Ihre Meinung zu: Städte- und Gemeindebund: Kommunen sollen Daten zu Geld machen

9. April 2018 - 10:29 Uhr

Was Facebook und die Post können, sollten die deutschen Kommunen auch tun: Mit ihren unzähligen Datensätzen Geld verdienen. Das schlägt der Städte- und Gemeindebund vor. Dies sei auch zum Vorteil der Bürger.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1.555555
Durchschnitt: 1.6 (9 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Geht´s noch?

Gerne stelle ich meine Daten zur Verfügung, aber nur mit Copyright. Soll heissen, dass ich an dem Verkauf meiner Daten beteiligt werden möchte, indem ich bestimme, wer die Daten bekommt und natürlich zu welchem Preis! Ab 1.000 € aufwärts bin ich dabei.

Nein Danke!

Also bei Facebook kann ich mich wenigstens entscheiden nicht mitzumachen. Bei den Kommunen habe ich diese Wahl nicht. Hier sollte man doch sehr vorsichtig mit umgehen. Denn wie schnell "Fehler" passieren und etwas nicht mehr anonymisiert ist sehen wir ja.

Kommunen sollen Daten zu Geld machen

“Die Kommunen verfügten über "wertvolle Datensätze", die sie in anonymisierter Form nicht mehr nur kostenlos zur Verfügung stellen, sondern selbst zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger nutzen sollten, sagte Landsberg.”
Meine Daten gehören nur mir allein. Und für noch mehr Werbung stelle ich sie auch den Kommunen nicht zur Verfügung. Aus dem gleichen Grund bin ich auch bei Facebook nicht angemeldet. Das sollte auch der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Landsberg begreifen.

Bin tief gerührt!

Es ist einfach bewegend, wie die Politiker sich für uns ins Zeug legen! Aber da kommt mir ein weiterführender Gedanke: Warum machen die nicht ein Gesetz, dass jeder Bürger selbst entscheiden kann, welche Informationen über sich er an wen zu welchem Preis verkaufen kann? Oder aber, dass bei Freigabe der eigenen Daten zwecks Vertriebs die GEZ-Gebühr entfällt? - Na los, Jungs, es gibt noch viel zu tun!

Ich mach auch mit

@13:02 von OlliH
Genau so sehe ich das auch.

Normalerweise trägt man ja gerne zum Staatsgelingen bei. Je mehr Information vorhanden, umso besser planbar, einfache Logik für Gemeinde und Staat. Aber unter diesen Bedingungen braucht sich kein Politiker mehr zu wundern, dass beim geplanten Zensus jeder nur noch Müll erzählt.

Ich dachte der 1. April wäre schon vorbei ...

@ Querdenker112

Dein Wunsch wird bald in Erfüllung gehen. Das Unternehmen Streamr arbeitet momentan an einem dezentralen Marktplatz für alle erdenklichen Daten. Dort kann jeder seine eigenen Daten verkaufen. Sehr interessantes Projekt...

Adressbücher

Ja wurden unsere Daten den Adressbuchverlagen denn bislang kostenlos zur Verfügung gestellt? Ich kann nur jedem empfehlen, der Weitergabe seiner Daten zu widersprechen. Ist etwas aufwendig, da dies nur persönlich im Amt der kommunalen Gebietskörperschaft geht, aber dieses Opfer muss man halt bringen, um den Spuk der Adressweitergabe zu unterbinden.

Nein!

Gegenüber Online Portalen kann man falsche Daten angeben oder ohne irgendwelche Daten weiterzugeben besagte Portale ignorieren, aber gegenüber dem Staat ist man dazu verpflichtet gewisse Daten wahrheitsgemäß bekannt zu geben.
Man könnte sich also in Zukunft nicht mehr gegen die Weitergabe eigener Daten wehren, ein fataler Zustand, vor allem, weil ich der Meinung bin, dass der Staat all diese Daten haben sollte, für die korrekte Erfassung der Bürger bei Wahlen, zur Strafverfolgung, zur Bekämpfung von Identitätsdiebstahl etc.

Einem Verkauf dieser Daten sollte man zumindest widersprechen können müssen!

Unfassbar, wie man wir zur Beute erklärt werden

Es ist ausserordentlich unverschämt und nicht legitim, dass der Staat analog Kommunen, die ja errichtet wurden um unsere Interessen zu "verwalten" , nun immer mehr wie ein Konzern handeln. Die unzähligen Verspukaltionen mit den Derivaten haben wir immerhin ebenso zu "verantworten", als Steuerzahler, wie dass unsere Daten GEHEIMSACHE sind.

Es ist einfach nur noch wie eine Bestätigung, dass man die Rechten gleich in nächsten Atemzug kritisiert, wie man mit dem anderen Atemzug für jene Umstände sorgt, die die Rechten erst in Mode bringen mit ihrer totalen Kritik am System.

Bananenrepublik Deutschland!

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die Bundesrepublik Deutschland eine Bananenrepublik ist, Herr Landsberg hat ihn mit seinem Vorschlag geliefert! Es bleibt doch nicht beim Verscherbeln "anonymisierter Daten", das ist doch erst der Anfang! Da ergeben sich doch irgendwann weitere "Erfordernisse", die den Datenschutz noch weiter aufweichen und die Bürger zur Zielscheibe überflüssiger Werbung machen! Und ich habe schon ein Problem mit dem Begriff "anonymisiert". Will uns Herr Landsberg den Mondaufgang mit der Taschenlampe zelebrieren? Wenn die Kommunen Geld brauchen, dann muss Herr Landsberg zur Merkel gehen und ihr erklären, dass das so nicht weitergeht und dann müssen endlich mal die Steuern für Besserverdienende angehoben werden! Wer ein Einkommen von 1 Mio. hat, muss nicht am Hungertuch nagen, wenn er 5% oder 10% mehr Steuern zahlt! Und wenn ein Markt da ist, zieht auch das Argument nicht, dass höhere Steuern Investitionen verhindern!

@ pkeszler

"Meine Daten gehören nur mir allein."
Das glauben aber auch nur Sie! Ihre Daten auch ganz private) sind weltweit verfügbar.

Das ist ja unfassbar!

Da regen wir uns alle über Facebook auf, fordern den Kopf von Sakkerbörg und so ein Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, ein Herr Landsberg meint, die zwangsweise eingesammelten und abgegebenen Daten der Bürger seien das neue Öl in die Kassen der Kommunen? Geht's noch?

Am besten, es werden auch die Daten der online zu übertragenen Steuererklärungen gleich weiter verhökert. Dann lohnt sich das wenigstens für die werbenden Firmen. Besser kann man dann die Zielgruppen kaum noch ausmachen.

Diese idiotischen Vorstellungen müssen notfalls per Gesetz verhindert werden.

Gnadenschuss für E-Government

Da bemüht man sich jahrelang seriöse Angebote aufzubauen und dafür das Vertrauen zu gewinnen und dann das! Danke auch für nix! Damit werden sich die Bürger - zu recht - vom elektronischen Datenverkehr wieder verabschieden und dann wird das auch nix mit dem Geldverdienen für die Kommunen.

keine Wahl!

Ich muss an keinem social network teilnehmen, aber um das Rathaus komme ich nicht herum. Finde ich nicht gut!

Ob der Mann weiß, wovon er redet?

Sehr betrüblich, dass die vermeintlichen "IT-Versteher" verbreitet bis heute nicht verstehen, welchen Irrsinn sie mit ihrem Datensalat und -verkauf anschieben, ölen, züchten und vermehren.

Datenschutz?

Es ist schon ein krasser Widerspruch, einerseits ungehemmter Datenhandel, andererseits der Schrein nach mehr Datenschutz. Allen Firmen zwingt man demnächst eine bürokratische europäische Datenschutzgrundverordnung auf und dann dies. Schizophrener geht es kaum.

Das kann nur jemand

Das kann nur jemand vorschlagen, der absolut keine Ahnung von Datenverwertung hat.
Aber Regierungen sind ja nicht skrupelloser, als Privatunternehmen ?

Katastrophe!

Ja! Super Idee - verscherbelt einfach alles. Wer wählt eingentlich so komische Politiker? Wir sollten endlich anfangen Politik durch Wissenschaft zu ersetzen - nur das hat Zukunft!

Bitte mal richtig lesen!

Ich bin eher schockiert über die Ahnungslosigkeit meiner lieben Mitbürger. Es geht hier um anonymisierte (also nicht personenbezogene) Daten.

Und dabei geht es nicht um irgendwelche Telefonnummern oder Adressen oder wo man seine Notdurft verrichtet hat.

Diese anonymisierten Daten werden auch jetzt schon erhoben, nur halt kostenfrei weitergegeben. Das stattdessen jetzt Einnahmen generiert werden sollen, sollte gerade den Quäkern doch entgegenkommen, denn dadurch werden immerhin Steuergelder gespart.

Drückt dem Herrn der Hut?

Mal googeln unter begriff „informationelle Selbstbestimmung „

Daten der Kommunen werden zwangsweise erhoben (melderegister).

Unglaublich!

Wenn sich das durchsetzt, werde ich mich leider beim Einwohnermeldeamt abmelden müssen, Meldepflicht hin oder her. Meine Datensicherheit ist mir wichtiger.

Es geht nur noch um Geld und Macht ...

Wenn es um Geld und Macht geht, dann sind Persönlichkeitsrechte und Datenschutz außen vor! Egal von welcher Seite, ob Politik, Verwaltung, Verbände usw..
Es müsste massiv dagegen angegangen, ich werde es tun, und ggf. müssten die Gerichte eingeschaltet werden. Wir alle sind doch keine Wahre mit der gehandelt werden kann! Was erlauben sich diese Herrschaften, die sich als die politische und gesellschaftliche Elite darstellen.

Hysterie...

... geht mal wieder um. Ich kritisiere sehr gerne sehr viel. Weil einfach viel zu kritisieren ist. Auch dieser Vorschlag ist nicht das Gelbe vom Ei. Aber solch hysterische Reaktionen wie hier hat er nicht verdient.

Der Artikel spricht ausschließlich von anonymisierten Daten. Das Problem ist, manche scheinen nicht zu verstehen, was "anonymisiert" bedeutet. So kann man damit gar keine Werbung optimieren, denn für sowas braucht man natürlich personenbezogene Daten.

Man muss natürlich bei sowas aufpassen, dass man die Daten nicht aus Versehen ent-anonymisiert. Aber wenn man das sicher stellt, kann das ganze auch Vorteile für die Bürger haben, indem Unternehmen Produkte und Dienstleistungen anbieten können, die es ansonsten nicht gäbe.

anonymisiert

Solange garantiert ist das die Daten anonymisiert weitergegeben werden, habe ich da keine Probleme mit. Leider kann mir das niemand garantieren.
Wenn alle Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen, Banken und einige andere Firmen 100% in öffentliche Hand sind, können diese alle Datensätze gemeinsam benutzen und das würde viel Arbeit ersparen. Statt jedesmal zig Formulare aus zu füllen, kann Alles mit nur eine Befragung gelöst werden.
Verkaufen an private Firmen, damit diese gezielt Werbung machen können, oder viel Geld verdienen, muss verboten werden.

Anonymisiert...

Ist vermutlich wie bei der letzten Volksbefragung. Erst kann keiner Rückschlüsse ziehen dann werden alle Fragebögen eingestampft. Was ist heute noch anonym? Nichts außer denen die ihren Kindern kein Unterhalt zahlen, da tauchen in Deutschland schon mal tausende unauffindbar unter.

Das Wort PRIVATSPHÄRE ...

... sollten wir so langsam aus dem Duden streichen. Sie ist nämlich inzwischen Geschichte !

Wer verhindert den Missbrauch?

Also wenn Facebook und Co nicht mal verhindern können, dass mit den Daten Missbrauch getrieben wird - und die haben schon wirklich sehr gute Mitarbeiter - wie soll das bei dem computertechnisch eher durchschnittlich begabten deutschen Durchschnittsbeamten funktionieren?
Ob die mit dieser Herausforderung fertig werden? Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist.

Unerhört diese Praxis. Dann

Unerhört diese Praxis.
Dann behaupte ich einfach mal das meine Identität gestohlen wurde und dann sollen die mir das Gegenteil beweisen.
Wie Pleite müssen die denn eigentlich sein wenn die vorschlagen daraus Geld zu machen ? Ich habe bis dato immer nur gehoert Deutschland ist ein reiches Land und uns geht es allen so gut.
Wie kommt es dann das die Daten verkaufen wollen ?

Darstellung: