Ihre Meinung zu: Fall Skripal - Internationale Experten ermitteln in London

18. März 2018 - 17:11 Uhr

Unabhängige Chemiewaffenexperten untersuchen die beim Giftanschlag auf Ex-Spion Skripal verwendete Substanz. Russlands Präsident Putin erklärte nun, die Vorwürfe gegen seine Führung seien "Blödsinn".

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Kommentare

Es ist schön zu sehen ...

das GB endlich ein neutrales Labor aufsucht.
Nun kann man völkerrechtlich korrekt diesen Vorfall aufarbeiten.

Mehrere Experten meinten das Nowitschok relativ simpel herstellbar wäre d.h. man brauche kein High-Tech-Labor um es herzustellen. Diese "Eigenschaft" spricht für eine russischen Entwicklung, denn die Russen improvisieren gerne.
Das Problem ist dann aber dass man dann trotz erkennbarer Verunreinigungen keinen wirklichen Produzenten identifizieren könnte.
Bzw die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr gering. Ich weiß ja wie gerne einige Leute mit Wahrscheinlichkeiten umgehen.

Ich schätze, dieser Fall endet wie MH17, wo bis heute nichts bewiesen ist und ich davon ausgehe das MH17 ein Unfall war.

Fragen - unverändert

Warum wurde der international vorgegebene Weg nicht beschritten?
Meldung, Proben (auch an den vermutlichen Verursacher), Laborbericht abwarten.
Wer sich "hinter" GB stellt ist i.d.S. bedeutungslos, nicht aber wenn es zum Krieg kommen sollte.
Auch hier halte ich es mit einer Aussage des Bundeskanzlers a.D. Helmut Schmidt; der NATO Generalsekretär sollt mehr Sekretär denn General sein.
Sieht wirklich niemand wie gefährlich das zündeln mit Nicht- und Halbwahrheiten ist?

Sehr gut, denn dass die

Sehr gut, denn dass die Briten was gefunden haben wollen, was angeblich den Russen gehört, ohne es auf den Tisch zu legen, ist hochgradig peinlich. Genauso gut könnte ich behaupten, ich habe unter meiner Mütze persönliche Gegenstände von Frau May, die beweisen, dass sie es höchstwahscheinlich selbst war. Und wenn sie sich weigert, binnen 24h alles zuzugeben, ist es ja quasi bewiesen. Außerdem hab ich hier 3 Kumpels sitzen, die haargenau meine Meinung teilen. Die Briten sollen mir einfach all ihren Kram schicken und ich entscheide dann, was es war. Gute Idee? Genau so sinnbefreit war das bisherige Vorgehen.

Na Boris....

krieg dichmal wieder ein. Warten auf die Untersuchungsergebniss ist angesagt. Mit kam die Beschuldigung einfach zu schnell geschossen ohne jeden Bewies. Echt schlechter Stil sowas. Mach mal nich den Trump hier. Nicht das das Schule macht. Gell Frau May.

Beweise des Boris Johnson

"""Seine Regierung verfüge über "Beweise", wonach Russland "nicht nur in den vergangenen zehn Jahren Nervengifte herstellte mit dem Ziel, Menschen zu töten, sondern auch Vorräte des Nervengifts Nowitschok anlegte"."""

Der Besitz und die Herstellung von Nervengiften ist doch per Vertrag verboten.
Warum kommt die britische Regierung erst jetzt mit diesen Erkenntnissen??

Das ist doch merkwürdig, oder?

Na woher kommen.....

eigentlich diese "internationalen Experten"? Die Herkunftslaender wuerden mich schon interessieren.

Was auch immer

irgendwann herauskommen wird, die falschen Beschuldigungen gleich aus welcher Richtung werden wohl nicht dementiert werden.
Und wie das Verfahren sein sollte und wo geprüft wird und wer prüft ist ja wohl auch international festgelegt wenn ich das richtig verstanden habe.

Und die Reichen Russen werden wohl bei Zeiten vorgesorgt haben und Ihr Geld in Sicherheit gebracht haben, bis auf die Grundstücke und Häuser die man nicht transferieren kann so schnell.

Was jetzt läuft ist ähnelt auch ein wenig einem Schauspiel, warten wir doch mal auf Beweise und was am Ende dabei heraus kommt in vielleicht einigen Monaten.

Das Ganze ist irgendwie sehr eigenwillig.

Eindeutiges Signal

Putin sendet allen gegen Russland tätigen Geheimagenten, aber auch allen seinen Kritikern im Ausland ein eindeutiges Signal. Es ist gefährlich, sich mit dem Kreml-Herren anzulegen.

@ Redaktion

"Russlands EU-Botschafter unterstellte, das Gift komme aus einem britischen Labor."
Sorry, aber wie kommen Sie auf diese Behauptung ?

Reiche Oligarchen

Menschen, die durch Korruption und Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Reichtum gekommen seien, müssten unter Androhung der Beschlagnahmung von Eigentum "den Ursprung ihres Eigentums in Großbritanniens erklären", sagte Johnson.

Das wird aber sehr schwierig, denn kaum ein in GB lebender russischer Millionär dürfte seinen Reichtum auf völlig rechtmäßige Weise erworben haben.
In keinem Land ist die Kapitalflucht so groß wie in Russland. Und Putin hat in GB sehr einflussreiche Freunde.

Welche Beweiskraft

Wenn sich herausstellt, dass das verwendete Gift mit Proben aus Beständen der UdSSR übereinstimmt, was beweist das dann? Dass Moskau keine Kontrolle mehr über das Zeug in den ehemaligen Sowjetrepubliken hatte? Wurde dieser Kampfstoff denn ausschließlich in Nukus/Usbekistan produziert und gelagert? Hat Russland ein eigenes unverwechselbares Nowitschok?

Warum sollte...

... Rußland Vorräte der Nervengifte der Nowitschok-Reihe anlegen, wenn diese Gifte dafür erdacht wurden, sie relativ unkompliziert aus haushaltsüblicher Chemikalien zusammen mischen zu können. Das macht also mal wieder überhaupt keinen Sinn, was Johnson da von sich gibt!

@ 16:40 von Felina

"Der Besitz und die Herstellung von Nervengiften ist doch per Vertrag verboten.
Warum kommt die britische Regierung erst jetzt mit diesen Erkenntnissen??"

///

Keine Regel ohne Ausnahme:

"(12) Eine Synthese von Chemikalien der Liste 1 für Forschungs-, medizinische oder pharmazeutische Zwecke, jedoch nicht für Schutzzwecke, kann in Laboratorien in Gesamtmengen von weniger als 100 g im Jahr je Einrichtung vorgenommen werden. Diese Einrichtungen unterliegen nicht den in den Abschnitten D und E bezeichneten Melde- und Verifikationsbestimmungen."
Zitat aus dem (Chemiewaffenübereinkommen, CWÜ)

Das bedeutet, daß alle Unterzeichnerstaaten alle Nervengifte in Kleinmengen produzieren und bevorraten dürfen. Also auch die Labore in Porton Down.

Jetzt bin ich gespannt

Die Untersuchung wird bestimmt für Überraschungen sorgen, hoffentlich auch für Klarheit. Denn erst hieß es, das Gift sei mit einem Blumenstrauß ausgebracht worden, dann soll es ein Koffer der Tochter gewesen sein, der mit dem Gift eine weite Flugreise mitgemacht haben soll. Die besagten Stoffe (sobald zusammengemischt) sind allerdings flüchtig, feuchtigkeitsempfindlich und zersetzen sich recht leicht. Es gibt Daten zur Kartierung von Verhältnissen stabiler Isotope. Daraus ließe sich mittels eines Massenspektrums erkennen, wo die Grundstoffe herkamen, die für die Synthese verwendet wurden. Schaun wir mal was die OPCW Experten so alles finden.

@Albert

"wie kommen Sie auf diese Behauptung ?"
Ganz einfach- weil es genug solcher Labore beim MI6 gibt!

@ 16:40 von Felina

"Warum kommt die britische Regierung erst jetzt mit diesen Erkenntnissen??"

///

Die Frage ist eigentlich, warum die Briten erst 2 Wochen nach dem Vorfall unabhängige Experten einladen.

14 Tage sind eine lange Zeit um Spuren zu legen oder zu verwischen.

Nicht, daß ich ein solches Vorgehen unterstelle, aber die verstrichene Zeit relativiert die nun folgenden Untersuchungsergebnisse.

Skripal

Der gesamte Prozess von der Probenahme bis zur Spuren-Analytik muss gemäss den Regeln der Wissenschaft protokoll-dokumentiert sein, um den erforderlichien Glaubwürdigkeitsgrad zu erreichen. Hierfür gibt es einen Stand der Wissenschaft und Technik und es verwunderlich, dass GB hier b ei dem Organophosphat alles offenlegt. Das macht misstrauisch! Dazu muss man nicht erst angestossen werden. Wenn ich die Bilder der Probenahme sehe in Pubs etc. finde ich nicht auf dem Stand, der sein soll und muss.

Dass hier aus dem Tagesschau-Artikel ist nicht bewiesen

Also zuerst mal ist dass hier:

http://www.tagesschau.de/ausland/skripal-opcw-101.html

Offenbar hätten die Briten dort das Nervengift Nowitschok vorrätig gehabt und Proben des Stoffes, mit dem die Skripals vergiftet worden seien, damit verglichen.

nicht nachgewiesen. Wie kommt der russische EU-Botschafter darauf??

Was allerdings in der Tat auf eine alternative Täterschaft als Russland hinweist, ist ein anderes Ergebnis der Ermittler beim Spiegel:

https://tinyurl.com/y9h5dezb
spiegel.de: "Ich werde sterben, Sie können nichts mehr tun" (Samstag, 17.03.2018 11:33 Uhr)

Ähnlich verhält es sich mit dem Gift, mit dem die Familie Skripal in einer Pizzeria in Kontakt kam: Es war den Ermittlern zufolge derart massiv verteilt, dass der kontaminierte Essenstisch und andere Gegenstände zerstört werden mussten. Entweder wollten die Täter alles versuchen, damit ihre Opfer sterben.

Dass wäre Massenmord gewesen, weil damit alle Gäste mit dem Gift in Beruehrung kamen.

Meine subjektive Meinung

Wenn man sich das aktuelle Video von Herrn Lielischkies anschaut, werde ich das Gefühl nicht los, dass der Giftanschlag nicht die beabsichtigte Wirkung bei den Wählern erzeugt hat. Jetzt wirklich nur mein persönliches Empfinden. Es ist, als ob es nicht gewollt war, dass der Giftanschlag die Popularität von Herrn Putin steigern sollte. Briten haben aus der Hüfte heraus geschossen und das Ziel weit verfehlt, eher das Gegenteil erzeugt und das ist nicht das, was hätte stattdessen sein sollen.

Egal welche Seite den Anschlag verübt hat, wenn Profis am Werk waren, dann wird man es keiner Seite eindeutig zuweisen können und wenn es keine Profis waren, dann wird man erst recht, keiner der Seiten den Anschlag zuweisen können.

Aber ich sehe es mit ernster Sorge, wie rasch und blindwütig sich die NATO, BRD und FRA festgelegt haben. Das ist alles andere als gut. Entweder muss RF wieder ruiniert werden oder einige unserer "Politiker" gehen, sonst habe ich keine Zweifel an erneutem glob. Krieg.

@Shantuma

"Ich schätze, dieser Fall endet wie MH17, wo bis heute nichts bewiesen ist und ich davon ausgehe das MH17 ein Unfall war."

Kann man meiner Meinung nach nicht vergleichen, da im Fall von MH17 ein prorussischer Kommandeur (wenn ich mich richtig erinnere, war es sogar ein Russe) kurz nach dem Abschuss voller Stolz damit angegeben hat.

Großbritannien macht alles richtig

Zum einen ist die Art und Weise, wie sich Putins Administration über den Mord lustig gemacht hat, Bände-sprechend.
.
Jetzt wird das ganze von neutraler Seite untersucht. Ein kluger Schachzug. Und nach dem x-ten Mord an abtrünnigen Russen endlich die korrekte und einwandfreie Antwort auf alle Verschwörungstheoretiker.

Was ich ganz bemerkenswert finde:

"Großbritanniens Außenminister Boris Johnson kündigte im Sender BBC an, die Proben würden "in den internationalen Laboren mit dem besten Ruf" getestet. Dies werde mindestens zwei Wochen dauern."

Wie lange hatte es dagegen gedauert, bis das britische Labor zu seinen eindeutigen Ergebnissen gekommen war? ;)

Geänderte Lage?

Vielleicht dachte man in GB es reicht die Beschuldigungen in die Welt zu setzen, und sie sind nun etwas überfordert damit dass sie liefern müssen. Evtl. hat man auch mit einem weiteren Ereignis gerechnet: Der russische Generalstab hatte vor Nervengasanschlägen in den neutralen Gebieten Syriens gewarnt. Wäre kurz nach Skripal so etwas passiert - die Weltmeinung wäre für Russland katastrophal gewesen. Mittlerweise wird die Luft für GB immer dünner, zumal wichtige Informationen - etwa wie es den Skripals genau geht (!) - vorenthalten werden.

@ A. Winkler (17:02): doch dass macht durchaus Sinn

hi A. Winkler

Zu Ihrem Punkt:

Warum sollte...
... Rußland Vorräte der Nervengifte der Nowitschok-Reihe anlegen, wenn diese Gifte dafür erdacht wurden, sie relativ unkompliziert aus haushaltsüblicher Chemikalien zusammen mischen zu können. Das macht also mal wieder überhaupt keinen Sinn, was Johnson da von sich gibt!

Doch, dass macht durchaus Sinn aus Putins Sicht und aus Sicht von vielen anderen Regierungen. Es geht um die gezielte Ausschaltung von Regierungskritikern und Kritikern von Putin und anderen Regierungschefs. Und in den letzten Jahren gab es laut Huffingtonpost eine auffällige Todesserie unter russischen Diplomaten:

https://tinyurl.com/y9fmswdw
huffingtonpost: Das mysteriöse Sterben der russischen Diplomaten (07/03/2017 13:16 CET)

Unter russischen Diplomaten und Funktionären häufen sich mysteriöse Todesfälle
Was offiziell als Todesursache angegeben wird, weckt in vielen Fällen Argwohn

@ Andre Lenk (16:57): ja dann wäre das Zeug außer Kontrolle

hi Andrew Lenk

Zu Ihrer Frage:

Wenn sich herausstellt, dass das verwendete Gift mit Proben aus Beständen der UdSSR übereinstimmt, was beweist das dann? Dass Moskau keine Kontrolle mehr über das Zeug in den ehemaligen Sowjetrepubliken hatte?

Ja, wenn dieses Zeug außer Kontrolle geraten wäre und wenn alle solchen Atommächte - wie es Rex Tillerson auf heute.de angedeutet hatte vor einigen Tagen - ebenfalls solches Gift besitzen - dannn wäre dass eine ultimative Bedrohung fuer alle Menschen. Und dann wäre die Tochter von Skripal nämlich schon ein wiederholtes unschuldige Opfer geworden. Denn in Ihrem Koffer war ebenfalsl Gift versteckt:

https://tinyurl.com/y8o9nu6j
welt.de: Nervengift in Koffer von Skripals Tochter versteckt (16.03.2018)

Die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtete am Freitag, das bei der Attacke verwendete Nervengift sei in dem Koffer von Skripals Tochter Julia versteckt worden, bevor diese Moskau verlassen habe.

So viel dazu.

@TS

"Russlands EU-Botschafter unterstellte"

Und der Britische Außenminister beschuldigt.

@ triesch (17:45): dass hier von Ihnen stimmt so nicht

hi triesch

Dieser Punkt von Ihnen:

Mittlerweise wird die Luft für GB immer dünner, zumal wichtige Informationen - etwa wie es den Skripals genau geht (!) - vorenthalten werden.

stimmt so nicht. Es gibt sehr wohl Informationen und die sehen alles andere als gut aus.

https://tinyurl.com/y84mxa56
zeit.de: Chemiewaffenexperten werden im Fall Skripal ermitteln (18. März 2018, 16:56 Uhr)

Skripal und seine Tochter Julija sind am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury aufgefunden worden und befinden sich seitdem in einem kritischen Zustand.

oder hier:

https://tinyurl.com/ycxkdd7m
zeit.de: 21 Personen nach Giftangriff auf Ex-Agent in Behandlung (9. März 2018, 0:33 Uhr)

Fast ein Dutzend Personen sind nach der Attacke auf den russischen Ex-Agenten Skripal medizinisch betreut worden. Er und seine Tochter sind weiter in kritischem Zustand.

17:44 von kasten.teufel

""Großbritanniens Außenminister Boris Johnson kündigte im Sender BBC an, die Proben würden "in den internationalen Laboren mit dem besten Ruf" getestet. Dies werde mindestens zwei Wochen dauern."

Wie lange hatte es dagegen gedauert, bis das britische Labor zu seinen eindeutigen Ergebnissen gekommen war? ;)"

///

Es hat genau 24 Stunden gedauert, bis die ersten Drohungen gen Osten gesandt wurden. Zu diesem Zeitpunkt war offiziell ein Betäubungsmittel als Wirkstoff angenommen worden.

Spätestens zum Zeitpunkt, als erstmals vermeintlich ein Nervengift nachgewiesen wurde, hätte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen in die Untersuchung einbezogen werden müssen.

Dies nun nachzuholen, nachdem man alle Zeit der Welt hatte, die Beweislage den eigenen Bedürfnissen anzupassen ist nur sehr wenig glaubwürdig.

".. zumal wichtige

".. zumal wichtige Informationen - etwa wie es den Skripals genau geht (!) - vorenthalten werden."
..
Was geht Sie oder mich das im Detail an ? Sind wir mit den Skripals verwandt ?
Ihnen wird nichts vorenthalten. Sie und ich, wir sind nicht berechtigt, intime Informationen live vom Krankenbett zu bekommen.

@ triesch (17:45): Woher haben Sie diese Information??

@ triesch

Außerdem wuerde ich gerne mal wissen, woher (also aus welcher Quelle) Sie dass hier haben??

Evtl. hat man auch mit einem weiteren Ereignis gerechnet: Der russische Generalstab hatte vor Nervengasanschlägen in den neutralen Gebieten Syriens gewarnt.

Denn davon habe ich nirgenwo was gelesen. Außerdem sollten Sie mal dass hier von der Deutschen Welle lesen:

https://tinyurl.com/yatvu32e
dw.com: Nowitschok-Nervengifte - die gefährlichen und unbekannten Chemiewaffen (13.03.2018)

Einige der weniger gefährlichen Verbindungen wurden bereits in Zeiten der Sowjetunion in chemischen Fachzeitschriften veröffentlicht - als Organophosphat-Insektizide. Offenbar war das ein Versuch, die militärische Forschung mit einem zivilen Forschungsprogramm zu tarnen.

Aber das Täuschungsmanöver geht noch weiter: Sogar Zutaten zur Chemiewaffe selbst waren als normale Chemikalien gegenüber der internationalen Gemeinschaft getarnt.

Toll

"Großbritanniens Außenminister Boris Johnson kündigte im Sender BBC an, die Proben würden "in den internationalen Laboren mit dem besten Ruf" getestet. Dies werde mindestens zwei Wochen dauern."

Wozu Fachleute mindestens 2 Wochen brauchen, hatte der höchstwahrscheinlich schnellste Aussenminister aller Zeiten bereits nach einem Tag herausgefunden. Daß in logischer Konsequenz und mit aller höchstwarscheinlicher Sicherheit nur die Russen als Täter in Frage kommen.

Nun, er hat natürlich nicht bei allen nur den besten Ruf.

Sollten die "Experten" alternativ auch die ukrainische Spur

prüfen.
Die haben ja doch das höchste Interesse, dass die Situation eskaliert! Von anderen Interessen/Interessenten nicht zu sprechen.....
Da gibt es sicher eine Reihe von möglichen Bezugsquellen für dieses spezielle Kampfmittel.
Es ist merkwürdig, dass es kurz vor den Russlandwahlen zu einem solchen abscheulichen Verbrechen kommt. Wo ist der "Benefit" für Russland? "Shock and awe" zu säen? Seine geknechteten Untertanen bei der Stange zu halten?Und überhaupt, es war ja sicherlich Putin himself, der dieses Attentat angeordnet hat .... der Mann kümmert sich ja auch wirklich um alles.
Auch wenn die Heizung im Kreml nicht funktioniert.
Ist ja auch egal, Hauptsache man kann die "Richtigen" an die Wand nageln! Jetzt darf wahrscheinlich nicht mal Clopapier in das "düstere Reich des Bösen" exportiert werden. Schönen Sonntag noch!

mal überlegen

@Demokratieschue...

"Ähnlich verhält es sich mit dem Gift, mit dem die Familie Skripal in einer Pizzeria in Kontakt kam: Es war den Ermittlern zufolge derart massiv verteilt, dass der kontaminierte Essenstisch und andere Gegenstände zerstört werden mussten. Entweder wollten die Täter alles versuchen, damit ihre Opfer sterben."

Wenn das Gift so breitflächig und großzügig verteilt wurde, warum gibt es nur 2 Opfer?

Am 18. März 2018 um 17:53 von Demokratieschue...

"Die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtete am Freitag, das bei der Attacke verwendete Nervengift sei in dem Koffer von Skripals Tochter Julia versteckt worden, bevor diese Moskau verlassen habe."

In der Zwischenzeit haben die Briten noch ganz andere Theorien, wo das Gift versteckt war. Täglich kommen neue Möglichkeiten dazu.

@ Demokratieschue... (17:47)

Sie haben mich mißverstanden. Mit den Nowitschok-Giften wollte die Sowjetunion eine Vorgehensweise besitzen, mittels der ihre Agenten aus haushaltsüblichen Chemikalien selbständig die nötigen Komponenten für tötliche Nervengifte herstellen können. Es ging also nie darum neue Gifte zu entwickeln, die fertig hergestellt irgendwo zu lagern oder zu transportieren sind. Insofern widerspricht eine Lagerhaltung, wie sie von Johnson unterstellt wird, dem gesamten Konzept von Nowitschok!

@ Nutzer (18:06): in diesem Fall ist es anders

@ Nutzer

Im Normalfall hätten Sie mit dem hier:

Ihnen wird nichts vorenthalten. Sie und ich, wir sind nicht berechtigt, intime Informationen live vom Krankenbett zu bekommen.

ja recht. Aber: hier ist nichts normal. Hier geht es um den verbotenen Einsatz einer bislang nicht auf der Verbotsliste der OPCW befindlichen Chemiewaffe! Und damit um ein mögliches Verbrechen, in das mehr Länder als nur Russland verwickelt sind:

https://tinyurl.com/yatvu32e
dw.com: Nowitschok-Nervengifte - die gefährlichen und unbekannten Chemiewaffen (13.03.2018)

"Die Sowjetunion produzierte Nowitschok-Verbindungen, um die Chemiewaffenkonvention zu umgehen", sagt Dr. Michelle Carlin gegenüber der Deutschen Welle. Sie arbeitet als Toxikologin an der Northumbria Universität in Newcastle, Großbritannien.

Beide Komponenten waren nicht oder nur wenig giftig und standen auf keiner Verbotsliste.

Also kommen hier auch NATO-Staaten als Täter in Frage.

Zu späht

1.
Untersuchung
2.
Vom neutralen Labor
3.
Kontakt mit russischen Behörden
4.
Maßnahmen treffen
May hat von hinten angegangen und wird auch hinten bleiben.
Schäden zu groß, Irreparable.

@ Nutzer (18:06): Skripals Tochter reiste per Flugzeug

@ Nutzer

Denn auf den Flughäfen kommt nur die TSA oder der Passagier (bei der Gepäckaufgabe) an die Koffer heran und die Tochter von Skripal reiste laut Ermittlern per Flugzeug!

https://tinyurl.com/y8o9nu6j
welt.de: Nervengift in Koffer von Skripals Tochter versteckt (16.03.2018)

Die Behörden gingen davon aus, dass ein Kleidungsstück, ein Kosmetikartikel oder ein Geschenk damit imprägniert worden seien.

Skripals Tochter am 3. März nach London geflogen

Nach Auskunft der Polizei war Julia Skripal am 3. März von Russland nach London geflogen. Tags darauf wurden die 33-Jährige und ihr 66-jähriger Vater bewusstlos auf einer Bank vor einem Einkaufszentrum in Salisbury aufgefunden. Sie befinden sich seitdem in kritischem Zustand in einem Krankenhaus.

Also kann es auch die werte TSA gewesen sein, die der Tochter von Skripal auf Befehl von Putin sowas in den Koffer gemacht hat. Laut Ermittlern geht es wohl um vergiftete Kosmetika.

Natürlich ist es wichtig, wie es den Skripals gehtD

Die Briten verstossen schon gegen sämtliche internationale Gepflogenheiten, indem sie der Botschaft der Russischen Föderation Informationen und Zugang zu ihrer Staatsbürgerin verweigern. Obendrein ist für die Beurteilung des angeblichen Anschlags mit dem Nervengift bedeutsam, wie der Gesundheitszustand der Vergifteten ist. Die Briten verhalten sich wie Verdächtige, die nur stückchenweise mit der Wahrheit rausrücken, aber laut "haltet den Dieb" brüllen. Beschämend.

"Großbritanniens

"Großbritanniens Außenminister Boris Johnson kündigte im Sender BBC an, die Proben würden 'in den internationalen Laboren mit dem besten Ruf' getestet."
Die anderen Äusserungen Johnsons lassen ihn nicht gerade in einem vertrauenserweckenden Licht erscheinen. Daher wüsste man gerne konkret, um welche Labore es sich handelt. Es müsste sich um Institutionen handeln, die auch von den Russen als neutral akzeptiert werden. Oder anders gesagt; man müsste sich in gemeinsamen Verhandlungen auf sie geeinigt haben. Wenn das nicht der Fall ist, ist der Streit vorprogrammiert - es sei denn, die beiden Labore kämen zu Ergebnissen, die die Russen entlasten. Nach dem, was man in den letzten Tagen erlebt hat, wäre ich davon sehr (angenehm) überrascht.
Sinnvoll wäre selbstverständlich, man würde die russische Seite an den Untersuchungen beteiligen.

"Unabhängige

"Unabhängige Chemiewaffenexperten untersuchen die beim Giftanschlag auf Ex-Spion Skripal verwendete Substanz.

Hat jemand im Forum Zahlen darüber, von wem die Organisation für das Verbot chemischer Waffen finanziert wird? Konnte nur finden, daß USA,DE und Japan über 50% des Budgets stellen . . .

17:41 von Demokratisch

"Großbritannien macht alles richtig
Zum einen ist die Art und Weise, wie sich Putins Administration über den Mord lustig gemacht hat, Bände-sprechend .Jetzt wird das ganze von neutraler Seite untersucht. Ein kluger Schachzug. Und nach dem x-ten Mord an abtrünnigen Russen endlich die korrekte und einwandfreie Antwort auf alle Verschwörungstheoretiker."

Obwohl nach meiner Kenntnis bei den Skripals derzeit kein Mord vorliegt, schmälert das keinesfalls die Wucht Ihrer Aussage an die Adresse aller Lustigmacher. Die richtige Antwort an alle Mordtheoretiker.

Putin und die russische Regierung werden es abstreiten

Es wird so ausgehen wie beim MH17 Abschuss. Da wurde ermittelt und die prorussischen Separatisten als Täter belastet, die russische Regierung und Putin kamen mit eigenen Untersuchungen und stritten alles ab.
Hier wird es genauso ablaufen. Man wird als Ergebnis haben dass die Spuren in die Russische Föderation führen und Putin und die russische Regierung werden es dennoch abstreiten, die haben noch nie was zugegeben!

Am 18. März 2018 um 18:26 von Demokratieschue...

"Also kann es auch die werte TSA gewesen sein, die der Tochter von Skripal auf Befehl von Putin sowas in den Koffer gemacht hat. Laut Ermittlern geht es wohl um vergiftete Kosmetika. Die Behörden gingen davon aus, dass ein Kleidungsstück, ein Kosmetikartikel oder ein Geschenk damit imprägniert worden seien."

Nach Ihrer Logik kann es jeder gewesen sein, von den Russen über die Briten bis zur Ukraine oder den USA. Jeder hatte die Gelegenheit. Gingen davon aus, ist auch ein sehr schwacher Beweis.

@pnyx 18:34

Sorry aber Sie und andere werfen der russischen Seite vor voreingenommen zu sein und gleichzeitg erzählen Sie, dass Sie "angenehm überrascht" wären wenn die russische Regierung und Putin entlastet wird.
Für mich ein Beweis dafür, dass diejenigen die die russische Regierung und Putin unterstützen genauso voreingenommen ist wie die Gegenseite.

@andereperspektive, 17.11.h

Sie haben recht.
Eine beliebte und allseits praktizierte Taktik.

Ich denke da sofort an den Abschuss der Passagiermaschine über der Ukraine.

Da hat Russland und seine Verbündeten auch verhindert, dass Experten sofort die Ursache untersucht haben.

Dürfte internationaler Standard sein.

"Die Briten verstossen schon

"Die Briten verstossen schon gegen sämtliche internationale Gepflogenheiten, indem sie der Botschaft der Russischen Föderation Informationen und Zugang zu ihrer Staatsbürgerin verweigern."
..
Woher wissen Sie daß die Tochter die russische Staatsbürgerschaft hat ? Woher wissen Sie daß die Frau soweit gesundheitlich wiederhergestellt ist daß sie selber sprechen kann und mit russischen Botschaftsangehörigen sprechen kann ?

Nowitschok ...

Die Medien sprechen immer von "Nowitschok" als Nervengift. Tatsächlich handelt es sich um eine Gruppe von Nervengiften, die über viele Jahre erforscht und weiterentwickelt wurde. Es handelt sich um in der Wirkung grausame Gifte.

Selbst wenn die Opfer den Angriff überleben, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit bleibende Schäden davon tragen und frühzeitig sterben. Siehe hierzu auch Wikipedia.

Wer das Gift ausgebracht hat, wird sich wohl schwer beweisen lassen. Es kann sich um einen "Joe Job" handeln, der die Russen - kurz vor den Wahlen - diskreditieren soll. Weshalb man allerdings einen greisen Agenten und seine junge Tochter als Opfer wählt, erschließt sich mir nicht. Das deutet wieder auf Rache hin - und an Rache können bei so altgedienten Agenten eine Menge Menschen Interesse haben.

Letzten Endes bleibt die Rücksichtslosigkeit des Angriffs und viel Potenzial für einen ausgewachsenen Konflikt zwischen Ost und West - und hier ist die Frage "Qui Bono" interessant...

@Demokratieschue 18:26

Könnte ich mir sehr gut vorstellen, Putin selbst macht sich sicher nicht die Finger schmutzig, der hat wie bei Litwinenko seine Leute (Ljugowoi hat ja zugegeben dass er es war) die sowas durchführen.

@ Der Nachfrager (18:13): es gab mehr als zwei Opfer!

@ Der Nachfrager

Wenn das Gift so breitflächig und großzügig verteilt wurde, warum gibt es nur 2 Opfer?

stimmt ja nicht. Es waren insgesamt 21 Personen in Behandlung im Krankenhaus!

https://tinyurl.com/ycxkdd7m
zeit.de: 21 Personen nach Giftangriff auf Ex-Agent in Behandlung (9. März 2018, 0:33 Uhr)

Fast ein Dutzend Personen sind nach der Attacke auf den russischen Ex-Agenten Skripal medizinisch betreut worden. Er und seine Tochter sind weiter in kritischem Zustand.

Nach dem Angriff auf einen ehemaligen russischen Spion Sergej Skripal und seine Tochter mit einem Nervenkampfstoff in Großbritannien sind laut Polizei etwa 21 Personen medizinisch behandelt worden, darunter die beiden Angegriffenen und ein Polizist.

Tja.. und von daher wäre es jetzt interessant zu wissen, in welchem Zustand diese anderen behandelten Personen sind...

@ ophorus

Sorry, aber vermutlich haben Sie meine Frage an die Redaktion etwas falsch gelesen.....

So unabhängig wie die

So unabhängig wie die Spezialisten die das Giftgas in Syrien untersucht haben?
Es wäre sinnvoll auch Russland mitwirken zu lassen auch um jeden Zweifel zu beseitigen aber dafür hat sich London schon zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Gut das Trump, oder seine Tochter nicht schon eine Tomerhowk Richtung Moskau geschickt hat.

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