrer Wahl - man wird etliche Sachbücher, Artikel u.a. Publikationen zum Thema Globalisierung finden. Anfangen kann man unter anderem mit "Das Kapital" und zahlreichen anderen Büchern bekannter Ökonomen, die bilden sozusagen die Grundlage, dann am besten noch BWL o.ä. studieren und so langsam kann man sich eine verständliche Betrachtung der Globalisierung selbst erarbeiten.
Viel Spass ...

Globalisierung der Probleme

Globalisierung funktioniert nur, wenn die Welt sich super entwickelt hat mit Frieden und einer funktionierenden Zivilisation überall auf der Welt ohne Konflikte.

Nehmen wir an in Afrika gibt es bessere Fachkräfte als in Deutschland.
Afrika, die islamischen Länder und der Rest sind viel besser entwickelt als wir. Sie sind uns in Wirtschaft und Wissenschaft sogar überlegen.
Da würden wir uns ja total freuen, wenn diese Menschen in unser Land kommen und ihre Existenz hier aufbauen.
Sie bringen damit mehr Wissen und Geld mit. Wir wären zum Teil auch mit dieser besser entwickelten Welt Afrika und dem nahen Osten vernetzt.

Da würden wir ja die Hand von Frau Merkel küssen, daß sie uns die Möglichkeit zu dieser Globalisierung geschenkt hat.

Aber wir leben nicht in so einer Welt.
Das ist eben der kleine Unterschied.
Deutschland kann nur der Verlierer dieser Globalisierung sein und das setzen die Politiker durch, obwohl sie es ganz genau wissen.

Gewinner und Verlierer

Nicht nur die wirtschaftliche auch die politische Globalisierung ist der Tod jeder Demokratie. Wir stehen am Abgrund und Merkel sagt: ich bin schon ein Schritt weiter.

@09:41 von bitterer Pille

"Deutschland ist einer der großen Gewinner der Globalisierung!"

Bitte differenzieren.
Es ist gut für die deutsche Wirtschaft, deren Aktionäre, denen die nicht von der Arbeit leben müssen…..
Aber es ist nicht gut für diejenigen die durch Billigimporte weniger verdienen, keine Arbeit mehr haben und sich deshalb die wenigsten Importe oder einheimische Produkte in angemessener Qualität leisten können.
Wer die Wage aus dem Gleichgewicht bringt, ist schuld an den Folgen.

@um 09:41 von nie wieder spd

"Man könnte ja mal anfangen, zB die Arbeitsschutzgesetze zu globalisieren. Oder die Löhne und Gehälter und die Arbeitsbedingungen."
Nee, das wäre ja links. Keine gute Idee und im Moment wohl auch nicht mehrheitsfähig...

Studie der "Bertelsmann-Stiftung"

Die Studie wurde von der Bertelsmann-Stiftung erstellt.
Das sagt doch schon alles, denn diese ist ein Ideologiezentrum der Reichen und der Superreichen.

Was sagen wissenschaftliche Studien zum gleichen Thema aus?

@GeMe

"Dann gehen Sie doch mal zu VW, Audi, BMW oder Porsche und fragen Sie dort nach. Ich vermute, dass die Arbeiter dort ihre Ansicht nicht teilen werden."

Sie haben mein Kommentar gar nicht verstanden. VW und der Rest sind Großkonzerne und wenn Sie mein Kommentar nochmal durchlesen, dann werden Sie auch sehen oder sehen wollen/können, daß diese Großkonzerne von der Globalisierung profitieren.

Aber was hat denn ein Lehrer oder Arzt davon? Werden sie denn auch zwangsmässig als Nebenjob eine Beschäfigung in diesen Großkonzernen haben müssen?
Daß z.B. ein Facharzt für Radiologie die Kunden der VW transportiert als Nebentätigkeit, damit er von der Globalisierung auch profitieren kann.

Vielleicht können Sie die Frage gleich mit beantworten.

Das ist doch nicht

nur bei dem Thema so das viele Menschen kein Vertrauen mehr in unsere Regierung haben, die Fragen sind auch so das es komische Werte ergibt.
Die Liste was alles nicht in Ordnung ist und die Politik sich immer wieder verselbständigt und am Bürger vorbei geht ist sehr lang.
Ich geb mal ein Prognose ab und sage das Verhalten der Politik fällt uns in spätestens 5 Jahren ganz gewaltig auf die Füße.
Die Anzeichen sind für Alle zu sehen und Reaktionen der Regierung darauf auch.
Wird noch sehr lustig in Zukunft.

Unser Problem

Unser Problem ist auch das gewissenlose Manager die Filetstücke der Deutschen Industrie mit hohem Know-How für noch mehr Kohle an asiatische Staatsbetriebe verhökern siehe Kuka in Augsburg. Hierfehlt die Solidarität zu unserem Land von Leuten die überdurchschnittlich gute gehälter einstreichen und nie genug bekommen. P.P.

@ Xabbu

Niemand den ich kenne würde dieser Umfrage zustimmen, somit würde auch niemand den ich kenne der Meinung die in diesem Artikel vertreten wird, zustimmen. Hat die ARD endgültig den Kontakt zum Bürger verloren?

Womöglich hat sie den Kontakt zu Ihrem Bekanntenkreis verloren. Mehr würde ich an Ihrer Stelle erst mal nicht behaupten.

08:43, nie wieder spd

>>Zum Nutzen derer, die sowieso schon mehr als genug haben, aber den Hals trotzdem nicht voll bekommen!
Die Reichen werden reicher weil die Armen ärmer werden.

Globalisierung ist nur ein anderes Wort für die rücksichtlose Ausbeutung der Welt und der Menschen.
Oder gibt es noch ein anderes Ziel der Globalisierung?<<

Globalisierung ist ein Schlagwort, welches jeder, der es benutzt, mit dem Inhalt versieht, der sein ideologisches Gebäude stützt.

Wenn Sie bei Ihren Sätzen "Globalisierung" durch "Wirtschaft" ersetzen, sind siese Sätze ebenso richtig.

Wollen Sie deswegen die Wirtschaft abschaffen?

Oder ist es nicht vielleicht zielführender, daran zu arbeiten, sie in den Dienst der Menschen, und nicht nur einiger Menschen, zu stellen?

Die EU ist unser Adressat für Globalisierungsgestaltung.

Ein einzelnes europäisches Land hat global kaum Gewicht. Auch Deutschland, das bedeutendste hat ohne das Gewicht der EU27 gegen China oder die USA zu wenig Gewicht und eigene Gestaltungsmöglichkeiten.
All unsere Handelsabkommen wurden in unserem Sinne ( manchmal leider unfair in unserem Sinne ) durch die EU verhandelt und abgeschlossen.
Die EU besitzt einen gewaltigen Schatz an Gestaltungsmöglichkeiten für alle Facetten der Globalisierung.
Vielleicht fällt in Brüssel noch vor der Europawahl jemandem ein, das die EU auch weiterhin Ihre Bürger vor Schaden durch Globalisierung schützen wird.
Etwas näher zusammenrücken würde in manchen zum Beispiel bei sozialen oder finanziellen Standards zusätzliche Möglichkeiten des Schutzes eröffnen.
Ob dabei Länder oder zurückholt sollte nach diesen Aufgaben entschieden werden.
Wenn sonst nach dem Subsidaritätsprinzip
vorgegangen wird, gibt es auch keine Nachteile für einzelne EU Länder.
Eine einzelne Regierung kann beinahe nichts ausrichten.

09:41, nie wieder spd

>>Man könnte ja mal anfangen, zB die Arbeitsschutzgesetze zu globalisieren. Oder die Löhne und Gehälter und die Arbeitsbedingungen.
Oder auch den Reichtum dieser Welt globalisieren, um alle Menschen daran teilhaben zu lassen.
Oder den Frieden.
Oder die Lebensbedingungen.
Aber daran sind Globalisierungsprediger gar nicht interessiert.<<

Und die nationalistischen Globalisierungsgegner ebenfalls nicht.

Nie wieder schwadronieren

@ nie wieder spd:
Man könnte ja mal anfangen, zB die Arbeitsschutzgesetze zu globalisieren. Oder die Löhne und Gehälter und die Arbeitsbedingungen.

... auf ein mittleres Niveau?

Alle Schranken müssen fallen

Ich bin für die Abschaffung aller Handelsschranken, aller Benachteiligungen ausländischer Produzenten und aller Zölle.

09:26, frosthorn

>>Globalisierung wäre toll, wenn damit eine gerechte Verteilung des Wohlstands gemeint wäre. Globalisiert werden sollen aber nur die Wege, auf denen der Mehrwert, den alle erwirtschaften, zu den wenigen gelangt, die ihn anhäufen. Global schlecht.<<

Tja, dummerweise leben wir im Kapitalismus, und zwar weltweit.

Und anstatt dem Kapitalismus die Reißzähne zu ziehen, arbeitet man sich an der Globalisierung ab und ist der Meinung, kapitalistischer Wirtschaftsnationalismus sei die Lösung.

Dabei ist das ein Widerspruch in sich.

Oder nationaler Sozialismus.

Weil man Marx nicht verstanden hat bzw. nicht verstehen will. So wie Jürgen Elsässer.

Jeder muss sich behaupten

Inländische Betriebe, die sich im internationalen Wettbewerb nicht von alleine behaupten können, haben eben keine Chance und müssen auf ein anderes Geschäftsfeld ausweichen.

09:07, Jonas Bürger

>>Globalisierung lässt sich auch ganz unterschiedlich gestalten.<<

So ist es.

Deswegen geht "Globalisierung ja oder nein" völlig am Thema vorbei.

08:43 von nie wieder spd

Ihre Ausführung zeigt nur die Wirkung aber eigentlich nicht die genaue Ursache!
Die Ursache liegt am Unwissen und am Glauben der den Erwerb von Wissen verhindert.
1. Beispiel: Macht man mit einem Despoten keine Geschäfte und verhindert das dieser Geschäfte mit seinem Ausland machen kann, bleibt er immer noch Despot und die Bevölkerung seines Landes leidet deswegen trotzdem. Aktives Beispiel? Nordkorea
2. Beispiel: Macht man eben Geschäfte mit Despoten, dann muss dieser immer mehr größere Gruppen seiner Bevölkerung einbinden und somit muss er den Zugang zu Wissen gewähren.
Irgendwann kollabiert dann sein System. Beispiel? Arabischer Frühling

Und so führt Handel immer zu Veränderungen und langfristig zur allgemeinen Verbesserung. Kurzfristig und mittelfristig kann das leider anders aussehen. Und so zahlt oft eine Generation die Zeche für die nächste. Dies zu verhindern ist zwar möglich, aber leider so komplex, das dies oft nicht geht.

@heimatplanetmars (09:48)

Dem schließe ich mich an.

Überall wird uns schlechtes Gewissen gemacht, weil wir als Verbraucher angeblich an allem schuld sind.

Dass aber viele Markenklamotten zu denselben Preis hergestellt werden, wie Billigware, aber so teuer verkauft werden, als ob man sie hier herstellen würde, wird nicht erwähnt. Da erhöht sich lediglich die Gewinnspanne der Konzerne von der locker Krankenversicherung der Arbeiter in der 3. Welt hätte bezahlt werden können und noch mehr:
Zum Beispiel Fabriken, die nicht zusammenfallen und Arbeiter unter sich lebendig begraben.

Anstatt sich um sowas zu kümmern kümmert man sich darum, dass Hähne erst dann geschlachtet werden, wenn sie aus dem Kindchen-Schema herausgewachsen sind und wir sie nicht mehr niedlich finden.

Na ja. Kranke, abgearbeitete, hustende und humpelnde Arbeiter in der 3. Welt sind ja auch nicht mehr niedlich...

@ um 09:45 von GeMe

Zumindest kann ich bei dem deutschen Produzent, den Sie genannt haben, davon auszugehen, dass dessen T-Shirts oder Polohemden 10 Jahre halten. Die Klamotten der anderen Händler, die Sie nennen, überleben meist noch nicht mal 1 Jahr.
Und sind dann sogar teuerer.
Der deutsche Produzent zahlt auch halbwegs anständige Löhne und stellt halbwegs anständige Arbeitslplätze und Arbeitsbedingungen zu Verfügung, von denen die 3. Welt nur träumen kann und auf die ich nicht verzichten möchte.
Das ist nämlich auch ein Produzent, der sich seiner Verantwortung für seine Arbeiter und für die Gesellschaft bewusst ist. Und, das kann man in den heutigen Zeiten gar nicht oft genug wiederholen, dieser deutsche Produzent zahlt Steuern in Deutschland, ohne Wenn und Aber und ohne Steueroasen oder - paradiese!
Er gehört höchstwahrscheinlich nicht zu den Steuerverbrechern, die uns jedes Jahr 160 Milliarden Euro in Form von Steuerhinterziehungen stehlen!
Ganz anders als die globalisierten Heuschreckenschwärme.

Mehrheit fordert Schutz vor Globalisierung

Das eine sind die Bertelsmann-Stiftung und ihre Zahlen.Das andere der unfaire Handel und der Schutz davor.Gerade die "interne Abwertung",die Schaffung von schlecht bezahlten Randbelegschaften und die bescheidene Tarifpolitik der deutschen Gewerkschaften haben zu dem Exportboom geführt.Und zu volkswirtschaftlichen Schäden in anderen Ländern(beggar the neighbour).
Diese Probleme werden hier und da den Ruf nach Schutzzöllen verstärken.Oder auch die Tendenz aus der Eurozone auszutreten,um mit der Abwertung einer dann eigenen Währung,die Binnenwirtschaft zu schützen.

Keine Spirale.. - "Das Problem ist, dass durch die

..Globalisierung immer mehr Arbeitnehmer für Löhne arbeiten müssen, welche die Arbeitnehmer zu Billigware aus dem Ausland zwingen,... Wer die Spirale nicht begreift.."

.. eine Pyramide.
Wir haben eine Demokratie, das heißt, wir *könnten* die Dinge ändern, wenn denn nur genug potentielle Wähler Ursachen und Wirkungen unseres neoliberalen Wirtschafts- und Politiksystems verstünden.

Aber der Leidensdruck ist dafür bei weitem nicht hoch genug. Auch und vor allem Dank der Globalisierung, die vielen einen gut bezahlten Job bei Daimler oder VW sichert, und den anderen immerhin die Möglichkeit gibt, andere auszubeuten.

Denn die Preise für Güter in Deutschland, die selbst Niedriglöhnern und Harz-4 Beziehern noch einen vollen Kleiderschrank, einen großen Flachbildfernseher mit 200 Kanälen und rund ums Jahr Ananas ermöglichen lassen sich nur durch die Ausbeutung der Dritten Welt erreichen. Und die habendann einen großen Leidensdruck, aber leider keine Demokratie mehr, um sich dagegen zu wehren

@ um 09:50 von GeMe

Danke!
Wir brauchen eine europäische Sozialunion, und erst danach eine Wirtschaftsunion.
Gleiche, hohe soziale Standards für alle, gleiche Steuern, mit denen vorzugsweise die sozialen Standards finanziert werden.
Und das alles vorläufig für eine begrenzte Anzahl von Mitgliedstaaten.
Wenn es da gut läuft können sich die nächsten Mitglieder bewerben.
Da könnte Europa dann tatsächlich ein gutes Beispiel für die ganze Welt sein.
Aber das funktioniert mit diesen neoliberalen Regierungs - und Europapolitikern nicht, die wir überall in Europa haben.
Die müssen wir alle noch vorher loswerden.
Ich fürchte, das ist die schwerste Aufgabe für die Demokratie.

@09:50 von GeMe

"Wenn es nicht gleich weltweit klappt, könnte man ja erstmal in Europa anfangen, aber dafür brauchen wir viel mehr EU statt der von den Europagegnern geforderten Abschaffung der EU."

Ja aber mit Ausrichtung auf den Bürgernutzen und nicht alleine auf die Profitgier Gier der Finanz, Wirtschaft und Co.
Solange die EU nicht einlenkt in ihrer Ausrichtung, wird es immer mehr Europagegner geben.
Warum soll ich für etwas sein was Anderen nützt und mir schadet?
Wenn man ein vereintes Europa will, muss man ein Europa der Bürger erschaffen (mit einheitlichen Regeln) und nicht ein Europa der Wirtschaft, Banken, Spekulanten, Reichen….

09:54, Wolfes74

>>neutral kann man Vor- und Nachteile auch nicht benennen und erklären, denn im Moment der Einteilung in Vor- und Nach ist die Neutralität dahin.<<

Schon das wird hier nicht verstanden.

Wie kann man dann etwas so kompliziertes wie Weltwirtschaft kapieren?

Ich habe den Verdacht, daß Leute, die nach Neutralität rufen, in Wirklichkeit ihre eigene Meinung abgebildet sehen wollen.

Die EU ist unser Adressat für Globalisierungsgestaltung.

Ein einzelnes europäisches Land hat global kaum Gewicht. Auch Deutschland, das bedeutendste hat ohne das Gewicht der EU27 gegen China oder die USA zu wenig Gewicht und eigene Gestaltungsmöglichkeiten.
All unsere Handelsabkommen wurden in unserem Sinne ( manchmal leider unfair in unserem Sinne ) durch die EU verhandelt und abgeschlossen.
Die EU besitzt einen gewaltigen Schatz an Gestaltungsmöglichkeiten für alle Facetten der Globalisierung.
Vielleicht fällt in Brüssel noch vor der Europawahl jemandem ein, das die EU auch weiterhin Ihre Bürger vor Schaden durch Globalisierung schützen wird.
Etwas näher zusammenrücken würde in manchen zum Beispiel bei sozialen oder finanziellen Standards zusätzliche Möglichkeiten des Schutzes eröffnen.
Ob dabei ein Land Kompetenz abgibt oder zurückholt sollte nach diesen Aufgaben entschieden werden.
Wenn sonst nach dem Subsidaritätsprinzip
vorgegangen wird, gibt es auch keine Nachteile für einzelne EU Länder.
Eine Land allein kann nichts ausrichten.

"Deutschland kann nur der Verlierer dieser Globalisierung sein"

@ 09:54 von Orfee

Denken Sie das? Dann vergleichen Sie doch mal die Entwicklung Deutschlands mit der von Afrika, Südostasien, den USA, Japan und der Rest-EU.

Sehen so Verlierer aus?

Der Grund, dass Sie sich vielleicht nicht als Gewinner fühlen (ich übrigens auch nicht, ebenso wohl wie die große Mehrzahl der Deutschen) liegt wohl eher darin, dass all die Gewinne nicht bei uns ankommen.

Ganz im Gegensatz zu den Nachteilen natürlich. Aber das ist weniger ein Problem der Globalisierung als vielmehr eines der sozialen Gerechtigkeit.
Hätten wir starke Gewerkschaften, eine Bürgerfreundliche und Menschenkonforme Regierung statt einer wirtschaftsfreundlichen marktkonformen, und genug Wähler die sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzten, würden wir, auch dank der Globalisierung, in einem Schlaraffenland leben mit 28 Stundenwoche, Vollbeschäftigung und Spitzenlöhnen.

Gut, die hundert Reichsten Deutschen hätten dann nur noch 200 Mrd statt 500, aber auch davon kann man überleben...

@Barthelmus

"Wer BIlligklamotten kaufen will, aber gleichzeitig einen Schutz deutscher Textilfabriken gegen ausländische Konkurrenz, hat das Thema Wirtschaft noch nicht ganz verstanden."

Es liegt Wahrheit in Ihrem Kommentar. Allerdings ist noch mehr dahinter. Auch die Anbieter von teurer Marken Kleidung produzieren in Billiglohnländern. Manch einem Deutschen bleibt auch nichts anderes übrig, als (nicht nur) an der Kleidung zu sparen.

@ um 10:02 von Wolfes74

Stimmt!
Aber „Links“ ist deshalb nicht Mehrheitsfähig, weil der Osten uns sein System als „Links“ verkauft hat, und der Westen uns in diese Lüge hat glauben lassen.
Tatsächlich ist „Links“ das fortschrittlicheste System, das überhaupt Denkbar ist und könnte Weltweit allen und allem zu Gute kommen.
Deshalb muss „Links“ globalisiert werden!
Dem stehen unsere Bildungssysteme allerdings noch entgegen. Und Politiker die uns Anderes einreden wollen, sollen und müssen.

versklavung der menschheit

der wegfall der zälle führt die menschheit in die versklavung. dies sagte sinngemäß abraham lincoln. und das war in einer zeit, bevor ganze industrien ausgelagert wurden, beispielsweise die textilindustrie nach bangladesch und co.
.
die menschen werden gegeneinander ausgespelt, soziale und ökologische standards werden nach unten angeglichen. gäbe es keine qualitativen untschiede, die sprachlichen/kulturellen barieren und die zeitliche verzögerung über die transportwege, würde jeder von uns sprichwörtlich mit den ausgebeuteten frauen in den textilfabriken in bangladesch, den kindern in indischen steinbrüchen oder den suizidalen arbeitern bei foxconn konkurrieren. niemand gewinnt. alle verlieren.
.
und wer gegen die globalisierung ist (eine klassisch linke position) wird heute interessanterweise als "rückwärtsgewandter nationaltimelnder protektionist" bezeichnet. die menschen lassen sich eben gerne und viel zu leicht verschaukeln von jenen, die immer mehr am rad drehen.

@ 09:58 von Emil66

""Deutschland ist einer der großen Gewinner der Globalisierung!"

Bitte differenzieren.
Es ist gut für die deutsche Wirtschaft, deren Aktionäre, denen die nicht von der Arbeit leben müssen…..
Aber es ist nicht gut für diejenigen die durch Billigimporte weniger verdienen, keine Arbeit mehr haben und sich deshalb die wenigsten Importe .. leisten können."

Genau das ist ja der Punkt: Auch, und vermutlich gerade jenen, die wenig haben, ging es ohne Globalisierung schlechter.
Ohne Euro wäre die Arbeitslosigkeit in der EU besser verteilt. Das heißt: Wir hätten deutlich mehr davon und Spanien/Griechenland deutlich weniger.

Und die Sozialhilfeempfänger müssten immer noch mit wenig Geld leben, könnten aber nicht mehr die Entwicklungsländer ausbeuten, sich also auch viel weniger leisten.

Richtig schlimm ist die Globalisierung z.B. für Afrika, das wir durch einseitige Handelsverträge (gegen die TTIP harmlos sind) ausbluten und deren Wirtschaft wir ruinieren.

10:05, Orfee

>>Sie haben mein Kommentar gar nicht verstanden. VW und der Rest sind Großkonzerne und wenn Sie mein Kommentar nochmal durchlesen, dann werden Sie auch sehen oder sehen wollen/können, daß diese Großkonzerne von der Globalisierung profitieren.

Aber was hat denn ein Lehrer oder Arzt davon? Werden sie denn auch zwangsmässig als Nebenjob eine Beschäfigung in diesen Großkonzernen haben müssen?
Daß z.B. ein Facharzt für Radiologie die Kunden der VW transportiert als Nebentätigkeit, damit er von der Globalisierung auch profitieren kann?<<

VW ist ein Arbeitgeber, der seine Arbeiter und Angestellten übertariflich bezahlt.

Allerdings verdienen Lehrer, Radiologen und andere Ärzte meist mehr.

Sind Sie wirklich der Meinung, Fachärzte würden bei uns infolge der Globalisierung zu wenig verdienen?

Interessant.

@Marcus2 und Xabbu

Sie finden nichts auf den Seiten der Bertelsmann-Stiftung? Ich weiß nicht, ob ich hier verlinken darf. Ich empfehle die Suchworte:
Bertelsmann-Stiftung Studie Globalisierung
in die am meisten genutzte Suchmaschine einzugeben.
Der dritte Eintrag führt zu der 32seitigen Studie auf der Seite der Bertelsmann-Stiftung

Übrigens ist das Bewerten der eigenen Wahrnehmung Subjektivität. Objektivität ist etwas anderes. Ich schließe von meinem Umfeld auch nicht auf das gesamtdeutsche Verhalten. Im Großen und Ganzen stimme ich der Studie zu.

@Weil man Marx nicht verstanden hat 10:28 von fs zu frosthorn

Charly M. würde sagen:
'Das beständige Streben dessen, was wir Gesellschaft nennen,
bestand darin, durch Betrug oder Beredung, durch Schrecken oder Zwang,
den produktiven Arbeiter zu bewegen, die Arbeit zu verrichten
für den möglichst kleinen Teil des Produkts seiner eignen Arbeit.'

Was gibts da nicht zu verstehen? ;)

um 9.01 von Daje "Dumm, dümmer, deutsch"?

Was soll das denn heißen: Dumm, dümmer. deutsch - ?
Wo ist es denn besser? Auf den Ramsch-Märkten in der Türkei oder in Nordafrika?
Der weltweit freie Handel mit Ramsch macht hier die Produktion kaputt, genau so, wie der Handel mit europäischem Billigfleisch und Fleischabfällen der Viehwirtschaft in Afrika schadet.
Jeder jammert drüber. Aber wenn Trump zum Schutz der amerikanischen Wirtschaft den Freihandel einschränken will, dann ist er der Böse.

@ um 10:17 von fathaland slim

Sie schreiben Unsinn.
Auch wenn Sie immer wieder versuchen andere hier vorsätzlich mißzuverstehen, ändert das nichts daran, dass hier viele auch Ihrer Meinung sind und nicht verstehen, dass Sie immer wieder mit geradezu unverschämten Thesen versuchen, sich selbst zu konterkarieren.
Aber ich bin Zuversichtlich, das wird noch ...

@ 09:58 von Emil66

"Es ist gut für die deutsche Wirtschaft, deren Aktionäre, denen die nicht von der Arbeit leben müssen….."

Das wäre aber ohne die Globalisierung auch nicht anders... Ansetzten müssen wir bei den Eliten.

Bei den Medien der Superreichen (90% der privaten Medien sind im Besitz von 5 Superreichen Familien), die direkt, und über Thinktanks wie die Bertelsmannstiftung, Politik und Bevölkerung beeinflussen.

Bei den Politikern, die gegen gutbezahlte Pöstchen Millarden unserer Steuergelder in die Taschen der Superreichen leiten. Siehe Bankenrettung, Verschrottungsprämie, Agenda 2010, Rentenreform, Bankenrettung II (zynischer Neusprech: Griechenlandrettung)

Bei den "Experten", die unter dem Deckmäntelchen ihrer Professur und der Aegide ihrer Aufsichtsratposten Werbung für abstruse Produkte machen (Riesterrente für Geringverdiener...)

Bei den Konzernen, die unsere Infrastruktur nutzen, aber nichts zu ihren Kosten beitragen..

Und das idealerweise vereint mit den Arbeitern aller Länder...

10:57, bitterer Pille

>>Wir haben eine Demokratie, das heißt, wir *könnten* die Dinge ändern, wenn denn nur genug potentielle Wähler Ursachen und Wirkungen unseres neoliberalen Wirtschafts- und Politiksystems verstünden.<<

Ja, verstehen.

Das fängt schon damit an, daß man mit sauberen Begrifflichkeiten arbeiten sollte.

Unser Wirtschaftssystem ist nicht neoliberal, sondern kapitalistisch.

Neoliberalismus ist eine politische Ideologie. Ich empfehle, den Begriff nachzuschlagen.

Der Globalisierungskritiker-Mainstream, so wie er sich momentan darstellt, möchte an dieser Organisierungsform der Wirtschaft gar nichts ändern, sondern lediglich die Grenzen dichtmachen. Ausländer raus als volkswirtschaftliches Prinzip.

@10:42 von Tada

"Dass aber viele Markenklamotten zu denselben Preis hergestellt werden, wie Billigware, aber so teuer verkauft werden, als ob man sie hier herstellen würde, wird nicht erwähnt. Da erhöht sich lediglich die Gewinnspanne der Konzerne von der locker Krankenversicherung der Arbeiter in der 3. Welt hätte bezahlt werden können..."

Völlig richtig. Nur beschäftige ich mich seit Jahren mit der Idee der fairen Produktion, und habe immer noch den Eindruck, dass sich die große Mehrheit schlicht mehr für Marketing und Image interessiert als für Arbeitsbedingungen. Sprich: Einem berühmten Basketballer Millionen dafür zu zahlen mit dem eigenen Logo durch die Weltgeschichte zu rennen scheint ein profitableres Businessmodel zu sein als mit dem Geld die 2000 Näher anständig zu bezahlen.

Leider. Würde mich freuen, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen könnte. Faire Label gibt es ja inzwischen einige...

@10:27 von forensüchtig

"Ich bin für die Abschaffung aller Handelsschranken, aller Benachteiligungen ausländischer Produzenten und aller Zölle."

Und andere sind für die Abschaffung der Privilegien und des Schutzes der Reichen.
Dass sich alle bei denen bedienen können so wie die sich bei den Armen bedienen.

Globalisten und Kontrollverlust

Die Globalisten denken immer, daß sie mit mehr Einfluß, die Welt kontrollieren können.
Sie schaffen mit dieser Mentalität aber mehr Chaos.

Vereinigung der europäischen Nationen zu einer EU könnte die Welt mehr bewegen. Was hat man erreicht? Genau das Gegenteil.

Sie haben Syrien nicht unter Kontrolle. Rußland und China sind ihnen ausgekugelt mit mehr Widerstand als vorher. Die Sanktionen gegen Rußland nützen absolut nichts.

Die Probleme in Afrika (Überbevölkerung, Armut) will man mit finanziellen Hilfen lösen. Afghanistan niemals erfolgreich. Massenmigration völlig ausser Kontrolle geraten.
Abschaffung der Diktatoren im nahen Osten hat mehr Chaos gebracht. Dadurch auch Reislamisierung der Islamländer sogar der Türkei mit Erdogan.
Reislamisierung als Stichwort bedeutet - der Westen versagt und es gibt nur eine Erlösung davon --> der Islam.

Sie haben Trump und Nationalisten in Europa. Brexit.

Globalisierung sollte mehr Kontrolle bringen und genau das Gegenteil kam -- Chaos.

11:01 von Emil66

Zitat:
"Wenn man ein vereintes Europa will, muss man ein Europa der Bürger erschaffen (mit einheitlichen Regeln) und nicht ein Europa der Wirtschaft, Banken, Spekulanten, Reichen…."

Aber leider haben letztgenannte Gruppen die Politik und die Politiker bereits global im finanziellem Würgegriff.
Sehr schön am Beispiel Griechenlands zu sehen, wo die Troika und der IWF und eben nicht mehr die gewählten Politiker die Marschrichtung bestimmen. Mit Demokratie hat das nur noch wenig zu tun. Und Griechenland ist dabei erst der Anfang !

RE: fathaland slim

Danke für ihre Kommentare. Sie sprechen mir aus der Seele.

Gruß Hador

11:01, Emil66

>>Wenn man ein vereintes Europa will, muss man ein Europa der Bürger erschaffen (mit einheitlichen Regeln) und nicht ein Europa der Wirtschaft, Banken, Spekulanten, Reichen….<<

Die Wirtschaft, das ist die Summe sämtlicher Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Lande.

Und auch Reiche und Spekulanten sind Bürger.

Vielleicht meinen Sie, daß man das Wirtschaftssystem, welches Reiche und Spekulanten begünstigt, ändern sollte?

Das liegt nicht im Ermessen der EU, sondern an den Wahlentscheidungen ihrer einzelnen Bürger.

Und die stimmen nach wie vor mehrheitlich für Parteien, die an der wirtschaftlichen Organisationsform nichts ändern wollen.

Das sind dieselben Bürger, die über die Auswirkungen des Kapitalismus jammern und dann ihr Kreuz weit rechts setzen.

Diese Bürger haben überhaupt gar nichts kapiert, und ich habe mir abgewöhnt, mich darüber zu wundern.

@10:05 von Orfee: Lehrer, Arzt oder Anwalt

In wie weit steht denn der deutsche Lehrer, Arzt oder Anwalt mit dem z.B. aus Italien, Indien oder den USA in Konkurrenz?

Dass ein deutscher Arzt, Lehrer oder Anwalt sich sein Leben mit einem Zweitjob bei VW finanzieren muss, wäre mir neu.

Gerade diese Berufsgruppen profitieren von der Globalisierung, denn sie unterliegen keiner Lohnkonkurrenz aus dem Ausland, können aber die billigen importierten Produkte kaufen.

Dadurch, dass VW ca. 90% seiner Autos ins Ausland exportiert, kann VW viele Angestellte bezahlen, die wiederum viel Geld als Steuern und in die Sozialkassen einzahlen. Von diesem Geld werden dann z.B. Ärzte oder von den Steuern Lehrer bezahlt.

Um es simpel zu machen. Was würde passieren, wenn 90% der von VW an die Allgemeinheit gezahlten Gelder fehlen würden und zusätzlich 90% der VW-Mitarbeiter arbeitslos wären?

Wovon wollte man dann Ärzte und Lehrer bezahlen?

@fathaland slim

"Sind Sie wirklich der Meinung, Fachärzte würden bei uns infolge der Globalisierung zu wenig verdienen?"

Bevor Sie aber so ein Kommentar loswerden, sollten SIe sich mal über die Einkünfte der Ärzte im öffentlichen Dienst informieren. Sie würden sich nämlich dafür schämen, wenn Sie wüßten was die Ärzte tatsächlich verdienen.

Seit der EU Einführung sind die Lebensunterhaltskosten/Einnahmen in negativer Bilanz.
Das gilt für die niedergelassenen Ärzte sowie die im öffentlichen Dienst.
Immer mehr Krankenhäuser werden geschlossen oder schreiben rote Zahlen.
Es wurde sehr viel an Personal gespart mit negativer Auswirkung auf Patienten.
Niederlassung kann sich neue Geräte nicht mehr anschaffen und arbeiten mit Alten.
Darunter leidet die gesamte Branche.

Die DM Zeit war das goldene Zeitalter für diese Branche. Das gilt aber nicht nur für Gesundheit sondern Bildung und das Sozialsystem.

Anscheinend gibt es hier keine Kommentatoren aus diesem Milieu, die sich in dieser Richtung äußern

@ 11:17 von MK Ultra Slim

"und wer gegen die globalisierung ist (eine klassisch linke position) wird heute interessanterweise als "rückwärtsgewandter nationaltimelnder protektionist" bezeichnet. die menschen lassen sich eben gerne und viel zu leicht verschaukeln von jenen, die immer mehr am rad drehen."

1. Das könnte unter Umständen daran liegen, dass eine Globalisierung nach sozialen Gesichtspunkten durchaus ihre Vorteile hat, und dass selbst mit Zöllen und Subventionen eine Elite ihre Bürger ausbeuten kann. Dass daher eher die undemokratischen Herrschaftsstrukturen der Eliten bekämpft werden sollten als die Globalisierung.

2. Aber ja, es stimmt. Selbst kritische Kommentatoren übernehmen gerne die Terminologie der Eliten, und oft deren Vorauswahl an Themen. Wie oft haben wir hier verbissen über Flüchtlinge diskutiert statt über die wirklich drängenden Probleme wie die löchrige Erbschaftssteuer, die unemokratische Bankenrettung, die massive Steuervermeidung, die jedes für sich mehr kostet als alle Flüchtlinge

11:17, MK Ultra Slim

>>und wer gegen die globalisierung ist (eine klassisch linke position) wird heute interessanterweise als "rückwärtsgewandter nationaltimelnder protektionist" bezeichnet. die menschen lassen sich eben gerne und viel zu leicht verschaukeln von jenen, die immer mehr am rad drehen.<<

Sie haben hier oft genug bewiesen, daß Sie sich mit Marx nicht beschäftigt haben.

Nicht gegen die Globalisierung zu sein ist eine klassisch linke Position, sondern die Ausbeutung der dritten Welt zu kritisieren und internationale Solidarität einzufordern. Ich empfehle, den Begriff "proletarischer Internationalismus", ein Kernbegriff der Linken, nachzuschlagen.

Der Begriff "Globalisierung" kam erst vor wenigen Jahrzehnten auf. Die Phänomene, welche er beschreibt, sind uralt.

Die Rechte hat den Begriff, kaum war er entstanden, gekapert und will damit an die Linke andocken. Das ist Teil der rechten Querfrontstrategie, die sich wie ein roter Faden durch Ihre Kommentare zieht.

@ bitterer Pille (11:34)

"Faire Label gibt es ja inzwischen einige"

Da bin ich leider völlig verunsichert bis desillusioniert.
Ich habe in einer Reportage gesehen, wie manche Labels vergeben werden - nur Bares ist Wahres.

Wieso gibt es eigentlich so viele Faire Label???
Eins sollte reichen.
Aber an vielen können Viele abkassieren und vor Ort überprüft es eh keiner oder die Prüfung wird rechtzeitig angemeldet.

Dabei wäre realistisch gesehen nichts gegen legale Kinderarbeit anzuwenden, solange die Kinder dafür wenigstens abends oder an 2 Tagen in der Woche zur Schule gehen könnten.
Dann könnten sie später wenigstens den Vertrag lesen, den sie unterschreiben, und das ist viel wert, wenn es um Arbeitsstunden, Stundenlohn oder Schulden und Zinsen oder das geltende Recht geht. (Manche Geldverleiher schreiben nach dem Unterschreiben einfach paar Nullen dazu - der Schuldner kann es eh nicht lesen... Seine Kinder dürfen dann die Schulden abarbeiten. Nicht umsonst war Sklaven verboten Lesen und Schreiben zu lernen.

Bertelsmann und was

Diese Studien der Fa. Bertelsmann kann man immer in die Tonne kloppen, siehe die Studien zur Schule, usw.
Wenn ich mir die meisten der Kommentare hier ansehe, dann müssten Linke bei der Wahl eine satte Mehrheit haben. Dem ist gottlob nicht so. Der Staat soll sich aus dem Wirtschaftsleben, soweit wie möglich heraushalten. Er kann es einfach nicht. Und die Freiheit der Märkte, neben der bürgerlichen Freiheiten, ist unantastbar. Wenn es zu Oligopolen/Monopolen (Beispiel: Ölkonzerne, Heizungsdienstleister wie z.B. ISTA, Techem, Brunata) kommt, dann hat und muß der Staat eingreifen und diese auflösen. Leider versagt hier unser System. Genauso, wie beim Ausverkauf von Industrie (KUKA, usw.) an China. Da halte ich es lieber mit den Ökonomen Schumpeter, Hayek. Dann würde es klappen. Und daß der Transport wesentlich höher besteuert werden muß, um unsinnige Transporte zu minimieren (Beispiel: Meine Osram-LEDs kommen mittlerweile aus China), ist auch klar.

11:25, nie wieder spd

>>@ um 10:17 von fathaland slim
Sie schreiben Unsinn.
Auch wenn Sie immer wieder versuchen andere hier vorsätzlich mißzuverstehen, ändert das nichts daran, dass hier viele auch Ihrer Meinung sind und nicht verstehen, dass Sie immer wieder mit geradezu unverschämten Thesen versuchen, sich selbst zu konterkarieren.
Aber ich bin Zuversichtlich, das wird noch ...<<

Haben Sie zu meinem Kommentar auch inhaltlich was zu sagen?

Wäre nett...

Europa der Bürger ?

Das sind wohl diese "Mehrheiten", die immer wieder für oder gegen etwas demonstrieren und alles kaputtreden, bis gar nichts mehr geht -
weil es der "Rechtsstaat" allen recht machen will.

@ 12:06 von fathaland slim

es ist völlig unerheblich, ob die entwicklung als "globalisierung" bezeichnet wird oder nicht. und die entwicklung führt zu einer verschlechterung für die menschen auf beiden seiten. aber solidarität mit den opfern des neoliberalen irrsins zu zeigen ist ja "rechts", ich unterscheide hier nicht. und wenn eine gesellschaft – ob entenhausener, indianer, oder europäer – ihre sozialen und ökonomischen errungenschaften verliert, ist dies abzulehnen. doch dieses ziel wird von ihren freunden wie herrn soros offen kommuniziert. aber der ist ja zum glück links und kein querfrontler oder gar ein neoliberaler geldsack oder wie sie ihr gedankenkonstrukt gerne bezeichnen.

@11:01 von Emil66: ein vereintes Europa

Da in Europa alles was in der EU umgesetzt werden soll von allen Regierungen der Mitgliedsstaaten einstimmig beschlossen werden muss, kommt immer nur der kleinste gemeinsame Nenner dabei heraus.

Und wenn ein Land quer schießt, dann geht eben gar nichts.

12:28, JUKUK

>>Da halte ich es lieber mit den Ökonomen Schumpeter, Hayek. Dann würde es klappen. Und daß der Transport wesentlich höher besteuert werden muß, um unsinnige Transporte zu minimieren (Beispiel: Meine Osram-LEDs kommen mittlerweile aus China), ist auch klar.<<

Sie halten es also mit der marktradikalen Schule.

Weiterhin sind Sie für Steuererhöhungen bei Importen.

Und zahlen deswegen für Ihre LEDs gern das doppelte...

Ich habe die Marktradikalen noch nie verstanden, vor allem, wenn sie wirtschaftsnationalistisch daherkommen. So wie es gerade modern ist.

Es war noch nie eine Frage GUT oder Schlecht.

Es ist wie so oft das was man daraus macht. Gut u. schlecht wohnt jedem Menschen oder ähnlichen System inne. Es kommt darauf an was man daraus macht. Wenn der eine frei wählen kann hier oder global zu produzieren so tut er es nur dann wenn er erhebliche Vorteile hat sieht oder Möglichkeiten hat. Im Gegenzug wenn der Arbeitnehmer nicht global unterwegs ist oder sein möchte oder global wesentlich schlechter verdient u. nicht solche Privilegien von Handel u. Wirtschaft genießt kann er seine Bedürfnisse die auf den Gesamtbedarf gedeckelt sind nur noch billig im wahrsten Sinne des Wortes decken u.der Rest seiner Art bleibt z.B.auf der Strecke. In Europa z.B.die südl. Länder gegenüber den nördl.oder Europa;USA;gegen China Fern-Ost bei den personalintensiven Jobs usw. und immer mehr auch bei den qualifizierten Berufen. Warum kommen immer mehr Ärzte aus dem Osten Europas? Polarisierungen finden ihre Ursache aus Bedingungen statt,die zwangsläufig dann zu Spannungen u.Mißständen führen müssen...

Eine gewisse Qualität gehört natürlich schon dazu, aber Markenklamotten sind vor allem deshalb so teuer, damit die Kunden den Preis ihrer Klamotten vorführen können. Mit preiswerten Produkten kann man keine repräsentative Marke aufbauen!

Zu erwarten, dass der Hersteller freiwillig Gewinn in Form höherer Preise in den Herstellerländern abgibt, weil er ja "genug" verdient, finde ich etwas naiv. Nobelmarken wollen Kohle scheffeln; sie sind keine karitativen Vereine. Die Preisdifferenz landet auch nicht nur in den Taschen der Inhaber besagter Marken, sondern z.B. auch in teuren Werbekampagnen.

12:04, bitterer Pille

Sie lieben offensichtlich das Wort "Elite" bzw. "Eliten". Es taucht gefühlt in jedem zweiten Ihrer Sätze auf.

Ich habe da aber ein Verständnisproblem.

Wie erkennt man "Elite", wann gehört man zu ihr, und was unterscheidet Elite von Nichtelite?

Uns haben unsere Lehrer auf dem Gymnasium erzählt, wir würden zur zukünftigen Elite der Gesellschaft erzogen.

Ich bin also Elite, denn ich habe Abitur gemacht.

Vielleicht wäre es klug, dieses Schlagwort einfach zu vermeiden?

@ 12:27 von Tada

""Faire Label gibt es ja inzwischen einige"

Da bin ich leider völlig verunsichert bis desillusioniert.
Ich habe in einer Reportage gesehen, wie manche Labels vergeben werden - nur Bares ist Wahres."

Da muss ich Ihnen auch wieder recht geben. Vieles ist da sehr intransparent. Was würden Sie von einem (kleinen) Fair Production Label erwarten, um ihm vertrauen zu können?

Klar, Transparenz z.B. Aber wie müsste das aussehen, damit man dem Vertrauen kann? Ich bin da für alle Vorschläge und Einschätzungen dankbar.

@ um 12:38 von fathaland slim

Nein.
Meistens bin ich sprachlos.
In anderen Fällen erübrigt sich eine Antwort.
Und manchmal bleibt einem die Spucke weg.
:)

12:06 von fathaland slim

" Die Rechte hat den Begriff, kaum war er entstanden, gekapert und will damit an die Linke andocken. "
Dockt nicht der Neoliberalismus an linke Positionen an um seine Intentionen, das Arbeitskräftepotential am effizientesten ausbeuten zu können und gefestigte Strukturen in seinem Sinne zu zerstören, zu befördern. Die Linke sollte aufpassen, daß sie nicht als nützlicher Idiot endet.

@GeMe

"Dadurch, dass VW ca. 90% seiner Autos ins Ausland exportiert, kann VW viele Angestellte bezahlen, die wiederum viel Geld als Steuern und in die Sozialkassen einzahlen. Von diesem Geld werden dann z.B. Ärzte oder von den Steuern Lehrer bezahlt."

Schon ziemlich lustig diese Darstellung.
Theoretisch richtig aber die Realität ist, daß die Ärzte nicht besser bezahlt werden und das schon seit Jahren.

Es gibt eine Studie über Reallöhne basiert auf Umfragedaten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und Angaben des Statistischen Bundesamts.

Die Reallöhne sind seit 1990 um bis zu 50 Prozent gesunken.
Ein großer Teil der Beschäftigten verfügt heute über eine geringere Kaufkraft als vor 20 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Gehälter in den 100 häufigsten Berufen hervor. Die Einbußen im Vergleich zu 1990 liegen bei bis zu 50 Prozent.
Diese Studie belegt auch, daß besonders die Gehälter der Ärzte geschrumpft sind, obwohl sie als Topverdiener bleiben.

12:38 von fathaland slim

11:25, nie wieder spd

>>@ um 10:17 von fathaland slim
Sie schreiben Unsinn.
Auch wenn Sie immer wieder versuchen andere hier vorsätzlich mißzuverstehen, ändert das nichts daran, dass hier viele auch Ihrer Meinung sind und nicht verstehen, dass Sie immer wieder mit geradezu unverschämten Thesen versuchen, sich selbst zu konterkarieren.
Aber ich bin Zuversichtlich, das wird noch ...<<

Haben Sie zu meinem Kommentar auch inhaltlich was zu sagen?

Wäre nett...
///
*
*
Was soll die unverschämte Minderheit zu Ihrer überholten linksträumerischen Meinungshoheit sagen?
*
Soll das angebliche Missverstehen etwa Ihr Privileg bleiben?

@c.schroeder

Ich sage nicht dass ich ein Land kenne was in die richtige Richtung läuft. Und ich finde den Protektionismus den trump fährt nicht schlecht, nur wie er es macht und mit den ganzen Ausnahmen wird es nur eine erpresserische Verhandlungsposition, kein echter protektionismus. Freihandel macht die in und ausländischen Kleinbetriebe kaputt und macht nebenher mit immer mehr Logistik die Umwelt kaputt und die Menschen zu konsumzombies. Es ist kaum möglich regional zu leben, selbst wenn man versucht drauf zu achten. Wenn ich hier die ganzen Fans von Globalisierung sehe wird mir übel, wenn ich an die Zukunft denke. Die Konzerne und Medien scheinen mit ihrer undifferenzierten Berichterstattung und Werbung für immer mehr immer billiger echt bei den Leuten anzukommen. Und das ist traurig

Für Freihandel und Austausch der Kulturen!

Ich bin definitiv für einen Freihandel! Ohne Zweifel profitieret Deutschland und auch die Welt davon, wenn ihr Leben durch deutsche Produkte verbessert wird.

Ich bin sehr auch für den friedlichen Austausch von Kulturen und Menschen.

Weltoffen und kosmopolit wie ich als AfD-Wähler eben so bin, habe ich auch schon in fünf verschiedenen Ländern zu Berufs- oder Studienzwecken für mindestens sechs Monate gelebt und jedes Mal den kulturellen Austausch zwischen den Menschen genossen und dabei jedes Mal dabei auch einen neuen Blickwinkel auf Deutschland bekommen - sowohl was positive als auch negetive Aspekt deutscher Kultur anbelangt.

Genauso wie ich weltoffen und kosmpolit bin, bin ich kategorisch gegen eine Politik der offenen Grenzen und unkontrollierten Masseneinwanderung (Betonung liegt auf "unkontrolliert" und "Massen-"). Nur vollkommen Irre befürworten so etwas. Wüsste auch nicht, was das mit einer Globalisierung oder eine grundsätzlichen weltoffenen Haltung zu tun haben könnte.

@JUKUK, 12:28

Der Staat soll sich aus dem Wirtschaftsleben, soweit wie möglich heraushalten. Er kann es einfach nicht. Und die Freiheit der Märkte, neben der bürgerlichen Freiheiten, ist unantastbar.

"Das Wirtschaftsleben" ist kein Alleinblüher. Es ist Teil der Gesellschaft und damit der Existenz aller. Die Freiheit der bürgerlichen Märkte bringt leider auch die Freiheit ungezügelter Ausbeutung mit sich, da hier die einzigen urteilenden Instanzen die Besitzverhältnisse sind. Wenn sich hier irgendwer nicht heraushalten darf, dann ist es "der Staat", wobei ich mich ohnehin frage, wie sie den denn in diesem Kontext definieren. Ein von allen Bürgern gebildetes Konstrukt soll sich außerhalb stellen und nur beobachten?
Übrigens sind ja "die Staaten" alles andere als passiv und dazu auch noch parteiisch. Sie wirken allenthalben im Interesse der Umverteilung nach oben. Von allen Grundrechten schützen sie das auf Eigentum (das durch die Arbeit anderer erworben wird) am wirksamsten.

protektionismus

nationaltümelei
rückwärtsgewandtheit
nationalismus
rassismus
.
eine klassisch linke position – die gegnerschaft gegen die globalisierung – wird heute als "rechts" verkauft.
.
frei nach orwell:
sklaverei ist freiheit
ignoranz ist stärke
krieg ist frieden

Sozialsystem vs. Globalisierung

Dadurch daß die Interessenverteilung in der Regierung von Nationalstaat zu Globalisierung verlegt wurde, haben wir enorme Verluste am Sozialstaat.

Was machte Deutschland anders im Vergleich zu anderen Staaten? Das Sozialsystem war es. Daß die Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Rechtsstaat funktionieren bzw. man in diesem Land wohlhabend und friedlich leben kann. Stichwort Lebensqualität.

Das war der Unterschied zu China, USA, Afrika, Asien, Rußland, Südamerika usw.

Wir haben auch Fachkräfte sowie das Grundwissen für dieses System entwickelt. Es gibt Länder ohne Grundwissen, die Milliarden dafür investieren würden, aber es nicht schaffen würden so ein System auf die Beine zu bringen, weil die Kenntnisse und Infrastukturen dafür einfach fehlen.

Mit Herunterwirtschaften oder Verwüsten des Sozialstaates verlieren wir alles später auch die Strukturen. Das ist ein Verlust von unschätzbarem Wert.
Nichts könnte diesen Verlust rechtfertigen. Auch nicht eine europäische Union.

MK Ultra Slim, 13:19

eine klassisch linke position – die gegnerschaft gegen die globalisierung – wird heute als "rechts" verkauft.

Das kommt dabei heraus, wenn man "klassische linke Positionen" nur vom Hörensagen kennt. Und wenn man glaubt, man könne der Rechten hehre Ziele andichten, indem man ihre (angebliche) Gegnerschaft zur Globalisierung betont.

Da haben Sie wohl weder linke noch rechte Gedanken verstanden.

13:19, MK Ultra Slim

>>Eine klassisch linke position – die gegnerschaft gegen die globalisierung – wird heute als "rechts" verkauft.<<

Eine klassische linke Position ist der proletarische Internationalismus.

Das ist auch Globalisierung.

Linke sind Globalisierungskritiker, aber ganz andere als Sie. Linke lehnen die Globalisierung nicht ab, sondern wollen sie anders gestalten. Nämlich gerechter und solidarischer.

>>frei nach orwell:
sklaverei ist freiheit
ignoranz ist stärke
krieg ist frieden<<

Sehr, sehr frei nach Orwell.

12:58, Pustefix

>>12:06 von fathaland slim
" Die Rechte hat den Begriff, kaum war er entstanden, gekapert und will damit an die Linke andocken. "
Dockt nicht der Neoliberalismus an linke Positionen an um seine Intentionen, das Arbeitskräftepotential am effizientesten ausbeuten zu können und gefestigte Strukturen in seinem Sinne zu zerstören, zu befördern. Die Linke sollte aufpassen, daß sie nicht als nützlicher Idiot endet.<<

Einem Linken, der sich mit Karl Marx beschäftigt hat, wird weder das eine noch das andere passieren.

Allerdings unterstellen Querfrontler Linken gerne, sie würden das Geschäft des Kapitals betreiben, da wahrer Sozialismus nur national gehen würde.

Darüber kann ein echter Linker nur bitter lachen.

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