Ihre Meinung zu: Macron zu Reformplänen: Ein kämpferischer Präsident

16. April 2018 - 11:18 Uhr

Macron gibt selten Fernsehinterviews - knapp ein Jahr nach der Wahl zum französischen Präsidenten war es gleich das zweite: In symbolträchtiger Kulisse verteidigte Macron seine Reformen trotz aller Proteste.

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Kommentare

Der französische Schröder

Ganz ähnlich wie Macron argumentierte Schröder damals nach der Hartz IV- Reform: " Jetzt die Wirtschaft stärken, um hernach soziale Politik betreiben zu können." Was daraus wurde, wissen wir.
Auch Schröder war anfangs sehr beliebt, ein Hoffnungsträger. Dabei war Schröder eben so wenig "links-liberal", wie es Macron immer wieder zugeschrieben wird.
Ich finde dies sehr traurig! Außerdem verstehe ich nicht, warum so wenig über die Proteste in F. berichtet wird. F. ist unser engster Nachbar!

Frankreich? Nein Danke!

Ich gehe davon aus, dass das syrische Volk nach der völkerrechtswidrigen "Aktion" kein Interesse daran hat von diesem Herren geholfen zu werden.

Ist es Arroganz oder nur ein Versuch sein Gesicht zu wahren.
Die EU hat in Syrien auf die falsche Seite gesetzt.

Macron will die staatliche

Macron will die staatliche Bahngesellschaft SNCF ab 2020 wie von der EU beschlossen für den Wettbewerb öffnen.
Ich fahre sehr gerne mit SNCF und faende dort deutsche Verhaeltnisse mehr als bedauerlich, nicht nur im Bezug auf die Puenktlichkeit.

Wenn ich bei SNCF keinen Fahrschein vor Fahrtantritt loesen konnte, dann ist das kein Problem, ich weiss es geht ein freundlicher Kontrolleur durch den Zug, der mir gegen einen 10% Aufpreis einen Fahrschein verkauft - so lange ICH mich bei ihm bemerkbar mache. In Deutschland habe ich oft am Flughafenbahnhof die Wahl - entweder ich fahre ohne Fahrschein da die Zeit zu knapp waere einen zu loesen - wissend das mich das im Falle einer Kontrolle ein erhoehtes Befoerderungsendgeld kosten kann, oder ich fahr halt 3 Stunden spaeter.. Das mag die Personalkosten bei der Bahn vielleicht reduziert haben, aber Service geht anders.

Vorwurf "professioneller Aufwiegler"

"Er wiederholte seinen Vorwurf, dass es mehrheitlich "professionelle Aufwiegler" seien, welche landesweit Universitäten besetzten."

Ich finde es zumindest interessant, wie "modisch" dieses Argument heutzutage ist. Ich meine das schon in ähnlicher Weise von den Regierungen z.B. der USA, Russlands und der Türkei gehört zu haben ("die Mehrheit der Demonstranten sind gekauft"). Dabei ist diese Behauptung nicht weniger ungeheuerlich als "Die Mehrheit der Politiker ist gekauft".

Fundiert behaupten kann Macron so etwas ja nur, wenn Demonstranten bzw. französische Studenten massiv durch die eigenen Geheimdienste überwacht werden (Ist das so? Und zu was für einem Staat würde das Frankreich machen?), anderenfalls ist es eine private Verschwörungstheorie.

Auch die Behauptung der Existenz ausländischer Bots, die so viel Einfluss auf die Meinung haben, dass dadurch Wahlen entschieden werden, ist ja ähnlich und findte sich ebenfalls immer häufiger.

@ Quereinwerfer 11:25 Uhr

"Außerdem verstehe ich nicht, warum so wenig über die Proteste in F. berichtet wird. F. ist unser engster Nachbar!"
Das ist doch logisch wenn die politische Richtung (in D) bekannt ist.

Reformen sind nichts anderes als Sozialabbau!

Im Text heißt es: „Macron will die staatliche Bahngesellschaft SNCF ab 2020 wie von der EU beschlossen für den Wettbewerb öffnen.“
Hier wird deutlich, was die Aufgabe solcher Politiker, wie Macron ist, die Privatisierung des französischen Staatseigentums. Statt Schaden vom Volk abzuwenden, verkaufen sie nacheinander alles, was sich zu Geld machen lässt. So ist das, wenn man dafür sorgt, dass der Reichtum explodiert, dann muss man auch dafür sorgen, dass die Reichen ihr Geld investieren können. In diesem Fall in Anteile an der französischen Staatsbahn SNCF. Die Beschäftigten und die Gewerkschaften tun daher gut daran, sich gegen den Ausverkauf öffentlichen Eigentums mit Händen und Füßen zu wehren.

Ich musste kurz lachen...

Ich habe in den letzten zwei Wochen, das fünfte mal gelesen, das Macron selten Fernsehinterviews gibt:-)...ist wohl doch nicht so selten.
Merkel gibt selten Interviews, und wenn, dann nur solche die man sich sparen kann, weil abgesprochen!;-)

Soll der Herr doch

machen und seinen Platz in der Welt einnehmen, aber Bitte mit seinem Geld und nicht mit unserem.
Gefährlich wird erst wenn sich unsere Regierung mit mehr als Worten hinter Ihn stellt.
Menschen die erst prügeln und danach reden wollen sind mir suspekt und was Er im Land machen will wie Schröder ist Sache der Franzosen und ist von uns nicht änderbar.
Wir haben unser Desaster schon.

Pures Gift

Die Verhinderung der von Macron geplanten Reformen wären das pure Gift für die französische Wirtschaft. Warum nicht mal über die syrische Variante ihrer Bekämpfung nachdenken?

Als Hoffnungsträger gestartet

hat ihn , wie alle, die Wirklichkeit eingeholt. Zu Amtsbeginn wurde er ja noch als der "frische Wind in Europa" gefeiert, der dem "Schiff wieder Schwung" verleiht. Was allerdings nur die vorhandenen, verknöcherten Strukturen deutlicher hervortreten ließ. Bis jetzt kann ich noch keine große Veränderung in Frankreich bzw der EU erkennen. Das zeigen die Proteste in Frankreich recht deutlich. Und der derzeitige Zustand der EU, man spricht nicht gerne drüber. Und für diesem Zustand sind nicht äussere Kräfte mit FakeNews oder Cyberterror die Ursache, sondern eher das sich die EU immer weiter von den Interessen der Bewohner entfernt, und ihre eigenen Werte nur noch propagiert, sie selbst jedoch immer mehr mit Füssen tritt. Das merken die Menschen, und deshalb sinkt das Ansehen der EU immer mehr.
Alles in allem, ich halte Macron für deutlich überbewertet. Vielleicht nicht gegenüber z.B. Frau May, aber gemessen an den Herausforderungen, vor denen wir stehen, schon.

Wenn der Herr Macron so

Wenn der Herr Macron so weiter macht wird man ihn , spätestens , in drei Jahren zum Teufel jagen . Auf eine zweite Amtszeit braucht er da gar nicht zu hoffen. Aber ich hoffe er bekommt schon von seinen Wählern, und auch nicht Wählern, vorher so richtig auf die Sch.... ,wie Nahles sagen würde.

Macron zu Reformplänen:Ein kämpferischer Präsident

Ja,aber zum Glück sind Belegschaften und Gewerkschaften in Frankreich auch kämpferisch.Im Gegensatz zum östlichen Nachbarland.
Und wenn Macron zu den Studenten sagt "ihr seid eine Minderheit",dann kann festgestellt werden:Seine Politik soll auch nur einer Minderheit nützen,dem MEDEF.Abfindungen gedeckelt,SNCF privatisieren-Arbeitsrecht entrechten,Tarifaustritt erleichtern.

Warum werden die angeblich

Warum werden die angeblich „kritischen“ Fragen der französischen Journalisten denn nicht weiter erörtert?
Vor allem, wenn sich Macron dazu nur arrogant äussert!
Was Macron über die Studentenproteste sagt, hört sich an, wie die Vorwürfe von damaligen exNSDAP-Mitglied und Bundeskanzler Kiesinger als er gegen die 68er Studentenproteste gehetzt hat und die Notstandsgesetze gerade wegen der 68er verteidigt hat, wie man am Wochenende im WDR-Fernsehen, in einer 68er-Doku mal wieder mit Schrecken sehen konnte.
Von wegen Sozialliberal.
Macron ist ein strammer Rechtsnationaler vor dem die französischen Studenten und Linken zurecht warnen!
Schlimmer wäre nur Le Pen!

Zitat von Herr Macron

"Die demonstrierenden Studenten stellten "eine Minderheit" dar, sagte Macron. Er wiederholte seinen Vorwurf, dass es mehrheitlich "professionelle Aufwiegler" seien, welche landesweit Universitäten ..."
Hat Herr Macron mit den Studenten das Gespräch gesucht? Bin gespannt wie mit den "professionellen Aufwieglern" umgegangen wird, wenn die sich nicht vertreiben lassen.

Zitat: In symbolträchtiger Kulisse verteidigte Macron..."
Wer es nötig hat. Kommt gleich nach dem Sonnenkönig.
Die Franzosen wollten (genau wie die Briten) mehrheitlich die französischen (britischen) Bomben auf Syrien nicht. Wen interessiert's?

Macron, ein durch und durch Neoliberaler,

der in Anlehnung an die Agenda 2010 von unserem Schröder den Sozialabbau und die Privatisierung von Staatseigentum zu Gunsten des Kapitals und der Unternehmen und zu Lasten der breiten Bevölkerung durchsetzen möchte.
Außerdem verletzt er ohne jeden Zweifel das Völkerrecht !
Bin daher nach westlicher Logik für Wirtschaftssanktionen gegenüber Frankreich.
(Letzteres natürlich nicht ganz ernst gemeint.)

Was für ein Hecht!

Macht einen auf "Freundschaft mit Deutschland" und erneuert gleichzeitig die alten "Alliierten" mächtig, damit wir Northstream2 nicht bekommen.

@ tomcat um 12:58

Ich habe genau das Gleich gedacht, als ich gestern noch das Interview gesehen habe. Er behauptet, die Studenten und die Wut zu hören, ob er sie inhaltlich wahrnimmt, ist eine andere Frage. Studenten haben in Frankreich seit jeher eine Protestkultur, die sonst vielleicht nirgendwo so existiert. Das Interview war in der Hinsicht interessant, weil es sehr persönlich war und die Antworten prompt gegeben werden mussten. Meiner Meinung nach, hat man extrem gut den Niederschlag seiner Vita gesehen - er kommt nicht aus einem Haushalt, in dem er je durch politischen Entscheidungen, vor allem noch als Student, irgendwie negativ betroffen gewesen sein könnte. Anhand von seiner Einschätzug zu den Protesten hört man ebenfalls raus, dass der Mann gar keine Ahnung hat. Für ihn sind die Demonstranten, angesichts seiner mega tollen Reformpläne, total irrational und/oder irgendwelche Agenten und Ruhestörer.

Also mir scheint er Machiavelli auf eine wirklich ‚besondere‘ Art und Weise aufgesogen zu haben.

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