Ihre Meinung zu: Kommentar zu Skripal: EU karikiert ihre eigenen Werte

4. April 2018 - 15:34 Uhr

In einem Rechtsstaat gilt die Unschuldsvermutung - auch im Fall Skripal. Doch mit der Ausweisung russischer Diplomaten hat die EU dieses Prinzip mit Füßen getreten - und ihre eigenen Werte karikiert, meint Karin Bensch.

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Kommentare

Internationale Politik ist kein Rechtsstaat

Eine Unschuldsvermutung ist nur möglich in einem Staat mit Rechtsnormen und der staatlichen Gewalt Sie auch durchzusetzen.

In internationaler Politik ist dies nicht möglich, ein Staat muss die IHM angemessenen Mittel zum Selbstschutz ausnutzen. Siehe Geheimdienste.

Russland ist nicht kooperativ, ist erwiesend nicht vertrauenswürdig und international zu allem Bereit.

Schlimmer als die Kommentatoren und Russlandversteher hier sind Autoren die diesen Quatsch auch noch offiziell machen.

Wir müssen ja immer

wie die Schafe hinter einem Leithammel herlaufen. Nur nicht ausscheren. Könnte ja ein negatives Licht auf uns werfen.

Lieber sind wir da schon Vorreiter für politischen Blödsinn aller Art. Ob Energiewende oder Massenaufnahme von Jedermann wir sind Spitze. Die anderen halten uns gelinde gesagt für nicht ganz dicht. Recht haben sie.

Frau Bensch hat Recht!

Was soll dieser hektische Ausweisungsreflex einiger EU-Länder?
Dieses ewige "mehr EU" bei gleichzeitigem Russland Embargo ist politisch naiv und falsch!
Einige Länder (u.a. Österreich) haben nicht mitgemacht. Dort gibt es aber auch einen Kanzler Kurz, an dem die jetztige Bundesregierung sich-auch bei anderen Themen- ein Beispiel nehmen sollte.

da haben wir ein Motiv..............

"Der Fall Skripal war für Premierministerin Theresa May die Gelegenheit, sich nach den vielen schlechten Schlagzeilen wegen des Brexit mal wieder mit einem anderen Thema ins rechte Licht zu rücken und Stärke zu beweisen. "

bleiben noch die Fragen wann, wo, wie & durch wen............
auch die Frage womit ist entgegen der Äußerung der Kommentarin mit Nichten bewiesen.........

Indizien sind mehr als Behauptungen

Indizien sind mehr als Behauptungen: Gelegenheit, Mittel und Motiv, das ist doch nicht nichts.

Gerichtsfeste Beweise gegen einen Hightech-Schurkenstaat zu erwarten, ist naiv.

Und: Schon vergessen: Erst vor wenigen Jahren hat Putin erklärt man habe nun aufgehört, Verräter im Ausland zu liqudieren. Was ja ein klares Schuldeingeständnis der früheren Praxis war.

Volle Zustimmung!

Diesem Kommentar kann ich im wesentlichen inhaltlich zustimmen. Die Rolle rückwärts ist halt schwieriger als die Rolle vorwärts.

Wenn nur die Einleitung nicht wäre

Viele werden jetzt wieder loben, aber tut mir, leid, es ist leicht durchschaubar:

Ja, es war Nowitschok. Soviel ist sicher.

Nein. Die Probe, die Porton Down bekam, ist offenbar Nowitschok. Ob das aber auch wirklich vom vermeintlichen Tatort stammt, ist keineswegs sicher! Wir müssen hier alles hinterfragen!

Das Russland dahinter steckt, ist möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, wenn man sich andere Fälle in der Vergangenheit anschaut

Unsinn! Auch die "anderen Fälle" (welche?) sind unbelegt. Dass Agenten von Geheimdiensten umgebracht werden, ist wohl keine spezifisch russische Sache. Bestimmt wird gedanklich wieder mit dem Fall Litwinenko argumentiert - der ist aber nicht aufgeklärt, auch wenn das viele Leser hier glauben, was viele Kommentare der letzten Tage zeigen. Es ist aber eher von der Sorte: Wenn etwas oft genug wiederholt wird...".

Der Rest dieses Kommentars ist ja einigermaßen ok, aber mit solchen Einleitungen wird Irreführung betrieben.

Der Kommentar bringt es auf den Punkt.

"Der Fall Skripal war für Premierministerin Theresa May die Gelegenheit, sich nach den vielen schlechten Schlagzeilen wegen des Brexit mal wieder mit einem anderen Thema ins rechte Licht zu rücken und Stärke zu beweisen."

Allerdings habe ich erheblichen Zweifel, dass es überhaupt Novitschok war.

Das ganze Verhalten stimmt nicht mit den Beschreibungen der Wirkung überein.
Möglicherweise war es eine hoch psychoaktive Substanz.
Der kontaminierte Retter, ein Polizist, berichtete nach dem Aufwachen von einer sehr merkwürdigen Erfahrung.

Kindergartenlogik

"Das Russland dahinter steckt, ist möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, wenn man sich andere Fälle in der Vergangenheit anschaut" - das ist Kindergartenlogik. Nach dem Satz: Wer einmal lügt oder etwas Falsches getan hat - der macht das immer wieder.

EU-Stümper

"Sie [die EU] hat die Spirale der diplomatischen Streitigkeiten gestartet und der russischen Regierung damit die Möglichkeit gegeben, sich als Unschuldslamm darzustellen."

Genau, und diese Steilvorlage nutzt Putin genüßlich mit der Verlautbarung, daß er nicht auf eine Entschuldigung GBs warten wird, ihm sei wichtig, daß die internationalen Beziehungen stabil blieben. Putin der besonnene, verantwortungsvolle Staatslenker im Gegensatz zu unseren EU-Stümpern am US-Gängelband.

Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit eine unreife Leistung unserer EU-Dilettanten inkl. des juristisch vorbelasteten Aussenministers und seiner Kanzlerin bei der Verrichtung ihres politischen Werkes.

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