Ihre Meinung zu: Hartz IV-Empfänger sind immer länger ohne Job

16. April 2018 - 14:48 Uhr

Trotz Job-Boom und Rekordtief bei der Arbeitslosigkeit: Hunderttausende brauchen Hartz IV und bleiben im Schnitt immer länger ohne Arbeit. Das besagen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

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Kommentare

Empfänger sind immer länger ...

... was das "Arbeitsamt" anklingen lässt, der Artikel ansonsten aber brav verschweigt, die Kosten die Arbeitslosigkeit unter die Rate der natürlichen Arbeitslosigkeit zu drücken müssen zwangsläufig steigen - es gibt halt ökonomische Gesetzmäßigkeiten.
Der Restbestand der Langzeitarbeitslosen ist arg ausgesiebt, es sind einfach viele alte kranke und lädierte dabei, bei denen die schlichte Feststellung der "Arbeitsfähigkeit" eher wie eine Verhöhnung von Mensch und Tatsache, denn wie sachlich gerechtfertigt ist.
Eine Verrentungsaktion wäre für viele eine Erleichterung und für die Statistik eine Wohltat - zusätzlich würde sie uns den ständigen Harz4 Sermon ersparen können.

Achtung, Falle

Wenn die Arbeitslosigkeit sinkt, sich die neuen Arbeitnehmer aber hauptsächlich aus den Kurzzeitarbeitslosen rekrutieren, dann bleiben relativ gesehen mehr Langzeitarbeitslose übrig. Dadurch erhöht sich natürlich der Durchschnitt des Zeitraums, in dem die Menschen arbeitslos waren. Im Artikel wird das auch durch die Zahlen bestätigt.

Ein massives Absenken der durchschnittlichrn Zeitraums der Arbeitslosigkeit könnte zwar zum einen auf einen Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit basieren (unwahrscheinlich, da sie es am schwersten haben neue Jobs zu finden) oder an einer massiven Entlassungswelle.

Diese Statistik kann leicht in die Irre führen.
Wie man bei 809.000 Langzeitarbeitslosen von "Millionen auf dem Abstellgleis" sprechen kann erschließt sich mir zudem nicht.

Der Schnitt und die Statistik

Nimmt man einen Hartz IV-Frischling und Einen, der schon 10 Jahre drinnen ist, liegt der Schnitt bei rund 5 Jahren. Wir der leichter zu vermittelnde Frischling, auf Grund der guten Konjunktur, in Arbeit gebracht, verdoppelt sich der Schnitt. Es kommt halt doch aufs Detail an...

es ist eigentlich klar: wer laengerfristig arbeitslos..

ist, hat immer geringere chancen, wieder in arbeit zu kommen.

aus diesem grunde empfiehlt sich das bedingungslose grundeinkommen so oder so. es waere beim gedanken an die wuerde der betroffenen laengst faellig.

und die vorstellung von hartz4, die da sagt: foerdern und fordern, ist ein anachronismus voll des zynismus.

Hartz IV war ein grandioser Fehlschlag

Hartz IV ist komplett fehlgeschlagen, und hat die Armut in Deutschland zementiert. Denn das immer mehr Menschen einen "Job" haben, sagt nichts über die Qualität des Arbeitplatzes aus. Wenn der Arbeitnehmer aufstockendes Hartz IV beantragen muß. weil der Lohn zu gering ist, dann ist dieser Arbeitsplatz kontraproduktiv, denn ein Mensch muß von seiner Arbeit leben können. Das gesamte Sozialsytem muß neu ausgerichtet, und Hartz IV endlich abgeschafft werden. An seine Stelle gehört das bedingungslose Grundeinkommen.

bitte nicht schon wieder

die alte Leier von den faulen Säcken, die es sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung bequem machen. Ich kann's nicht mehr lesen und nicht mehr hören.
Selbst der letzte sollte langsam begreifen, dass die Arbeitslosigkeit systemimmanent und gewollt ist. Die gewieften Unternehmen profitieren sowohl unmittelbar als auch mittelbar davon. Alle, die nur durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft überleben können, stehen unter ständigem Druck, und genau das ist der Sinn der Sache.
Wer sich echauffieren muss, sollte den richtigen Adressaten finden. Und das sind nicht die Arbeitslosen.

Staistiken

Interessant für eine wirkliche Lösung des Problems wäre doch zu wissen, wieviele der Langzeitsarbeitslosen noch nie in einem sozialversicherungspflichtigen Vollzeitsarbeitsverhältnis waren.

Wäre schon interessant zu

Wäre schon interessant zu wissen im welchen Alter die Langzeitarbeitslosen sind. Ein ü50 ist halt schwer zu vermitteln. Übrigens hab ich mehr und mehr den Eindruck das unsere Sozialpolitiker meinen Hartz 4 Empfänger sei ein eigener Berufsstand.

In der Hartz4 Industrie hat man auch nicht lange..

In der Hartz4 Industrie hat man auch nicht lange einen Job.

Agenda 2010 = Armut per Gesetz

Made by SPD

Wo gibt`s denn Anreize zum Arbeiten bei den ganzen Abzögen?

Wenn man im Voraus weiß, dass man zum Ende der Malocherei nach den ganzen Arbeitsjahren total legal gesetzlich geregelt sowieso ca. 47 % von der eingezahlten Rentenbeiträgen abgezogen bekommt. Wenn man auf seiner Lohnabrechnung sieht wieviel (samt Kirchensteuer__ dabei kriegen die doch schon 18 Milliarden an Staatssubventionen & 45 Milliarden für caritative Einrichtungen jedes Jahr vom Staat! )jeden Monat von Grundgehalt wegkommt. Wenn man sieht was man mit den tollen von S(sozial?)PD-Schröder`s "H4 Reform" Mini- und Zeitarbeitsjobs Netto hat. Dann ist man einfach nur verzweifelt.

Früher konnte man noch vom Job leben, früher, d. h. vor der EURO-Einführung, waren auch die Preise in den Läden nicht verdoppelt & dem gegenüber das Gehalt ganz genau gleich bleibend wie in DM-Zeiten ==> man konnte sich mehr kaufen ohne sofort zu verarmen - heute alles auf Pump - die Banken freut`s !

Länger ohne Job?

Hallo.

Im Zeitalter von Lohndumping, niedrigem Einkommen und sehr viel Arbeitsstreß ist es doch kein Wunder das immer mehr Menschen meinen das es doch keinen Sinn ergibt für das bisschen Geld früh morgens aufzustehen oder in der Nacht zu Arbeiten.
Man bekommt doch teilweise mehr Geld wenn man Hartz 4 erhält.
Man siehe allein die finanziellen Vorteile:
- Miete wird bezahlt
- viele Dinge, welche man als Arbeitnehmer teuer selbst kaufen muss, kann man beantragen
- Schulgeld, GEZ und viele andereSachen werden ebenfalls bezahlt
- man erhält als Hartz 4- Empfänger überall Vergünstigungen ( Freibad, Museen, usw.)
Und das sind nur die finaziellen Vorteile. Von den Anderen habe ich ja schon einiges angeschnitten.
Also, ich frage mich immer wieder, warum ich so bescheuert bin und Arbeiten gehe, wenn ich doch für das selbe Geld, bzw. teilweise mehr Geld, zu Hause bleiben könnte und faulauf dem Sofa liegen könnte.

Weil ich bin stolz auf meinen Job und möchte für meine Kinder ein Vorbild sein.

Raus ist aus

Und dasbei ständig steigenden Ausgaben für Fortbildungs- und Eingliederungsmaßnahmen. Naja, die Schulungsbetreiber verdienen damit ne gute Kohle. Und das kommt bekanntlich uns allen zugute. Stimmt`s?

Was mich jetzt verwundert

ist dieser Satz " Derzeit liegt der Regelsatz für einen Alleinstehenden bei 416 Euro im Monat. Eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft bekommt im Schnitt 954 Euro. "

Ab 1.1.2018 ist doch offizielle 416€ für eine Einzelperson und Volljährige Partner innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft 374 € und das macht bei 2 Personen 748 €, wie kommt es zu dem Schnitt ? von 954€.

Und die restlichen Zahlen zeigen das die Initiative der Regierung von 150 000 nicht reicht um das Problem zu verändern.
Auch die restlichen Zahlen werden steigen was mit der zunehmenden Migration zusammen hängt.
Gab es vor 1-2 Tagen einen interessanten Artikel im Focus zu lesen " Die Job-Illusion " einige Dinge sehen anders aus als gedacht.

Und jetzt haben wir eine gute Zeit, was passiert wenn nicht mehr so prall läuft ?.

re frosthorn

"Selbst der letzte sollte langsam begreifen, dass die Arbeitslosigkeit systemimmanent und gewollt ist. Die gewieften Unternehmen profitieren sowohl unmittelbar als auch mittelbar davon. Alle, die nur durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft überleben können, stehen unter ständigem Druck, und genau das ist der Sinn der Sache."

Ach Gott, ach Gott.

Ich möchte einen Chef sehen, der einen gestandenen eingearbeiteten Mitarbeiter unter Druck setzt mit "Ich könnte dich auch gleich durch einen Hartzer ersetzen."

Lacherfolg.

die Gruppe der Langzeitarbeitslosen

ist sehr inhomogen. Die Forderung, der Staat soll die LAngzeitarbeitslosen mehr fördern, damit sie wieder eine Arbeit bekommne, geht oft an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei. Die alleinerziehende Mutter von 2 kleinen Kindern, ist mit der Erziehung und der hauswirtschaftlichen Versorgung ihrer Kinder, die sie allein ohne Partner erbringen muss, gut ausgefüllt und könnte höchsten teilzeit arbeiten. Mit einem normalbezahlten Teilzeitjob lässt sich aber der Hartz IV Satz für 3 Menschen nicht erwirtschaften. Es gibt noch viele andere persönliche Gründe, warum es für manche Langzeitarbeitslose zur Zeit oder auch auf Dauer nicht sinnvoll ist zu arbeiten, obwohl sie nicht so schwer krank sind, das eine Berentung möglich ist.

Ich hoffe mal stark,

dass sich die andere Hälfte der GroKo endlich mal durchzusetzen versteht. Wo es drauf ankommt.

Es geht den Langzeitarbeitslosen tatsächlich 'nur' um etwas mehr Perspektive in ihrem Leben. Nicht um immer mehr - völlig unnützen - Druck im Rücken durch die AA-Agenturen, die eh nix zu bieten haben außer Perspektivlosigkeit ohne Ende und Sanktionen für diejenigen, die nichts dafür können.

Eine "freiwillige"! Tätigkeit wäre mal ein menschenwürdiges Unterfangen, dem sich die sPD ernsthaft annehmen sollte, wenn ihr etwas an ihren Vielleicht-noch-Wählern liegen würde.

Rd. zwei Millionen

Rd. zwei Millionen Arbeitslose und Fachkräftemangel?
Man kann doch auch Ältere ausbilden. Das sind doch nicht alles Faulpelze.
Handwerk ist doch auch ohne Gesellenbrief möglich. Hauptsache der Handwerker versteht was ich meine und führt die Arbeit richtig aus.

Stigma Hartz IV

Hartz IV ist mittlerweile zum Stigma geworden. Wer darunter fällt, gilt für viele und auch für die meisten Arbeitgeber als nicht mehr stellen- und gesellschaftskompatibel, als gescheitert und selbstschuldig an dieser Situation.
Das Konzept "Fördern und Fordern" ist offenbar gescheitert. Und das auch wegen der vielen negativen Berichterstattung in den Medien. Ein bisschen bleibt immer hängen, so kann man Menschen auch stigmatisieren.

Aber das System Hartz IV begünstigt das. Wie wäre es, zur Abwechselung mal Kooperationsbereitschaft zu honorieren, anstatt einfach auf das Hartz IV-Abstellgleis zu verschieben und dort zu bewachen.

Auf keinen Fall noch mehr Geld für Nichts-Tun

Die Langzeitarbeitslosen haben in der aktuellen wirtschaftlichen Situation selbst schuld an ihrer Lage.
Viele sind sehr zufrieden mit Hartz4 und ihren zusätzlichen "schwarzen" Nebeneinkünften.
Das gilt insbesondere für ausländische Hartz4-Empfänger.
Ich bin Rentner und nutze die vielfachen Möglichkeiten der Beschäftigung, da es überall an arbeitswilligen Leuten mangelt.
Wer jetzt keine Arbeit findet, will nicht arbeiten, weil er andere einträglichere Möglichkeiten zum Geldverdienen hat!
Das ist ungerecht gegenüber den ehrlichen Arbeitnehmern, die das bezahlen müssen.

"Selbst der letzte sollte

"Selbst der letzte sollte langsam begreifen, dass die Arbeitslosigkeit systemimmanent und gewollt ist."

Beispiel
Ein Transportpfleger steht draußen vor unserem Krankenhaus und weint. Auf Nachfrage erzählt er, dass ihm gekündigt worden sei, weil man mit seiner Arbeit nicht zufrieden sei, aber er könne sich in einem Jahr erneut bewerben.(???) Kollegen von ihm berichteten, dass die Pat.-Transport-Fa. für jeden Arbeitslosen, den sie einstellt, 2000 Euro erhält. Alle waren sich einig, dass der gekündigte
Kollege gute Arbeit geleistet hatte. Er war auch immer freundlich und hilfsbereit.
Der junge Mann muss nun mit einer weiteren Kündigung in seinem Lebenslauf leben. Die Transp.-Fa. kann den nächsten Arbeitslosen einstellen.

man spricht die sprache

man spricht die sprache nicht,die hier noch gesprochen wird. da ist es schwierig,daß ein drittel der empfänger einen job finden. und bei den anderen zwei drittel,werden die wenigsten sich krumm machen,wenn man auch ohne arbeit ,daß gleiche einkommen erzielen kann.

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