Ihre Meinung zu: Krankenversicherung: Durchs Raster gefallen

20. März 2018 - 18:10 Uhr

Hunderttausende Menschen in Deutschland sind laut Schätzungen nicht krankenversichert. Dabei gibt es eine Versicherungspflicht. Warum dennoch viele Menschen durchs Raster fallen, erklärt Sandra Stalinski.

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Kommentare

Es wäre schön, wenn unsere Politiker ab und zu das Grundgesetz lesen würden.

Das Grundrecht im Artikerl 2 ist doch ganz Eindeutig: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Dort steht auch nichts davon, dass man für dieses Recht zahlen muss. Es kann zwar in dieses Gesetz mittels Gesetz eingegriffen werden, aber solche Gesetze sind dann nachrangig zum Ersten Satz des Artikel.

Die Umsetzung des Grundgesetzes wäre doch ganz einfach: Das Gesundheitswesen wird für alle vollständig aus dem Steuereinkommen finanziert. Jeder Steuerzahler würde einzahlen, alle hätten die gleichen Rechte, Bedürftige wären automatisch abgesichert, das Gerede einer Bürgerversicherung wäre in diesem Bereich völlig überflüssig.

Der einzige Nachteil: Private Krankenkassen könnten keine Profite erwirtschaften und das wäre gut so.

Aeltere Menschen....

....einst in die PKV gegangen - meist um Geld zu sparen - gehen im Alter zurueck in die GKV, weil sie die PKV nicht mehr stemmen koennen.

Es kann nicht sein, das man den PKV die Moeglichkeit gibt, nicht mehr laenger ausreichend profitable Patienten in Richtung der GKV herauszuekeln.

Es kann aber auf der anderen Seite nicht sein, das Leute ohne Versorgung sind.

Das Aktuelle System gehoert reformiert.

In Richtung eines Systems, in dem ueber die GKV eine (ausreichende) Grundversorgung sicher gestellt wird.

Und die PKV nur noch fuer Zusatzbedarf zustaendig sind.

Die PKV, wie sie aktuell existieren, gehoeren ersatzlos gestrichen.
Da sie das System einer Versorgung fuer alle unterminieren.

Das sollte nach lesen des Beitrags leicht verstaendlich sein....

Ich verstehe das Problem

Ich verstehe das Problem nicht. Er war über Jahrzehnte Privatpatient und hat dort von kleineren Beiträgen in der Zeit in der er gesund war profitiert und nun wird er mit den Nachteilen konfrontiert? Das ist schlicht gerecht... ungerecht wäre es wenn er jahrzehnte die Vorteile der Privaten nimmt und dann wenn die Nachteile überwiegen er in die GKV wechselt. Rosinenpickerei nennt man das.

@netille um 18:03
dein Beitrag ist schlicht falsch. GG2 garantiert/schützt das dich niemand misshandelt/verletzt es beinhaltet nicht eine kostenlose Versorgung.

Größte Gruppe: Menschen ohne Papiere und EU-Bürger ohne Arbeit

Also bei allem guten Willen: wer illegal in Deutschland lebt und dadurch nicht krankenversichert ist kann ja wohl nicht dafür herhalten, dass die Gesundheitsleistungen nun doch nicht alle hier Lebenden erreichen. Und EU-Bürger genießen Freizügigkeit, aber keinen Freifahrtschein auf sämtliche Sozialleistungen.

Kleinstselbstständige mit zu geringem Einkommen, um die GKV Mindestbeiträge zahlen zu können, müssen sich mal überlegen, ob ihr Lebensentwurf überhaupt ein Entwurf zum Leben ist.

Der brave Soldat Schwejk

Der gute bekam ohne Arbeit keine Wohnung und ohne Wohnung keine Arbeit. Und in solchen Situationen sind halt Beamte einfach nicht kreativ, sondern drehen diese tibetanische Gebetsmühle so lange, bis der Bürger tot ist oder aber mit einer Hauptmannsuniform und zwei Soldaten den Beamten dazu zwingt, die fehlende Bescheinigung auszufüllen.
.
Es wird seit längerem über die sogenannte "Gesundheitskarte" geredet, welche kostenlose medizinische Behandlung für alle ermöglicht, die nicht in der gesetzlichen Kasse sind. Aber das mögen die Kommunen nicht, die das Geld dafür zahlen müssen, auch wenn Tests ergeben haben, dass das für alle Beteiligten vorteilhaft ist. Naja, es müssen schließlich die Vermögenszuwächse so ausfallen, dass unsere Leistungsträger motiviert bleiben, und so ist für so ein Pillepalle einfach kein Geld mehr übrig.

laut koalitionsvertrag soll sich der beitrag für

selbstständige kleinverdiener halbieren ...

mehr als sinnvoll.

mal abwarten, wann herr spahn dies tatsächlich auf den weg bringt.

300 vs. 1100 Euro...

Und das schon ab 55 - nur das 300€ nicht gleich in die Insolvenz führen...
1100 € ist schon krank - jetzt fällt mir auch wieder ein, warum so viele, die ich kenne freiwillig GKV-Versichert sind und gar nicht in die PKV wollten....
Ich hab die Benachrichtigung, als ich diese Pflichtgrenze überschritten habe und mir angeboten wurde in die PKV zu wechseln, direkt ad Acta gelegt. Auch wenn das Angebot erst mal günstig klang - in 10 Jahren wärs extrem teuer.

Raster

"Eine weitere Gruppe von Betroffenen sind Menschen ohne Papiere, die keinen legalen Aufenthaltsstatus haben. Auch solche mit abgelehntem Asylbescheid fallen darunter. Die haben zwar eigentlich einen Anspruch auf einen Krankenschein. Weil sie dafür aber zum Sozialamt müssten und das wiederum eine Meldepflicht gegenüber der Ausländerbehörde hat, gehen sie diesen Weg in der Regel nicht."

Wer sich hier illegal aufhält, kann nicht durch das Raster fallen und Ansprüche stellen.

Ohne Papiere, mit beliebigem Namen, kann man zum Arzt gehen

Für alle Menschen, die in Deutschland plötzlich anwesend sind und keine Papiere haben, irgendetwas zur Herkunft angeben, gibt es eine (eingeschränkte) medizinische Versorgung.
Logischerweise ließe sich auch für die Einheimischen, die oft lange diesen Staat mitgetragen und finanziert haben, eine analoge Lösung finden.
Ließe....

Irreführend...

Der Titel suggeriert es gäbe Konstellationen, in denen jemand überhaupt nicht versicherbar ist. Das ist inkorrekt. Privat geht immer, auch zu kleinem Preis. Ich habe jahrelang mit Mini-Einkommen aus Freiberuflichkeit trotzdem eine Absicherung gehabt. Ich musste allerdings eine Weile suchen. Dass das im Einzelfall nicht so toll aussehen kann mit Beiträgen bestreite ich nicht- das stellt aber doch nicht gleich das komplette Gesundheitssystem in Frage?!

Jeder kann auch in der

Jeder kann auch in der privaten Krankenversicherung in einen „ Billigtarif „ wechseln. Statt € 50000 selbst zu zahlen hätte das der Herr im Fallbeispiel auch machen können.

Soziale Verantwortung PKV

Entweder es muss eine Bürgerversicherung geschaffen werden, oder die PKV muss in die Soziale Verantwortung genommen werden. Jahrzehnte die Beiträge kassieren und wenn Kunde unprofitabel wird, muss die Allgemeinheit sich darum kümmern ist Asozial.

Krankenversicherung wie in Österreich

Die Krankenversicherung in Österreich ist viel gerechter als in Deutschland. - Hatte mich mal ein bischen im Internet dazu umgeschaut. - In Österreich ist der Beitrag zur Krankenversicherung 7%. Es sind wirklich alle verpflichtet in die Krankenversicherung einzuzahlen - Private Krankenversicherung gibt es dort nicht. - Auch als Selbstständiger muß man dort nur ca. 7% vom tatsächlichen Bruttoverdienst als Krankenversicherungsbeitrag leisten. - Hier in Deutschland kommen inkl. Pflegeversicherung mindestens ca. 380eur zusammen. Je nach Krankenkasse.- Mindestbeitrag in Österreich 50eur ... (Falls jemand in Österreich Selbstständig ist und das System genau kennt, wäre ich für eine Korrektur/Kommentar sehr dankbar.)

Alle müssen in die gesetzliche Krankenversicherung!

Es kann nicht sein, dass die Reichen sich der Solidarität ein Leben lang entziehen und dann mit 54 schnell noch in die gesetzliche Krankenversicherung retten, wenn sie also alt und "anfällig" sind.

Das löst sich ganz einfach, indem man jeden in die gesetzliche Krankenkasse zwingt. Die privaten Krankenversicherungen können dann noch ein wenig zusatzversichern - kein Ding. Aber das Rosinenpicken ist dann vorbei.

Wenn die reichen Gesunden dann hinzukommen, steht unsere Krankenversicherung wieder blendend da und alle bekommen wieder zeitnah Arzt-Termine.

Bürgerversicherung muss kommen

In jungen Jahren werden den meist selbstständigen Bürgern von bekanntermaßen einfallsreichen Versicherungsvertretern private Krankenversicherungen verkauft, die dann im Alter nicht mehr bezahlt werden können. Das sollte zur Chefsache der Kanzlerin erklärt werden, diese Missstände schnellstmöglich abzustellen. Die Bürgerversicherung muss her - auch wenn die Versicherungen protestieren. Wen wundert‘s. Als CDU- Wähler sage ich, dass das ein sehr gutes Ansinnen der SPD ist.

@18:34 von Werner40 Davon hab ich auch gehört...

Das wird aber nicht jedem (chronisch krank irgendwie....?) angeboten. Die PKV betreiben knallhartes "Scoring" und die wirklich Kranken haben es da verdammt schwer....

Krankenversicherungspflicht

Auch typisch deutsch: Wenn man kein Geld hat sich zu versichern wird man mit einer Geldstrafe belegt, ist ja logisch.

Besteht noch Hoffnung?

Vielleicht besteht ja noch Hoffnung, dass die Bürgerversicherung irgendwann kommt.
Ich habe noch nie verstanden, warum es die privaten Krankenkassen braucht. Die weichen nur das Solidaritätsprinzip auf und ich kenne eine ganze Reihe Menschen, die in ihrem Alter in der Falle der Privaten Krankenversicherung sitzen und finanziell zu Kreuze kriechen.

Eigentlich eine gute Nachricht.

Es bleibt festzustellen, dass 99 % der Bürger in Deutschland eine Krankenversicherung haben, die eine im internationalen Vergleich vorbildliche Versorgung gewährt. Von den 1% ist, abgesehen von ein paar Härtefällen, die es immer gibt, ein beträchtlicher Anteil von Personen, die keine Papiere haben und nicht gemeldet sind. Ja was erwarten die denn?

Das Problem kenne ich

Die Diskussion hier dreht mal wieder ins Fremdenfeindliche.

Das nervt.

Ich habe lange Jahre mit einer Bluessängerin aus Chicago gearbeitet. Die lebte hier seit den 80ern und verdiente immer gutes Geld. Krankenversicherung? Das Konzept verstand sie nicht, gab es ja zu Hause nicht. Ich habe mehrfach versucht, sie in die Künstlersozialkasse zu bekommen, aber die machen es einem nicht leicht, und Angela B. mangelte es an Durchhaltevermögen. Eigentlich wäre die KSK verpflichtet gewesen, sie zu versichern, denn Versicherungspflicht gilt immer für beide Seiten.

Nun ist sie 67 und hat viele Krankheiten. Als ich vor etwa 5 Jahren noch mal einen Anlauf unternahm, um sie versichern zu lassen, wurden wir mit genau dem Problem konfrontiert, das hier beschrieben ist. Wer vor dem 55. Lebensjahr nicht in der GKV gewesen war, kommt nicht rein.

Nun ist sie zurück in den USA, wo sie als Army-Veteran Leistungen bekommt.

Ein großer Verlust für Deutschlands Kulturszene.

Was jetzt

Einmal privat immer privat ! Nicht mit Merkel ? Ich war nie Privat obwohl ich es vom Einkommen könnte habe aber soziales denken . Freund jetzt 30 Jahre privat dann Gesetzlich vor 55 Jahre 70000 € ca gespart .toll .Reinemachefrau verhält ihn jetzt er lacht sie dazu aus. Kranke Politiker finden es aber gut ?ts Bitte nicht auf Tränen setzen hilft nicht.Sozial schwache verhalten Reiche gibt's nur in Merkelland.

18:18 von Flusskind ... Ich verstehe das Problem...

Genau, ich auch nicht, es fehlt offenbar nur ein kleiner Paragraph, der die PKV verpflichtet ihren Klienten in jedem Alter wenigstens eine den Leistungen der GKV gemäße Leistungen zu gewähren. Damit ist dann alles erledigt und die PKVen müssen nur ihre Tarife anpassen.

Rosinenpickerei .........vorbei .

Rosinenpickerei gibt es im Deutschen sozialsystem nicht,
es sei denn , man kommt o. "Papiere nach D., nistet sich komfortabel ein,
incl. div. Widerspruchsverfahren a.Kosten d. Staates u. wird dann , selbst bei negativem Bescheid "geduldet" u. lebt dann bis zum Exitus a. Kosten d. Dt. Staates, natürlich incl. a. Annehmlichkeiten, incl. d. hier besprochenen Themas , wo die dann auch keine Probleme bekommen.
Die größten Probleme hat immer d. Dt. St.zahler, der d. alles finanziert .
Aber erst PKV dann GKV, das geht absolut u. defintiv nicht .

Flusskind

"Das ist schlicht gerecht... ungerecht wäre es wenn er jahrzehnte die Vorteile der Privaten nimmt und dann wenn die Nachteile überwiegen er in die GKV wechselt. Rosinenpickerei nennt man das."

Nein, das ist schlicht menschlich und auch im Prinzip nicht verwerflich - in anderen Bereichen darf jeder nach dem besten Deal für sich suchen und bekommt dafür noch Anerkennung.
Die PKV müssten eben nur verpflichtet werden, die pro Patient angesparten Summen an die GKV zu überweisen.
Die Neiddebatte, die von der PKV geschickt genutzt wurde, um die eigenen Versicherten in Geiselhaft zu nehmen, ist das eigentliche Problem und dass heute ein PKV-Versicherter selbst 6 Monate nach seiner Unterschrift es sich nicht mehr anders überlegen und (ohne Gehaltsverlust, manche ohne AG-Wechsel) zurück in die GKV kann ist der eigentliche Skandal.

Kurz gesagt fallen all jene

Kurz gesagt fallen all jene durchs Raster, die einen finanzielen Vorteil haben wollten (und bekamen) bzw. jene die nie etwas ins Solidarsystem gegeben haben.

Und nun klagen einige davon die Solidarität ein, die sie selbst nie gewährt haben.

War das die Idee hinter der aktuellen Gesetzgebung?

Oder verstehe ich das falsch?

Sozialschmarotzer!

Ich erinnere mich noch genau, als mein Versicherungsberater aufgrund der Warnungen von staatlicher Seite (die gesetzliche Krankenkasse wird nicht bis ins Alter reichen) mir eine PKV empfahl....
Der größte Fehler, den ich je gemacht habe.. 18 Jahre später ändert sich die Politik, es wird sich um die gesetzlich versicherten gekümmert, und die einmal privat Versicherten werden als Sozialschmarotzer dargestellt...
Die einzigen Schmarotzer sind die PKK, welchen man auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist, die förmlich als Banken agieren und einem die Türe zur Verschuldung lächelnd offen halten.
Einziger Weg da heraus zukommen-Auswandern. Und Tschüß...

@netille, 18.03h

In Großbritannien und Schweden wird das meines Wissens praktiziert.

Ich bin überzeugt, dass Sie das nicht wollen.

um 18:37 von bountyhunter - Krankenv. wie in Österreich

"In Österreich ist der Beitrag zur Krankenversicherung 7%. Es sind wirklich alle verpflichtet in die Krankenversicherung einzuzahlen"
Das ist in Östereich so wie damals in der DDR. Da gab es auch keine Gesetzlich Versicherten und Privat Versicherten. Allerdings wurden die Genossen der SED in Spezialkliniken besser behandelt.

@Flusskind

Doch, er fällt durchs Raster. Das Problem ist nämlich, dass der Versicherungsschutz erst wieder entsteht, wenn die Zahlungsrückstände beglichen sind. Das ist in den meisten Fällen nahezu unmöglich. Ähnlich ist es bei der GKV. Auch dort entsteht der Versicherungsschutz (außerhalb der Notfallbehandlung) erst dann, wenn keine offenen Forderungen mehr bestehen. Das heißt, auch wenn hier im Beispiel von der knappen Rente noch rein theoretisch der Basistarif in der PKV zu stemmen wäre, bleibt der Zahlungsrückstand. Auf den Verzichten weder die privaten noch die gesetzlichen Versicherungen. Ich kenne dieses Problem aus jahrelanger anwaltlicher Tätigkeit. Die EU Ausländer sind da eher marginal, das Problem betrifft die (kleinen) Selbständigen.

übrigens, in der Schweiz

herrscht Krankenversicherungspflicht...nur gibt es da keine gesetzliche Kasse, alle KK sind private Unternehmen...und es funktioniert!

Privat für kleines Geld?

Ich habe schon häufiger nun gelesen, dass die Privaten auch für kleines Geld versichern und dafür die Leistungen einer gesetzlichen Krankenversicherung bieten. Das stimmt so leider nicht, denn diese sogenannte Basisversicherung kostet einen Patienten mit einer chronischen Erkrankung grundsätzlich 650 Euro im Monat. Erst bei diesem Betrag wird die Private vom Gesetzgeber gezwungen jeden Patienten aufzunehmen. Daher mein Rat für alle: Niemals in die Private gehen, denn die Chance das ein dickes Ende noch kommt, ist sehr hoch.

Gruß FileX

bin auch so einer

Staatsangehörigkeit deutsch und finnisch. Wohnsitz offiziell Helsinki, viele Auslandstätigkeiten. Wurde wegen Firmenpleite 2009 in die Selbständigkeit gezwungen. Die finnische Versicherung kündigte mich später einfach ohne ersichtlichen Grund. Vermutlich zu alt oder Risikogruppe. Suchen nach einer neuen Versicherung führt zu nichts: deutsche Versicherungen versichern niemand der in Finnland wohnt. Die finnischen versichern nur wo sie gut dran verdienen. Auf Anfragen werde ich entweder grundsätzlich abgelehnt. Oder ich bekomme Scheinangebote: Ausschluss sämtlicher vorher gehabten Krankheiten, Ausschluss aller Unfälle, Ausschluss aller durch Insektenstich übertragbaren Krankheiten und dazu über 1000E/Monat. Da muss ich versuchen genug zu sparen dass ich mich "selber versichere". Bekomme ich aber was ernsthaftes (Krebs etc), bin ich Pleite, sowohl mit meiner Firma als auch privat.

Endlich

die Sozialversicherungen für alle und die Private als Zusatz wen die Gesetzlichen Leistungen nicht ausreichen. Jeder bezahlt einen % x Betrag von seinem Lohn wobei der %x Betrag für alle gleich hoch ist..Z.B. 20% von 1000 Euro sind 200€. 20% von 2000 sind 400
€ und 20% von 10 Mio sind 2Mio €. Also für alle gleich. Dafür gibt es für alle die gleiche Leistung und eine Einheitsrente nach 45 Beitragsjahren in Höhe von 1500€ . Wen das nicht reicht bitte privat vorsorgen. Das wäre eine form der Sozialversicherung die ihren Namen auch verdient.

@Günter Rethmann

"die PKV muss in die Soziale Verantwortung genommen werden"

Das ist ein Widerspruch in sich.
Die PKV ist von Natur aus unsolidarisch und unsozial.

Die PKV gehoeren in GKV transformiert.
Aleerdings duerften diese Firmen das kaum ueberleben.
Da dort bereits maechtige Konkurrenz existiert.

/// Am 20. März 2018 um 18:45

///
Am 20. März 2018 um 18:45 von WirSindLegion
@18:34 von Werner40 Davon hab ich auch gehört...

Das wird aber nicht jedem (chronisch krank irgendwie....?) angeboten. Die PKV betreiben knallhartes "Scoring" und die wirklich Kranken haben es da verdammt schwer....///
.
Kein Anbieter einer privaten Krankenversicherung darf einem Versicherten den Basistarif verwehren, wenn er älter als 55 Jahre ist. Eine Gesundheitsprüfung ist für den Wechsel nicht nötig.
Die Leistungen im Basistarif sind mit denen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vergleichbar.

Leute ohne Krankenversicherung in Deutschland

"Jens Spahn, der neue Gesundheitsminister, hält große Stücke auf die deutsche Krankenversicherung"
Dabei hat er wohl nur an die PKV gedacht? Die SPD hätte im Koalitionsvertrag zumindest den Anfang für eine künftige Bürgerversicherung, wo alle einzahlen müssen, durchsetzen müssen. So, wie derzeit, geht es jedenfalls nicht mehr weiter. Das bringt der Beitrag eindeutig zum Ausdruck.

Gefahr der PKV

Im Grunde finde ich es bedauerlich, dass über die Gefahren einer PKV überhaupt nicht aufgeklärt wird. Und es ist nicht nur die Grenze von 55, als Selbständiger gibt es ja auch keinen Rückweg. Da ist man mit 25 den Verlockungen erlegen, weil man eine kleine Zimmerei hat und noch nicht so viel Geld verdient und trifft dann eine unumkehrbare Entscheidung, die einen im schlechtesten Fall 25 Jahre später in den Ruin treibt. Ich finde das sehr tückisch.

Und der Billigtarif der PKV bedeutet nur, diese muss die Leistungen der gesetzlichen GKV anbieten und darf nicht teurer sein als diese.
Übersetzt heißt das, der Billigtarif der PKV ist der Höchstsatz der GKV. Und das sind momentan so um die 783€ monatlich.

Ob einen eine PKV überhaupt nehmen muss, weiß ich nicht. Der Herr hier im Beispiel war ja durch den Fehler der GKV schon raus aus seiner PKV.

@ 18:03 von netille

Genau dieses steuerfinanzierte System gibt es in Großbritannien. Dort schon mal versucht, zum Arzt zu gehen? Wenn das Gesundheitssystem vom Steuersäckel abhängig ist, wird es genauso bürokratisch zugrunde gespart wie unsere Schulen. Übrigens, die Profite privater Krankenversicherungen liegen in der Größenordnung von 3 Cent pro Beitragseuro - kein Vergleich zu den Beträgen, die ineffiziente gesetzliche Kassen vergeuden.

@RD1957, 18:45

Das haben Sie aber wunderbar schöngerechnet. Hier mal die Fakten:

Das Gesetz gibt als maximale Beitragshöhe den Höchstbeitrag der GKV plus den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der Krankenkassen vor (2017 682,95 Euro/Monat). Bis zu dieser Höhe zahlt der Versicherte aber auch dann, wenn sein Einkommen, zum Beispiel als Rentner, sinkt.
Im Unterschied zur GKV wird im Basistarif für jede versicherte Person ein eigener Beitrag erhoben. Ein Ehepaar zahlt also stets zwei Beiträge. Auch für Kinder und Jugendliche sind gesonderte Beiträge bis zu einer Höchstgrenze von derzeit rund 250 Euro zu zahlen.

Ihr Argument, eine PKV zum Basistarif sei auch nicht teurer als in der GKV, ist also Unfug.

@ 18:18 von Deutschland_im_...

Das Problem in dem Fall hier lag nicht im System, sondern in einem Fehler der gesetzlichen Kasse - sie hätte dem Rentner sagen müssen, dass er gar nicht aufgenommen werden darf. Dann wäre er in der privaten Versicherung geblieben und hätte dort den Basistarif erhalten, den er sich auch hätte leisten können. Gesetzliche Kassen sollten verpflichtet werden, Leute, die sie einmal aufgenommen haben, auch zu behalten. Das sich hinter anders zu überlegen, ist unmöglich.

@18:24 von karwandler

Lieber karwandler,

Gesundheit ist nur auf der einen Seite ein individuelles Glück, für dessen Absicherung auch der Einzlnen verantwortlich ist.

Rate mal, warum Arbeitgeber die Hälfte zum Gesundheitsversicherungsbeitrag dazu zahlen?

Genau! "Arbeitskrafterhaltung" ist auch ein gesellschaftliches Anliegen.

Aber darüber hinaus geht es nicht nur um Arbeitskraft, sondern eben um ein Recht auf Wiederherstellung der Gesundheit.... Deshalb die allgemeine Versicherungspflicht als Gegenstück zu diesem Recht.

Gesundheit ist aber nun wiederum mehr, als nur eine Sache des Individuums - wenn Du bitte mal an die vielen ansteckenden Krankheiten denkst. Es wäre klug von der Allgemeinheit, ALLEN den Zugang zum Gesundheitssystem zu ermöglichen, weil ALLE als Gesamtheit auch etwas davon haben...

Nicht alles kann nur aus der Perspektive des Individuums betrachtet werden - manchal gilt es auch das Ganze ins Sichtfeld der Politik zu bringen - und dabei hilft dieser Beitrag sehr!!

Großbritannien

Die dortige NHS wäre eine gute Alternative anstatt PKV, GKV oder Bürgerversicherung. Da ist das gesamte Medizinsystem kostenfrei, und alle Krankenhäuser, Ärzte... sind beim Staat angestellt.

@ Deutschland_im_... um 18:18 Uhr

"Es kann nicht sein, das man den PKV die Moeglichkeit gibt, nicht mehr laenger ausreichend profitable Patienten in Richtung der GKV herauszuekeln."
Das lässt sich einfach ändern, indem die PKV solche Mitglieder über eine Umlage der anderen Mitglieder versichert lassen.
Natürlich könnte man auch direkt die PKV elemenieren und das System GKV als Grundsicherung (so wenig wie möglich und so viel wie nötig) bindend einsetzen.
Da müssten aber genau die Vertreter des Volkes zustimmen die sich selber damit schädigen würden - also...!
Es sind doch z.B. nur die GKV Mitglieder die für die medizinische Versorgung zuzugsberechtigter, die in ihrem Heimatland bleiben, auch aufkommen und nicht der Steuerzahler.
Hassen PKV Mitglieder also solche Personen?

Schön zu hören, dass die

Schön zu hören, dass die Mindestlöhne für kleine selbstständige sinkt. Für die vielen scheinselbstständugen im niedrigen sektorn sind die rund 320€ doch ziemlich happig.

ich bin ohne Einkommen und

ich bin ohne Einkommen und weil nicht auf Hartz Vier, obwohl ich es könnte (aber der Druck ist mir zuwider und der Zwang jede Arbeit annehmen zu sollen): familienversichert. Als jemand ohne Einkommen soll ich 180 Euro jeden Monat zahlen. Meine Arzt-Kosten zusammengerechnet, hätte ich die letzten Jahre ein sattes Plus gehabt, trotz zweier ambulanter OPS, und mehrere sonstige Sachen.

Übrigens zahlt mein lieber Vater von seiner mittleren Rente die KV Beiträge für mich. Dafür kümmer ich mich ums Haus und Haushalt.

In meinen bescheidenen Augen frage ich mich, wieso die Beiträge für die KV so hoch sind. DA STIMMT EINFACH WAS NICHT. Zu viele Zahnärzte zB. Und die sind auch nicht immer ehrlich mittlerweile was das "Finden von Karies" angeht. Kann man etliche Male lesen. Jedenfalls tut man nichts, wirklich nichts gegen die horrenden Beiträge.

Recht auf Risiko?

Die meisten PKV-Versicherten sind dort freiwillig. Und wollen dort sein. Man kann zwar fordern, die Risiken transparenter darzustellen... aber es gibt in Deutschland (zum Glück) auch ein Recht darauf, Risiken einzugehen und sich im Extremfall sogar zugrundezurichten. Viele Menschen wollen das auch so - man sehe nur mal Aktionäre an, die (meist erfolgreich) Risiken eingehen. Wenn's gutgeht, wird's ihnen von Leuten wie hier im Forum geneidet. Wenn's schlecht geht, klagen leider einige.

Ich befürworte in vielen Bereichen das Recht auf Risiko... gern mit einer grundsätzlichen Warnpflicht, aber dazu hat auch der Risikoeingeher eine eigene Pflicht, sich zu informieren. Und wenn's schiefgeht... dann bitte nicht den Staat um Hilfe bitten.

[Eine wirkliche Basis-Versicherung sollte aber jeder abschließen *müssen*.]

@DerVaihinger

Ich lebe in Schweden und richtig, hier ist das Gesundheitssystem Steuer finanziert und funktioniert auch recht gut. Es stirbt keiner weil er schlicht nicht oder schlecht behandelt wird.

Sicherlich werden OP-Termine nach Dringlichkeit vergeben und unter anderem hat man lange Wartezeiten, aber dem kann man mit einer privaten Zusatzversicherung für kleines Geld (ich zahle 400SEK im Monat) ausgleichen.

Verstehe nicht warum ein ähnliches System in Deutschland nicht funktionieren sollte?

Die langen Wartezeiten habt ihr in DE doch auch schon?

18:03 von netille

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
.
meinen sie das haetten die Vaeter des GG so gemeint als sie es schufen ?
Wir sind eine Solidargemeinschaft, da sorgt man fuereinander,
aber da beteiligt man sich auch an den Kosten der Solidargemeinschaft

Ihr Vorschlag ueber Steuern ist sinnig ... lediglich das Problem wer keine Steuern zahlt ?
aber das ist ohnehin ein allgemeines Problem in unserer Gesellschaft ... die Abzockerei und das Bewusstsein, die Gesellschaft ist fuer alles zustaendig und haftbar zu machen

@MaWo

"Das lässt sich einfach ändern, indem die PKV solche Mitglieder über eine Umlage der anderen Mitglieder versichert lassen."
Damit wuerde die PKV zum Teil zu einer GKV.
Womit wir bei meinem Vorschlag waeren.

Aber daraus wird nichts.
Das Grundprinzip der PKV ist, das man anderen eher nicht hilft - sondern nur sich selbst.

Wenn Mitglieder der PKV ueber ihr Geld kranke PKV'ler finanzieren muessten, waere es aus mit den guten PKV - Leistungen fuer wenig Geld, die man bekommt, solange man gesund ist.

Und es wuerden wohl kaum noch Leute in die PKV gehen.

Diese Haltung werde ich nie verstehen

@ OrwellAG:
ich bin ohne Einkommen und weil nicht auf Hartz Vier, obwohl ich es könnte (aber der Druck ist mir zuwider und der Zwang jede Arbeit annehmen zu sollen):

Sorry, ich komme aus einer Arbeiterfamilie, aus einem Elternhaus, in dem es eine Selbstverständlichkeit, eine Sache der Ehre und des Respektes war, für sich selbst und die Familie zu sorgen. So habe ich auch meine Kinder erzogen.
Ich kann nichts mit der Aussage anfangen wie "Zwang jede Arbeit annehmen zu sollen". Sorry, das werde ich nie verstehen. Ich bin auch für eine restriktive Vergabe von Sozialleistungen und eine klare und konsequente Kontrolle.

20:18 von OrwellAG

Als jemand ohne Einkommen soll ich 180 Euro jeden Monat zahlen.
.
das kann man auch anders sehen
war jahrzehntelang Single, natuerlich ueber der Bemessungsgrenze - zahlte als alleinstehender den hoechsten Beitrag rein
Privatversicherung finde ich unsozial machte nicht mit
irgendwann Familie Kinder immer noch den gleichen Beitrag ... das nenne ich sozial
.... ja dann habe ich gekuendigt ... wurde Privatier
zahle seither 180 Euro, das ich mehr als grosszuegig finde fuer mich und die ganze Familie da sind sogar meine Mieteinnahmen (bis 900 Euro) drin
.
und sie fuehlen sich ungerecht behandelt
was waere wenn sie Krank waeren ?
Kosten von 1.000 Euro/mtl oder mehr verursachen
das ist eben eine Solidargemeinschaft

Ein weiterer ...

... Grund für viele Nichtversicherte könnte sein, daß man nicht versicherten Zeitraum nachzahlen muss, auch wenn nachweisbar keinerlei oer ausreichendes Einkommen vorlag. Je nach Gemütslage der KK können das wenige Hundert bis etliche Tausend Euro sein. Kurz gesagt, man meldet sich bei der KK und umgehend beim Insolvenzverwaltler an, inkl. Schufaeintrag, der einem für die mindst. nächsten 10 Jahre das Leben versaut - schöne Aussichten für viele, die eh shon mit Wohnungslosigkeit u.ä. zu kämpfen haben.

Staatlich ist schwerfällig

@ mikeyaa:
Großbritannien. Die dortige NHS wäre eine gute Alternative anstatt PKV, GKV oder Bürgerversicherung. Da ist das gesamte Medizinsystem kostenfrei, und alle Krankenhäuser, Ärzte... sind beim Staat angestellt.

Das britische System ist bürokratisch und schlecht. Die medizinische Versorgung ist einfach schlecht, es gibt zu wenige und zu wenig qualifizierte Ärzte, unerträgliche Wartezeiten usw.
Privat ist bei der Versorgung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung meist besser als staatlich.

2004-2009 ohne KV

Ich bin deutsch und hatte zwischen 2004-2009 keine KV. Und ich kenne viele, die daran gespart haben.
Eigentlich ein Wahnsinn, aber so war's. Die Kinder waren bei meinem Mann mitversichert.
Und, wie gesagt: ich kenne viele...kleine Selbständige...

Zu den Migranten: es ist mir so was von egal!

Geballtes Unwissen

hier im Forum, davon aber überreichlich! Wer sich fragt, woher die "hohen" Beiträge für die Krankenversicherungen kommen, sollte mal die Kosten betrachten. Zum Beispiel der Pflegesatz im Krankenhaus- ein Tag im Mehrbettzimmer um 600 Euro. Dann die Kosten für Operationen, Zahnbehandlungen, Medikamente bei chronisch Kranken, Familienmitversicherung, beitragsfreie Versicherung Hunderttausender Migranten und Millionen ALGII-Empfänger, immer mehr ältere Patienten mit kleinen Beiträgen als Rentner. Da stellt sich eher die Frage, wann die Beiträge richtig durch die Decke schießen und wie das verhindert werden kann

Wenn man schon durch

das "Raster" gefallen ist bei der Gesundheitsvorsorge - genannt GKV, dann gehe den Weg des Strafrechts. Denn Unterlassene Hilfeleistung StGB § 323 c verpflichtet jeden, der eine Person in gesundheitlichen (körperliche und geistiges) nicht Hilfe leistet, sich strafbar macht. Dazu kommt noch StGB § 223 Abs. 1 i.V.m StGB § 13 , wer es unterlässt, wird auch wegen Körperverletzung durch Unterlassen herangezogen. So wie die Personen, welche in einer Bankfiliale einen bewußtlosen Mann liegen sahen und darüber stiegen, wurden vor dem Amtsgericht zu Strafen in Form von Geld für schuldig befunden, nach den oben aufgeführten Normen. So muss jeder Arzt und Krankenhaus damit rechnen, wenn diese es unterlassen, verurteilt zu werden. Doch muss jemand auch die Kosten übernehmen,, wenn nicht selbst zahlen kann. Das wird wahrscheinlich der Sozialversicherungsträger sein, der dann über den Rechtsweg die Gelder wieder einklagen wird. Damit schliesst sich der Kreislauf, wenn überhaupt???

@18:37 von Günter Rethmann

"Jahrzehnte die Beiträge kassieren und wenn Kunde unprofitabel wird, muss die Allgemeinheit sich darum kümmern ist Asozial."

Läuft es heute nicht in fast allen Bereichen so?
Gewinne kassieren und, Schulden 'sozialisieren'.
(Banken z.B.)

Radfahrer-Mentalität

Furchtbar wie sich diese fremdenfeindliche Stimmung versucht feige hinter juristischen Kategorien zu verstecken. Wo war dieser "Widerstandsgeist" eigentlich als die Zerstörung des Sozialstaates eingeleitet wurde oder als Banken die sich verzockt haben mit Steuergeldern gerettet werden "mussten"?
Dieses sinnlose lamentieren über "illegale" bequem vom heimischen Sofa aus geht mir gehörig auf den Senkel. Was schlagt ihr denn bitte vor, für die illegalen die schon da sind? Wieder Lagerhaltung?
Wie wäre es eigentlich damit das Aufenthaltsrecht in Deutschland auch für "eingeborene" an Bedingungen zu knüpfen? Wer nicht bereit ist, das Glück zufällig hier geboren zu sein mit anderen zu teilen sollte ganz schnell ins nächstbeste Armenhaus oder Kriegsgebiet dieser Welt abgeschoben werden. Anders scheint es ja nicht zu funktionieren.

PKV

PKV
Not my Insurance!
Überlegt es euch gut, wenn der Rattenfänger klingelt.

Schlüsselaussage

Das ist die erste: "Jahrelang war er gemeinsam mit seiner Ehefrau familienmitversichert in einer Privaten Krankenversicherung (PKV). Als die Beiträge irgendwann auf 1100 Euro im Monat gestiegen waren, konnte sich das Paar das nicht mehr leisten."
Man nahm also, solange es "man sich leisten konnte", in der PKV und genoss natürlich auch deren bekannte Vorteile.
Das ist die zweite: "Es sei ein Irrtum gewesen (ihn in der GKV aufzunehmen), er habe trotz Berufsunfähigkeit keinen Anspruch mehr auf Gesetzliche Krankenversicherung."
Das stimmt, so steht es im Gesetz. Und einen Schutz vor der BU hat er sich offenbar erspart.
Und das ist die dritte: "hat Böhm keine Chance auf einen für ihn bezahlbaren (!!!) Versicherungsschutz."
Da lliegt der Hund begraben und die eigentlichen Vorteile der PKV kehren sich um. Seine "ehemalige" ist übrigens verpflichtet, ihn weiter zu versichern. Allerdings zu deren Konditionen, auch für den Basisschutz.
Es liegt also allein an ihm selbst, nicht am System.

@beyond plastic

die debeka hat sich geweigert, die gesetzlich vorgeschriebenen altersruecklagen beitragssenkend einzubringen. ich war 30 jahre dort versichert.
ja, ich bin seit 7 jahren ausgewandert.

@beyond plastic 18:59

"Der größte Fehler, den ich je gemacht habe."
Zumindest das haben Sie eingesehen.
"Einziger Weg da heraus zukommen-Auswandern. Und Tschüß..."
Wenn Sie meinen, durch Ihre eigene (Fehl)Entscheidung nun Dritte verantwortlich machen zu müssen, bleibt Ihnen wohl keine andere Wahl.

"Hunderttausende Menschen in

"Hunderttausende Menschen in Deutschland sind laut Schätzungen nicht krankenversichert."

Wie kann das denn sein in einem Land in dem wir gut und gerne Leben ?

Vergesst es

Spahn hat gesagt, Privatärzte würden wirtschaftliche Anreize haben, unnötige Maßnahmen durchzuführen, um ihre Einnahmen zu haben.
Ich, Kleinrentner und gesetzlich versichert, habe den "Segen" der gesetzlichen Krankenversicherung gerade hinter mir (oder vor mir???).
Zahnarzt 1 sagt: "alle Kronen neu oder Zähne raus", 6000 Euro eigene Zuzahlung (der größere Teil eines Rentenjahres). Kann er aber nur bei der Krankenkasse einreichen, wenn "Der Versicherte glaubhafte Eigenanstrengungen nachweist", d.h. ihm ca. 500 Euro pro Jahr für Professionelle Zahnreinigung zahlt. Kassiert aber dauernd privat extra ohne Quittung. Zahnarzt 2 sagt, er installiert nur rechts die Brücke nach Extraktion, wenn er den Auftrag kriegt, auch links alle Zähne zu ziehen und Zahnersatz zu installieren.
Zahnärztin 3 (kl. Zuzahlung privat nötig) erklärt die Extraktion fast aller Zähne für unnötig und macht Kostenvoranschlag für die Brücke und 1 Füllung auf der anderen Seite, sodass ich bald wieder beissen kann.

21:05, Goldenmichel

>>"Hunderttausende Menschen in Deutschland sind laut Schätzungen nicht krankenversichert."

Wie kann das denn sein in einem Land in dem wir gut und gerne Leben ?<<

Steht im Artikel.

@20:33 von KowaIski Man kommt

@20:33 von KowaIski
Man kommt doch gerne und rasch zu Vorurteilen, nur weil man liest: "Man will nicht jede aufgedrückte Arbeit annehmen". In der Tat kennen Sie weder mich, noch meine wirkliche Ziele, noch meine gesundheitlichen Schwierigkeiten mit "jeder Arbeit klar zu kommen". Es wäre eine lange Geschichte, aber ich halte es für selbstverständlich, dass man sein eines Leben in einer selbstbestimmten Weise führen darf. Wenn ich KV zahlen soll, habe ich ja eigentlich nichts gegen, weil ich versichert bin - mein Argument war: Die Beiträge sind zu teuer, und dabei eine grosse Last für mich und andere.

Bezahlbar

Wenn endlich auch der Investmentbanker mit einer Million Jahreseinkommen (inkl. Bonus) oder der Fußballprofi mit fünf Millionen oder der VW-Vorstandschef mit ebenfalls fünf Millionen 14% seines Einkommens in die solidarische Krankenversicherung einzahlt, dann kann der Mindesbeitrag für kleine Selbständige auch noch weiter als auch 150 Euro fallen. Dann kann der Beitragssatz unter Umständen sogar für alle sinken.

Wenn wir endlich Gerechtigkeit wollen, wenn wir wollen, dass starke Schultern viel und schwache Schultern weniger tragen müssen - jeder nach seiner Leistungsfähigkeit - dann brauchen wir die Bürgerversicherung.

Es wird wirklich Zeit für eine einheitliche Krankenversicherung.

Wenn sich Menschen zusätzlich privat versichern wollen warum denn nicht?
Es gibt sogar Ärzte, die ausschliesslich Privatpatienten versorgen.

Aber solange alle, die mindestens mittelmässig gut verdienen und die Beamten rausfallen, kann die gesetzliche Kasse finanziell nicht mehr funktionieren.
Und das ist in einem der reichsten Ländern dieser Welt wirklich peinlich.
Das hat aber nichts mit Terminen und Wartezeiten zu tun, es geht nur um die Finanzierung der Grundbedürfnisse von Menschen.

Das muss doch irgendwann auch der neoliberalste Politiker in der Berliner Blase, wie z. B. Herr Spahn, verstehen.

re zuschauer49

"Ich, Kleinrentner und gesetzlich versichert, habe den "Segen" der gesetzlichen Krankenversicherung gerade hinter mir (oder vor mir???)."

Ich sehe in Ihrem Beitrag nur Kritik an Zahnärzten ohne den geringsten Bezug zur GKV.

@ 20:33 von Sisyphos3 Ich

@ 20:33 von Sisyphos3
Ich finde der Betrag für die KV geht deshalb nicht in Ordnung, weil die Ausgaben für die Gesundheit durch Profitgier zu hoch sind. Ob das ihre Ausgaben sind oder meine. Oder von wem auch immer, der einzahlt.

Da sind ja noch andere Versicherungen, Kosten, Gebühren, aber die Kv ist die HÖCHSTE.
Anstatt über die freie Wahl des Lebensentwurfes zu reden, die durch eine nicht abhängige Beschäftigung (die man länsgt erreicht hätte, wenn die Kosten niedriger wären, so dass man SELBST für seine Existenz sorgen könnte), da würde ich lieber auf diesen Punkt hinaus: Dass die Kosten für den merklich werden, der wenig hat. Das ist für mich ein vetretbarer Punkt, der von allgemeinen Interesse sein sollte.

GG 2: Jeder hat das Recht auf ... körperliche Unversehrtheit.

Abgesehen davon, daß der Artikel im GG von etwas anderem handelt: vorsichtig damit, eines der im Vergleich tatsächlich besten System der Welt gegen eines einzutauschen, das trotz gleich hoher Kosten zu den schlechtesten gehört.
Ich wohne in Schweden, wir haben das vorgeschlagene steuerfinanzierte System.
Theoretisch hat hier jeder Zugang zu diesem System.
Das Problem ist nur: tatsächlich eben nicht.
Hier fallen eben nicht nur wenige, sondern sehr viele durchs Raster, ständig, jeden Tag.
Das ist leider die Regel mehr als die Ausnahme, und gerade heute Abend hatten wir eine Fortbildung, auf der eine Kollegin, also eine Ärztin, von ihren Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem hier berichtete.
Und die gleiche Erfahrung habe ich gemacht. Selbst wir, die wir das System kennen, die wir resourcenstark sind, wohlausgebildet, haben hier Schwierigkeiten, als Patienten in das Gesundheitssystem reinzukommen.
Hantiert die Probleme, aber schüttet nicht das Kind mit dem Bade aus.

//M

@ OrwellAG um 22:01

In Ihrem ersten Beitrag stand nichts davon, dass Sie gesundheitlich eingeschränkt sind und daher nicht jeden Job annehmen können. Daher waren das keine Vorurteile sondern vielleicht ein falscher Schluss mangels Information.
Selbstverständlich kann jeder in gesetzlichen Grenzen sein Leben selbstbestimmt führen, sobald man aber Leistungen von anderen erwartet, muss man sich an die aufgestellten Spielregeln halten. Wenn man diese nicht will, geht man entweder in die Politik und versucht Mehrheiten zu bekommen und sie zu ändern, oder man verzichtet auf die Leistungen.

@Rumpelstielz: besser...

...kann man es nicht sagen, finde ich.

//M

Manchmal muss man sagen

die Leute haben Jahrzehnte lang die Vorteile der PKV genossen und nichts beiseite gelegt. Wenn es dann so weit ist wollen sie die Nachteile der PKV nicht auf sich nehmen und unbedingt in das andere Lager wieder überwechseln. Das ist gegenüber der normal krankenversicherten Schmarotzertum. Da braucht man kein Mitleid zu haben wenn manche durch das Raster fallen.

@Botschafter Sarek 22.04

da bin ich völlig einig, nur woher die politischen Mehrheiten nehmen? Zum Problem des "durch das Raster fallen" : Da sind Menschen auch unglaublich sorglos und naiv, wenn es um so existenzielle Dinge wie KV geht. Ich hatte mal eine Kundenanfrage einer kleinen Selbständigen mit Grillwagen, die aus Kostengründen keine Krankenversicherung hatte und dann in die PKV wollte. Auf Grund der Vorerkrankung und der Bonität unmöglich, sie musste dann den doppelten Beitrag für die freiwillige GKV-Mitgliedschaft aufbringen. Hier hat die Politik, namentlich die SPD in den letzten Jahren den Zugang deutlich erleichtert.

bekomme ich Krebs bin ich pleite

@joribo
ich wünsch Ihnen gute Gesundheit.

Meine Krebsoperation hat 1997 mit Krankenhausaufenhalt 2000.- DM gekostet.
Die Bestrahlungstherapie 2000.- DM
Die Hormonbehandlung 4000.-DM
Untersuchungen 2000.-DM

Insgesamt also ca. 10 000 DM in zwei Jahren.

Heutzutage ist alles sicher doppelt so teuer, aber das muss noch keine Grund sein, um pleite zu gehen.

Gefehlt habe ich bei der Arbeit 2 Wochen.

Trotzdem, es gibt auch teurere Krankheiten und Sie sollten schon versuchen wieder eine Versicherung zu bekommen.

Macht keine Fehler in jungen Jahren !

Nach einem erfüllten und erfolgreichen Arbeitsleben kann ich als Fazit nur jeden jungen Menschen warnen,
sich privat zu versichern.Die Beiträge als Rentner sind nicht überschaubar und im Regelfall nicht finanzierbar,es sei denn,das als Millionär über tausend Euro im Monat für die PKV keine Rolle in ihrem Rentenbudget spielen !
Das Einzelzimmer im Krankenhaus kann man auch als gesetzlich Versicherter gegen Aufpreis nachbuchen.
Bei den kleinsten Unebenheiten im Leben(Scheidung,Insolvenz,Berufsunfähigkeit,etc.) kann die PKV euch die finanzielle Luft zum leben nehmen !

@OrwellAG 20:18 - Versicherung, nicht Sparvertrag!

Doch, das stimmt: Die 180 Euro sollen ja auch nicht kostendeckend sein. Von dem Betrag müssen schließlich stationäre OPs, mehrwöchige Krankenhausaufenthalte, teure Krebsmedikamente usw. usw. bezahlt werden - es ist eine Versicherung nach Solidarprinzip, kein Sparvertrag, aus dem jeder einzelne Einzahler jedes Jahr alles wieder herausbekommt.

Davon abgesehen hält sich mein Mitgefühl ehrlich gesagt in Schranken für Menschen, die sich entscheiden, nicht zu arbeiten. Den "Zwang jede Arbeit annehmen zu sollen" finde ich sinnvoll, da das Geld für Hartz IV schließlich irgendwoher kommt - es wird anderen Menschen (wie mir) vom Gehalt abgezogen. Und trägt zum viel-bejammerten Brutto-Netto-Unterschied bei. Und wenn wir Deine 180 Euro jetzt noch subventionieren sollten, wäre der Brutto-Netto-Unterschied noch größer.

Nein, es gibt nicht immer Reiche, Politiker, die Wirtschaft oder andere Böse, die man beschuldigen kann. Manches kostet einfach wirklich Geld.

@ 18:27 von WirSindLegion

1100 €? So ein Blödsinn! Ich bin mit 67 Jahren voll (Chefarzt, Einbettzimmer, 100% Zahnarzt/80% Zahnersatz) privat versichert und zahle ca. 340 € im Monat. Natürlich für eine Person, nur für mich. Und das ist der große Unterschied: In der GKV gibt es die Familienversicherung, einer zahlt, alle sind versichert (wenn keiner in der PKV ist), in der PKV muss sich jeder selbst versichern. Außerdem spielt die Versicherungsdauer in der PKV eine Rolle. Je länger man dabei ist (ich 34 Jahre), desto stärker wirken sich die Altersrückstellungen aus. Ab 65 Jahren ist der PKV sowieso keine Preissteigerung wegen des höheren Alters mehr möglich, sondern nur noch wegen nachgewiesener und anerkannter Preissteigerungen.

PKV-Kampagne

Ich arbeite für einen IT-Dienstleister derzeit als Externer in einer PKV, kenne das Innenleben also recht gut. Und ich muss sagen: Selbst bei den internen Kollegen ist das einzige wirkliche Argument gegen die Abschaffung der PKV "Da gehen Arbeitsplätze verloren (nämlich unsere)".
Sachliche Argumentation dagegen? Prinzipiell nein. Gegen den undurchdachten und übereilten Entwurf der SPD dagegen schon. Wie die SPD mit einer derart unausgegorenen Vorlage Wahlkampf betreiben konnte, ist mir schleierhaft, außer, sie WOLLTEN in Wirklichkeit die PKV behalten.
Gegen einen durchdachteren Entwurf gäbe es aber kaum große Sachargumente. Und weil das den Kollegen in der PKV auch bewusst ist, klammern sie sich so an die Scheinargumente, die hier im Faktenfinder zerlegt werden.

Zu dem im Artikel selbst beschriebenen Herren: Da hat die GKV mMn eindeutig illegal gehandelt. Einen einmal angenommenen Versicherten darf man eigentlich weder als PKV noch als GKV kündigen ohne Folgeversicherungs-Nachweis.

Soziale Verantwortung

@Günter Rethmann - Volle Zustimmung - macht eine Bürgerversicherung

@MuschelundMeer

"Der Titel suggeriert es gäbe Konstellationen, in denen jemand überhaupt nicht versicherbar ist. Das ist inkorrekt. Privat geht immer, auch zu kleinem Preis. Ich habe jahrelang mit Mini-Einkommen aus Freiberuflichkeit trotzdem eine Absicherung gehabt. Ich musste allerdings eine Weile suchen. Dass das im Einzelfall nicht so toll aussehen kann mit Beiträgen bestreite ich nicht- das stellt aber doch nicht gleich das komplette Gesundheitssystem in Frage?!"

Das ist völlig inkorrekt. Freiwillig gesetzlich geht immer, ist aber teuer. Eine Private Versicherung muss sie nicht als Kunden annehmen. Wenn sie eine chronische Krankheit haben, wird sie keine PKV mehr annehmen. Oder wenn doch, dann nur zu einem Tarif, der mindestens so teuer ist wie die GKV. (Nennt sich meist Basistarif und wird preislich an der oberen Beitragsbemessungsgrenze der GKV orientiert.)

Formal mag das richtig sein

Formal mag das richtig sein, aber auch ohne KV wird jeder Kranke behandelt.

Kein Verletzter oder Kranke, der in Not ist, wird abgewiesen.

auf 1100 Euro im Monat gestiegen waren

selber schuld !
privat versichern, weil man in jungen Jahren Geld spart
und bessere Leistungen erwarten darf
jetzt muss man eben die Konsequenzen ziehen
mehr zahlen weil im Alter eben - des hoeheren Risiko wegens,
ne private staerker zu buche schlaegt
also mit derlei Rosinenpickern haelt mein sich mein Mitgefuehl in Grenzen

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