Ihre Meinung zu: EU-Ausweisungen: Putins Freunde und Skeptiker uneins

27. März 2018 - 13:27 Uhr

Mehr als 20 Staaten wollen russische Diplomaten ausweisen. Dieses diplomatische Instrument soll Unmut ausdrücken. Aber es ist eine schwache Maßnahme - und zeigt die Risse in der EU. Von Andreas Meyer-Feist.

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Kommentare

Wohin geht Deutschland?

Ich muss nach Österreich ausreisen, dass ist der einzige Weg den deutschen Unsinn zu entkommen!!!

Was bloß aus Deutschland geworden ist?

Putin-Freunde?

... Durch die EU zieht sich jetzt ein Riss zwischen den "Putin-Freunden" (Österreich, Griechenland), den "kritischen Freunden" (Ungarn, Italien) ...

Auch in diesem Artikel zeigt sich eine Entwicklung, vor der ich mehr Angst habe, als davor dass ein dritter Weltkrieg ausbrechen könnte. Länder/Menschen werden nach dem Kriterium "Bist Du nicht mein Freund, dann bist Du mein Feind" eingeordnet, nur weil sie kritisch dem gegenüber stehen, was einem vorgebetet wird und in diesem Fall auf Rechtsstaatlichkeit sinnen und nicht wie die Lemminge hinterher springen. Schlimm dass diese Länder/Menschen sich überall und auch hier im Forum erklären müssen, weil sie eine eigene Meinung haben und demokratische Werte hochhalten, im Gegensatz zu denen, die obige Einstufung vornehmen - das macht mir richtig Angst! Hier hat letztens noch einer gefragt, wie es bei Hitler entstehen konnte - genau so fing es an!

Österreich und ein paar übrig gebliebene machen es genau richtig!

sehr witzig

""gesprächsbereiten Russland-Skeptiker", wie es ein französischer EU-Diplomat formulierte. Zu diesen Ländern zählen Deutschland und Frankreich."
Deutschland betreibt einen sehr ansehnlichen Konfrontationskurs, der weder etwas mit "gesprächsbereit" noch mit "Skepsis" irgendetwas zu tun hat. Das kann man bei so ziemlich jedem Thema Russland betreffend sehen.

@ ohnein2004

Merci!

Genau das war auch mein Gedanke.
Was soll immer dieses Entweder - Oder.

Nur weil jemand der Meinung ist, dass man eine Situation eher durch Gespräche als durch Eskalation zu regeln ist, dann ist er noch lange nicht jemandes Freund.

Und auch das Wort stört mich. Dieses Emotionalisieren der Politik. Himmel. Es geht um Interessen. Es geht um Politik.
Da gibt es keine Freunde. Man tut sich zusammen, wenn man gemeinsame Interessen hat. Hat man gegenseitige Interessen, dann nutzt man politische Instrumente - Verhandlungen, Diplomatie, Vereinbarungen etc.

Die Lage ist katastrophal. Eskalation, Emotionen, Show, markige Worte.

Ich mag Kurz nicht.
Aber ich erkenne an: der Mann hat Verstand.

Eine Brücke ist es, die dringend nötig ist. Nur über eine Brücke kommt man zueinander, um miteinander Probleme zu lösen.

Und in dieser Welt gibt es Probleme, die nur gemeinsam gelöst werden können.

Es gibt kein Gut/Böse. Es gibt nur Interessen!
Das sollte man endlich kapieren!

...

was wie ein Lemming-verhalten aussieht, ist meiner Meinung nach geplante Strategie. England fürchtet aufgrund des Brexit den Anschluss zu verpassen und ist gerade am verhandeln. Einer dieser Punkte könnte gewesen sein, an der anti Russland Doktrin festzuhalten und das England seine Loyalität gegenüber der EU zum Ausdruck bringen muss...
das ist natürlich nur eine Theorie meiner Seits, aber ich habe dafür genauso viele Beweise wie die Eu das Russland giftmörder nach Europa schickt...

Kurz ist der bessere Kanzler.

Österreich hat Recht, wenn es sich an diesem Unfug nicht beteiligt.
Die EU und ihre Mitgliedsstaaten werben sonst bei jeder Gelegenheit auf dem ganzen Globus für die Rechtsstaatlichkeit und für unabhängige juristische Untersuchungen.
Im Fall Skripal ist man jedoch nicht willens, die Ermittlungsergebnisse der OPCW abzuwarten, sondern nimmt die Mutmaßungen der britischen Freude zum Anlass für politische Schaufensteraktionen.
Man stelle sich einmal den umgekehrten Fall vor: Ein amerikanisch-weißrussischer Doppelagent und seine Tochter wären in einer weißrussischen Kleinstadt vergiftet worden; laut den örtlichen Ermittlern seien Spuren eines Nervengiftes gefunden wurden, das angeblich aus den Laboren der CIA stamme. Die USA weise jede Beteiligung weit von sich. Würden Deutschland und seine europäischen Verbündeten Solidaritätserklärungen mit Weißrussland abgeben und Dutzende US-Diplomaten ausweisen, noch bevor die OPCW ihre Untersuchungen abgeschlossen hätte ???

So einfach ist das?

Jeder, dem ein "ja, wer soll's denn sonst gewesen sein" nicht als Beweis langt, ist ein Putin-Freund?

Durch €uropa zieht sich ein Riß...

... zwischen Unrechtssystemen, die vorverurteilen und Rechtsstaaten, die, bevor sie überlegt handeln, die Untersuchungen abwarten. All jene wie Österreich, die gemäß rechtsstaatlicher Prinzipien erst schlüssige Beweise statt irgendwelcher unbelegter Unterstellungen verlangen, sind die letzten Hoffnungsträger für "westliche Werte", so diese nicht schon längst allesamt geschliffen worden sind.

EU-Ausweisungen:Putins Freunde und Skeptiker uneins..

Etliche Länder machen den Konfrontationskurs nicht mit:Österreich,Belgien,Portugal,Griechenland,die Schweiz als nicht EU-Land auch nicht.
Was nur wenn sie am Ende recht behalten ?
Man erinnere sich an Colin Powell 2003 im Weltsicherheitsrat oder an das US-Kriegsschiff Maddox 1964 in der Tonking-Affäre(behaupteter Angriff zur Kriegsbegründung).

Jeder der nicht Kurz -

Jeder der nicht Kurz - sichtig ist sollte doch verstehen, dass es nicht klug ist sich in solch einer Situation auf die Seite von Putin zu schlagen. Ich meine da scheitern doch gerade ganz andere dran. Ganz abgesehen davon, die Wähler werden es sich merken, Herr Kurz.

Putins Freunde heißt es in

Putins Freunde heißt es in den Bericht. Besser wäre von Putins Feinden die Rede...

Auch hier scheint es so zu sein

dass in Österreich noch politische Vernunft existiert, während sich Deutschland nicht schnell genug dem Konfrontationskurs, der aus GB, den USA und der NATO vorgegeben wird anschließen kann. Der Friedensnobelpreisträger EU gefällt sich in seiner Rolle als Säbelrassler. Da kann nichts Gutes draus erwachsen

Nur noch mit Konfrontation die Positionen halten?

Wie schnell doch aus einem "Rechtsstaat"
ein "Unrechtsstaat" wird!
Urteile ohne Beweise,
nur weil es dem Westen gerade gegen Russland
so schön in den Kram passt,
das ist doch Wilkür vom feinsten.
Kein Land kann sich doch jetzt auf irgendwelche Werte verlassen.
Dabei ist das natürlich vor allem PR gegen Russland.
Wieder einmal ein Fall ohne Beweise,
aber mit viel Trara.
Wir, der Westen scheint völlig irre zu sein!
So langsam bauen wir ab.
Leute wie Snowden fliehen nach Russland.
Innovation und Zukunftsfelder kommen aus China,
werden dort bestimmt.
Können wir nur noch mit Konfrontation
ggf. sogar Krieg unsere Positionen halten?

Unterstützung

Wieso eigentlich muss "Unterstützung" darin liegen, Dritte - und das aufgrund von Vermutungen - zu "bestrafen"?

Wäre es nicht angebrachter, "Unterstützung" dadurch zu leisten, bei der Behandlung der Verletzten, bei der Aufklärung des Geschehens und bei der Dingfestmachung der tatsächlichen Urheber mit allem erdenklichen know how zu helfen?

Oder wäre das zu unspektakulär - für was auch immer ?

Und an die "Säbelrassler" unter den Kommentatoren: Schaut Euch genau an, wie sich "Mücken" zu "Kriegselefanten" entwickelten ...

@um 14:35 von EUler

"Ganz abgesehen davon, die Wähler werden es sich merken, Herr Kurz."

Richtig. Herr Kurz wird bei der nächsten Wahl deutlich mehr Wählerstimmen erhalten.

Servus, Österreich!

"Österreich ist eine Brücke zwischen Ost und West und soll es bleiben".

Und was ist Deutschland?

Wie Aussagen russischer Politiker richtig zu interpretieren sind

Putin hatte damals gesagt, dass die Soldaten, die die Krim völkerrechtswidrig überfallen hatten, keine russischen Soldaten seien. Später erklärte er stolz, es seien natürlich russische Soldaten gewesen.

Wenn also russische Politiker sagen, sie seien nicht für kriminelle Machenschaften verantwortlich, dann meinen sie damit in Wirklichkeit das Gegenteil. Das sollte man nicht vergessen, wenn man Aussagen russischer Politiker interpretiert.

Lawrow hat gesagt, dass der Mordanschlag nicht vom russischen Geheimdienst sei.

Jeder, der aus den Erfahrungen mit Aussagen russischer Politiker lernen kann, der weiß nun, wie diese Aussage richtig zu interpretieren ist.

Russland ist auch das einzige Land, das ein plausibles Motiv hat: Abschreckung potentieller "Verräter": "Verräter sind nirgendwo auf der Welt sicher vor dem russischen Geheimdienst! Diplomatischen Ärger nimmt man nicht nur in Kauf, sondern man benutzt ihn auch, um sich als armes verfolgtes Opfer darzustellen. Perfide!

Putin soll einfach mal das

Putin soll einfach mal das Gas abdrehen.
Dann werden wir sehen, wie lange der Westen ihn noch kritisiert.

Klar ist der nicht ganz einwandfrei, aber das sind so manche Machthaber hier auch nicht.

Kurs West

@ Zeitungs-Ente:
"Österreich ist eine Brücke zwischen Ost und West und soll es bleiben".
Und was ist Deutschland?

Deutschland hat ein klares Koordinatensystem, einen präzise gehenden Kompass und weiß genau wo es steht. Ich hoffe, die Ösis legen ihren Schlingerkurs auch noch ab.

Klare Kante bitte

Ich fordere klare Kante gegen Putin, das ist seine Sprache.

Mission accomplished

"Putins Freunde und Skeptiker sind uneins"
.
Das ist wie ein Riss in einem Stein: Wasser kann eindringen, und bei Frost bringt das Eis den Stein zum platzen. - Schon die verschiedenen Indianerstämme ließen sich seinerzeit in Zwistgkeiten manövrieren und schwächten sich gegenseitig. Heute macht man´s mit der ganzen Welt so. Uneinigkeit schafft Unsicherheit, Unsicherheit zerstört Vertrauen und Ausgleich, und schließlich zerlegen sich alle gegenseitig, und die Länder sind zur Übernahme ("Befreiung") bereit.
.
Das ganze ist eine Fortführung der Domino-Theorie, nur dass die heute nicht mehr expressis verbis so benannt wird. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Domino-Theorie

unfassbar

Europa am Rockzipfel der Angloamerika-Front gegen Russland...
...
das Ende der zivilisierten Politik und der Anfang vom Ende...???
....
Frieden in Europa
mit Russland verbindet uns mehr als nur der gemeinsame Kontinent und Musik und Kultur.!

und Schluss mit dem US-Wild-West-Theater...
....

Putin soll die Konsequenzen spüren

Die russische Führung sollte klare Konsequenzen für das Exempel spüren, das sie im südenglischen Salisbury an einem ehemaligen Agenten und seiner unschuldigen Tochter statuiert hat.

Gewinnerin

Die westliche Politik ist die der Konfrontation gegenüber Russland. Das schon lächerliche Abschieben von Diplomaten ist nur die Fortsetzung davon. Diese sogenannte westliche Wertegemeinschaft handelt ohne das London bisher gerichtsfeste Beweise für die Schuld der Russen geliefert hat. Das ist neu, nur auf eine Annahme hin, schon das Urteil zu sprechen. Die bisherige Gewinnerin in der verbreiteten Meinung in den Medien ist Frau May, was sie nach ihrem Brexit-Debakel wohl auch unbedingt nötig hatte. Das sollte bei der Schuldzuweisung nicht unberücksichtigt werden.

Ins eigene Fleisch

@ Einerer:
Putin soll einfach mal das Gas abdrehen.

Dann wäre Ihre Seite nach 14 Tagen pleite.
Ich finde übrigens ohnehin, dass wir uns besser nach anderen Lieferanten für Gas umtun sollten. Unabhängig von Ihrer Seite.

Flsche Entscheidung

England hat noch nciht bewiesen daß das Gift aus Rußland kommt. Es hat auch Russen daran gehindert beweise zu sichern.

Jetzt verstehe ih nciht warum die EU dann, ohne Beweise Diplomaten ausweist.

Mir scheint, daß jemand den kalten Krieg wieder beleben will.

Willkommen auf der russischen Trollwiese!

Es ist wieder lustig, wie sich hier die russischen Trolle trollen. Zum Glück erkennt man sie an ihrer naiven "Argumentation".

Beliebt ist dabei die Herbeiredung einer Kriegsgefahr und die fehlerhafte Anwendung des strafrechtlichen In-Dubio-Pro-Reo-Grundstzes auf Politik und Dplomatie.

Ich stelle jedenfalls fest, dass der Einzige, der ein plausibles Motiv hat, die russische Regierung ist: "Verräter" werden - auch zur Abschreckung - liquidiert! Auch im - vermeintlich sicherem - Ausland sind "Verräter" nicht sicher!

Die diplomatischen Verwicklungen nimmt Putin nicht nur in Kauf, sondern er benutzt sie, um Russland als armes, unschuldiges und von Feinden umzingeltes Opfer darzustellen. Da kann sich Putin als starker Mann, der dagegenhält, präsentieren und dadurch von den vielen innerstaatlichen Problemen ablenken.

Russland widersetzt sich jeder Aufklärung. Auch die Mörder von Litwinenko Lugowoi und Kowtun schützt Russland und verbreitet stattdessen unsinnige Verschwörungstheorien.

Also die beiden Staaten

hätten doch das nicht mitmachen müssen, konnten Sie doch selbstständig als Staat entscheiden wie das Österreich auch tut.

"So etwas erbost jene EU-Staaten, die im Ruf stehen, nicht weniger russlandfreundlich zu sein als Österreich, sich aber dann doch mühevoll bereit erklärten, wenigstens jeweils einen russischen Diplomaten vor die Tür zu setzen: Italien und Ungarn."

Das Deutschland anders handelt war doch vorher klar, die beschriebene Freundlichkeit zur RF ist doch schon lange vorbei und nur Worte gibt es in der Richtung noch.
Ich würde sogar noch eine Wette eingehen was als nächstes folgen wird und zum Schaden von Deutschland ist und das weis Österreich auch weil Sie davon profitieren wollten.

In paar Monaten werde ich sehen ob ich richtig lag.

Verlorene Liebesmüh

@ Alberich:
... mit Russland verbindet uns mehr als nur der gemeinsame Kontinent und Musik und Kultur.!

Mit Putin verbindet mich nichts.

Vorbild Östereich

Ich freue mich, das sich Östereich von unbewiesenen Vorwürfen Russland gegenüber nicht beeindrucken lässt. Der Regierung von Östereich gebührt für ihr Verhalten in diesem Falle meine Hochachtung.

@um 15:36 von KowaIski

"Deutschland hat ein klares Koordinatensystem, einen präzise gehenden Kompass und weiß genau wo es steht. "

Eine Kompassnadel zeigt in Richtung Nordpol. Und der Nordpol Deutschlands ist der Südpol der USA.

Jetzt auch noch drohen?

@ Einerer:
Putin soll einfach mal das Gas abdrehen.

Soll das eine Drohung sein?
Was könnte Putin damit gewinnen? Auf den Erlös aus dem Gas ist er dringend angewiesen. Außer Öl, Gas und Waffen, hat Russland nichts zum Exportieren.

Säbelrasseln . . .

. . . ohne nichts.
Die Briten sollen sich lieber um die Europäische Einheit kümmern.
Der willkommene Nebenschauplatz macht keinen Sinn.
Völkerverständigung sieht anders aus.

Putin's"Freunde"

Erstaunlich wie einhellig im Forum von den Fehlern unserer westlichen Gewählten Demokratien gepostet wird,das erscheint mir unbedarftem Bundesbürger ein großes unverzeihliches Unrecht zu Lasten unseres Lupenreinen Demokraten, unseres Duzfreundes Wladimir darzustellen.
In einer Zeit, in der es zum traurigen Alltag gehört, Meinung statt überprüfbarer Fakten gesellschaftliche Vorstellungen manipulieren zu lassen , scheint dieses leuchtende Vorbild menschefreundlichen , Gesetzes-und völkerrechtsbewahrers solche Befürworter ja wohl dringend zu benötigen. Quod erst demonstrandum!
Ich erlaube mir auch weiterhin meinen Verstand einzusetzen und ziehe Fakten zum Erfassen des Gesamtbildes bei weitem vor. Heute wird Krieg eben auch anders geführt. Aber nicht ohne"Geschmäckle"!!!

Zu hoch gepokert

Ich will nicht behaupten Putin habe den Befehl für den Mordanschlag von Salisbury selbst gegeben. Ich bin mir aber sicher, dass er vorher davon gewusst und es geduldet hat. Das Exempel an allen feindlichen Agenten und seinen Gegnern im Ausland war wohl zu verlockend.

Das hat aber meines Erachtens das Fass der Provokationen zum Überlaufen gebracht. Putin hat überreizt. Der Westen wird jetzt klare Maßnahmen ergreifen und Putin zahlt einen sehr sehr hohen Preis für seine skrupellose Politik.

Nord Stream II wird trotzdem gebaut werden

Wenn man sich die Jahrhunderte lange Geschichte europäischer Staaten ansieht, dann wird man verschiedene tradierte Achsen zwischen Ländern und sehen. Diese setzen sich abgeschwächt auch in der EU fort: Großbritannien war etwa immer den USA näher als dies Frankreich war.
Eine gemeinsame, einheitliche EU-Außenpolitik, die quasi nationale Außenpolitiken ersetzt, wäre für manche Staaten ein Vorteil, für andere ein Nachteil. Staaten sind in der Regel von optimalen Interessen geleitet und man kann es ihnen nicht verdenken.
Gäbe es etwa eine gemeinsame EU-Energiepolitik, so sollten gerade Deutschland und Österreich nicht den Bau der Ostseepipeline Nord Stream II unterstützen, welche etwa Polen und Dänemark ablehnt.

Man sollte

gerechterweise auch Länder nennen, die m.E. an dieser britischen Provokation nicht teilnehmen:
Slowakei, Slowenien, Luxemburg, Bulgarien, Portugal, Spanien, Griechenland, Zypern, Österreich, Malta u.a.

Was ist Verblendung?

Guckstu hier: "Es ist wieder lustig, wie sich hier die russischen Trolle trollen. Zum Glück erkennt man sie an ihrer naiven "Argumentation"." @Immanuel20
.
Toll, wie hier die Wollknäuel morphogenetischer Felder in die Sprache rollen, welche Trolle enttarnen sollen, was Erleuchtete so wollen. - Nun ja, man kann den Sprachcode durchaus als elaboriert bezeichnen. Aber die zugrundeliegende simple Botschaft ist: alle, die russische Argumente ins Auge fassen, sind beschränkt und marionettenhaft. Dagegen fasst der Schafblick des US-hörigen Adlers messerscharf nur unumstößliche Tatsachen ins Auge.
.
Nennt man soetwas nicht Verblendung?

15:49 von Zeitungs-Ente

Tolle Metapher! Wenn es nicht so tragisch wär

@15:18 von Zeitungs-Ente

>>"Ganz abgesehen davon, die Wähler werden es sich merken, Herr Kurz."

Richtig. Herr Kurz wird bei der nächsten Wahl deutlich mehr Wählerstimmen erhalten.<<

Ach, Sie meinen wie in den USA, wo die Republikaner mittlerweile selbst auf ur-eigenstem Territorium verlieren?

Kowalski

schnöde ohne jedweden Beweis, ist dies ...Europäisches Demokratisches Denken und Handeln??, was verbindet mich mit May, Doppelagenten und weltfremden EU- Politikern ..... auch nichts!!!

Dieser Zirkus vor der Weltmeisterschaft ...

... zeigt meiner Meinung nach nur eins: Man will das Ansehen und den Prestigegewinn minimieren, den Russland aus der Weltmeisterschaft ziehen könnte. Dafür ist unseren ach so integren Politikern scheinbar jedes Mittel recht.

Man stelle sich ein Staatsexamen an der Universität vor

Aufgabe: " Es ist ein versuchter Mord begangen worden mit einem Giftstoff, dass auf gemeinschaftlichem Boden mehrerer Staaten vor vielen Jahren entwickelt worden ist, nach dem Zerfall der Gemeinschaft jedoch das Know-How nachweislich in mehrere andere Staaten gelangt ist. In einem Staat der ursprünglichen Gemeinschaft stehen wichtige politische Ereignisse statt, u.a. Die Wahl des Präsidenten, der als Feind angesehen wird. Erläutern Sie das juristische Vorgehen in diesem Fall." Antwort des Prüflings:" Ich beschuldige den verfeindeten Staat ohne weiter Beweislage des aktiven Mordes und weise Diplomaten aus und beharre bei meinen Verbündeten mir gleichzutun, was sie auch machen, weil sie ebenso verfeindet sind. Ich stelle ungerechtfertigte Forderungen und halte mich nicht an internationale Abkommen für diesen Fall, verweigere u.a. jegliche Angebote zur Aufklärung der Gegenseite." Prüfer: "Sie sind nicht geeignet für diesen Beruf, Sie sind durchgefallen, 5.0 und damit exmatrikuliert"

@forensüchtig (15:56)

Zu hoch gepokert
Ich will nicht behaupten Putin habe den Befehl für den Mordanschlag von Salisbury selbst gegeben. Ich bin mir aber sicher, dass er vorher davon gewusst und es geduldet hat. Das Exempel an allen feindlichen Agenten und seinen Gegnern im Ausland war wohl zu verlockend.
Das hat aber meines Erachtens das Fass der Provokationen zum Überlaufen gebracht. Putin hat überreizt. Der Westen wird jetzt klare Maßnahmen ergreifen und Putin zahlt einen sehr sehr hohen Preis für seine skrupellose Politik.

____

Ich denke, dass Putin damit gerechnet hat, dass die Briten diesen Mordversuch genauso zähneknirschend hinnehmen würden wie im Fall Litwinenko. Da hat sich der Zar aber grundlegend verspekuliert.

@ Reinhard Libuda, @ Immanuel20

Ganz meine Meinung!

Leider spreche ich kein Russisch. Es wäre sehr interessant in russischen Foren einmal über den Fall zu lesen. Und vielleicht auch zu schreiben.

Update: Koffer von Skripals Tochter war die Giftschleuder!

Also im Fall Skripal gibt es - was hier nicht berichtet wurde die ganzen Tage - neue Erkenntnisse. Und die zeigen zurueck auf die TSA, die USA, England, die EU, die Bundesregierung und die NATO selbst!!

Denn: der Koffer von der Tochter von Skripal ist inzwischen untersucht und dort wurde das Gift gefunden!!

https://tinyurl.com/y7ywl2rt
morgenpost.de: Attentat auf Skripal: Gift im Koffer der Tochter versteckt? (16.03.2018, 10:53 Uhr)

Die extrem gefährliche Substanz Nowitschok wurde demnach bei einem Aufenthalt von Yulia Skripal in Moskau heimlich in ihrem Koffer deponiert – in einem Kleidungsstück, einem Kosmetikprodukt oder einem Geschenk. Als sie anschließend ihren Vater in Großbritannien besuchte, soll sie dem Bericht zufolge unwissentlich das Gift freigesetzt haben. Eine klare Quelle nannte die Zeitung aber nicht.

Aus Putins Perspektive

@ Nobody does it ...
Nord Stream II wird trotzdem gebaut werden

Oder auch nicht.

@A.Winkler (14:29)

Durch €uropa zieht sich ein Riß...
... zwischen Unrechtssystemen, die vorverurteilen und Rechtsstaaten, die, bevor sie überlegt handeln, die Untersuchungen abwarten.

___

Was heißt hier "vorverurteilen"? Russland hat die Tat nicht abgestritten, sondern nur gesagt, die Vorwürfe seien eine Frechheit. Zudem wurden keinerlei Anstrengungen unternommen, sich vom Verdacht zu befreien, bei der Aufklärung vielleicht sogar Hilfe anzubieten. Warum wohl?
Die Handschrift ist eindeutig und für die Adressaten ist die Nachricht auch unmissverständlich: ihr könnt euch nicht verstecken, wir kriegen euch, egal wo ihr euch aufhaltet.
Ach und wegen Beweisen: das wären ja schlecht Agenten, wenn sie gerichtsverwertbare Beweise hinterlassen würden. Aber wir sind hier nicht vor Gericht, insofern zieht auch das Argument der Unschuldsvermutung nicht. Die Indizien (Gift aus sowjetischer Produktion, kommt nicht jeder ran, Opfer ist ein Verräter etc.) sprechen dafür eine klare Sprache.

Wer muss beweisen?

@ Joerg 67:
... ohne jedweden Beweis

Beweise gehören vor Gericht. Das ist hier aber kein Gericht, das ist Außenpolitik.

Oder hier vom Waiblinger Zeitungsverlag

Oder auch beim Waiblinger Zeitungsverlag:

https://tinyurl.com/y8nbhvdg
zvw.de: Fall Skripal: War das Gift im Koffer versteckt? (dpa, 16.03.2018 - 13:25 Uhr)

Das für den Anschlag auf Skripal verwendete Nervengift könnte nach einem Medienbericht im Koffer seiner Tochter versteckt gewesen sein. Davon gingen Geheimdienstkreise aus, berichtete die britische Zeitung "The Daily Telegraph" ohne eindeutige Quelle.

Die extrem gefährliche Substanz Nowitschok sei bei einem Aufenthalt von Yulia Skripal in Moskau heimlich in ihrem Koffer deponiert worden - in einem Kleidungsstück, einem Kosmetikprodukt oder einem Geschenk. Als die Tochter anschließend den Vater in England besucht habe, soll sie das Gift dem Bericht zufolge unwissentlich freigesetzt haben.

Und auf Flughäfen hat nur eine Organisation Zugriff auf das Gepäck der Passagiere: die werte TSA!! Und damit drehen sich die Zeichen zurueck auf die USA, England, die EU, die Bundesregierung u. die NATO!

@KSMBIn (15:46)

Flsche Entscheidung
England hat noch nciht bewiesen daß das Gift aus Rußland kommt. Es hat auch Russen daran gehindert beweise zu sichern.
Jetzt verstehe ih nciht warum die EU dann, ohne Beweise Diplomaten ausweist.
Mir scheint, daß jemand den kalten Krieg wieder beleben will.

____

Natürlich, Kampfstoffe aus sowjetischer Produktion kann man genau wie Polonium an jeder Ecke kaufen, weiß doch jeder...

@ forensüchtig

Sie sollten sich informieren. Mit Ihrem "Russland hat nichts zum Exportieren, ausser Öl, Gas und Waffen" - zeigen Sie ein erkleckliches Mass an Übernahme eines Mantras, das mehr Wunsch als Realität ist. Das betrifft auch das Märchen von "hach was leiden die Russen unter den Sanktionen".

Zu letztem Teil ein Beispiel: der Artikel "Europas 30-Milliarden-Opfer lässt die Russen kalt" auf Welt vom 9.10.17 (und die Welt ist alles andere als russlandfreundlich).

Natürlich - Russland ist nicht "Exportweltmeister". Aber immerhin hat es Russland geschafft die USA als grösster Getreideexporteur der Welt abzulösen.

Was machen die ausgewiesenen russischen

Diplomaten? Die fahren in einer Woche von Deutschland nach Frankreich, die aus Frankreich nach Deutschland usw.-oder müssen die alle zurück nach Russland?
Ich habe heute im Deutschlandfunk gehört, dass es "eindeutige" Beweise für die russische Schuld gibt. Warum werden diese nicht der Öffentlichkeit präsentiert? Warum brauchen die Spezialisten mindestens 2 Wochen, um das Gift zu analysieren, während Frau May schon 4 Stunden nach dem Anschlag wusste, welches Gift es ist und wo es herkommt?
Bis zum Gegenbeweis sind die Russen für mich unschuldig, denn ich lebe in einem Rechtsstaat und bin Demokrat.

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